# Nasdaq Milestones, Tech Concentration, and Luxury EV Strategy

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-27

## Transcript

Das ist alles auf Aktien.
Gleich geht's los.
Vanguard steht für Kosteneffizienz.
Mit durchschnittlich nur 0,13% laufenden Kosten bei Vanguard ETFs bleibt dir mehr von der Markkrendite erhalten und kann so weiter für dich arbeiten.
Vanguard denkt langfristig.
Statt auf kurzlebige Trends zu setzen, konzentrieren sie sich auf bewährte Strategien.
Die ETFs von Vanguard sind darauf ausgelegt, dich über lange Zeiträume zu begleiten und bieten eine solide Basis für deine Anlageziele.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Alle Infos findet ihr wie immer nochmal in den Shownotes.
Und jetzt viel Spaß mit der Folge.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Mega-Aktie Micron, den Emerging Markets-Irrtum und den verrückten Space-Hype.
Im Thema des Tages erklären wir euch die Faszination des Wunderindex und in der Triple-E-Idee beantworten wir die ganz dringende Ferrari-Frage.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Nando Sommerfeld und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Mittwoch, der 27.
Mai und wir wünschen euch einen euphorischen Start in den Tag.
Und nichts anderes als KI-Euphorie war es, die die Börsen gestern beflügelt hat.
An der Wall Street stieg der Nesdaq 100 erstmals über die Marke von 30.000 Punkten plus 1,8 Prozent.
Und das, obwohl 47 Prozent der Nesdaq 100 Mitglieder im Minus lagen.
Also es ist schon faszinierend, was sich da abspielt.
Und das muss natürlich ganz groß besprochen werden, nämlich gleich.
Im Thema des Tages sind die 30.000, nicht die 47 Prozent.
Natürlich, das ist doch klar.
Der S&P 500, der gewann auch immerhin noch 0,6 Prozent.
Unser DAX hingegen, der schwächelte minus 0,8 Prozent auf 25.184 Punkte.
Der hatte ja allerdings am Montag outperformed, als er quasi fast alleine handelte.
Also insofern hat sich das so ein bisschen wieder ausgeglichen.
Ja, aber schauen wir auf die Wall Street.
Zwei Marktsegmente reüssierten da gestern ganz besonders zum einen Halbleiter und Speicherwerte.
Ihr kennt das ja inzwischen schon.
Der Branchenindex Philadelphia Semiconductor, der gewann nochmals 5,5 Prozent und markierte natürlich ein neues Allzeithoch damit.
Und dabei überragte auch nicht das erste Mal die Micron-Aktie.
Alles plus 20 Prozent und erstmals wurde ein Börsenwert von einer Billion Dollar erreicht bzw.
überschritten.
Und Ausleser war eine neue Einschätzung der UBS, die ihr Kurs hier für das Papier von 535 auf 1625 Dollar angehoben hat.
Aktuell kostet Micron knapp 900 Dollar und laut UBS geht da also offenbar immer noch eine ganze Menge nach oben.
Was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass die 12-Monats-Performance dieser Aktie 895 Prozent beträgt.
Wahnsinn.
Ja, aber wie gesagt, in Sachen Halbleiter und Speicherchip lief ja quasi alles.
Nicht alles, es gab auch eine Minusaktie, nämlich Nvidia.
Das war eine von zwei Minusaktien im Sox-Index.
Aber ansonsten waren die Speicherchip-Aktien besonders gefragt.
Du hast ja schon Micron genannt, fast 20.
Western Digital plus 8.
AMD plus 7,8.
ZenDisk plus 7,5.
Und Marvell plus 6,1 Prozent.
Genau und ich habe noch ein paar krasse Zahlen, die diesen ganzen Halbleiter-Hype nochmal untermalen.
Der DRAM ETF, über den wir ja auch schon viel gesprochen haben, der ja erst seit Anfang April auf dem Markt ist, der hat seitdem 118% an Wert gewonnen und ist inzwischen 10,4 Milliarden Dollar schwer.
Ich würde sagen, das ist wahrscheinlich das Finanzprodukt mit dem perfektesten Timing aller Zeiten.
Das kann man wahrscheinlich so sagen.
Und dann gibt es auch noch einen Börsenindex, nämlich den COSPI.
Das ist ja der südkoreanische Börsenindex.
Der hat jetzt year to date, also seit Jahresanfang, 91 Prozent gemacht.
