# AI Monetization, Wealth Shifts, and Strategic M&A Trends

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-28

## Transcript

Okay, jetzt mal ehrlich.
Du wohnst wie ich in Berlin oder fährst am Wochenende für einen Tag in die City, dann kennst du das Problem bestimmt.
Tausend Möglichkeiten und dir platzt der Schädel vor lauter Optionen.
Bowling wäre mal wieder cool, aber die anderen, die wollen unbedingt ein paar Läden auschecken und Streetfood testen.
Und abends ist noch Kino geplant und ein paar fancy Drinks.
Aber dafür dann von Kreuzberg nach Mitte und dann wieder nach Neukölln?
Boah, also...
Ich habe das mal anders gemacht.
Ich habe meine ganzen Leute zusammen getrommelt und wir sind zusammen in The Place.
In The Place gibt es, der Name sagt es eigentlich schon, alles an einem Ort und zwar direkt am Potsdamer Platz.
Wir sind easy mit dem Ratten, haben zwei Stunden lang bei Game State Arcade-Klassiker gezockt und uns bei Manifesto-Marke Tacos und Fried Chicken und einen Spritz gegönnt.
Und irgendwann sind wir dann bei The Upside Down gelandet zum Karaoke.
Schön gemeinsam blamiert.
Hat alles mega Spaß gemacht.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die fulminante Snowflake-Wende, MEDAS Abo-Plan und neue deutsche Space-Fantasie.
Im Thema des Tages analysieren wir die Strategie der erfolgreichen Reichen und wie ihr sie kopieren könnt.
Und in der EEE-Idee präsentieren wir den neuen Koloss aus Korea.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Nando Sommerfeld und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Donnerstag, der 28.
Mai und wir wünschen euch einen sicheren Start in den Tagen.
Und das ist wichtig, weil die Rallye an den Märkten so ein bisschen ins Stolpern geraten ist.
Und Grund ist, wie sollte es anders sein?
Wieder mal Donald Trump.
Ja, die Wall Street hofft auf einen schnellen Deal mit Iran und auf eine Öffnung der Straße von Hormuz.
Ja, und dann sagt Donald Trump, ich bin nicht zufrieden, sagt er.
Und zack, die Rallye stolpert und sie fällt, ja, sie fällt aber immerhin nicht.
Und DAX und S&P 500 haben den Tag quasi unverändert geschlossen und der Nasdaq 100, naja, 0,09 Prozent niedriger.
Das ist schon faszinierend.
Der Markt sagt irgendwie so, naja, ich glaube da noch an eine Lösung, aber ich will sie auch sehen.
Aber so richtig die Lösung ist ja noch nicht richtig präsentiert worden.
Lustig ist oder interessant ist, dass der Ölpreis das schon mal vorweggenommen hat.
Brand ist gestern um 5% gefallen auf 95 Dollar und WTI sogar unter 90 Dollar.
Der Anleihemarkt ist auch eher so ein bisschen abwartend.
Trotz fallender Ölpreise blieben die Renditen unverändert.
Und dann kommen wir zur zweiten großen Story von gestern.
Und das war Technologie mal wieder.
Da haben wir ja gehört, die Minus 0,09.
Beim Nasdaq 100 aber unter dieser Oberfläche, da hat es kräftig rumort.
Ja, und wie Set Scaler war wirklich der Schocker des Tages.
Minus 30 Prozent.
Der größte Tagesverlust der Aktie überhaupt.
Wir hatten ja gestern schon über die Zahlen gesprochen, die eigentlich gar nicht so katastrophal waren.
Aber es zeigt sich halt eine Art neues KI-Paradoxon.
KI hilft beim Umsatz, aber frisst den Free Cashflow.
Was meinen wir damit?
Der Asset Scaler profitiert thematisch von Security und KI-Anwendungen, aber der Markt sieht auch halt mehr.
Investitionsausgaben, die sogenannten CapEx, höhere Komponentenkosten und damit niedrige Free Cash Flow Margen.
Und plötzlich heißt es nicht mehr KI ist gut für alle, sondern zeig mir mal, was davon wirklich unten ankommt.
Und das erinnert sich ein bisschen an Cloudflare.
Die haben ja vorher auch schon 30 Prozent verloren.
Insofern ähnliches Schicksal.
Das zeigt, bei den Highflyern in Software und Security, da liegt die Latte extrem hoch.
Der Markt, der will Beschleunigung, Margen, Cashflow, alles möglichst gleichzeitig.
