# Crypto Market Shifts to Fundamentals and Institutional Adoption

**Podcast:** Beckers Bets
**Published:** 2026-06-04

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlagevermittlung, Anlageberatung oder ähnliches.
Ihr entscheidet selbst, was ihr macht.
Bekkers Betz, der Investment-Podcast mit Jan Beckers.
Hallo Jan.
Hallo Christoph.
Bei uns steht heute mal wieder der Kryptobereich im Mittelpunkt und da wollen wir natürlich noch mehr Expertise in diesen Podcast reinholen.
Deswegen ist auch euer Krypto-Fortmanager H.
mit dabei.
Hallo H., grüß dich.
Hallo Christoph, schön wieder hier zu sein.
Ja, wenn man so von außen auf den Kryptobereich schaut, vermutlich die meisten Hörer werden da immer so ein bisschen als Barometer den Bitcoin nutzen.
Der ist ja seit Jahresbeginn um die 20% im Minus.
Bei vielen anderen Coins sieht es ja noch viel schlechter aus.
Ihr habt aber mit euren Fonds deutlich besser abgeschnitten in diesem Jahr.
Ha, vielleicht erklärst du erst mal, wie kam es denn zu dieser Outperformance?
Ja, sehr gerne.
Also unser Bitglobe Crypto Leaders liegt momentan bis der Year-to-Date circa 17 Prozent im Plus.
Und ja, uns erfreut es natürlich sehr, dass wir damit auch den negativen Trend des Kryptomarktes etwas entgehen konnten.
Das liegt an mehreren Faktoren.
Also wir haben ja die Möglichkeit in unserem Kryptofund nicht nur in die Kryptoassets zu investieren, sondern auch in Unternehmen, die im Kryptouniversum verschiedenste Produkte und Dienstleistungen anbieten.
Und gerade auf der Unternehmensseite gab es wirklich sehr, sehr viele positive Katalysten, die unseren Portfolio unternehmen.
Es gab beispielsweise unter gleich mehreren unserer Bitcoin Miners, die inzwischen auch ihre Infrastruktur für KI-Rechenleistung anbieten, sogenannte Co-Location und auch Cloud-Deals mit größeren Hyperscaler-Kunden.
Und das hat natürlich zu einem gewissen Wertzugewinn geführt.
Wir hatten aber gleichzeitig auch sehr gute Picks auf der Kryptoseite.
Eine unserer Higher Conviction Positionen Hyperliquid, ein Projekt, das wir jetzt auch schon seit zwei Jahren verfolgen und seit letztem Jahr dann auch stärker investiert sind und immer auch quasi als große Position gehalten haben, hat sich dieses Jahr wirklich sehr, sehr positiv entwickelt.
Jetzt noch neue All-Time-Highs erreicht und ja, da sehen wir auch weiter mit Blick nach vorne sehr gute Entwicklungspotenziale.
Und das ist auch nicht ein Einzelfall.
Es gibt auch noch weitere Altcoins, wie jetzt zum Beispiel Nier oder auch davor.
wo einige im institutionellen DeFi-Bereich wie Pendel, Morpho etc., wo wir sehr gute Picks auch dieses Jahr gemacht haben und die sich auch durch fundamentale Traktion etwas von dem allgemeinen Flow-getriebenen Bitcoin-Abverkauf entkoppeln konnten.
Das finde ich eigentlich das Spannende und das aus unserer Sicht sehr Erfreuliche.
Wenn man vergleicht, was lief irgendwo in den letzten Jahren, dann waren es natürlich teilweise einfach Memes, teilweise einfach Narrative.
Coins mit relativ wenig Substanz.
Und das Erfreuliche, was wir jetzt gerade sehen, ist, dass eben die Coins mit echter Substanz, mit spannenden Financial KPIs an der Stelle, wie beispielsweise ein Hyperliquid, was ja etwa eine Milliarde an Trading Fees verdient, die nahezu identisch Net Profit sind.
Und auch bei anderen Coins, dass ich sage mal viele Krypto-Projekte weiterhin bluten, aber die, wo die Fundamentals nicht stimmen und bei anderen eben auch in diesem schwierigen Markt, einfach weil es ganz klare Fundamentals gibt, quasi ganz klare Earnings, wenn man so ein bisschen, ich sage mal, aus der Analogie von Unternehmens kommen möchte.
Da sieht man eben, dass sich gerade die Spreu vom Weizen trennt.
Und das ist ja eigentlich so ein bisschen die These, die wir seit langem verfolgt haben, dass wir gesagt haben.
