# Market Rotation, Asset Durability, and Crypto Valuation Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-04

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 4.
Juni.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital und ich wollte da nochmal auf das Altersvorsorge-Depot hinweisen.
Das kommt zwar erst im nächsten Jahr, Aber erstens hat Scalable schon mal einen Rechner gebaut, wo man sich ganz gut anschauen kann, was einem das Altersvorsorge-Depot bringen könnte.
Und zweitens ist das Thema auch ein ganz guter Aufhänger, um mal mit den Leuten in einem Umfeld zu sprechen, die eben noch nicht an der Börse aktiv sind.
Und genau für die gibt es bei Scalable gerade auch noch einen 25 Euro Freundschaftsbonus, wenn ihr jemanden erfolgreich zu Scalable einladet.
Alle Infos dazu findet ihr in der App und alle Infos zum Rechner wie immer in der Beschreibung.
Aber damit zurück zum Podcast.
Wir müssen am Crypto Thursday natürlich darüber sprechen, was gerade beim Bitcoin schiefläuft.
Aber davor gibt es noch die News des Tages natürlich.
und einen Maschinenvermieter, den sich gerade viele Profis ins Depot legen.
Nachdem ja dieses Jahr schon paar Firmen wie Samsung, SK Hynix, Micron die Marke von 1000 Milliarden Dollar Börsenwert geknackt haben, gab es gestern den ersten ETF der Geschichte, der mehr als 1000 Milliarden verwaltet, nämlich den Vanguard S&P 500 ETF.
Der hat sich damals seit 2022 vervierfacht.
Getrieben wurde das auf der einen Seite vom ETF-Boom und den steigenden Kursen an der Börse, aber auf der anderen Seite...
hat auch Vanguard Marktanteile im ETF-Bereich gewonnen, was vor allem daran liegt, dass die Kosten bei dem ETF bei gerade mal 0,03% liegen.
Bis Februar war der größte ETF noch der SPY von State Street und der verlangt 0,095%, also das Dreifache.
Passend zu der großen ETF-Zahl kam gestern auch noch raus, dass Alphabet nicht wie geplant 80 Milliarden Dollar bei seiner Kapitalerhöhung eingesammelt hat, sondern 85 Milliarden.
Nur um das mal ins Verhältnis zu setzen, es gibt nur sechs Firmen an der deutschen Börse, die insgesamt 85 Milliarden Dollar oder mehr wert sind.
Und als letzte große Zahl müssen wir nochmal über Toyota sprechen.
Am Montag wurden die ja von Softbank als wertvollste Firma in Japan abgelöst und gestern wurden sie dann zwischenzeitlich sogar auch noch als zweitwertvollste Firma abgelöst.
Und zwar von einem Unternehmen, das noch keine zwei Jahre an der Börse ist, nämlich dem Speicherhersteller Kioxia.
Übrigens hat bei der Kurs Rally von Kioxia der japanische Private Equity Investor Japan Industrial Partners einen ziemlich guten Deal gemacht.
Die haben nämlich 2023 für 15 Milliarden Dollar Toshiba gekauft.
Und Kioxia war früher eben die Speicherchipsparte von Toshiba.
Deshalb hält die Firma auch noch immer fast 30% der Aktien.
Alleine der Anteil ist heute um die 70 Milliarden Dollar wert, also deutlich mehr als das 50 Milliarden Dollar Investment damals.
Abgesehen davon war gestern aber kein so guter Tag für Private Equity Player.
Und zwar hat die Schweizer Partners Group limitiert, wie viel Geld Kunden aus einem von ihren großen Fonds abziehen können.
Konkret wollten Kunden im letzten Quartal fast 10% abziehen.
Sie limitieren aber jetzt auf 5%.
Die Aktie von der Partners Group ist danach fast 20% abgeschmiert, weil es erstens kein Zeichen von Stärke ist, dass Kunden so viel Geld abziehen wollen.
Und zweitens auch kein Zeichen von Stärke, dass sie das blockieren und nicht versuchen, einfach neue Investoren reinzuholen.
Übrigens haben nach der Meldung auch andere Private Equity Firmen wie KKR, Blackstone oder Blue Owl um die 4% verloren.