Und wer einen Emerging Markets ETF hat und den von MSCI hat, nicht den von Fuzzi, aber den von MSCI, der muss jetzt wissen, was er da hat.
Der hat nämlich mittlerweile Taiwan und Südkorea haben fast...
50 Prozent an dem Index.
Und wenn man guckt, welche Sektoren das sind, dann sind das Halbleiter und Technologie.
Also insofern ist Emerging Markets dann eher ein Halbleiterindex als jetzt ein Emerging Markets Index.
Das hat wenig mit Schwellenländer, Konsum, Banken oder irgendwie Versorgung zu tun.
Es ist etwas anderes.
Also man muss es halt wissen, was es ist.
Und wenn man mal anguckt, den Emerging Markets Index, der hat seit Jahresanfang 20,4 Prozent.
Prozent gemacht und vielleicht noch ein paar lustige Zahlen, mal so ein bisschen dieses Komische, also warum nicht jeder jetzt hier schreit und sagt, mein Depot ist im Plus.
Der S&P 500, wenn man mal die AI-Aktien abzieht, da gibt es von Goldman Sachs einen Index, Ex-AI, 3,5 Prozent plus, der DAX 2,8 Prozent plus seit Jahresanfang und der S&P 500, wenn man ihn normal nimmt, plus 10 und wenn man einfach nur die KI-Aktien nimmt, dann plus 64.
Also je nachdem, was man hat, hat man ganz unterschiedliche Performances.
Wahnsinn, das sind wilde Zeiten, aber spannend.
Ja und wie gesagt, auch ein zweiter Tech-Sektor ging gestern durch die Decke.
Jetzt da die Details zum SpaceX IPO feststehen, ziehen im Zuge des Megabörsengangs nahezu alle Aktien der Branche deutlich an.
Und dazu kommt ja, dass am Freitag der Starship-Start sehr, sehr erfolgreich war.
Also das sorgt für zusätzliche Aufbruchstimmung.
Ja, Aufbruch- oder Goldgräberstimmung auf dem Weg ins All.
Gestern gewann beispielsweise dann AST Space Mobile 13%.
Firefly Aerospace 19%, Redwire 26%, Planet Labs 9, Rocket Lab fast 6%.
Alles, was derzeit irgendwie mit Space Economy zu tun hat, wird gekauft.
Das wirkt halt auch ziemlich übertrieben, ehrlich gesagt.
Ich denke, da steckt auch ziemlich viel heiße Luft drin, weil es kann nicht alles geiles Zeug sein.
Und wenn man sieht, was diese kleinen Buden, die teilweise noch nicht mehr Umsätze haben, für Milliardenbewertungen haben, also die wird auch irgendwann entweichen.
Und wer aber da irgendwie diversifiziert dabei sein will, kann sich den Jedi ETF kaufen, den One X Space Innovators.
Der hat zumindest eine gewisse Diversifikation in diesem Sektor.
Da hat man nicht nur eine, sondern hat eben sehr viele.
Dann ging es etwas nachhaltiger.
Tages plus bei der Qualcomm-Aktie fast 5 Prozent.
Das würde man wahrscheinlich in früheren Zeiten haben gesagt, boah, 5 Prozent.
Heute sagt man, Mensch, mickrige 5 Prozent.
Und zuvor hatte Bloomberg berichtet, das Unternehmen habe eine Vereinbarung zur Chip-Lieferung mit dem TikTok-Eigentümer ByteDance abgeschlossen.
Das ist ja ein großer Laden, wie wir wissen.
Großer Laden ist auch BP und da sorgte eine Personalie für Aufsehen.
Der britische Ökonzern hat nämlich sein Verwaltungsratschef Albert Manifold.
mit sofortiger Wirkung abgesetzt.
Hintergrund seien, Zitat, schwerwiegende Bedenken in Zusammenhang mit seinen Führungsstandards, seiner Aufsichtsfix und seines Verhaltens.
Klingt irgendwie alles ziemlich seltsam und sehr, sehr plötzlich.
Weitere Hintergründe nannte BP zunächst nicht.
Fakt ist aber, dass an der Börse wurden die Neuigkeiten mit einem Kursrutsch quittiert.
Die BP-Aktie verlor zeitweise mehr als 9%.
Am Ende waren es noch so 5% im Minus.
Super.
