# Wise Disrupts Cross-Border Payments Infrastructure

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-30

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Samstag, der 30.
Mai.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital.
Dem Broker, der sogar einen eigenen KI-Chatbot hat, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien, Börse, Wirtschaft usw.
beantwortet.
Nach den ganzen CEO-Gesprächen in den letzten Wochen gibt es heute mal wieder eine klassische Aktienanalyse und zwar mit Yannick Jökel, der Vorberater vom AlphaStar EuropaFonds ist.
Der investiert in maximal 20 Firmen aus dem europäischen Mittelstand und fokussiert sich da auf Monopole mit starker Qualität.
Und eben starker Marktposition.
Und eine Firma, die sie da im Portfolio haben, ist die britische Geldüberweisungsplattform Wise, die ist an der Börse 13 Milliarden Dollar wert und hat sich damit in den letzten drei Jahren fast verdoppelt.
Geführt hat das Interview übrigens Timon und wir starten wie immer rein mit der Frage, wie Wise eigentlich gegründet wurde.
Das Unternehmen hat zwei Gründer und die haben sozusagen first hand ein Problem gehabt.
Die haben beide in den 2000er Jahren in London gelebt.
Und auch dort gearbeitet.
Der eine von den beiden, Christo heißt der, der ist auch heute noch der CEO, der hat damals Pfund verdient vor Ort, hat aber so ein bisschen das Problem, dass er in seiner Heimat in Estland noch ein Haus abzuzahlen hatte.
Das heißt also, er hat zwar Pfund verdient, brauchte aber Kronen, die damalige Währung in Estland.
Und sein Mitgründer, Tavid, der heute auch immer noch Aktien von dem Unternehmen hält, der hat damals bei Skype gearbeitet, wurde in Kronen bezahlt, hat aber in London gelebt und brauchte dementsprechend britische Pfund.
Das heißt also, beide hatten entsprechend genau das, was der jeweils andere wollte.
Und anstelle dieser...
dieser normalen Route über die Bank, wo man dann halt versucht, das Ganze, das Geld in Anführungszeichen nach Hause zu schicken und das eben dort dann zu konvertieren, haben die sich einfach getroffen und gesagt, wir nehmen einfach den Mittelkurs und den Mittelkurs, den aktualisieren wir halt, so wie er jetzt halt gerade ist und tauschen das Geld einfach bar aus.
Und das ist so ein bisschen der Hintergrund hinter dieser Story, weil das ist am Ende das, was Wise heute nach wie vor versucht.
zu lösen.
Das Problem mit dem Währungswechsel.
Mittlerweile machen sie aber nicht nur die Cross-Border-Überweisungen, sondern es gibt ja auch noch zwei andere Segmente.
Einmal das Karten- und Kontogeschäft und dann machen sie auch noch Geld mit Zinseinnahmen.
Wie relevant ist da welcher Bereich?
Ja, gute Frage.
Und es kommt so ein bisschen darauf an, wie man das versucht einzuteilen für einen selber.
speziell beim Zinsgeschäft.
Aber ich gehe gleich darauf ein, was ich meine.
Man kann sagen, dass ungefähr zwei Drittel vom Umsatz nach wie vor durch diese Cross-Border-Payments kommen.
Darüber hinaus gibt es noch die Karte.
Die Karte ist sehr relevant geworden, vor allen Dingen, sagen wir mal, als Auszahlungsmittel.
Also wenn man Transfer sich mal überlegt, was sind denn da überhaupt alles für, was bedeutet das denn?
Dann heißt das ja nicht nur ich.
ich sende Geld, sondern es kann ja auch bedeuten, ich empfange Geld oder ich habe Geld auf irgendeinem Konto.
Also das heißt, ich habe einen Account.
Und dann ist natürlich auch die Frage, wie gebe ich das aus?
Und so verdient man eben Geld über die Karten, Visa oder Mastercard, wo man eben einen entsprechenden Anteil, einen Kickback bekommt.
85 Basispunkte oder 0,85 Prozent von der ausgegebenen Summe ist das ungefähr.
Ja, und dann gibt es noch das Zinsgeschäft.
Das ist, ja, Kann man sagen, ein bisschen speziell bei dem Geschäft.
Dadurch, dass man, so wie ich jetzt gerade schon gemeint habe, bei denen ein Account hat, also sprich, ja, eine digitale Wallet ist das in aller Regel.
Also das, was man kennt von Revolut oder N26 oder anderen Banken, verdient man entsprechend darauf Zinsen.
Das Besondere bei Wise ist allerdings, dass diese Zinsen nur bedingt in den Umsatzlauf.
Das Unternehmen hat sich nämlich zur Aufgabe gesetzt, diese Zinsen weiterzugeben an den Kunden, nur das erste Prozent für sich zu vereinnahmen.
Und deshalb ist hier so ein bisschen die Frage danach, wie hoch ist denn jetzt eigentlich der Umsatzanteil, gar nicht so einfach zu beantworten, weil das ja davon abhängig ist, wie man das sieht.
Nehme ich jetzt den ganzen Zinsumsatz oder nehme ich nur den Teil, der am Ende bei Wise verbleiben soll?
Spannend, das ist so ein bisschen das Scaled Economics Shared, die Idee quasi von Nick Sleep.
Das ursprünglich von Costco hat er sich das ja ausgedacht, bei dem Business-Modell, dass man eben die Einsparnisse, die man quasi hat, direkt an die Kunden weitergibt, anstatt sie sich in die Marge zu stecken.
Ja, das stimmt.
Ist aber bei dem Zinsgeschäft, finde ich, eigentlich gar nicht so stark ausgeprägt wie jetzt bei diesen Cross-Border-Payments.
Aber da können wir ja gleich nochmal so ein bisschen drauf eingehen.
Wie gesagt, Vice versucht, diejenigen Zinsen weiterzuleiten an die Kunden, die keine...
die dieses eine Prozent überschreiten.
Also wenn wir jetzt gerade beispielsweise in der Europäischen Union schauen, da haben wir so drei und ein paar zerquetschte Prozent Zinsen, die dann irgendwo bezahlt werden auf Einlagen.
Also die Wise verdient in Anführungszeichen und davon wollen sie aber zwei und ein paar zerquetschte an den Kunden weiterleiten.
Und die Frage ist aber, bekönnen sie das überhaupt?
Weil Wise ist rechtlich betrachtet keine Bank.
Und je nach Land gelten dann unterschiedliche Regularien, ob man das dann wirklich eins zu eins als Geldüberweisung an den Kunden weiterleiten kann oder ob man hier in Form von Rabatten arbeitet oder anderen Formen von Benefits an den Kunden, die man an ihn weiterleitet.
Aber und so viel sei gesagt, Wise schafft es heute nicht, den vollen.
diesen vollen Access-Amount, also um bei dem Beispiel zu bleiben, diese zwei Prozent an den Kunden vollständig zurückzuführen.
Da sind sie noch nicht, aber so wie du schon richtig anmerkst, da wollen sie halt hin.
Ihr Ziel ist es nicht, diese Winfall-Profits, würde man auf Englisch sagen, sich selber in die Tasche zu stecken, sondern das dem Kunden wiederzugeben, weil am Ende des Tages vertreten sie die Meinung, dass es nicht ihr Geld ist, sondern eben das des Kunden.
In wie vielen Ländern sind sie denn aktuell aktiv?
Das ist eine gute Frage.
Ich meine so, Ich meine, es ist dreistellig.
Die Anzahl der Länder, in denen sie aktiv sind, könnte aber auch nur hoch zweistellig sein.
Die relevantesten Länder bzw.
Währungen bei Wise machen aber wirklich einen Löwenanteil aus.
Also wenn man sich vorstellt, ein Währungswechsel passiert ja immer zwischen zwei verschiedenen Währungen.
Und dann gibt es entsprechend die Währung, in der du etwas bezahlst und die Währung, die du bekommst.
