# AI Integration Strategies for Modern Advertising Agencies

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-05-26

## Transcript

Über KI und Kreativität haben wir uns ja in diesem Podcast schon ein paar Mal unterhalten und wir hatten ja auch schon einige Leute zu Gast, die berichtet haben, wie sie als FreelancerInnen KI nutzen, wie sie damit bessere Kampagnen zustande bekommen, effizienter sind.
Mich würde aber mal interessieren, wie eigentlich die Werbeindustrie, die ja eigentlich maßgeblich von Kreativität lebt und von den ganzen Copyrightern und alle, die da irgendwie mitarbeiten, wie die eigentlich gerade auf diese KI-Transformation blickt und dafür habe ich mir heute...
jemanden eingeladen, Florian Zülke von Jung von Matt.
Eine kleine Werbeagentur, vielleicht schon mal gehört, wird uns heute mal ein bisschen was erzählen, wie KI eigentlich in der Werbeindustrie gerade gehandhabt wird, wie das Unternehmen das vor allem handhabt und ob Werbung sich jetzt eigentlich in Zukunft verändern wird durch KI.
Ich bin Max Muntenkel, ihr hört Kollegin KI.
Hallo Flo!
Moin Max, hi, danke für die Einladung.
Sehr gern, schön, dass du da bist.
Beschreib mal bitte, was du eigentlich beruflich machst.
Ich beschäftige mich mit KI und das wahrscheinlich den großen Teil des Tages.
Also letzten Endes bin ich aus dem digitalen Werbung gekommen oder aus der digitalen Unternehmenskommunikation.
Ich habe früher mal bei MySpace gearbeitet, also sehr früh digital.
Und seitdem vor allen Dingen in Agenturen unterwegs im Bereich Social Media.
Und über diese digitalen Themen bin ich dann jetzt relativ straight auch vor zwei, drei Jahren sowas in dieses Thema KI in Agenturen einfach gerutscht.
Weil es natürlich irgendwann dann an Fahrtaufnahmen, also spätestens mit Dali Mini, wo man dann so die ersten brauchbaren Bilder rauskriegte oder mit der frühen Chachipita-Version.
habe ich dann festgestellt, erstens, es interessiert mich total, wie das funktioniert, wie das passiert.
Ich habe so einen Tech-Family, glaube ich, auch.
Und das Zweite ist dann eben das...
wird meine und wird die Arbeit, die wir in Agenturen machen, einfach stark beeinflussen.
Und dem Pfad bin ich gefolgt und mache das heute beruflich bei Jungformat.
Ich bin zum einen hier am Neckar in Stuttgart, leite ich das Team der Artificial Crafts, also das KI-Team quasi.
Und zum anderen leite ich die Agentur übergreifende Initiative hier in Deutschland und das Team, was da ist, auch mit dem Fokus auf KI-Implementierung.
Also wie benutzen wir KI, warum und wann.
benutzen wir KI und dann aber natürlich auch in der Kundenberatung, weil jetzt eben einfach, also früher haben wir es den Kunden angetragen, heute kommen die selber und haben Fragen und die helfe ich dann beantworten.
Bevor wir jetzt in die Use Cases reingehen und ein bisschen weiter erzählen, kennst du Tom persönlich von MySpace?
MySpace Tom, den kenne ich nicht persönlich.
Er war schon raus, als ich da war.
Und bevor er, glaube ich, wieder eingestiegen ist.
Ich glaube, er war dann noch mal kurz wieder da.
An die jüngeren ZuhörerInnen, MySpace Tom ist eine Internetlegende.
MySpace war überhaupt, aus meiner Sicht war MySpace peak Social Media.
Also es war wirklich so das erste soziale Medium, wo man auch mit Musik dann arbeiten konnte und wo du viel fancy bunte Schriftzüge in dein Profil packen konntest.
Und du warst am Anfang immer mit MySpace Tom befreundet.
Tom war mit allen befreundet.
Großartig.
