# Urban Gentrification, AML Reforms, and AI Skepticism

**Podcast:** Mikroökonomen a.k.a. Mikrooekonomen
**Published:** 2026-06-08

## Transcript

Mikroökonomen, der Podcast über Wirtschaft.
Wir blicken hinter die Kulissen.
Analysen, Berichte und Debatten aus der Welt der Politik und der Märkte.
Werde jetzt Mitglied und erhalte Zugriff auf unsere exklusiven Premium-Inhalte auf mikroökonomen.de.
Heute ist Samstag, der 30.
Mai 2026.
Willkommen zur 351.
Folge der Mikroökonom.
Hallo Jens, ich grüße dich.
Einen wunderschönen guten Tag.
Wir haben heute drei Themen.
Hipsterkritik, Geldwäschebekämpfung und AI-Skepsis unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Die alten sind natürlich schon voll drin in den AI-Geschichten, wie man ja bei Timmy den Ball gesehen hat.
Da werden AI-Songs, AI-Bildchen und Filme erstellt bis zum Geht-nicht-mehr.
Je älter, desto schlimmer.
Marco, du bist ja so in der Popkultur drin, das ist ja unglaublich.
Ja, ich liebe das.
Das ist so ein kleines Entspannungsding von mir.
Ich habe ja sonst nichts.
Ja, hey, jeder braucht seine Hobbys.
Ja, wir haben, Hanna hatte es ja in der letzten Folge schon angekündigt, die ich just zu diesem Zeitpunkt gerade im Endschnitt begriffen bin.
Also 50 Prozent habe ich schon geschafft.
Spätestens morgen am Sonntag kommt es raus, also natürlich noch vor dieser Folge.
Und Hanna hat schon angekündigt, wir haben ein HörerInnen-Treffen am 4.
Juli 2026.
Wir starten 12 Uhr in Essen im Unperfekthaus.
Ich muss den Newsletter dazu noch schreiben, das mache ich natürlich und kurz zuvor dann nochmal eine Erinnerung.
Wir haben schon eine Anfrage wegen Platz bekommen.
Da ist es halt so, das Ding ist groß, da hat man im Regelfall viel Platz und allzu viel Zulauf haben wir im Regelfall jetzt auch nicht.
Also wenn wir, was weiß ich, da 20 Leute oder so wären, wäre das immer noch kein Problem.
Ich glaube auch bei 30 kriegt man das da alles noch gebacken.
Das Ding ist schon recht auskömmlich und da habe ich jetzt bei uns keine Sorge.
Also es gibt zwar die Möglichkeit, sich anzumelden.
Also wenn ihr uns eine E-Mail schickt und kurz Bescheid sagt, dann können wir drauf gucken, ob das soweit verdaulich bleibt.
Aber Sorge habe ich dazu jetzt noch keine.
Gibt es eigentlich einen Anlass für das HörerInnen-Treffen?
Ist das ein Jubiläum, oder?
Ja, das sind zehn Jahre Mikroökonom.
Also irgendwann am Anfang Mai 2016 ist das ja hier entstanden.
Ich habe jetzt auch nicht mehr das genaue Datum im Kopf.
Vielleicht wühlt sich irgendwann mal jemand durch die und stellt dann fest, dass es doch ein anderes Datum war bei einem anderen Monat.
Ach übrigens war 2018, Marco.
Ach du Scheiße.
Ich meine, ich bin mir recht sicher, dass es 2016 war.
Das hatte ich auch immer mal nachgeguckt.
Das wäre der Anlass.
Zehn Jahre Mikroökonomen.
Aber wir treffen uns ja im Regelfall schon.
Wir versuchen eigentlich einmal im Jahr, dass wir uns treffen.
Das hat, soweit ich gesehen habe, letztes Jahr nicht geklappt.
Das ist ja davor schon.
Das heißt, es wäre ohnehin und dann passt das ja alles zusammen.
Wenn wir es wirklich mal jährlich hinbekommen täten und dann irgendwann mal sehen, dass auch immer mehr Hörerinnen und Hörer kommen, dann können wir uns irgendwann mal einen anderen Platz suchen.
Aber aktuell passt das ja alles noch.
So, dann ist euch vielleicht aufgefallen, dass wir jetzt so in den letzten Monaten, also im Grunde jetzt so seit Februar, März oder ab März diesen Jahres jetzt nicht mehr so viele Premium-Folgen herausgebracht haben.
Das hatte einen kleinen Grund.
Erstens habe ich einen Stau in meinen Recherchen gehabt.
Also ich habe jetzt für Juni, glaube ich, gerade vier Zusagen für Premium-Folgen.
Also mal sehen, ob das dann sich so umsetzt.
Die sind natürlich alle Mitte Juni, also so in dem gleichen Zirkel rum.
Wenn ich euch da aus welchem Grund auch immer dann innerhalb von vier Tagen vier dieser Folgen schicke, ihr kennt das ja bei uns, das ist meistens so ein bisschen Stapelverarbeitung.
Es gibt allerdings auch noch einen anderen Grund.
Wie ich mitbekommen habe, gab es im Januar ein Massaker im Iran, das, sage ich mal, sehr viel Material produziert hat an nicht so schönen Dingen.
Und ich bin gerade dabei zu organisieren einen weiteren Podcast, der dann quasi von mir produziert wird und auch veröffentlicht wird, der sich dem widmet.
Also das soll ein Podcast werden, der sich mit den Geschichten...
aus diesem Massaker und in der Folge ja dann auch noch der Krieg und so weiter beschäftigt.
Da steckt gegebenenfalls recht viel Arbeit drin.
Vor allem, wenn wir ja ein bisschen verifizieren wollen.
Wer ich natürlich auch nicht alleine mache, das ist aber jetzt in der Vorbereitung.
Das Ganze wird kostenlos sein, kriegt einen eigenen Feed aufgesetzt.
Bin noch am überlegen, da müssten wir mal die...
Hörerinnen und Hörer, die über Steady hören, mal Bescheid geben.
Aber wenn ich da nichts Gegenteiliges höre, werden dann die Folgen da auch reingestellt, weil das ist ja so unser Gesamtfeed für alles, was wir tun.
Das heißt, auch darüber könnte man dann so ein Projekt noch unterstützen.
Aber das ist so ein bisschen Herzensangelegenheit, wie auch, glaube ich, sehr wichtig, weil in Deutschland da doch ein großes Wegschauen ist, auch medial.
So, damit habe ich auch so ein bisschen Zeit verbracht und ihr könnt euch vorstellen, dass ich da richtig viel Spaß bei hatte, mir die ganze Scheiße da anzugucken, die man da teilweise zu sehen bekommt.
Also ich habe dann auch beschlossen, dass das Ganze, sage ich mal, ohne großen Filter laufen wird.
Also wir werden da mal als Podcast anfangen.
Die Überlegung ist aber schon, weil es halt sehr viel Videomaterial gibt, ob man da nicht nach einer Weile auf YouTube noch zusätzlich umschwenkt, sodass man das halt gerade auch zeigen kann.
Wird aber, wie gesagt, das wird eher zu den härteren Geschichten ab 18 gehören.
Dann, wie gesagt, Premiumfolgen normaler Natur kommen im Juni.
Und bei auslandsbericht.de, das ist unser Newsletter, der kostenpflichtig ist.
Da habe ich zuletzt einen Text über die Frage geschrieben, warum das URE aus der OPEC ausgetreten ist.
Das war ein ganz interessanter Newsletter, weil ja noch so ein paar Nebenaspekte rausgekommen sind.
die ich glaube ich so medial jetzt auch nicht unbedingt verarbeitet gesehen habe.
So insgesamt, ich habe es gerade schon gesagt, wir haben eine Steady-Seite, da könnt ihr quasi alle Podcasts abonnieren.
Ansonsten auf den jeweiligen Seiten, also mikroekonom.de oder foreigntimes.de kann man die Podcasts auch einzeln abonnieren.
So und das Ganze ist...
Natürlich durch euch ermöglicht hier Spenden, Premium-Abos, Daueraufträge, Verbreiten in den sozialen Netzwerken, nette Zuschriften und sonstiges.
Vielen Dank dafür.
Ihr macht es möglich.
Dann haben wir noch eine E-Mail-Adresse mh-mikroökonomen.de und ihr findet uns auf mastodon als Mikroökonomen bei podcast.social.
Es ist schön, dass die Hannah mich in der letzten Folge, die ich noch im Schnitt bin, daran erinnert habe, dass man ja bei Mastodon noch immer vielleicht ganz gerne dazu sagen sollte, welche Instanz das ist, damit man das alles auch findet.
Suchfunktion ist eigentlich ganz gut, aber manchmal hakt es ja doch.
Und bei Reddit hat man es ja Preddit als Mikroökonom.
Das übrigens noch ein paar so einen Schub bekommen hat an Leuten, die da das Ganze, ja wie nennt man das denn auf Reddit?
Irgendwie dann doch abonnieren, so das Forum.
Ich glaube Folgen.
Folgen, ja.
Ich glaube, man folgt einem, Mr.
Preddit.
Klingt komisch auf Reddit, das Folgen.
Naja, und wir reden heute nicht über, also abseits von, dass wir nicht über Katharina Reiche reden werden, reden wir auch nicht über den Friedrich-Ersatz.
Und auch nicht über das Frühjahrsgutachten, ne?
Ja, schade eigentlich.
Vielleicht findet sich ja noch ein Fred, der das tun möchte.
Ja, wo der Herr Truger ja so eine wunderschöne, so ein schönes Minderheit.
Votum abgegeben hat.
Große Zeitenwende im Sachverständigenrat für Wirtschaft.
Herr Druger ist jetzt die letzte Fahne, die hochgehalten wird in Sachen soziale Gerechtigkeit.
Da sind wir quasi wieder da, wo wir hergekommen sind.
Danke, Gabriel.
Super gemacht.
Marco, bevor wir jetzt richtig loslegen, ich habe noch eine kleine Mikrorecherche einge...
eingeschoben, während du hier die allgemeinen Hinweise zum Besten gegeben hast.
Die erste Folge MikroökonomInnen Podcast war ein April-Scherz.
Zumindest veröffentlicht wurde sie am 1.4.2016, wenn ich deinem Podcast-Feed, unserem Podcast-Feed glaube.
Ja, das war eine Nullnummer.
Nee, auch tatsächlich, die erste Folge ist auch 1.4.2016 hier.
Ein April-Scherz.
Ja, damals haben wir geredet über die Krautreporter.
Ich glaube, die sind jetzt, weiß ich nicht, ich habe von denen nicht mehr viel gehört.
Die sind auch mittlerweile eine, so wie die Taz, wie nennt sich das?
