# AI Integration Shifts: Legal, Media, and Talent Markets

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-05-27

## Transcript

Das KI-Update.
Ein heiser Podcast.
Mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Marco Pauli und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
KI-Klagen überfluten US-Gerichte.
Mistral will KI im Rechtswesen einsetzen.
Nachrichtenseiten sperren Wayback Machine aus.
Falsche Referenzen in wissenschaftlichen Arbeiten.
Und KI-gestütztes Storytelling in Games.
Eine neue Studie des MIT und der University of Southern California zeigt eine von KI angetriebene Verschiebung in der amerikanischen Justiz.
Seit der Verbreitung von ChatGPT hat sich die Zahl der Klagen ohne Anwalt an US-Bundesgerichten fast verdoppelt.
Jede fünfte Klageschrift enthält inzwischen KI-generierten Text.
Max Schreiner von The Decoder hat sich die Studie angesehen.
Die Forscher werteten mehrere Millionen zivile Klagen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten aus.
Im Zentrum steht die sogenannte Pro-See-Quote.
Sie beschreibt den Anteil der Kläger, die sich selbst vertreten, also ohne Anwalt.
Und dieser Wert lag lange Zeit stabil bei rund einem Zehntel aller Zivilklagen.
Im vergangenen Geschäftsjahr schoss er dann auf knapp 17 Prozent und damit reichten Laienkläger fast doppelt so viele Klagen ein wie im Durchschnitt vor der KI-Ära.
Der Anstieg konzentriert sich natürlich auf Fälle, bei denen formelhafte Dokumente die Hauptarbeit ausmachen.
Dazu zählen Bürgerrechtsklagen, Verbraucherkredite und Zwangsvollstreckungen.
In Spezialgebieten wie Patent- oder Wertpapierrecht zeigt sich bisher kein Effekt.
Die Forscher werden das als belegtes Sprachmodelle vor allem aktuell jene Hürden senken, die für Laien bislang zu hoch waren, nämlich das Verfassen prozessual tragfähiger Schriftsätze.
Vor 2023 markierte der vom Team genutzte KI-Textdetektor Pankram praktisch kein einziges Dokument.
Die Quote stieg dann aber kontinuierlich und liegt aktuell bei knapp einem Fünftel aller überprüften Texte.
Besonders auffällig ist der Bundesgerichtsbezirk Vermont.
Dort sprangen Pro-See-Klagen von wenigen Dutzend pro Jahr auf über 1.000.
Nahezu der gesamte Anstieg geht dabei auf Klagen gegen die US-Einwanderungsbehörde zurück.
Online-Anleitungen, unter anderem Offreddit, empfehlen, mit Microsofts Co-Piloten einen Klageentwurf zu entstellen und gezielt in Vermont einzureichen, weil das dortige Gericht als schnell galt.
Die Belastung der Gerichte wird an einem Fall aus Minnesota deutlich.
Ein Mann Ende 60 verklagte nach seiner Scheidung mehrere Personen.
Mithilfe von Chad Chibiti und Claude reichte er eine zweite Klage samt Dutzender weiterer Eingaben ein, nachdem die erste abgelehnt wurde.
Jede dieser Eingaben musste das Gericht lesen und kategorisieren und der zuständige Richter Patrick Schiltz wies die Klage danach erneut ab.
Er verfügte zudem, und das ist der interessante Teil, dass weitere Eingaben des Klägers ohne Benachrichtigung geschreddert würden.
Seine Begründung?
Kläger könnten nicht hunderte Seiten Dokumente beim Gericht abladen in der Erwartung, dass das Gericht dann selbst nach stützenden Argumenten suche.
Gegenüber der New York Times bezeichnete der Richter diese Entwicklung als existenzielle Bedrohung für die Bundesgerichte.
Es gibt aber natürlich auch eine andere Seite.
Michael Scudder, Richter an einem US-Berufungsgericht, verweist auf das Versprechen der Technik, den Zugang zur Justiz für jene zu verbessern, die sich selbst keine Vertretung leisten können.
Und der New Yorker Rechtshilfeanwalt Satish Nohri weist darauf hin, dass selbst in New York rund die Hälfte der Mieter bei Räumungsklagen ohne Anwalt vor Gericht erscheinen.