99,99 Prozent aller Crypto-Tockens daraus haben keine Daseinsberechtigung und werden irgendwann auf Null gehen.
Aber es gibt eben einige und eben zunehmend viele, die auch wirklich spannend werden können.
Und da erfreut es uns einfach, dass wir, ich sag mal, jetzt ist, glaube ich, die Phase dessen gekommen, dass es wirklich...
beim Kryptoinvestieren vermehrt um Fundamentals geht und das macht Spaß.
Ich glaube, ich würde vielleicht davor noch ein bisschen weiter ausholen und zwar, wir hatten letztes Jahr ja ein recht schlechtes Jahr für sogenannte Altcoins, also für alle Kryptoassets jenseits Bitcoin und ETH.
Das durchschnittliche Top 100 Asset hat letztes Jahr ja, also jedes zweite hat circa 75 Prozent an Wert verloren.
Das heißt, wir hatten am Ende einen Kryptowinter zum Ende letzten Jahres und wir hatten ja auch wirklich unsere Portfolien dann so aufgestellt, dass wir recht wenig Alcon Exposure hatten.
Nun haben wir dann zum Anfang dieses Jahres einige Signale gesehen, wo wir gedacht haben, es könnte sein, dass die ersten Projekte wieder aus dem Winterschlaf erwachen und haben uns dementsprechend positioniert.
Das heißt, dort haben wir gewisserweise auch vom Zyklus her mit gute Entscheidungen gemacht, wann wir jetzt wieder Exposure aufgebaut haben und hatten dann letztendlich die richtigen Assets getroffen, weil eben nicht alle sich wieder von den Tiefpunkten stark geholt haben, sondern nur Ausgewählte.
Also sehr viele Punkte, gehen wir jetzt ein bisschen durch.
Fangen wir da mal damit an, Jan, dass du gesagt hast, zuletzt waren sehr viele Meme-Coins immer gefragt.
Das scheint jetzt vorbei zu sein.
Kann man das so ein bisschen erklären, warum waren es gerade Meme-Coins im letzten Jahr und warum ist jetzt dieser Trend wieder vorbei?
Wurde da sehr viel gezockt einfach?
War das so ein bisschen wie der Casino eröffnet?
Genau, also es war sicherlich ein großer Teil des Kryptomarktes, einfach ein Casino, wo eben angetrieben von vielen Influencern Und davon, dass ja einige der originalen Memes, wie beispielsweise in Dogecoin oder sowas, ja auch, ich sag mal, sich in gewisser Weise irgendwo etabliert haben und ja auch diverse Leute damit mal Geld verdient haben an der Stelle, wurden immer weiter.
neue Memes entwickelt.
Und ich sag mal, selbst wenn es einen gewissen Markt einfach für diese Meme-Coins an der Stelle gibt und vielleicht ein gewisser Teil dieses Entertainment- und Gambling-Faktors, den sie ja mit sich haben, auch etwas ist, der langfristig bestehen wird, so gehen wir doch immer davon aus, dass das ein kleinerer Teil des Marktes dort sein sollte.
So, in den letzten Jahren wurde das eben sehr getrieben, sehr gehypt und dann kommen natürlich so Faktoren dazu, dass dann diese Coins irgendwo so bepreist werden, dass sie irgendwie zu 0,0001 Cent kaufbar sind.
Gleichzeitig ist es dann aber irgendwie eine Gazillion dieser Coins gibt und es hat dann immer dazu geführt, dass vielleicht einfach Unerfahrene...
Krypto-Retail-Investoren dann trotzdem noch drauf gesprungen sind.
Und irgendwann muss man sagen, erschöpft sich natürlich so etwas, weil wenn die Leute dann ein, zwei, dreimal damit Geld verloren haben, dann hat man sich dort irgendwo auch die Finger verbrannt.
Auf der anderen Seite ist es natürlich so, wenn Krypto-Projekte wie beispielsweise jetzt ein Hyperliquid sich mit Fundamentals etablieren, das heißt wirklich fundamentalen Nutzen an der Stelle bringen, das heißt zu der Handelsplattform eben werden, wo man am Wochenende auch Öl handeln kann.
Wenn man aufgrund beispielsweise des Iran-Konfliktes sich dort in irgendeiner Weise, sei es jetzt über Hedging oder einfach auch nur, weil man davon profitieren möchte, positioniert, dann passierte das alles über Hyperliquid.
Und Hyperliquid hat insofern den Sprung geschafft von einer sehr günstigen, sehr skalierbaren, dezentralen Kryptohandelsplattform.
Den Sprung gemacht aus der Kryptonische raus.
