# Market Rally, Conglomerate Breakups, and Geopolitical Tail Risks

**Podcast:** Leben mit Aktien | Der Podcast für Anleger mit Weitblick
**Published:** 2026-06-03

## Transcript

Bevor es losgeht, dieser Podcast ist keine Anlageberatung, sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung.
Die Hosts oder der Verlag übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die sie aufgrund der im Podcast gehörten Informationen treffen.
Leben mit Aktien – ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche mit Christian Wirröl und Horst von Butler.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben mit Aktien, dem Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Ich bin Horst von Butler.
Und ich bin Christian Wirröl und ich sage mal schöne Grüße rüber nach Heilbronn, denn du bist wieder mal unterwegs, lieber Horst.
Dieses Mal auf der Tech.
Was ist denn das und was ist da so los?
Ja, die Tech ist eigentlich unsere große Tech-Konferenz, die wir vor zwei Jahren gegründet haben, gemeinsam mit dem Handelsblatt.
Und hier sind über zweieinhalb Tage...
1500 Leute ungefähr.
Eine Zeltstadt wurde hier errichtet.
Warum Heilbronn?
Hier macht ja bekanntlich Schwarz Digits eine der größten KI-Wetten des Landes, wenn nicht die größte.
Die wollen hier ja wirklich so einen ganzen Campus aufbauen.
Und deswegen haben wir gesagt, das ist der richtige Ort, wo man in Technologie denken kann, in Zukunft denken kann und auch ein bisschen Optimismus verbreiten.
Tja, und das heißt, ihr habt dann den ganzen Tag über Vorträge und Panels, wahrscheinlich stellen Unternehmen aus.
Wie ist es denn, um den Aufbruch in Deutschland bestellt?
Der ist natürlich schwierig, aber das Gelände hier ist irre.
Hier ist übrigens auch ein großes Riesenrad.
Ich habe dir ein Foto geschickt, ich wäre ja gerne mit dir Riesenrad gefahren.
Nein, hier sind mehrere Stages, auch Themenwelten, zum Beispiel ein House of Defense, wo es nur um Defense Tech geht.
Wir reden hier die Krise nicht klein, wir beschreiben natürlich das, was ist in Deutschland.
Wir versuchen hier aber nicht einfach über sterbende Branchen, über Wachstumsprobleme zu sprechen, sondern über die Unternehmen, aber auch die Cluster der Zukunft.
Denn das ist ja so wichtig und das höre ich hier immer wieder, ob es jetzt Leute aus Konzernen sind, ob es Mittelständler sind oder ob es Startups sind, die mir einfach sagen, Deutschland muss wieder lernen.
in Zukunft und an die Zukunft zu denken.
Und das ist, glaube ich, ganz wichtig.
Heute Morgen machte den Auftakt Robin Rombach von dem KI-Startup Black Forest Labs.
Die haben ja, ist ja so eine der großen Überraschungshoffnungen im KI-Rennen.
Die erzeugen ja mithilfe von KI, erstellen sie Bilder und zwar wirklich weltweit sind sie führend.
Und dessen Botschaft war so, wir dürfen das.
AI-Rennen nicht komplett verloren geben.
Wir müssen uns darauf konzentrieren, an manchen Layern noch mitzuspielen.
Kann sein, dass wir eben auf dem Bereich der Modelle nicht mitspielen.
Aber jetzt einfach zu sagen, Europa oder Deutschland spielt ja nicht mit, wäre übertrieben.
Oder ich hatte jetzt gerade ein tolles Lunch mit Mark Whitfield.
Das ist der Mitgründer von Arx Robotic.
Das ist ein Defense-Tech-Unternehmen, die machen so...
Roboter oder so Mini-Panzer, die dann zum Beispiel zum Bergen von Verletzten oder zum Transport von Logistik genutzt werden, sind auch sehr in der Ukraine aktiv.
Auch eine der großen Defense-Tech-Hoffnungen.
Und der hat ganz klar gemacht, dass sie natürlich wachsen wollen und natürlich auch Partner im Mittelstand zum Beispiel brauchen.
Und er sagt bloß, wenn er mit vielen Unternehmen spricht, dann fehlt ihm manchmal so die positive Flucht nach vorn.
Es sind sehr viele Rückzugsgefechte, die die deutsche Wirtschaft macht.
Und das ist überflüssig.
Und einer noch sehr spannend, der Auftritt hier von Aidan Gomez, dem Mitgründer von Cohere, dem kanadischen Startup.
Die haben ja gerade diese Fusion mit Alab Alpha.
Ob es eine Übernahme war oder Fusion, wird ja noch gestritten.
Und der hat einfach die Botschaft gesendet, dass er sagt, nein, er bleibt, die deutschen Talente werden in Deutschland bleiben und man wird eben ein Doppelunternehmen sein und die Präsenz in Deutschland wird auch bleiben.
Ja, dann hoffen wir mal, dass sich diese positiven Signale, von denen du da sprichst, dieser positive Geist auch irgendwann in Zahlen niederschlägt.
Natürlich wird das jetzt das BIP nicht heben, so eine Konferenz.
Aber irgendwie, Christian, man muss ja, man kann doch nicht den ganzen Tag in den Sack an Asche gehen und irgendwie sagen, alles ist schlecht.
Und hier sind zweieinhalb Tage.
Hier ist einfach, also der Claim von dieser Konferenz ist ja das Tech Cluster of Optimism.
Also man muss...
in Zukunft denken.
Hier vernetzen sich Menschen.
Hier vernetzen sich alte deutsche Wirtschaft mit jungen Startups.
Und wenn hier irgendwie ein paar Deals passieren und daraus irgendwie die Hidden Champions von morgen entstehen, dann ist es gut für unser Land.
Ist dann die Politik auch dabei?
Ja, natürlich.
Das ist ja wichtig, die Politik muss ja nicht unbedingt was machen.
Die Politik sollte nur nicht diesen Aufbruchsgeist aktiv verhindern.
Nein, das tut sie nicht.
Natürlich ist Carsten Wildberger hier.
Aber interessant, ich hatte heute Morgen Cem Özdemir auf dem Panel.
Özdemir hat eine Keynote gehalten und danach hatten wir ein Panel.
Und mehrere Gründe haben mir erzählt, dass der im Wahlkampf...
aber auch danach, nach dem Wahlsieg, zu ihnen gekommen ist, in Einzelgesprächen sie besucht hat und hat gesagt, was muss ich machen, damit ihr in Baden-Württemberg, in Deutschland bleibt.
Und das heißt, er kann das Ding jetzt auch nicht drehen, aber zumindest hat er gesagt, ich will nicht, dass ihr abwandert, wir werden alles tun, um euch hier zu halten.
Das Interessante ist, dass mehrere dieser Gründer nennen ihn inzwischen auch mit Vornamen.
Also der hat fast schon so einen Kultfaktor da aufgebaut.
Also das ist sozusagen der Cem, der kommt vorbei und fragt, wo drückt der Schuh?
Was müssen wir tun, dass er hier bleibt?
Das ist ja zumindest eine Ansage und der hat ja auch gesagt, der ist den ganzen Tag hier.
Und hatte einen sehr guten Auftritt heute Vormittag.
Alles Mögliche tun, was irgendwie machbar ist.
Das erinnert mich an Draghi.
Whatever it takes.