Trotz eines Gesetzes, das ihnen eigentlich kostenlose Vertretung garantiert.
Die Studienautoren skizzieren drei mögliche Lösungswege für diese Überlastung.
Erstens könnte das KI-Verbot für Bundesrichter beim Verfassen von Urteilen gelockert werden.
Zweitens könnten einfache Fälle gezielter an untergeordnete Richter weitergeleitet werden.
Und drittens halten die Autoren auch die Schaffung einer neuen unteren Instanz für denkbar, die einfache Fälle größtenteils mit KI bearbeitet.
Danke, Max.
KI im Rechtswesen zu verwenden ist umstritten.
Zuletzt mehrerten sich auch Fälle von KI-Halluzinationen in Gerichtsdokumenten.
Das französische KI-Unternehmen Mistral nimmt den Rechtssektor dennoch ins Visier, meint Kollege Robin Ahrens aus der CT-Redaktion mit den Einzelheiten.
Künftig sind die KI-Modelle von Mistral auch in der Software HW nutzbar.
Das gab HW AI in einer Pressemitteilung bekannt.
Das ist das Unternehmen, was hinter dem Software-Tool steckt.
Aber was ist HW jetzt eigentlich genau?
Huawei ist eine sogenannte Legal-AI-Plattform.
Das heißt, dass das KI-Tool speziell auf die Ansprüche von AnwältInnen oder Justizinstitutionen zugeschnitten ist.
Mit Huawei lassen sich zum Beispiel die oftmals hunderte Seiten umfassenden Prozessdokumente durchsuchen.
Und nun hat Huawei AI eben bekannt gemacht, die Large Language Models von Mistral über ihre Plattformen verfügbar zu machen.
Durch die Partnerschaft erhält Mistral Zugang zu mehr als 1500 KundInnen in 60 Ländern, also vor allem Kanzleien, die HW bereits in ihre Geschäftsprozesse integriert haben.
Ganz neu ist die Partnerschaft der beiden Unternehmen nicht.
Bereits im Mai 2024 hatte HW AI die Zusammenarbeit mit Mistral angekündigt.
Die Modellfamilie soll aber erst jetzt in einem Early Access für europäische KundInnen verfügbar sein.
Ein breiterer Rollout soll dann in den kommenden Monaten erfolgen.
Wann genau, ist bisher allerdings nicht klar.
Der Rechtssektor ist ein prinzipiell sehr lukratives Geschäftsfeld für die großen KI-Schmieden.
Schließlich ist die Branche extrem textlastig und die Arbeit mit KI-Tools erspart dadurch viel Zeit.
Das weckt auf beiden Seiten ökonomische Interessen.
Aus der Sicht der Anwaltskanzleien lässt sich ganz einfach sagen, wer mehr Zeit hat, der kann auch mehr MandantInnen übernehmen.
Und Kanzleien sind eine tendenziell zahlungswillige Klientel, weswegen KI-Unternehmen großes Geschäftspotenzial sehen.
Auch Anthropic hat erst kürzlich mehrere Plug-ins für Cloud Cowork veröffentlicht, die speziell auf juristische Aufgaben zugeschnitten sein sollen.
Das Thema KI im Rechtssektor hat aber seine Schattenseiten.
Darüber haben wir ja auch hier im Podcast in den letzten Wochen wiederholt berichtet.
Denn es mehren sich Fälle, in denen KI-Halluzinationen in Gerichtsdokumenten auftauchen.
Stand Mai 2026 gab es bereits knapp 1500 dokumentierte Verfahren, in denen Personen wegen Dokumenten mit KI-Fehlern sanktioniert wurden.
Die Fälle sammelt der Rechtswissenschaftler Damir Charlottin in einer Online-Datenbank.
Und seit vergangenem Jahr nimmt die Menge an Fällen massiv zu.
Auch in Deutschland gab es solche Fälle schon.
Anfang Mai hatte ein Berliner Kammergericht Anwälte wegen KI-Halluzinationen gerügt.
Auch hier hatte die KI ein Gerichtsurteil zitiert.