Super nahbar, der Chef, der, glaube ich, auch sich zurückgezogen hat und jetzt einfach mit so einer halben Milliarde auf der hohen Kante den ganzen Tag angelt oder so.
Das heißt, ich bin ein bisschen politisch.
Cooler Typ.
Liebe Grüße.
Aber schön zu hören, dass du da auch in den Frühzeiten von Social Media schon erste Erfahrungen gesammelt hast.
dann hast du ja im Grunde die gesamte technische Revolution rund um Social Media, Algorithmen und jetzt auch KI miterlebt, oder?
Hast du da so ein bisschen Vergleichsfälle, dass du sagst, okay, KI verändert das Ganze jetzt so ungefähr wie vielleicht damals schon irgendwie etwas anderes in deiner Historie?
Ja, ich glaube schon.
Also es verändert, glaube ich, stark, wie Menschen mit Marken grundsätzlich umgehen.
Also vorher, noch vor dem Website-Zeitalter, gab es halt Läden und gab es irgendwelche Plakatwerbung oder Fernsehwerbung.
Digitale Revolution war ja dann das erste, wo sich das dann plötzlich stark änderte und auch so völlig neues Verhalten provozierte.
Online-Shopping, ja, gab es ja vorher gar nicht.
Oder sowas wie SEO, ja, Internet suchen in Suchmaschinen, dann Werbeoptimierung, wo sich eine ganze Industrie drum gebildet hat.
Und ich finde das einen ganz spannenden Punkt, weil, glaube ich, damals sich schon zeigte, klar ist das ein neues Feld für Werbung.
Aber da geht es eigentlich gar nicht nur um Werbung, sondern eigentlich geht es jetzt darum, wie sich Verhältnisse...
zwischen Menschen und Marken verändert.
Also wie kaufen Leute ein?
Wie unterhalten sich Leute?
Also was ist deren Entertainment so?
Und ich glaube, dass sich das heute so ein Stück weit wiederholt, weil bei uns ja KI auch angefangen ist.
Auch in der Branche ist erstmal ja nur ein Tool irgendwie.
Also man redet ja heute auch viel über KI-Tools.
Und wenn man dann so zwei, drei Schritte weiter denkt...
Man steckt eigentlich viel mehr dahinter, weil ja die grundsätzliche Frage ist, wenn sich Leute zukünftig von KI-Assistenten quasi automatisiert in bestimmten Bereichen beraten lassen, wie komme ich denn da als Marke rein und wie spiele ich da noch eine Rolle, wenn da überhaupt gar kein Mensch unter Umständen mehr dazwischen ist, der sich da jetzt unterhalten oder emotional bewegen lässt in einigen Bereichen.
Du hast schon angesprochen mit Tools.
Kannst du mal verraten, was für Tools ihr eigentlich nutzt?
das kann ich total gerne verraten.
Der Unterschied ist, glaube ich, oder anders, also wir nutzen erstmal so alle Tools, die es gibt.
Das Ist auch deswegen, glaube ich, total wichtig, weil wir auf dem Laufenden sein müssen, wie diese Sachen funktionieren.
Also das fing mit Mid-Journey eben an.
Das geht natürlich über alle Formen von irgendwelchen LLMs bis hin zu jetzt CloudBot, als es heiß war und so weiter.
Wir probieren das alles aus und es ist uns total wichtig, dass wir das eben auch alles einmal ausprobiert haben, weil man, glaube ich, nur so eben zum einen vorneweg sein kann, um das eben alles mal auszuprobieren und alles auch so ein bisschen zu kennen.
und zum Zweiten haben wir ja so den Anspruch, irgendwie als unabhängige Agenturgruppe unterwegs zu sein.
Das heißt, wir haben auch ein Interesse, uns da jetzt nicht festzubinden an irgendwas.
Deswegen erstmal grundsätzlich alles.
Und dann kommt noch eine Einschränkung und das ist eben Teil dessen, womit ich mich eben auch mit meinen Teams beschäftige.
Das ist so ein bisschen die Einschränkung, was davon geht, eigentlich produktiv für Kunden zu nutzen.