Die BP-Aktie ist die einzige Ölaktie, die ich habe.
Das ist immer wunderbar.
Die war so tief, die war die niedrigste Wertzeit in den 70ern.
Da habe ich die irgendwann mal gekauft.
Aber so richtig Freude habe ich nicht.
Mein Season Plus, aber bei dem Ölpreis ist ja kein Wunder.
Aber trotzdem ist es eine der weniger gut performenden.
Dann haben wir noch nachbörslich eine, die auch nicht so gut performt hat, das ist nämlich Zscaler, die fielen nachbörslich 20 Prozent.
Dabei hat der Anbieter von IT-Sicherheitssoftware eigentlich ganz solide Quartalszahlen geliefert.
Umsatz, Gewinn und ARR, also diese jährlich wiederkehrenden Umsätze, die lagen über den Erwartungen.
Aber der...
Ausblick hat, enttäuscht vor allem der Umsatzausblick.
Und jetzt muss man vielleicht mal sagen, was sie da für einen Umsatzausblick gemacht haben, um mal zu zeigen, wie wenig es braucht, um bei diesen Softwareaktien, wo ja sowieso die Anspannung groß ist, schon für 20 Prozent Minus zu sorgen.
Also der Umsatz wird jetzt geschätzt auf 875 bis 878 Millionen.
Und der Konsens...
der lag bei 879,1 Millionen.
Und das reichte, wie gesagt, schon aus, weil eben Leute ganz kritisch auf diese Softwareaktien gucken, weil da eben so ein reichten Makel schon.
Ja, vor allen Dingen, die Aktie hat dich leicht verloren, die hat 20 Prozent verloren.
Also das ist halt, das ist schon bemerkenswert.
Und da kennt der Kritik, der ist halt, das Wachstum könnte sich 227 spürbar verlangsamen, weil Setzkeler offenbar weniger neue Kunden gewinnt.
Und die Red Canary Übernahme als Wachstumstreiber ausläuft und das Produktangebot bei neuen KI-Sicherheitsanforderungen halt nicht vollständig wirkt.
Und wer jetzt glaubt, da hat die Konkurrenz aber gewonnen, weil irgendwann muss ja die neuen Kunden sein, dann ist das auch nicht der Fall gewesen.
Auch die Wettbewerber haben nachbörslich verloren.
Okta minus 2,8, Palo Alto Networks auch minus 2,8 und CrowdStrike minus 2,9 Prozent.
Und das zeigt, dass der Markt die Z-Scaler-Zahlen nicht nur als Z-Scaler-spezifisches Problem liest, sondern auch als Warnsignal für den Software- und Cyber-Security-Sektor insgesamt.
Ja, das stimmt.
Wir haben noch eine deutsche Aktie, beziehungsweise zwei.
Ganz spät gab es noch eine Meldung von Wacker Chemie.
Der bayerische Spezialchemie-Konzern hat sich von Anteilen am Chip-Zulieferer Siltronic getrennt.
2,1 Millionen Aktien von Siltronic wurden verkauft zum Stückpreis von 89,35 Euro.
Und die Wacker-Aktie verlor nachbörslich knapp 3 Prozent Siltronic fast 8 Prozent.
Der Anteil von Wacker hat sich mit dem Deal auf rund 24 Prozent verringert.
Ist aber eine ganz gute Beteiligung gewesen.
Oder ist es eigentlich immer noch, weil Siltronic hat deutlich anwesend.
hat gewonnen, die hat sich glaube ich fast verdreifacht in den letzten zwölf Monaten.
So.
Und jetzt die Termine.
Ich zu den Terminen.
Genau, ich mache Termine.
Da gibt es heute wirklich spannende Softwarezahlen.
Salesforce, da werden alle drauf schauen.
Und Snowflake natürlich auch.
Dann natürlich ein Chip-Wert, Marvell.
Auch da wird geguckt.
HP, Abercrombie & Fitch, Synopsis, Agilent, Brace.
Dann Manchester United gibt es auch noch Zahlen aus China, PDD.
Dann gibt es das Frühjahrsgutachten des Sachverständigen Graz.
Die werden ja das Wachstum von 0,9 auf 0,5 runterkürzen.
Und dann gibt es noch den China-Besuch.
Und dann will das Bundeskabinett noch eine umfassende Reform des Baurechts auf den Weg bringen mit einem sogenannten Baugesetzbuch-Upgrade.
sollen der Bau von Wohnungen beschleunigt und die Kommunen gestärkt werden.