Und ja, sowas gab es aber auch gestern.
Und zwar bei Snowflake, nämlich nachbörslich, hat die Aktie 36 Prozent zugelegt.
Ja, das sind alles Zahlen.
Ja, Snowflake ist dann eben der Gegenpol.
Du sagst es, Snowflake hat die Prognose erhöht, bricht von einem klaren Wendepunkt durch KI und beschleunigt beim Produktumsatz.
Die Zahlen ja Ergebnis pro Aktie 39 Cent, Konsens war 32, Produktumsatz 1,33 Milliarden, Konsens war auch deutlich niedriger und halt auch höhere operative Margen.
Jahresprognose angehoben bei Produktwachstum 31 Prozent.
Vorher nur 27 geschätzt, die operative Marge 13,5, auch vorher deutlich weniger.
Tja, und das ist alles für einmal angehoben und das ist der Gegenpuls.
Du hast es schön gesagt.
Dann gab es noch ein 6 Milliarden Dollar schweres zusätzliches Commitment für Amazon Web Services.
Und das ist eben genau das, was die Anleger hören wollen.
Nicht nur eine Beschleunigung des Umsatzes durch KI, sondern eben auch von den Margen.
Und Amazon, die gewann nachbörslich 0,3 Prozent wegen dieses Snowflake Deals.
Und Snowflake bekommt im Wert von 6 Milliarden Dollar Zugriff auf Amazons Graviton.
Chips.
Und dann gucken wir mal kurz auf Salesforce.
Da war es mal so richtig entspannter, gab es kein Beben in die eine und die andere Richtung.
Das war eher so maus, aber auch mal schön.
Nachbörslich minus 1%, was es ja fast gar nicht mehr gibt.
Ja, die KPIs waren halt weitgehend in Line, wie man so schön sagt.
Der Ausblick und die Auftragseingänge, ja, waren okay.
Der KI-Agent Agent Frost wächst zwar von 800 Millionen auf 1,2 Milliarden Dollar.
Diese wiederkehrenden Umsätze sind das ja.
Aber der Markt wollte offenbar mehr Fantasie.
Ist kein schlechter Bericht gewesen, aber die Zweifel an der Positionierung im KI-Agentic-Software-Zeitalter bleiben.
Die Aktie ist zwar günstig und die Margen hoch und das Unternehmen generiert viel Cash.
Das gilt aber für viele Softwarewerte und reicht halt nicht als Kaufargument.
Und Medda, die stiegen 3,7 Prozent.
Der Social Media Konzern, der führt kostenpflichtige Abos für seinen KI-Assistenten.
ein.
Nutzer können den Chatbot weiter gratis verwenden, aber bei intensiveren Nutzung, etwa für Bild- oder Videogenerierung oder längeres Reasoning, da stoßen sie künftig an Limits.
Und der Start, der erfolgt zunächst in Singapur, Guatemala und Bolivien.
Später sollen weitere Länder erfolgen.
Und Meta investiert ja gigantische Summen in die KI-Infrastruktur.
Mindestens 600 Milliarden ist ja für die nächsten Jahre geplant.
Und Investoren fragen deshalb zunehmend, womit verdienen die eigentlich Geld oder wann verdienen die damit Geld?
Singapur, Guatemala, Bolivien, was ist denn das denn für Start?
Länder.
Aber gut, wann verdient Meta damit Geld, sagst du?
Bisher lautet die Antwort, naja vor allem KI verbessert das Kerngeschäft Werbung und das funktioniert ja auch wirklich sehr, sehr gut.
Bessere Modelle führen zu präziseren Targeting, besseren Empfehlungen und effizienteren Anzeigen.
Aber das reicht den Investoren offenbar nicht mehr als Story und mit den Chatbot-Abos schafft Meta jetzt einen sichtbaren direkten KI-Umsatzstrom, ähnlich wie es ja auch OpenAI mit ChatGBT Plus oder Google mit Gemini-Abos.
Und gestern sprachen wir noch drüber.
Heute steigt die nächste Aktie dank Space Economy Fantasie.
Diesmal geht es um ein deutsches Unternehmen, nämlich Schaeffler, steigt in das Raumfahrtgeschäft ein und das beflügelt die Aktie des Autoindustriezulieferers.
Es gab einen Plus von 10 Prozent für die Aktie.
Für US-Unternehmen Spire Global will Schaeffler hochkomplexe Schwungräder für Satelliten bauen.
Schwungräder für Satelliten, das ist doch wunderbar.