Vielleicht bräuchten wir das mal in technologischer oder deregulativer Perspektive.
Dann wären wir ein großes Stück weiter.
Ein großes Stück weiter wären wir auch im Podcast, wenn wir zu den anderen Themen kommen.
Was für eine Überleitung, die ich gerade geschafft habe.
Wir sprechen heute natürlich nochmal über die Märkte, über die unheimliche Aktienrallye, wie die Wirtschaftswoche auch gerade in ihrer Titelgeschichte nochmal geschrieben hat.
Und wir müssen über Mercedes sprechen, weil die haben schon wieder mal Probleme, weil ein mögliches Gesetz in den USA ihn zu schaffen machen könnte.
Und Christian, wir sprechen über Honeywell.
Warum hast du diese Aktie uns mitgebracht diese Woche?
Ja, da steht es vor einer entscheidenden Woche.
Denn Honeywell ist ja in der Umstrukturierung.
Die läuft in drei Akten.
Und diese Woche Akt Nummer zwei, der Börsengang der Quantencomputertochter, die einen großartigen Namen hat, nämlich Quantinuum.
Und das ist natürlich auch das Signal, dass die strategische Aufstellung des Konzerns sich weiter beschleunigt.
Spannende Themen also legen wir los.
Das Ganze sehen.
Ja, an den Märkten geht es nicht nur rund, sondern vor allem weiter nach oben.
Und viele fragen sich ja, wie kann das noch weitergehen?
Und je nach Perspektive, ob man mit schon von der Party ist, fragt man sich, ist es zu spät, um noch ein paar Chips auf den Tisch zu legen oder ob man ein paar Chips runternimmt?
Der Tech Hype in Zahlen ist ja wirklich, ja, ist atemlos.
Der Nestle-Kundheit hat im April und Mai 28 Prozent zugelegt.
Das ist die stärkste Zwei-Monats-Performance seit Herbst.
Achtung, halten Sie sich fest.
2002.
Wie ist es im S&P verhandelt gelaufen?
Ja, wenn wir mal auf die letzten drei Monate schauen, da sind es dann plus 10 Prozent.
Aber interessant ist, wo die herkommen, dann tatsächlich ausschließlich vom IT-Sektor.
Denn alle anderen Branchen waren schwächer.
als der Index.
Nur IT mit plus 30 Prozent eben deutlich besser und damit das ganz eindeutige Zug fährt.
Dazu gibt es den S&P verhandelt ja nicht nur in dieser, ja, die einen sagen kapitalisierungsgewichteten, die anderen sagen klumpigen Variante, sondern auch in einer gleichgewichteten Variante, wo halt eben die großen Firmen genauso viel Einfluss nur haben wie der in Anführungszeichen Bodensatz, alle 0,2 Prozent im aggregierten Index.
Und auch für die Sektoren gibt es diese gleichgewichteten Indizes.
Und das Spannende da ist, dass die IT-Rallye tatsächlich Breite hat.
Denn der gleichgewichtete IT-Index, der hat sogar 36 Prozent zugelegt.
Das heißt auch da nicht nur die großen Werte, sondern...
insgesamt alle IT-Werte im S&P 500 in der Breite stark.
Also es war sehr schwer, etwas falsch zu machen in den vergangenen Wochen.
Wenn man dabei war.
Wenn man bei IT dabei war, alle übrigen Sektoren sind nämlich in der Breite in den letzten drei Monaten im besten Fall seitwärts gelaufen oder haben sogar verloren.
Und zwar auch Kommunikation und zyklischer Konsum, wo ja Alphabet und Meta und Amazon und Tesla durch ihre hohe Gewichtung einiges in den aggregierten Indizes verzerren.
Aber wenn man wirklich mit dem Rasenmäher drüberfährt und alles gleich macht, dann stellt man eben fest, auch diese Indizes haben verloren.
Es ist also ganz klar eine Rallye des IT-Sektors.
können wir uns halt fragen, ist das jetzt schlimm oder ist das nicht schlimm?
Die einen sagen, es fehlt dem Aufschwung an Breite.
Die anderen sagen, naja, wenn IT jetzt voranläuft, haben ja die anderen Sektoren noch ausreichend Potenzial, irgendwann dahin aufzuschließen.
Und die Wahrheit liegt wie üblich dazwischen.
Ich dachte, dass du jetzt ein rheinisches Grundgesetz nochmal zitierst, dass es eben ist, wie es ist, wenn so eine Rallye stattfindet, oder?
Ja, das ist auch so.
Und ich meine, dieses Thema mit der unheimlichen Rallye, das ist ja auch spannend.
Und das zeigt uns wieder, dass Börse eigentlich grundsätzlich nur aufgeregt ist.
Wenn die Kurse steigen, dann ist es unheimlich.
Wenn die Kurse fallen, dann ist sowieso schlimm.
Und irgendwie ist es immer Alarm.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
An der Börse zählt nicht nur die richtige Entscheidung, sondern auch, wie sie umgesetzt wird.
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Mehr auf Tradegate.direct Inmitten dieser Rallye gab es einen Prestigerfolg für Masayoshi Son, den legendären Chef von Softbank, bekannt für waghalsige Tech-Wetten, für erfolgreiche Tech-Wetten.
Manchmal hat er auch daneben gegriffen.
20 Jahre lang war ja der Autohersteller Toyota die wertvollste Börsenfirma Japans.
Tja, und jetzt hat Softbank den Autobauer überholt.
Was für ein Wachwechsel, nachdem die Aktie sich auf Jahressicht verviereinhalbfacht hat.
Allein seit April hat sich mehr als verdoppelt.
Das ist ja irre.
Ja, und von Softbanks gab es ja am Wochenende sowieso nochmal News hier mit Blick auf Europa.
Die wollen 45 Milliarden Euro in Datacenter-Kapazität bis 2031 investieren.
Und zwar in, ja, Nordfrankreich.
Hat mich auch gewundert.
Ich dachte erst, es sei irgendwie so eine Ente.
Naja, warum soll es eine Ente sein?
Das Handelsblatt hat das heute ganz schön kommentiert.
Zwei Gründe waren ausschlaggebend.
Erstens Frankreichs vergleichsweise günstiger Atomstrom und dass Präsident Macron persönlich für das Investment warb.
Und dann wirklich ein sehr schöner Kommentar.
Masayoshi Son soll das beeindruckt haben.
Günstige Energie und ein engagierter Regierungschef.
Plus ein Dinner wahrscheinlich im Élysée-Palast.
Beides Rohstoffe, die Deutschland derzeit nicht hat, deren Beschaffung aber auch nicht völlig unmöglich sein sollte.
Das ist doch spannend irgendwie.
Leider Electric ja übrigens auch eine Aktie, die wir uns mal wieder vorknöpfen sollten, oder?
Die haben wir lange nicht mehr besprochen.
Ja, die sind Partner dabei.
Fraglich bleibt natürlich, wie Softbank das alles finanzieren will.
Das war allerdings bei Softbank in den vergangenen Jahren immer wieder mal der Fall bei ihren Wetten.
Bloomberg hat berichtet.
Softbank habe Pläne für einen mit dem OpenAI-Anteil besicherten Kredit von 10 Milliarden Dollar.
Das ganze Finanzieren, das wurde zurückgestutzt, nachdem Kreditgeber wirklich gezögert haben.