Und wenn man sich beide Seiten der Währung anschaut, ist auf einer der beiden Seiten in der Mehrheit der Fälle entweder das britische Pfund, Euro oder US-Dollar.
Und das ist also schon, also die Industrieländer sind hier durchaus besonders relevant für OIS.
Magst du uns dann nochmal durchführen, wie typischerweise so eine Überweisung funktioniert, beziehungsweise was da genau passiert?
Also wo bleibt dann die Marge, wo sind die großen Kosten?
Ja, ich würde das allerdings erstmal mit dem klassischen Überweisungssystem machen wollen, damit man als Zuhörer versteht, welches Problem hier denn überhaupt gelöst wird und was überhaupt die Value Proposition ist.
Also das klassische System der Banken funktioniert so, dass man eine SWIFT-Überweisung macht.
SWIFT ist eine Organisation, das ist ein Not-for-Profit, was aber von Banken für Banken, wie soll man sagen, geleitet wird.
Und ist selber keine Bank.
Es ist einfach nur, wie soll man sagen, ein Industriestandard.
Und dieser Standard, dadurch, dass er von Banken und für Banken ist, ist im Prinzip darauf ausgelegt, Banken sehr, sehr viel reicher zu machen, wenn man es jetzt mal böse ausdrücken möchte.
Weil, was passiert bei einer normalen Zwift-Transaktion ist, man hat beispielsweise...
Hier jetzt, ich sitze jetzt hier in Augsburg, die Staatsparkasse in Augsburg und ich möchte jetzt Geld nach Brasilien überweisen.
Jetzt hat die Staatsparkasse Augsburg, aber in Brasilien keine Niederlassung und deshalb wird es ein bisschen schwer, das dorthin zu überweisen.
Das heißt also, die Frage ist, wie kommt jetzt mein Geld von hier nach Brasilien?
Dann gibt es aber innerhalb von dem SWIFT-Netzwerk ungefähr 13.000, 14.000 Banken.
Also die Mehrheit aller Banken der Welt sind da tatsächlich Mitglieder und die wiederum haben dann Nostro-Vostro-Accounts nennt sich das.
Das heißt also, die haben bei Banken innerhalb von dem SWIFT-Netzwerk ebenfalls ein Konto und versuchen das dann darüber zu regeln.
Das heißt also, die überweisen Geld auf ein Konto, was ihm gehört, in Anführungszeichen, damit die Partnerbank eine Sicherheit hat, dass da wirklich Geld ist.
Dann geht die Partnerbank hin, überweist ihrerseits wieder Geld.
Das muss man sich also so vorstellen, um bei dem Beispiel zu bleiben.
Stadtsparkasse Augsburg überweist Geld auf ihr Konto bei der Deutschen Bank.
Die Deutsche Bank wiederum hat eine Filiale irgendwo in Brasilien, überweist es dahin.
Dort wiederum wird es dann an die lokale Bank von dem Empfänger weitergeleitet.
Das Hässliche daran für den Kunden ist, also es sind viele Punkte.
Erstens, 14 Prozent aller Swift-Transaktionen kommen einfach nicht an.
Das ist nicht so, als ob das Geld verloren geht in der Mitte.
Irgendwo findet man es schon, aber es kommt einfach nicht an.
Das heißt, man muss hinterher rennen, muss hinterher telefonieren, weil das ein sehr manueller Prozess ist.
Üblicherweise dauert das mehr als ein Bankarbeitstag, das Ganze zum Abschluss zu bringen, weil immer wieder zwischendurch muss dann überprüft werden, weil die Banken müssen sich ja sicher sein, das ist keine Geldwäsche.
Das heißt also, man hat Anti-Money Laundering, AML-Auflagen, dann Know-Your-Customer-Auflagen.
Die sind aber überall global unterschiedlich.
Das heißt also, hier hat man wirklich viel Aufwand.
Teilweise werden die Batches, also die die so angefallen sind über den Tag, in einem abgearbeitet, um Kosten zu sparen.
Also das sind teilweise wirklich noch manuelle Prozesse, die da passieren.
Und eben um die Compliance sicherzustellen, kann es halt einfach sein, dass du morgens um 8 die Transaktion aufgibst, aber erst nachmittags um 16 Uhr wird sie überhaupt erst weitergeleitet.
Und das stapelt sich dann halt.
Und natürlich der tollste Teil, die machen das natürlich nicht aus Spaß an der Freude, sondern um Geld zu verdienen.
führt dazu, dass diese normalen internationalen Payments wirklich mehrere Prozent an Überweisungsgebühren akkumuliert kosten.
Aber du weißt davor nicht, wie hoch die tatsächliche Gebühr ausfällt.
Also wenn wir uns das mal praktisch vorstellen, du hast jetzt eine Rechnung zu überweisen oder du bist ein kleines Business und du hast einen Freelancer und der sitzt auf den Philippinen und der will aber in der philippinischen Landeswährung bezahlt werden und der stellt dir eine Rechnung.
Da weißt du gar nicht, was du überhaupt eingeben sollst in dein Überweisungsfenster, weil du nicht weißt, was ankommt.
Das heißt, die Banken, die überlegen sich halt, ja, das ist jetzt mal der Satz, den ich jetzt nehme und dann ist das so.
Und entsprechende Unsicherheit plus Zeitverzug bedeutet eben, dass entsprechend das kleine Geschäft oder eben der private Nutzer nicht nur Unsicherheit hat, ob die Transaktion stattfindet.
Wie gesagt, 14 Prozent finden ja nicht statt.
Man weiß nicht, wann es ankommt und man weiß nicht, wie viel ankommt, aber man weiß, dass es teuer ist.
So, das ist das Klassische.
So funktioniert das bei der klassischen Bank.
Was macht WISE?
WISE geht jetzt hin und sagt, okay, zwei Punkte.
Erstens, dieses System hat WISE auch in manchen Ländern.
In solchen Ländern nämlich, wo sie keine direkte Integration in das lokale Zahlungssystem haben.
Aber in vielen der sehr relevanten Länder hat WISE bereits eine Integration ins lokale Zahlungssystem.
Das muss man sich also so vorstellen, dass WISE mit der entsprechenden Zentralbank oder mit dem entsprechenden Provider von dem zentralen Zahlungssystem, in Europa wäre das SEPA beispielsweise, das kennt man ja, hat man entsprechende Integration.
Und das bedeutet, dass nur WISE von A bis Z die gesamte Wertschöpfungskette dann abdeckt.
Länder, die man da...
beispielsweise integriert hat, ist UK, Europa, Ungarn, das ist ja ein bisschen speziell, Ungarn mit der eigenen Währung, Australien, Japan, Singapur, Philippinen, Indien, Brasilien, Südafrika und Kanada.
Vielleicht habe ich jetzt einen vergessen, aber so aus dem Kopf sind das die Relevanten.
Und wichtig, USA nicht.
Da können wir später noch drauf zu sprechen kommen.
Und was innerhalb von diesen Ländern passiert, sobald du sozusagen von von einem Land, wo WISE ist, in ein anderes Land sendest, wo WISE auch ist, passiert dieser ganze Zwischenschritt gar nicht auf dieser klassischen Swift-Infrastruktur, sondern auf der Infrastruktur von WISE.
Das heißt, was tatsächlich technisch passiert, ist eine Verschiebung in der Datenbank.
Hey, hier ist der User A, der will jetzt irgendwo Geld hinschicken, kein Problem, aber wir haben ja in Brasilien beispielsweise, um bei dem Beispiel von vorher zu bleiben, haben wir ja unsere Entity.
Das heißt also, WISE verschiebt das Geld gar nicht faktisch über die Grenze, sondern die brasilianische Entity geht einfach hin und macht eine lokale Überweisung.
Und die ist instant.
Das heißt also, fast alle Überweisungen, rund 80 Prozent, kommen instant an.
Ich meine knapp 90 Prozent unter einer Stunde oder sogar 95 Prozent unter einer Stunde.
