# Market Volatility, AI Valuations, and Retail IPO Dynamics

**Podcast:** Deffner und Zschäpitz – Der Wirtschafts-Talk von WELT
**Published:** 2026-06-06

## Transcript

Herzlich willkommen zu Defner und Schäpitz.
Mein Name ist Defner, Dietmar Deffner.
Mein Name ist Schäpitz, Holger Schäpitz.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Zusätzlich zu unserem großen Podcast bekommt ihr jeden Samstag ein Defner und Schäpitz Update mit Ausblick.
Anders als dienstags, kurz und knapp, denn Zeit ist Geld.
Und wir lassen immer eine Uhr mitlaufen, damit keiner hier zu viel redet.
Und das Ganze gibt's freitags auch schon bei Weltfernsehen live um 17.45 Uhr.
Und jetzt rein in die Show.
Die letzte Woche war tatsächlich eine Bärenwoche.
Die ausgebliebene Friedenseinigung im Nahen Osten war ein Faktor, der belastet hat.
Dazu kamen dann noch Gewinnmitnahmen im Chip-Sektor.
Und zu guter Letzt am...
diesem Freitag dann noch besser als ausgewartete Arbeitsmarkte hatten in den USA, die nun die Sorge vor Zinsanhebungen geschürt haben in den USA.
Nichts ist mehr mit Zinssenkungshoffnungen.
Und all dies hat dazu geführt, dass der DAX dann 1,4 Prozent verloren hat.
Stimmt, war eine Bärenwoche.
Wer hat es gesagt?
Der Bär.
Und es war halt...
Bei KI stellen wir fest, diese Rallye ist so ein bisschen an die Hände gekommen, so ein bisschen wie so ein ausgecatchter Kaugummi.
Da ist nicht mehr so viel drin an Geschmack.
Und das Zweite, du hast es gesagt, die Arbeitsmarktsanlagen, und dann hat vielleicht Donald Trump getrus socialt, wie man ja sagen müsste, die Aktien müssten doch steigen, das waren doch gute Zahlen.
Und das ist halt immer dieses Problem, wenn die Wirtschaftsdaten so gut sind und dann die Zinssenkungshoffnung oder sogar Zinsanhebungsärger droht, dann gehen die Aktien halt den entgegengesetzten Weg.
Unser Thema der Woche in dieser Woche nochmal.
Wir haben vor zwei Wochen bereits darüber geredet und jetzt ist es also offiziell.
Der Countdown läuft für das weltgrößte IPO, den Börsengang von SpaceX.
Heute in genau einer Woche ist es dann.
Soweit, dass SpaceX wie eine Rakete an der Börse starten will.
Und jetzt haben wir auch die offiziellen Daten dafür.
135 Dollar soll eine Aktie kosten.
Die kommt zum Festpreis.
Das ist unüblich.
Dann nochmal festgelegt, je nach Nachfrage von Investoren.
Aber Elon Musk ist ja oft ungewöhnlich, auch in diesem Fall.
Und das entspricht dann einer Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar gesamt.
Man will damit insgesamt rund 75 Milliarden dann an der Börse erlösen.
Und das Beste der Frage ist, wir als Anleger...
in Deutschland oder Europa, müssen nicht nur Zuschauer, wie an der Börse dann in Amerika das losgeht, in der Nasdaq werden die ja starten, sondern wir können erstmals mitmachen, weil nämlich Elon Musk ja die Kleinanleger beteiligen will.
Und nicht nur die Kleinanleger in Amerika, sondern weltweit.
Und so haben wir zum ersten Mal können wir zeichnen.
Und jeder, der beispielsweise bei Trade Republic ist oder Revolut und wahrscheinlich auch bei der Deutschen Bank, der kann dann wirklich Akzent zeichnen und zwar zum Ausgabepreis.
Also wir müssen nicht gucken am ersten Tag irgendwann nachordern, sondern können sagen, hey, Wir wollen auch mitmachen.
Und ich muss gestehen, das ist schon was ganz Besonderes.
Und dann werde ich gerne eine neue Mission zeichnen und immer auf einen großen Gewinn hoffen.
Ich bin ja bei der Deutschen Bank und auch bei Trade Republic.
Ich werde bei beiden dann zeichnen und darauf hoffen.