Und da ist natürlich die Tool-Landschaft insgesamt.
gerade so ein bisschen wilder Westen.
Ich habe heute erst wieder irgendeine Statistik gehört, wie viele tausend Tools es da irgendwo gibt.
Also letzten Endes, davon tatsächlich für den Kunden produktiv in einem Business-Rahmen einsetzbar ist tatsächlich ein Bruchteil.
Und da ist es eben auch für uns so, dass wir uns eben für einige Anbieter entschieden haben, mit denen wir dann entsprechend dann auch die Sicherheitsverträge und alles geschlossen haben, sodass wir mit denen dann auch Kunden arbeiten können.
Es gibt diese schöne Seite thereisnaisforthat.com, glaube ich.
Können wir gerne mal an die Show-Notes auch packen.
Letztes Mal, als ich geguckt habe, waren es irgendwie 43.000 verschiedene KI-Tools, die es gab.
Und als ich angefangen habe mit KI, war das irgendwie so, dass man zwei Tools die Woche hatte, die neu aufgeploppt sind.
Die konnte man irgendwie auch nochmal testen und mal gucken, was kann KI denn jetzt?
Das ist jetzt natürlich unmöglich, weshalb man ja eigentlich immer sagt, in der Beratung vor allem, erst die Use Cases ergründen, dann halt im Grunde zu schauen, was für Anforderungen habe ich an Sicherheit, an im Grunde auch Leistungen, die ich vielleicht hier on-prem bringen muss.
Und dann guckt man sich an, welche Tools man sich anschafft.
Habt ihr vermutlich ähnlich gemacht.
Ihr habt aber irgendwann offenbar auch ein eigenes Tool entwickelt, wenn ich richtig informiert bin, oder?
Es gab genau, also das ist ein Stable Diffusion Modell gewesen, Jung von Matt Stables hat das geheißen und das war ja letztendlich ein Bildmodell, mit dem wir eben versucht haben für Kunden ein Angebot zu machen, bei dem sie ihre eigenen Bilder quasi kreieren können mit KI, dann aber zum einen in einem Brandlook und dann zum anderen in einem...
Also mit einem Qualitätsversprechen, was so normale Tools wie MidJourney damals einfach nicht eingehalten haben.
Also Automotive war da zum Beispiel ein Thema, also immer dann, wenn es vor allen Dingen darum geht, irgendwie jetzt eine hohe Produkttreue zu haben und jetzt nicht irgendwie die falsche Felge zu haben oder sowas.
Also dafür sollte das halt funktionieren.
Und wie hat das funktioniert?
Konnte man dann tatsächlich einfach sagen, ich will jetzt irgendwie einen neuen Fernsehclip, 30 Sekunden für Porsche, der soll rot sein, soll irgendwie diese Guidelines einhalten und dann hatte man eine Minute später den Clip, den man entsprechend dann auf RTL schieben konnte oder so?
Leider nicht so ganz.
Also die Bilder, die waren schon, glaube ich, gut für die Zeit.
Gerade wenn es Bewegtbild ist, da sprichst du einen ganz guten Punkt an, weil man sich auch immer fragen muss, was können so Modelle?
wo stehen wir eigentlich heute damit?
Und ich glaube, dass Stables halt ein sehr gutes Produkt gewesen ist, um sowas mal auszuprobieren.
Also wie sieht eigentlich so ein Agenturservice aus?
Und am Ende aber einfach, weil es jetzt ja auch eine Weile her ist, daran gescheitert ist, dass die Modelle damals nicht gut genug waren.
Ja, also das KI konnte einfach nicht das, was wir von ihr wollten.
Und deswegen ist es dann irgendwann übergegangen.
Also bei uns zum Beispiel zum einen ins Research und Development, wie macht man damit weiter, sodass wir uns da so ein bisschen umorientiert haben.
Wir haben auch heute wieder ein ähnliches Angebot.
Das ist dann aber kein eigenes Modell mehr, sondern das ist tatsächlich ein Angebot für Kunden, bei dem wir zur Verfügung stellen, allerdings dann gecheckte und modifiziert.
verwendete Modelle von anderen Anbietern, die wir aber nicht mehr selber herstellen.