Und die Failure Rate, von der ich vorher gesprochen habe, diese 14 Prozent, die ist bei WISE erheblich geringer, hängt so ein bisschen vom Währungskorridor ab.
aber ist irgendwo zwischen 0,5 und 2 Prozent.
Ja, ist auch nicht null, aber es ist erheblich besser als das, was da ist.
Und das Schöne, es ist viel, viel günstiger.
Dadurch, dass man eben keine Mittelsminder hat, dass man die gesamte Wertschöpfungskette selbstständig kontrolliert.
Und das, was du vorher angesprochen hast, man diese Mentalität vertritt, von den Scale Economies shared.
Also wir haben hier diesen Fixkostenblock, diese Infrastruktur aufzubauen.
Das hat über drei Milliarden Pfund gekostet.
das zu etablieren, so innerhalb der letzten 15 Jahre.
Naja, und diese Vorteile von dem immer größer werdenden Volumen gibt man an den Kunden weiterhin von Preisreduktion, sodass man aktuell rund 50 Basispunkte, also ungefähr 0,5 Prozent vom Überweisungsvolumen da an Wise abdrücken muss.
Und so hat man sich dann quasi auch eine Art Bograben aufgebaut?
Oder wie ist das?
Weil ansonsten klingt das ja etwas, was replizierbar sein müsste von anderen Banken zum Beispiel.
Ja, gute Frage.
Und da kommt es so ein bisschen drauf an, in welchem Segment wir uns bewegen.
Es gibt einige wenige wirklich globale Banken, die sowas selber aufgebaut haben.
Da reden wir beispielsweise über die Citibank und es gibt vielleicht noch ein oder zwei weitere, die die Größe haben, dass sich das wirklich lohnt.
Was dort allerdings eher passiert, ist halt, dass man...
seine Corporates international vertritt, also irgendein Apple zum Beispiel, der mag jetzt bei der Citibank sein und der muss halt global irgendwie sein Geld einsammeln, dann hat er aber riesige Zahlungsvolumina pro Überweisung.
Also wenn Apple Philippinen beispielsweise jetzt seine Dividende in Anführungszeichen an die Muttergesellschaft ausschüttet, da reden wir ja nicht über eine durchschnittliche Transaktionsgröße von einigen hundert Euro oder einigen tausend Euro, sondern wir reden hier von richtig viel Geld.
Das heißt, Das Problem, was da ist mit, hey, das könnte vielleicht ein bisschen dauern und da müssen wir noch einen KYC-Check machen und so, das ist ja nach wie vor da, aber es ist halt überhaupt kein Problem in Prozent von dem, was man da überweist.
Ist aber sehr wohl ein Problem, wenn man das Ganze im Consumer-Business macht, weil im Consumer-Business ist es kleinteilig, es ist eklig und wenn was falsch läuft, hast du direkt die Aufsichtsbehörde im Nackensitzen.
Das heißt also, ja, das ist definitiv Teil von dem Mode von Wise.
dort diese Anstrengungen und Bemühungen unternommen zu haben, sich global zu integrieren.
Und da kommen wir auch schon so ein bisschen auf einen Teil des Geschäfts, den wir gerne gleich dann noch ein bisschen weiter aufbauen können, nämlich Wenn ich jetzt eine Bank bin, auch eine etwas größere Bank und ich habe auch international so meine Branches, dann kann ich mir jetzt überlegen, baue ich das jetzt wirklich selber auf?
Also wie wichtig ist Cross-Border-Payments jetzt eigentlich für mich als Bank, so von der Umsatz- oder von der Profit-Perspektive?
Oder gehe ich vielleicht hin und diese Möglichkeit gibt es und verwende einfach die Wise-Plattform, was schon da ist, die Infrastruktur, die bereits gebaut wurde und schiebe die einfach hinten in mein Backend.
Und lasse meine gesamten Zahlungsströme immer mehr über dieses Backend laufen.
Und unter Umständen reduziere ich damit sogar meine Kosten, weil entsprechend alle Vorteile, die ich gerade genannt habe, keine Partner, die dazwischen sind, vollständige Wertschöpfungskette, dann vereinnahmt werden können.
Wie relevant ist denn dieses B2B-Segment für WISE, also die WISE-Plattform dann?
Ja, die ist relativ jung, muss man sagen.
Das heißt also...
Und vom Umsatz ist es kein riesiger Teil, es sind ungefähr 5% vom Umsatz.
Kurzfristig, so in den nächsten zwei bis drei Jahren, sollen das 10% vom Umsatz werden, obwohl der Umsatz signifikant wächst.
Also WISE wächst ungefähr mit 15% pro Jahr im Umsatz.
Und mittelfristig hat man vor, damit ungefähr die Hälfte seines Umsatzes zu machen.
Was schon ein bisschen zeigt, wie WISE darüber denkt, diese Plattform-Infrastruktur mit anderen, wenn man so will, Konkurrenten in Anführungszeichen ja auch, zu teilen.
Du meintest jetzt einen Grund, warum die Banken das nicht selber machen.
Es ist, weil es für sie einfach kein allzu großes Geschäft ist.
Wie viel macht denn normalerweise so Cross-Border-Payments bei Banken aus?
Ja, das ist natürlich unterschiedlich je nach Bank.
Aber wir haben ein paar Banken-Interviews gesehen, mit Banken-Gey-Wise-Plattformen benutzen.
die waren immer so zwischen 5 und 10 Prozent.
Also es ist so ein Teil von dem Business, wo du merkst, wenn du es verlierst, aber wo du gleichzeitig wahrscheinlich jetzt nicht deine Kernkompetenz drin sehen würdest.
Und es ist tendenziell mit einer sehr hohen Marge versehen, weil, wie gerade gesagt, ist es ja in diesem alten Zwift-System im Prinzip erstmal eine Selbstbereicherung.
Und dann wäre wahrscheinlich die nächste sinnvolle Frage, naja gut.
Und wieso sollte man denn dann mit Wise-Plattformen überhaupt zusammenarbeiten, wenn das so eine tolle Cash-Cow ist, die man da hat und man damit ja schönes Geld verdient?
Und da muss man sich jetzt ja eher allgemein die Frage stellen, wie es um die Banken aktuell so steht.
Weil egal, wo du bist auf der Welt übrigens, nicht nur in Europa, sondern selbst in Ländern, die sehr aufstrebend sind, wie beispielsweise die Philippinen, wo man die größte Bank in der Plattform als Kunde hat als Wise, ist es so, dass...
fast alle Kunden von dieser klassischen Bank weggehen und die haben eigentlich alle Outflows.
Outflows muss man sich so vorstellen, die Anzahl der Transaktionen, die über diese Bank laufen, geht runter.
Die Anzahl der Cashholdings, also dein, wie soll man sagen, dein Kontoguthaben, geht runter, verschiebt sich auf Neobanken, spezialisiertere Player und so weiter.
Aber wenn man das mal größer denkt, das ist ja eigentlich das, Das Blut, was durch die Adern der Bank fließt.
Also das ist ja für die Bank Kapital, Working Capital, mit dem sie arbeiten müssen, wenn man sich das Geschäftskonzept von der Bank anschaut.
Das heißt, das ist ein ganz, ganz, ganz großes Problem für die Bank.
Und dieses Interview, was wir da gelesen haben, der dafür zuständig war von der Seite der Raiffeisenbank, war das also Raiffeisenbank International.
Das ist in Osteuropa eine sehr, sehr große Bank.
Und der sagt.
Egal mit welchem Konkurrenten ich rede, meine erste Frage ist immer, how big are your Outflows?
Die Frage ist nicht, ob man die hat, sondern man hat diese Outflows, die sind da.
Das heißt also, du hast als Bank jetzt zwei Möglichkeiten.
Die erste Möglichkeit ist, du sitzt da, machst das Cash Cow Play und wartest einfach, bis deine Kunden dann irgendwann alle weg sind.
Bedeutet dann aber halt über Zeit auch, dass viele von deinen weiteren Geschäftsbereichen wirklich...