Eine Genossenschaft.
Genau, die sind eine Genossenschaft und es gibt sie noch.
Aber ich glaube, die Wahrnehmung ist nicht mehr so stark.
Ja, ich war da mal ein Jahr lang Abonnent oder Zahlendes Mitglied oder wie man das auch nennt.
Ja, ich war inhaltlich ein bisschen.
enttäuscht, sag ich mal.
Ja, das war mir versprochen, als dann, ich glaube, da hatten wir auch die entsprechende Kritik.
Und vom Stil her sehr clickbaitig alles.
Ich glaube, sie machen mittlerweile ganz gute Recherchen, hat halt alles so einen gewissen Touch, also das ist eher linksgerichtet, wie meistens ja eigentlich und es gibt da einige wirklich ausführliche Artikel.
Bei einigen Sachen denke ich mir dann auch mal so, naja, gut, naja.
Aber das hat man ja überall.
ihr ja auch bei uns.
Wenn nicht, dann läuft ja eh was falsch.
Letztlich kann ja Journalismus gar nicht recht sein.
Das widerspricht sicherheitlich.
Ja, also wenn ich diverse Medien so sehe, habe ich nicht das Gefühl jetzt.
Ich würde ja behaupten, die machen keinen Journalismus.
Kommen wir lieber mal zu deiner Hipster-Recherche.
Die hat einen sehr schönen Titel, muss ich sagen.
Viele Kinder und City wohnen als Statussymbol der weißen Oberschicht.
Also wenn das jetzt nicht den ein oder die andere triggert, dann weiß ich auch nicht.
Naja, also ich bin ja selber, ich gehöre ja selber zu den Gentrifizierern.
Ich wohne ja hier in der Innenstadt Münchens innerhalb des mittleren Ringes und über alles, was der Economist hier über die...
Innenstädte der großen amerikanischen Millionenstädte schreibt, kann ich eigentlich auch hier auf der Straße und wahrscheinlich auch in meinem eigenen Leben bestätigen.
Der Economist hat einen relativ kurzen, aber wie ich finde, ganz prägnanten Artikel geschrieben, genau darüber, dass es so ein neues Statussymbol der Weißen Oberschicht oder oberen Mittelklasse, wie Friedrich Merz sagen würde, gibt.
Und das heißt, wir wohnen in der Stadt.
Da gibt es tolles kulturelles Angebot, ganz viel Diversität und es ist einfach super, super toll, hier zu wohnen.
Und ja, dieses Phänomen ist eben wohl mittlerweile auch in den großen US-Städten eingezogen.
Also was schreibt der Economist?
Früher war das ja so, dass eigentlich in den großen Innenstädten eher Arbeiter gewohnt haben, beziehungsweise es relativ gut durcheinander gemischt war.
Also Arbeiter mit Menschen, die sich vielleicht die teureren Apartments in den oberen Stockwerken eher leisten können.
Aber was man früher in den Innenstädten nicht so gesehen hat, waren Kinder und Familien.
Warum war das so?
Naja, weil man klassischerweise, und das kennen wir auch aus den europäischen Vorstädten der großen Städte, weil man klassischerweise als junge Familie irgendwie den Drang hat, in die Suburbs zu ziehen, in die Speckgürtel der Städte.
Und deswegen waren früher eben die Innenstädte häufig Orte für junge Singles, während halt dann die Familien mit den kleinen Kindern rausgezogen sind.
Heute hat sich das so ein bisschen geändert in einigen Stadtteilen.
Brooklyn wird hier genannt, aber auch San Francisco und in den wohlhabenden Gegenden von Chicagos.
Da trifft man eben immer mehr Kinder mit ihren Nannys auf den Straßen oder ihren, wie heißt das in den USA, ich glaube, Stay-at-home-Moms mit teuren Kinderwägen, grundsätzlich mit teurem Equipment, mit teuren Fahrrädern.
Also die Hipsterfamilien sozusagen.
Ja, und dann hat sich der Economist mal angeschaut, warum ist das eigentlich so und wie ist eigentlich die Situation dort in den Großstädten?
Und sie schreiben eben, naja, Kinder in Großstädten großziehen bedeutet halt hohen finanziellen Aufwand.
Wohnraum ist teuer, extrem teuer sogar.
Also wer sich mal so in Brooklyn, wo man den besten Blick auf die...
Skyscraper in Manhattan hat, sich mal die Mieten anschaut, das ist schon wahnsinnig krass.
Also da eine vierköpfige, sechsköpfige Familie in Wohnraum zu bringen, das geht dann schon eher so in die 5.000 bis 10.000 Dollar Gegend.
Die Kinderbetreuung ist richtig teuer.
Warum?
Naja, klar, weil die Nannys natürlich sich das nicht leisten können, in den Innenstädten zu wohnen.
Und natürlich auch der Platz teuer ist für Kinderbetreuung.
Private Schulen sind teuer, wir haben relativ viele Bildungsinvestitionen der Leute, die dort wohnen und allgemein hohe Lebenshaltungskosten.
Also wer viele Kinder in solchen Vierteln großzieht, signalisiert letztlich hohes Einkommen und Vermögen.
Und so wird dann die urbane Familie im 21.
Jahrhundert zum Luxusgut.
Wohingegen das Frühjahr, ich weiß nicht, wer noch so alte Hollywood-Filme irgendwie aus der Bronx oder so kennt, das war halt irgendwie so, irgendwie alles so runtergekommen und wenn man sich New York heute so anschaut, auch in diesem Innenstadtviertel, finde ich, dass das eigentlich alles durchgentrifiziert ist.
Für Chicago gilt das Gleiche, wie gesagt, für San Francisco auch und wer im Prenzlauer Berg in Berlin wohnt oder in der Kölner Südstadt oder innerhalb Münchens im Mittleren Ring.
Wahrscheinlich kann man das über Barcelona, Paris und jede andere europäische Stadt auch sagen.
Da sieht man halt diese klassischen wohlverdienenden Familien mit ihren Kindern über die Spielplätze laufen und nicht mehr die Junkies und Alkoholiker.
Die sind schon in der Stadtmitte in Köln, also das kann ich bezeugen.
Genau, in der Mitte, aber nicht halt in diesen Wohngegenden.
Und dieser Artikel im Economist hat dann so ein paar Statistik, die er aufzählt.
Und zwar zeigen die so die Entwicklung der Zusammensetzung der Einwohner in diesen Innenvierteln.
Sie nennen das dann diese Winner-takes-it-all-Städte und Stadtteile.
Da hat eben der Anteil an weißen Bewohnern in den letzten Jahren extrem stark zugenommen, im Gegensatz eben zu diesen diversen Innenstädten, wie man sie früher kannte.
Also arme Familien können sich diese Zentren halt nicht mehr leisten.
Viele Mittelschichtsfamilien ziehen eben günstigere Wohnorte.
Und dann bleibt letztlich übrig ein wachsender Anteil an sehr, sehr wohlhabenden, meist weißen Eltern.
Das ist aber eigentlich ist es gar nicht so sehr...
Das Thema Ethnizität im Sinne von, naja, die Weißen wollen irgendwie in den Innenstädten wohnen, sondern letztlich ist es ein Indikator für Gentrifizierung und Einkommenskonzentration.
So wird das eigentlich klassischerweise gelesen.
Ja, und die Stadt wird damit dann natürlich weniger sozial gemischt und stärker von Klassenunterschieden geprägt.
Und die urbane Familienform wird eben eigentlich exklusiver.
Und das ist etwas, was man...
glaube ich, in allen oder in den meisten großen Städten beobachten kann.
Ich fand es mal einen interessanten Artikel im Economist zu lesen und interessant, dass das auch in amerikanischen Städten mittlerweile so ist.
Ja, ich habe vielleicht dazu ergänzend einen Artikel im Wall Street Journal gelesen, der sich damit beschäftigt hat, dass durch verstärkten Aktienhandel, aber auch Bitcoin und so weiter, tatsächlich eine neue Schicht an Menschen mit Geld entstanden ist, die dann in diese Kategorie reinfallen würde.
die gar nicht so sehr darauf ausgelegt sind, wie man das so üblicherweise kennt, in der Öffentlichkeit zu stehen, sondern die machen einfach ihre Kohle, haben sie, und suchen sich dann einfach da aus, wo sie gerne wohnen wollen.
Und da scheinen dann halt auch zunehmend diese Städte zu sein.
Ich glaube, wenn man so ein bisschen Stadtleben kennt, ist es im Grunde auch logisch.
Du willst halt da wohnen.
Oder so die Regel ist immer, nicht länger als eine halbe Stunde.
Das ist so der Wunsch aller.
Also wenn ich irgendwo hin will, würde ich da eine halbe Stunde sein.
Ich gucke also, wo ich überall hin muss.
Arbeitsstätte ist ja da so der Klassiker.
Und dann gucke ich halt so Arzt, guter Arzt, Einkaufmöglichkeiten und so weiter.
Und dann hast du im Grunde nicht mehr viele Orte zur Auswahl in jeder Stadt, sondern dann hast du halt diverse Stadt.
Teile und dann musst du dir halt einen von denen aussuchen und dann gehst du da hin und weder hast du die Kohle oder eben auch nicht.
Und wenn du sie nicht hast, dann musst du meistens im Grunde von denen 30 Minuten ablassen und dann wird es billiger.
Wobei, wenn man dann halt auch so in Berlin guckt oder jetzt auch in München, wo du ja bist, sobald da irgendwo eine S-Bahn fährt.
Kann man sagen, ist der Preis eine Schweiderei.
Und da sieht man halt schon, ja, also ich glaube, die Stadt befördert das so von ihrer Konstruktion her.
Aber ich habe jetzt auch noch nirgendwo gesehen, dass es verhindert werden kann.
Also Paris könnte man sagen.
Wien wäre so ein Thema.
Tut zumindest was in Sachen Zugänglichkeit und Schönheit der Stadtinneren, aber dadurch wird es natürlich auch nicht billiger, sondern im Gegenteil.
Es wird dann eher noch teurer, wenn es dann so schön grün und so weiter ist.
Ja, ich glaube, das ist ja ein relativ stark diskutiertes Feld.
Also Wien wird ja immer genannt mit dem starken städtischen Wohnungsbau der...
eben als Ziel hat, eine gute Durchmischung, eine gute sozioökonomische Durchmischung auch in der Stadt zu fördern.
Und ich glaube, für viele so Bauprojekte städtischerseits könnte Wien eigentlich ein gutes Beispiel sein, aber so richtig durchzusetzen scheint sich das noch nicht so kann.
Ja, ich glaube auch in Wien gibt es da große Probleme, wie man dann immer wieder mal liest, dass das dann doch nicht so geil ist.