Jetzt sollen es 6 Milliarden Dollar sein.
Wird ja sehr spannend, gerade im Kontext auch des Börsengangs von OpenAI, weil da kommt ja das ganze Thema, wie real ist diese Bewertung nochmal auf den Tisch, ne?
Ja.
Und es ist schon Wahnsinn, also Kredit auf Anteile eines noch nicht börsennotierten Unternehmens, über dessen Bewertung man dermaßen streiten kann.
Naja, also Master Yoshison ist ja bekannt dafür, dass er finanziell einen heißen Reifen fährt.
Und entsprechend sieht ja auch der Chart der Aktie aus, wenn man sich mal das über 30 Jahre anschaut.
Da gibt es immer Ausreißer nach oben und nach unten.
Momentan ganz klar natürlich ein Profiteur der Rallye.
auch der Nikkei-Index.
Der wird ja nicht gewichtet wie normale Indizes nach Börsenwert, sondern nach den absoluten Aktienkursen.
Absoluter Anachronismus, ähnlich wie beim Dow Jones, führt aber dazu, dass Softbank wegen dieses hohen absoluten Aktienkurses eben eines der Schwergewichte ist im Nikkei.
Andere Schwergewichte sind Advantest und Tokio Electron, also auch KI-Profiteure, sowie dann Fast Retailing, über die wir auch schon häufiger gesprochen hatten, nämlich die Muttergesellschaft von Uniqlo.
Und diese vier kommen dann im Nikkei auf 40% Gewicht.
Weshalb ausgerechnet dieser olle Index mit 80% ...
Plus in den letzten zwölf Monaten noch mal krass besser gelaufen ist als dieser moderne, kapitalisierungsgewichtete Topics oder der MSCI Japan mit einem Plus von rund 40 Prozent.
Also den miesesten Index ausgewählt, aber zumindest kurzfristig die beste Performance gemacht.
Wind for Profit nennt man sowas.
Lass uns noch mal ein bisschen über das Thema Chips sprechen.
Also diese Chips-Rallye hält uns jetzt ja seit einigen Monaten in Atem.
Ist ja interessant, dass die im vergangenen Jahr auch keiner in der Form vorausgesagt hatte.
Muss man auch nochmal an seine ganzen Prognosen gucken.
Chips sind einfach das neue Gold, muss man sagen, oder?
Ja, Chips sind das neue Gold und vor allen Dingen das neue Geld, könnte man sagen.
Denn die Halbleiter- und Speicheraktien haben jetzt im MSCI All Country World Index ein Gewicht von 18 Prozent.
Und das ist mehr, als der gesamte Finanzsektor hat.
Das sind nämlich nur 16 Prozent.
Und übrigens auch mehr als Gesundheit, Basiskonsum und Öl und Gas zusammen.
Also wirklich ein...
Noch ein Klumpen.
Ja, ja, noch ein Klumpen.
Und wenn du über Prognosen sprichst, du musstest ja nichts prognostizieren.
Ich weiß, eine der Thesen für 2026, die wir auch hier im Podcast diskutiert haben, war, die Welt ist doch genug.
Und da musst du nichts prognostizieren.
Du hast ja einfach ein MSCI All Country World reingelegt oder einfach behalten und kannst dich doch nicht beschweren.
Und ja, man kann jetzt diesen Klumpen wieder bedenklich finden.
darin auch eine Blase sehen.
Aber man kann alternativ ganz nüchtern konstatieren, dass der Weltindex, weil er nun einmal die globale Börsenlandschaft abbildet, eben auch diesen Performance-Treiber wieder angemessen reflektiert und mitgenommen hat.
Und wer sich damit nicht wohlfühlt mit diesem Anteil an Chips, der kann eben in den Mechanismus eingreifen und irgendwas ohne Tech beimischen und damit ist man vielleicht besser oder vielleicht schlechter.
Schlauer sind wir immer erst hinterher, wobei das hinterher ja dann auch eine Frage des Zeitraums ist und was man beimischen kann.
Das haben wir ja vor zwei Wochen in unserer langen Folge ausführlich diskutiert.
Ist mal so lustig, diese Formulierung, wer sich damit nicht wohlfühlt, ist ja, ich frage mich, ob manche Menschen wirklich morgens aufstehen und sagen so, oh, ich fühle mich heute mit meinem All-Country-ETF nicht so wohl irgendwie.
Da ist so viel USA drin und jetzt auch noch so viel Chips.
Nein, ist natürlich nur ein Spaß.
Wir müssen hier das ja real analysieren und flachen.
Vielleicht mal ein paar Punkte dazu, Christian.
Du hast mal wieder herausanalysiert.
Es ist ja nicht so, dass das eine reine Fantasie ist, sondern dieser KI-Boom ist ja real.
Es wird einfach investiert, es wird gebaut.
Anteil der Investments in IT-Infrastruktur und Software.
Jetzt mal ein Beispiel des realen WIP in den USA.
Der klettert ja sowieso schon seit Jahren.
Also 2007 wurden nur 2% des BIP ausgegeben für diese IT-Investments.
Jetzt sind es 7%.
Aber wenn man sich das Ganze grafisch anschaut, stellt man fest, 2025 ist die Kurve noch mal nach oben abgeknickt.
Das hat sich also nicht nur an der Börse, sondern auch in der Realwirtschaft beschleunigt.
Im ersten Quartal 2026 war der Beitrag dieser Investments in IT-Infrastruktur zum US-Wachstum erstmals höher als der Anteil des privaten Konsums.
Nicht der Anteil am BIP, aber der Anteil am BIP-Wachstum.
Die Chip-Aktien sind rasant.
Und wir haben hier ja auch über Infineon gesprochen, wenn man jetzt nur mal den deutschen Halbleiterhersteller nimmt.
Aber der Philadelphia Semiconductor Index, SOX, hat sich allein auf Jahressicht nahezu verdreifacht.
Die Bewertung ist allerdings insgesamt konstant geblieben, weil parallel auch die Gewinne und die Gewinnerwartungen gestiegen sind.
Also es ist jetzt nicht so eine klassische Spekulation, in Teilen natürlich auf Gewinnerwartungen, aber die Gewinne sind eben auch sehr stark gestiegen.
Allerdings muss man sagen, das Index KGV ist jetzt mit knapp 30 doch recht hoch, vor allem mit Blick auf den zyklischen Charakter.
Wir wissen ja, die Chip-Industrie hat diesen Schweinezyklus.
Es wird dann immer investiert, wenn es danach runtergeht.
Aber ehrlicherweise die...
früheren Schweinezyklen hatte man jetzt auch noch nicht in diesem AI-Boom.
Das waren frühere Phasen, klassische Konjunkturphasen eigentlich.
Genau, die Frage ist halt, this time is different oder nicht.
Jedenfalls wurde der Schweinezyklus ausgepreist aus den meisten Aktien, wobei auch da gibt es Ausnahmen.
Also zum Beispiel eine Micron, eine SK Hynix und eine Samsung Electronics, die ja gerade von dieser rasant steigende Nachfrage nach Speicherchips profitieren, die notieren trotz dieser Kursstellung weiterhin bei einstelligen KGVs.
Und ja, am Ende ist halt die Frage, ist der Schweinezyklus wirklich außer Kraft gesetzt oder nicht?