Problem haben und austrocknen, weil du eben einfach nicht mehr die Liquidität von Kunden hast, weil die nämlich ihre Kunden über Zeit vielleicht nicht mal wegziehen, aber das Geld abziehen.
Oder die zweite Möglichkeit, die du hast, ist, du sagst, hey, ich will derjenige sein, zu dem gewechselt wird, beispielsweise darüber, dass ich solche Produkte wie Wise am Backend bei mir integriere und den Kunden dadurch glücklicher mache und ihm einfach sage, hey.
Ich biete dir hier das Modernste, was es gibt, zu einem sehr, sehr guten Preis.
Ich gebe dir überhaupt keinen Grund zu wechseln und unter Umständen bekomme ich sogar noch den einen oder anderen Neukunden.
Also beispielsweise in den Philippinen, wo sie eben die größte Bank als Wise-Plattform-Kunde gewonnen haben.
Die haben danach gesehen, dass ihre Cross-Border-Payment-Volumina signifikant durch die Decke gegangen sind.
Das ist aber ja nicht nur durch die bestehende Kundschaft, sondern da sind dann also auch Kunden, die, ich sage mal, heavy-User.
von solchen Währungswechseln sind, dann spezifisch zu dieser Bank hingewechselt.
Also es ist ein Net Positive verglichen mit dem, was du sonst gehabt hättest als Business.
Diesen Shift von der klassischen Bank zum Neo Broker, also das Hauptkonto, das sieht man ja quasi auch bei Wise selber.
Da ist das Volumen pro Privatkunde mittlerweile auf über 4000 Dollar gestiegen.
Das heißt, immer mehr Kunden nutzen Wise quasi auch als Hauptkonto.
Kannibalisiert man sich dann nicht ein wenig selber, wenn man jetzt die Plattform auch an die klassischen Banken anbietet?
Ja, das kann man definitiv so sagen, aber eben nur zum Teil.
Weil, wieder zurück zu dem Scale Economies Shared Modell.
Wenn man jetzt diese 250 Milliarden Dollar, die du vorher mal genannt hast, nimmt und sagt, okay, das ist jetzt der Betrag, der läuft über diese Plattform.
Und man denkt jetzt mal ein paar Jahre weiter und in ein paar Jahren sind es vielleicht...
500 Milliarden oder ein paar Billionen sogar.
Man hat aber trotzdem dieselbe Infrastruktur, die ist dann halt weiter fortgeschritten.
Man wird dann wahrscheinlich in den USA entsprechend integriert sein, in das lokale Paymentsystem, in weitere andere Länder integriert sein.
Das bedeutet ja immer nur, dass diese 50 Basispunkte oder 0,5 Prozent Wechselgebühr, die du heute an Weiß bezahlst, immer weiter sinken wird.
Das heißt also, die Attraktivität der Plattform, die Attraktivität des Währungswechsels, die wird immer weiter ansteigen.
Aber, und das stimmt schon, was du sagst, gleichzeitig kann man natürlich den Plattformkunden viel schlechter auf andere Sachen cross-sellen, weil, was macht Wise sonst?
Wir hatten das vorher ganz kurz angeschnitten mit der Kreditkarte oder mit der Karte, Visa-Karte, Mastercard, sorry.
Damit kann man ja bezahlen.
Und dadurch, dass man damit bezahlen kann, hat man als Ausgeber von diesen Kreditkarten, das ist jetzt kein...
Business Model, was exklusiv bei Wise liegt, sondern bei jedem, der eine Kreditkarte ausgibt von diesen beiden, bekommt man einen Kickback von ungefähr 85 Basispunkten oder 0,85 Prozent von dem, was man ausgibt.
Also wenn ich jetzt für 100 Euro in Urlaub fliege und mir ein kleines Ticket hole, was weiß ich, nach Mallorca und ich zahle das mit meiner Mastercard, die von Wise ausgegeben wurde, weil ich das Ganze vielleicht Entweder weil ich mich daran gewöhnt habe oder weil vielleicht noch eine Fremdwährung drin ist oder sonst was.
Dann bekommt Wise davon halt ungefähr 85 Cent ab, ohne dafür was zu machen.
Und dieses Cross-Selling ist bei der Plattform, ich sage mal, schwieriger, aber bei der Karte sogar noch möglich.
Also sie versuchen das auch, die Karten, also mit Währungswechselmöglichkeit, wenn du so willst, bei der Zahlung mit zu integrieren in die Offering.
Da bin ich aber skeptisch, ob das mittelfristig auch funktioniert, weil da würde entsprechend die Partnerbank ja einen Teil von ihrem Business an Wise abgeben.
Aber alle anderen Produkte würde man im Prinzip nicht cross-sellen können.
Also sprich, so ein kleines Asset-Feature, wo man dann ein paar Aktien oder Kryptos oder sonst was da halt machen kann, wo man sich als Broker anbietet oder andere so kleine Services.
Die sind ja naheliegend, diese Services.
Und auch toll für den, sagen wir mal, privaten Kunden, die dazu benutzen.
Aber der Plattformkunde, der sozusagen passiv die Plattform nutzt, beispielsweise wenn er bei N26 ist, nutzt er die schon passiv, ob er es weiß oder nicht.
Oder wenn er bei Interactive Brokers ist, im Übrigen auch, die sind alle powered by Wise am Backend.
Da wird man keine Cross-Selling-Möglichkeit haben.
Nein.
Noch ist diese Plattform, ja klein, hast du selber gesagt, ist aber...
die Idee, dass dieses B2B-Segment in Zukunft größer wird, also auch im Verhältnis zu dem B2C, zu dem Endkunden-Segment?
Ja, wie gesagt, aktuell ist man da so um die 5%.
Man will kurzfristig oder mittelfristig so auf die 10% und langfristig auf 50% Umsatzanteil.
Okay.
Trotzdem, wenn wir diesen Shift sehen, beziehungsweise wenn wir sehen, dass immer mehr Leute auch auf ihrem Wise-Konto dann hohe Kontostände haben und es mehr wie ein Hauptkonto benutzen, macht es dann für das Unternehmen nicht trotzdem auch Sinn, eventuell eine Banklizenz zu beantragen?
Das ist eine sehr gute Frage und ich glaube auch, da scheiden sich so ein bisschen die Geister, weil auf der einen Seite will man bei so einem Unternehmen, was so dynamisch wächst, also wie gesagt 15 Prozent im Umsatz, aber halt über den 15 Prozent in dem Volumen, was über die Plattform läuft pro Jahr.
Man will da ja eigentlich keine Einschränkungen durch irgendwelche komplexen regulatorischen Themen.
Und genau das ist für mich äquivalent mit einer Banklizenz.
Also dadurch bist du dann halt reguliert.
Du musst immer up to date sein.
Du hast andere Verpflichtungen und musst dich einfach mehr kümmern.
Und vor allen Dingen würde das ja damit einhergehen, wahrscheinlich das nicht nur in einem Land zu machen, sondern dann halt in recht vielen Ländern parallel.
Also die Komplexität nimmt dann ganz schnell.
recht hohes Ausmaß an.
Aber, und das ist die Gegenseite, es wäre ja toll, wenn man die Relevanz zur Währung der Welt, nämlich den Dollar, auch sehr, sehr gut abdecken könnte und auch mit einer direkten Integration arbeiten könnte.
Und Wise versucht das gerade ohne eine Banklizenz hinzubekommen in den USA.
Da gibt es noch nichts, was spruchreif ist, aber es gibt eine einzige Company in der Welt, die das versucht und geschafft hat, ohne Banklizenz sich in das lokale Paymentsystem der Amis da reinzuklinken.
Und Wise würde gerne die Nummer zwei sein, die das schafft, ohne Banklizenz.
Aber das ist noch nicht gesagt, dass das klappt.
Und für den Fall, dass das nicht klappen sollte, denke ich, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass sie da in den USA, um diesen direkten Marktzugang zu bekommen, wahrscheinlich auch in Richtung Banklizenz schielen werden.
Weil das ist ein zu attraktiver Markt, um den nicht zu wakern.
