# AI Hardware Shifts, Geopolitical Volatility, and Strategic M&A

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-06-02

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 2.6.
Mein Name ist Timon Wunderlich und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, dem Broker mit eigenem KI-Chatbot.
die euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Noah beantwortet euch gleich alle Fragen zu den PC-Ambitionen von Nvidia.
Außerdem gibt es eine Weltraumaktie, die noch relativ unter dem Radar fliegt.
Und natürlich die aktuellen News.
Wenn ihr euch die Tech- und Softwareaktien in eurem Depot anschaut, könnte man das Gefühl kriegen, dass gestern richtig gute Stimmung in der Börsenwelt war.
Und im Tech-Bereich war die Stimmung auch gut, wie Noah gleich noch erzählen wird.
Insgesamt hat der DAX aber trotzdem leicht verloren.
Es gab nämlich gestern wieder eine Eskalation im Iran-Krieg.
Nach weiteren Angriffen von Israel im Libanon haben iranische Medien berichtet, dass Teheran die Kommunikation mit den USA komplett abbrechen wird.
Der Ölpreis ist danach über 5% gestiegen.
Aber die gute Nachricht ist, wie gesagt, dass abseits davon die Rallye an den Tech-Börsen weitergelaufen ist.
In Asien ist zum Beispiel die Aktie von Softbank um die 15% gestiegen und damit ist die Firma jetzt Japans wertvollstes Unternehmen mit über 300 Milliarden Dollar Börsenwert.
Noch vor Toyota.
Über die letzten zwölf Monate hat sich die Aktie mehr als vervierfacht.
Toyota auf der anderen Seite leidet unter dem Irankrieg.
Höhere Ölpreise, schwächere Nachfrage, teurer Umbau Richtung E-Autos.
Die Aktie war auch gestern 4% im Minus.
Und die KI-Euphorie hat auch in Südkorea zugeschlagen.
Samsung und LG sind um die 10% gestiegen, weil Nvidia-Chef Jensen Wang dort diese Woche zu Besuch ist.
Zum KI-Thema passt auch, dass Entropic gestern Dokumente für den eigenen Börsengang eingereicht hat.
Die sind zwar erstmal nicht öffentlich, aber es bedeutet, dass der IPO sehr sicher kommen wird und sie haben damit in der IPO-Zeitleiste auch erstmals OpenAI überholt.
Übrigens gab es da noch eine gute Nachricht für Europa.
Entropic will der EU Zugang zu ihrem stärksten KI-Modell Mythos geben.
Mythos ist darauf spezialisiert, Sicherheitslücken in Software zu finden.
Die EU musste für den Deal monatelang mit Entropic und der US-Regierung verhandeln, weil die USA die Führung beim Thema KI behalten wollte.
Abseits von KI gab es mal wieder einen klassischen Merger Monday, also viele Deals.
Der neue Berkshire Hathaway CEO Greg Abel hat sein erstes großes Investment gemacht, seitdem er Anfang des Jahres die Führung bei Berkshire übernommen hat.
Für 8,5 Milliarden Dollar inklusive Schulden hat Greg den Hausbauer Taylor Morrison gekauft.
Das entspricht einem 24% Aufschlag auf den Aktienkurs vom Freitag.
Berkshire ist schon länger im Immobilienbereich aktiv.
Konkret gehört ihnen zu 100% einer der Marktführer bei den Hausbauern, Clayton Holmes.
Mit dem Kauf setzt Berkshire wohl auf eine Erholung des Häusermarkts.
Die Hypothekenzinsen sind hoch und der Bereich ist insgesamt unter Druck.
Deshalb war Taylor Morrison vor der Übernahmemeldung auch um die 5 Milliarden Dollar wert.
Zur Spitze Ende 2024 waren es fast 8 Milliarden Dollar.
Spannend ist auch, dass Abel gesagt hat, dass er die Hausbaufirmen in Berkshires Portfolio langfristig zusammenlegen will.