So ein bisschen wie diese Rotoren für die Rechenzentren, für die Gasturbinen.
Wenn man das im Angebot hat, so wie Caterpillar, dann läuft man auch gut.
Und das hat Schaeffler eben auch, Schwungrotoren für Satelliten.
Und die Teile sind notwendig, um Satelliten in der Umlaufbahn auf Kurs und in der richtigen Position zu halten.
Und in den nächsten fünf Jahren soll mit Spire ein Umsatzvolumen in Höhe.
von 250 Millionen Euro erreicht werden.
Und weißt du, wie lange so ein Antiliet im All sich hält, Sommerfeld?
Na.
Das steht nämlich in dem SpaceX, Prospect steht jetzt drin.
Ich glaube, nach sieben Jahren ist das Ding abgeschrieben und du musst es neu machen.
Also kannst du viele Schwunggeräte verkaufen.
Wie geil ist das denn?
Die Automobilzulieferer machen jetzt in Space.
Das ist quasi jetzt die neue Hoffnung.
Ja, die machen in Rüstung und Space.
Wie geil ist das denn?
Das ist schon irgendwie ganz cool.
Also die 10% plus kann ich verstehen.
Gute Nachrichten gab es gestern auch von Manchester United.
Erst gab es die ja für die Fans, die haben ja am Wochenende Platz 3 und damit die Champions League gesichert, das ist ja immer ganz, ganz wichtig.
Und gestern gab es die gute Nachrichten eben auch für die Aktionäre.
Die Prognose wurde unter anderem wahrscheinlich wegen dieses Champions League Erreichens wurde sie erhöht.
Der Klub rechnet nun für das im Juni-Ende Geschäftsjahr mit einem Umsatz zwischen 655 und 665 Millionen Pfund.
Und einen bereinigten Kerngewinn von 200 bis 210 Millionen Pfund.
Das ist echt ganz schön viel.
Und ist alles ein bisschen mehr als erwartet.
Und was ein Kursplus von 12 Prozent gebracht hat.
Und siehe da, die so oft geschmähte bekannteste Fußballaktie der Welt hat sich zuletzt echt ganz gut entwickelt.
Seit Jahresanfang fast 40 Prozent im Plus.
Müsste man sich mal langfristig angucken, ob das da auch so ein Erfolg ist.
Wahrscheinlich nicht.
Fußballaktien kannst du vergessen.
Ja, aber chinesische Aktien kannst du auch vergessen.
Dann kommen wir nämlich zu PDD.
Das ist ja die Aktie und der Mutterkonzern von Temu.
Die aktuellen Zahlen, die haben enttäuscht.
Die Aktie von der Wall Street 10 Prozent.
PDDs Nettogewinn brach im ersten Quartal um 15 Prozent auf umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro ein.
Und der Konzern leidet unter der schwachen Konsumstimmung in China, die von einer Immobilienkrise uns sorgen.
um Arbeitsplätze belastet wird.
Zudem steht Peter Diener im scharfen Wettbewerb mit Konkurrenten wie Alibaba und JD.com, die Kunden mit hohen Rabatten locken.
Ja und so langsam wird es ernst bei unserem, ich würde fast schon sagen Thema der Woche.
Uber hat nämlich seine Position bei Delivery Hero massiv ausgebaut und die Anteile des aktivistischen Investors Aspects Management übernommen.
Wir haben dafür schon mehrfach gesprochen und damit steigt Ubers Beteiligung jetzt auf 36,83%.
Aber die direkt mit Aktien verbundene Stimmrechte, die liegen bei 24,99%, also unter der Schwelle von 30%, die dann ja gesetzlich ein Pflichtangebot auslöst.
Laut Bloomberg zahlte Uber für S-Bags Anteile knapp unter 40 Euro je Aktie.
Parallel verhandelt Uber halt über die Übernahme von Delivery Hero und das vorliegende Angebot liegt halt aber bei 33 Euro je Aktie und bewertet Delivery Hero mit ja so rund 10 Milliarden Euro.
Ja, da muss nochmal was draufgelegt werden.
Also mindestens 38 sollten daher.
Und bemerkenswert ist, dass das Angebot...
keine Prämie auf den jüngsten Aktienkurs enthielt.
Da haben wir ja auch schon die ganze Woche drüber geredet.
Und ein weiterer großer Anteilseigner, der womöglich zeitnah ins Boot geholt wird, ist Prosus mit rund 17 Prozent.
