# Market Recalibration: AI Expectations, PE Stress, and Wealth Transfer

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-06-04

## Transcript

Okay, jetzt mal ehrlich.
Du wohnst wie ich in Berlin oder fährst am Wochenende für einen Tag in die City, dann kennst du das Problem bestimmt.
Tausend Möglichkeiten und dir platzt der Schädel vor lauter Optionen.
Bowling wäre mal wieder cool, aber die anderen, die wollen unbedingt ein paar Läden auschecken und Streetfood testen.
Und abends ist noch Kino geplant und ein paar fancy Drinks.
Aber dafür dann von Kreuzberg nach Mitte und dann wieder nach Neukölln?
Boah, also...
Ich habe das mal anders gemacht.
Ich habe meine ganzen Leute zusammen getrommelt und wir sind zusammen in The Place.
In The Place gibt es, der Name sagt es eigentlich schon, alles an einem Ort und zwar direkt am Potsdamer Platz.
Wir sind easy mit dem Ratten, haben zwei Stunden lang bei Game State Arcade-Klassiker gezockt und uns bei Manifesto-Marke Tacos und Fried Chicken und einen Spritz gegönnt.
Und irgendwann sind wir dann bei The Upside Down gelandet zum Karaoke.
Schön gemeinsam blamiert.
Hat alles mega Spaß gemacht.
Und entspannt, was auch.
Also pack deine Crew ein und hol dir deine Belohnerhöhung in The Place.
The Place.
Entertainment, Food und Shopping am Potsdamer Platz.
Alle Infos findest du auch bei Insta und TikTok unter atpotsdamer-platz.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das jähe Ende einer Gewinnserie Stress im Private Equity Markt und den DAX-Aufstieg von hoch tief.
Im Thema des Tages nehmen wir die IPO-Zahlen von SpaceX auseinander und rechnen nach, ob Elon Musk jetzt Billionär werden kann.
Und in der Triple-E-Idee verraten wir euch einen cleveren Kniff für steuerschonendes Vererben.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Daniel Eckert aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Donnerstag, der 4.
Juni 2026 und wir wünschen euch einen frohen Start in den Tag.
In einem Großteil der Republik ist ja heute Feiertag, frohen Leichnam, wobei das froh da drin gar nichts mit...
froh zu tun hat in unserem Sinne, sondern mit dem Herrn.
Aber wir werden trotzdem senden heute, weil ja auch Börsenhandel ist.
Und gestern, da muss man ehrlich sagen, da war die Börse nicht gerade dazu angetan, uns froh zu machen.
Die Wall Street, die hat ihre Rekordserie beendet.
Neun Tage ging es beim S&P 500 nach oben und dann gestern am Mittwoch war Schluss.
Der S&P 500, der verlor 0,7 Prozent.
Der Nasdaq 100 lag nur leicht, nämlich 0,3 Prozent im Minus.
Aber er hat wieder mal nicht die ganzen Dramen gespiegelt, die sich da abspielten.
Und der DAX, der war der größte Verlierer.
Der rutschte nämlich 1,3 Prozent ab unter die 25.000 Punkte, mal ging nämlich auf 24.796 Punkte.
Und natürlich gab es die bange Frage, ob das nur eine Verschnaufpause war oder möglicherweise...
mehr dahinter steckt, möglicherweise mehr als nur eine Gewinnmitnahme.
Man kann sagen, der Markt hat mehrere Warnsignale bekommen.
Eins davon, neue Gefechte zwischen den USA und Iran.
Und Öl notierte daraufhin deutlich höher.
Brent wurde bei 98 Dollar gehandelt.
Gleichzeitig stiegen dann die Renditen.
Gold gab 1,1 Prozent nach.
Notierte dann so bei 4.440 Dollar.
Der Bitcoin fiel weiter.
3,3% ging es runter auf rund 65.300 Dollar.
Und Ether machte sogar ein Minus von 5,4%.