Die vermeintliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs existierte aber gar nicht.
Die Zusammenarbeit von Mistral und HWRI klingt natürlich erstmal danach, als sei sie Teil des Problems.
Gleichzeitig würde man den Einsatz von KI in der Rechtsbranche nicht verhindern können.
Das klappt ja woanders auch nicht wirklich.
In solchen sensiblen Kontexten steht Mistral als europäischer KI-Entwickler mit Open-Wades-Modellen aber immerhin für Datensouveränität und mehr Transparenz.
Danke, Robin.
Das gemeinnützige Projekt Internet Archive ist eine digitale Bibliothek, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, menschliches Wissen zu bewahren, und zwar indem sie öffentlich zugängliche Webseiten, aber auch Bücher, Videos, Audioinhalte und Software für die Nachwelt speichert und frei zur Verfügung stellt.
Die dazugehörige Wayback Machine speichert Milliarden auch alte Webseiten.
Man kann da zum Beispiel sehen, wie eine Website zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit aussah.
Immer mehr große Nachrichtenseiten allerdings, darunter zum Beispiel die New York Times oder The Guardian, verhindern den Zugang der Wayback Machine aus Sorge, dass KI-Crawler über die Wayback Machine deren Inhalte abgreifen, um sie für das KI-Training zu verwenden, Martin Holland berichtet.
Es ist ja schon eine Weile bekannt, dass die KI-Unternehmen ihre Modelle sehr gerne oder am liebsten mit von Menschen gemachten Inhalten aus dem Internet trainieren.
Und deswegen gab es ja schon die Auseinandersetzung, dass die Medien versucht haben, das zu verhindern, dass sie einfach die Inhalte abgegriffen werden und die KI-Unternehmen und die KI-Modelle in Konkurrenz treten, indem die Medien ihre sogenannte Robots-TXT angepasst haben.
Das ist eine...
Kleine Datei, die besagt, wer auf eine Seite darf und wer nicht.
Und da kann man eben reinschreiben, KI-Crawler nicht.
Und das ist aber so ein Gentleman's Agreement, an den kann man sich halten.
Technisch muss man sich nicht dran halten und viele KI-Unternehmen tun das auch nicht.
Dann gibt es natürlich die andere Möglichkeit, dass man Sachen hinter die Paywall packt.
Dann ist es auch ein bisschen schwieriger.
Und es gibt aber eben die Situation, dass es schon seit Jahrzehnten die Wayback Machine gibt, die Internetseiten archiviert und abspeichert.
Und dann kann man eben gucken, was stand 2015 am 2.
März auf heise online.
Und in dieser Meldung drin kann man sich den Zustand dieser Seite von damals angucken.
Das ist ein sehr, sehr hilfreiches Werkzeug für...
für die verschiedensten Zwecke.
Und da gab es zwar auch mal Kritik von Medien, aber im Großen und Ganzen haben die das akzeptiert.
Nur jetzt ist halt die vermeintliche Gefahr identifiziert worden, dass KI-Unternehmen diese Inhalte benutzen, um ihre KI-Modelle zu trainieren.
Dann müssen sie ja gar nicht mehr auf die Seiten gehen, sondern können mit der Wayback-Machine die Inhalte abgreifen.
Und deswegen gibt es jetzt immer mehr Medien, die diesen Crawler von der Wayback-Machine aussperren.
Und der hält sich nun halt, öfter dran, auch nicht immer, aber öfter.
Und das hat nämlich jetzt, das hat eine Analyse jetzt ergeben, die in den USA vorgenommen wurde.
Da haben sie über 1000 dieser Robots TXT analysiert und gesehen, wie oft die Wayback Machine ausgesperrt wird.
Und das machen im Moment vor allem Also Lokalzeitungen aus den USA, die gehören oft zu großen Medienhäusern und da scheint sich das gerade durchzusetzen, dass das viele machen, aber es machen auch große Medien.
Die New York Times unter anderem und auch europäische Medien inzwischen, Le Monde und El Pais zum Beispiel.
Und dann besteht eben jetzt die Gefahr, dass dieses Archiv des Internets bald quasi ohne Internetinhalte dasteht.