Und ist inzwischen eben eine Trading-Plattform, bei der man ganz viele andere wichtige Commodities wie beispielsweise Gold, Silber traden kann.
Und das ist insofern erfreulich, weil es sich damit eben auch abkoppeln kann vom allgemeinen Kryptozyklus.
Weil wenn Kryptos generell schlecht laufen, wird natürlich auch weniger getradet.
Aber es gibt immer einen sehr, sehr großen Markt für Gold, Öl und eben dann auch tokenisierte.
Und was zuletzt jetzt ganz spannend hinzukam und auch wieder für die nächste Welle, ich sag mal, positiver Coverage auch für Hype gesorgt hat, auch für positive Coverage in traditionellen Finanzzirkeln, ist, dass man beispielsweise auf den SpaceX IPO schon lange jetzt vor dem IPO wetten konnte.
der Position entspricht, wenn er die SpaceX-Aktie schon vor drei Wochen, vier Wochen, fünf Wochen gekauft hätte.
Und das ist natürlich äußerst spannend.
Das hat auch direkt für viele Nutzer einen sehr reellen Wert.
Und das sind natürlich insofern Kryptoprojekte mit echter Substanz, die echte Probleme lösen.
Und es sieht eben deshalb an dieser Stelle so aus, als ob dort dezentrale Handelsbörsen eine im Finanzsystem insgesamt viel, viel wichtigere Rolle einnehmen können.
Das Einzige, was ich dazu noch ergänzen würde, du hast zwei Projekte wirklich als Musterbeispiele der beiden Seiten genannt.
Doge als Core-Meme-Coin und Hyperliquid als den stärksten fundamentalen Case.
Und genau heute haben wir es tatsächlich geschafft, dass Hyperliquid Doge als den siebtgrößten Crypto-Asset ablösen konnte.
Also die Welt scheint mit uns zuzustimmen, dass Fundamentals doch einen Wert haben.
Das heißt, Fundamentals werden wieder wichtiger.
Haar, vielleicht für dich die Frage, wie geht ihr jetzt da vor?
Wie analysiert ihr?
Wie funktioniert da bei euch die Auswahl?
Wann kann man wirklich sicher sein, dass sich hier die Spreu vom Weizen trennt?
Wie erkennt man denn diese guten Fundamentals?
Ja, also das ist ja nichts Neues bei uns, sondern das ist ja schon immer ein Kernbestandteil unseres Investmentprozesses und Kryptoprojekte gewesen.
Wir haben ja einen sehr vielschichtigen Investmentprozess.
Wir starten immer erstmal mit der Innovation.
Im Fall von Hyperliquid ist es eben eine dezentrale Handelsplattform und zwar eine, die eine extreme Skalierbarkeit hat, viele Transaktionen pro Sekunde erlaubt, Instant Settlement und deswegen sich dort eben als eine gute Börse positioniert, die nicht nur über Uniswap ähnlich ist.
nicht Pool-Modelle, sondern tatsächlich durch ein richtiges Orderbuch Liquidität on-chain bringen kann.
Die zweite Layer ist bei uns immer letztendlich der Blick auf den Token.
Also was macht der Token eigentlich?
Ist der Token wirklich sinnvoll?
Wird er benötigt, um das richtige Ökosystem Momentum an Laufen zu bekommen?
Und im Fall von Hyperliquid ist es ja, wie Jan schon gesagt hat, es werden wirklich 97 Prozent der Einkünfte, die als Gewinne entstehen, genutzt, um diesen Token beispielsweise zurückzukaufen.
Das heißt, dieser Token hat eine direkte Kopplung an den Mehrwert, an der Wert.
Erschöpfung der Plattform, sodass halt, wenn mehr Nutzen auf die Plattform kommt, auch mehr eindeutig dieser Token dann eben mehr zurückgekauft wird, seltener wird und damit auch vom Wert her ansteigt.
Am Ende ist das eigentlich genauso wie ein Aktienrückkauf eines Unternehmens.
Das heißt, das Unternehmen macht irgendwo, sagen wir, eine Milliarde an Gewinn.
Dann schütten sie vielleicht 100 Millionen als Dividende aus, entscheiden sich dann aber auch noch, weil sie gerade sagen, hey, unsere Aktie ist gerade günstig bewertet, also kaufen wir jetzt vielleicht noch für 600 Millionen.
Die Aktie zurückverkleinern deshalb den Umlauf dieser Aktien.
Das heißt, mehr Gewinn entfällt auf jede einzelne dort ausstehende Aktie.
Und genauso darf man sich das eigentlich auch mit dem Hype-Token an der Stelle vorstellen.