Apropos Minus.
Im Minus war gestern auch die deutsche OHB und auch andere Weltraumaktien rund um den Globus.
Eigentlich geht es da schon seit Tagen runter.
Und eine Erklärung dafür.
dass aus all diesen Werten jetzt Geld rausgezogen wird, damit Anleger nächste Woche beim SpaceX-Börsengang einsteigen können.
Zu diesem IPO gleich noch mehr, denn da gibt es Neuigkeiten.
Da reden wir im Thema des Tages drüber.
Die Kursverluste könnten aber auch ein Zeichen von so einem Risk-off-Move oder von so einer gewissen Anspannung an den Märkten sein, die sich da schon mal zeigt.
Und möglicherweise...
Ist der Bitcoin oder insgesamt die Kryptomärkte so ein gewisser Indikator oder Seismograph dafür?
Und dann gab es natürlich, das hast du ja schon gesagt, lieber Eckert, den klaren Auslöser Nahost.
Wir hatten euch ja von den ökonomischen Folgen des steigenden Ölpreises schon berichtet.
Und der Markt, der preist jetzt für die USA mit 80 Prozent Wahrscheinlichkeit sogar eine Fett.
Anhebung des Leitzinses fürs laufende Jahr ein, denn die letzten Konjunkturdaten, die waren auch ziemlich stark.
Der ADP-Arbeitsmarktbericht, der zeigte 122.000 neue Jobs und auch der Einkaufsmanager-Index für Services, der viel besser als erwartet aus.
Und das sind natürlich konjunkturelle sehr gute Zeichen und das spricht natürlich dafür, dass die FED möglicherweise dann doch die Zinsen einheben muss.
Und dann kam auch noch eine Zollgeschichte obendrauf.
Die USA wollen neue Zölle von 10 bis 12,5 Prozent auf Importe aus wichtigen Partnerländern verhängen.
EU, Kanada, Mexiko, China, Japan, Indien und andere.
Und das alles zusammen, das ist eher inflationstreibend und nicht so doll.
Ja, auch die KI-Rallye wurde ausgebremst, kann man sagen.
Gestern Abend kam Broadcom nachbörslich mit Zahlen und die Aktie, die fiel 12 Prozent.
Operativ war das bei Broadcom ein Beat.
Der KI-Chip-Umsatz ist um 143% auf rund 10,8 Milliarden Dollar gesprungen.
Aber der Ausblick für das laufende Quartal sieht das Unternehmen einen KI-Chip-Umsatz von 16 Milliarden Dollar.
Der Markt hatte mit 17,2 Milliarden gerechnet.
Heißt, das KI-Geschäft, das wächst langsamer.
als manche gehofft hatten.
Nach Wochen mit lauter überraschenden Zahlen reicht nur mehr gut plötzlich nicht mehr aus.
Und das gleiche Muster gab es bei CrowdStrike.
Der Softwareanbieter für Cyber Security, der lieferte ein solides Beat and Race, also hat die Erwartungen übertroffen, auch die Prognosen angehoben und dazu sogar noch ein 4 zu 1 Aktiensplit ankündigt.
Aber auch das reicht eben nicht aus.
Es ist einfach...
Die Erwartungen sind so hoch, dass noch nicht mal solche Sachen reichen, um die Aktie nach oben zu bringen.
Und sie verlor sogar 9 Prozent.
Und das ist halt wirklich ein relativ gefährlicher Markt, wo die Erwartungen irgendwie so schon sind, dass man sie kaum noch hinbekommen kann.
Und in Deutschland sah man auch so ein bisschen bei Softwareaktien wieder ein Minus, SAP minus 4,3, Nimitzcheck minus 5, Atos minus 5.
Und die Erholung dieser Vortage entpuppt sich so ein bisschen als Bullenfalle.
Dann gab es noch einen dritten Stressfaktor, den Markt für Private Equity.
