# AI Capital Shifts & European Payment Sovereignty

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-06-08

## Transcript

Das ist alles auf Aktien.
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Und jetzt viel Spaß mit der Folge.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das große IPO-Wettrennen, einen Milliardendeal im Biotech-Sektor und was sonst noch so wichtig wird in dieser Woche.
Im Thema des Tages geht es um die Frage, ob der krasse Ausverkauf am Freitag nur ein kurzer Schwächeanfall der Tech Rally war oder vielleicht doch mehr.
Und in der AAA-Idee verraten wir euch, was die europäische Antwort auf PayPal wirklich kann und was nicht.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der...
8.
Juni und wir wünschen euch einen aufmerksamen Start in, würde ich sagen, eine der wichtigsten Börsenwochen des Jahres.
Nach der Korrektur am vergangenen Freitag soll ja in dieser Woche jetzt mit SpaceX der größte Börsengang der Geschichte über die Bühne gehen.
Einer, der sehr viel Fantasie und eigentlich auch gute Stimmung braucht.
Und jetzt muss man mal gucken, ob die gute Stimmung wieder herkommt.
Am Wochenende, das hat zumindest nicht für einen nachhaltigen Stimmungsaufhörer gesorgt.
War immerhin ein bisschen Beruhigung angesagt.
Aber der Ölpreis, der hat nach neun eine Ostspannung mit 3,5 Prozent, ist er höher in die Woche gestartet.
Der Iran soll Raketen auf Israel geschossen haben, was natürlich dem Friedensprozess nicht unbedingt zuträglich ist.
Ja, und das war wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass die Futures etwas leichter in die Woche starteten.
Der S&P 500 und der Nasdaq 100 lagen in der Nacht rund 0,2 Prozent im Minus.
Also eine Beruhigung nach dem Ausverkauf am Freitag, na, geht so.
Da hatte der DAX 0,6 Prozent im Minus geschlossen bei 24.789 Punkten.
Der S&P 500 hatte 2,6 Prozent verloren, der Nasdaq 100 sogar 4,8 Prozent.
Mehr zu den Märkten aber gleich im Thema des Tages.
Das waren wirklich schon krasse Ausverkäufe.
Und vor allem am ganzen Wochenende sah ich in meinem Portfolio so minus das und minus das.
Auf jeden Fall, da werden wir gleich noch drüber reden.
Aber kommen wir zu den Einzeltiteln.
Für die Aktien des Chipspezialisten Marvell Technology und des Elektronikfertigers Flex dürfte es ein guter Wochenstart werden.
Beide werden nämlich in den S&P 500 aufsteigen und sie werden Pool und The Campbell's Company ersetzen.
Und der Wechsel wird vor Handelsbeginn am 22.
Juni 2026.
Wirksam.
Ja, und Firma Welt und Flex ist das ein durchaus starkes Marktsignal.
Beide Unternehmen erfüllen nun die Kriterien für den wichtigsten US-Aktienindex.
Dazu gehören unter anderem eine Marktkapitalisierung von mindestens 22,7 Milliarden Dollar, ausreichende Liquidität und vor allem Profitabilität.
Und wenn man es einmal geschafft hat, in diesen Index zu kommen, dann gibt es ein Volumen von 9 Billionen an wirklich...
passiven Indexfonds.
Also wirklich Indexfonds, die den Index 1 zu 1 tracken.
Aber das ist noch nicht alles.
Wenn man auch noch die dazu zählt, die den S&P 500 so als Benchmark haben und wenn man es als Benchmark hat, muss man es ja auch in gewisser Weise abbilden, dann ist es ein Anlagevolumen von 20 Billionen, was da am S&P 500 hängt.
Wer in diesen Index reinkommt, der erhält Zugang zu enormer passiver Nachfrage und wer draußen bleibt, dann dann sieht es halt nicht so gut aus.
Und dann bekommt er eben diesen Kapitalstrom nicht.
Und deswegen ist es eben so wichtig, in diesem Index drin zu sein.
