# Berkshire's AI Pivot, Honeywell Spin-Off, and AutoZone Turnarounds

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-03

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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der dritte, sechste.
Mein Name ist Timon Wunderlich und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker mit einem der besten YouTube-Accounts in Deutschland.
Neben Interviews mit Top-CEOs gibt es dort auch ein neues Format jeden Donnerstag, wo einmal die wichtigsten Events der Woche eingeordnet werden.
Link dazu ist in der Beschreibung.
Und bei uns gibt es heute die historische Aufspaltung von einem 150-Milliarden-Dollar-Konzern, der was mit Rüstung, Robotern und Quantencomputern macht.
Außerdem schauen wir auf eine Kfz-Werkstatt, die für Milliarden eigene Aktien kauft und davor erstmal die aktuellen News.
Nachdem ich gestern schon erzählt habe, dass der neue Berkshire-CEO Greg Abel sein erstes großes Investment in den Hausbauer Taylor Morrison gemacht hat, gab es in der Nacht dann noch eine Kaufmeldung von Berkshire.
Alphabet hat nämlich angekündigt, dass sie neue Aktien rausgeben, um insgesamt 80 Milliarden Dollar für den Ausbau von Rechenzentren für KI einzusammeln.
Und 10 Milliarden Dollar sollen davon von Berkshire kommen.
Dass ausgerechnet Berkshire Hathaway jetzt noch als Investor einsteigt, ist eher ungewöhnlich.
Vor allem jetzt, wo hohe Investitionen anstehen.
Und dass KGV bei fast 30 liegt.
Zwar hat Berkshire ja auch im letzten Quartal über 10 Milliarden Dollar in Alphabet gepumpt und hat auch schon davor Aktien gehalten.
Da war die Bewertung aber noch tiefer.
Unter Abel kauft Berkshire also scheinbar auch ein bisschen teurere Tech-Aktien, als Buffett es vielleicht gemacht hätte.
Nicht so überraschend ist, dass Alphabet generell so eine große Kapitalerhöhung finanziert.
Joe Weisenthal vom Odd Lots Podcast hat zum Beispiel MyChatGPT gefragt, wann eine börsennotierte Firma das letzte Mal so eine riesen Kapitalerhöhung gemacht hat.
Und bei den ersten vier Beispielen von JetGPT war bei allen Berkshire Hathaway dabei.
Allerdings sind drei davon während der Finanzkrise passiert, wo Berkshire bei den Kapitalerhöhungen nochmal extra gute Konditionen gekriegt hat.
Genau das könnte auch dieses Mal der Auslöser gewesen sein.
Berkshire kauft die Aktien nämlich für 350 Dollar das Stück.
Aktuell ist der Kurs ca.
5% höher.
Und noch ein Investor hat gekauft.
Der aktivistische Investor Elliott Management hat eine Beteiligung von mehr als 700 Millionen Dollar am größten australischen Goldproduzenten.
Northern Star Resources aufgebaut und macht dort sofort Druck.
Die Firma soll prüfen, ob es Sinn macht, das ganze Unternehmen zu verkaufen und der Aufsichtsrat soll neu besetzt werden.
Gestern ging es über 10% nach oben auf 30 Milliarden Dollar Börsenwert.
Das war der größte Tagesanstieg seit mehr als sechs Jahren.
Passend dazu hat die EZB übrigens einen Bericht veröffentlicht.
dass Gold US-Staatsanleihen als Top-Reserve Vermögenswert von Zentralbanken abgelöst hat.
Aber was rede ich lange über 10% Rendite oder Gold?
Man konnte gestern auch um die 50% Rendite in ein paar Minuten machen, nämlich mit der Aktie von Victoria's Secret.
Dass der Turnaround unter der CEO Hillary Super gut funktioniert, haben wir ja schon besprochen.
Deshalb hat die Aktie in den letzten 12 Monaten schon 160% zugelegt.
Gestern gab es dann wieder Zahlen, die viel besser waren als erwartet.
In bestehenden Läden, also ohne Neueröffnung, ist der Umsatz 13% gestiegen.
Außerdem kam viel Wachstum aus dem Kernbereich der BHs.
Dass die Aktie danach so extrem durch die Decke ist, liegt aber auch daran, dass viele Short-Seller gegen die Aktie gewettet haben.
Knapp 20% der Aktien haben Short-Sellern gehört.