Und wenn wir schon bei den großen Dealmakern sind, hat gestern auch noch die Aktie vom Farben- und Beschichtungsgiganten Axo Nobel fast 20% verloren, weil die zwei Konkurrenten Nippon Paint und Sherwin Williams jetzt doch kein Interesse mehr an einer Übernahme haben.
Wenig bis kein Interesse scheinen leider auch Pharmafirmen aktuell an Investitionen in Deutschland zu haben.
Zumindest kam gestern so gut wie zeitgleich erst die Meldung, dass die Kollegen von Boehringer Ingelheim, hinter denen ja auch eine der reichsten deutschen Familien steckt, eine geplante 900-Millionen-Euro-Investition in Deutschland streichen wird.
Grund ist das neue Spargesetz vom Gesundheitsministerium und generell das schwierige Umfeld in Deutschland.
Und genau aus demselben Grund hat Ila Lilly auch eine geplante Investition für 2,3 Milliarden Dollar halbiert in Deutschland.
Kurz gesagt haben wir gestern an einem Tag rund 2 Milliarden Euro an Investitionen verloren.
Aber es gibt auch gute Nachrichten für Deutschland.
Zum Beispiel ist das deutsche Startup YFood eins der wenigen Themen, für die der neue Nestle-CEO gerade Geld ausgeben will.
Nestle hält ja schon seit 2023 ca.
49% an YFood und hat den Gründern jetzt ihre Anteile abgekauft, angeblich zu einer Bewertung von um die 500 Millionen Euro.
Dazu muss man wissen, dass YFood aber auch schon um die 150 Millionen Euro Umsatz macht.
Deutlich mehr Umsatz, nämlich um die 2 Milliarden Euro, macht die Autosparte von Rheinmetall.
Sie macht aber auch Verluste und ist generell in einem sehr schwierigen Umfeld und deshalb will Rheinmetall dir auch schon länger verkaufen und sie wollten ursprünglich mal eine Milliarde Euro dafür.
Gestern kam dann raus, dass sie für gerade mal 350 Millionen verkauft haben.
Also ziemlich enttäuschend ist bei einer Firma mit 56 Milliarden Euro Börsenwert aber auch ziemlich egal.
Auch eher egal, wann der Börse gestern die neuen Zoll drohen von Trump.
An die hat man sich mittlerweile so gewöhnt, dass erstmal abgewartet wird, bis man sieht, wie die Zölle am Ende wirklich ausfallen.
Für gute Stimmung sorgt sowas aber natürlich nicht.
Genauso wenig wie die immer noch angespannte Lage zwischen dem Iran und den USA.
Und das erklärt auch, wieso die Börsen und die großen Indizes gestern in den USA und in Europa eher schlecht gelaufen sind.
Und auch in der KI-Welt gab es zumindest nach Börsenschluss eine kleine Enttäuschung, nämlich die neuen Quartalszahlen von Broadcom, wobei fairerweise Enttäuschung schon ein ziemlich hartes Wort ist.
Die Umsätze mit KI-Produkten sind zum Beispiel letztes Quartal über 140% gestiegen und sollen im laufenden Quartal sogar 200% steigen.
Das Wachstum beschleunigt sich also sogar.
Trotzdem war die Aktie nach Börsenschluss erstmal leicht im Minus.
Broadcom hat aber auch alleine in den letzten fünf Tagen 300 Milliarden Dollar an Börsenwert zugelegt.
Die Erwartungen waren also extrem hoch und die Zahlen waren zwar sehr gut, aber eben nicht viel besser als erwartet.
Die treuen Hörer wissen wahrscheinlich, dass ich den Unternehmer Brad Jacobs ziemlich eng verfolge.
Seine größte Firma United Rentals hat aber noch einen spannenden Konkurrenten und den hat sich Timon angeschaut.
Vor kurzem sind die 13 F-Filings in den USA rausgekommen, wo man sehen kann, welche US-Aktien von Investoren gekauft wurden.
Und ein Titel war gleich bei Paarinvestoren dabei, die ich ein bisschen verfolge, als neue Position.
Und der Titel ist mir auch deshalb aufgefallen, weil ich den Namen noch nicht gehört habe, obwohl die Firma 32 Milliarden Dollar wert ist.
Das liegt daran, dass Sunbelt Rentals erst seit drei Monaten so heißt.