Dann hat der Tech-Informationsdienst The Information noch das IPO-Rennen zwischen Anthropic und OpenAI am Wochenende analysiert.
Beide wollen an die Börse gehen und jetzt hat Anthropic offenbar wieder die Nasenstückchen vorn.
Anthropic hat seine IPO-Unterlagen eingereicht und zieht damit an OpenAI vorbei.
Klingt jetzt erstmal nach einem Vorteil.
Also wer zuerst kommt, sichert sich die Aufmerksamkeit der Investoren und vielleicht auch den größten Teil des verfügbaren Kapitals.
Und The Information hat mal analysiert, ob es einen Unterschied macht, wer bei solchen Konkurrenzbörsengängen.
als erstes den IPO schafft.
Und da ist die Geschichte gemischt.
Der erste ist nicht automatisch auch der beste.
Das war beispielsweise so, als Lyft und Uber sich ein Wettrennen geliefert haben.
Und Lyft war der erste, der an die Börse gekommen ist, also vor Uber, aber wurde danach deutlich härter abgestraft.
Datadoc kam später als Dynatrace, der Konkurrent, und lief trotzdem besser.
Und JD.com war vor Alibaba dran und gewann.
Es gibt also kein Naturgesetz, was besser ist.
Klingt fast nach ein bisschen Münzwurf.
Naja, der entscheidende Punkt ist, Börse belohnt nicht Timing allein, sondern vor allem auch Wachstum, Margenfantasie und Vertrauen.
Ihr hört es hier bei uns ja immer wieder.
Anthropic punktet derzeit mit dem Enterprise-Fokus, Cloud-Code und vor allem stärkeren Umsatzmomentum.
OpenAI hat dagegen die Marke, ChatGBT und Codex, aber auch riesige Kosten und viel Konsumentenabhängigkeit.
Aber spannend, wenn man sich beide IPOs mal anschaut, ist die Größenordnung.
Wenn beide nur 5% ihrer Firmen verkaufen, könnten zusammen rund 100 Milliarden Dollar eingesammelt werden.
Das ist halt kein normaler Börsengang mehr und auch kein normaler IPO mehr.
Das wäre dann wirklich ein regelrechter Kapitalsog.
Und genau deshalb ist der Gang zuerst wahrscheinlich doch strategisch.
Und wer früher kommt, der kann halt Investorenbudgets binden.
Und der Zweite, der muss dann erklären, warum überhaupt noch Geld übrig sein sollte.
Und das macht die Sache eben so spannend und aber auch so knifflig.
Ja, voll.
Für Anleger heißt das jetzt erstmal, nicht unbedingt vom Startschuss blenden lassen.
Die Frage ist nicht, wer zuerst klingelt, sondern wer in fünf Jahren die profitablere KI-Plattform besitzt.
Was war sonst noch wichtig am Wochenende?
Donald Trump hat NBC News ein Interview gegeben und darin betont, keinen Druck auf den neuen Fed-Chef Kevin Walsh ausüben zu wollen.
Der US-Präsident mahnt allerdings zugleich angesichts der guten Arbeitsmarktsituation zu Zinssenkungen.
Es gibt keinen Grund, die Zinsen anzuheben, sagt er.
Wir sollten die Zinsen jetzt eigentlich senken.
Tja, gut, dass Trump keinen Druck ausübt.
Aber Goldman Sachs, sie haben am Wochenende ihre Zinserwartungen nämlich angehoben und sie rechnen nicht mehr damit.
dass in diesem Jahr überhaupt noch eine Zinssenkung in Amerika gibt, sondern frühestens im kommenden Jahr.
Wenn das der Donald hört.
Naja, außerdem sorgte am Wochenende noch ein Detail aus dem SpaceX-Börsenprospekt für Aufsehen.
Die Weltraumfirma vermietet ihre KI-Rechenzentren an andere Tech-Konzerne.
Das ist ja soweit erstmal nichts Neues, aber es sorgte vor allem ein Detail dabei für Aufmerksamkeit.