Ausgerechnet der Champions, der vor zwei Wochen noch von dieser astronomischen Bewertung von SpaceX gewarnt hat und gewarnt hat, da beim IPO mitzumachen.
Der zeichnet jetzt also, da frisst wieder mal die Gier das Hirn.
Und auf der anderen Seite muss man sagen, es ist natürlich eine super Marketingaktion für die beteiligten Banken.
Da bin ich aber erstmal gespannt, wie viele Aktien die tatsächlich bekommen, ob das nicht am Ende dann doch so eher einer Tombola gleicht und da ein paar Aktien an...
einzelne Aktionäre verteilt werden.
Und auf der anderen Seite, wenn sie viel bekommen sollten, dann ist das jetzt auch nicht unbedingt ein Zeichen für eine florierende Nachfrage nach SpaceX-Aktien, wenn man die im großen Stil dann an deutsche Kleinanleger verscheuern muss.
Naja, vielleicht erst mal das.
Wenn Kleinanleger mitmachen können, ist es schon mal was Demokratisierendes.
Das ist was Positives.
Und das Zweite, was man auf jeden Fall auch sagen muss, Es muss ja nicht so sein, dass sich die Aktie jetzt für günstig bewertet hat oder sonst wie.
Ich kann ja immer noch der Meinung sein, dass sie völlig überwertet ist und völlig crazy ist.
Es muss ja nur jemanden geben, der am ersten Handelstag mir die Aktie zu einem höheren Preis abnimmt.
Das nennt man Creator-Fools-Theorie.
Es muss einen Döferen geben, der mir die Aktie abnimmt.
Und deswegen würde ich ja darauf hoffen, dass es genauso kommt.
Deswegen würde ich auch vielleicht ein paar Aktien mehr zeichnen.
Du hast ja gefragt, wird man auch das zugeteilt bekommen, was man will?
Das erinnert sich ein bisschen an 2000.
Da muss man ja auch immer strategisch vorgehen.
nehme ich den doppelten Wert, den ich eigentlich will, oder den dreifachen.
Ich weiß nicht, wie ich das mache.
Und dann hoffe ich drauf, dass es, wie gesagt, den greater fool gibt, also jemanden, der döfer ist als ich, und mir die Höhe abnimmt.
Und das ist völlig egal, ob die Überwert ist oder nicht.
Ich meinte nur vor zwei Wochen, dass man hier am ersten Handelstag einsteigt, wenn das Ding dann schon irgendwie durch die Decke gegangen ist.
Sondern da sollte man lieber vorsichtiger sein und dann mal ein bisschen die Beruhigung abhören.
Aber wenn du zum Einstiegspreis dabei sein kannst, dann sollte man das auf jeden Fall tun.
135 Dollar.
Du musst nur einen Dümmeren finden als sich.
Das könnte schwer werden.
Auf der anderen Seite würde ich es mit Warren Buffett halten, man sollte keine Aktien in 10 Minuten besitzen, die man nicht bereit ist, 10 Jahre zu halten.
Wenn es daneben geht, musst du die Aktie doch länger halten.
Vielleicht keine 10 Jahre oder sie mit Verlust verkaufen.
Ich erinnere dich an den Börsengang der Porsche AG, also des Sportwagenbauers.
Da hat er ähnlich gesprochen, der Chabels, von einem chronischen Börsengang, einer chronischen Marge.
Damals haben ja auch die Augen der kleinen Jungs geleuchtet bei den Rasern von Porsche wie bei den Raketen von SpaceX.
Die Begeisterung war enorm.
Und enorm viele Leute wollten da mitmachen beim IPO.
Und dann gab es einen Rohrkrepierer am ersten Handelstag.
Und auch der Zschäpitz hat gejammert, öffentlich in einem Zeitungskommentar hat er rumgeweint, dass er ...
doch mit seinen IPO-Aktien Verlust gemacht hat.
Wie das denn sein könne, davor würde ich dich gerne diesmal bewahren.
Finde ich sehr freudig von dir.
Aber der Unterschied ist, bei Porsche, das ist auch eine ikonische Marke, gebe ich dir zu, aber es war ja kein weltweiter Börsengang, sondern nur in Deutschland.
Und das Zweite, es gab auch nicht so einen visionären Elon Musk an der Spitze.