Weshalb also in den USA beispielsweise ein Research-Institut, BCA Research, eben nicht von einer KI-Bubble spricht, sondern von einer Earnings-Bubble.
Habe ich auch noch nie gehört, ganz guter Begriff.
Ja, ist ein guter Begriff.
Zielt einfach darauf ab, dass künftige Gewinnsteigerungen zumindest in ihrer Nachhaltigkeit vielleicht überschätzt werden.
Und ja, bekanntermaßen kommen ja die Gewinnrevisionen immer erst dann, wenn die Lage sich schon kräftig abgekühlt hat.
Also die Analysten mit ihren Schätzungen laufen eigentlich immer dem tatsächlichen Wirtschaftszyklus hinterher.
Da muss man allerdings auch sagen, Anhaltspunkte dafür sind in den Daten zur KI-Nachfrage nur sehr bedingt zu finden.
Insofern bleibt festzuhalten, das kann auch noch weitergehen.
Aber jetzt mal die Frage an dich, Christian, ganz generell.
Die ständigen Diskussionen darüber, ob wir jetzt eine KI-Blase haben oder nicht, das ist ja der eine Teil.
Der zweite Teil ist, und das ist ja interessant, da soll ich als Anleger...
jetzt aus Tech-Aktien aussteigen und das Geld an der Seitenlinie parken und auf fallende Kurse vielleicht sogar setzen.
Und das ist ja verbunden mit der Frage, kann ich überhaupt aus Tech-Aktien aussteigen?
Also ich kann ja, wenn die so stark in den Indizes ist, ist es ja auch sehr schwierig, da auszusteigen.
Ja, du kannst komplett aus Tech-Aktien aussteigen und baste dann am Ende ein Portfolio zusammen aus dem FTSE 100, dann vielleicht SMI in der Schweiz, dann könntest du noch MSCI, Consumer Staples dazunehmen, vielleicht noch Utilities.
Ja, und dann hast du eigentlich alle Luschen der letzten Zeit zusammen.
Du klingst gerade so wie ein Gebrauchtwagenhändler, Christian.
Ja, aber ein Gebrauchtwagenhändler will ja was verkaufen.
Ich will das ja nicht verkaufen.
Ich wollte es nur mal pitchen.
Auf dem Fischmarkt in Hamburg ist es spannender, muss ich sagen, wenn die mir da irgendwie Bananen reinpacken und irgendwie noch ein Kilo Obst und so.
Aber jetzt nochmal ernst.
Wir haben aber für das Produkt dann, was sie da reinpacken, insgesamt mehr Begeisterung und wollen es losschlagen.
Also ich habe jetzt keine Begeisterung für den Ausstieg aus Tech-Aktien oder das Geld in der Seitenlinie parken oder auf fallende Kurse zu setzen.
Ich meine, diese ganzen Diskussionen, ob Blase oder nicht.
bin ich absolut deiner Meinung, die führen überhaupt nicht weiter, weil es ist so ein philosophisches Herumdrücken darum zu sagen, also ich verkaufe jetzt.
Und jeder, der sagt, wir sind in einer Blase und die Blase platzt bald, der muss dann so ehrlich sein und sagen, so, ich gehe jetzt komplett raus.
gehe nur noch in Cash oder ich shorte das Zeug jetzt, dann ist man wirklich konsequent.
In dieser Hinsicht ist Michael Burry ja zumindest manchmal konsequent.
Aber lass uns doch einfach festhalten, das Timing einer Blase gelingt sowieso nie, da das immer irgendwie einen Katalysator braucht und der ist doch momentan nicht absehbar.
Die KI-Kapazitäten werden benötigt und das Geld für den Ausbau ist vorhanden.
Punkt.
Kritisch kann es natürlich irgendwann dann werden, wenn steigende Zinsen dazu führen, dass man über diese Investitionen nachdenkt.
Aber noch werden halt auch diese KI-Schulden mit relativ geringen Aufschlägen aufgesogen.
Vielleicht auch, weil Anleiheinvestoren zumindest in dem Rahmen, in dem sie das dürfen, immer noch lieber Unternehmensanleihen als Staatsanleihen halten.
Und ansonsten bleibt doch festzuhalten, in jedem, in ausnahmslos jedem Investitionsboom der Menschheitsgeschichte ist irgendwann Ernüchterung eingekehrt, die dann auch auf die Kurse durchgeschlagen ist.
Aber von welchem Niveau aus ist doch die Frage.
Vielleicht legen eben die Kurse vorher nochmal 30 oder 50 Prozent zu, bevor es mal einen kräftigen Rutsch gibt.
Und wer will das einschätzen?
Ich nicht.
Insofern ist ganz klar die Regel, Portfolio auf Kurs halten, sich an seine Zielgewichtung halten und wenn die überschritten werden, Rebalancing machen und das Gewicht im Portfolio wiederherstellen.
Die Kollegen vom Handelsblatt haben über Mercedes berichtet.
Und zwar nicht über die normalen Umsatzzahlen, sondern über ein Gesetzesvorhaben in den USA.
Denn die prüfen derzeit, dass Autohersteller mit Verbindungen zu sogenannten ausländischen Gegnerstaaten der Zugang zum amerikanischen Markt verwehrt werden soll.
Und diese Maßnahme könnte natürlich das Geschäft der Mercedes-Benz Group im zweitgrößten Automarkt der Welt erheblich beeinträchtigen.
da das Unternehmen teilweise chinesischen Investoren gehört, auch wenn das ja schon seit Jahren der Fall ist.
Und diese Bestimmung, das ist so Teil eines umfassenden Gesetzespaketes für die Automobilindustrie.
Das hat vergangene Woche jetzt schon einen wichtigen Ausschuss im US-Repräsentantenhaus passiert.
Und das würde den Verkauf oder die Produktion von Fahrzeugen in den USA durch Unternehmen verbieten, die zumindest 15 Prozent von Staaten oder Akteuren aus ausländischen Gegnerstaaten, Zitat, gehalten werden.
Und zu diesen Staaten zählt natürlich auch China.
Das ist natürlich ein ganz schöner Klops.
Ja, kurz mal zum Hintergrund dieser 15-Prozent-Marke, die aus dem sogenannten Motor Vehicle Modernization Act of 2026 abgeleitet wird.
Mit Blick auf Mercedes-Benz sind eben die größten Einzelaktionäre der chinesische staatliche Automobilkonzern BAIC.
Die haben knapp 10 Prozent.
Und dann noch eine Beteiligungsgesellschaft von Geely, die haben 9,7 Prozent.
Und zusammen liegen beide Aktionäre also deutlich über der im Gesetzentwurf genannten Schwelle.
Und das ist natürlich für Mercedes-Benz ein ganz klar negatives Szenario.
Falls die Gesetzentwürfe in dieser Form so durchgehen würden, dann wäre Mercedes-Benz zumindest mit seinen Connected Vehicles, also mit den vernetzten Fahrzeugen, dem ganzen Geschäft der Zukunft vom US-Markt ausgeschlossen.
Und der Aktienkurs müsste eben deutlich absacken, eben weil Umsatz- und Ertragsperspektiven völlig neu bewertet werden müssen.
Und vielleicht mal dazu ein paar Zahlen, um welche Dimension es auch geht.
Also Mercedes-Benz hat in den...