Google nämlich soll bis Mitte 2029 monatlich rund 920 Millionen Dollar für Rechenleistungen zahlen.
Anthropik sogar 1,25 Milliarden Dollar pro Monat.
Für SpaceX ist das hochrelevant, denn die vereinbarte Infrastruktur könnte die Finanzzahlung.
des Konzerns spürbar verändern.
Im vergangenen Jahr standen knapp 18,7 Milliarden Dollar Umsatz noch, einem Verlust von fast 5 Milliarden Dollar gegenüber.
Die eigentliche Überraschung lautet deshalb, ausgerechnet die Rechenzentren können für SpaceX kurzfristig wichtiger werden als die Raketenstarts.
Was aber auch noch im Börsenprospekt in Europa drin stand, dass sie auch 20 Prozent den Preis anheben können.
Deswegen, wenn du in Europa das Ding zeichnest, steht da nicht Festpreis 135 Dollar, sondern 135 bis 162 Dollar.
Also wir müssen insgesamt nochmal den SpaceX-Börsen genauer angucken.
Absolut.
Weil wir müssen nämlich nochmal schauen, wann du die Dinge verkaufen kannst, bei welchem Anbieter.
Du kannst die ja mittlerweile bei ganz, ganz, ganz, ganz vielen Brokern zeichnen.
Also beispielsweise ING oder Flatex Digiro oder sogar Comdirect.
hatten wir ja schon genannt, oder Deutsche Bank.
Und die Frage ist jetzt, wenn dann der erste Kurs kommt, kann ich bei allen meine Aktien zum ersten Kurs loswerden?
Und dieser erste Kurs...
Ja, aber der erste Kurs wäre sehr strategisch wichtig.
Wenn ich dann irgendwie den ersten Kurs sehe und es heißt leider Sorry Guy...
du kannst leider jetzt nicht verkaufen.
Das wäre sehr misslich.
Und deswegen muss man nochmal wirklich klären, bei wem du wann verkaufen kannst.
So, das wollte ich nur mal sagen.
Also bevor ihr jetzt blind zeichnet, müssen wir da noch ein paar Details klären.
Bis Mittwoch kann man ja bei True to Public zeichnen und bis Donnerstag ja beim Rest.
Und insofern ist da noch Zeit und wir werden die Fragen beantworten.
Versprochen.
Und da gab es noch einen Deal, einen Biotech-Deal in Amerika.
Der bahnt sich an.
Insight steht offenbar kurz vor einem Deal zum Kauf von Star Therapeutics.
von bis zu 2 Milliarden Dollar, inklusive 1,25 Milliarden Upfront.
Und das zeigt so ein bisschen, dass der M&A im Biotech-Bereich weitergeht und dass Pipeline-Zukäufe weiter wichtig bleiben.
Und dann gibt es noch eine Meldung von Boeing am Wochenende.
Die wollen nämlich die Produktion des 737 Max auf 70 Flugzeuge pro Monat steigen lassen.
Und das wäre die höchste Rate jemals und das wäre positiv.
falls Boeing, wenn sie so schnell arbeiten, dann auch Qualität, Lieferketten und Regulierungsfragen im Griff dann behalten.
Aber nach dem Problem der vergangenen Jahre dürfte der Markt sehr genau prüfen, ob diese höheren Produktionsziele auch mit den anderen Zielen vereinbar sind.
Und dann gab es noch eine bemerkenswerte Wendung bei JP Morgan.
Nach mehr als zehn Jahren Bärenhaltung bei Tesla hat die Bank plötzlich das Rating auf neutral erhöht und das ausgerechnet kurz nachdem Jamie Dimon Elon Musk vor JP Morgan Kunden eine große Bühne für SpaceX gegeben hatte.
JP Morgans neuer Autoanalyst Rajat Gupta hat das Tesla-Kursziel am Freitag um 228 Prozent angehoben und die Aktie von Verkauf auf Halten hochgestuft.
Das neue Kursziel liegt bei 445 Prozent.
75 Dollar für Dezember 2027.
Und damit über dem aktuellen Kurs.