Das Thema des Tages.
Eine runde Marke ist gefallen und eine, die wahrscheinlich die wenigsten von euch bemerkt haben dürften.
Der Nasdaq 100, wir haben es ja gerade in den Märkten schon gesagt, hat gestern zum ersten Mal in seiner Geschichte über 30.000 Punkten geschlossen.
30.000, 1,32, so war es genau, plus 1,8 Prozent.
Und die 1,8 Prozent an einem Tag.
Lust und wir sprechen ja täglich über den Nayser Garnhundert, aber nur die wenigsten dürfen wahrscheinlich diesen Punktestand verfolgen.
Ja, stimmt, hast du recht.
Hätte ich mich jetzt nach den Punkten gefragt, hätte ich es glaube ich auch nicht gewusst.
Grund genug, uns mal im Thema des Tages den Index näher anzuschauen.
Und lasst uns das mal einordnen.
Im Februar 1985 startete der Nestec 100 bei 126,22 Punkten.
Und seitdem hat er sich, festhalten, um fast 24.000% verteuert.
Inklusive Dividenden sind es sogar fast 29.000%.
Macht eine durchschnittliche Rendite von 14,7% pro Jahr.
Und zwar jedes Jahr, 41 Jahre lang.
Wenn man sich das mal anschaut, 41 Jahre lang, fast 15 Prozent, dann dürfte das eine der erfolgreichsten Geldvermehrungsmaschinen sein, die die Menschheit je gebaut hat.
Und das Beste, das ist nicht was, was nur wenig offen steht, sondern jeder von euch hätte quasi mitmachen können.
Gut, es gibt noch nicht Indexfonds so lange, aber jetzt mittlerweile gibt es das ja und deswegen kann man das machen.
Wir haben es trotzdem mal durchgerechnet, wer seit Februar 1985 jeden Monat 100 Euro stur in einen Nasdaq 100 Sparplan eingezahlt hätte, der hätte heute...
Jetzt können wir wieder festhalten, sagen wir mal, 2,74 Millionen Euro im Depot.
Und mit Sparraden, die zusammen gerade mal rund 50.000 Euro ausmachen.
Also aus 50.000 wird das 55-fache.
Und das innerhalb von 41 Jahren, das ist echt schon verrückt.
Ich halte mich hier am Schreibtisch fest.
Ja, sehr gut.
Denn das ist Zinses Zins.
Ich stelle dir vor, die Leute stehen unter der Dusche.
Wo sollen sie sich festhalten?
Ja, stimmt.
Das ist morgens natürlich ein Problem.
Aber wir haben ja gewarnt.
Haltet euch fest.
Denn das ist Zinses Zins in seiner reinsten Form.
Und es ist der Grund, warum wir den Nestec 100 Jahre hier bei Triple E auch seit Jahren als den Wunderindex bezeichnen.
Denn der Zinses Zins ist ja bekanntlich das achte Weltwunder.
Ja und jetzt wollen wir mal vergleichen, was aus dem gleichen Sparplan in den MSCI World geworden wäre.
Der stände heute immerhin bei rund 444.000 Euro, also deutlich unter den 2,74 Millionen des Nestec 100.
Wenn man mal vergleicht, der Weltindex, das MSCI Welt, der hätte seit 1985, also der hat seit 1985 nur knapp 10% pro Jahr abgeworfen.
Und der Nasdaq 100, fast 15, haben wir ja schon gesagt, das ist ein 5%-Punkt-Unterschied.
Klingt eigentlich nach einem kleinen Unterschied.
Aber wenn man das halt wirklich 40 Jahre oder sogar mehr als 40 Jahre durchlauft, wird dann eben dank Zinseneffekt wirklich ein gigantischer Unterschied.
Und mit dem Nasdaq 100-Sparplan, da wäre er schon 2020 Millionär gewesen oder Millionärin.
Und mit dem MSCI World Sparplan müsste jetzt, also wenn es eben so weitergeht mit diesen 9,96 Prozent, noch rund acht Jahre sparen, um dann auch die Millionen zu kriegen.
Immerhin, das ist jetzt nicht mehr so lang, aber immerhin muss man eben länger machen.
Und wenn man das mal vergleicht, das ist halt der Unterschied zwischen Rente mit 65 versus Rente mit 89.