USA im vergangenen Jahr fast 31 Milliarden Euro Umsatz gemacht.
Das ist knapp ein Viertel der gesamten Erlöse des Konzerns.
Der Anteil am Konzerngewinn dürfte noch höher liegen, da in den USA natürlich vor allem die margenstarken Premium-Modelle, also GLS, S-Klasse, AMG verkauft werden.
die obendrein natürlich genau das haben, Christian, was du beschrieben hast.
Also die sind Connected Vehicle.
Also ein Ausschluss wäre wirklich existenziell.
Das wäre ein Super-GAU für Mercedes-Benz.
Ich meine, China bricht einen jetzt auch noch am Rekord.
Ich meine, die haben ja eh schon mit den Zöllen zu kämpfen.
Und ich weiß nicht, ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass man das irgendwie mal aus dem Weg räumt, indem Kelenius jetzt noch mal alleine da ins Weiße Haus reist, wenn er überhaupt einen Termin bekommt.
Ja, natürlich.
Darf jetzt auch nicht zu sehr die Panikglocke läuten.
Es sind drei Punkte zu berücksichtigen.
Erstens, es handelt sich dabei um zwei getrennte Gesetzgebungsverfahren und die sind...
Beide noch in einer sehr frühen Phase der parlamentarischen Beratung.
Und gerade angesichts der ja doch sehr knappen Mehrheitsverhältnisse im Repräsentantenhaus gilt ja auch in den USA das, was wir im Bundestag so als Strucksches Gesetz kennen.
In Erinnerung an den langjährigen, viel zu früh verstorbenen SPD-Fraktionsvorsitzenden Struck.
Kein Gesetz verlässt das Parlament so, wie es hineingekommen ist.
Und wir können uns an dieser Stelle ja mal erinnern an die wochenlangen Verhandlungen über Trumps One Big Beautiful Bill im vergangenen Jahr.
Wir haben es intensiv begleitet.
Dort stand zeitweilig ja ein Passus drin, der eine Strafsteuer auf Dividendenzahlungen an unbotmäßige Länder vorsah.
Das hat ja auch für viel Aufsäuen gesorgt.
Wir haben das damals eingebremst und hatten damit auch Recht, wurde dann rausverhandelt.
Genau, nein, das muss nicht so kommen.
Ich glaube, das ist aber ein idealer Case für klassische Szenarienplanung.
Also Mercedes muss jetzt mit diesem Szenario planen, dass es so kommt und da eine Wahrscheinlichkeit drauflegen.
Und es könnte natürlich auch abgewehrt werden.
Es kann natürlich, und das wäre der zweite Punkt, natürlich auch Widerstand innerhalb der USA geben.
Also es zählt nach China.
Aber es zielt natürlich dadurch auch krass auf Mercedes.
Aber da könnte auch Widerstand aus Alabama kommen.
Denn dort hat Mercedes in Tuscaloosa ein Werk mit 6000 Beschäftigten.
Und wenn Alabama sich dagegen stemmt oder auch stimmt, ist es natürlich Widerstand.
Also die Amerikaner haben natürlich auch ein Eigeninteresse, weil wir wissen ja, mit zu den größten Herstellern in den USA von Fahrzeugen gehören deutsche Autohersteller, die dort tausende Arbeitsplätze haben.
Und falls das Gesetz, und damit sind wir beim dritten Punkt, dann doch durchgehen sollte, hätten Mercedes und diese chinesischen Großaktionäre ja noch immer die Möglichkeit zu handeln, sprich durch eine Umplatzierung von Anteilen, die chinesische Beteiligung unter diese 15-Prozent-Marke zu drücken.
Wobei man natürlich sagen muss, das Zeitfenster...
ist sehr kurz und der erzielbare Preis wäre sicherlich nicht optimal.
Die können das ja nicht einfach so über die Börse verkaufen.
Und die ganze Welt weiß ja dann, dass es ein Fire-Sale wäre.
Insofern, du hast das schon gesagt, das ist so ein klassisches Tail-Risk.
Ein fettes Ende, ein Extremrisiko mit potenziell sehr negativen Auswirkungen, gleichzeitig aber sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit.
Und es kommt eben hinzu, Die Börsenstory von Mercedes ist derzeit ohnehin, sagen wir es vorsichtig, schwierig.
Ja, weil diese ganze Luxusstrategie nicht aufgegangen ist.
Ja, und dann autonomes Fahren und China läuft nicht.
Das wird gut, das wird gut.
Europa läuft auch nicht.
Aber autonomes Fahren, da habe ich jetzt vor ein paar Tagen eine Präsentation.
Da sind Sie technologisch sicher toll.
Ja, also das habe ich gesehen gerade vor ein paar Tagen.
Also das wird kommen, 2027, das rollen die jetzt aus.
Also da würde ich denen schon mehr zutrauen.
Aber die Börsenstory ist trotzdem schwierig, da würde ich dir zustimmen.
Elektromobilität ist auch so eine Nebelwand.
Die aktuelle Geschäftsentwicklung ist ziemlich flau.
Und naja, das ist halt jetzt noch wieder so ein Punkt, der Investoren abschreckt.
Wobei, also insgesamt finde ich an dieser ganzen Thematik eher den Überbau interessant, denn es gab diesen Entwurf des einen Gesetzes, des sogenannten Connected Vehicle Security Act.
der wurde sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat jeweils parteiübergreifend, also von einem Republikaner und einem Demokraten eingebracht.
Und das zeigt auch so ein bisschen, was wir ein paar Mal schon angesprochen haben, dass nämlich der insbesondere gegen China gerichtete Protektionismus in den USA nicht nur so ein Trump-Dingen ist, sondern durchaus ein überparteiliches Fundament hat.
Und natürlich, die Konstellation bei Mercedes, nämlich ein Viertel US-Umsatz einerseits und 20% chinesische Aktionäre mit großer Nähe zur KP andererseits, das passt geopolitisch einfach nicht mehr in diese Zeit.
Was ich interessant an diesem Gesetz finde, dass die Amerikaner mit diesem Connected Vehicle Security Act etwas auf dem Schirm haben, was uns nicht so präsent ist, dass wir natürlich Risiken haben, wenn wir alles vernetzen.
Und wenn man sich überlegt, welche Chinesen Hersteller inzwischen in welchen europäischen Ländern den Markt für Omnibusse oder Straßenbahn dominieren, Straßenbahn weiß ich nicht, aber auf jeden Fall Busse, dann muss man schon aufpassen.
Also ich will jetzt nicht immer diesen Kill Switch benennen, aber es braucht eine politische Strategie, wie abhängig und verwundbar man da ist.
Und insofern ist das...
Ja, richtig grundsätzlich, dass die Amerikaner das auf den Schirm haben, auch wenn es jetzt natürlich Mercedes trifft.
Christian, du hast uns mal wieder ein Traditionsunternehmen mitgebracht, und zwar Honeywell.
Das ist ein 140 Jahre alter...
Ein Industriekonzern, ein klassischer Mischkonzern, eigentlich ursprünglich so ein Hersteller von Thermostaten und Haustechnik.
Die machen so Brandmeldeanlage, Heizlüfter.
Aber sie machen natürlich sehr viel mehr.
Also haben sich diversifiziert, Triebwerk und Bremsen für Flugzeuge, Radar- und Navigationssysteme.