Die schweizerische Partners Group, die hat Rückzahlungen aus ihrem 8,6 Milliarden Dollar schweren Private Equity Fonds, dem Partners Group Global Value, gedeckelt.
Und die Aktie von Partners Group, die fiel dann um 16,3 Prozent auf ein...
Sechs Jahre tief.
Investoren wollten im zweiten Quartal offenbar rund 9,8% des Fondsvolumens abziehen.
Da kann man auch fragen, warum wollten die so viel Geld abziehen?
Und laut Fondsbedingungen darf Partners Group Rücknahmen auf 5% pro Quartal begrenzen und tat das dann auch, das ist dieses sogenannte Gating.
Der Partners Group Global Value Fund liegt im laufenden Jahr 3,1% Minus ist also nicht so dolle, aber halt eben auch nicht berauschend.
Tja, und deswegen wollen die Leute wahrscheinlich ihr Geld abziehen, wenn du bei den Public Markets ein bisschen mehr verdienen kannst als 3,1% verlieren.
Und bisher war ja bei den Private Markets vor allen Dingen Private Credit Fonds im Fokus, bei denen Anbieter wie Blue Owl oder Apollo oder Ares oder Cliffwater Rücknahmen begrenzt hatten.
Nun greift dieser Stress auch auf diese Retail Private Equity Fonds über.
Ist es ganz logisch, weil Private Credit und Private Equity oft an denselben Unternehmen hängen.
Und es gab auch andere Aktien, die aus diesem Bereich kräftig verloren haben.
EQT verlor 6,9 Prozent und in Amerika traf Blackstone, KKR und Ares mit jeweils rund 4 Prozent.
Bei uns in Deutschland wurden die zuletzt verschmähten Versorger gekauft.
RWE verbesserte sich um 3,7 Prozent, E.ON um 1,7 Prozent.
Das ist diese klassische Umschichtung raus aus teurem Wachstum, rein in Substanz und Sachwerte.
Ein Halbwert wird aber am 22.
Juni in den DAX aufsteigen.
Wie erwartet wird zu diesem Termin Hochtief Mitglied des Deutschen Leitindex.
Und dort ersetzt Hochtief dann die Titel von...
Porsche Holding, die in den MDAX absteigen.
Neu im MDAX ist dann auch Elmos Semiconductor, Siltronic und Süß Microtec.
Der MDAX wird also halbleiterlastiger, aber keine Last, sondern ganz leicht sind jetzt die Termine.
Genau, wegen des Feiertags in, und jetzt müssen wir doch mal die Bundesländer aufzählen, damit ihr wisst, ob ihr Feiertag habt oder nicht, in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gibt es relativ wenig Termine.
In Deutschland gibt es nicht nur den Einkaufsmanager-Index aus dem Bausektor.
Es gibt Firmentermine, Lululemon, Planet Labs, Siena und Samsara.
Und in St.
Petersburg wird Kreml-Chef Wladimir Putin sich vor internationalen Journalisten am Rande dieses...
Wirtschaftsforums den Fragen stellen und mal sehen, ob da was Spannendes rauskommt.
Das Thema des Tages.
Heute müsst ihr euch anschnallen, denn im Thema des Tages heben wir ab.
Aber so richtig.
Wir reden über einen Börsengang, der eigentlich gar kein Börsengang mehr ist, sondern eher ein kapitalistisches Weltraumspektakel.
SpaceX will an die Börse.
Angeblich zu 135 Dollar je Aktie mit einem Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar und das wäre mehr als doppelt so groß wie der bisherige Rekordbörsengang von Saudi Aramco.
Die Bewertung von SpaceX, die soll jetzt bei 1,75 bis 1,8 Billionen Dollar liegen.
Das ist nicht mehr so ein klassisches IPO, sondern das ist eher so ein IP Orbit.
Musk schießt nicht nur Raketen ins All, er schießt jetzt auch noch die Bewertung des eigenen Unternehmens.