Auf jeden Hype-Token entfällt quasi ein entsprechender Teil des Protokollgewinns.
Und tatsächlich werden hier an der Stelle eben 97 Prozent der Protokollgewinne direkt in diese Rückkäufe an der Stelle umgesetzt.
Und insofern ist es auch etwas, wo du eigentlich im Grunde genommen dir direkt eine klare Rendite des Ganzen berechnen kannst.
Also insofern auch ein Token-Modell, mit dem auch die traditionelle Wall Street relativ schnell...
etwas anfangen kann.
Und das sieht man eben jetzt auch.
Es findet gerade eine Discovery an der Stelle statt, wo Menschen, die vielleicht sonst auch nicht so viel mit Krypto anfangen konnten, an der Stelle jetzt genauer hingucken.
Wir haben es beispielsweise zuletzt gehört.
Da hat, ich sag mal, der, ich glaube, es war der CEO, der International Continental Exchange, das heißt, einer der ganz großen amerikanischen Börsen sich sehr, sehr positiv und fast schon wie ein Fanboy von Hyperliquid geäußert.
Das war wirklich sehr, sehr spannend, das noch in einem Earnings Call von dem zu hören.
Und das zeigt auf, Hyperliquid hat das Potenzial, genauso wie natürlich viele der Wettbewerber von Hyperliquid, das sollte man auch dazu sagen, die stehen jetzt nicht alleine da.
Wir heben sie an dieser Stelle nur einfach einmal heraus.
tatsächlich eine sehr, sehr gewichtige Rolle im künftigen Finanzsystem einzunehmen.
Und das ist wirklich spannend, weil das ist ja im Grunde eigentlich das, womit Krypto vor langer Zeit angetreten ist mit dem Versprechen.
Und wir haben das Gefühl, dass wir jetzt dabei sind nach vielen initialen Anläufen.
DeFi gibt es ja jetzt seit, ich sage mal, etwa sechs, sieben Jahren.
mehr und mehr eben aus der Nische herauswächst und dass wir eben jetzt mit dezentralen Trading-Plattformen nach Stablecoins eigentlich so ein bisschen die zweite massenmarktkompatible Killer-Anwendung für Krypto finden und wir denken, dass wir hier an der Stelle noch sehr, sehr früh gerade agieren.
Und das ist einfach, wenn man jetzt mal auf die nächsten zwei, drei Jahre schaut, ja, eigentlich wieder sehr, sehr spannende Krypto-Opportunities geben wird, die dann vielleicht auch wieder für einen allgemeinen Krypto-Bullenmarkt sorgen.
Und wenn der dann noch kommt und anzieht, dann, genau, dann würde ich sagen, können wir dort eine ganz interessante Dynamik vor uns sehen.
Das ist natürlich insbesondere, wenn neben Krypto in der Finanzwirtschaft, wie wir weitere Use Cases sehen, die sich in Ansätzen gerade auch schon zeigen.
Und Christoph, vielleicht um den Gedanken noch zu Ende zu prägen, also wir haben ja gesagt, es fängt an mit der Innovation.
Der zweite Schritt ist, den Token zu analysieren.
Dritter Schritt ist natürlich, fundamental zu bewerten.
Wir können natürlich anhand der Cashflows auch traditionelle Bewertungsmethoden einsetzen, um dieses Projekt zu bewerten.
Ist es fair bewertet?
Ist es zu günstig, zu teuer?
Am Anfang des Jahres hat Hyperliquid beispielsweise bei einem, ja man kann PE letztendlich sagen, von circa 10 getradet, was einfach für uns für die dominanteste, die zentrale Handelsplattform.
viel zu niedrig ist.
Und inzwischen ist es deutlich angestiegen.
Wir sind jetzt bei 2022-fachen PE angekommen, aber im Vergleich zu EBITDA-Malte von 35 bis 40X bei Robinhood und Interactive Procours bei Hulststaten ist da wirklich noch viel Zeit oder Platz nach oben zu sehen.
Wenn wir das dann letztendlich angeschaut haben, kommen dann letztendlich noch weitere Marktstrukturthemen und auch Katalysten hinzu.
Wir hatten jetzt in den letzten Wochen erst die ersten US-amerikanischen ETFs, die weiterhin nochmal den möglichen Anlegerkreis für Hyperliquid ergänzt hatten.
Wir sehen jetzt erst, dass das größte Digital Asset Trash-Unternehmen von Hyperliquid überhaupt liquide genug ist, damit institutionelle Investoren eintreten können.