Die Firma wurde im März an der New York Stock Exchange gelistet.
Davor war sie 40 Jahre an der Londoner Börse unter dem Namen Ashtead Group.
Den Wechsel gab es jetzt, weil Sunbelt fast seinen gesamten Gewinn in den USA macht und US-Investoren bereit sind, für das Unternehmen mehr zu zahlen.
Der Wechsel scheint auch seinen Effekt gehabt zu haben.
Sunbelt handelt jetzt mit einem KGV von knapp 24, ungefähr auf dem Niveau vom Wettbewerber United Rentals.
Vor dem Börsenwechsel lag die Bewertung über 10 Jahre im Schnitt bei 19.
In den USA kennt man nämlich die grünen Bagger und andere Baugeräte, die sich Firmen mieten können.
Sunbelt ist in dem fast 90 Milliarden Dollar großen Markt der zweitgrößte Player mit ca.
1500 Standorten und über 10% Marktanteil.
Trotzdem läuft das klassische Geschäft gerade nicht.
Die hohen Zinsen bremsen den Hochbau.
Spannend ist aber, dass der Umsatz in dem Bereich zwar leicht rückläufig ist, Sunbelt in schlechten Jahren aber oft mehr Cash macht, weil sie auch weniger in neue Geräte investieren müssen.
Und das Cash fließt jetzt auch an die Aktionäre.
In den letzten neun Monaten haben sie eine Milliarde Dollar für Aktienrückkäufe ausgegeben.
Das entspricht knapp drei Prozent vom Börsenwert.
Jetzt soll es nochmal neue Aktienrückkäufe geben.
Was den Investoren neben den Rückkäufen gefallen könnte, ist, dass Sunbelt ein Segment hat, das auch in Zeiten von KI gefragter sein könnte.
Fast ein Drittel vom 11 Milliarden Dollar Umsatz kommt mittlerweile von Speziallösungen und dazu gehören auch temporäre Kühlsysteme.
und Generatoren, die auch bei dem Bau von Rechenzentren gebraucht werden.
Der dritte Punkt ist die Margenerhöhung.
Aktuell haben sie eine operative Marge von 22%.
Früher waren es im Schnitt 27%.
Alleine so könnte der operative Gewinn um 25% steigen.
Fairerweise spricht das Management aber auch schon seit Jahren von diesen höheren Margen.
Es gibt aber auch noch einen Grund, warum so viele bekannte Investoren Sunbelt gekauft haben könnten.
Kapitalintensive Geschäfte gelten eigentlich als unattraktiv.
Weil sie so hohe Investitionen brauchen, haben sie aber auch einen gewissen Wettbewerbsvorteil.
Und während Software Anfang des Jahres so stark abverkauft wurde und sich viele Investoren nicht mehr sicher waren, welche Geschäftsmodelle bestehen bleiben, gab es die Idee vom Halo-Trade.
Heavy Assets, Low Obsolines.
Also Firmen, deren wirtschaftlicher Wert vor allem auf teuren physischen Produkten oder Anlagen basiert, die schwer zu ersetzen und lange nutzbar sind.
Das trifft auch auf Sunbelt zu.
Dazu sollte man noch wissen, dass sie wegen der Investments in die Geräte über 10 Milliarden Dollar Nettoschulden auf der Bilanz haben.
Falls man deswegen aber in Probleme kommt, könnte man ältere Geräte verkaufen.
Die gesamte Flotte wird nämlich auf einen Wert von 20 Milliarden Dollar geschätzt.
Weil Wohnen hier wird immer teurer.
Ich weiß das, ich vermiete selbst.
Crypto Thursday, dein Crypto-Kick der Woche.
Verkaufe niemals deine Bitcoins, das hat Michael Saylor, der Gründer von Strategy und einer der größten Bitcoin-Investoren der Welt, im Februar 2025 gepostet.
Jetzt kam am Montag raus, dass Strategy im Mai 2,5 Millionen Dollar an Bitcoins verkauft hat, das erste Mal seit 2022.
Das sind bei ca.
60 Milliarden Dollar an Bitcoin-Bestand natürlich immer noch Peanuts, aber es ist ein wichtiges Signal, vor allem in der aktuellen Zeit, wo der Kryptomarkt eh leidet.