Aber es liegt halt immer auch an der Umsetzung.
Wir haben immer wieder Phasen, wo die Umsetzung halt schwach ist und es sich dann ins Negative verzerrt.
Und man hat im Grunde selten mal eine Phase, wo sich etwas zum Besseren verändert.
prägt dann natürlich die Städte und macht sie im Grunde unattraktiver.
Also ich mochte oder mag an Städten eigentlich schon genau diese Durchmischung, dass du halt doch noch konfrontiert bist mit anderen Lebensmodellen, mit anderen Ansichten, weil du die halt dann auch mitkriegst zur Welt und dich dann halt auch damit auseinandersetzen musst.
Und das war immer die Triebfeder für Städte und in ihrer Entwicklung und auch in dieser...
schnellen Modernisierung von Städten.
Ich fürchte, genau dieser Vorteil geht dann da irgendwann verloren.
Dann hast du halt wirklich nur so eine Art Ghettoisierung, wenn man es ganz krass denkt.
Da wohnt halt jede Schicht in ihrem Stadtteil.
Das ist eigentlich nicht das, was man will.
Dann kommen wir mal zum Thema Geldwäschebekämpfung.
Ich dachte, es ist mal wieder an der Zeit.
Vielleicht erinnert ihr euch ja dran.
Wir haben ja zu Zeiten Christian Lindners, damals in der guten alten Zeit, naja, so gut war es dann doch nicht.
Jeden Sonntag ging Lindner in irgendeine Zeitung und erzählte uns, was Lars Feld als Neues falsch gerechnet hat, um seine Propaganda da zu vertreiben.
Aber lassen wir das mal beiseite.
Wir wollen heute nicht über Lars Feld reden.
Christian Lindner hat, ja, Damals versucht das Thema Geldwäsche anzugehen und ich meine mich zu erinnern, dass wir das erstmal gar nicht so schlecht fanden, weil halt sehr viel...
in dem Bereich schief läuft oder eben auch gar nicht läuft.
Also Deutschland gilt nach wie vor als Geldwäscheparadies.
Es war notwendig, da mal ranzugehen und jeder Umbau ist groß und schwierig, gerade wenn er irgendwas bringen soll.
Deswegen habe ich da gesagt, dass im Zweifel sind wir auch mal dafür, dass etwas getan wird und sehen da nicht nur das Schlechte.
Und vielleicht ganz kurz zur Erinnerung, Lindner wollte ein neues Bundesamt schaffen, das Bundesamt zur Bekämpfung von Finanzkriminalität, das sogenannte BBF.
Darin integriert werden sollte die Financial Intelligence Unit, FEU, die bisher beim Zoll angesiedelt ist, sowie die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung, ZFS.
Ich glaube, die ist auch beim Zoll.
Und aufgrund der verkürzten Legislatur und aller möglichen Problemlagen kam es irgendwie nie dazu, dass dieses Gesetz zur Abstimmung kam.
Also der Finanzausschuss hat zugestimmt.
Eigentlich wäre es soweit gewesen.
Dann haben sie es irgendwie noch über die Sommerpause geschleppt und dann war ja nur noch Chaos.
Ihr erinnert euch vielleicht, wie das damals lief.
So, Ampel weg, Gesetz weg.
Christian weg, Lars da.
Also das Klingbeil hat jetzt das Sagen im Finanzministerium und der plant jetzt ebenfalls sich der Sache anzunehmen, aber anders.
Das heißt, das BBF, also das Bundesamt zur Bekämpfung von Finanzkriminalität, ist vom Tisch, wird es nicht geben.
Stattdessen soll der Zoll gestärkt werden und man sagt jetzt so insgesamt, man wolle die bestehenden Strukturen stärken.
So, das bedeutet, für die FEU, dass sie weiterhin beim Zoll angesiedelt bleibt.
Es gab mal so ganz kurz noch einen Blick in die Vergangenheit.
Es gab bei der Einheit, bei der Geldwäsche-Verdachtsfälle gemeldet und ausgewertet werden, immer wieder Probleme, die auf Unterbesetzung, technische Schwierigkeiten und manches Mal auch Kompetenzmangel zurückzuführen waren.
Der Bericht für 2025, der müsste jetzt im Juni 2026 erscheinen.
Also da sind wir so ein Ticken zu früh.
Für 2024 können wir sagen, dass von 265.708 eingegangenen Verdachtsmeldungen 87.731 Analyseberichte an Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden übermittelt wurden.
Also rund ein Drittel der Verdachtsfälle führte dann auch zu weitergehenden Ermittlungen.
Was eine ziemlich krasse Quote ist, ja.
Findest du.
Ja, also 33 Prozent der Verdachtfälle, finde ich schon.
Jeder Dritte?
Naja, also ich denke, mein Verdacht taucht ja jetzt nicht ohne Grund auf.
Weiß ich nicht, keine Ahnung.
Ja, ich weiß es nicht, Jens.
Ich schwanke da, ob das jetzt viel oder wenig ist.
Ich glaube, was es halt vor allen Dingen zeigt, ist, wie wichtig die Datenübermittlung an die FIU ist.
Also, dass es wirklich wichtig ist, dass die Banken diese Daten da weiterleiten.
Und da gibt es seit dem 1.3.2026 eine Verbesserung bei der Meldeverordnung.
Das ist etwas, was auch Christian Lindner hätte tun können, weil dafür braucht es ja kein Gesetz für so eine Verordnung.
Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber das hat der Lindner nicht mal eben so getan.
Also, ernsthaft, man darf nun nur noch elektronisch Daten an die FEU übermitteln.
Also keine Mail, keine Briefe oder sonstiges, sondern im strukturierten, maschinenlesbaren Dateiformat XML oder über Eingabefelder, die die FEU zur Verfügung stellt.
Da müssen jetzt die Daten eingegeben werden.
Was zur Folge hat, dass das Ganze maschinenlesbar und auswertbar wird.
Ja, ich weiß nicht, vielleicht hat der Lindner es noch angestoßen, ich weiß es nicht.
Aber es ist so low-hanging fruit, vor allem wenn man was von AI erzählt, die das dann auswerten soll.
Wir gratulieren zu dieser Fortentwicklung.
Ich glaube in der Folge, Bearbeitungszeiten dürfen merklich sinken.
Nicht merkelig, sondern merklich.
Und naja, also standardisierte Formate sind immer geil.
Es gibt nun künftig Mindestvorgaben für den Inhalt der Meldung, also so Sachen wie Aktenzeichen oder auch die Aussage, ob bereits Strafanzeige gestellt wurde oder nicht.
Also auch das ist eine Maßnahme, die, wo ich so sagen würde, ich mache das jetzt mit den Behörden auch schon eine ganze Weile.
Ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass es da an Vorgaben mangelt, was man alles so einzureichen hat, aber an der Stelle lustigerweise dann ja wohl doch und dadurch ist wohl ein Wildwuchs an Willkürlichkeit der Einreichung entstanden.
Ja, hallo, habe hier Verdachtsfällen.
Fall, Name XY.
Tschüss.
Also ich bin mir ziemlich sicher, dass es das so in der Form gab.
Aber auch hier eine Verbesserung.
Ich denke, das ist sehr gut, dass da jetzt dem hinterhergegangen wird.
Dann.
Erforderliche Anlagen wie Transaktionen, Dokumentationen, Hinweise zu Bargeld, Verbotseinhaltung bei Immobilienkäufen etc.
müssen jetzt auch eingereicht werden.
Das musste man vorher wohl nur tun, wenn es, lass mich nicht lügen, notwendig war, um den Gesamtfall zu verstehen.
Und das ist ja schon immer eine sehr starke Interpretationssache.
Also ist jetzt auch drin.
Und dann kann die FIU jetzt hergehen und technisch überprüfen, ob die Banken, also ob diese Systeme der Banken dann da auch funktionieren.
Und ich sage mal, das wird dann die, ja.
die Ausreden, die manche Bank vielleicht hatte, doch stark reduzieren.
Also auch hier wieder so eine Effizienzhebung, die dann da war.
Und Nebeneffekt wird vielleicht auch sein, dass manche Bank hier mehr Anreiz für Automatisierung und Digitalisierung hat, wenn sie denn da noch nicht sonderlich weit fortgeschritten ist.
Da gibt es ja kleine Banken, die sich der Sache immer sträuben.
Was natürlich auch dazu führen kann, dass dann die eine oder andere Bank dann für diesen Bereich auch weniger Personal braucht, weil es ja dann vielleicht auch schon automatisiert mit wenigen Klicks und so weiter geht.
Also das sind alles vielleicht potenzielle Folgen.
So, was den Bereich Bußgelder anbelangt, also wo man ja sagen würde, also da meldet einer was nicht, dann kriegt er aber eine ordentliche Strafe, damit er dann beim nächsten Mal alles meldet.
Gab es bisher nicht.
Da würde man jetzt so ein ganz klein wenig aufrüsten, aber das bleibt ein schwaches Feld.
Ihr müsst melden, aber wenn er es nicht tut, ja was dann?
Ihr kennt das Thema vielleicht von den Krankenkassen.
Da gab es ja immer im Grunde die Pflicht, dass wenn einer krank ist, dann gibt er so einen Zettel seinem Arbeitgeber und der musste den Zettel dann an die Krankenkassen weitergeben.
Wenn dann aber klar ist, in den ersten drei Tagen des Krankseins kriegt eh keiner Geld, dann haben die Unternehmen einfach gesagt, schmeiß mal weg die Zettel, das interessiert uns nicht.
Kostet ja nur Geld.
Gab auch nie Strafen dafür.
Deswegen haben die Unternehmen es dann oftmals nicht gemacht.
Und ja, jetzt auf einmal haben wir digitale Krankmeldungen.
Dann wird es auf einmal gemacht.
Da gibt es die mehreren Vorgaben.
Gleiches Spiel im Grunde.
Und auf einmal haben wir mehr Krankmeldungen.
Genau deswegen.
Zumindest ist das ein Grund, aber auch ein gewichtiger.
So, dann ist geplant.
Der Aufbau eines gemeinsamen Kompetenzzentrums namens Finpool im Datenhaus P20.
Und hier sollen illegale Finanzströme frühzeitig erkannt werden.
P20 ist ein Parkplatz, kein Datenhaus.
Naja, vielleicht will man das verschleiern, Jens.
Dein Parkhaus war immer ein großes Datencenter zur Geldwäsche-Bekämpfung.
Hier sollen jedenfalls illegale Finanzströme frühzeitig erkannt, ausgewertet und für Ermittlungen verfügbar gemacht werden.
Da hat man so ein bisschen Lindner-Vibes.