Und da gibt es jetzt auch noch nicht wirklich eine Lösung für.
Im Moment kann man halt nur beobachten, dass das halt zunimmt.
Und das sagt diese Analyse.
Da haben sie jetzt unter diesen 1000 Seiten, die sie untersucht haben, waren es schon fast 400, die das machen.
Und die Geschwindigkeit, mit der die das gemacht haben, hat stark zugenommen.
Also seit Januar hat sich die Zahl um 50 Prozent erhöht.
Instagram-Teankonten haben automatische Funktionen, die Jugendliche vor sensiblen Inhalten und unerwünschten Kontakten schützen.
So können Jugendliche die Plattform sicher nutzen.
Mehr dazu auf instagram.com.
Das Internet Archive ist also ein globales, digitales Archiv, das das gesamte öffentlich zugängliche Internet und historische Medien sammelt.
Im Unterschied dazu ist archive.org, archive wird hier mit X geschrieben, Eine akademische Plattform für Vorab-Veröffentlichungen aus den Bereichen Naturwissenschaften und Informatik.
In Datenbanken wie archive.org tauchen immer mehr offenbar durch KI erzeugte falsche oder nicht existierende Referenzen auf.
Das belegt eine neue Studie, von der jetzt Jenny Lepies berichtet.
Meine Kollegin Noelle Bölling hat die Nachricht zu dieser Meldung recherchiert.
Demnach haben Wissenschaftler in den USA insgesamt 2,5 Millionen wissenschaftliche Paper geprüft.
Das waren zusammen 111 Millionen Referenzen.
Sie konnten dabei feststellen, dass 146.900 Zitate angegeben waren, die so nicht existierten und sich keiner bekannten Veröffentlichung zuordnen ließen.
Manche Fälle waren schlicht Rechtschreibfehler, aber es waren auch zahlreiche KI-generierte Halluzinationen darunter.
Zudem zeigte sich, dass die fehlerheften Zitate über viele Artikel verteilt waren und sich nicht auf einzelne Arbeiten konzentrierten.
Das lässt vermuten, dass viele Autoren KI-generierte Referenzen einfach übernehmen, ohne sie vollständig zu überprüfen.
Diese Entwicklung ist natürlich bedenklich für die Forschungsgemeinschaft.
Die gefälschten Zitate tauchen nämlich in wissenschaftlichen Datenbanken wie zum Beispiel archive.org auf.
Dort hat man bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die Situation in den Griff zu bekommen.
Es gibt kein KI-Verbot, aber die Autoren müssen die volle Verantwortung für ihre Werke übernehmen, unabhängig davon, wie die Inhalte entstanden sind.
Bei entsprechenden Nachweisen droht ein einjähriges Verbot, auf archive etwas zu veröffentlichen.
Es kam natürlich auch schon vor dem breiten Einsatz von KI vor, dass es falsche Zitate in wissenschaftlichen Papern gab.
Allerdings, so sagt eine Autorin der neuen Studie, stellen wir einen starken Anstieg nicht existierender Referenzen nach der weit verbreiteten Einführung von LLMs, also großen Sprachmodellen, fest.
Danke, Jenny.
Papst Leo XIV.
fordert in seiner am Montag erschienenen ersten Enzyklika strenge internationale Richtlinien für den Umgang mit KI.
Das Lehrschreiben heißt Magnifica Humanitas und trägt den Untertitel über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der KI.
Es gilt als Regierungserklärung für sein Pontifikat.
Der Papst bezeichnet KI darin als mögliche wertvolle Hilfe, warnt jedoch vor Risiken.
Kleine, einflussreiche Gruppen könnten Informationen, demokratische Prozesse und die Wirtschaft lenken.
Er schlägt einen Ethikkodex und Regeln für den Umgang mit Nutzerdaten vor.
Beobachter werten dies als Kritik an US-Tech-Milliardären.
Besonders deutlich äußert sich der Papst zu autonomen Waffensystemen.
Maschinen dürften nicht über Leben und Tod entscheiden.
KI müsse entwaffnet werden.
Auch vor Fake News und neuen Formen der Ausbeutung in Rechenzentren und Chipfabriken warnt er.