Ist es nicht Rente mit 79?
14 Jahre.
Das sind 79, du hast recht.
Dann klingt das doch schon viel besser.
Dann klingt das so, Rente mit 79.
Ich bin ja wirklich ein Nu-Fremier.
Rente mit 79, das kann man den Leuten schon mal zumuten.
Das ist völlig okay.
Aber diese Rente mit 65 beim Nasdaq, das klingt...
Bisschen zu schön, um wahr zu sein, denn die höhere Rendite erkauft ihr euch über ein höheres Risiko.
Der Nester Eier 100 ist nämlich kein Spaziergang, er ist eine Achterbahn mit Loopings.
Beispiele, mehr 2000 als die Internetblase platzte, rauschte der Index um fast 83% in den Keller.
83%, das ist schon echt hart.
Und wer da kurz vor dem Crash 100.000 Euro reingesteckt hatte, der hatte am Tiefpunkt halt noch 17.000.
Da muss man wirklich starke Nerven haben.
Ich stelle mir vor, du hast dann da gerade sehr viel Geld drin.
Und es dauerte auch 15 Jahre, bis die alten hoch zurückerobert waren.
15 Jahre Hängepartie.
Auch 2022 in der Tech-Kokurikatur ging es nochmal kräftig runter um 35 Prozent.
Und beim Sparplan haben sich damals...
binnen Monaten 400.000 Euro aufgelöst.
Gerade wenn man halt viel schon gespart hat, dann ist das natürlich richtig schmerzhaft.
Und dann muss man auch viel stärkere Nerven halten.
Wenn man gerade am Anfang einen Hunni reingepackt hat und dann eben mal aus dem Hunni 80, wären das auch ärgerlich.
Aber ich glaube, wenn man 400.000 verliert, hat das hohe Schmerzen.
Also hohe Rendite heißt auch hohe Schmerzen.
Das muss man aushalten können, das ist nicht so einfach.
Und dazu kommt ja auch noch das Klumpenrisiko.
Im Nasdaq 100 stecken 100 Aktien, aber die Top 10 machen 47% des Index aus und beim MCA World sind es bei rund 1500 Titeln nur 28%.
Und 98% der Firmen sitzen in den USA, auch noch ein Klumpenrisiko.
Ja und wer in den Nasdaq 100 investiert, der wettet halt auf zwei Dinge, dass Tech die Welt weiter regiert und dass Amerika die wirtschaftliche Supermacht bleibt.
Da haben ja viele schon in Zweifel gezogen, aber bisher ist es immer noch so geblieben.
Und schaut man nach Japan, konnte man auch mal sehen, was passieren kann, wenn das nicht mehr das Maß der Dinge ist.
Das Land, nämlich Ende der 80er Jahre war Japan unschlagbar.
Da haben sie ja alle dahin gepirgert, haben sich die Managementmethoden angeguckt und irgendwann war es dann nicht mehr so geil.
Und heute notiert der Nikkei gerade erst wieder auf dem Niveau von 1989, bis jetzt ein bisschen höher schon, aber es hat trotzdem...
ewig gedauert, bis wir da wieder waren.
Und niemand garantiert, dass in den USA sowas passieren kann.
Es wird wahrscheinlich nicht so krass passieren.
Aber es kann natürlich schon so sein, dass man irgendwann, wenn man jetzt den Nasdaq 100 nur hat, in diesem Tech-Index gefangen ist und auch noch ein Amerika-Problem obendrein hat.
Aber der Nasdaq erneut sich ja auch selbst und das ist das Schöne.
In den 90er Jahren waren IBM und Xerox die Schwergewichte.
Heute spielt Xerox gar keine Rolle mehr, disruptiert vom Fortschritt.
AOL, der Internetkönig um die Jahrtausendwende, ist heute 0,3% Zweck namens Warner Brothers Discovery.
Und ja, also der Index säubert sich quasi selbst und was nicht mehr funktioniert, fliegt halt raus.
Was neu boomt, kommt rein.
Das ist der eingebaute Erneuerungsmechanismus.
Das ist also quasi kreative Zerstörung im Indexgewand.
Und wenn jetzt SpaceX kommt, dann müssen die, ich weiß gar nicht, beim S&P 500 kommen die ja sofort rein.
Beim NayserGuy 100 dauert das vielleicht einen Monat, aber dann sind die auch relativ schnell drin.