Das wäre eigentlich untypisch für Berkshire, die ja ihre Töchter normalerweise eigenständig lässt.
Abgesehen von Berkshire hat die US-Investmentfirma Castle Lake am Freitag bekannt gegeben, dass sie über eine Übernahme von der Billigfluggesellschaft EasyJet nachdenken.
Gestern haben sie dann gesagt, dass ein Angebot mindestens bei über 4 Milliarden Dollar liegen würde, also knapp über dem Schlusskurs vom Freitag.
Wegen Unsicherheit unter Reisenden und wegen den hohen Spritpreisen durch den Iran-Krieg war die Aktie dieses Jahr schon über 20% gefallen.
Castle Lake Ist übrigens kein unbekannter Name in der Luftfahrt.
Die Firma verleiht Flugzeuge, vergibt Kredite an Airlines und ist 2023 bei der insolventen Skandinavien-Airline SAS eingestiegen.
Die EasyJet-Aktie war gestern über 10% im Plus.
Und dann hat noch Milliardär Barry Diller gesagt, dass er mit seiner Firma IAC die restlichen 74% von MGM Resorts übernehmen will, die ihm noch nicht gehören.
Der Deal würde das Casino-Geschäft mit knapp 18 Milliarden Dollar bewerten.
Die Aktie war gestern um die 15 Prozent im Plus.
Aber es gab zum Abschluss auch eine schlechte Nachricht.
Wir haben in der letzten Samstagsfolge mit Jannik Jökel vom Alphastar Europa-Fonds über das britische Fintech Wise gesprochen.
Die bieten für ihre fast 20 Millionen Kunden günstige Überweisungen ins Ausland an und für die Aktie ging es gestern über 5 Prozent nach unten.
Es ist nämlich rausgekommen, dass die belgische Staatsanwaltschaft eine Klage gegen Wise vorbereitet, weil Konten wohl für Geldwäsche genutzt wurden.
Ich habe dazu nochmal mit Yannick gesprochen und das war seine Einschätzung.
Bei jedem Investment Case gibt es Risiken, genauso auch bei Wise.
Bei Wise war es von vornherein schon so, dass das größte Risiko in der Execution liegt und hier ganz konkret in der Einhaltung der Gesetzmäßigkeiten, die ja global überall anders sind, ganz konkret beim Punkt Geldwäsche.
Hier geht es jetzt gar nicht so sehr um dieses...
konkret belgische, unterfangen, sondern viel, viel mehr darum, dass Belgien deshalb überhaupt zuständig ist, weil Belgien nämlich die Lizenz für den ganzen europäischen Raum darstellt.
Das heißt also, das gesamte Handeln in ganz Europa wird über Belgien reguliert.
Und das ist deshalb wichtig, weil über 30 Länder sich beschwert haben oder weitere Hinweise gegeben haben an die belgische Aufsichtsbehörde, dass unter Umständen...
kriminelle Machenschaften über das Netzwerk von Wise gelaufen sind.
Und das verschärft natürlich das Risikoprofil dieses Investment Cases massiv.
Das könnte beispielsweise zu Wachstumsverlangsamungen führen, beispielsweise in Form von strengeren Auflagen, was Neukundengewinnung angeht, die man dann stärker durchleuchten muss oder auch die Bestandskunden stärker durchleuchten muss.
Das kann extreme Kosten mit sich führen.
Kann aber auch, wenn es ganz schlecht läuft, dazu führen, dass unter Umständen sogar Lizenzen überdacht werden.
Und wenn man das alles mal zusammennimmt, ist das ein Punkt in der Unsicherheit, also was, was man schon fast kaum abwägen oder abschätzen kann, der sich hier jetzt anbahnt.
Das ist ja noch nichts entschieden.
der so stark wiegt, dass wir gesagt haben, wir haben die Position für uns glattgestellt, weil wir einfach diese Art von Risiko oder Unsicherheit nicht bei uns im Portfolio haben wollen.