Um dann genau diese Zahlung, diese Überweisung nochmal besser zu verstehen, kannst du uns da mal durchführen, wie typischerweise, beziehungsweise wo sind da die Kostenpunkte, an wen muss dann WISE eventuell was abgeben, wie funktioniert das genau?
Ja, gute Frage.
Also erstmal, es gibt Überweisungen, die sind im Prinzip fast umsonst für WISE.
Das sind solche Überweisungen, die automatisch, man nennt das einem Netting unterliegen.
Das heißt also, ich hatte ja vorher von der Gründung von den beiden gesprochen in London und der eine wollte vielleicht einfach 1000 Pfund haben und der andere wollte 1000 Pfund wechseln.
Alles klar ist 100 Prozent genettet.
Also ich habe die Nachfrage und das Angebot 100,0 Prozent gleich.
Und jetzt ist es so, dadurch, dass WISE wirklich einen internationalen Footprint hat, sind fast 50 Prozent aller Überweisungen genau so.
So, dass man sagt, hey, ich habe eine Nachfrage und ein Angebot, was gleich ist und zwar in entgegengesetzter Richtung.
Also Euro nach Pfund und Pfund nach Euro oder tausche die Währungspaare aus wegen mir.
Und das ist natürlich das Günstigste, was du haben kannst.
Das ist ein Tausch in Datenbank Eintrag.
Da brauchst du vielleicht ein bisschen Working Capital als WISE und brauchst eine gute Treasury Funktion.
Das heißt also, du musst lokale Liquidity Pools in verschiedenen Währungen und Ländern vorhalten, um das dann auf die Accounts spielen zu können.
Aber das war's.
Dann gibt es die Sachen, die sind dann schon etwas komplexer.
Das sind die, wo du eine lokale Integration hast, aber die keinem Netting unterliegen.
Da kannst du im Prinzip auch über ein sehr, sehr kluges Treasury Management das Ganze abfedern.
Das bedeutet, wir haben jetzt beispielsweise die doppelte Nachfrage einem brasilianischen Reais vom Euroraum aus.
Also die ersten 50 Prozent, die kriegen wir genettet.
Das war das Beispiel von gerade.
Aber was machen wir mit den anderen 50 Prozent, wenn Weiß eine lokale Integration hat?
Das heißt ohne Partner.
Dort würde man dann hingehen und würde sagen, mit KI oder Algorithmen würde man eine Nachfrage-Projection aufbauen.
Also man würde schauen, okay, was sind die Patterns, wann wird wie viel Geld eigentlich benötigt.
Entsprechend würde man dann am Währungsmarkt, der ja recht liquide ist, das entsprechend schon mal vorher fixieren.
Das macht man, damit man dem Kunden beispielsweise auch versprechen kann, hey, sicher dich hier mal für ein oder zwei Tage.
Und das ist dann auch einigermaßen kostengünstig, kann aber für Wise bedeuten, dass sie da ein bisschen drauflegen müssen.
Wenn du es dir jetzt so vorstellst, du willst was bezahlen und du sicherst dir eine Rate, beispielsweise bei einem Flugticket oder wenn du sagst, du bist ein kleines Business und du willst einen Kunden bezahlen, aber du hast noch nicht den Knopf überweisen gedrückt, sondern du sagst, du willst in den nächsten 48 Stunden bezahlen oder sowas.
Ja, dann kann es ja sein, dass die Währung gegen dich läuft.
Und diese Instrumente, die du da benutzt, die haben ja auch Kosten.
Das heißt, da fällt ein kleiner Kostenteil an.
Den kann man ungefähr beziffern in Summe so auf 5 bis 10 Prozent von den Einnahmen in dem Cross-Border-Segment.
Das heißt also ungefähr zweieinhalb bis fünf Basispunkte.
Und dann kommt der große Teil, der geht an die Partner.
In solchen Ländern, wo man keine direkte Integration hat, ich sage mal mehr oder weniger wie Swift, nur eben mit einem.
ausgesuchten Partner vor Ort.
Das heißt also, man kriegt da Mengenrabatte, man ist da ein bisschen besser integriert und so weiter.
Vor allen Dingen bei den Korridoren, die jetzt nicht so mega exotisch sind.
Und dann gibt es natürlich solche Korridore, die extrem exotisch sind, wo man vielleicht auch einen Partner hat, den man gar nicht so häufig anschließt und wo man das vielleicht auch gar nicht so häufig macht.
Da wird es dann wirklich richtig teuer.
Und diese Partner Remuneration, also wie soll man sagen, eigentlich wie die klassische Bank das auch machen würde.
die macht den Großteil der Kosten aus, die direkt zuzurechnen sind, also von der Bruttomarge.
Bruttomarge sind ungefähr 60 Prozent bei den Transaktionen.
Das heißt also, 35 Prozentpunkte etwa sind auf diese Partner zurückzuführen.
Fünf bis zehn Prozentpunkte sind etwa auf diese Finanzinstrumente zurückzuführen.
Und darunter kommt dann OPEX.
Und OPEX ist halt alles, was mit Automatisierung zu tun hat, mit Go-to-Market zu tun hat, AML und KYC und Service.
Also ich habe gelesen, ungefähr 60 Prozent der WISE-Mitarbeiter sind im Service, AML und KYC zuständig.
Das heißt also, da ist wirklich intensive Arbeit, die du machen musst, weil du musst halt...
Was machst du, wenn deine Überweisung doch nicht ankommt?
Auch wenn es selten passiert, es passiert.
Du musst ja da irgendwo anrufen können.
Was machst du, wenn der Regulator auf einmal anklopft und sagt, hey, wir bräuchten hier mal für die tausend Überweisungen zu dem Account bitte mal genau die Nachweise, wo das Geld herkommt.
Und all diese Sachen, die musst du halt vorhalten können, die musst du bereitstellen können.
Und das ist der Teil, der das Ganze dann halt auch für eine Organisation wie Wise trotzdem immer noch teuer macht.
Wir hatten jetzt den Wettbewerb quasi durch die klassischen Banken schon ein bisschen angesprochen.
Jetzt gibt es aber auch in Europa auch noch andere Player wie die Neobroker oder Neobanken wie zum Beispiel Revolut.
Und da bekomme ich ja den Währungstausch quasi kostenlos, wenn ich unter dem Monatslimit bleibe zumindest.
Warum brauche ich dann überhaupt daneben noch einen Wise Account?
Ja, das ist ein sehr guter Punkt.
Und vor allem bei Revolut gibt es da, glaube ich, auch nicht mal ein Gegenargument.
Was Revolut macht, ist nicht, dass sie absolut genial sind und das Konzept von Vice irgendwie outsmarted haben.
Was Revolut macht, ist einfach, es ist uns egal, wenn es was kostet und du zahlst es halt mit deinem Kontoführungsgebühren irgendwo anders, wird das Geld verdient und dann gibt es so eine Cross-Substitution.
Es ist nicht so, als ob die da schwarze Magie anwenden würden oder so.
Sie sagen halt einfach, es ist nicht unser Kernthema.
Aber ja, stimmt, diese Kunden wird man wahrscheinlich nicht besonders für Weiß motivieren können.
Was jetzt andere Konkurrenten angeht, gibt es im Internationalen ein paar.
Es gibt sozusagen diese klassischen, ich sage mal Western Union beispielsweise oder Euronet.
Wenn man mal so ein bisschen darauf achtet, beispielsweise an irgendwelchen Hauptbahnhöfen oder auch in vielen deutschen Innenstädten, gibt es dann da diese shady Läden, sage ich mal.
wo du so denkst, boah, also hier schicken Leute wirklich ihr Geld irgendwo um die Welt und da zahlst du ganz entspannt zwischen drei und sieben Prozent für diese Anbieter, die wirklich, die nehmen es von den Lebendigen.
Also das sind aber deshalb meiner Meinung nach auch keine wirklichen Konkurrenten, weil die eben Mondpreise verlangen und die einfach nicht konkurrenzfähig sind.