Also dann geht es auch schnell, dass eben auch so neue Werte reinkommen.
Aber im NayserGuy 100 sind längst nicht nur Tech-Werte.
Da ist auch Costco drin oder Walmart ist neuerdings drin oder Pepsi ist drin oder Kraft Heinz ist drin.
Aber natürlich...
Und das haben wir ja gesagt, bei den Top Ten, da dominieren natürlich die Tech-Giganten.
Was ist also die Lehre für euch?
Erstens, 30.000 Punkte sind nicht der Endpunkt, sondern eine Wegmarke.
Wer langfristig denkt, der schaut auf den 40-Jahres-Chart und nicht auf die Tagesnachricht.
Und zweitens, der Nesdaq 100 ist der Turbo unter den Sparplänen, aber nur was für nervenstarke Anleger.
Wer beim ersten 30% Minus aussteigt, der ruiniert die gesamte Renditerechnung.
Und drittens, und das ist vielleicht der wichtigste Tipp, wenn ihr jetzt hier gehört habt, oh, Nasdaq versus MSCI World.
Der Nasdaq 100 ist jetzt kein reines Basis-Investment.
Also wenn man den so ein bisschen als Basis-Investment macht, dann zwackt man lieber vom anderen Basis-Investment vielleicht ein bisschen ab.
Also wenn man den MSCI World oder den MSCI All-Country World nimmt und zwackt vielleicht 50 Euro oder 100 Euro ab und packt die in den Nasdaq 100 und dann habt ihr halt so einen Teil der Tech-Power mit, ohne komplett auf...
eine Karte zu setzen.
Denn wenn Tech mal eine längere Schwächephase hat, dann ist dann halt der Weltindex, den ihr dann auch noch habt als Basis-Investment, der Rettungsanker.
Okay, jetzt mal ehrlich.
Du wohnst wie ich in Berlin oder fährst am Wochenende für einen Tag in die City, dann kennst du das Problem bestimmt.
Tausend Möglichkeiten und dir platzt der Schädel vor lauter Optionen.
Bowling wäre mal wieder cool, aber die anderen, die wollen unbedingt ein paar Läden auschecken und Streetfood testen und abends ist noch Kino geplant und ein paar fancy Drinks.
Aber Dafür dann von Kreuzberg nach Mitte und dann wieder nach Neukölln.
Boah, also ich habe das mal anders gemacht.
Ich habe meine ganzen Leute zusammengetrommelt und wir sind zusammen in the place.
In the place gibt es...
Der Name sagt es eigentlich schon.
Alles an einem Ort und zwar direkt am Potsdamer Platz.
Wir sind easy mit dem Ratten, haben zwei Stunden lang bei Game State Arcade-Klassiker gezockt und uns bei Manifesto-Marke Tacos und Fried Chicken und einen Spritz gegönnt.
Und irgendwann sind wir dann bei The Upside Down gelandet zum Karaoke.
Schön gemeinsam blamiert.
Hat alles mega Spaß gemacht und entspannt war es auch.
Also pack deine Crew ein und hol dir deine Belohnerhöhung in The Place.
The Place.
Entertainment, Food und Shopping am Potsdamer Platz.
Alle Infos findest du auch bei Insta und TikTok unter at Potsdamer-Platz.
Die AAA-Idee des Tages.
Die Autowelt ist in Aufruhr.
Der erste elektrische Ferrari spaltet die Massen.
Kein anderes Thema sorgte bei Social Media gestern für so viel Furor.
Sogar völlig unverdächtige Akteure wie der Dividenden-Eckart wurden damit reingezogen.
Daniel nämlich lobte das Auto auf X als, Zitat, starke Premiere für die Marke.
Und dafür gab es dann viel Kritik.
Und was macht der Eckart?
Tja, der kauft Ferrari.
Order ist raus, schrieb er dann nämlich auf X.
Und natürlich fragten sich alle, hat er sich jetzt das neue Elektromodell Luce oder nur ein paar Aktien geholt?
Beides wäre sicherlich möglich gewesen, aber der Eckert ist Aktienprofi und kein Auto nah.
Er ist seit gestern also Ferrari-Aktionär.
Hat nicht jemand jetzt hier wieder aussehen wie ein Honda?
Zwischending zwischen Honda und Tesla, schrieb ich mal.
Ich fand das lustig.
Naja.