Also fehlt jetzt noch das von künstlicher Intelligenzfabulieren, die die Täter schon während der Tat erkennt und filtert.
In jedem Fall mit automatisierten, und das Zitat, automatisierten Datenanalyse und biometrischen Internetabgleichen als Instrumente der Gefahrenabwehr.
Da wird einem schon so ein bisschen Löffel, dass er die Gänsehaut über den Rücken.
Der Peter Thiel, der freut sich schon.
Oh Gott, bitte nicht unter Hilfe von Palantir.
Also BKA und Zoll sollen vernetzt werden, das ist auch überfällig.
Und dieses P20-Datenhaus, das nennt sich tatsächlich Datenhaus, nicht Parkhaus, Jens.
Das ist etwas, was seit 2016 geplant wird.
Das soll quasi die Daten der Polizeibehörden vom Bund und Ländern zentral speichern und weiterverarbeiten, also zugänglich machen für alle.
Und wir haben jetzt 2026, ganz kurz noch zwei Erinnerungen, also es ist auch schon zehn Jahre, es ist so alt wie die Mikroökonomien.
Allerdings senden wir seit zehn Jahren und dieses Ding hier sagt in 2026, könnten die ersten Bundesländer angeschlossen werden.
Die haben jetzt zehn Jahre dran gewerkelt, dass sie jetzt quasi etwas haben, wo vielleicht dieses Jahr die ersten Bundesländer drankommen.
Ja, und es gibt zu diesem Punkt überhaupt keine klar benannte Zeitschiene, sondern es soll halt gemacht werden, aber wann, wie, wo?
Keine Aussage.
Und dann kommt noch On Top, da habe ich dann beim Datenschutzbeauftragten des Landes Brandenburg gefunden.
Scheinbar fehlt die gesetzliche Grundlage für dieses P20 auch immer noch, also im Jahr 2026.
Das heißt, die werden dann irgendwie angeschlossen, da fehlt dann aber noch irgendwie was.
Also vielleicht bewegt sich da jetzt was.
Also das wäre wirklich gut, das wäre ein richtiger Schritt.
Ich habe mir mal den Spaß gemacht, ich habe Claude mal gefragt, wann er denn glaubt, wann dieses P20 läuft.
Er hat gesagt, allerfrühstens 2029, eher 2030.
Und da muss es dann aber wirklich gewollt sein und zügig umgesetzt werden.
Also wenn euch der Lars und der Dobrindt, wie heißt der mit Vornamen der Dobrindt?
Weiß man nicht, ne?
Alexander.
Weiß man das?
Nur in Bayern bekannt der Vorname.
Und das Bundesjustizministerium, da weiß ich.
Naja, wollen wir es nicht auf die Spitze treiben.
Also wenn die da jetzt etwas beschließen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität und wir jetzt schon wissen, das wird in vier Jahren so, also das Kernstück wird nicht umgesetzt sein oder vielleicht gerade so am Laufen sein, weil dann irgendwie jetzt noch die Länder drin hängen und so weiter, finde ich, ist schon schwierig.
Also die Legislatur dürfte dann vorbei sein.
Man weiß ja eh nicht, wie lange sie hält, aber in vier Jahren gibt es sie definitiv nicht mehr, auch wenn Friedrich vorher noch ausgetauscht wird.
Finde ich echt schwach.
Also da muss ich sagen, im Grunde muss da ein klarer Erfüllungszeitraum rein.
So, dann ist ein weiterer wichtiger Punkt die Beweislastumkehr für Vermögens-Einkommensdiskrepanzen.
Also kurz gesagt, wer 10 Euro im Monat verdient und sich eine Villa für 2 Millionen kauft, der muss begründen, woher das Geld kommt.
Denkst du auch gerade an Jens Spahn.
Ich glaube, dass Jens Spahn ein sehr engagierter Geschäftsmann ist und das Geld, was er ausgibt, auch wirklich verdient Jens.
Kommen wir zurück zur Geldwäsche.
Entschuldigung.
Ich muss mich mal kurz resetten.
Wir fallen nur lustige Sachen gerade ein.
Wir können ja auf Polymarket eine Wette anbieten.
Was ist zuerst fertig?
Datenparkplatz P20 oder Stuttgart 21?
Beide sollen 2030 fertig sein, laut Claude.
Das ist eine valide Wette.
Ich würde auch Stuttgart 21 töten.
Okay, pass auf, ich versuche mich jetzt mal wieder ein bisschen runterzukommen, weil wir reden ja hier über ernste Themen.
Ja, ich finde, man darf Spaß haben.
Ich finde, je ernster das Thema, desto mehr Spaß muss man haben.
Sonst ist man nur noch deprimiert.
Aber...
Das ist eine Geschichte hier, diese Beweislastumkehr für Vermögenseinkommensdiskrepanzen, die, ja, ich glaube, das wird sehr lange gefordert oder wurde sehr lange gefordert.
Und man kann ja im Grunde ahnen, das ist ein wichtiger Hebel.
Also wenn einer...
irgendwo dieses Geld herbekommt, muss die Frage gestattet sein, woher, wenn er kein anderes Einkommen hat.
Wenn das natürlich einer ist, der Familienvermögen geerbt hat, dann ist es ja klar, wenn es einer ist, der einfach auch gar kein Geld hat und dann plötzlich Geld hat, dann glaube ich, ist so eine Nachfrage schon mal ganz gut.
Aber ich glaube, man kann schon ahnen, dass es hier wichtig ist, wie beim Lieferkettengesetz, dass man halt nicht nur die erste Schiene prüft, Sondern auch die zweite, dritte, vierte, fünfte, wie lange es halt dauert.
Weil sonst kriegt die erste Schiene vom Verwandten XY einen Kredit und davon kauft er das Haus.
Aber woher hat denn der Verwandte XY das Ding, das Geld?
Da ist wichtig, dass man tief reingehen kann, dass man im Grunde die Sachen tief hinterfragen kann und dann eben nicht nur die eine Person kontrolliert, weil sonst wird das Ganze einfach umgegangen.
Und die Gefahr sehe ich da dann jetzt schon, aber das warten wir natürlich nochmal ab.
Zugleich wollen sie den Zugriff auf Vermögenswerte erleichtern, also die Beschlagnahmung und das spielt dann auch mit rein in die Gegenfinanzierung der gesamten Maßnahmen hier, wo sie dann sagen, ja da erwarten wir jährlich 300 Millionen von diesen gesamten Maßnahmen und die finanzieren das alles dann auch.
Damit ist gut.
Also Beschlagnahmung ist halt, so sage ich mal, Aus der Erfahrung heraus und meiner Rechtswahrnehmung immer so eine ganz schwierige Geschichte, weil das doch sehr stark auch im europäischen Recht und den Menschenrechten verankert ist.
Und Eigentum ist halt ein Menschenrecht bei uns.
Das heißt, da musst du schon mit guten Gründen rangehen.
Also eine Verdachtsumkehr ist da vielleicht am Ende zu wenig.
Also da bin ich mal wirklich gespannt, wie sich das vor den Gerichten auslässt.
Aber da würde ich mal so eine Verfahrenskaskade erwarten.
die das Thema dann im Laufe der Zeit behandelt.
Ich halte es aber unabhängig davon für einen guten Schritt, gerade dann, wenn man halt wirklich sagen muss, der hat kein Einkommen, woher kommt das Geld?
Müssen wir rausfinden.
So und dann, und das war etwas, hatte ich nicht auf dem Schirm, dass das so ist, aber dann hat man sich, oder dann will man sich jetzt eines Problems annehmen oder dieses Problem beseitigen, dass man sich mit einer Gesetzesänderung in 2021 selbst geschaffen hat.
Nämlich ersparte Aufwendungen sollen wieder strafbar sein.
Ich breche das mal ganz stark runter und verlinke euch dann dazu, also zu den ersparten Aufwendungen, auch einen Rechtsanwalt, der dazu was gesammelt hat, sodass ihr es nochmal nachlesen könnt.
Also runtergebrochen.
Bis 2021 war es so, dass bei gewerbsmäßiger Steuerhinterziehung die nicht gezahlten Steuern fiktiv als Tatobjekt galten.
und dadurch bei der Geldwäsche mit berücksichtigt wurden.
Also du wäschst Geld und zahlst darauf keine Steuern, hast du also eine Summe X, die quasi dann noch zusätzlich als Steuerhinterziehung oder als hinterzogene Steuern zu werten sind.
Ist ja eigentlich klar.
Durch den Wegfall des betreffenden Paragrafen war es ab 2021 dann aber so, dass die durch Steuerhinterziehung ersparten Aufwendungen nicht als Fälle von Geldwäsche nach den Vorgaben der Richtlinie der Financial Action Taskforce.
der FATF galten.
Das ist diese internationale Organisation, die alle paar Monate oder einmal im Jahr auch so eine Liste rauslässt, welches Land ist wie emsig bei der Geldwäschebekämpfung oder eben auch nicht.
Und das kann durchaus Konsequenzen auf dem internationalen Finanzmarkt haben, wenn man da eine beschissene Einstufung bekommt.
Und die geben dann halt auch so Vorgaben und Richtlinien raus und an der orientiert man sich dann.
Auch ganz gerne als Staat, um dann eben auch dieses zu erfüllen und dann eben als gut agierender Staat zu gelten und dann nicht in Verdacht zu geraten.
So, das hatte dann aber zur Folge, dass die Täter in den Verfahren dieses Geld, was die Steuern quasi betraf, rauslösen konnten.
Das ist irgendwie so ein Verfahren, 500.000 Euro, einfach rausgelöst, konnte er wieder für sich verwerten, weil das dann irgendwie nicht angreifbar war.
Und da wollen sie ran, das wollen sie beheben und das gilt dann nicht nur für Steuern, sondern auch für nicht gezahlte Sozialbeiträge und eingesparte Entsorgungskosten bei zum Beispiel Umweltdelikten.
Ist ja klar, wenn du deinen Müll irgendwo hinwirfst, statt ihn zu entsorgen, sparst du ja auch Geld.
Und dann habe ich eine ganz, ganz große Lehrstelle in dem Ganzen aufgetan und zwar Personal und Finanzierung der technischen Aufrüstung, Ausrüstung.
Also Lindner hatte seinerzeit 1.000 neue Stellen und Investitionen über 700 Millionen Euro angekündigt, wo man sagen kann, okay, damit kannst du einiges anstellen und 1.000 neue Stellen in dieser Unit ist natürlich schon mal gut.
Jetzt gibt es in dieser Ankündigung hier keine konkreten Zahlen.
Das heißt, wir wissen im Grunde nicht, wie schlagkräftig das Ganze sein kann, wenn keine Zahlen da sind.