Satellitenkomponenten, Sensoren, Messtechnik, Prozessleitsysteme, Gasbahngeräte oder Barcode-Scanner.
Klingt eigentlich super, auch wenn es ein bisschen unübersichtlich ist.
Wie sieht die Börse das eigentlich?
Naja, Konglomerate sind an der Börse nicht wohl gelitten.
Und die Aktie hat in den letzten fünf Jahren eben nur müde 5% plus gemacht, trotz dieser großartigen Innovationen, die du gerade alle aufgelistet hast.
Und nur mal zum Vergleich, selbst der gleichgewichtete S&P 500 hat in den letzten fünf Jahren 80 Prozent zugelegt.
Ist also wirklich ein Debakel gemessen daran, diese Wertentwicklung.
Und hat auch dazu geführt, dass im November 2024 der berühmt-berüchtigte Paul Singer, Elliott Investment Management, eingestiegen ist.
Ein aktivistischer Investor, der sofort lautstark eine Zerschlagung des Kurses.
Traditionskonzerns gefordert hat.
Und tatsächlich, Honeywell macht genau das.
Sie vollziehen eine Selbstfiletierung in drei Akten.
Ja, und diese Akte wollen wir mal durchgehen, weil ich finde es ja immer interessant, wenn da diese Traditionskonzerne dann doch wieder aufgespalten werden.
Ist ja immer so gerade in Mode, das zu tun.
Der erste Akt betrifft die Sparte Solstice und der hat schon stattgefunden.
Im Herbst wurde das Geschäft mit sogenannten spezialisierten Materialien und Werkstoffen als Solstice Advanced Materials über die Börse abgespalten.
Das machen ja ganz viele Unternehmen, das Muster kennen wir unter anderem von Siemens.
Dahinter verbergen sich umweltfreundliche Kühlmittel für Klimaanlagen und Autos und da haben die so ein quasi Monopol Spezialkunststoffe.
Für schusslichere Besten, typisch amerikanisch.
Oder Spezialfolien für Medikamentenverpackung.
So viel Raffinerie-Technologie.
Klingt in sich noch mal wie eine Aufspaltungsmöglichkeit.
Die Aufspaltung nach der Aufspaltung, auch das haben wir ja in anderen Beispielen schon gesehen.
Ja, und die Aktie läuft.
bislang sehr erfolgreich.
Spin-offs haben wir in den ersten Wochen ja bisweilen ein bisschen schwer.
Aber nach dem Tiefpunkt im November hat sich Solstice mehr als verdoppelt.
Und du hattest vor zwei Wochen einen schönen Satz von Björn Gülden gesagt, nämlich, dass wenn man nicht was mit KI oder mit Waffen zu tun hat, es an der Bause schwer wird.
Umgekehrt könnte man fast vermuten, dass auch Solstice mit den Advanced Materials was mit KI zu tun hat, denn es waren nicht die schusssicheren Westen, sondern tatsächlich, ja, Datacenter müssen eben gekühlt werden.
Und Sostes hat dafür...
spezielle nicht leitende Flüssigkeiten entwickelt, die sehr effiziente Kühlung ermöglichen, viel besser als Luft oder Wasser.
Dazu liefern sie eben auch umweltfreundliche, hocheffiziente Kältemittel, die den massiven Stromverbrauch dieser Kühlanlagen drastisch senken, damit natürlich auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten sehr relevant sind.
Passt also tatsächlich in die Zeit, auch wenn man es im ersten Moment gar nicht vermuten würde.
Aber entsprechend ist die Aktie des Unternehmens inzwischen auch recht ordentlich bewertet.
32 Mal Gewinn.
den man für dieses Jahr schätzt, muss man an der Börse dafür bezahlen.
Allerdings sollte man das auch schon einordnen, denn die Wall Street geht für die nächsten Jahre von 17% Gewinnwachstum pro Jahr im Durchschnitt aus, während der Umsatz nur um 4-5% per annum steigen soll.
Also vor allen Dingen bei den Kühlmitteln wird eine weitere Ausweitung der ohnehin recht attraktiven Markt Und wenn das passiert, dann kann die Aktie natürlich auch auf diesem Niveau noch weiter zulegen.
An der Börse geht es nicht zu, wie in der antiken Tragödie.
Deswegen kommt jetzt...
Schon der dritte Akt vor dem zweiten Akt.
Warum das so ist, werden Sie gleich verstehen.
Es geht auch nicht so zu, übrigens wie bei Tschechow, der immer sagte, wenn eine Pistole im ersten Akt an der Wand hängt, muss sie im letzten Akt abgefeuert werden, sozusagen.
Das ist Tschechows Pistole.
Nein, wir sind beim dritten Akt, aber es geht natürlich hier um Luftfahrt, Honeywell Aerospace.
Der ist terminiert.
Ende Juni soll die Luftfahrtsparte Honeywell Aerospace ebenfalls über die Börse abgespalten werden.
Das ist ein Koloss mit 18 Milliarden Umsatz, was ungefähr so dem halben Honeywell-Geschäft entspricht.
Die machen ja so 36, 37 Milliarden Dollar Umsatz.
Und das wäre aus dem Stand einer der weltgrößten reinen Luftfahrtszulieferer.
Und ja, spannend aus Bewertungssicht.
Honeywell insgesamt als Konglomerat wird momentan mit dem 22-fachen Gewinn bewertet.
Die Bewertung von GE Aerospace, also reinrassigem Luftfahrtzulieferer, ist momentan doppelt so hoch.
Nun wird man diesen Abstand wahrscheinlich nicht eins zu eins aufholen, aber...
des Potenziales beträchtlich, insbesondere weil Honeywell Aerospace sich als eigenständiges Unternehmen ja sicherlich viel effizienter weiterentwickeln und aufstellen könnte.
Und genau das zeigt ja auch keine...
Aktie besser als GE, also General Electric.
Die haben ja im April 2024 die Energiesparte abgespalten.
Medizintechnik war ja schon im Januar 2023 an die Börse gekommen.
Und seither hat die Aktie sich eben mehr als verdoppelt.
Auch die anderen Sparten von GE, dieser Industrie-Ikone, haben immens von der Aufspaltung profitiert.
GE-Vanova natürlich durch den Energie-Boom im Kontext von KI versiebenfacht.
Und GE Healthcare in einem schwierigen Markt immerhin plus 10 Prozent, während der US-Metec-ETF 5 Prozent verloren hat.
Also Christian, wir müssen irgendwann nochmal ein Konglomerate-Spezial machen, wo wir diese ganzen Aufspaltungen von GE...
und Siemens, aber auch anderen Konzernen, da würde ich gerne mal wirkliche Muster erkennen, wann das erfolgreich ist.
Also ein Muster ist immer klar, wenn das eine Bad Bank ist, also die man einfach loswerden möchte, wie Siemens damals die Handysparte, dann ist das nicht erfolgreich, wenn das aber einfach Spezialisierungsfälle sind, wo man einfach...
Also weißt du, ich würde sagen, wenn es eine Bad Bank ist, kann es sehr erfolgreich sein.
Siemens Energy war eigentlich eine Bad Bank.
Aber nicht die Handysparte.
Nein, nicht die Händespatte, aber die ist ja auch nicht an die Börse gekommen.
Siems Energy ist an die Börse gekommen, war eine Bad Bank, da war Dresser Rand drin, das hatte Joe Kaiser viel zu teuer damals gekauft.