Und die Katalysten mit dem IPO von Cerebras oder jetzt SpaceX, den Jan angesprochen hat etc.
Das sind natürlich nochmal weitere Events.
wo die Discovery dieses Assets weiter voranschreiten kann.
Und das sieht man jetzt momentan auch letztendlich am Preis.
Was total spannend war beim Cerebras IPO, der ist ja dann so gepoppt, war etwa 100% teurer am Ende als noch ein paar Wochen davor die Anleger vielleicht dachten.
Man konnte Cerebras eben auch vorbörslich über Hyperliquid bereits handeln.
Und am Ende ist dann Cerebras, glaube ich, mit einem Preis eröffnet, Etwa drei Prozent an dem Preis war eigentlich, wo du es am Vortag bei Hyperliquid gesehen hast.
Und das beweist, dass Hyperliquid als Preisfindungsinstrument sehr spannend geworden ist.
Und deswegen sieht man es eben auch bei sehr, sehr vielen Investmentbanken, die eben genau sich mit diesen IPOs beschäftigen und überlegen, wie sie diese IPOs bepreisen, jetzt eben als Preisfindungstool prominent neben ihrem Bloomberg Screen.
Also Prediction Markets und Hyperliquid, das sind jetzt so ganz gute Prognosetools mittlerweile für euch.
Das Interessante ist sogar, dass Prediction Markets auch auf Hyperliquid noch kommen.
Also wenn wir schon von technischen Katalysten auch noch sprechen, es wurde jetzt eine Weiterentwicklung des Protokolls mit HIP4 implementiert, womit jetzt erst die ersten Prediction Markets auch auf Hyperliquid nochmal drauf kommen und dabei sogar noch günstiger sein werden, als wir es auf Calcio und Polymarket kennen.
Das finde ich auch wieder spannend und das ist eine der interessanten Themen.
Hyperliquid ist natürlich auch absoluter Preisbrecher im Vergleich zu vielen der etablierten Börsen oder so.
Wenn man als Retail-Kunde irgendwo auf Binance tradet, dann kümmern wir dort, ich sag mal.
ziemlich ordentliche Fees dafür zahlen.
Beim Robinhood oder so ist man vielleicht ein bisschen günstiger an der Stelle, aber bei einem Hyperliquid, da zahlst du eigentlich irgendwo, ich sag mal, vielleicht ein Tausendstel oder ein Zweitausendstel am Ende dessen, was du tradest eigentlich als Trading Fee.
Das heißt, es ist einfach sehr günstig, es ist 24-7.
Hyperliquid hat auch in Zeiten, wo der Kryptomarkt beispielsweise in der Krise war, das heißt wie im Oktober, als viele Börsen massiv abgeschmiert sind, es geschafft sehr, sehr gut dazustehen in schwierigen Marktzeiten.
Insofern einfach einen echt guten Produkt Marktefit gerade erlangt.
Und ja, und das sind typischerweise Zeiten, selbst wenn drumherum noch Bärenmarkt ist in Kryptoland, wenn sich diese Nutzungscases gerade rauskristallisieren, ist eigentlich eine gute Zeit.
Und man darf darauf hoffen, dass dann innerhalb von vielleicht drei bis zwölf Monaten der gesamte Markt auch drumherum, ich sag mal, in einen anderen Modus wechselt.
Also ganz spannender Exkurs, beziehungsweise Deep Dive mal zu Hyperliquid.
Ich glaube, man hat rausgehört, dass ihr da sehr positiv gestimmt seid zu der Entwicklung.
Jan, gibt es da noch andere Trends gerade, die wieder an Bedeutung gewinnen im Kryptobereich?
Absolut.
Ich hätte es ja hier auch im Podcast wahrscheinlich schon zwei, drei, vier Mal in den letzten Jahren, muss man sagen, betont, dass ich weiterhin glaube, das wäre eine Renaissance von Privacy.
als Thema sehen werden.
Also einmal Privacy im Sinne von Privacy Needs vieler Menschen werden größer.
Natürlich nicht zuletzt in Zeiten von AI, was auf einmal unglaublich viel über Menschen weiß und darüber vielleicht Menschen etwas nachdenklicher macht, was mit ihren Daten alles so passiert.
Wir haben auf der anderen Seite weltweit mehr und mehr Staaten, die sich gerne mehr und mehr in das Leben ihrer Nutzer einmischen würden.
So etwas im DDR-Style, was man dann alles von seinen Nutzern wissen möchte, wer dann alles was online posten darf.