Und dann gibt es modernere Firmen, die auch in diese Richtung gehen, wie Wise.
Aber im Konsumer-Segment im Spezifischen kenne ich keinen, der annähernd da rankommt.
Aber im Small- und Mid-Business-Segment, also da gibt es einen sehr, sehr guten Konkurrenten sogar.
Der heißt Airwallex.
Die kommen aus Südostasien.
Was die halt machen, ist, die versuchen das eben genauso wie WISE mit Integration in die lokalen Paymentsysteme und die kommen aber eigentlich eher aus der Software-as-a-Service-Ecke zusammen mit Payments und die versuchen sozusagen für kleine und mittelständische Unternehmen eine Softwarelandschaft auszubauen, mit denen sie ihre Shops leiten oder wie so eine Art Mini-ERP-System mit Payments integriert.
Und aber eben halt auch Cross-Border-Payments.
Und das sind die einzigen, die ich kenne zumindest, die diese doch recht komplexe und aufwendige Route nehmen, sich tatsächlich hinzusetzen mit den Regulatoren aus den verschiedenen Ländern den Kontakt zu suchen und sich eben dort in die entsprechenden Zahlungssysteme zu integrieren.
Dann ist ein großer Faktor bei Konkurrenz, der noch zu nennen ist, sind auch noch Stablecoins.
Visa wickelt ja mittlerweile Settlements über USDC ab, Stripe hat Bridge gekauft.
Genius Act ist da auch wichtig zu nennen.
Siehst du das insgesamt als Gefahr?
Ja, also ich sage mal so, wenn du über die Risiken bei dem Case nachdenkst, dann ist das auf jeden Fall eine Sache, die man beobachten muss.
Aber also warum denken wir jetzt trotzdem, dass WISE ein gutes Investment ist?
Weil wir haben WISE bei uns im Portfolio und ja, wie kommen wir zu dieser Conclusio?
Stable Coins sind, glaube ich, echt cool für bestimmte Anwendungen und dann aber auch gar nicht so cool für andere Anwendungen.
Stable Coins sind, glaube ich, vor allen Dingen praktisch, wenn du was intern machst.
Also beispielsweise JP Morgan hat einen eigenen Stable Coin für interne oder eine eigene, ja, Stable Coin ist ja vielleicht sogar ein faltes Wort dafür, aber halt eine eigene Blockchain, wenn du so willst, auf der die internen Transaktionen stattfinden, also von JP Morgan nach JP Morgan, weil das einfach sehr, sehr gut nachvollziehbar ist, wer hat was gemacht und das ist ein toller Anwendungsfall, um sowas gut zu machen, in Echtzeit voll auditierbar, schwer zu manipulieren, alles nachvollziehbar.
Und jetzt ist halt die Frage, wo hat Stablecoin überhaupt einen Vorteil bei Cross-Border-Payments?
Weil was passiert denn bei einem Stablecoin, wenn man das mal durchdenkt?
Okay, ich bin jetzt in den USA, da gibt es ja beispielsweise USDC.
oder OSDT, also das eine ist von Tether, OSDT und OSDC ist von Circle und die machen, soweit ich weiß, ungefähr 80% vom Stablecoin-Volumen global aus.
So und jetzt gehe ich hin und sage, okay, ich möchte jetzt mit Stablecoins das Ganze in Euro konvertieren.
Was passiert?
Ich habe Dollar, die muss ich jetzt in Stablecoin wechseln.
Das passiert aber ja nicht einfach so, sondern das hat ja Kosten.
Das heißt also, zwischen Dollar und, also US-Dollar und USDC beispielsweise, muss ich ja erstmal einen Wechsel machen.
Dieser Wechsel passiert in der Regel nicht umsonst, sondern dieser Wechsel, da gibt es einen Kurs, den kann man auch online nachschauen, der ist aber nicht bei 1,00, sondern dieser Kurs, der hovert irgendwo um die 1, ist in der Regel aber bei 0,9.
9 noch was oder 9, 8 noch was.
Das heißt also, hier habe ich schon mal Kosten, das zu wechseln.
Und jetzt überweise ich das zu einem Partner, der Stablecoin Off-Ramping macht.
Also der Prozess nennt sich Off-Ramping, wenn man dann vom Stablecoin in eine andere Fiat-Währung wieder zurück wechselt.
In Europa beispielsweise.
Jetzt hat er da Stablecoins liegen und muss das aber in Euro auszahlen.
Was passiert denn dann?
Naja, dann muss ich wieder hingehen.
irgendwie den USDC hinnehmen, tauschen in Euro.
Das heißt also, ich habe zwei Wechsel statt einem, wie davor.
Davor tausche ich einfach nur USD und Euro.
Jetzt tausche ich USD, USDC und Euro.
Und beide zusammen plus die Partner-Vieh muss dann in Summe günstiger sein, als das, was Wise anbietet.
Dann ist es ein Threat.
Oder wir sagen einfach, hey, die gesamte Welt wird in der Zukunft mit USDC bezahlen.
Aber das ist, glaube ich, nicht so ein realistisches Szenario.
Auch, also vor allen Dingen für viele Länder, für ein paar ja schon, also beispielsweise solche Länder mit extrem hoher Inflation oder solche mit politischer Instabilität oder so.
In solchen Edge-Cases, okay wegen mir, aber nicht in den normalen etablierten westlichen Nationen.
Wenn man sich jetzt andere Payment-Player anguckt, zum Beispiel Edjen in Europa.
fällt direkt auf, speziell bei denen auch, dass die Aktie extrem volatil ist.
Also wenn Quartalsrahmen rauskommen, dann steigt oder fällt die gerne mal 20, 30 Prozent.
Ist das bei Wise auch so?
Hin und wieder mal.
Es kommt aber vor allen Dingen darauf an, was die dann da melden.
Also was du jetzt in den letzten zwei Quartalen zum Beispiel gut gesehen hast, ist halt, dass die Anzahl der Neukunden...
Und das Volumen, was über die Plattform abgewickelt wird im Währungswechsel, einfach durch die Decke gegangen ist.
Beides jeweils über 20 Prozent Wachstum zum Vorjahr.
Und da hat die Aktie entsprechend positiv reagiert.
Ich würde aber nicht sagen, dass das jetzt so konkret damit was zu tun hat, dass es sich in diesem Payment Space befindet, sondern eben eher, weil diese Zahlen outstanding waren.
Was aber, was man hinzufügen muss, definitiv so ist, jetzt für mich als aus der Portfolio-Management-Überlegung, ist halt, dass Wise durchaus eine gewisse Sensitivität hat zu den Zinsen, weil es ja durchaus trotzdem Teil von einem Geschäftsmodell ist.
Das heißt also, es verhält sich schon ein wenig, kurzfristig betrachtet wenigstens, wie so eine Bank.
Also es hat durchaus so dieses Element von so einem Financial, obwohl, und das ist es ja auch im erweiterten Sinne, aber ich würde es eben eher in der Fintech-Ecke sehen.
Und finde mal einen Financial, der deutlich zweistellig jedes Jahr wächst.
Aber gut, das ist ein anderes Thema.
Das Unternehmen ist ja mittlerweile auch schon stark profitabel.
550 Millionen Profit, Nettoprofit im letzten Jahr.
Macht auch ordentlich Cash, zahlt aber keine Dividende, hat kaum Übernahmen gemacht, kauft keine Aktien zurück.
Was passiert mit dem ganzen Geld?
Ja, sehr gute Frage.
Also das ist ja jetzt dann das Outcome, das beantworte ich dann zuerst und dann kann ich ja noch darauf eingehen, warum die eigentlich nur 550 Millionen verdienen, also trotzdem viel ist.
Ja, das ist wahrscheinlich das größte Fragezeichen bei dem Case, weil die haben auch über eine Milliarde Cash auf der Bilanz liegen und irgendwann gehen wir schon davon aus, dass das an den Aktionär zurückgeführt wird oder dass in dem Bereich eine Übernahme gemacht wird, aber jedes Mal, wenn wir...
mit denen darüber sprechen oder auch wenn du dir Interviews anhörst oder so, die halten sich extrem bedeckt.