Und er leidet seit den News am Montag jeden Tag weiter.
Seitdem ist der Bitcoin-Kurs nämlich nochmal von knapp 73.000 Dollar auf nur noch 67.000 Dollar gefallen.
Und mit dem Bitcoin sind auch Ripple, IFA, Solana und die anderen großen Währungen abgeschmiert.
Das Ding ist nämlich, dass Strategy schon immer eine ziemlich komplexe Finanzstruktur und auch einiges an Schulden und speziellen Vorzugsaktien hatte.
Und auf die müssen sie Dividenden und Zinsen zahlen.
Und das hat Strategy in den letzten Jahren immer gemacht, indem sie über neue Aktien, Vorzugsaktien oder eben Schulden, noch mehr Geld eingesammelt haben.
Nur macht dieses Modell keinen Sinn mehr, wenn der eigene Aktienkurs zu tief ist?
Das Modell von Strategy hat nämlich vor allem deshalb so gut funktioniert, weil die Börse sie deutlich höher bewertet hat als den eigenen Bitcoin-Bestand.
Strategy hatte also zum Beispiel Bitcoins für 10 Milliarden Dollar, wurde aber an der Börse für 30 Milliarden Dollar bewertet.
Und wenn sie dann eigene Aktien für eine Milliarde verkaufen, damit eine Milliarde an Bitcoins kaufen und die Bitcoins auch wieder mit dem Dreifachen bewertet werden, machen sie mit dem Trade 2 Milliarden Dollar Gewinn.
Aber weil die Krypto-Stimmung eben schlechter geworden ist, ist die Gap zwischen Bitcoin-Bestand und Bewertung immer weiter gesunken.
Und aktuell ist der Börsenwert mit unter 50 Milliarden Dollar sogar niedriger als der Bitcoin-Bestand.
Es macht also tatsächlich ziemlich wenig Sinn, dass Strategy in dem Umfeld eigene Aktien verkauft und der Verkauf von Bitcoins ist da rationaler.
Aber in dem Umfeld macht eben auch dann das gesamte Geschäftsmodell von Strategy wenig Sinn, dass er darauf ausgelegt ist, dass man eine höhere Bewertung erreichen kann.
Klar, das kann sich auch wieder ändern, wenn die Krypto-Stimmung besser wird, aber die letzten Monate waren schwach und gleichzeitig gehen viele KI-Aktien oder Quantencomputer-Aktien durch die Decke und viele Krypto-Trader zocken eher damit, Oder sie zocken auch auf Prediction Markets.
Dass das Kapital da wirklich weggewandert ist von der Kryptowelt, sieht man auch an ein paar sehr spekulativen Aktien.
Zum Beispiel hat die kleine Aktie Keywave Media noch vor ein paar Wochen den Plan verfolgt, eine Art neue Strategy zu werden.
Anfang Mai haben sie dann entschieden, die 500 Millionen Dollar, die eigentlich in Bitcoins fließen sollten, jetzt doch in KI-Rechenzentren zu stecken.
Und dazu kommt noch, dass Strategy selber immer ein Treiber hinter dem Bitcoin-Anstieg war, der jetzt auch nicht mehr so einfach Geld in den Markt pumpen kann.
Auf der anderen Seite kann man langfristig natürlich sagen, dass genau solche Negativphasen wie die jetzt die sind, in denen man als Investor zuschlagen sollte.
Hier muss einem aber bewusst sein, dass das anders als bei Aktien kein echtes Business ist, das Geld abwirft und damit eine Kursuntergrenze hat und einem muss auch bewusst sein, dass so ein Comeback in der Kryptowelt schon mal einige Jahre dauern kann.
Zumindest war das in der Vergangenheit so.
Rückenwind könnte fairerweise kommen, wenn die neuen Kryptogesetze in den USA endlich verabschiedet werden.
Aber da sieht es gerade auch eher schwierig aus.
Coinbase drängt zum Beispiel sehr stark darauf, dass Stablecoins auch Zinsen auszahlen dürfen.
Die klassischen Banken wollen das aber auf keinen Fall.
Und der JP Morgan CEO meinte in einem Interview vor ein paar Tagen sogar, dass Coinbase bzw.
der Coinbase CEO full of shit sind.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