Nee, nee, nee, nee, nee.
Es ist ein anderes Modell, aber dazu kommen wir gleich.
Okay, das ist also das neue Lusor-Modell.
Ist es nun eine Beleidigung für die Marke oder ein weiteres Beispiel dafür, dass Ferrari-Dinge...
kann und schafft, an denen normale Autobauer scheitern.
Fällt die Antwort auf diese Frage positiv aus, dann hätten wir durchaus eine spannende EEE-Idee.
Und der Eckart, der hätte mit seinem Einstieg recht.
Vielleicht hätte er auch recht, wenn wir hier nicht zu dem gleichen Ergebnis kommen und wir haben Unrecht.
Wer wissen es nicht?
Der Eckart hat häufig recht.
Aber kurz noch ein paar Details zu dem Auto.
Der Luce kostet 550.000 Euro.
Der hat fünf Sitze, was sehr, sehr ungewöhnlich ist.
Vier Türen, mehr als 1.000 PS und sprintet in 2,5 Sekunden auf 100.
Und läuft über 310 kmh in Topspeed.
Klingt alles ziemlich brutal, aber sieht eben gar nicht aus wie der Ferrari auf dem Kinderzimmerposter.
John Ivey, früher ja bei Apple war, hat mit Mark Newson ein sehr glattes, minimalistisches Design geschaffen.
So würde ich es mal beschreiben.
Und im Netz kursierte dann halt der Vergleich.
Und da kommen wir dazu, lieber Holger.
Sieht aus wie ein Nissan war es nämlich.
Und ich glaube, das war immer dieser Nissan Leap.
Das ist so ein ziemlich billiges Nissan-Elektroauto.
Nur, dass halt der Ferrari 17 Mal teurer ist.
Das ist ein böser Vergleich, aber er trifft halt den Kern der Diskussion.
Also ich habe Honda gelesen, aber ich glaube Honda und Nissan, ich glaube es sieht alles ähnlich aus.
Aber auf jeden Fall, die Financial Times berichtet von Gegenwind nicht nur in sozialen Medien, sondern auch bei Investoren.
Und so ist das Votum an der Börse erstmal eindeutig.
Der Markt hegt Zweifel am Erfolg des Elektro- Und des Weges auch, den da Ferrari beschreitet.
Die Analysten von Morgens, denn die sprechen von einer polarisierenden Strategie.
Die Aktie verlor an der Börse in Mailand gestern rund 8 Prozent vom Hoch im Februar 2025.
Hat das Papier 40 Prozent verloren.
Das muss man sich nun wieder hier festhalten.
Und bei einer Aktie, die jahrzehntelang nur den Weg nach oben kannte und weiterhin ziemlich gute Geschäftszahlen liefert, klingt das durchaus...
Nach einer Einstiegsgelegenheit.
Ja, Morgan Stanley beispielsweise bleibt nach der Luce-Premiere bei der Equal-Weight-Einschätzung.
Kurs hier 330 Euro, was hier doch deutlich über dem aktuellen Kurs von 285 liegt.
Die Botschaft von Morgan Stanley, wir warten erstmal ab.
Denn es gehe hier nicht nur um den Luce selbst, sondern um die Frage, ob Ferrari seine Luxusprämie ins Elektrozeitalter retten kann.
Und die Strategen von Bernstein, die sind optimistischer.
Ihr Rating lautet Outperform Kurs 402, allerdings Dollar in dem Fall.
Die These dort, Ferrari hat eine besondere Beziehung zu seinen Kunden, Sammler, Komplettisten, also die ihre Sammlung quasi immer komplett haben wollen oder Menschen, die Zugang zu ganz limitierten Modellen wollen.
Das sind halt die Ferrari Kunden.
Zielgruppe kann der erste Elektro-Ferrari ein Muss sein.
Nicht, weil er rational ist, sondern weil er halt der erste ist.
Und das ist auch der entscheidende Punkt für die Aktie.
Ferrari ist...
Kein normaler Autobauer.
Ferrari verkauft nicht Mobilität.
Ferrari verkauft Statusknappheit, Zugehörigkeit.
Das ist vergleichbar mit den Geschäftsmodellen von Hermes oder von Rolex.
Wartelisten, kontrollierte Verfügbarkeit, hohe Preise.
Weniger als 14.000 Autos im Jahr.
Aber der höchste Börsenwert unter Europas Autoherstellern.