Das wollten wir einfach nochmal als kleine Addition zu unserem Podcast, der am Wochenende rausgekommen war, euch mitteilen, einfach um da komplett transparent und offen zu sein.
Solche Dinge sind natürlich nicht perfekt, aber sie gehören eben auch zum Investieren dazu.
Die Welt da draußen verändert sich eben.
Eine Sache habe ich jetzt noch gar nicht erzählt und zwar hat Nvidia gestern die Börsen bewegt und wie hat sich Noah angeschaut.
Es ist ja erst Dienstag und wir haben trotzdem schon eine Revolution des PC-Marktes gesehen, die so groß ist wie die Revolution im Handymarkt durch das iPhone.
Das sage nicht ich, das hat Jensen Wang gestern bei seiner Keynote auf der Computex-Messe in Taiwan gesagt.
Nvidia hat nämlich RTX Spark vorgestellt, den effizientesten PC-Chip, der jemals gebaut wurde, wie sie selbst sagen.
PCs bauen wird Nvidia damit nicht direkt, aber dafür andere Firmen.
Zum Start sind das Dell, HP, Asus, MSI, Lenovo und Microsoft.
Und die große PC-Revolution, von der Jensen One gesprochen hat, ist eben, dass der PC sehr effizient KI-Agenten laufen lassen kann und sich dadurch die Art und Weise ändert, wie wir PCs nutzen.
Es sind keine Geräte mehr, mit denen man selbst irgendwas macht.
Es werden vor allem die Geräte, auf denen man in Zukunft massenhaft KI-Agenten laufen lässt, die dann alles Mögliche für einen machen.
Ich bin ehrlicherweise ziemlich skeptisch, ob das so passieren wird.
Wenn man sich mal die Entwicklung der Technologiewelt anschaut, geht eigentlich alles in den letzten Jahren dahin, dass die Geräte kleiner werden und die Nutzer sich um immer weniger kümmern müssen.
Ich habe zwar selbst einen Mac Mini für Cloud und andere KI-Agenten, aber massentauglich ist das in der Form ehrlicherweise nicht so richtig und es wirkt für mich deutlich realistischer, dass ich die KI-Agenten in ein paar Jahren von meinem Handy aussteuern kann und die dann wieder in der Cloud laufen lasse, statt dass jeder Konsument einen PC bei sich stehen hat, der das macht.
Das heißt nicht, dass es da jetzt keine Nische gibt, die ganz attraktiv sein kann, aber ob das wirklich ein Produkt ist, das jetzt den Börsenwert von einer 5000 Milliarden Dollar Firma, und das ist Nvidia ja gerade, langfristig pushen kann, würde ich eher bezweifeln.
Die Börse war da gestern fairerweise ein bisschen optimistischer.
Die Aktie von Nvidia ist um die 4% gestiegen, obwohl es eigentlich sonst bei der Keynote von Jensen Wang keine großen Ankündigungen gab.
Die Kollegen bei Cime Nellises meinten sogar, es war einer seiner schlechtesten Keynotes ever.
Aber wie gesagt, die Aktie ist gestiegen.
Auch gestiegen ist zum Beispiel die Aktie von Asus.
Die würden von mehr PC-Verkäufen profitieren.
Und auch Mediatek hat um die 10% zugelegt.
Die sind nämlich Partner bei den CPUs, die im PC stecken.
Und am stärksten gestiegen ist sogar die ARM-Aktie.
Die hat über 10% zugelegt, weil der ATX Spark-Chip eben mit ARM-Technologie arbeitet.
Aber natürlich gab es nicht nur Gewinner nach der Meldung.
Qualcomm und Intel haben zum Beispiel um die 5% verloren, weil sie jetzt im wichtigen PC-Markt noch mehr Konkurrenz kriegen.
Und neben dem ganzen PC-Thema hat Jensen Wang in seiner Keynote auch noch die Softwareaktien gepusht.
Er meinte, dass KI-Agenten eigentlich keine Bedrohung für Software sind, sondern dass es irgendwann unendlich viele KI-Agenten geben wird, die auch unendlich viele Tools nutzen werden.