In eine andere Umlaufbahn.
Ach, Chapits, IP Orbit, das ist wirklich richtig gut.
Das wird ein AAA-Klassiker.
Man darf es eben nur nicht übersetzen.
Ja, IP Orbit.
Für alle, die normales Englischwörterbuch sagen, die müssen IP Orbit.
Gut, ich pinkele in den Orbit, aber das wollte ich jetzt nicht damit sagen, es war ein Wortspiel zur IPO.
Und das Bemerkenswerte ist jetzt nicht IP Orbit, sondern dass SpaceX offenbar mit einem Festpreis an den Markt geht.
So nach dem Motto friss oder stirb.
Also nicht wie üblich.
Normalerweise sagt man ja, wir bekommen eine Preisspanne von bis und dann geht man zu den Investoren und sagt, wir könnten uns vorstellen und dann sollen die mal sagen, wo sie das haben wollen.
Der Mask sagt 135 Dollar und das ist mein Preis und nimm oder stirb oder nimm es nicht.
Das ist wirklich Mask pur.
Er lässt sich auf die Wall Street ein, aber er unterwirft sich ja nicht.
Im Gegenteil, er machte sich gewissermaßen untertan.
Er nimmt ihr Geld, ihre Plattformen, ihre Banken.
Aber die Regeln, die schreibt er am liebsten selbst.
Und genau das ist das erste Muster bei diesem Börsengang.
Musk bricht Konventionen und macht daraus eine Marke.
Und heute startet die Roadshow.
Man fragt sich, warum er überhaupt eine Roadshow macht, wenn er ohnehin schon den Preis fix hat.
Und das ist so das große Werben um die Investoren.
Und Handelsstart soll dann der 12.
Juni sein.
Das kürzeste, das hatten wir euch hier schon mal gesagt, das lautet SPCX.
Und 14 Milliarden Dollar sind schon jetzt.
in France geflossen, die irgendwie mit SpaceX zu tun haben.
Und bisher war das ja nur privates Unternehmen für SpaceX.
Und da sieht ja schon, wie groß die Gier ist, dabei mitzumachen.
Und deswegen ist es auch so ein seltenes Cocktail aus, mehrfach zu sagen, Knappheit, Mythos und eben auch FOMO, der ganze Börsengang.
Ja, das könnte man als gefährlich bezeichnen, weil viele Anleger gar nicht fragen, was verdient SpaceX heute, sondern Was könnte SpaceX eines Tages alles kontrollieren?
Raketenstarts, Satelliteninternet, Marsmissionen, künstliche Intelligenz, vielleicht sogar Rechenzentren im Weltraum.
Und für meinen Geschmack ist das ein bisschen zu viel Fantasie und zu wenig Businessplan.
Aber lassen Sie das vielleicht mal sortieren.
Was kauft man eigentlich, wenn man jetzt bei SpaceX zeichnet oder später kauft?
Zunächst das global dominierende Unternehmen im privaten Raumfahrtgeschäft.
SpaceX startet mehr Missionen als jeder andere private Anbieter, hat mit der NASA wichtige Verträge und besitzt mit Starling ein Satellitennetz, das inzwischen...
der harte Umsatzkern ist.
Starlink soll 2025 rund 11,4 Milliarden Dollar Umsatz gemacht haben.
Das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das ist der reale Teil der Geschichte.
Starlink ist ohne Zweifel ein Geschäft.
Satelliten im Orbit, Kunden auf der Erde, Umsatz in der Kasse.
Aber dann kommt der zweite Teil, die...
Fantasie.
SpaceX will mit XAI, X und KI-Infrastruktur in einen Markt, in dem schon OpenAI, Anthropic, Google, Meta und Amazon mit unfassbaren Summen kämpfen.
Die Google-Mutter, die hat ja gerade, wir haben es gehört, eine Kapitalerhöhung gemacht um 80 Milliarden und zwei Tage später ist die sogar auf 84 Milliarden Dollar aufgestockt werden.