Dann haben sie da...
die erneuerbaren Energien noch reingewurschtelt, die liefen dann hinterher auch nicht so.
Und jetzt ist es ein strahlendes Unternehmen.
Oder ein anderes Beispiel übrigens, wo es zumindest im wahrsten Sinne des Wortes erstmal eine Bad Bank war, ist die Hypo Vereinsbank, hat mal ihre Immobilienkredite ausgelagert.
Daraus wurde die Hypo Real Estate, die hat es zwischenzeitlich schon in den DAX geschafft.
War also eine strahlende Story.
Ein paar Jahre später wurde es dann wirklich eine Bad Bank.
Im Zuge der Finanzkrise musste sie...
Insofern, ich glaube, es wird schwierig, Muster zu erkennen, aber Konglomerate, die sich aufspalten, das ist etwas, was im Trend der Zeit liegt, weil Investoren momentan Fokus sehen wollen und nicht die ausgleichende Wirkung von Diversifikation.
Die wollen sie dann lieber selber im Portfolio vornehmen, als das einem Unternehmen zu überlassen.
Ausnahmen gibt es natürlich immer noch, unter anderem in...
Asien zum Beispiel, in Japan oder Südkorea.
Aber kommen wir jetzt noch mal zum zweiten Akt.
Quantinum, das ist natürlich ein Name, der mal großartig ist, passt wirklich in die Zeit.
Meistens machen wir uns über diese Kunstnamen ja lustig.
Aber was verbirgt sich hinter Quantinum, Christian?
Ja, es ist tatsächlich so ein vertikal integrierter Full-Stack-Anbieter für Quantentechnologie.
Also sowohl...
die physikalische Hardware-Ebene, als auch die komplette Software für Quantenkryptografie, dann so pharmazeutische Molekularsimulationen, maschinelles Lernen.
Also hört sich ganz gut an.
Die genauen technischen Definitionen im Emissionsprospekt habe ich versucht zu verstehen, ist mir aber nicht wirklich gelungen.
Dafür habe ich, glaube ich, in Physik oder welche Naturwissenschaft auch immer das ist, nicht ausreichend aufgepasst.
Was man natürlich schon auch ohne Physikkenntnisse nachprüfen kann, ist, dass es dort aussieht wie bei allen reinrassigen Quantencomputerfirmen kaum Umsätze.
Im Geschäftsjahr 2025 waren es gerade mal 31 Millionen Dollar, die Quantinuum an Erlösen generiert hat, wovon auch noch 60 Prozent auf ein staatliches japanisches Forschungsinstitut entfallen sind.
Und im ersten Quartal 2026 waren es dann putzige 5,2 Millionen Dollar zu zwei Dritteln mit der US-Regierung und einer nicht genannten anderen staatlichen Forschungseinrichtung.
Auftragseingang auch ganz lustig, das ist bei den meisten Unternehmen eine Rundungsdifferenz, 1,3 Millionen Dollar.
Und der Verlust lag derweil bei 136,6.
Millionen Dollar.
Wohlgemerkt im ersten Quartal.
Da würde ich mal sagen, kein Fall für die Mathematik, aber einer für die Fantasie, denn die Börse möchte natürlich solche Storys haben und deswegen lässt jetzt Honeywell den Hut rumgehen, möchte eincashen und eine Milliarde Dollar einsammeln und das bei einer Unternehmensbewertung von über 12 Milliarden Dollar.
Wie schaust du auf dieses Ding?
Naja, also das scheint ja nach Meldungen aus Bankenkreisen tatsächlich zu gelingen.
Ganz genau wissen wir es am Donnerstag dieser Woche.
Dann ist nämlich die Erstnotiz geplant.
Und wenn man so mal auf die letzten IPOs schaut, die ja teilweise auch schon zu abstrusen Bewertungen emittiert wurden, wer weiß, was der Hype noch für Blüten treibt.
Interessant übrigens gegenüber.
In der Finanzierungsrunde vom September, als unter anderem Nvidia, Amgen und JP Morgan eingestiegen sind, ist die Bewertung einfach mal wieder um rund ein Viertel gestiegen.
Und auch das US-Handelsministerium ist mit dabei.
Denn es gibt nicht nur über diesen viel diskutierten Chips Act eine Absichtserklärung über 100 Millionen Dollar Fördergelder, sondern auch die Möglichkeit, dass die US-Regierung Aktien von Quantino mit 15 bis 20 Prozent Abschlag auf den Marktpreis erwerben kann.
Und zwar, die bleiben dann selbst, wenn man irgendwann die Förderung zurückzahlen muss, im Besitz des Staates.
Also wieder so ein Tech-Kreislauf-Netzwerk-Deal ganz fest drinnen.
Aber es ist auf jeden Fall ein Höchst...
genialer Deal aus Sicht von Honeywell.
Genau, weil sie nutzen jetzt einfach das Momentum an der Börse, über das, was wir gesprochen haben.
Sie sammeln jetzt für ihr Venture einfach das Geld anderer Leute ein.
Und gleichzeitig behalten sie natürlich durch Aktien mit Mehrfachstimmrechten weiterhin knapp 50% der Stimmanteile halten sie.
Also sie können weiterhin die entscheidenden Weichenstellungen vornehmen.
Und diese knapp 50% sind wichtig.
Denn wenn es weniger ist, dann muss Honeywell Quantinum nicht mehr voll konsolidieren.
Und dann können Sie das Ad-Equity bilanzieren.
Also alles richtig gemacht, oder?
Wenn es aufgeht.
Ja, und wenn das dann Ad-Equity bilanziert wird, sorgt das für einen netten Aufwertungsgewinn.
Ja, aber naja, ist halt wieder mal so ein Fall, wo neue Aktionäre Geld bereitstellen, aber nichts zu sagen haben.
Den Fall werden wir ja nächste Woche noch mal in ganz anderer Dimension haben bei SpaceX.
Und Altaktionäre können weiterhin durchregieren.
Aber das ist ja nun auch kein US-Phänomen.
Wir kennen das ja auch aus Deutschland.
Und wir haben ja hier diese AG und Co.
KGAA-Börsengänge gehabt.
Und wir finden ja hierzulande auch eine Blaupause für den Fall, dass sich das Geschäft vielleicht...
Längerfristig gut entwickelt, aber diese Bewertungsluft einfach mal entweicht.
Kann ja sein.
Und mich erinnert das so ein bisschen an die Deutsche Telekom.
Die brachte nämlich ja im Jahr 2000 im Zuge dieser Internet-Euphorie ihre Tochter Tee Online an die Börse.
Die Älteren unter uns werden sich noch an diesen Werbe-Avatar erinnern.
Der blonde Robert Tee Online mit der magentafarbenen Krawatte zog den Leuten damals das Geld.
aus der Tasche für 27 Euro je T-Online-Aktie.
Und im Oktober 2004, nachdem der ganze Hype geendet war, gab es dann eine Übernahmeofferte zu 8 Euro und hat die Telekom den ganzen Klump wieder zurückgenommen, hat aber dazwischen eben je Aktie 19 Euro verdient beziehungsweise sich den Ausbau von anderen Leuten finanzieren lassen.
Tja, vielleicht läuft es hier auch so.