Prosus steht ja wegen seiner Übernahme von Just Eat Takeaway unter Druck, der EU-Kommission einen Großteil seiner Delivery Hero-Beteiligung zu verkaufen.
Und Prosus versucht offenbar, diese Auflage angesichts des Laufenden der Uber-Verhandlungen kippen zu lassen.
Und jetzt machst du zum ersten Mal die Woche hier Termine.
Bitte!
Ja, endlich mal.
Und es gibt tatsächlich immer noch einige.
Es ist noch nicht vorbei mit den Zahlen.
Also wir haben Costco, wir haben UiPath.
Oh Gott, UiPath.
Furchtbare Aktie.
Das war völlig richtig, dass ich mich von der getrennt hatte.
Sentinel One haben wir noch.
Dell, Okta, MongoDB, Asana, Autodesk, Gap und Dollar Tree.
Und wir haben jede Menge Hauptversammlungen.
Deutsche Bank zum Beispiel, prominente Veranstaltung.
Und wir haben noch das Treffen der Finanzminister aus den sechs wirtschaftsstärksten EU-Ländern.
Das Thema des Tages.
Im Thema des Tages könnten wir eine Neiddebatte führen.
Wir könnten beklagen, dass es immer mehr Superreiche gibt und das Vermögen sich immer mehr oben konzentriert.
Und dass 97.000 Menschen weltweit mehr als 100 Millionen Dollar an Finanzvermögen besitzen.
Wir könnten uns ärgern, dass die Reichen immer reicher werden.
Oder aber wir fragen uns, wie machen die das eigentlich?
Und vor allem, wie können wir an deren Verhalten möglicherweise noch verdienen?
Genau, darum geht es nämlich hier, weil Empörung.
Bringt keine Rendite, Analyse schon eher.
Und die spannende Erkenntnis aus dem neuen Global Wealth Report von Boston Consulting lautet, die Superreichen werden nicht einfach reicher, weil sie Glück haben, sie werden reicher, weil sie anders investieren.
Halt breiter, internationaler, stärker in Aktienfonds, Private Equity natürlich und andere Finanzanlagen.
Und während viele Deutsche noch auf Tagesgeld und auf ihr Girokonto starren, arbeiten bei den Reichen halt die Kapitalmärkte.
Und der neue Report von Boston Consulting ist eine echte Goldgrube, um zu erfahren, wie das richtig geht.
Das Nettovermögen der Deutschen ist 2025 um 14,8 Prozent gestiegen auf 23,3 Billionen Dollar.
Also wir müssen sagen Dollar und das sind grob 20 Billionen Euro.
Der Treiber war eindeutig das Finanzvermögen, also Bargeld, Konten, Anleihen, Aktien, ETFs, Pensionsansprüche plus 17,7 Prozent auf 12,4 Billionen Dollar.
Und besonders heftig, wer Aktien und Fonds besaß, war Ende 2025 ein Viertel reicher als ein Jahr zuvor plus 24 Prozent.
Wenn ihr sagt, ich habe letztes Jahr nicht 24 Prozent gemacht, das war in Dollar.
Und der Dollar hat letztes Jahr sehr viel verloren und deswegen ist es in Dollar schöner als in Euro.
Fakt ist, der Kapitalmarkt belohnt diejenigen, die mitmachen.
Was für eine Überraschung, wenn ihr Triple E hier schon lange hört, dann wisst ihr das natürlich.
Ja, aber das Millionärsranking ist spannend.
Platz 1, natürlich USA sagenhafte 21,6 Millionen Dollar Millionäre.
Das ist schon wirklich echt eine hohe Zahl.
Dann mit Riesenabstand China mit 2,4 Millionen, Japan mit 1,1 Millionen, Kanada mit 775.000 und dann kommt Deutschland mit 774.000 Millionären auf Platz 5.
Und vor fünf Jahren waren das erst 542.000 Dollar Millionäre in Deutschland.
Wir haben jetzt über 200.000 neue dazubekommen in fünf Jahren und das ist halt wirklich die Power der Aktienkultur, die endlich auch in Deutschland greift.
Und auf der anderen Seite haben wir 66 Millionen Deutsche mit weniger als 250.000 Dollar Finanzvermögen.
Und das ist halt so eine gewisse Spreizung.
Aber hier kommt der entscheidende Punkt.
Die BCG-Experten nennen es die Finanzialisierung.
Wer mehr hat, streut breite Aktien, ETFs, Private Equity.
Wir haben es gesagt, wer weniger hat, parkt halt auf dem Sparbuch.
Und das verliert real.