Und dann wird sie ja jetzt noch wilder.
Rechenzentren im Weltraum, gespeist mit Solarenergie, betrieben im Orbit.
Und das klingt nach einem Pitch Deck, das nur einer machen kann, nämlich Elon Musk kann sowas schreiben.
Ein reales, starkes Kerngeschäft wird mit einer fast grenzenlosen Zukunftsvision kombiniert.
Und das kennen wir von Tesla.
Autos war nur der Einstieg, dann kamen Software, Robotaxis, Batterien, humanoide Roboter, KI.
Und bei SpaceX sind Raketen und Starlink der Einstieg.
Und die große Bewertung hängt aber an Maß, KI und Infrastruktur im All.
Kommen wir mal zur Bewertung und es ist natürlich klar, ich muss jetzt hier mal wieder die Kernerarbeit machen.
Also SpaceX soll zuletzt rund 18,7 bis 19 Milliarden Dollar Umsatz gemacht haben, aber gleichzeitig Milliardenverluste schreiben.
Es ist von einem operativen Verlust von 2,6 Milliarden Dollar die Rede.
Reuters nennt für das vergangene Jahr sogar einen Verlust von etwa 5 Milliarden Dollar.
Also 19 Milliarden Umsatz, keine Gewinne, aber fast 2 Billionen Bewertung.
Und die Anlagegesellschaft und Analysegesellschaft Morningstar sieht den Fernwert offenbar eher bei 780 Milliarden Dollar statt bei diesen 1,75 oder 1,8 Billionen.
Und die Botschaft SpaceX ist zwar ein großartiges Unternehmen, aber vielleicht keine großartige Aktie zu jedem Preis.
Ein großartiges Unternehmen, das ist nicht automatisch ein großartiges Investment.
Das haben wir ja von Buffett und Manga gelernt.
Ja und hier liegt wirklich der zentrale Konflikt dieses IPO.
Die Bullen sagen, SpaceX ist das nächste.
Nvidia, Tesla und Boeing in einem.
Plus Satelliteninternet, plus KI, plus Mars.
Die Bären sagen dagegen, Moment mal, ihr bezahlt heute schon für eine Zukunft, die technisch, regulatorisch und...
finanziell noch gar nicht greifbar ist.
Und dann ist da ja noch Elon Musk selbst.
Der ist ja nicht nur CEO, sondern quasi die Hauptfigur des gesamten Narrativs.
Laut Unterlagen will Musk rund 85 Prozent der Stimmrechte kontrollieren und etwa 42 Prozent des Aktienkapitals halten.
Das heißt, Anleger dürfen mitfliegen, sind aber bestenfalls Passagiere.
Und im Cockpit, da sitzt natürlich einer, klar, Elon Musk.
Börsengang ohne wirkliche Kontrolle und Mitsprache.
Die Öffentlichkeit bekommt Zugang zur Aktie, aber nicht zur Macht.
Und das ist so ein Tech-Muster, das wir von Gründerfirmen kennen.
Nur ist es hier besonders extrem, weil SpaceX...
nicht irgendein Softwareunternehmen ist, sondern strategische Infrastruktur, Raketen, Satelliten, Kommunikationsnetze, Regierungsaufträge, vielleicht künftig KI-Infrastruktur rund um den Globus betreibt.
Und dann kommen wir noch zur spannendsten Frage, was es für Musk's persönlichen Wohlstand bedeutet.
Er könnte nämlich zum ersten Billionär der Geschichte werden.
Und laut Bloomberg-Berechnung wird durch den Börsengang beim IPO-Preis von 135 Dollar je Aktie das Vermögen von Musk auf 988 Milliarden Dollar steigen.
Und wenn aber die Aktie am ersten Handelstag auf 138 Dollar steigt, dann würde Musk die Billionenmarke überschreiten und das kurz nach Aufnahme des Handels.