Die Nachfrage nach Software steigt also eher, als dass sie sinkt.
Das Gegenargument ist natürlich, dass die KI-Agenten selbst Dinge machen, die jetzt eben Software macht.
Wer da am Ende Recht haben wird, weiß heute niemand.
Aber gestern haben Adobe, SAP, ServiceNow, Nemechek, HubSpot, Atlassian.
und die meisten anderen Softwareaktien gerade im B2B-Bereich zwischen 5 und 10 Prozent zugelegt.
Microsoft und Nvidia werden den PC reinventen.
Das wird der neue PC sein.
Ich habe ja schon angeteasert, dass wir heute eine Weltraumaktie dabei haben und die gibt es jetzt von Pascal.
Gerade gehen ja viele junge Weltraumfirmen durch die Decke, die kaum Umsatz machen und alle warten auf den sehr teuren IPO von SpaceX.
Ich habe mal geschaut, ob es auch was Solideres im Weltraumbusiness gibt.
Und einen Hidden Champion gibt es da schon seit über 125 Jahren.
Er heißt Carpenter Technology und kommt auf einen Börsenwert von über 20 Milliarden Dollar.
Carpenter verdient seinen fast 3 Milliarden Dollar Umsatz vor allem mit sogenannter Nickel-Legierung.
Also ein Metallgemisch, woraus Produkte entstehen, die extremer Hitze standhalten müssen.
Zum Beispiel in Triebwerken von Flugzeugen, wo es muckelige 1600 Grad warm werden kann oder eben am Rumpf eines Raumschiffs, um die Hitze des Wiedereintritts in unsere Atmosphäre überhaupt hinzubekommen.
Und die Firma ist ein richtiger OG.
Denn Carpenter-Produkte steckten schon im Flugzeug des ersten Motorflugs der Gebrüder Ride, waren Teil des ersten Non-Stop-Flugs über den Atlantik und flogen mit der Apollo 11 zum Mond.
Heute gibt es weltweit neben Carpenter nur zwei Firmen, die auf dem gleichen Niveau Legierungen produzieren können.
Das heißt, große Kunden wie Boeing, Airbus oder eben SpaceX wechseln nicht wegen minimal günstiger Preise so schnell zur Konkurrenz.
Deshalb kann die Firma die Preise auch besser bestimmen.
Allein im Aerospace und Defense Business hat Carpenter gegenüber dem Vorjahr die Preise um 10% angezogen.
Das ist auch wichtig, weil zum einen das Business 70% des Umsatzes ausmacht und zum anderen will Carpenter 2026 die operative Marge von 18% auf 22% steigern.
Aktuell sieht alles danach aus, dass das klappt.
Dabei hilft auch der zweite Burggraben.
Wer nämlich in das Business einsteigen will, braucht allein für Bau und Zertifizierung bis zu fünf Jahre.
Mal ganz abgesehen von der großen Einstiegsinvestition.
Carpenter wird also wahrscheinlich noch länger auf neue Konkurrenz warten.
Trotzdem bleibt ein Risiko.
Auch wenn die Luftfahrt aktuell wächst, ist Carpenter von ihr abhängig.
Mit der Iran-Krise ist es eine Frage der Zeit, wie lang noch.
Umso besser, dass es den KI-Trend gibt, denn Kraftwerke und auch Rechenzentren benötigen Industrie-Gasturbinen.
Hier mischt Carpenter mit, Zwar macht das Business nur 6% des Gesamtumsatzes aus, aber im dritten Quartal 2026 ist das mit 44% am schnellsten gewachsen.
Glaubt man dem Anlegermagazin Barons, dann hat die Aktie sogar noch fast 40% Luft nach oben.
Und das wäre schon ziemlich krass, denn trotz Burggraben und Preissetzungsmacht liegt das erwartete KGV bei 34 und damit doppelt so hoch wie im Schnitt der letzten drei Jahre.
Es ist zu heiß heute.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