Der einzige Ausweg ist halt...
Mitmacher am Kapitalmarkt.
Also die Reichen nicht beneiden, sondern kopieren.
Nicht im Sinne von Privatjet, Family Office oder Champagner auf der Yacht, sondern im Sinne von, welche Anlagklassen, welche Regionen, welche Finanzplätze profitieren von dieser Vermögensverschiebung.
Dank Demokratisierung könnt ihr ja beispielsweise auch in Private Equity investieren und dank ETFs lassen sich auch bestimmte Trends leichter abbilden.
Trend Nummer 1, der globale Aktienmarkt.
Wenn BCG sagt, Aktien und ETFs gewinnen an Bedeutung, dann ist der einfachste Gewinner erst einmal der MSCI World.
Der Index lag Ende Mai rund 10% höher als im Dezember.
Das ist der langweilige, aber wirkungsvolle Teil der Geschichte.
Und langweilig ist bei Geldanlage ja oft ein Kompliment.
Also ihr müsst nicht jetzt MSCI World nehmen, ihr könnt auch MSCI ACWI nehmen, vielleicht auch Fuzzi Orwell.
Das ist so das Basis Investment, das sagen wir ja auch hier immer wieder.
Also insofern, das ist nichts Neues.
Damit investiert ihr halt in die großen Profiteure der globalen Kapitalmärkte.
Und nicht so glamourös wie ein Family Office ist das, in so ein MSCI World ETF oder MSCI ACWI ETF zu investieren.
Aber es ist sehr viel zugänglicher und sehr viel einfacher und günstiger.
Das stimmt.
Die nächste Erkenntnis ist die sicheren Häfen des Reichtums, denn die Superreichen bleiben mit ihrem Geld nicht zwingend zu Hause.
BCG beziffert grenzüberschreitende Vermögen auf 15,7 Billionen Dollar.
8% mehr als im Vorjahr.
Kapital ist halt mobil und es geht dahin, wo es Stabilität, Infrastruktur und auch niedrige Reibungskosten findet.
Und da erleben wir einen Favoritenwechsel.
Die Schweiz war lange das Synonym für Vermögensverwaltung und jetzt hat Hongkong gleichgezogen.
Würdest du jetzt dein Geld nach Hongkong bringen?
Aber gut, das scheinen die Superreichen zu machen und beide Destinationen verwalten 2,9 Billionen Dollar ausländisches Vermögen.
Aber Hongkong wächst schneller und auch Singapur holt langsam auf.
Das ist für Anleger durchaus interessant, weil man diese Finanzplätze ja auch über ETFs spielen kann.
Zum Beispiel den Amundi DJ Switzerland Titans 30, der enthält zu rund einem Viertel Finanzwerte, darunter UBS und Zürich Versicherungen.
Und den UBS MSCI Hongkong, dort machen Finanzwerte sogar 47% aus und Namen wie AIA Group und BOC Hongkong Holdings stecken da drin.
Und wer daran glaubt, dass Kapital aus China und Asien weiter über Hongkong verwaltet wird, bekommt hier einen Hebel.
Und dann gibt es noch den X-Trackers Emissary Singapur, der so ein bisschen den Aufstieg von Singapur als Finanzplatz spiegelt.
Fast 48% Finanzaktien DBS, Overseas Chinese Banking, United Overseas Bank.
Schon die Namen klingen nach grenzüberschreitendem Kapital, aber jetzt das nicht falsch verstehen.
Das sind jetzt keine Sparplan-Basis-Investments gewesen, die wir zuletzt genannt haben.
Schweiz, Hongkong und Singapur.
Aber das sind eben so spannende Themen oder Saliden-ETFs.
Und wer schon global breit investiert ist und eine These auf Wealth Management, Finanzplätze und Kapitalströme spiel will, der kann sich sowas mal anschauen.
Aber es sind halt wirklich kleine, konzentrierte Märkte und da steckt auch viel Klumpenrisiko drin in Aktien Schweiz, Hongkong oder Singapur.
Völlig richtig.
Und die Superreichen investieren nicht alles in eine Idee, sie diversifizieren ja.
Und das ist die wichtigste Lektion.
Viele normale Anleger machen das Gegenteil.
Sie haben ein Haus, ein Konto, vielleicht eine Lebensversicherung und nennen das dann Sicherheit.
In Wahrheit ist das oft eine gewaltige Wette auf Deutschland, Immobilienpreise, Euro und die eigene Erwerbsbiografie.