Und meine Vermutung, warum das so ist, ist, dass sie sich einfach sehr, sehr unsicher sind, was da noch weiter auf sie zukommen kann an Chancen, wenn du so willst.
Gar nicht mal so zwingend an Risiken, unter Umständen auch das, aber vor allen Dingen an Chancen, weil unter Umständen gibt es ja interessante Player, die sich auftun, wo sie sich sicherer fühlen würden, wenn sie die kaufen würden.
Oder aber für den Fall, dass das nicht so sein sollte, sehe ich da eigentlich eine sehr, sehr große Chance, dass dann eine signifikante Distribution von den Profiten passiert.
So, und so wie du schon richtig gesagt hast, die machen 550 Millionen Gewinn, was super ist.
Aber eigentlich ist es gar nicht so viel.
Und was meine ich damit?
Wise hat sich zum Ziel gesetzt, eine Marge zu haben, und zwar eine Underlying Margin.
von 13 bis 16 Prozent.
Warum sage ich das mit der Underlying Margin so komisch?
Das sage ich deshalb so, weil Wise als wahrscheinlich das einzige Unternehmen, was ich kenne, seine Zahlen nach unten adjustiert.
Das heißt also, dieses Zinsthema, was ich vorher schon angesprochen habe, das erste Prozent, das soll an Wise gehen, der Rest soll beim Kunden verbleiben, das nehmen die auch so in die Buchhaltung mit auf.
Das heißt also, sie sagen, Ihr Profit, der Underlying Profit, der soll doch bitte nur ein Prozent von den Zinsen beinhalten, während der ausgewiesene Profit viel, viel höher ist, weil ja dort die weiteren zwei und noch paar zerquetschte in der Eurozone Prozent mit drin sind.
Das heißt also, die Zahl, die du jetzt gerade sagst, ist sogar wie ein Ticken zu hoch, verglichen mit dem, wie Wise ihre Underlying Profitability sieht.
Und diese Marge sehen Sie, wollen Sie im Korridor von 13 bis 16 Prozent behalten.
Und weißt du, was da so unfassbar spannend ist, ist, wenn man sich dann halt mal so ein bisschen über die Unit Economics Gedanken macht.
Weil wenn ich jetzt darüber nachdenke, wie viel kostet es eigentlich, einen weiteren Dollar über diese Plattform zu senden oder einen weiteren Euro wegen mir?
Naja, dann bin ich inzwischen der Meinung, dass sie da unter 20 Basispunkte...
auf der Kostenseite haben, was die Bruttomarge angeht.
Das heißt also, das ist das, was so oder so anfällt und alles andere ist diskretionär.
Alles andere ist Kapitalallokationsentscheidung vom Management.
20 Basispunkte sind ja signifikant niedriger als die 50, die du gerade nimmst.
Also die haben da eine ordentliche Bruttomarge trotzdem drauf.
Aber wenn du es mal durchdenkst und 15, 20, 25 Prozent Wachstum in dem unterliegenden Volumen pro Jahr hast, dann musst du im Prinzip mit dem Preis runtergehen, um in deiner Targetmarge zu bleiben.
Von 13 bis 16 Prozent für die Gruppe.
Weil du sonst geht dir die Marge durch die Decke.
Es geht gar nicht anders.
Also sie muss durch die Decke gehen oder du schraubst den Preis runter oder du investierst ins Business.
Und Wise macht alles gleichzeitig, weil es so dynamisch wächst.
Also sie schrauben den Preis runter im letzten Jahr um rund zwei Basispunkte.
Das sind ungefähr fünf Prozent Preisreduktion.
Jetzt im letzten Jahr, im Jahr davor war es zweistellig, die Preisreduktion.
Dann investiert man in Marketing mit einem herausragenden Return on Investment.
Also man hat einen Customer Lifetime Value verglichen mit der Customer Acquisition Cost von 5.
Das heißt also, es ist mega profitabel, in Marketing zu investieren.
Und dann investiert man eben in diese Go-to-Market-Initiativen.
Neue Lizenzen für neue Integrationen, neue Märkte.
dass man immer schön brav compliant bleibt, damit man auch überhaupt keine Probleme bekommt mit irgendwelchen Aufsichtsbehörden oder dergleichen und eben weiter investiert in die Plattform, um weitere Banken damit draufzuziehen und das Ganze eben zu streamlinen.
Und das ist das, was Wise eben richtig gut macht, diesen organischen Teil der Kapitalallokation.
Und demgegenüber, so wie du ja anfangs gefragt hast, was machen sie mit dem Geld, steht für mich so ein kleines Minus.
Kleines Fragezeichen bei der Kapitalallokationsseite, wenn es darum geht, okay, und was mache ich dann mit meinem Cash, was ich dann verdient habe.
Durch das Marketing haben Sie ja mittlerweile jetzt auch schon 10 Millionen aktive Kunden.
Wie groß schätzt du den Gesamtmarkt ein?
Also wie viel können Sie dann noch capturen und wie ist da WISE aufgestellt von Marktanteil auch her?
Der Marktanteil ist mini, also einstellig.
Die Antwort auf die Frage ist wahrscheinlich, der theoretische Markt ist jeder Mensch mit einem Konto, der irgendwo international was macht.
Also das ist riesig, aber machen wir uns nichts vor, das ist auch kein Markt, wo du so eine Winner-Tags-at-all-Dynamik entfalten können wirst, sondern du wirst halt in den verschiedenen Segmenten, beispielsweise in diesem Small-Business-Segment, hast du einen sehr guten Compellator, der wird auch da bleiben, der wird nicht weggehen.
Ja, du hast auch auf der Plattformseite gibt es ein oder zwei Competitor.
Im Übrigen Visa gehört damit dazu.
Nicht Visa als Gruppe, sondern eine ganz kleine Subgruppe in Visa.
Übrigens alles zusammengekaufte Firmen, nicht so sehr organisch.
Visa ein bisschen gepennt, ehrlich gesagt.
Und so hast du überall bei jedem Segment hast du so ein paar Competitor.
Und ja, Revolut beispielsweise ja auch im Consumer-Segment würde ich durchaus als Competitor sehen.
Nicht in dem, dass sie eine tolle Lösung haben, aber in dem, dass sie halt den adressierbaren Markt durchaus verkleinern mit ihrer Preisstrategie.
Und so hast du überall ein paar Wettbewerber, aber Wise hat eben die Besonderheit, erstmal in allen Märkten aktiv zu sein, überall auch gleichzeitig zu wachsen im Übrigen und in einem Markt unterwegs zu sein, der strukturell so unfassbar stark wächst.
Also du hast so viele verschiedene Faktoren, die hier eine Rolle spielen.
Du hast erstmal absolut inflation-proof Business Model.
Also wenn die Preise ansteigen, kein Problem, weil dann gebe ich halt mehr Geld aus.
Also verdient WISE mehr Geld.
Super.
Dann hast du ein überproportionales Wachstum historisch betrachtet von Reisen verglichen mit GDP-Wachstum.
Super.
Wollen wir haben.
Weil Reisen bedeutet in der Regel andere Währung.
Super.
Und dann hast du recht starken Trend.
von Leuten, die in einem anderen Land wohnen, dorthin zu gehen und dort zu arbeiten, wo man vielleicht etwas mehr verdient, um dann das Geld nach Hause zu schicken.
Das heißt also, auch das wächst.
Das heißt, wir haben hier einen Markt, der einfach mal grundlegend irgendwo zweistellig wächst, würde ich jetzt mal sagen.
Und das ist eigentlich recht attraktiv.
Also wenn Wise dann nur 20 Prozent pro Jahr wächst, bekommt er im Prinzip fast keinen riesigen Marktanteilsgewinn.
Das heißt, Wise hat auch noch ordentlich Platz, um sich auszubreiten.