Kommentatoren sehen in der Enzyklika auch den Versuch, ethische Leitplanken zu setzen, bevor staatliche Regulierung greift.
China weitet die Ausreisebeschränkungen für Personen aus der KI-Branche aus.
Wer an fortgeschrittener KI arbeitet und als strategisch wichtig gilt, muss Auslandsreisen künftig genehmigen lassen.
Das berichtet Bloomberg.
Betroffen sind unter anderem Start-up-Gründungen und Mitarbeiter von Firmen wie Alibaba und DeepSeek.
Wie weit die Maßnahmen reichen, ist bislang unklar.
Reisebeschränkungen für strategisch wichtige Bereiche gab es schon früher in China.
Neu ist, dass nun gezielt KI-Fachkräfte aus der Privatwirtschaft ins Visier geraten.
Auslöser war der Streit um das KI-Startup Manus.
China untersagte dessen Übernahme durch Meta.
Der CEO und der Chefforscher durften das Land daraufhin während der Überprüfung nicht verlassen.
Peking behandelt KI-Kompetenz zunehmend als strategische Ressource.
Der Wettlauf mit den USA verlagert sich von Chips hin zu den Köpfen dahinter.
Für China ist das allerdings ein Balanceakt.
Die Auflagen sollen Wissensabfluss verhindern, könnten aber genau jene Fachkräfte vertreiben, die das Land dringend braucht.
Und in den USA hat Präsident Trump die Unterzeichnung einer geplanten Verordnung zur Prüfung neuer KI-Modelle kurzfristig verschoben.
Die Regelung hätte es US-Bundesbehörden ermöglicht, KI-Modelle vor ihrer Veröffentlichung genauer zu untersuchen.
Daran sollten die NSA, das Cyber Office und das Finanzministerium beteiligt sein.
Ursprünglich war die geplante Verordnung als Antwort auf Cybersicherheitsrisiken durch leistungsstarke Modelle wie Anthropics Cloud Mythos gedacht.
das vom Hersteller selbst als zu gefährlich für die Allgemeinheit eingestuft wird.
Trump begründete den Rückzieher damit, dass die Regelungen die Spitzenposition der USA in der KI-Entwicklung gefährden und den Vorsprung vor China schmälern könnte.
Laut dem Nachrichtenportal Politico habe allerdings Tech-Investor David Sachs entscheidend und kurz vor der Unterzeichnung auf Trump eingewirkt.
Sachs überzeugte Trump demnach, dass die Verordnung Innovationen bremsen würde.
Die Universal Music Group hat eine neue mehrjährige Lizenzvereinbarung mit TikTok geschlossen.
Sie baut auf einer Einigung von 2024 auf, mit der ein langer Streit über Vergütung und KI-Schutz beendet wurde, nachdem Universal seinen Katalog zeitweise von der Plattform entfernt hatte.
Universal ist das größte der drei Major-Label neben Sony Music und der Warner Music Group.
Im Mittelpunkt der neuen Vereinbarung jedenfalls zwischen Universal und TikTok stehen KI-Schutzrechte für Künstler und neue Formen der kommerziellen Verwertung.
Beide Seiten verpflichten sich, nicht autorisierte KI-generierte Songs konsequent von der Plattform zu entfernen.
Das soll sicherstellen, dass die Erträge den menschlichen Urhebern zugutekommen.
Auch die technische Zuordnung von Werken zu Künstlern soll verbessert werden, um falsche Attributionen zukünftig zu verhindern.
Parallel hat Universal eine separate Vereinbarung mit Spotify getroffen.
Diese erlaubt dem Streaming-Dienst, generative KI-Musikmodelle einzuführen, basierend auf Zustimmung der Künstler.
Damit sollen Abonnenten eigene Musikstücke per KI erzeugen können, die auf den Universal lizenzierten Werken und Stimmen basieren.
Das KI-Unternehmen Anthropic meldet, dass auch sein Modell Claude Mythos die sogenannte Unit-Distance-Vermutung des Mathematikers Paul R.
Dysch widerlegen konnte, die Open AI erst vor wenigen Tagen als Meilenstein der KI-Mathematik präsentiert hatte.