Und damit die Verluste von Short-Sellern nicht aus dem Ruder laufen, wenn die Aktie steigt, müssen sie selbst die Aktien kaufen.
Dadurch steigt die Aktie noch mehr, dann müssen noch mehr Short-Seller kaufen.
Und so weiter.
Sowas nennt man einen Short Squeeze.
Keine Short Squeeze, aber auch wieder viel Rendite gab es im Chip-Bereich.
Einmal meinte der Nvidia-CEO Jensen Huang, dass Marvell die nächste Firma mit 1000 Milliarden Dollar Bewertung werden könnte.
Danach ist der Börsenwert um die 20% auf fast 250 Milliarden Dollar gestiegen.
Zur Aussage von Huang sollte man aber wissen, dass Nvidia selbst vor drei Monaten 2 Milliarden Dollar in Marvell investiert hat.
Neben Marvell ist gestern die Aktie von ST Micro Electronics um die 15% gestiegen, weil die dieses Jahr mit 1 Milliarde Dollar Umsatz im Rechenzentrumsbereich rechnen.
Bisherige Prognose war nur die Hälfte.
Übrigens haben gestern nach der Meldung auch deutsche Chip-Aktien wie Infineon stark zugelegt und auch die Aktie von Hewlett Packard Enterprises ist wegen starker KI-Nachfrage über 20% gestiegen.
Im Gesamtjahr soll der Umsatz bei fast 50 Milliarden Dollar liegen, damit ist man der Prognose zwei Jahre voraus und auch die restlichen 2028er-Ziele sollen schon dieses Jahr erreicht werden.
Grund ist die massive Server- und IT-Nachfrage, die auch Dell und Lenovo in den letzten Tagen gezeigt haben.
Ein Unternehmen, das sich auch auf KI umstellt, ist Tencent.
Die wollen nämlich noch diesen Monat den Zulassungsprozess für ihren eigenen KI-Agenten in ihrer Super-App WeChat starten.
Die Aktie ist nach der Meldung um die 10% nach oben.
Das ist der stärkste Tagesanstieg seit 2022.
Grund ist, dass Tencent in China bisher als KI-Nachzügler hinter ByteDance und Alibaba gilt.
Über WeChat hätte der Agent aber direkt eine riesige Plattform mit fast anderthalb Milliarden Nutzern.
Und wenn wir schon bei großen Zahlen sind, gab es zwei Banking-News rund um den IPO von SpaceX.
Die Kollegen dort scheinen nämlich in allen Bereichen sehr hart mit Banken zu verhandeln.
Einmal will SpaceX laut Bloomberg eine Gebühr von weniger als 0,75% vom IPO-Volumen an die Investmentbanken zahlen.
Bei kleinen IPOs sind eher 7% normal.
Selbst bei großen IPOs ist es aber eigentlich immer mehr als 1%.
Und noch spannender fand ich, dass sich wohl über 1000 aktuelle und ehemalige SpaceX-Mitarbeiter zusammengeschlossen haben, die bei dem IPO alle massiv Geld verdienen werden.
Und sie haben sich zusammengeschlossen, um die Gebühren bei Vermögensverwaltern zu drücken, wo sie das Geld dann anlegen.
Konkret wollen sie auf ihr Vermögen nicht mehr als ein halbes Prozent zahlen, aber trotzdem Zugang zu komplexen Steuer- und Finanzprodukten kriegen.
Bei all den positiven News war gestern kein guter Tag für Biotech.
Die französische Biotech-Aktie ABVax ist einfach mal fast 50 Prozent abgeschmiert und hat 5 Milliarden Dollar Börsenwert verloren, weil ihr wichtigstes Medikament zwar die Ziele in einer Studie erreicht hat, aber es gibt auch Signale, dass es krebserregend ist.
Außerdem hat in den USA die Biotech-Aktie Fulcrum Therapeutics 50 Prozent verloren.
Sie hat auch wegen schwacher Daten ein Forschungsprojekt eingestellt.
Die Quantencomputerfirma Quantinuum hat am Montag nochmal die Preisspanne für den anstehenden Börsengang angehoben und könnte jetzt bis zu 14 Milliarden Dollar wert sein.
Übrigens macht die Firma nur 30 Millionen Dollar Umsatz.
Vielleicht noch spannender ist aber, was gerade beim größten Aktionär vom Quantinuum abgeht.
Und das hat sich Noah angeschaut.
