# AI Infrastructure, Semiconductor Profit Sharing, and Market Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-28

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 28.
Mai.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Und noch kleiner Hinweis in eigener Sache, weil einige gefragt haben, diese Tassen, die ihr jeden Tag im Video sehen könnt, könnt ihr auch bestellen bei shop.orws-buch.com oder klickt einfach den Link in der Beschreibung.
Und jetzt zurück zum Podcast.
Bei uns gibt es heute neben ganz vielen Quartalszahlen drei unscheinbare Energiefirmen, die dank Rechenzentren durch die Decke gehen und die Frage, welche KI-Kryptoprojekte gerade auch durch die Decke gehen.
Es ist ja nichts Neues, dass es gerade in der Speicherchip-Welt Geld regnet und zwar nicht mehr nur für Investoren und Top-Manager, für die regnet es aber auch immer noch Geld.
Nachdem Micron ja schon am Dienstag die 1000 Milliarden Dollar Börsenwert geknackt hat, hat gestern nämlich Eski Hynix aus Südkorea dasselbe geschafft und ist damit nach Samsung und TSMC die dritte asiatische Firma im 1000 Milliarden Dollar Club.
Aber wie gesagt, nicht nur Investoren profitieren und wir haben doch vor kurzem erzählt, dass Mitarbeiter bei Samsung gestreikt haben und jetzt konnte die Gewerkschaft sich mit dem Management einigen, 78.000 Mitarbeiter im Halbleiterbereich kriegen eine Gewinnbeteiligung und zwar 10% vom operativen Gewinn.
Klingt gar nicht so viel, aber das sind einfach um die 23 Milliarden Dollar, die da verteilt werden und damit im Schnitt 300.000 Dollar pro Mitarbeiter.
Weil es nicht ganz gleich aufgeteilt wird, können die Mitarbeiter in der Speicherchipsparte, wo die Gewinne ja vor allem herkommen, sogar bis zu 400.000 Dollar kriegen.
Übrigens gibt es auch bei Eski Heinex einen ähnlichen Deal und es gibt gerade auch Kritik, dass jetzt Mitarbeiter in anderen Firmen, vor allem in Südkorea, sowas fordern könnten.
Nur haben ja nicht alle Firmen so eine gigantische Dynamik wie die Speicherchip-Player.
Und können mal easy 10% der Gewinne abgeben.
Und auch nicht alle asiatischen Chip-Firmen sind ganz so großzügig.
TSMC hat am Mittwoch zum Beispiel gesagt, dass die Mitarbeiter mehr als 30% Anstieg bei ihren Gewinnbeteiligungen sehen werden.
Das dürfte im Schnitt aber deutlich, deutlich weniger sein als bei Samsung oder SG Heinex.
Aber nicht nur mit Chips kann man Geld verdienen.
Es geht auch mit Farbe, wie man gestern mal wieder bei Axo Nobel gesehen hat, der Firma hinter Dulux.
Die wollen ja eigentlich mit dem New Yorker Konkurrenten Axalta fusionieren.
Aber es gibt zwei Konkurrenten, denen das nicht so gut gefällt, dass daraus noch größerer Konkurrent entstehen würde.
Und genau deshalb haben der Marktführer im Farben- und Beschichtungsbereich Sherwin Williams und der japanische Konkurrent Nippon Paint jetzt zusammen versucht, Axo Nobel zu kaufen.
Und zwar für knapp 13 Milliarden Euro.
Nippon Paint würde dann das Business mit den Wandfarben und ein paar industriellen Beschichtigungen kriegen.
und Sherwin-Williams das ganze restliche Geschäft, vor allem mit Auto- und Spezialbeschichtungen.
Allerdings hat Axo Nobel denn die gestern abgelehnt, weil der Kaufpreis, den die beiden zahlen wollten, aus Sicht des Managements einfach zu niedrig ist.
Das erklärt auch, wieso die Aktie dann gestern um die 20% zugelegt hat.
Investoren spekulieren da also gerade drauf, dass noch ein höheres Angebot kommt.
Wer übrigens noch mal mehr zum Farbenbusiness generell hören will, kann sich noch mal unsere Folge vom 25.
August 2025 anhören.