Aber.
Der Zoll wird in 2026.000 neue Stellen schaffen.
Ich vermute mal, dass das auf diese Lindner Planung zurückzuführen ist und man dann quasi gesagt hat, ja, die werden ja dann schon geschaffen, das ist die alte Planung und dabei belassen was.
Also ich habe jetzt keine Indikation, dass darüber hinaus noch weitere Stellen geschaffen werden sollen.
Ich habe gerade mal den Stellenmarkt des deutschen Zolls geöffnet und da sind nur 46 offene Stellen.
Weil eigentlich finde ich das ganz cool so.
Das ist ja so eine Schnittstelle zwischen Investigativjournalismus und Zollbeamter.
So eine Financial Crimes Unit.
Das ist immer die Frage, ob es gut bezahlt ist.
Genau, deswegen wollte ich ja eigentlich hingucken.
Man muss sich ja Pläne für...
Kann ich mir die Münchner Innenstadt leisten mit denen?
Richtig.
Also bisher ist da noch nichts von zu sehen.
Zumindest auf dem...
Online-Stellenmarkt des Zolls.
Ja gut, vielleicht haben sie auch schon ein paar eingestellt.
Das ist auch noch ein Ding.
Interne Umschichtungen ist vielleicht auch noch ein Thema.
Ich weiß es nicht.
Aber das ist die Planung für 2026.
Und dann ist im Gesetz halt drin, dass es irgendwo noch einmal Ausgaben im nächsten Jahr, glaube ich, für 86 Millionen geben soll.
Und dann halt so Kleinigkeiten.
Aber...
sieht mir jetzt nicht nach einem großen Wurf aus.
Das klingt alles so ein bisschen so, als ob sie wollen, dass quasi irgendwo was eingespart wird, damit man das dann intern wieder auf die andere Seite zur Modernisierung schieben kann.
Aber ein großes Digitalisierungsprojekt kann ich mir eigentlich nicht vorstellen ohne große Investitionen.
Deswegen bin ich da so ein bisschen am Rätseln, was die da eigentlich denken, wie das aussieht.
Jetzt muss man dazu sagen, das Gesetz ist noch im Referentenentwurf, also ganz am Anfang.
Das wird jetzt dann diskutiert demnächst in den Ausschüssen und dann geht es weiter.
Also da kann man auch nochmal sehen, was dann dabei rauskommt.
Aber so ein etwas größeres Projekt.
Gut, vielleicht sagen sie, dieses P20, das ist ja schon finanziert, da klemmen wir uns dann nur noch dran und sparen dadurch einen Haufen Geld und das war dann vielleicht der Anreiz, das Ding zu nutzen.
Dann ist wieder die Frage, warum eigentlich nur Zoll und BKA, wenn da doch dann eh die Länder angeschlossen sind, dann könnte man sich ja da mit den Landesbehörden eigentlich auch koordinieren.
Also ich habe da noch so ein paar Fragen, die ich jetzt aktuell noch nicht beantworten kann, aber es wirkt.
alles auf mich so, als man macht jetzt mal ein bisschen das Notwendigste.
Also ich finde, da müsste man viel aggressiver rangehen, weil wir haben in Deutschland ein bekanntes Problem.
Es gibt auf der EU auch eine neue Behörde, die glaube ich ab nächstem Jahr aktiv wird.
Da sind dann die größeren Banken erstmal nur angeschlossen.
Also da würde man dann vielleicht auch ein bisschen Traction verlieren.
Ich weiß nicht, ich hatte es nicht so richtig.
überzeugt das Ganze.
Also gerade auch aus der Sicht, dass wir jetzt ja schon zwei Jahre weiter sind, mindestens.
Und man sich dadurch eigentlich mehr erwarten würde von der Politik.
Vor allen Dingen, wenn das Problem auch bekannt ist.
Wir haben das Problem mit Russland.
Wir haben das Problem aber auch mit iranischen Geldern, wo das in Immobilien hier in Deutschland gewaschen wird.
Und dieses Geld, das in Immobilien gewaschen wird, hat auch immer die Konsequenz, dass Immobilienpreise unnötig steigen und dadurch alles teurer wird für den normalen Bürger.
Also es ist jetzt auch nicht so, dass das so völlig außerhalb des Wirtschaftskreislaufes stattfindet.
Naja, also soweit zu dem Ding.
Ich habe dann ergänzend mir nochmal angeschaut, die Bafin, weil die Bafin hat in ihrer Strategie für die Jahre 2026 und 2029 eine neue Gangart bei der Geldwäscheaufsicht angekündigt.
Und für 2026 haben sie dann gesagt, dass sie sich den Bereich der Terrorismusfinanzierung bei den Jahresabschlussprüfungen ganz genau anschauen wollen.
Da gibt es...
Von der Bafin die sogenannten Auslegungs- und Anwendungshinweise.
Jens, warte mal, wie die abgekürzt werden, ohne hinzugucken.
Was?
A-U-A.
Aua.
Aua.
Aua.
Da hat jemand aber in den Ironietopf gegriffen.
Jedenfalls.
Das Ganze ist halt ein Verwaltungsakt.
Wesentlich, aber kein Burner und schlägt sich dann wie folgt nieder.
Aktualisierungsfristen für Kundendaten werden auf maximal fünf Jahre begrenzt oder für definierte Risikokunden jährlich.
Also dann musst du denen halt fragen, so schick mal Daten.
Bei der Risikoanalyse ist eine getrennte Dokumentation von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierungsrisiken erforderlich.
Das klingt so ein bisschen technisch, aber Jens, ich glaube, du hast so ein bisschen Gefühl dafür, da hast du zwei Prozesse, die du aufsetzen musst dann dafür und das sind zwei völlig andere Auswertungen.
Also das ist für die Banken gar nicht so simpel, das einfach mal umzusetzen.
Ich glaube aber in jedem Fall, dass das dann dabei hilft, Zuständigkeitsfragen, aber dann auch Nachforschung im Wesentlichen einfacher zu gestalten in der Gesamtgeschichte.
So und dann wird es ein bisschen interessanter beim letzten, im Grunde letzten Punkt.
Also wenn man mal so eine Verdachtsmeldung gemacht hat, dann ändert sich ja im Regelfall die Risikoeinstufung des Kunden.
Also der hat irgendwas gemacht, dann machst du eine Verdachtsmeldung und dann denkst du, was ist das für einer?
Und dann musst du den ja erstmal als Risikokunde einstufen.
Diese Einstufung betrug bei Geldwäsche bisher mindestens drei Monate.
Also du musst den dann drei Monate als Geldwäsche verdächtigen, also als Hochrisikokunden führen.
Und diese Frist wird nun auf 21 Tage reduziert.
Wenn sich innerhalb von 21 Tagen dann die FEU nicht zurückmeldet und die Bank keine weiteren Risiken sieht, dann kann der Kunde zurückgestuft werden.
Da würde ich dann mal tippen, es gibt ja drei Kundenarten, die ganz unverfänglichen, die mit mittlerem Risiko und die mit hohem Risiko und dann würde man dem vielleicht als mittleres Risiko einstufen auch, um irgendwie seine eigenen Rechtsabsicherungen wegen ihm nicht gleich den Freischein zu geben.
Was genau daraus folgt, ist bei Bank zu Bank auch unterschiedlich.
Also manche Banken sind dann sehr stringent, bei anderen Banken heißt es halt dann wirklich nur, dass du einmal im Jahr deine Datenladen da neu melden musst.
Das kann auch unterschiedliche Konsequenzen je nach Bank haben.
So interessanterweise bei Terrorismusverdacht bleibt es dann bei den bisherigen sechs Monaten, die der Kunde in der anderen Stufe verharren muss, also in der Hochrisikostufe.
Und erst dann kann er wieder runtergenommen werden, wenn dann nichts Verdächtiges auftritt oder eben die FIU sich nicht weiter meldet.
So die tatverdächtige Transaktion, die wiederum darf nach...
Drei Tage nach der Verdachtsmeldung darf sie durchgeführt werden, wenn sich keine Hinweise auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung aufdrängen.
Ja und da weiß ich auch nicht.
Also wenn ich so eine Verdachtsmeldung mache, dann habe ich ja einen Verdacht.
Also dann drängt sich mir ja etwas auf.
Sonst hätte ich ja nicht die Meldung gemacht.
Deswegen weiß ich jetzt nicht, wie genau das dann da zu sehen ist.
bräuchte man mal jemanden mit vertieften Wissen, wie die Banken das dann handhaben mit so einer Transaktion.
Aber das sind die neuen Regeln, die die BaFin da rausgehauen hat.
Und das war es eigentlich auch schon.
Und wenn ich mir das dann so insgesamt angucke, dann sehe ich, wir hatten den Lindner mit seinen Ideen.
Daraus ist nicht viel erfolgt, aber immerhin scheinbar stellt der Zoll tausend neue Leute ein.
Okay.
Aber so diese ganzen anderen Maßnahmen, da ist bisher nicht viel passiert.
Es wird jetzt wieder weiter neu angegangen.
Es ist jetzt im Referentenentwurf.
Das heißt, es muss jetzt diesen ganzen Prozess wieder durchgehen.
Es soll aber dann auch schon nächstes Jahr irgendwie alles beginnen.
Und da kann man nur hoffen, dass es dann auch wirklich so ist.
Aber es ist mir alles zu wenig, nicht genug und auch nicht aggressiv genug.
Schade.
Ja, vielleicht ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber...
Irgendwie nicht der große Wurf offensichtlich.
Ja, ich weiß nicht woran es hängt.
Also wenn sie selber schon erkennen, da kann man Geld quasi auch mitverdienen als Staat, weil da werden ja Steuern hinterzogen, da wird Geldwäsche betrieben.
Das schadet auf verschiedenen Ebenen.
Es zersetzt ja auch die Rechtssicherheit und das Rechtsbegehren im Staat.
Also tja, rätselhaft.
Vielleicht habt ihr eine Idee.
Schiebt sie uns mal rüber, warum das da alles so hängt.
Jetzt sagt nicht, die sind alle korrupt, so einfach ist es leider auch nicht.
Ist noch viel schlimmer.
Naja, vielleicht, also was diese ganzen Fristen angeht, das klingt schon nach, dass da der Deutsche Bankenverband, ich glaube der heißt anders, also der Interessenverband der Deutschen Banken wahrscheinlich schon darauf hingewirkt hat, dass man das doch auch ein bisschen wirtschaftsfreundlich Ja, das war auch mein erster Gedanke und wahrscheinlich ist es auch so, aber wenn die FEU tatsächlich effizienter arbeitet, muss es ihr ja auch möglich sein, innerhalb von 21 Tagen zu sagen, ja stopp mal Leute, da haben wir einen Verdacht, lasst das mal so.