Und ich glaube, wir werden deshalb in den nächsten Jahren, würde ich an der Stelle sagen, aber gerade beginnend.
ein Revival von Privacy als Priorität vieler Nutzer sehen.
Das wird auch Auswirkungen haben auf den Kryptomarkt, wo wir es ja mit einer Reihe von Privacy-Tokens auch teilweise seit zehn Jahren auf dem Markt zu tun haben.
Und wir darüber hinausgehend gerade eine Reihe interessanter Projekte sehen, die so ein bisschen angrenzen darauf und mit, ich sag mal, aus diesem Bedarf.
von Nutzern nach finanzieller Privatsphäre eben neue Produktideen gerade entwickeln.
Wir glauben, das wird eines der anderen spannendsten Investmentmöglichkeiten in den nächsten Jahren auch im Kryptomarkt sein, aber auch darüber hinaus gehen.
Harl, habt ihr schon im Portfolio abgedeckt, diesen Bereich?
Wie kann man sowas abdecken?
Wir über den Bitlobal Crypto Leaders können nicht direkt in Privacy Coins leider investieren, weil das einfach in Europa aus regulatorischer Sicht nicht geht.
Also Privacy Coins darf man hier einfach leider nicht in einem so regulierten Vehikel aufnehmen.
Wir können uns aber durch Digital Asset Treasury Companies bedienen und da gibt es tatsächlich welche, die Privacy Coins als Fokus haben.
Dass man als Finanzinstitut keine...
Privacy Coins mehr kaufen darf, ist natürlich auch eine gute Bestätigung der These, dass Staaten leider weltweit versuchen, die Privatsphäre ihrer Menschen massiv einzuschränken.
Was natürlich eigentlich gerade in Deutschland, wo wir sowas schon mal hatten, in der DDR und auch davor uns alle sehr bedenklich stimmen sollte.
Dann schauen wir doch nochmal auf das Thema Kryptowinter, den du vorhin angesprochen hast.
Du hast gesagt, dass wir ja letztes Jahr schon so weit im Minus waren, dass das durchschnittliche Asset ja 75 Prozent im Minus war im letzten Jahr und das quasi ja schon vielleicht der Kryptowinter war.
Heißt das jetzt also, der Schnee schmilzt langsam wieder oder sind wir schon wieder durch diesen Winter durch?
Ich würde sagen, dass wir auf jeden Fall schon aus dem Winterschlaf erwacht sind und man sieht das ja auch an der Performance von Assets wie zum Beispiel Hyperliquid oder Nier oder Morpho und manch anderen, die wir auch im Portfolio hatten.
Also da gibt es einige dabei, die sich schon sehr gut wiederentwickelt haben von den Tiefständen, aber wir sind bei Weitem noch nicht so, dass der komplette Markt in der Breite sich erholter und es ist auch bei Weitem noch nicht so, dass wir irgendwie euphorische Niveaus eingenommen haben.
Also ich würde sagen, wir sind in den ersten Zügen davon aus diesem Winterschlaf zu erwachen.
Man sieht das nicht nur im Preis.
Man sieht es auch an der fundamentalen Traktion, an On-Chain-Aktivität etc.
Und ich glaube, der gesamte Kryptomarkt wartet gewisserweise noch auf weitere Katalysten auf der regulatorischen Seite, beispielsweise dem Clarity Act, der ja in den USA jetzt noch ausgehandelt wird.
Und ich glaube, dass damit vielleicht nochmal eine weitere Welle an institutionelle Adoption in die Fall kommen könnte.
Und das, gekoppelt mit wirklich der Traktion fundamental getriebener Projekte, kann möglicherweise die nächste Kryptowelle befeuern.
Ich glaube, was an der Stelle auch relevant ist, ich glaube, wer als Krypto-Anleger versuchen wollte, den Vierjahreszyklus des Bitcoins zu timen und vielleicht ihn ein bisschen front zu ran, weil vielleicht viele andere das ja auch machen wollen, der hat im Zweifelsfall wahrscheinlich im vierten Quartal letzten Jahres oder vielleicht noch im ersten Quartal jetzt das gemacht.
Diese Nutzer, die verkaufen wollten, weil sie gesagt haben, ich möchte nur mal kurz raus in dieser vielleicht etwas weniger klaren Phase des Zyklus.
Davon sollte das meiste eigentlich durch sein.
Und insofern, das spricht auch dafür, dass wir uns jetzt eigentlich in einer ganz spannenden Marktphase befinden.
Was jetzt natürlich, ich sage mal, noch für eine Weile sicherlich für Ungewissheit sorgen kann und wahrscheinlich auch wird, ist natürlich die Frage, wie geht es auf der makroökonomischen?