Lassen wir das mal sacken.
Ein Plus von 2,2 Prozent am ersten Handelstag und die Menschheit hat ihren ersten Dollarbillionär.
Das ist schon eine irre Symbolik.
Während SpaceX Raketen ins All schießt, katapultiert Musk sich selber in eine neue Vermögenskategorie.
Und auch das wird Teil der Story sein.
Die Aktie wird nicht nur als Investment gehandelt, sondern als Referendum über Elon Musk.
Das ist wie so eine Asset-Klasse Elon Musk.
Das ist auf jeden Fall schon sehr lustig.
Und offenbar vermiert sich schon die Gegenposition gegen die Asset-Klasse Elon Musk.
Weil Jeffries nicht im IPO-Konsortium ist, könnte die Bank Anlaufstelle für Hedgefonds und andere kritische Investoren werden, die gegen SpaceX wetten wollen.
Das heißt, noch bevor die Aktie handelt, entsteht schon das Schlachtfeld.
Wir kennen das ja auch von Tesla.
Da gab es ja auch immer dieses Tauziehen zwischen Bullen und Bern.
Und das war schon immer sehr volatil, die Geschichte.
Also Musk jünger gegen Bewertungsskeptiker, Retail FOMO gegen Hedgefonds Shorts.
Vision gegen Zahlen, SpaceX könnte vom ersten Handelstag an eine der meist diskutierten Aktien der Welt werden.
Ich würde mal sagen, das wird es auf jeden Fall.
Was solltet ihr als Anleger da also tun?
Auf jeden Fall nicht in Ehefurcht erstarren, nicht blind kaufen, nur weil da Elon Musk draufsteht.
Vielleicht könnte er als private Aktionär auch den IPO direkt zeichnen.
Vielleicht nutzt eine Bank die Zeichnung als die perfekte Werbung, neue Kunden zu gewinnen.
Viele institutionelle Investoren planen ja, die Aktie zu zeichnen und damit einem schnellen Gewinn die Titel wieder zu verkaufen.
Und am Anfang könnte es sogar ganz gut laufen, weil die Aktie schnell in die großen Indizes aufgenommen wird und damit automatisch Nachfrage durch all das passive Geld aus den ETFs entsteht.
Also ich sage es mal so, schon in wenigen Tagen.
wird uns die Börse zeigen, ob dieser IPO ein Raketenstart wird oder die spektakulärste Sternschnuppe der Finanzgeschichte.
Kurze Zwischenfrage, Kosenamen ja oder nein?
Also so ein Mausi oder Schatzi finde ich schon süß.
Ja, stimmt, kann man machen.
Aber gibt es nicht auch zu süß?
Schnurzelpurzel ist schon grenzwertig.
Und Abschnuckelchen ist für mich Ende.
Schnurzi, Puzzi, Kuschel, Herzilein.
Trennungsgrund.
Absoluter Trennungsgrund, ja.
Du, wenn dir so ein Schnurzi-Puzzi süß ist, habe ich da was weniger Süßes für dich.
Aha.
Fruchtinade von Spreequell.
Die hat weniger Zucker als eine normale Limo, aber dafür viel Fruchtsaft.
Klingt gut.
Schmeckt auch gut.
Die gibt es in den Sorten Orange, Maracuja und Grapefruit-Zitrone.
Hm, probiere ich mal.
Das ist wirklich kein schönes Wort, Niesbrauch, aber es könnte für euch wichtig sein zu wissen, was sich dahinter verbirgt.
Denn das könnte euch und eurer Familie irgendwann mal helfen, sehr viel Steuern zu sparen.
Und manche kennen Niesbrauch wahrscheinlich aus dem Immobilienbereich.
Da beschreibt es das Recht, Nutzen aus fremdem Eigentum zu ziehen, also die Früchte zu ernten.
Bei Immobilien sind zum Beispiel die Mieten oder auch das Wohnrecht.