Das Problem ist seit 1946 offen und stammt aus der kombinatorischen Geometrie.
Anthropic-Ingenieur Scholto Douglas schreibt auf der Plattform X, Mythos löse die Aufgabe mit einem hübschen, einfachen Beweis.
Das Team setzte ein Testsystem ein, bei dem mehrere isolierte Klot-Instanzen mögliche Lösungswege entwickelten.
Mythos wählte dabei häufig einen anderen Weg als das OpenAI-Modell.
Der Mathematiker Daniel Litt bezeichnet das Ergebnis als etwas weniger gelungen als bei OpenAI.
Auch Google DeepMind meldete kürzlich, dass sein KI-System AlphaProof Nexus neun weitere Erdüsch-Probleme lösen konnte.
Der Y-Combinator-Gründer Paul Graham liest keine E-Mails, die mit KI geschrieben wurden.
Y-Combinator ist einer der bekanntesten Startup-Investoren der Welt und war früh an OpenAI beteiligt.
Paul Graham berichtet, dass ihn immer mehr Gründer in einem unnatürlichen journalistischen Stil anschreiben würden, der auf KI schließen lässt.
Solche Mails lese er nie zu Ende.
Es fühle sich auch so an, so Graham, als werde man belogen.
Grahams Haltung ist durchaus überraschend, da er selbst so nahe an der Tech-Elite ist.
Aber sie spiegelt sich auch in Studienergebnissen.
Eine Untersuchung der Ohio State University zeigt, dass Empfänger KI-generierte Nachrichten als Bequemlichkeit und Mangel an Aufrichtigkeit werten.
Eine Befragung mit über 1000 US-Beschäftigten lieferte vergleichbare Ergebnisse.
Etwa die Hälfte bewertet Absender solcher Inhalte als weniger fähig und zuverlässig.
Bei Gesprächen mit Nichtspielercharakteren in Videospielen war es bisher meist so, dass man sich im Grunde durch vorgefertigte Dialogbäume zu klicken hatte, mit Unterhaltungen, die oft starr und vorhersehbar wirkten.
Jetzt wird KI dafür genutzt, dass diese Nichtspielercharaktere nicht mehr nur Textbausteine abspulen, sondern Spieler in dynamische Gespräche verwickeln.
Tomislav Besmalinovic hat sich mit solchen NPCs im Spiel Fabularasa unterhalten.
Zu Beginn erwacht man in einem Kerker und soll wegen eines mutmaßlichen Verbrechens bald einem Monster zum Fraß vorgeworfen werden.
In einem Käfig wird man auf einen mittelalterlichen Marktplatz transportiert, wo man verschiedenen Figuren begegnet.
Ziel ist es, die Charaktere für sich zu gewinnen, damit sie beim König ein gutes Wort anlegen und die Hinrichtung verhindern.
Die Figuren reagieren dabei überraschend glaubwürdig und stellen passende Nachfragen.
Erzählt man etwa, man sei als Journalist verurteilt worden, weil man Gerüchte über den König verbreitet habe, fragt eine Bardin nach den genauen Behauptungen und möglichen Zeugen, bevor sie daraus spontan ein Lied improvisiert.
Technisch kombiniert die Erfahrung mehrere KI-Modelle.
Claude von Anthropic steuert die Dialoge, Eleven Labs übernimmt die Sprachsynthese und Chachibiti fungiert als eine Art KI-Regisseur im Hintergrund.
Eine bekannte Schwäche ähnlicher Experimente bleibt bestehen.
Auf Äußerungen folgen oft spürbare Pausen, die die Immersion stören.
Trotzdem sorgt das Spiel für einen Aha-Moment und zeigt, welches immersive Potenzial KI-gestützte Gespräche für Videospiele haben könnten.
Man stelle sich etwa ein Detektivspiel vor, in dem man Verdächtigen in Kreuzverhören und Geständnisse herauskitzeln muss oder ein Rollenspiel, in dem Geschick des Falschen zu besseren Preisen führt.
Danke, Tomislav.
Und das war das KI-Update von Heise Online vom 27.
Mai 2026.
Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab 15 Uhr.
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