Das ist schon witzig.
Es war wirklich ein großer Wandel.
Zuvor war nämlich Ryan Brinkmann zuständig, einer der bekanntesten Tesla-Skeptiker an der Wall Street.
JP Morgan hatte Tesla seit Februar 2015 zum Verkauf empfohlen.
Und in dieser Zeit stieg die Aktie um rund 2850 Prozent.
Und der Zeitpunkt, der ist schon heikel.
JP Morgan spielt eine wirklich große Rolle beim geplanten Börsengang von SpaceX, der als möglicherweise größter IPO aller Zeiten in die Geschichte eingehen wird.
Also wenn er über die Bühne geht, dann ist er das.
Am Vorabend hatte Jamie Dimon Elon Musk in der neuen JP Morgan Zentral New York interviewt und ihn überschwänglich gelobt.
Dimon nannte Musk sinngemäß den Edison unserer Zeit und bezeichnete Space Inc.
und Starlink als außergewöhnlich.
Ach so, bodenständig, schön.
Der Analyst Gupta begründete den Schwenk mit Teslas vertikaler Integration, die aus seiner Sicht weiter unterschätzt werde.
Trotz, Zitat, klar hoher Bewertung, verdiene Tesla den Benefit of the Doct.
Gleichzeitig räumt er ein, dass es eine echte Gewinnwende noch Jahre entfernt sein könnte.
Die Termine sind nicht Jahre entfernt, die kommen jetzt.
Diese Woche haben wir wirklich viele Sachen.
Gleich heute geht es los mit der Entwicklerkonferenz bei Apple.
Und da wollen wir natürlich nicht nur den alten CEO verabschieden, sondern den neuen sehen und wollen vielleicht hören, was die neue KI-Strategie macht.
Dann wird das Statistische Bundesamt Daten zu den Industrieaufträgen veröffentlichten.
EY stellt aktuelle Zahlen zur deutschen Biotech-Branche vor.
In Bremen lädt der Raumfahrtkonzern Uralbizer Hauptversammlung.
Und dann im Wochenverlauf klar IPO von...
Space X, da werden wir noch viel klären müssen, hatten wir eben schon besprochen.
Und dann gibt es Zahlen von Oracle und Adobe und in Deutschland präsentiert Heidelberger Druckmaschinen seine Jahreszahlen und es gibt noch ein paar Hauptversammlungen, SMA Solar, Jena Optik, Renk, Evotec und HLA.
Und wenn man die Makrozahlen anguckt, das sind die wichtigsten, wahrscheinlich der Mittwoch, die amerikanischen Inflationszahlen und der Donnerstag, dann die EZB-Zinsentscheidung, da wird eine Zinserhöhung erwartet und der Markt rechnet dann noch mit einer zweiten, dann irgendwann in den letzten drei Treffen noch eine zweite.
Dann gibt es amerikanische Erzeugerpreise noch und dann noch den Michigan Consumer Sentiment.
Da wollen wir gucken, was die Konsumenten in Amerika denken.
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Das Thema des Tages Im Thema des Tages geht es um eine Frage, die wohl viele von euch am Wochenende umgetrieben hat.
War der krasse Ausverkauf am Freitag nur ein kurzer Schwächeanfall der Tech Rallye oder doch der Anfang vom Ende?
Tja, zur Einordnung, Tech wurde ja in den vergangenen Wochen fast senkrecht nach oben gekauft.
Parabolisch hieß es da immer so schön, Euphorie, Momentum, KI-Fantasie, fast alles auf Anschlag.
Und dann dieser abrupte Rückschlag am Freitag, ging ja schon so ein bisschen am Donnerstag los.
Und vielleicht überraschend, aber irgendwann musste dieser überhitzte Markt mal Luft holen.
Es war eine Frage der Zeit.
Am Beispiel Micron lässt sich das besonders gut zeigen.
Die Aktie des Speicherstipp-Herstellers hat binnen weniger Tage rund 20 Prozent vom Hoch verloren, ist aber immer noch mehr als 200 Prozent im Plus seit Jahresbeginn.