Was ist denn generell deine Erwartung an das Wachstum für das Unternehmen für die kommenden Jahre?
Ja, sehr gute Frage.
Ich würde davon ausgehen, dass sie ihre Volumina, die sie über die Plattform schieben, so zwischen 15 und 20 Prozent pro Jahr werden wachsen können.
Hängt aber vor allen Dingen von dem Erfolg in dem Plattformgeschäft ab, meiner Meinung nach.
weil das ist eben richtig signifikanter Wachstumstreiber.
Hier hat man sehr, sehr viele Kunden schon an Bord geholt und die müssen jetzt aber ausrollen.
Also das sind solche Kunden wie Standard Chartered, Morgan Stanley, Unicredit.
Also es sind wirklich große Kunden, die sich alle dagegen entschieden haben, das System zu kopieren, sondern einfach gesagt haben, hey, wir wollen das mit Wise machen.
Und das wird einige Jahre brauchen, bis die ihre das Ganze global ausgerollt haben und dann auch alle Currency-Pairs ausgerollt haben.
Also die fangen vielleicht mal mit einem Land an und dann mit den drei Hauptkorridoren.
Und dann kommen die nächsten drei Korridore dazu.
Und zwei Jahre später nimmt man mal fünf weitere Länder dazu und so weiter.
Also darauf wird es ankommen, dass das halt dann auch wirklich ein Erfolg wird und da weitere Banken mit dazukommen.
Wie übersetze ich das in Umsatz?
Ich denke, der Umsatz dürfte so um die 15 Prozent pro Jahr wachsen, vor allem durch Neukundenwachstum.
Und dann mit einem kleinen Element von einem höheren Umsatz pro Kunde.
Beispielsweise durch eine höhere Adoption von der Karte.
Also die Karte ist jetzt noch nicht so, dass jeder Kunde diese Karte immer benutzt, sondern die Karte ist da, sie wird auch angenommen.
Aber da gibt es eben nochmal ein leicht überproportionales Wachstum.
Und Zinsen sind für mich eher wie so eine Wildcard.
Also es ist eigentlich ein Teil von einem Geschäftsmodell, den ich am schlechtesten finde, wenn du so willst.
was einfach eine gewisse Volatilität und Unsicherheit reinbringt, ja, auf die könnte ich auch gerne verzichten.
Aber es ist ein Feature und ein Bug gleichzeitig, wenn du so willst, von diesem Geschäft.
Und deshalb denke ich, ungefähr 15 Prozent pro Jahr sind hier realistisch, auch wenn das Volumen in der Plattform überproportional wachsen wird.
Und dem gegenüber stehen dann eben die Preisreduktionen.
Und denkst du, die Marge wird sich dann auch auf einem ähnlichen Niveau halten?
Oder also wird man weiter...
in die Kunden zurück investieren und dadurch bleibt die Marge oder wird die sich ausweiten?
Nee, ich gehe davon aus, dass die Marge gleich bleibt, auch wenn man sie signifikant anheben könnte.
Im Gegenteil, ich würde eher davon ausgehen, dass man aktuell am oberen Ende von der Marge ist.
Ja, und dann wird es noch ein bisschen darauf ankommen, was dann die weiteren Reinvestments sind, wenn man dann einmal in die allermeisten Länder integriert ist, weil Jetzt hat man ja erst elf Integrationen.
Also das ist jetzt noch nicht so viel bei fast 200 Ländern auf der Welt.
Also so gesehen hat man da noch einen rechten Runway.
Aber das Ganze kann sich natürlich fünf Jahre von jetzt schon geändert haben oder zehn Jahre.
Dann wird man vielleicht in den allermeisten großen Ländern schon integriert sein.
Und dann stellt sich die Frage, wie reinvestiere ich denn jetzt weiter?
Und ehrlich gesagt ist der Hauptpunkt, der dann passieren dürfte, in meinen Augen, eine extreme, Abwärtsspirale beim Preis.
Und das ist was Positives, weil jeder, der sich dann überlegt, ja, nehme ich jetzt Western Union oder nehme ich jetzt Wise?
Also gut, die Frage, die sollte man heute schon klar beantworten können.
Aber auch, wenn man sich dann fragt, okay, nehme ich jetzt beispielsweise auf der Plattformseite, nehme ich da eine Visa mit rein oder nicht?
Auch das, das wird halt echt schwer.
zu kopieren, wenn du dann kein Volumen hast oder nur ein geringeres Volumen hast, dann wird es echt schwer, auf der Preisseite ordentlich mithalten zu können.
Also es wird wirklich, wirklich schwierig für die anderen mitzuhalten und dann hast du eigentlich eine tolle Situation in der Company.
Wenn die Marge jetzt nicht angehoben wird, um letzten Endes das Business zu verbessern, das Business größer auch noch zu machen, dann kommt das Gewinnwachstum ja letzten Endes auch nur durchs Umsatzwachstum.
Wie würdest du jetzt versuchen, dann da an eine Bewertung ranzugehen?
Also ganz grundsätzlich oder andersrum, worauf wollen wir hinaus?
Wir wollen ja irgendwie einen Return erzielen als Aktionäre, wollen wir irgendwie, dass das, was wir investieren, steigt.
Wie setze ich denn so ein Return zusammen?
Return setzt sich am Ende des Tages ja immer durch Aktienkursentwicklung und Dividenden zusammen.
Dividenden haben wir jetzt hier in dem Fall nicht.
Und wie gesagt, es kann schon sein, dass da ein paar Dividenden kommen, aber besonders Besonders viel erstmal nicht, aber vielleicht ein paar Prozentpunkte.
Und was dann demnach übrig bleibt, ist halt der Aktienkurs.
Und wenn wir uns die Bewertung anschauen, ist das Unternehmen auf Basis von diesen Underlying Earnings, die Wise selber reportet, also adjustiert um dieses Zinsthema und nach Steuern betrachtet, aktuell für dieses Geschäftsjahr Anfang 2027 eine...
31.
März 27 endend, sind sie soweit knapp 30 Mal.
Das ist viel, muss man schon sagen.
Die Bewertung ist nicht billig.
Wenn man das einfach ignoriert und sozusagen den normalen KGV bildet, was wir jetzt erwarten würden, bist du deutlich darunter, irgendwo so zwischen 23 und 25.
Das heißt also, initial von Yield, also wie viel du bekommst von dem Unternehmen, kannst du im Prinzip nicht viel erwarten.
Das heißt, der Großteil muss vom Wachstum kommen.
Und dieses Wachstum habe ich ja vorher versucht zu beziffern, so um die 15 Prozent.
Das heißt also, wenn man davon ausgeht, dass Wise weiterhin den großen Markt für der Brust hat, weiterhin dynamisch wächst, wird sich über kurz oder lang die Aktie mehr oder minder an dem Gewinnwachstum orientieren und in dem Fall ja fast eins zu eins am Umsatzwachstum.
Deshalb gehen wir davon aus, dass du mit Wise ziemlich genauso um die 15 Prozent wirst verdienen können, hängt aber stark von der Kapitalallokationsstrategie ab.
Also wenn sie dann halt aufhören sollten, weiter an den Kunden das zurückzugeben, das wäre zum Beispiel was.
Da würde ich mir schon eher Sorgen machen, ob ich da weiter in der Zukunft mitgehen kann, weil es ja auch wichtig ist, neue Kunden anzuwerben, weiterhin attraktiv zu sein, auch für neue Kunden und weiterhin den Wettbewerb da sozusagen hinter sich zu lassen, auch was die Preis Proposition angeht.
Und das wäre für mich so ein ultra relevanter Indikator auf diesem Weg.
Geht Wise da wirklich hin und schraubt diesen Preis immer weiter runter.
Insgesamt muss ich sagen, Weiss, als ich mich auch vorbereitet habe auf das Interview, sehr spannendes Unternehmen.
Ich danke dir auch nochmal, dass du es jetzt hier vorgestellt hast.
Ja, vielen Dank, Janik.
Ja, danke, dass ich hier sein durfte.