Also auch eine Behörde muss ja für effizient arbeiten und da finde ich 21 Tage schon angemessen.
Also drei Monate finde ich schon krass, weil vor allem, wenn du drei Monate darauf wartest, ob du irgendeine Rückmeldung kriegst, weil auch die Bank will ja eine Rechtssicherheit haben im Sinne von, ist der Typ jetzt verdächtig oder nicht und dann will sie entscheiden, wie sie mit ihm umgeht.
Und deswegen, also ich bin da so ein bisschen auch hin und her gerissen gewesen.
Wenn es über den Interessenverband der Banken kam, dann würde ich jetzt nicht sagen, das wäre etwas Schlechtes, sondern der Flaschenhals wäre die FIU, die halt effizienter arbeiten muss.
Und da wissen wir ja, das hat sie in der Vergangenheit nicht, aber scheinbar ist es auch besser geworden.
Ich werde jetzt auf jeden Fall mir eine monatliche Erinnerung stellen, dass ich mal den Stellenmarkt des Zollstuchforsten nach...
Leuten, die ein bisschen Erfahrung im Finanzwesen haben.
Vielleicht kommt ja auf einen großen Schwung 200 offene Stellen oder so.
Mit 100% Homeoffice.
Der Zoll muss ja dann einmal im Jahr auch berichten.
Also der Zollbericht 2025 ist ja schon raus.
Da kann man dann nochmal die Personalbestand abgleichen.
Gut, Jens hält uns auf dem Laufenden, ob er einen Job gefunden hat.
Auf jeden Fall, ja.
Spätestens dann beim Hörertreffen.
Und hat jetzt aber noch ein zweites anschließendes Thema.
AI-Skepsis unter Studierenden und Berufsanfängerinnen.
Warum denn?
Warum ich dieses Thema habe?
Tatsächlich, weil es mich persönlich auch sehr umtreibt.
Nicht, weil ich noch Berufsanfänger wäre oder weil ich Angst hätte, dass die AI meinen Job killt, sondern weil ich habe mir eigentlich...
vor 10, 15 Jahren so eine Leitlinie irgendwie für Themen gegeben.
Also wenn ich neue Themen habe, versuche ich mir immer die zu erarbeiten, indem ich mir anhöre, anschaue, anlese, was Spezialisten auf dem Gebiet sozusagen haben und daraus versuche ich mir Meinungen zu bilden.
So, wenn ich das jetzt auf AI anwende.
Dann sehe ich da zwei große Lager, nämlich auf der einen Seite das Lager der Leute, die, wie man so schön sagt, Skin in the Game haben.
Also Leute, die bei den großen Hyperscalern, Schrägstrich Tech-Firmen arbeiten und voll im AI-Fieber sind.
Und es gibt natürlich auch Leute, die das nicht tun, aber trotzdem gerade AI zum Thema Coding, dieses ganze Agentic Coding nutzen und da in höchsten Tönen von schwärmen.
Und dann gibt es aber ein großes Spezialistenlager, die sehr AI skeptisch sind.
Und was die verbindet, ist, dass sie meines Erachtens eigentlich durch die Bank sehr viel Ahnung auf dem Gebiet haben, davon aber nicht direkt profitieren.
Und das sind die großen Skeptiker.
Habe ich nachher auch noch einen Pick dazu.
Ich habe Konstanze Kurz nämlich bei Jung und Naiv gehört.
Die interviewt wurde einmal zum Thema Palantir als Einsatz im deutschen Ermittlungs- und Strafbehörden.
Und der andere Teil des Podcasts war Konstanze Kurz zum Thema AI in der IT, in der Informatik, beim Coding und Konstanz, von der ich viel halte, ist definitiv eine AI-Skeptikerin.
Und ich glaube, wenn man es überspitzt formuliert, würde sie sagen, da fallen gerade eine Menge Leute auf der Welt auf Werbung rein, auf PR rein.
Und deswegen fällt mir es weiterhin sehr schwer, mir da eine...
stabile Meinung zu bilden, was die Auswirkungen von LLMs und generativer AI angeht.
Deswegen bin ich natürlich besonders sensibel, was Berichterstattung über AI-Skepsis angeht und habe einen Artikel bei Bloomberg gefunden, der heißt Gen Z doesn't want your AI.
Und Marco, sag dir der Begriff Commencement Speech etwas.
Nö, mir bisher auch nicht.
Also an amerikanischen Colleges scheint es Tradition zu haben, dass man allen Erstsemestern, so am Anfang ihres Studiums, da gibt es halt so eine Commencement Speech, da wird dann ein Speaker eingeladen, meistens irgendeine Person des öffentlichen Lebens oder irgendein Vorbild oder irgendein CEO einer großen Firma.
Und die erzählen dann den Studierenden, wie gut es doch ist, dass sie an dieser Universität arbeiten und dass sie die große Zukunft erwartet und sie die Zukunft Amerikas sind und so.
Das ist so eine Commencement-Speech.
Habe ich auf alle Fälle schon mal ein paar gesehen.
Die werden dann auch immer Instagramable aufbereitet, brauchen mal ein paar Punchlines.
Genau.
Also ich glaube, was relativ bekannt ist, ist die Commencement-Speech von Roger Federer.
Der hat irgendwann mal eine sehr bekannte gehalten.
Aber in den letzten Wochen kann man lustige Commencement-Speeches sehen, nämlich von SprecherInnen, die vom Publikum plötzlich ausgebucht werden.
Wenn sie versuchen, dem Publikum, also den Erstsemestern an diesen Colleges zu erzählen, dass sie ja mit AI sozusagen hier irgendwie...
sich alles wandelt.
Und wenn das so ein bisschen unkritisch verpackt ist, dann kommt es eben zu Buchrufen aus dem Publikum.
Also ich habe zweimal so kurze Snippets gesehen in den letzten drei, vier Wochen.
Und offensichtlich ist es so, dass die jungen Studierenden diese Reden irgendwie so ein bisschen als Affront sehen.
Und entsprechend gibt es zunehmend an diversen US-amerikanischen Colleges und Universitäten organisierten Widerstand gegen den unkritischen Umgang mit AI, sowohl in der Gesellschaft, was diese ganzen negativen Folgen von AI angeht, also negative Umweltfolgen, Desinformation und Slop, die Auswirkungen auf lokale Strommärkte und Preise.
Thema Copyright-Verletzungen ist natürlich insbesondere für Studentinnen relevant, die irgendwie in so Liberal Arts Bereichen studieren, die irgendwie mal Künstler werden wollen oder Musiker oder sowas.
Aber sie protestieren auch gegen den Umgang mit AI an den Universitäten, nämlich in der Lehre natürlich.
Also Studenten haben wohl zunehmend das Gefühl, dass die Lehre...
An den Colleges sich so ein bisschen zu sehr an den Bedürfnissen der AI-Firmen und der Arbeitgeber ausrichtet und weniger daran interessiert es wirklich, die Bedürfnisse der Studierenden zu berücksichtigen.
Also Inhalte ändern sich einfach hin zu diesem AI-Usage.
Und natürlich ist dieses Thema relevant für alle Berufseinsteiger.
Und Studenten, die so früher so Summerjobs gemacht haben und sich dann in den Sommermonaten ein bisschen was dazu verdient haben.
Da habe ich auch einen Artikel gelesen, dass viele von diesen klassischen Aufgaben, die man natürlich früher als Student in amerikanischen Firmen gemacht hat, irgendwie Sachen zusammenfassen, so ganz blöde klassische Praktikantenjobs letztlich.
dass das zunehmend natürlich durch Firmen nicht mehr angeboten wird, weil die natürlich sagen, hey, das können wir uns irgendwie sparen.
Das sind klassische AI-Aufgaben.
Und als Höhepunkt des organisierten Widerstandes von Studierenden gegenüber der AI gibt es an mehreren, also ich glaube, es gibt schon 35 Universitäten, die sogenannte Luditen-Clubs gegründet haben.
Also studentische Clubs, die sich Darauf fokussieren die Vorbilder der Maschinenstürmer im 19.
Jahrhundert, in deren Fußstapfen zu treten.
Was machen die Clubs?
Die machen so Smartphone-Detox-Meetings.
Sie treffen sich ganz physisch ohne soziale Medien und ohne davon irgendwie auf sozialen Medien zu posten.
Sie lesen physische Bücher, man glaubt es nicht.
Und sie machen so Sachen wie DIY, Handwerk, Zeichnen, Basteln, Spaziergänge in der freien Natur, aber natürlich auch kritische Diskussionen über den Umgang mit Technologie und dieses ganze Thema menschliche Aufmerksamkeit zur Ökonomie.
Und es gibt ganz lustige Performances und Partys.
Ich habe von einer Party gelesen, die hat so einen Luditen-Club organisiert und veranstaltet.
Und zwar sind da...
Im Laufe des Abends ist die Tanzfläche mit so fetten großen Kartons vollgestellt worden oder sie haben die Getränke an der Bar irgendwann ausgehen lassen, um sozusagen diese Analogie zu, hey, wenn hier irgendwie so ein AI-Rechenzentrum in eure direkte Nachbarschaft gebaut wird, A, verbrauchen die Dinger wahnsinnig viel Fläche, B, viel Strom und C, Grundwasser, fand ich.
fand ich eine lustige Idee, das irgendwie mit so einer Party zu verbinden.
Es kommt vermehrt zu Walkouts, organisiert durch diese Ludisten-Clubs.
Ludisten, das klingt so nach Ludisten, aber...
Auf alle Fälle wie schweinische Sache hier.
Ich sag ja Spaziergänge, pfui!
Nackt wahrscheinlich auch noch.
Ja, wahrscheinlich.
Genau, also wenn da in so...
Wenn Vorlesungen so ein bisschen unkritisch umgegangen wird, dann organisieren die da wohl so ganz, ganz medienwirksam, irgendwie so Walkouts, so ganz klassisch, wie man das auch aus den Studentenbewegungen in den 60er Jahren kannte.
Und dann habe ich mich mal ein bisschen so mit diesen historischen Luditen beschäftigt und versucht, das so ein bisschen einzuordnen.
Was machen die heute und was hat man eigentlich im 19.
Jahrhundert gemacht?
Muss man vielleicht nochmal einordnen, diese Bewegung der Luditen war im 19.
Jahrhundert in England und das war letztlich der Aufstand der Weberer gegen die zunehmende Industrialisierung des Weberhandwerkes.
Also es gab den ersten mechanischen Webstuhl, der dann eben dafür gesorgt hat, dass sich die klassische...
handwerkliche Webarbeit letztlich auf dem Rückzug befand.