Mit Farbe kann man also gutes Geld verdienen, mit Speicherchips auch und zumindest an der Börse kann man in diesen Tagen auch sehr gutes Geld mit Raumfahrt verdienen und genau die Chance haben jetzt die Kollegen beim Autozulieferer Schäffler gesehen.
Für Spire Global, das ist eine relativ kleine Spacefirma in den USA, die aber schon an der Börse ist, wollen sie nämlich Schwungräder bauen, die die Satelliten dann auf Kurs halten.
Und das sollen in den nächsten fünf Jahren Schwungräder im Wert von circa 250 Millionen Euro sein.
Das ist jetzt für Schaeffler mit über 20 Milliarden Euro Gesamtumsatz und 10 Milliarden Euro Börsenwert erstmal nicht so viel.
Aber die Vision hat die Aktie gestern über 10 Prozent hochgezogen.
Über 5 Prozent gestiegen ist dann noch die Aktie von Adidas.
Das könnte an einem Interview von einem Hoch...
Manager mit dem Handelsblatt liegen und der hat erzählt, dass Adidas extrem starke WM-Effekte erwartet.
Aus kommerzieller Sicht wird das nämlich sehr wahrscheinlich die erfolgreichste WM für Adidas ever werden und sie erwarten dadurch mehr als eine Milliarde Euro zusätzlichen Umsatz.
Und vor allem bei den Trikots haben sie schon jetzt die sehr ambitionierten eigenen Erwartungen übertroffen.
Aber wie immer haben gestern auch nicht alle gefeiert.
Pinduudu, also die Firma hinter Temo, hat zum Beispiel um die 10% verloren, nachdem der Umsatz nur noch um die 10% gestiegen ist letztes Quartal und der Gewinn sogar gesunken ist.
Grund ist vor allem der starke Wettbewerb in China selbst.
Aber was sind schon 10% noch viel stärker abgeschmiert, ist die Aktie von der Cyber Security Firma Setscaler, nämlich direkt um 30%.
Das ist auf den ersten Blick überraschend, weil die Zahlen eigentlich sogar besser waren als erwartet und die Prognose auch nur minimal schlechter.
Aber in der Prognose rechnet Z-Scaler eben nur mit circa 20% Wachstum.
Und das ist bei einer Firma, die mit dem 40-fachen vom erwarteten Gewinn bewertet wird, dann einfach ein bisschen zu wenig.
Übrigens fand ich auch die Begründung für die schwache Prognose spannend.
Und zwar hat Z-Scaler Ende des Quartals zwei hohe Manager im Vertrieb verloren und muss die jetzt erstmal ersetzen.
Und dass zwei Manager...
die Prognose und auch den Kurs von einer 20-Milliarden-Dollar-Firma so stark beeinflussen können, ist schon wirklich krass.
Und dann gab es gestern auch nach Börsenschluss noch ein paar Quartalszahlen.
Extrem stark waren die bei Snowflake.
Die haben erstens einen neuen Deal mit AWS, also der Cloud von Amazon, verkündet, sind letztes Quartal viel schneller gewachsen als gedacht und haben auch ihre Wachstumsprognose für das Gesamtjahr angehoben.
Es scheint nämlich so zu sein, dass Snowflake von KI profitiert, weil viele Firmen ihre Daten auf moderne Systeme wie eben das von Snowflake umziehen.
wo KI die Daten viel besser nutzen kann als in alten Systemen.
Die Aktie ist danach gestern über 30% hoch.
Deutlich schwächer waren die Zahlen bei Salesforce, die dieses Quartal nur mit knapp 10% Wachstum rechnen.
Von KI-Profiteur ist man da also weit entfernt.
Fairerweise wird Salesforce aber auch nur noch mit dem 13-fachen vom Gewinn bewertet.
Dafür waren die Zahlen dann doch gut genug.
Christoph hat hier vor ein paar Monaten schon mal von einem finnischen Rechenzentrums-Profiteur gesprochen, den fast niemand kennt.
Dazu gibt es jetzt ein Update.
Und als unser Experte für deutsche Aktien hat er natürlich auch eine kleine deutsche Firma dabei.
Wir schauen zuerst auf die kleine deutsche Firma, die Noah gerade angesprochen hat.
Das ist 2G Energy.
Früher haben die mit Blockheizkraftwerken zuerst Ställe von Landwirten, später auch Krankenhäuser oder Industriebetriebe gewärmt.