Ich weiß gar nicht, wüsstest du, wie der Porsche-Chef heißt?
Ich wüsste es nicht.
Und daran sieht man schon, wo der Unterschied ist.
Und das Zweite, was noch dazu kommt, die Banken wollen ja jetzt nicht nur SpaceX an die Börse bringen, sondern es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Börsengänge.
Also ich kann darauf hoffen, dass die ein großes Interesse daran haben, dass das Ding nicht den Bach runtergeht oder verglüht oder weiß ich nicht, oder beim Start explodiert, sondern dass es ein guter Börsengang ist, damit dann auch die ganzen anderen IPOs noch kommen, damit das noch klappt und die Banken ein Geschäft machen können.
Und Elon Musk will am ersten Tag auch keinen Krepierer haben.
Insofern habe ich...
Ich habe den Döferen, der das mehr abkauft.
Ich habe Elon Musk und die Banken, die Interesse haben.
Ich glaube, drei Leute, das müsste klappen.
Ich drücke dir die Daumen.
Mein Bulle der Woche, das ist in dieser Woche ein DAX-Neuling.
Diese Woche wurde entschieden, dass es eine Veränderung gibt.
Im DAX die Porsche SE, die Automobilholding steigt ab.
Dafür steigt auf der Baukonzern Hochtief aus Essen.
Und das ist dann zugleich die KI-Hoffnung im DAX.
Man höre und staune, ein Baukonzern.
Denn die profitieren ganz stark vom Bau von Rechenzentren in den USA.
Und das hat diesen Aktienkurs so massiv in die Höhe getrieben.
Allein in einem Jahr ging es um 200 Prozent nach oben.
1.000 Euro verzehnfacht hat sich der Kurs seit dem Tief im Jahr 2022.
Damit ist man reif für die 1.
Börsenliga.
Ich hoffe nur nicht, dass der DAX-Fluch hier eintritt, den schon viele andere Börsenneulinge getroffen hat.
Oft war es so, man hat den Peak beim Aktienkurs erreicht, wenn man in den DAX nach einem rasanten Höhenflug aufgestiegen ist.
Danach war die Luft raus.
Ja, das könnte sein, dass auch da der Kaugummi schon etwas ausgekaut ist.
Kommen wir zu meinem Bär der Woche.
Und mein Bär der Woche ist Broadcom.
Das ist ein Chipspezialist, der hat diese Woche 10,5 Prozent verloren.
Was war da los?
Die haben Zahlen vorgelegt.
Die Zahlen waren gar nicht so schlecht, aber die Erwartungen waren so hoch, dass sie es einfach nicht mehr geschafft haben.
Und vor allem der Ausblick sollte astronomisch nach oben geben, so wie SpaceX.
Und er ging halt nur ein bisschen nach oben und deswegen hat die Aktie so stark verloren.
Aber daran erkennt man halt, dass die Erwartungen jetzt in diesem...
Bereich KI so hoch sind, dass man da möglicherweise es gar nicht mehr schaffen kann.
Das zweite, was noch dazu kam, dass sie ein Partner von Google sind bei diesen eigenen Google-Chips, aber Google gar nicht mehr exklusiv mit den Arbeitern, sondern auch andere kommen können und das zusammen 10,5 Prozent Broadcom der Werderwoche.
Das passiert, wenn zu früh Euphorie im Markt ist.
Nächste Woche.
Da steht im Mittelpunkt die EZB-Sitzung.
Da rechnet man fest mit einer Zinsanhebung.
Das ist also eingepreist als Belastungsfaktor.
Ich denke, dass der DAX sich nächste Woche wieder erholen kann.
Vielleicht kommt es ja doch mal ein bisschen voran in Richtung Friedensabkommen.
Ich glaube, da ist der Wurmtritt im Markt.
Ich glaube, es geht eher runter mit dem DAX.
Das war's für diese Woche bei Defna und Scherpitz im TV.
Wir sagen Tschüss.
Und schauen, da wissen wir, wie es da weitergeht und wie der Börsengang von SpaceX stattfindet.
Der muss auch den Podcast hören ab Dienstag bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
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Kurze Zwischenfrage, Kurse nahm ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt's nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Purzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi Purzu süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit, Zitrone.
Probier ich mal.