Das heißt, wir haben jetzt natürlich erstmal gestiegene Rohstoffkosten, vor allem Energiekosten in Folge des Irankrieges.
Das wird sicherlich auch noch eine Weile uns begleiten.
Wir werden nicht ganz schnell diese Zinssenkungen bekommen, die man vielleicht noch sich vor sechs Monaten erhofft hatte.
Das sind Themen, die erstmal noch in irgendeiner Weise über dem Markt potenziell hängen, die aber natürlich auch vom Markt, wenn man sich dort gewisse Daten anguckt, inzwischen wahrscheinlich auch schon eingepreist werden.
Aber das ist natürlich noch, ich sag mal, der Teil dessen, was die Kryptopreise beeinflussen wird, auf die man jetzt vielleicht...
erstmal nochmal drei bis sechs Monate weniger Einfluss hat.
Aber ich denke auch insgesamt können wir sagen, sind wir wahrscheinlich jetzt wieder in einer ganz, ich sag mal vermutlich mit gutem Picking einzelner Assets in einer ganz interessanten Phase für den Kryptomarkt angekommen.
Heißt dann auch dieses Hire for Longer bei den Leitzinsen H wird auch den Kryptobereich in die Karten spielen?
Oder glaubst du, dass doch Donald Trump sich durchsetzt und wird doch sinkende Preise sehen werden, jetzt wo Kevin Walsh an der Fettspitze stehend?
Ich würde nicht sagen, dass Trump unbedingt einen großen Einfluss drauf hat.
Sein Einfluss war es, Walsh zu nominieren.
Aber am Ende muss Walsh jetzt in der Fed letztendlich den Konsensus schaffen.
Die Zinsentscheidungen werden ja nicht nur von ihm getroffen, sondern von dem Komitee.
Und am Ende müssen zwölf Leute abstimmen.
Der Fed-Share hat zwar bei Unentschieden den Mehrheitsbeschluss.
Also kann er entscheiden, was passiert.
Aber er wird sich wahrscheinlich nicht dafür aussprechen, die Zinsen zu erhöhen beispielsweise.
Das heißt, für Erhöhungen bräuchte man sieben von zwölf Stimmen.
Und das sehe ich nicht.
Das heißt, was eher möglich wäre, ist, dass der Markt insgesamt vielleicht ein bisschen heißer läuft, Inflationszahlen höher sind, auch länger höher bleiben, vielleicht der Arbeitsmarkt sich erholt und trotzdem aber die Zinsen nicht erhöht werden.
Und in so einem Kontext ist eigentlich gleichbleibender Zins fast einer geldpolitischen Lockerung zugleichen.
Und das sehe ich dann eigentlich eher als ein Szenario.
Das heißt, wenn man aus der Makroperspektive spricht, haben wir vielleicht ein Higher Growth Environment, angetrieben durch die KI-Investitionen, also nominal.
Wachstum von 6-7% sogar wären dann möglich.
Inflation ist zwar nicht niedrig, aber geht auch nicht komplett durch die Decke.
Arbeitsmarkt ist stabil und die Geldpolitik ist nicht restriktiv.
Das ist insgesamt ein Szenario, wo weiterhin High Beta, Aktien, Rohstoffe und auch Cryptoassets gut performen sollten.
Und deswegen schaue ich eigentlich noch sehr konstruktiv weiter auf die nächsten 6-12 Monate.
Jetzt abschließend vielleicht nochmal der Blick auf den Bitcoin.
Jan, du hast gerade gesagt, man muss auf einzelne Assets schauen, dann bist du positiv für den Kryptobereich gestimmt.
Es hat sich ja auch stark verändert.
Früher galt ja quasi Bitcoin als Synonym für den Kryptobereich.
Mittlerweile muss man da eben tiefer reinschauen, weil es viel vielschichtiger geworden ist.
Aber natürlich ist der Bitcoin immer noch so der Leuchtturm, wenn man auf den Markt schaut für viele Anleger.
Lohnt es sich überhaupt noch in den Bitcoin zu investieren oder ist der einfach mittlerweile überholt und ist nur noch wirklich der Leuchtturm, aber die Musik spielt woanders?
Also ich glaube, wenn man als Anleger ein diversifiziertes Kryptoportfolio haben möchte, dann sollte man auf jeden Fall auch zum Bitcoin Exposure haben.
Sicherlich gibt es andere Kryptoassets, wenn man es dort richtig trifft, die deutlich mehr Upside haben.
Aber viele andere Kryptoprojekte werden auch...