Quantencomputer-Aktien sind ja weit unter dem Hype vom vergangenen Herbst, aber gerade läuft jetzt so die nächste Welle.
Also Firmen wie Rieti, IonQ, D-Wave, Quantencomputing im letzten Monat zwischen 30 und 60 Prozent im Plus.
Wer diese Aktien mag und da mitspielen will, kann sich natürlich Quantinium abschauen.
Aber was ist dein Fazit jetzt insgesamt, Christian, zu Honeywell?
Das Unternehmen macht in meinen Augen sehr vieles richtig.
Das ist Management, so richtig aus dem Playbook des Financial Engineering und der Selbstfiletierung.
Joe Kaeser.
Früher Siemens-Vorstand sollte es eine Freude daran haben, weil Honeywell es wirklich voll durchziehen kann.
Anders als Käser bei Siemens, der ja dann immer noch diese Restanteile wie bei Siemens Healthineers behalten musste im Konzern.
Ja, Bewertung von Honeywell ist aufgrund des Umbaus eben wenig transparent.
Da muss man sehr viel mit Überleitung und Proforma arbeiten.
Aber es bestehen natürlich schon valide Chancen, dass diese Einzelteile tatsächlich tatsächlich nachhaltig mehr wert sind als das Konglomerat.
Und dass die Spekulation von Elliott, die ja die Honeywell-Aktie insgesamt gekauft haben, dass die aufgeht.
Nur wer die Aktie heute kauft, der hat halt dann bald zwei Aktien im Depot, eben wenn die Abspaltung von Aerospace kommt.
Das Quantino-Projekt, wie gesagt, ist kein Spin-off, sondern da lässt man wirklich den Hut rumgehen.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
An der Börse zählt nicht nur die richtige Entscheidung, sondern auch, wie sie umgesetzt wird.
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Mehr auf Tradegate.direct Und zum Schluss haben wir noch eine Meldung, in der wirklich alles drin ist.
China, Demografie, TikTok, Sexualität und natürlich eine Aktie eines britischen Konsumgüterherstellers.
Also wirklich so ein Lehrstück an Globalisierung, Regulierung und Megatrend.
Und zwar, die FT hat berichtet, dass der Absatz von Durex-Kondomen in China stark eingebrochen ist, nachdem die Regierung eine langjährige Steuerbefreiung abgeschafft hat und die Werbung für Verhütungsmittel im Rahmen ihrer Bemühungen zur Steigerung der Geburtenrate deutlich eingeschränkt hat.
Also Durex-Kondome gehen zurück und Durex ist die führende Kondommarke in China und sie gehört dem im FTSE 100 notierten Konsumgüterkonzern Racket.
Und ja, die haben einen Umsatzrückgang schätzungsweise, also wird geschätzt von der Investmentbank Jefferies von 5 Prozent.
Klingt nicht dramatisch, aber ist natürlich schon viel weniger als im Vorjahr.
Da sind nämlich die Verkäufe noch um 30 Prozent gewachsen.
Und Jefferies sagt jetzt, das liegt an diesen Werbevorschriften.
Und das hat mich dazu geführt, dass Duyin, das ist Chinas dominierende Social-Commerce-Plattform und ein Schwesterunternehmen von TikTok unter diesem Dach von ByteDance kennt man, diesen großen Tech-Player, die haben Livestream-Marketing für Kondome untersagt.
Und deswegen sehen weniger Chinesen diese Werbung und dann geht der Absatz zurück.
Und der Hintergrund, Christian, ist natürlich eine demografische, nämlich die Geburtenrate in China.
Ja, nur noch 7,92 Millionen Geburten wurden registriert im Jahr 2025.
Das ist weniger als die Hälfte der Zahl von 2015.
Die Ein-Kind-Politik wurde ja inzwischen abgeschafft.
Seit 2021 dürfen Paare bis zu drei Kinder bekommen.
Es gibt staatliche Zuschüsse für Familien.
Und tatsächlich, die seit 1993 geltende Mehrwertsteuerbefragung für Kondome wurde zu Beginn dieses Jahres auch aufgehoben.
Verhütungsmittel unterliegen nun dem regulären Mehrwertsteuersatz von 13 Prozent.
Übrigens schön, dass die Chinesen auch solche Regeln haben.
Man denkt also, das ganze Thema...
mit Tierfutter und Cappuccino in und außer Haus.
Das können nur die Deutschen, offenbar können es die Chinesen auch.
Aber das hat natürlich einen ernsten Hintergrund.
Also die wollen die Geburten hochkriegen.
Und es ist ja jetzt irgendwie klar, wenn sie Kondome teurer machen, wird mehr, also so das Kalkül vielleicht der Partei, wird mehr wieder unverhütet ins Bett gegangen oder der Akt vollzogen.
Das Interessante ist ja, dass Wreck-It, und das war mir auch gar nicht bekannt, 30 Prozent, also ein knappes Drittel des chinesischen Kondommarktes beherrscht mit Durex.
Und Durex soll allein 2025 für rund ein Drittel des Wachstums des Konzerns in den Schwellenländern verantwortlich sein.
Also auch hier diese klassische China-Abhängigkeit, die wir ja sonst nur zum Beispiel bei Konsumgüterherstellern oder Autoherstellern diskutieren.
Ja, aber das ist halt auch jetzt hier ein Konsumgüterhersteller, nur halt einer von der defensiven Sorte.
Und Racket insgesamt halt auch mit dem typischen Kursverlauf dieser Branche.
Bis 2017 ging das wie an der Schnur gezogen aufwärts.
In der Spitze wurde die Aktie mit mehr als dem 25-fachen Gewinn bewertet, trotz nur marginalem Wachstum schon vor Corona.
Und nach der Pandemie dann die ganze Leier, die wir hier schon oft genug durchdekliniert haben.
Steigende Rohstoffkosten, der übliche Konflikt zwischen Menge und Preis.
Dazu dann Rechtsfälle bei Babynahrung und im Kontext der...
Opioid-Krise.
Also sukzessive schlechtere Nachrichten, die dann dazu geführt haben, dass die Aktie nun 45 Prozent unterm Hoch notiert.
Von wegen defensiv.
Es wurde einfach das Multiple entsprechend runtergenommen, nur noch bewertet mit dem 14-fachen Gewinn.
Das sieht natürlich im ersten Moment dann nach einem Schnäppchen aus.
Aber in den Zahlen ist irgendwie nicht so wirklich eine Trendwende zu sehen.
Und wo soll denn dann der Katalysator für eine Trendwende an der Börse sein?
Ich sehe den noch nicht.
Aber immerhin, für alle, die einfach mal geduldig warten wollen, Racket zahlt eine Dividendenrendite von aktuell 4,7 Prozent.
Und zum Schluss vielleicht noch ein schönes Zitat aus der FT, die eine mit den Vorgängen vertraute Person zitieren zu diesen neuen Marketingvorschriften.
Algorithmen stufen Inhalte mit sexuellen.
Bezug inzwischen zunehmend zurück.
Soweit die Meldungen aus China für diese Woche.
Liebe Hörer und liebe Hörer, das war's.
Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Treue.
Ja, ich bleibe noch hier ein bisschen auf der Tech in Hannelbronn.
Und Christian, wir sehen uns kommende Woche wieder und wir hören uns hoffentlich kommende Woche wieder.
Machen Sie es gut.
Mit Aktien.
Ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
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