Genau deshalb ist Ferrari an der Börse auch eher Luxus als Auto.
Also warum kann die Aktie auf diesem Niveau interessant sein?
Erstens, der Kurs ist schon deutlich zurückgekommen.
Wir haben es gesagt.
Ein Teil der Sorgen über Luxusnachfrage, Elektrostrategie und Bewertung ist bereits eingepreist.
Und zweitens, der Luce muss gar kein Massenhit werden.
Bernstein schätzt für 226 nur rund 100 Einheiten.
Finanziell ist das also gar kein so großes Thema.
Psychologisch aber schon, wenn Ferrari beweist, dass auch ein elektrisches Fünfsitzer-Experiment Begehrlichkeit erzeugt, fällt ein großes negativ Argument weg.
Und drittens, Ferrari zwingt sich nicht in die Elektro-Ecke.
Der Plan bis 2030 lautet 40% Verbrenner, 40% Hybrid, 20% vollelektrisch.
Das ist flexibel.
Und Ferrari sagt nicht, wir werden Tesla mit Pferdchen.
Ferrari sagt, der Kunde bekommt Auswahl.
Das schützt die Marke und es gibt noch ein viertes Pro-Argument.
Die Zahlen bleiben stark.
Morgens Stanley erwartet für 2026 rund 7,5.
Milliarden Euro Umsatz, knapp 2,9 Milliarden Euro operativer gewinnen.
Das KGV, das liegt damit bei knapp 30.
Billig ist es nicht, aber für eine Firma mit den Ferrari-Margen und dieser Preismacht ist es auch nicht mehr völlig abgehoben.
Aber völlig ohne Risiko ist der Weg natürlich nicht.
Das ist auch klar, wenn die Kundschaft den Luce nicht als Ferrari akzeptiert, wenn das Design weiter verspottet wird, wenn Sammler nicht bestellen, dann bekommt die Aktie schon ein Bewertungsproblem, dann würde Ferrari eher als normaler Autohersteller wahrgenommen und die haben ja deutlich niedrige Bewertungen.
Unser Fazit, Ferrari bleibt teuer, aber besser bezahlbar als vor einem Jahr.
Wer glaubt, dass Ferrari auch in seiner elektrischen Weltknappheit, Begehrlichkeit und Margen verteidigt, findet auf diesem Niveau eine interessante Idee.
Nicht als Autoaktie, sondern als Luxusaktie mit Elektrooptionen.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa-altwelt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und Christoph etwa merkte an, dass meine Stimme in der Montagsfolge nach Whisky klang.
Und da seht ihr mal, er hatte übrigens recht, das ist aber nicht der Whisky, das war nicht die Whisky nach wehen aus Schottland, das war tatsächlich eine leichte Erkältung wahrscheinlich.
Die hält auch immer noch ein bisschen an, ich glaube ich klinge immer noch ein bisschen nach Whisky.
Also wir reden über Whisky, wir klingen nach Whisky, wir geben also alles um authentisch zu wirken.
Apropos Klang, lieber Holger, ich habe ja die 500.
Folge von Defna und Schäb jetzt noch nicht zu Ende gehört, aber der Jubiläums-Song gleich zu Beginn der Folge ist wirklich krass.
Klingt, als würde Helene Fischer herself dort für euch singen.
Ja, aber nicht nur für Leute, die Helene Fischer mögen, ist das was.
Sondern wir haben wirklich unsere größten Erkenntnisse nochmal preisgegeben.
Und eine Erkenntnis, die würde ich hier vielleicht nochmal für euch geben.
Der Markt belohnt nicht Klugheit, sondern der Markt belohnt Anwesenheit.
Und da haben wir es wieder.
Time in the Market ist viel wichtiger als Time in the Market.
Und das sieht man ja auch in diesen Kursbewegungen, die hier immer wild sind, immer wieder.
Und das haben wir auch seit 2018 erlebt, woher wirklich so ein, ja man könnte sagen, das ist fast ein Jahrhundert im Zeitraffer, was da alles passiert ist.
Und das könnt ihr alles nochmal erhören, wenn ihr nicht nur für den Fisch erhören wollt, sondern eben auch noch die Erkenntnisse.
Also Anwesenheit ganz, ganz wichtig und deshalb wichtig, uns zu abonnieren, über uns zu sprechen und uns euren Freunden zu empfehlen.
Und wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