Deutlich, deutlich mehr Downside entfalten, gerade wenn man dann an der Stelle die Falschen trifft.
Insofern aus unserer Sicht haben wir weiterhin eine positive Sicht auf den Bitcoin, insbesondere mittelfristig.
Ich würde jetzt keine Prognose machen, wo steht er in zwei, drei Monaten oder sowas.
Und denken, Bitcoin in zwei, drei Jahren wird...
wahrscheinlich deutlich höher stehen, als wir ihn jetzt an der Stelle sehen.
Wir hätten aber sicherlich höhere Conviction darauf, dass selbst wenn der Bitcoin vielleicht sich seitwärts bewegt, sich andere Cryptoassets, in die wir investieren können, eine deutlich bessere Upside an der Stelle entfalten.
Nicht zuletzt dann, wenn vielleicht einfach die Crypto-Economics auch mit sehr, sehr guten Cashflows an der Stelle...
unterlegt sind.
Und insofern, nein, nichts gegen den Bitcoin, auf gar keinen Fall.
Er sollte auf jeden Fall, wenn man diversifizierte Crypto Exposure haben möchte, gehört er irgendwo dazu.
Aber genau, ich würde andere Crypto Assets derzeit deutlich höher gewichten.
Und Haar, vielleicht von dir nochmal ein Fazit abschließend.
Das Crypto Jahr war ja sehr wechselhaft bisher.
Es war auch nicht alles positiv, wenn man die Prognosen angehört hat zu Jahresbeginn.
Ist jetzt das Schlimmste?
vorbei im Kryptobereich?
Kann man das überhaupt irgendwie sagen?
Ich würde schon davon ausgehen, dass das Schlimmste vorbei ist.
Und das schließt ja letztendlich auch dran, was wir gesagt haben vorhin im Sinne von der Kryptomarkt erwacht langsam aus dem Winterschlaf.
Auch um das nochmal zu quantifizieren von dem, was Jan vorhin gesagt hat.
Es gab zum Ende letzten Jahres wirklich sehr, sehr starke, milliardenschwere Abverkäufe von Langzeitinvestoren in Bitcoin.
Und das hat sich einfach zum Jahresanfang stabilisiert und sogar ins Positive gekehrt, sodass diese Langzeitinvestoren inzwischen wirklich wieder Bitcoin akkumuliert haben.
Und natürlich fließt vieles im Kryptomarkt von Bitcoin auf die kleineren Assets weiter.
Ich glaube, solange dort eine gewisse Stabilität zu sehen ist und die, würde ich sagen, ist zu sehen, würde ich sagen, das Schlimmste hinter uns ist.
Auch wenn man sich allein die makro- und geopolitischen Themen anschaut.
Der schlimmste Moment ist eigentlich der, wo alles unbekannt ist, wo man nicht weiß, mit welcher Geschwindigkeit zum Beispiel die Iran-Situation sich weiter verschärfen kann.
Inzwischen ist es aber so, dass wirklich Dialog besteht zwischen US und Iran etc.
Das heißt, der Markt kann insgesamt...
über diese Zeit hindurch blicken und auf eine bessere Zeit hervorblicken.
Und ich glaube, das lässt es gewisserweise zu, dass Investoren eben diese Risiken, ja.
hedgen können, managen können, sich darauf einstellen können.
Und der Weg nach vorne ist letztendlich, dass die Unsicherheit möglicherweise sogar weiter abnimmt.
Deswegen denke ich schon, dass das Schlimmste eigentlich vorbei ist.
Das sieht man ja auch an den Hedging-Flows, dass die ganzen Put-Optionen beispielsweise nicht mehr so teuer sind wie vor noch drei Monaten.
Und ja, ich gehe nicht davon aus, dass wir auch schnell wieder in so ein Marktregime zurückkommen.
Wunderbar.
Dann vielen Dank, Jan und H.
für eure Einschätzungen.
Danke dir, Christoph.
Gerne.
Bis bald.
Liebe Hörer, gibt es Themenwünsche, gibt es Kritik, Hinweise oder auch Fragen oder Feedback, dann schickt uns gerne eine E-Mail an beckers-bets at financeforward.com.
Wir freuen uns auch, wenn ihr diesen Podcast bewertet bei Spotify, Apple oder überall, wo man ihn eben bewerten kann.
Ansonsten vielen Dank fürs Zuhören und dann bis zum nächsten Mal.
Tschüss!
Dieser Podcast wird euch präsentiert von BitCapital und Finance Forward.
Die Produktion sowie die redaktionelle Verantwortung für die Inhalte liegen bei der Podstars GmbH.