Tja, die eigene Erwerbsbiografie, die darf man ja nicht vergessen.
Das ist ja auch immer ein Risiko, weil das ja auch eine Einkommensquelle ist.
Und BCG ist für Deutschland und das ist ja...
Frustrierend, gar nicht so euphorisch.
Bis 2030 soll das Nettovermögen lediglich auf 27,5 Billionen Dollar steigen.
Langsamer als im westeuropäischen, auch im globalen Durchschnitt.
Und Gründe, klar stagnierendes Bruttoinlandsprodukt, alternde Bevölkerung, schwache Produktivität, Regulierung.
Und eine immer noch sehr geringe Kapitalmarktkultur.
Ja, das ist nicht schön, ist aber auch ein Weckruf.
Wer in einem Land lebt, das langsamer wächst, muss sein Kapital nicht ebenfalls lokal einsperren.
Ein ETF-Sparplan ist die persönliche Globalisierung, so könnte man es ausdrücken.
Man kann mit deutschem Gehalt an amerikanischen Tech-Gewinnen, Schweizer Dividenden, asiatischen Banken und dem globalen Unternehmertum teilhaben.
Und genau das ist der Unterschied zwischen Neiddebatte und Anlegerdebatte.
Genau, und die Neiddebatte, die würde fragen, warum haben die denn so viel?
Und die Anlegerdebatte fragt, welche Mechanismen machen sie reicher?
Und welche davon kann ich legal, einfach und günstig nutzen?
Und wer Superreiche nur beschimpft, der verdient nichts.
Wer versteht, wie sie investieren, der vielleicht schon.
Achtsamkeit heißt, bewusst atmen und sich um sein inneres Kind kümmern.
Denn es will gesehen und gehört werden.
Es will verstanden werden.
Und es will ehrlicher antworten.
Doch manchmal will es auch einfach nur...
dass jemand aufhört zu atmen.
Achtsam Morden, die zweite Staffel.
Jetzt nur auf Netflix.
Die AAA-Idee des Tages.
Ja, ich gebe zu, wir sind spät dran.
Und ja, unser Hörer Philipp, der uns gestern ganz früh via Spotify schrieb, hat...
Absolut recht.
Er fragte, warum wir eine ganz bestimmte Speichership-Herstelleraktie eigentlich nie erwähnen.
Eine Aktie, die ihm in seinem Depot große Freude bereitet.
Und der gestrige Tag zeigte dann auch, wie recht er hatte.
Wir müssen über diese Aktie reden.
Denn der Club der Börsenbillionäre ist seit gestern um ein Mitglied größer.
Das ist ein Konzern, den wahrscheinlich die wenigsten auf dem Zettel haben.
Doch wir haben es gestern schon ein wenig angedeutet, die Börse in Südkorea ist neben den USA und Taiwan gerade der dritte größte Halbleiter-Hype-Spot.
Und genau so kommt aus Südkorea eben dieses Unternehmen.
Ja, ihr werdet jetzt sagen, hä, Samsung ist doch schon seit ein paar Wochen in diesem Billionen-Club.
Und das stimmt auch.
Doch die Rede ist halt gar nicht von Samsung.
Die Rede ist von SK Hynix im Konzern, der zwar regelmäßig in den KI-Gewinnerlisten auftaucht, über den hierzulande aber ziemlich wenig bekannt ist.
Und das wird sich jetzt ändern, weil er ein Billionen-Club ist und weil wir heute eine Triple-E-ID draus machen.
Genau, und SK Heinex ist Teil der SK Group, des weitverzweigten Chabrol, also einem dieser typischen familienkontrollierten Großkonzerne des Landes.
Heinex war nach der Asienkrise und einer DRAM-Schwämme fast schon mal ein gläubiger Fall.
Aber dann, vor etwa 15 Jahren, wagte das Management eine erstaunliche Wette.
Langfristige Forschung statt kurzfristiger Margenkosmetik.
Und dann wurde nämlich das entwickelt, was das Unternehmen heute so unglaublich erfolgreich macht.
HBM, High Bandwidth Memory.
Und SK Hynix baut keine GPUs wie Nvidia.
Es baut den Speicher, ohne den diese GPUs ziemlich nutzlos wären.
Und eben diese HBM.
Und das sind gestapelte Speicherchips, die Daten extrem schnell an KI-Beschleuniger liefern.
Ja, und wie gesagt, Hynix ist schon lange stark in der HBM-Technologie.
Nur HBM war jahrelang eine Lösung ohne Problem.
Bis halt ChatGPT kam.