Der größte Aktionär mit ca.
50% Anteil an Quantinuum ist nämlich die amerikanische Industrieligende Honeywell.
Und die haben da so eine hohe Beteiligung, weil Quantinium ursprünglich mal aus einer Tochterfirma von Honeywell entstanden ist.
Und entsprechend werden die auch mit dem IPO einiges an Geld verdienen.
Erstens sind dieser 50% Anteil direkt mal 7 Milliarden wert.
Und dazu gibt es noch eine komplexe steuerliche Struktur bei dem IPO, durch die Honeywell nochmal fast 3 Milliarden über die nächsten 25 Jahre kriegen könnte.
Aber wichtig sind erstmal die 7 Milliarden.
Fairerweise sind das jetzt bei 150 Milliarden Dollar Börsenwert, die Honeywell eben insgesamt wert ist, immer noch nur 5 Prozent.
Und deshalb ist eben spannender, was gerade mit den restlichen 95 Prozent passiert.
Genau wie Siemens und General Electric ist Honeywell nämlich ein Industriekonglomerat mit hunderten verschiedenen Sparten, die nicht so wirklich was miteinander zu tun haben.
Und genau wie Siemens und GE will Honeywell sich deshalb aufspalten und das wird in den nächsten Monaten passieren.
beziehungsweise ist der erste Spin-Off schon letzten Oktober passiert, da ist die Chemiesparte Solstice Advanced Materials für um die 8 Milliarden Dollar an die Börse.
Das ist aber nix gegen den zweiten und letzten Teil der Umstrukturierung und zwar wird am 29.
Juni, also in ein paar Tagen, Honeywell Aerospace als eigene Firma an die Börse gehen.
Honeywell ist in dem Bereich eher für Cockpit-Systeme bekannt und ist zum Beispiel einer der Weltmarktführer für die Blackboxen in Flugzeugen.
Sie haben aber auch viele Kunden im Rüstungsbereich, zum Beispiel stecken die Navigationssysteme in vielen Raketen der US-Armee und genauso ist Honeywell einer der Weltmarktführer für Triebwerke von Private Jets.
Alleine dieser Aerospace-Bereich ist also schon super komplex und breit und das sieht man auch relativ gut, wieso so ein Spin-Off Sinn machen kann.
Von der Bewertung her könnte alleine das Business um die 100 Milliarden Dollar wert sein.
Und dann bleibt noch der Kern über, das restliche Geschäft.
Und das ist eine Firma mit ca.
20 Milliarden Dollar Umsatz, die ganz grob gesagt Automatisierung macht.
Der Umsatz kommt da ca.
zu einem Drittel aus Asien, aus Amerika und aus Europa.
Und er kommt jeweils zu ca.
einem Drittel aus drei Bereichen.
Erstens ist das Gebäudeautomatisierung.
Dazu gehören Überwachungskameras, Rauchmelder, Sensoren, Thermostate und, und, und.
Fast noch spannender ist Prozessautomatisierung.
Da machen sie was ähnliches wie mit den Gebäuden, nur vor allem für die Energieindustrie.
Zum Beispiel steckt also in Raffinerien oft Technik von Honeywell, damit da alles sauber läuft.
Und da gibt es neben Sensoren und Software zum Beispiel auch Katalysatoren, also chemische Produkte.
Und dann als letztes Thema automatisiert Honeywell noch Industriebetriebe.
Da geht es auch wieder vor allem um Sensoren, die in den Maschinen stecken, was in Zeiten von Robotik spannend werden kann.
Fairerweise baut Honeywell da aber auch ganz einfache Produkte, zum Beispiel große Notfallknöpfe, mit denen man Maschinen stoppen kann.
Der Honeywell-CEO glaubt, dass auch diese Firma mit der Automatisierung um die 100 Milliarden Dollar wert sein kann.
Er meinte aber auch, dass es am Ende von der Börsenstimmung abhängt, ob das in den nächsten drei, fünf oder sieben Jahren passiert.
Kurz gesagt, das ist jetzt keine krasse Wachstumsaktie und wahrscheinlich auch keine, die komplett durch die Decke geht.
Außer es kommt bei irgendeinem Produkt wie bei GE Vanova und Siemens Energy zu einem Engpass, zum Beispiel durch hohe KI-Nachfrage.
Aber es ist eine Firma, die sehr breit diversifiziert ist und tendenziell in Branchen mit langfristigem Rückenwind.