Die Blockheizkraftwerke sind quasi ein Gasmotor, der gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt.
Das ist effizienter, weil die Abwärme nicht einfach verpufft.
2G Energy hat sich also immer neue Branchen gesucht, die dezentrale Stromversorgung gebraucht haben.
Und das trifft jetzt eben auch auf KI-Rechenzentren zu.
Die 2G-Systeme können unabhängig vom Stromnetz vor Ort aufgestellt und innerhalb von Monaten in Betrieb genommen werden.
Damit umgehen sie die jahrelangen Wartelisten für einen Netzanschluss.
Anfang der Woche hat 2G Energy dann den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte bekannt gegeben.
Ein US-Kunde hat diese Containerkraftwerke im dreistelligen Megawatt-Bereich bestellt.
Die ersten sollen noch in der zweiten Jahreshälfte geliefert werden.
Deshalb hat 2G die Prognose für das Gesamtjahr leicht angehoben.
Sie liegt jetzt am oberen Ende einer Spanne bis zu 490 Millionen Euro.
Im nächsten Jahr sollen es dann schon 620 Millionen sein.
2G Energy ist mit dem Trend nicht allein.
Der finnische Industriekonzern Wärzle profitiert auch davon.
Ich habe euch im Dezember von der Firma erzählt, die eigentlich für ihre Schiffsmotoren bekannt ist, jetzt aber auch Kraftwerke an Land baut.
Der Konzern ist deutlich größer als 2G Energy, macht um die 6,5 Milliarden Euro Umsatz und baut Kraftwerke im Gigawatt-Bereich.
Allein in den USA hat Wärzle inzwischen knapp 2,5 Gigawatt.
Megawatt-Kapazität für Rechenzentren verkauft.
Unter anderem gab es im April einen Auftrag über 790 Megawatt für ein Rechenzentrum in Texas.
Das Stromnetz dort kann den Bedarf einfach nicht decken.
2G und Wärzle sind deshalb an der Börse stark gefragt.
Auf Sicht von einem Jahr haben sich beide Aktien mehr als verdoppelt.
Die Finnen kommen damit auf ein erwartetes KGV von 30, 2G auf 47.
Bald soll es sogar noch einen neuen Player an der Börse geben, nämlich Inyo aus Tirol.
Das Unternehmen stellt unter anderem Gasmotoren unter der Marke Jenbacher her und war ursprünglich das Gasmotorgeschäft von General Electric.
Seit 2018 hat der US-Finanzinvestor Advent das für um die 3 Milliarden Dollar herausgekauft.
Vor knapp zwei Wochen hat Inyo jetzt einen offiziellen Antrag für sein IPO an der Nasdaq eingereicht.
Die Bewertung soll bei bis zu 20 Milliarden Dollar liegen.
Das wäre ein Top-Deal für Advent.
Laut der Firma sind die Rechenzentrumsaufträge zwischen 2020 und 2025 um das 16-fache gewachsen.
Aber im ersten Quartal hat Inyo trotz 670 Millionen Dollar Umsatz Verlust gemacht.
Wenn ich bisher so aufs Krypto-Jahr 2026 schaue, gab es vor allem drei große Themen.
Erstens Stablecoins, genau wie im letzten Jahr.
Zweitens Prediction Markets wie Polymarket, Calci oder auch die neueren Prediction Markets von Robinhood oder Interactive Brokers.
Und drittens der Handel von Nicht-Kryptoprodukten auf der Blockchain, den Trend sieht man zum Beispiel extrem stark bei der dezentralen Kryptobörse Hyperliquid.
bei der seit dem Iran-Krieg einfach extrem viel Öl gehandelt wird.
Übrigens geht der Coin von Hyperliquid gerade auch immer weiter durch die Decke.
Wir haben ja Anfang Mai mal ein bisschen ausführlicher über die gesprochen und alleine in den letzten sieben Tagen ist er schon wieder über 30 Prozent gestiegen.
Und übrigens hat Hyperliquid seit dieser Woche auch einen eigenen Prediction-Market, profitiert also auch vom zweiten großen Kryptotrend des Jahres.
Es gibt aber noch ein anderes großes Thema, über das ich eigentlich sprechen will, das vor allem aus Renditesicht gerade am allerbesten performt, nämlich Coins.