Der Urknall, ihr erinnert euch.
Aus dem einst krisengeplagten Chiphersteller ist halt inzwischen Nvidia zentraler KI-Verbündeter geworden.
SK Hynix hält mehr als die Hälfte des globalen HPM-Markts und ist wichtigster HPM-Lieferant von Gigant Nvidia und wurde auch von Microsoft für eigene KI-Chips ausgewählt.
Gleichzeitig lagen die operativen Margen zuletzt bei knapp 60 Prozent.
Das ist besser als bei TSMC.
Und so kam es zu einer unglaublichen Börsenrally.
Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei mehr als 230 Prozent.
Auf zwölf Monatssicht, und jetzt heißt es wieder Festteil, das haben wir in diesem Podcast ja diese Woche schon häufiger gehabt, sogar bei rund 1000 Prozent.
Und jetzt eine Billion Dollar an der Börse wert.
Wahnsinn.
Ist letztlich kein Wunder, denn Speicher ist plötzlich der Flaschenhals der KI-Welt.
JP Morgan schreibt in seiner aktuellen Analyse zur Aktie, dass sich das Geschäftsmodell strukturell verändert.
Weg vom klassischen zyklischen Speicherhersteller hin zu einem Unternehmen mit langfristigen Lieferverträgen, besseren Margen und planbareren Cashflows.
Und deshalb erhöht JP Morgan das Kursziel auf drei Millionen Wonnen.
Und das wäre nochmal ein Kursplus vom aktuellen Niveau von 25 Prozent.
Ich finde es lustig, in welchen Kategorien diese Aktien gehandelt werden.
Drei Millionen Won, das ist schon...
Das ist wunderbar, das sollte man einen Aktiensplit machen.
Aber egal, das kennt ihr in Südkorea nicht so.
Und Kern dieser Neubewertung ist, dass Speicher früher Commodity war.
Überangebot, Preisverfall, sinkender Aktienkurs.
Und jetzt sagen die Analysten, KI macht Speicher strategisch.
Cloud-Konzerne sichern sich Kapazitäten Jahre im Voraus.
Und die UBS schreibt etwa, dass SK Heinex bereits verbesserte Langfristverträge mit Hyperscallen abgeschlossen hat.
Typischerweise über drei Jahre.
Ja, das nimmt die Zyklik ein bisschen raus, das stimmt.
Doch warum ist S-Geheimnis überhaupt so stark?
Zum einen haben sie halt diesen technologischen Vorsprung bei HBM.
Dann gibt es die enge Nvidia-Beziehung und dann halt die Knappheit und hohe Eintrittsparrieren beim sogenannten Packaging.
Also HBM ist ja nicht einfach DRAM in teuer, es ist halt ein komplexes Stapel Verbindungs- und Testproblem, würde ich sagen.
Das kann halt nicht jeder.
Und positiv ist auch, der Rest des Speichermarkts zieht mit.
UBS spricht vom AI Memory New Normal, soll heißen, der KI-Boom hilft SK Heinex nicht nur beim Spezialprodukt HBM, sondern inzwischen fast dem gesamten Speicherportfolio.
UBS erweitert deshalb, dass der operative Gewinn erst im zweiten Quartal 2028 seinen Höhepunkt erreicht.
Also Peak Earnings erst Q2 2028.
Ja, so lasst uns mal über die Chancen sprechen, die die Aktie besitzt.
Also da haben wir natürlich den Fakt, die Nachfrage bleibt länger stärker als das Angebot.
JP Morgan sieht ein weiter enges Speicherangebot erwartet, da haben wir wieder bis 2,28 stark steigende Gewinne.
Dann Langfristverträge könnten aus einem zyklischen Geschäft ein planbares Geschäft machen, wir haben es gerade gesagt.
Und Punkt Nummer drei, Kapitalrückflüsse.
JP Mong erwartet erhebliche Free-Cash-Flow-Ausschüttungen über Dividenden und Rückteufe.
Auch ein Kassiker.
Und dann kommt natürlich zum Schluss noch die Bewertung.
Klingt komisch bei einer Billion Dollar, aber die UBS sieht SK Hynix auf Basis der 2027er-Schätzung nur bei einem KGV von vier.
Ihr habt es richtig gehört, einsteiges KGV.
Und wenn es nicht Peak Earnings sind, dann ist das wahnsinnig billig.
Normalerweise hat man das ja immer bei Peak Earnings und niedrige KGVs, aber es scheint nicht so zu sein.