Das ist dann schon kein normales Marktumfeld mehr, das ist schon wirklich Hochgeschwindigkeit.
Tja.
Also, man kann jetzt nicht sagen, die KI-Story ist kaputt, sondern man muss wohl sagen, die Erwartungen waren...
Absurdo, das hat man ja auch bei Broadcom gesehen.
Und dann kamen gleich mehrere Nadelstiche.
Und der erste war die gigantische Kapitallehung von Google.
Über 80 Milliarden Dollar, die größte Kapitallehung der Geschichte überhaupt.
Auf den ersten Blick war es ein sehr starkes Signal.
Nachfrage war da.
Berkshire hat sogar 10 Milliarden Dollar gezeichnet.
Ja, aber auf den zweiten Blick war von dieser Euphorie nicht mehr ganz so viel übrig.
Vielmehr stellten sich Anleger die Frage, wenn ein Konzern wie Google mit fantastischen Margen und riesigem Cashflow frisches Eigenkapital braucht, um KI-Infrastruktur zu finanzieren.
Wer kann denn eigentlich das noch alleine stemmen?
Und das ist der Punkt, der die Anleger nervös macht.
Denn die KI-Story wurde bisher erzählt wie eine Gelddruckmaschine.
Jetzt klingt sie aber plötzlich einen Ticken mehr nach Kapitalhunger.
Und zwar nach sehr großem Kapitalhunger.
Es geht immer so hin und her.
Es ist wie so ein Pendel, was hin und her schwingt.
Und so gehen auch die Kurse hoch und runter.
Und die Hyperscaler, die bauen Rechenzentren, kaufen Chips, sichern Strom, mieten Kapazitäten, investieren in Infrastruktur.
Und das ist wirklich nicht mehr Capital Light, das ist eher fast wie Schwerindustrie mit Servern.
Und dann kam noch Broadcom, das war der zweite Schlag.
Die Zahlen, die waren nicht schlecht, werden sie erwähnt, aber sie waren eben nicht gut genug für einen Markt, der Perfektion eingepreist hat, insbesondere auch beim Ausblick.
Und dann hat sich auch noch S&P eingemischt.
Darüber hattet ihr ja auch in der Samstagsfolge schon gesprochen.
Viele hatten erwartet, dass S&P seine Indexregeln ändert.
Das hätte es so großen Börsenneulingen ein bisschen leichter gemacht, schneller in den S&P 500 aufgenommen zu werden und an das Kapital der ganzen Indexfonds zu kommen.
Aber nichts da, es gibt keine Änderungen und damit stellt sich plötzlich die Frage, ob der Markt die kommende IPO-Welle überhaupt noch aufnehmen kann.
Tja, wir hatten ja von den 20 Billionen eben gesprochen, die da angelegt sind im S&P 500 und die kommen jetzt nicht diesen Neulingen zugute.
Und da war halt dann die Frage.
Und wenn man auch sieht, was da alles kommt, SpaceX, OpenAI, Anthropic, alle wollen Kapital.
Und gleichzeitig, wir hatten es ja auch schon gesagt, Google wollen auch die großen Tech-Konzerne selbst noch Geld aufnehmen.
Und nach Google gab es eben Meldungen über Meta, vielleicht noch andere Max 7 Firmen.
Das ist ziemlich viel, was da im Angebot auf einmal auf die Märkte rollt.
Ja, die Märkte können ja traditionell recht viel verdauen, aber auch nicht unendlich viel gleichzeitig.
Wenn neue Aktien in gigantischem Umfang auf den Markt kommen, muss irgendwo Nachfrage her.
Logisch.
Retail kauft zwar weiter, Hedgefonds waren extrem stark investiert, Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück.
Da kommt auch wieder Liquidität an den Markt.
Aber ob das wirklich reicht, wenn gleichzeitig eine KI-Finanzierungswelle losbricht?
Ja, unklar.
Und das dreht so ein bisschen die KI-Erzählung.
Bisher hieß es ja, KI bringt Effizienz, Produktivität, neue Umsätze.