Und was haben diese Luditen als Vorwürfe genannt, als Hautvorwürfe?
Das ist natürlich der Lohnverfall.
Also man konnte plötzlich viel ungelerntere Arbeiter einsetzen als eben die gelernten Weber.
Sie haben Dequalifizierung angeprangert, also Fertigkeiten, die sie über Jahre und Jahrzehnte erlernt und verfeinert haben, waren plötzlich nichts mehr wert.
Sie haben die Machtverschiebung.
Also plötzlich haben eben die Unternehmer sehr viel mehr Macht über die Produktionsmittel und die Preise und die Arbeiter hatten kaum politische Vertretungen, kaum politische Macht und haben immer gesagt, naja, also hier dieses ganze maschinelle Ding, das ist ja alles ein Qualitätsverlust.
Und ich finde schon, dass das alles sehr, sehr, sehr, sehr ähnlich klingt zu den Vorwürfen Neoloditen.
Nennen sie sich.
Bitte?
Die Neoluditen.
Genau, die Neoluditen.
Also eigentlich viele Historiker sehen mittlerweile die Luditen aus dem 19.
Jahrhundert so als erste große Arbeits- und Sozialbewegung und gar nicht so sehr als reine Technikgegner.
Und das ist meines Erachtens auch so ein bisschen der Hintergrund von diesen Luditen-Clubs oder halt dieser Skepsis unter den Studierenden an der EAR.
Ich glaube, es geht um...
eine nicht-kritische Auseinandersetzung mit der Technologie, die die anprangern.
Und ich finde, dass das eigentlich eine ganz gute Analogie ist.
Das Interessante ist, dass halt gleichzeitig eigentlich sich die Unis nicht so wirklich darum kümmern.
Also es gibt wohl mehrere große Verträge zwischen Universitäten und Hyperscalern mit Millionenumfang, wo natürlich Universitäten versuchen, AI-Fähigkeiten zu nutzen in der Forschung, also Forschung effizienter zu machen, aber auch in der Lehre, die Lehre zu verbessern und zu unterstützen und natürlich auch an vielen, vielen anderen Ecken so einen ganz klassischen universitären Alltag besser zu strukturieren, so wie das letztlich auch jedes andere Unternehmen macht, um Effizienzen zu heben.
Und das Lustige ist dann, dass sowohl die Hyperscaler als auch die Universitäten natürlich einen Anreiz haben, ihre Studierenden so ein bisschen davon zu überzeugen, dass das ja eigentlich eine gute Sache ist, ja, Qualifizierung für den späteren Arbeitsmarkt, viele Arbeitgeber sehen wohl schon, oder diese AI-Fluency, ja, also wie gut kannst du mit Large Language Models, mit agentischem Coding arbeiten, irgendwie als Einstellungskriterium und das hat natürlich einen Rückkopplungseffekt auf die universitäre Lehre.
Und was machen die Hyperscaler?
Die gehen natürlich den klassischen Weg, den man heute geht, die erhöhen die PR, indem sie Influencer bezahlen dafür, unter den Studierenden noch ein bisschen besseres Image für AI-Technologie zu generieren.
Immer eine kluge Idee, jemandem Geld zu bezahlen, um Werbung zu machen.
Total überzeugend.
Counterpart gegen die Luditen-Clubs werden natürlich AI-Campus-Clubs gegründet.
Auch auf Auftrag von Universitäten und Hyperscaler hin, die teilweise wohl auch bezahlt werden.
Also interessante Dynamik, die sich da an den Universitäten zunehmend abspielt.
Ich glaube, es gilt nicht für alle.
Ich glaube, das sind häufig so Colleges aus der zweiten, dritten Reihe in den USA, wo die Kritik...
am stärksten ist.
Und um das Ganze abzurunden, es gibt von Gallup eine Umfrage unter Gen Z Respondents.
Ich glaube, Gen Z ist so alles ab 1990.
Lass mich mal Claude fragen.
Warte mal, das ist später.
Gen Z ist dann auch schon im 21.
Jahrhundert.
Ich weiß es nicht genau.
Ja, der Witz ist wohl nicht ganz verfangen hier.
1995 bis 2010.
Sehr gut, genau.
Also irgendwie Gallup macht halt eine Umfrage unter den Leuten, die jetzt irgendwas zwischen, was ist das dann, 30 und 20 ist, 15, zum Thema, was fällt euch zum Thema AI ein?
Was für Gefühle habt ihr?
Wie denkt ihr darüber nach?
Und das machen die jedes Jahr.
Letztes Jahr, 2025, waren 36 Prozent der Respondents, der Antworten, haben noch gesagt, sie sind excited.
Ein Jahr später waren es nur noch 22 Prozent, also ein Rückgang um 14 Prozent, fast die Hälfte.
2025 haben 27 Prozent geantwortet.
Sie sind hopeful, wenn sie an AI denken.
2026 waren es nur noch 18 Prozent, also auch ein Rückgang um 10 Prozent oder fast 30 Prozent in Summe.
2025 noch 22% gesagt haben, sie sind angry, wenn sie an AI denken, ist das jetzt schon 31% bei dieser Umfrage im Jahr 2026.
Das alles, ich würde sagen, ist eine Zeitenwende.
Früher galten junge Leute irgendwie als besonders aufgeschlossen gegenüber neuen Technologen.
Das scheint sich gerade so ein bisschen zu wandeln, würde ich sagen, zumindest was das Thema AI angeht.
Marco ist auch skeptisch.
Naja, also es ist ja zumindest logisch, dass die skeptisch sind, weil man ihnen ja im Grunde erklärt, AI wird alles so umwerfen, kann schon sein, dass da nichts mehr für euch übrig bleibt zum Arbeiten.
Dann hockst du halt in deiner Uni und fragst dich, wofür machst du die Scheiße hier?
Also mal so ganz simpel runtergebrochen.
Das andere ist, wir wissen halt absolut nicht, wie sich AI auswirken wird auf der langen Zeitschiene.
Das liegt auch daran, dass das, was wir mit den LLMs haben, da wissen wir, glaube ich, recht genau, wie sich das auswirken wird.
Wir wissen aber nicht, ob sich davon ausgehend noch was weiterentwickelt und wie schnell.
Also natürlich wird immer am Fortschritt gearbeitet, dass diese Dinger intelligenter werden.
Aktuell werden sie aber nur effizienter, was dann natürlich einer höheren Trefferrate und so weiter endet.
Aber grundsätzlich sind sie nicht das, was verkauft wird, als Intelligenz.
Das ist, glaube ich, jetzt schon klar.
Und trotzdem sehen wir ja schon, dass sie massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben.
Also am krassesten halt alles, was mit Zahlen und Sprache zu tun hat.
Also es wird ja immer Coding so hervorgetan.
Ja, auch natürlich.
Ich habe ja letztens einen AI-Forscher gelesen, der hat gemeint, das ist halt das, was am einfachsten ist für uns.
Natürlich auch alles, was mit Sprache zu tun hat, also auch Podcasts, Inhalte, ganz starke Veränderungen.
Aber ich glaube nicht, dass die so massiv sind, wie wir sie gerade vermuten werden.
Also der Mensch wird da noch eine wesentliche Rolle spielen müssen.
Und dann ist halt die Frage, ob da noch was nachkommt, also ob die es schaffen, nochmal eine neue Entwicklung da reinzubringen.
Ich kann auch mal gucken, ich habe da in der letzten Zeit mehrere AI-Artikel, die hatte ich alle auf Blue Sky gesteckt.
sie sind glaube ich alle frei zugänglich.
Der eine vielleicht nicht, aber auf Substack, weil ich lese unglaublich viel über AI von Asiaten.
Das ist wesentlich interessanter als alles, was du von der anderen da kriegst, wo auch immer so ein Mischmasch noch mit China drin ist, wo man nochmal so eine erweiterte Perspektive aus einer anderen Gesellschaftsform quasi drauf kriegt.
Die rennen aber alle zwischen China und Silicon Valley rum.
Also man hat quasi so einen Mischmasch.
Schmeiße ich gerne mal dazu, wenn ihr euch da reinlesen wollt.
Ich fand die alle sehr interessant im Sinne von, wie kann man über AI so nachdenken.
Und mich hat das persönlich weitergebracht.
Ich bin ja, wie ihr wisst, ich nutze den Kram.
Wir nutzen den auch für Recherchen.
Was ich überhaupt nicht mag, sind Zusammenfassungen von AI.
Da muss ich zum Beispiel sagen, das ist mir zu ungenau in vielerlei Hinsicht.
Also man muss die Quellen lesen, aber man merkt auch hier, es wird besser.
Also die Fehler werden weniger und das hat natürlich alles Konsequenzen.
Auf der anderen Seite wird auch Zeit frei.
Ich habe unglaublich viele Fragen, die ich vorher über Google immer so ganz krass nachrecherchieren musste.
Wo du wirklich stundenlang drangehangen bist an so einer einzelnen kleinen Frage, da kriegt man alles wesentlich schneller jetzt.
Und das ist schon für mich allein schon ein großer Mehrwert.
Und den Rest wird man halt gucken.
Aber ich bin da nicht skeptisch, was das Ding betrifft.
Aber klar, es wird Leute geben, die davon halt betroffen sind.
Wir sehen es, glaube ich, auch ein bisschen am Journalismus gerade, wo AI...
teilweise sehr stark Einzug gehalten hat, einerseits.
Und dann aber plötzlich so ganz große Verwerfungen kommen.
Dieser Skandal da beim ZDF, wo dann so AI-Videos verwendet wurden und so ein Kram.
Da brauchst du halt ein Wissen, ein Sehen, aber auch ein Gefühl dafür.
Dumm, wenn es natürlich dabei steht und du es nicht siehst.
Aber viele Videos, finde ich, erkennt man schon so an der Tonlage, dass es AI ist.
Ja, genau.
Also es ist definitiv zu erkennen.
Ja, die wir jetzt entwickeln müssen, wo wir halt auch mal leiden müssen, damit wir es dann wissen.
Das Leiden hilft ja immer.
Also deswegen, ich verstehe die Leute total, die da sagen, das finde ich und ich glaube auch nicht, dass man es unkritisch verfolgen sollte.
Ich glaube aber auch, dass es oversold ist.
Also das ist nicht so groß, wie es ist.
Und sie rudern ja jetzt auch zurück.
Was allerdings groß ist und diese ganzen Rechenzentren und die Konsequenzen dieser Rechenzentren.
Ich glaube, darüber brauchen wir wirklich gesellschaftliche Aushandlungsprozesse, weil das sind Problemlagen, die da entstehen.