Jamie Morgan kommt ebenfalls auf niedrige KGVs für 26 und 27 vorausgesetzt.
Und das ist es halt immer.
Wir haben eben noch nicht Peak Earnings, sondern die Gewinnschätzung, die halten das ja auch mit das Problem von Nvidia.
Ja, stimmt.
Also kommen wir natürlich jetzt folglich zu den Risiken.
Was man festhalten muss, Samsung und Micron, die großen Wettbewerber, die schlafen ja auch nicht.
Und wenn Samsung beispielsweise aufholt, sinkt halt der Premium-Charakter von SK Hynix.
Und da ist dann natürlich noch die Macht des großen Großkunden.
Nvidia ist Goldesel, ja, aber Risiko halt auch.
Wenn Hynix, Samsung und Micron alle liefern wollen, kann Nvidia höhere Standards, Custom-Chips und härtere Preise verlangen.
Und auch das New Normal, ja, ist relativ.
Ein Speicher, wenn zu viel Kapazität kommt oder KI-Ausgaben enttäuschen, kippen die Preise dann halt trotzdem irgendwann.
Und was man auch nicht vergessen darf, SK Hynix produziert bedeutende D-Ram-Mengen in China und der US-Druck, Zölle oder Exportkontrollen können die schöne KI-Story halt auch stören.
Es gibt so neue Chips, da sind die Speicher schon mit eingebaut, wie bei Cerebras.
Man weiß nicht, ob das wirklich funktioniert, aber auf jeden Fall versprechen die das.
Und was heißt das jetzt für die Aktie?
Naja, fest steht, SK Heinex ist einer der wichtigsten Engpasslieferanten des KI-Zeitalters.
Die Aktie ist explodiert, aber die gewinnen eben auch.
Und wer einsteigt, wettet darauf, dass Speicher nicht mehr nur Zyklus ist, sondern eben Infrastruktur.
Und wenn das Top-Produkt HBM knapp bleibt, dann kann SK Heinex weiter überraschen und womöglich sogar Südkoreas Größe sein, den dann jeder kennt.
Das war alles erwachsen.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns einmal mehr in AAA, also A, it will die oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und es gab in jüngster Zeit immer wieder Klagen wegen KI-Sprechs im Podcast.
So, und da muss man sagen, wir nutzen ja KI auch bei der Bewältigung der ganzen Informationsmassen, die wir hier brauchen, um irgendwie in doch einer guten Zeit die ganzen Informationen zu sichten, zu analysieren und aufzubereiten.
Und da findet natürlich auch KI...
so ein bisschen manchmal in unsere Texte Einzug, so erstens, zweitens, drittens, so klassische und dann hat KI auch so ganz bestimmte rhetorische Figuren.
Da sagt er, macht nicht das, sondern ist das oder ist noch größer.
Und das ist uns auch schon aufgefallen, dass es reinkommt.
Aber wir versuchen das natürlich wieder in normalen Sprech umzusprechen beziehungsweise gar nicht erst KI so in unser Manuskript aufzunehmen.
Genau, das ist tatsächlich ein Phänomen, was sich überall spiegelt.
Man hat das auch, man hat teilweise das Gefühl, man hört auch überall ähnliche Reden und so weiter und so fort.
Ja, bei Reden ist es besonders krass.
Genau, also von daher ist das ein guter Hinweis.
Wir haben das auch schon uns auf den Plan genommen, beziehungsweise auch bemerkt und wir werden daran arbeiten.
Es nervt uns total, man kommt nicht ganz umhin, aber hier ist natürlich Authentizität auch ein schwieriges Wort.
kann die KI nicht aussprechen.
Das ist hier natürlich Trumpf und daran halten wir fest.
Das ist hier unser Motto.
Und deshalb ein guter Grund, wie ich finde, uns zu abonnieren, über uns zu sprechen und uns euren Freunden zu empfehlen.
Und wir hören uns dann morgen wieder ganz authentisch ab 5 Uhr bei BELD und überall, wo es Podcasts gibt.
Ab einem Euro.
Und falls du mal Fragen hast, kannst du Trade Republic rund um die Uhr erreichen.
Du kannst anrufen und sprichst mit echten Menschen, die dir helfen.
24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.
Also, mach es so wie 10 Millionen Kunden von Trade Republic und lass dein Geld für dich arbeiten.
Hol dir die App und eröffne dein Konto in weniger als fünf Minuten.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Zinsen von Partnerbanken.
Dividenden aus Geldmarktfonds mit Kursrisiken.