Ihr könnt eine Wohnung verschenken und euch das Recht vorbehalten, darin zu wohnen, also darin wohnen zu bleiben oder die Mieteinnahmen zu kassieren.
Das ist der Niesbrauch im Immobilienbereich.
Und was bei Häusern und Wohnungen geht, funktioniert auch bei Wertpapieren.
Die Früchte, die ihr erntet, sind dann Dividenden, Zinsen und Ausschüttung.
Jetzt fragt ihr euch, für wen kommt das eigentlich in Frage?
Na ja, zum Beispiel für Eltern oder Großeltern, die ein gewisses Wertpapiervermögen aufgebaut haben und das an die nächste Generation weitergeben wollen.
Ja, früher oder später wird das ja viele von euch betreffen.
Und das wird auch definitiv jetzt schon relevant, denn wie wir letzte Woche besprochen haben, gibt es ja laut BCG in Deutschland mittlerweile 774.000 Personen.
mit einem Finanzvermögen von einer Million Dollar oder mehr.
Und viele der Depotinhaber sind jetzt in einem Alter, in dem sie sich über den Vermögenstransfer an die nächste Generation Gedanken machen.
Und der sollte natürlich möglichst steuerschonend erfolgen.
Ihr wisst ja, Kinder können von jedem Elternteil alle zehn Jahre 400.000 Euro steuerfrei geschenkt bekommen.
Enkel 200.000.
Heißt aber auch, bei größeren Vermögen sind diese Freibeträge relativ schnell ausgeschöpft.
Und jetzt wird es richtig interessant.
Wenn ihr ein Wertpapiervermögen jenseits der Freibeträge verschenkt und man weiß nicht, für wen das ja mal alles relevant wird und euch einen Niesbrauch einräumen lässt, dann wird der Kapitalwert dieser Erträge vom Schenkungswert abgezogen.
Und dadurch sinkt steuerlich der Wert dieser Schenkung.
Der Schenker ist.
Desto größer ist der steuerliche Vorteil.
Ein 60-jähriger Mann mit einem Depot aus Dividendenaktien und ordentlichen Erträgen von etwa 4% pro Jahr kann dann ein Aktienvermögen an ein Kind verschenken, das mehr als doppelt so hoch ist wie der Freibetrag.
Heißt, ein 60-jähriger Vater zum Beispiel kann locker ein Wertpapierdepot im Wert von 800.000 Euro an seine Tochter oder seinen Sohn übertragen.
Ohne Niesbrauch wäre nach Abzug des Freibetrags von 400.000 Euro noch ein steuerpflichtiger Erwerb, so heißt das, von 400.000 Euro übrig.
Und beim Steuersatz von 15 Prozent, so viel ist das immerhin, fallen dann 60.000 Euro Schenkungssteuer an.
Also wir reden da nicht von kleinen Summen.
Aber um Missverständnisse auszuschließen, die laufenden Erträge, die in dem Beispiel dem Vater zustehen, bleiben steuerpflichtig.
Der zentrale Hebel.
Der liegt bei der Schenkungssteuer.
Das Depot arbeitet weiter, die Dividenden fließen weiter an die ältere Generation.
Aber der künftige Wertzuwachs, also der Zinseszins, der kommt bereits der Tochter oder dem Sohn zugute.
Ja, und es gibt noch einen psychologischen Vorteil dieser Konstruktion zusätzlich zu dem Steuerspar-Effleck.
Da die nächste Generation das Vermögen schon auf ihren Namen hat, wird sie berutsam an die...
Geldanlage herangeführt.
Das knüpft ein wenig an die Diskussion rund um das Kinderdepot von zuletzt an.
Und wie bei anderen ganz legalen Steuerträgern kommt das Niesbrauchsdepot nicht für jedermann in Frage.
Wenn ihr nur ein kleines Depot von 50 oder 100.000 Euro an die Kinder verschenken wollt oder an die Enkel, dann fahrt ihr mit einer einfachen Schenkung einfach besser.