Und nicht nur in den Regionen, sondern der Strompreis steigt ja drüber hinaus, Wasserverbrauche.
Stellen wir vor, in Brandenburg stellen die jetzt noch so ein Rechenzentrum da neben dem Elon Musk.
Also die haben ja eh schon Knappheit.
Kennst du Reinhard Gräbe?
Ja, ne?
Er hat doch immer von Kaffeeplantagen in Sachsen gesungen.
Er hat jetzt erst sein Brandenburg-Lied im Kopf.
Also mit ein bisschen Klimawandel kriegen wir auch noch die Kaffeeplantagen da.
Aber die Rechenzentren sind ganz knallhart Regionalpolitik.
Die greifen massiv in das Leben von Menschen ein.
Und da unkritisch ranzugehen und einfach zu sagen, ich baue da mal so ein Rechenzentrum hin und lasse das zu.
Oder Elon Musk macht da mit seinen Gasturbinen, die er ohne Genehmigung dann in sein Rechenzentrum gebaut hat.
Ja, also wie kann es da keine Konsequenzen geben?
Also dass da die Leute dann wütend werden, ist ja völlig klar.
Ja, ich meine, ich hätte auch gelesen, dass der erste amerikanische US-Bundesstaat jetzt auch schon ein Moratorium für die Genehmigung von neuen Rechenzentren verhängt hat.
Das wäre nicht schlecht.
Wahrscheinlich irgendwie so in den New England States.
Ich meine, da wäre das gewesen, ja.
Es gibt ja mittlerweile so Problemlagen wie, dass Strombetreiber in Kalifornien, die aber in Nevada sitzen, irgendwie, was ich, was ich, ich kriege es jetzt nicht zusammen, welcher Nationalpark das war.
Die haben da so in der Community einfach gesagt, Leute, ab nächstem Jahr liefern wir euch keinen Strom mehr.
So, dann stehen die da und müssen sich einen neuen Strom anbieten und was auch immer noch alles dazu suchen, weil der verkauft seinen Strom lieber teurer an die Rechenzentren.
Also Kalifornien kann irgendwie nicht eingreifen, weil der da nebendran sitzt, auch wenn er ein kalifornisches Netz betreibt und so weiter.
Also das sind dann halt auch nochmal so Problemlagen.
Wir sind ja in Deutschland noch nicht so weit, aber ich finde, wir sollten schon mal was draus gelernt haben, wenn wir mit den Dingern anfangen.
In der Größenordnung und Masse.
Dann würde ich sagen, ab in den Gesellschaftsteil.
Hast du Picks?
Also ich habe gestern, ich hatte es ja mal angefangen zu sagen, dass ich es gut fand.
Ich würde es jetzt ergänzen.
Ich habe gestern fertig geschaut For All Mankind auf Apple TV.
Also es gibt Leute, die mögen, also ich habe ein bisschen nachgelesen im Internet, es gibt Leute, die finden es ein bisschen unterkomplex.
Kann ich verstehen an der einen oder anderen Stelle, hätte man sich etwas filigraner gewünscht.
Aber was mich mehr gestört hat, Thema AI, ist so dieser, also ich finde es insgesamt eine sehr gelungene Staffel.
Ist ja die vorletzte, die sechste wird ja leider die letzte sein.
Was mich mehr gestört hat, ist, dass sie so sehr in die Gegenwart reingerutscht sind mit ihrer Geschichte.
Also diese AI-Kämpfe und so weiter, das ist dort sehr präsent.
Das ist also sehr stark amerikanische Gegenwart und Gesellschaftskritik und Diskussion.
Das finde ich, hätte man ein bisschen anders machen können.
Hätte nicht sein müssen, auch im Sinne des vorherigen in der Serie.
Ich habe das aber letzte Staffel schon gedacht, dass das so kommt.
Aber insgesamt sehr, also ich fand es sehr sehenswert, auch im Sinne der Gesamtserie.
Zwei sehr bewegende Momente drin.
Sehr, sehr cool.
Und den großen Moment, der auch an eine Gegenwartsdiskussion anschließt, finde ich, haben sie ein bisschen verbaselt.
Ich will jetzt nicht spoilern, das ist ein bisschen schwierig.
Also es gibt einen großen Moment, eine große Entscheidung, da finde ich, hätte man mehr draus machen können.
Wenn ich dann im Zug nach Essen sitze, zu unserem HörerInnen treffen, dann werde ich mir das vielleicht mal zu Gemüte führen.
Hast du dir denn die anderen Staffeln angesehen?
Ich glaube, ich habe die ersten zwei Folgen gesehen und bin nicht gut reingekommen, muss ich verstehen.
Ja, kann ich verstehen, aber...
fand so die ersten Staffeln noch eigentlich besser.
Okay, dann schauen wir.
Also auch mit der alternativen Zeitleiste, die es da so gibt und das ziehen sie ja jetzt auch durch, die Staffeln.
Ist auch ein bisschen lustig manchmal.
Es gibt dann auch so Anspielungen, die ich auch ganz nett finde.
Aber so insgesamt, also ich finde die Serie an sich sehr, sehr gut.
Ist eine gut gemachte Serie, teuer produziert.
Ja, und über die einzelnen Staffeln kann man dann sicherlich immer streiten.
Was hast du denn?
Oder nur Bier?
Nee, nee, nee.
Ich habe zwei Podcasts gehört, die ich, also zum Thema AI, ich habe es ja vorhin schon so ein bisschen geteasert, also einmal Konstanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs über Palantir und KI-Modelle bei Jung und Naiv.
Das fand ich interessant.
Ich hätte noch ganz, ganz viele Fragen.
Leider hatten sie wohl nicht genug Zeit, um das Thema wirklich ganz stark zu vertiefen.
Es gab aber noch ein anderes, sehr bekanntes Duo, was sich getroffen hat, auch im Rahmen von Podcasts, und zwar die Ezra Klein Show.
Yuval Noah Harari, der ja wahrscheinlich vielen Leuten bekannt ist über seine Bücher, die da heißen Homo Deus und Sapiens.
Als letztes hat er, glaube ich, geschrieben Nexus, in dem er auch über die Zukunft der Menschheit in einer Welt mit AI-Agenten geschrieben hat.
Und der spricht mit Ezra Klein über eigentlich auch wieder zwei Themen, nämlich einmal den Autoritarismus, den wir aktuell sehen, Trump und Israel.
Also Harari ist ja Israeli.
Deswegen fand ich das interessant, mal einen Blick auf Israel von einem Israeli zu hören.
Und das zweite ist das Thema, wie wird sich AI auf die Zukunft der menschlichen Interaktion auswirken?
Kann ich sehr empfehlen.
Es geht auch fast zwei Stunden.
Normalerweise ist die S-Rockline-Show nicht so lang.
Wer dem Englischen gut mächtig ist, der hat da zwei Stunden gute Unterhaltung, würde ich sagen.
Gut, dann kommen wir mal zu den Getränken.
Ich habe eins.
Ich war ja im Urlaub für zwölf Tage.
habe ein Bier getrunken, sogar mehr als eins.
Aber das Erste, was ich getrunken habe, das war Russells Doolin IPA.
Man könnte ahnen, es kommt aus Doolin, Irland.
Und das ist so ein, ich weiß gar nicht, was das ist, das ist so ein Pub gepaart mit Hotel und Restaurant.
Ziemlich hochwertig.
Das Essen hat auch sehr geil geschmeckt, muss ich sagen.
Wenn du da aus Ägypten kommst, denkst du dir so, ich bin im Paradies, schlimmer Paradies.
In Irland.
Zumindest was Bier angeht, oder?
Naja, also ich sag's mal so.
Das war das beste Essen, was ich in Irland hatte bei Russells.
Das wurde dann, allerdings lief das so, das Essen wurde nicht billiger, aber schlechter.
Das wurde ein bisschen billiger.
Also ich habe ja gedacht, Mensch, die Irinner, das ist ja ein teures Volk.
Da muss ja echt gut laufen da mit den Steuermilliarden von den Tech Pros.
Also das war ja sehr schockierend.
Super kleine Straßen.
Also besoffen wird es da im Grunde auch deswegen nicht rumfahren, weil die Straße für ein Auto schon fast zu klein ist.
Und das war ein IPA, das mir echt gut geschmeckt hat.
Also das ist schön.
Zitrusgeschmack und ein bisschen ins Florale rein.
Also in einer guten Temperatur dann auch.
Herrlich.
Also das war ein exzellentes Bier.
Wird wohl vom Chef selber da gebraut.
Sehr schön.
Also ich hatte da nichts zu beschweren.
Das war quasi so mit eins der besten IPAs, die ich hatte.
Ich habe jetzt gerade mal bei Untapd geguckt.
Da ist man natürlich wieder wesentlich skeptischer mit 3,8 von 5 Sternchen.
Okay, okay.
Keine Ahnung warum.
Das kann ich auch.
Ich habe ein Tegernseer leicht getrunken.
Festbier oder sowas.
Wie heißt das?
Das Festbier von Tegernseer heißt...
Das ist nochmal was anderes.
Ja, genau.
Egal.
Also das Tegernseer leicht ist im Grunde genommen ein leichtes, helles.
2,8% Alkohol.
Ich finde hervorragend im Sommer Bier zu trinken.
aber hinterher nicht so angezwitschert zu sein.
Gibt es natürlich nur in der 0,5er Flasche.
Zumindest habe ich es noch nicht kleiner gesehen.
Ich finde es sehr gut.
Es ist sehr unaufdringlich.
Das sind ja viele bayerische Helle nicht unbedingt.
Das ist es schon.
Dadurch wahrscheinlich, dass es ein Nightbier ist.
Hat aber auf Untappt auch nur 3,04 von 5 möglichen Punkten Kreisen.
Ich glaube, Sterne sind das hier nicht.
Kreise.
3,04 Kreise.
Ja, also ich finde es gut.
Ist keine Geschmacksbombe, aber eignet sich als Feierabend auf dem Balkon sitzen und den Tag ausklingen lassen.
Dafür ist es doch dann auch sehr gut.
In dem Sinne lassen wir jetzt den Podcast hier ausklingen.
Ohne Bier.
Aber...
www.mikroökonomen.de, dort alles Weitere, also unsere Website.
Vielen Dank fürs Zuhören, euch eine schöne Zeit und bis nächstes Mal.
Tschüss.
Ciao, ciao.
Das war Mikroökonomen, der Podcast über Wirtschaft.
Du willst unsere exklusiven Premium-Folgen schon vor allen anderen hören?
Dann werde jetzt Mitglied und unterstütze uns mit deiner Spende auf mikroökonomen.de.
Bis zum nächsten Mal.