Und wie sieht es aus mit Honig?
Sie sind ja selber Imker.
Wie viel Honig verzehren Sie selbst?
Ich fange klein auf.
Und deswegen bin ich mit Honig groß, quasi in der Muttermilch.
Ich esse in der Woche ein Glas Honig.
Nur zum Frühstück.
Im Ohne-Aktien-Wird-Schwerbuch haben Noah und Flo AutoZone als Großmeister der Kapitalallokation bezeichnet.
Wieso das so ist und wie es gerade bei ihnen läuft, hat sich Christoph angeschaut.
AutoZone ist der größte Händler für Kfz-Ersatzteile in den USA.
Das Unternehmen hat fast 8000 Filialen in den USA, Mexiko und Brasilien und macht rund 18 Milliarden Dollar Umsatz.
Das Geld machen sie mit zwei Kundengruppen.
Erstens die DIY-Kunden, das sind Leute, die ihr Auto selbst reparieren.
Die machen rund 70 Prozent vom Umsatz aus.
Zweitens Werkstätten und Mechaniker, die Teile bestellen und liefern lassen.
Der Bereich wächst gerade stark, weil moderne Autos so komplex sind, dass immer weniger selbst repariert werden kann.
Mittlerweile liefert fast jede Filiale auch an externe Werkstätten.
Der entscheidende Treiber ist das Alter der Autos auf den US-Straßen.
Das Durchschnittsalter liegt auf einem Rekordwert bei über zwölf Jahren, spielt AutoZone in die Karten, weil ältere Autos mehr Ersatzteile, mehr Reparaturen und mehr Wartung brauchen.
Weil Neuwagen teuer sind und Kredite noch teurer als vor ein paar Jahren, könnte dieser Trend anhalten.
Insgesamt ist das Geschäftsmodell auch robust.
Das Unternehmen sagt selbst, die Nachfrage bricht auch in schlechten Zeiten kaum ein, weil viele Leute einfach aufs Auto angewiesen sind.
Dazu ist die Größe ein Burggraben, denn wegen der vielen Läden erreicht fast jeder Amerikaner innerhalb weniger Minuten eine Filiale.
Wettbewerber kommen da kaum rein.
Apropos Filialen.
Gerade baut AutoZone ein Netz sogenannter Mega-Hubs auf, also sehr große Filialen, die über 100.000 verschiedene Teile auf Lager haben sollen.
Diese Mega-Hubs beliefern dann auch die umliegenden kleineren Filialen und sie funktionieren auch als lokale Lager.
Aktuell gibt es davon 156 Stück, das Ziel sind 300.
Jetzt zu den Zahlen.
Im letzten Quartal ist der Umsatz zwar um 8% gewachsen, hat aber die Erwartung nicht erreicht.
AutoZone sagt, kühles Wetter gegen Ende des Quartals hat die Nachfrage nach Sommerprodukten gedämpft.
Dazu ist im DIY-Geschäft die Kundenzahl um fast 5% gesunken.
Außerdem ist der Umsatz fast komplett wegen höherer Preisen gestiegen.
Zwar wächst das Werkstattgeschäft stark, aber Werkstätten kaufen mit Rabatten, was eine schlechtere Marge bringt.
Langfristig könnten übrigens die E-Autos zum Problem für Autosan werden.
Die haben deutlich weniger Verschleißteile.
Wichtig zu wissen ist bei AutoZone noch, dass sie zwar keine Dividenden ausschütten, sie haben aber seit 1998 insgesamt um die 40 Milliarden Dollar in Aktienrückkäufe gepumpt.
Das ist neben dem solide wachsenden Kerngeschäft auch ein Grund für die extrem starke Aktienperformance in den letzten 20 Jahren.
Da ging es nämlich 3300 Prozent hoch.
Das sind knapp 20 Prozent pro Jahr.
In den letzten Monaten ist der Kurs aber ein bisschen gesunken, auch wegen der angespannten Wirtschaftslage und auch, weil die Bewertung ziemlich heiß gelaufen ist.
Mittlerweile kommt AutoZo mit 50 Milliarden Dollar Börsenwert aber wieder auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 18.
Das ist auch ziemlich genau der Schnitt der letzten zehn Jahre.
Was?
Das Auto ist schon kaputt.
Kaputt ist Auto, es muss weg.
Auto!
Ja, Unfall.
Okay, super, weiter machen wir.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