Und das liegt auch daran, dass wir so eine Schenkung mitsamt Niesbrauch juristisch und administrative Kosten anfallen.
Und so ein Notar, der nimmt für seine Dienste natürlich auch ein paar Cent, ein paar Cent, ein paar Tausend Euro.
Und in der Praxis wird meist so ein Volumen von 300.000, 400.000 oder 500.000 als sinnvolle Untergrenze für ein Niesbrauchdepot genannt.
Noch ein Wermutstropfen.
Nicht jede Bank bietet ein solches Niesbrauchdepot an.
Manche Broker sehen in ihren Systemen einfach nicht diese Trennung von Eigentum und Ertragsberechtigung und Steuerreporting vor.
Ja und deshalb kommen meist eher so...
Spezialisierte Privatbanken, Vermögensverwalter, Großbanken und einzelne Sparkassen oder Volksbanken in Frage am meisten.
Reine Onlinebroker, die tun sich mit solchen Sonderkonstruktionen bisher meist schwer.
Und das hängt halt auch damit zusammen, dass man Niesbauchlösungen nicht so einfach automatisieren kann.
Da kommt es schon sehr auf die individuelle Familiensituation und auf das individuelle Vermögen an.
Und wichtig sind klare vertragliche Regeln.
Wer darf Wertpapiere verkaufen?
Wer entscheidet über Umschichtung?
Was geschieht bei Insolvenz, Scheidung, Vorversterben oder familiär im Streit?
Und welche Rückfallklauseln sind sinnvoll, ohne dass das Finanzamt die Schenkung als bloße Scheinübertragung wertet?
Es klingt alles spröde, aber die Rechtsanwältin Julia Hellfeuer von der Kanzlei CAP in München, die hat uns nochmal eins mit auf den Weg gegeben.
Zitat, die Gestaltung darf nicht den Eindruck erwecken, dass das Vermögen wirtschaftlich überhaupt nicht übertragen wurde.
Je stärker der Schenker die Kontrollrechte behält, desto größer wird laut Hellfeuer das Risiko, dass die Niesbrauchkonstruktion vom Finanzamt gar nicht anerkannt wird und dann hättet ihr den Salat.
Das war alles Waktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in AAA, also a at Vilti oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und Hörer André aus dem Bergestunde hat...
uns zu unserer Samstagsfolge geschrieben und betont, dass ihn unsere Alltagsökonomie sehr amüsiert.
Gerne fortführen, schreibt André.
Er habe über Nandos stromschluckte Kinder und seinen dafür sparsamen Hund sehr schmunzeln müssen.
Und er hat geschrieben, mir ruft er zu, ich soll Nando seine Photovoltaikanlage gönnen.
Zwinker-Smiley.
Naja.
Ich gönne ihm alles.
Ich habe nur keinen Bock irgendwie zu zahlen, wenn der Strompreis negativ ist.
Das ist alles.
Ich finde, wirtschaftliche Anreize, die müssen schon stimmen.
Aber wo wir davon reden, apropos Photovoltaik.
Hörer Thomas hat uns geschrieben, dass er seit 2023 den Invesco Solar Energy ETF hat und mit dem ETF in diesen drei Jahren durch ein Tal gelaufen ist.
Da spricht Thomas was Wahres an.
Der Invesco ETF, der hat nach 2023 erstmal 60 Prozent verloren und ist jetzt fast wieder zurück bei Los.
Und Thomas fragt denn auch seit dem KI und damit verbunden Energiehunger.
steigt der ETF kontinuierlich.
Wie bewertet ihr die Entwicklung und die Zukunft der Solarbranche?
Ich freue mich sehr, wenn ihr das als Thema aufgreifen könnt.
Gute Anregung, Thomas.
Vielleicht schauen wir uns den ETF und die Solarbranche mal an.
Und damit ihr das nicht verpasst, heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Lieben.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