Ich habe mir dazu einfach mal bei CoinGecko angeschaut, welche der 100 wertvollsten Coins in den letzten 30 Tagen die meiste Rendite gemacht haben.
Das sind Unibase, Venice und Nier.
Vorab muss man sagen, gerade Unibase ist nur um die 500 Millionen Dollar wert und in den letzten Tagen komplett durch die Decke.
Das ist alles also noch sehr jung und vor allem extrem volatil.
Dahinter steckt auf jeden Fall eine Plattform, wo KI-Agenten auf der Blockchain Daten dezentral speichern und so effizienter miteinander arbeiten können.
Klingt spannend, aber zu den Gründern oder Hintergründen ist einfach ziemlich wenig bekannt.
Da wäre ich also sehr, sehr vorsichtig.
Die Kollegen von Venice sind mit 800 Millionen Dollar Gesamtwert auch eher klein, sind aber in der Szene bekannter.
Und da ist spannend, dass sie schon drei Millionen Nutzer haben.
Und als Nutzer kann man bei Venice eben mit maximaler Privatsphäre verschiedene KI-Modelle nutzen.
Also ein Modell, das auch an sich und ohne Krypto Sinn machen würde.
Das größte Projekt von den dreien ist das Nier-Protokoll mit fast drei Milliarden Dollar Gesamtwert.
Und was das genau ist und wie man es einschätzen kann, hat mir Julius Nagel von meinem Lieblings-Krypto-Podcast Alles, kein nichts muss erzählt.
Was macht NIR?
Ich würde sagen, sie haben im Kern drei Business Units, die sie vorantreiben.
Das erste ist das Thema AI Infrastructure.
Der Gründer von NIR, Ilja, ist selber AI Researcher, hat früher bei Google gearbeitet und NIR tatsächlich damals als AI Projekt gestartet.
Somit ist das vielleicht für ihn auch so ein bisschen ein Full Circle Moment, dass jetzt NIR Infrastruktur baut.
um zum Beispiel Agents in Zukunft die Möglichkeit zu bieten, auf der Blockchain Transaktionen vorzunehmen.
Das zweite Thema, was wir vorantreiben, sind unterschiedliche Privacy-Technologien, die unter anderem auch in Bereiche eingesetzt werden.
Das Thema Privacy hat zuletzt im Kryptobereich wieder viel Aufmerksamkeit bekommen, unter anderem, man hat es vielleicht mitbekommen, auch durch Zcash.
Und diese Privacy-Technologie nutzen sie tatsächlich auch für ihre dritte Business Unit.
Das ist das sogenannte Intent-Based.
Trading letztendlich eine Art Infrastruktur, die NIA bereitstellt und dies einem ermöglicht, sämtliche Cryptoassets miteinander sehr effizient zu tauschen, unabhängig davon, auf welcher Blockchain sie sich gerade befinden.
Und das geht mittlerweile eben auch mit gewisser Privatsphäre.
Das heißt, auf der Blockchain selber ist nicht mehr nachvollziehbar.
welchen Asset ich gegen welches Asset getauscht habe, sondern auch hier genieße ich gewisse Privatsphäre.
Und das Thema hat in den letzten Wochen enorm an Fahrt aufgenommen.
Wenn man sich die Fundamentaldaten anschaut, muss man jedoch sagen, dass es nach wie vor sehr sportlich bewertet ist, über drei Milliarden Dollar.
Und demgegenüber stehen aber tatsächlich eher 30 bis 60 Millionen Dollar an annualized revenues, die dem Protokoll wirklich zufließen.
Und somit, glaube ich, ist hier nach wie vor sehr, sehr viel Fantasie sicherlich eingepreist dahingehend, wie groß das Ganze als.
AI-Token werden kann.
Soweit mal zu den drei Krypto-KI-High-Performern der letzten Tage.
Abgesehen von den Themen fand ich in der Kryptowelt noch zwei eher negative Bitcoin-Meldungen spannend.
Erstens hat das Harvard Endowment seine Bitcoin-ETF-Anteile im letzten Quartal um 40% reduziert und IFA haben sie komplett verkauft.
Und dann hat auch noch der Milliardär Mark Cuban in einem Interview gesagt, dass er von Bitcoin enttäuscht ist, weil der bei den Krisen der letzten Monate alles andere als eine Krisenwährung war.
die gegen Verluste bei Aktien und Co.
abgesichert hat.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdam bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