Und jetzt heißt es eben, wir hatten es eben schon gesagt, dass KI das Kapital verschlingt.
Und dann kam noch dieser SpaceX-Google-XEI-Komplex.
Das hatten wir eben schon in Märkten erwähnt.
Google zahlt ja rund 920 Millionen pro Monat, um eben Rechenkapazität bei XEI beziehungsweise aus dem SpaceX-Umfeld aufzukaufen.
Und das ist natürlich für SpaceX zwar ein Umsatzbooster, aber es wirft auch eine Frage auf.
Ja, sogar gleich mehrere Fragen.
Zum Beispiel, ist XAI überhaupt noch ein echter Frontier-Modell-Konkurrent von OpenAI, Anthropic und Google?
Oder wird XAI eher zu einem Compute-Anbieter, also zu einer Art Core-Weave mit Elon-Musk-Branding?
Ja, und dann wäre XAI eigentlich schon direkt aus dem Rennen.
Und deswegen muss man als Anleger so ein bisschen unterscheiden, wer verdient wirklich, wer investiert nur, wer liefert Chips, wer baut Infrastruktur, wer hat Preissetzungsmacht und wer finanziert am Ende nur den Traum.
Und genau deshalb war der Rückschlag so heftig bei Momentum-Aktien, die zuvor mehr als 50 Prozent vom Tief gestiegen waren.
Und dann ging es an einem einzigen Tag um rund 10 Prozent runter mit diesen Titeln.
Die Profis waren bis zum Anschlag investiert und komplett ohne Absicherung unterwegs.
Und dann kommt es eben zu genau solchen Bewegungen.
Und die Frage für Anleger, die lautet jetzt natürlich, ist das der Anfang vom Ende der KI-Rallye?
Sicher können wir die Fragen natürlich nicht beantworten.
eher dazu tendieren, Nein zu sagen.
Aber was man auch sagen muss, der einfache Teil der KI-Rallye, der ist jetzt erst mal vorbei.
Und die KI-Rallye war ja so völlig übertrieben parabolisch.
Und nach so einer Bewegung ist so eine gewisse Konsolidierung ganz gesund.
Der Markt muss das jetzt nur erst mal verdauen.
Die Bewertungen, die Kapitalerhöhungen, die IPO-Welle, die steigenden Infrastrukturkosten.
Und es gibt in dieser Woche ja auch noch gleich mehrere Katalysatoren.
Wir haben es in den Terminen eben schon angedeutet.
Apple zum Beispiel mit der WWDC Keynote am heutigen Montag.
Da wird der Markt genau hinschauen.
Kommt endlich eine überzeugende KI-Strategie.
Dann kommen noch die Oracle-Zahlen am Mittwochabend.
Traditionell wichtig für Cloud und Infrastruktur.
Adobe am Donnerstag wichtig für die Frage, ob KI-Future.
das wirklich monetarisiert werden können.
Und dann SpaceX am...
Freitag und am Donnerstag kommt das Pricing und Handelsstart, wie gesagt, Freitag.
Und das kann dann ein Stimmungsbarometer für die gesamte, für den gesamten KI, Infrastruktur und den ganzen Markt sogar werden.
Und Ende Juni gibt es dann auch noch Micron.
Genau am 24.
Juni Micron ist im Moment sowas wie der Seismograph für den Memory-Zyklus.
Vielleicht so ein bisschen das neue Nvidia.
Die Nvidia-Zahlen waren ja bisher immer jetzt lame zuletzt.
Und vielleicht muss man jetzt die Micron, die neue Nvidia ist.
Und Memory ist ja einer der heißesten Bereiche überhaupt.
will man natürlich wissen, wie geht es da weiter?
Korea ist dafür das Extrembeispiel.
Der Cosby ist seit Jahresbeginn rund 95 Prozent gestiegen, getrieben von Speicherchips und gigantischen Gewinnerwartungen.
Und Japan liefert die verrückteste Anekdote, Kioxia.
Erst Ende 2024 an die Börse gegangen, ist in zwölf Monaten mehr als 3000 Prozent gestiegen und steht plötzlich in der Nähe der größten japanischen Börsenwerte.
Und das zeigt halt, wie schnell Kapitalmärkte gerade Zukunft neu bewerten.
Speicher, Rechenzentren, KI-Chips, Strom, Infrastruktur und alles, was das KI-Zeitalter möglich macht, wird neu gepreist.
Aber eben genau darin liegt so ein bisschen auch die Gefahr, wenn nämlich die Erwartungen zu schnell steigen, dann reicht schon ein kleiner Zweifel, um große Kursbewegungen auszulösen.
Ja, und was ist da jetzt die praktische Schlussfolgerung?
KI bleibt das dominierende Investmentthema, aber die Volatilität wird steigen.
Und Anleger sollten sich nicht nur fragen, wer von KI profitiert, sondern wer die Rechnung am Ende auch bezahlt.
Und eben auch nicht jedem Hype hinterherrennen.
Qualität bleibt wichtig, Cashflows bleiben wichtig, Bewertung bleibt wichtig.
Wer in KI investiert, sollte unterscheiden zwischen den Infrastrukturgewinnern, Plattformgewinnern und den Kapitalverbrauchern.
Und die nächsten Wochen werden zeigen, ob die KI-Rallye erwachsen wird oder ob sie weiter wie so ein Teenager of Energy Drink durch die Märkte rennt.
Kurze Zwischenfrage, Kurse nahm ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt es nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purzel süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequellen.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit Zitrone.
Probier ich mal.
Wer heute online bezahlt, nutzt meist amerikanische Infrastruktur dafür.
Ob PayPal, Visa, Mastercard, Apple Pay oder Google Pay, hinter einem Großteil der digitalen Zahlungen in Europa stehen US-Konzerne.
Das wurde lange Zeit kaum hinterfragt, doch inzwischen wächst bei Banken und Politikern die Sorge, dass Europa bei einem zentralen Teil seines Finanzsystems zu abhängig geworden ist.
Und genau daraus ist Vero entstanden.
Hinter dem Bezahldienst steht die European Payments Initiative, ein Zusammenschluss von rund 45 europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern.
In Deutschland können bereits Kunden von Sparkassen, Volksbanken, ING, Deutscher Bank, Postbank und Revolut den Dienst nutzen.
Die Idee dahinter ist größer als eine weitere Bezahl-App.
Erstmal seit Jahren versucht Europa eine eigene Alternative zu den dominierenden amerikanischen Zahlungsnetzwerken aufzubauen.
Grund genug, jetzt mal genau zu schauen, ob die Paypal-Alternative wirklich was kann und wenn nicht, was nicht.
Genau, unser Kollege Thomas Heuzeroth hat den Stand der Dinge für die Welt am Sonntag analysiert.
Fangen wir mal mit den Punkten an, die schon ganz gut funktionieren.
Der erste Pluspunkt, die Einrichtung ist erstaunlich unkompliziert.
Na, nicht unbedingt.
Bei der Deutschen Bank kann ich dir sagen, war es nicht so einfach.
Ich habe es nämlich bei mir installiert.
Bei anderen Banken mag das so sein, aber bei der Deutschen Bank war es ein bisschen komplizierter.
Und wer Kunde bei einer Sparkasse, Volksbank oder der ENG ist, der findet Vero direkt in seiner Banking-App.
Mobilfunknummer hinterlegen, per SMS bestätigen, Konto verknüpfen, fertig.
Wenige Minuten später kann dann Geld verschickt werden.
Bei der Volksbank war es tatsächlich genauso einfach.
Bei der Deutschen Bank nicht.
Aber technisch unterscheidet sich Vero dabei genau damit von vielen etablierten Bezahldiensten.
Das Geld liegt nicht auf einem separaten Konto und muss auch nicht erst irgendwie aufgeladen werden, so prepaid-mäßig.
Stattdessen wird jede Zahlung direkt vom Girokonto des Senders auf das Konto des Empfängers überwiesen.
In Echtzeit und meist innerhalb von wenigen Sekunden.
Statt einer E-Bahn reicht dafür eine Mobilfunknummer oder eine E-Mail-Adresse.
Für Privatkunden ist der Dienst kostenlos, einen integrierten Käuferschutz gibt es aber nicht.
Interessant ist, wäre aber ohnehin vor allem für Händler.
Die Gebühren liegen laut dieser Initiative bei 0,77 Prozent des Umsatzes und damit weit unter vielen etablierten Bezahlsystemen.
Und dazu kommt noch ein weiterer Vorteil.
Das Geld landet praktisch sofort auf dem Konto und bei Kartenzahlung oder anderen Verfahren dauert die Abrechnung auf mehrere Tage.
Ein weiterer Baustein der Strategie ist das Thema Datenschutz.
Die Betreiber werben damit, dass Zahlungsdaten in Europa verarbeitet werden und europäischem Datenschutz unterliegen.
Biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder Gesichtsscans bleiben ausschließlich auf dem Smartphone des Nutzers.
Außerdem prüft ein Abgleichssystem vor jeder Zahlung, ob Empfängername und Kennung tatsächlich zusammenpassen.
Klingt ja erstmal vielversprechend.
Die Realität sieht aber ein bisschen anders aus.
So zeigen Recherchen von Netzpolitik.org, dass Vero bei Teilen seiner Infrastruktur auch Dienste von Amazon Web Services nutzt.
Das ist deshalb interessant, weil AWS ja als US-Unternehmen dem amerikanischen Cloud Act unterliegt.
Die Vero-Betreiber betonen zwar, dass die Daten verschlüsselt würden.
Trotzdem zeigt sich hier die eigentliche Herausforderung.
Europa möchte Souveränität aufbauen, kommt aber bei seinem Prestigeprojekt nicht ohne amerikanische Infrastruktur aus.
Und das ist schon ein Punkt, an dem es dann hakelig wird.
Schauen wir mal, wo der Schuh sonst nachdrückt.
Also der größte Haken ist die Verbreitung.
Ein Bezahlsystem lebt davon, dass es möglichst überall akzeptiert wird.
Und genau da steht Währung noch ganz am Anfang.
Zwar sind inzwischen mehr als 300 Händler angebunden, darunter Eventim, Lidl, Hornbach oder Decathlon.
Unter den ganz großen Online-Händlern ist die Verbreitung aber noch überschaubar.
Media Markt Saturn hat die Einführung angekündigt.
Otto verhandelt noch.
Zalando und Ikea prüfen die Integration.
H&M sieht aktuell dagegen noch keinen Bedarf.
Tja, und das ist damit ein klassisches Henne-Ei-Problem.
Kunden können das Bezahlsystem zwar nutzen, aber nur, wenn sie damit überall bezahlen können.
Und Händler wiederum integrieren es erst, wenn genügend Kunden auch danach fragen.
Das war alles erwachsen.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in AAA, also a.atwild.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und es gab jede Menge Feedback zur Samstagsfolge mit Ludwig Ensthaler.
Marc fand zum Beispiel, nicht eine Minute war langweilig.
Das war einfach eine geniale Folge.
Und Alardon, der hat über das Katasteramt auf den Mond gelacht.
Ja, ist doch schön.
Hast du für einen Lacher gesorgt.
Diskutiert wurde aber auch über die Länge der Folge.
Sven fand die Qualität der Folge zwar super, störte sich aber etwas an der Länge.
Dafür gab es vereinzelt auch Zuspruch, aber viele von euch waren da ganz anderer Meinung.
Julia schrieb etwa, absolute Spitzenfolge, das erste Mal, dass ich 2,5 Stunden angehört habe.
Tja, so unterschiedlich sind dann am Ende doch die Meinungen.
Schauen wir mal, was für Folgenlängen wir diese Woche hier so produzieren in der Börsenwoche.
Und damit ihr das herausfindet, heißt es.
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Und den Sommerfeld und dich, liebe Lea, gibt es dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