Spannend.
Das heißt, ich kann als Kunde jetzt im Grunde euch als Menschen beauftragen oder ich kann sagen, hey, ich nehme mir mal die Jungformat KI, die hier Bilder generieren kann.
Ich zahle vielleicht irgendwie eine Lizenzgebühr und dann kann ich mir im Grunde euer Hirn leihen und KI für mich Kampagnen machen oder wie darf ich mir das vorstellen?
Ich vergleiche das immer so ein bisschen mit so einer Kaffeehauskette.
Klar kannst du dann da sitzen und irgendwie so die volle Experience haben und die persönliche Betreuung und so.
Oder du holst dir dann eben den Cappuccino aus der Supermarkttheke.
Der erfüllt dann eben auch manchmal so seinen Zweck.
Der ist dafür auch viel günstiger.
Das heißt, du kannst ja vielleicht mehrere verkaufen oder sowas.
Und du musst ihn halt zu Hause trinken.
Das ist ja dann auch nochmal der Unterschied.
Letzten Endes, glaube ich, ist...
Daran wichtig, auch da der Zweck, warum möchte ich das eigentlich haben?
Wenn es vielleicht schnell gehen muss, dann gibt es ja eine ganze Reihe von so Gebrauchsassets, nenne ich es jetzt mal, irgendwie das nächste Newsletter-Bild oder irgendwie auf der dritten Ebene der Website brauche ich irgendwas.
Und da sehen wir halt relativ häufig, dass wir mit Kunden in einen relativ aufwendigen Markenprozess gehen.
Wir reden über Look & Feel, wir reden über Tonalität und Motive und so weiter.
wird dann irgendwo doch das Stockbild gekauft oder wird dann doch irgendwo einfach mit irgendeinem KI-Tool aus dem Internet dann das Bild gemacht und sieht dann halt wieder ganz anders aus.
Und da war uns eben wichtig, dass wir jetzt zum einen ein relativ einfaches Angebot haben, dass Kunden eben...
quasi Jungformat für zu Hause bekommen können oder unsere Leistung für zu Hause haben können.
Und entsprechend haben wir da eben im Angebot, dass wir Modelle so modifizieren, dass sie zu unseren Look-en-Feel-Vorgaben passen und damit eben zum CI dieser Marken und den Bildwelten, die wir für sie da machen.
Das ist aber so, wie du es vorhin beschrieben hast, das ist dann eben nicht der 30-Sekunden-Werbespot für den Fernsehsender, der da rauskommt, sondern das ist tatsächlich dann Gebrauchsmaterial, für das es aber ja auch genügend Anwendungsfälle gibt.
Auf jeden Fall.
Also wie wurde das aufgenommen?
Also ich kann mir vorstellen, dass man natürlich, wenn Jung von Matt steht für Qualität, was ihr im Grunde macht, geht viral, wird gut angenommen.
Das ist im Grunde immer High Class und wer gute Werbung haben will, der meldet sich im Zweifel auch bei euch.
Hat man da nicht ein bisschen Sorge, dass wenn man dann...
Jungformat für zu Hause, wie du es ausgedrückt hast, anbietet, dass da vielleicht die Qualität dann durch die KI vielleicht auch Schaden nimmt und man dann sieht, unser Branding, was wir eigentlich über Jahre aufgebaut haben mit unseren menschlichen Kreativen, die hier sitzen, die leidet jetzt.
Also ich glaube, entscheidend ist ja, wie man da den Schwerpunkt setzt.
Und was ganz klar ist bei uns, und da erinnert auch dieses Produkt jetzt überhaupt nichts dran, der Jungformat Playground überhaupt nichts dran, dass weiterhin die Kreation und die Menschen bei uns im Mittelpunkt stehen.
Das KI-Angebot ist ein ergänzendes Angebot, worüber wir uns klar sein müssen, dass die Diskussion ja schon da ist.
Ja, also es ist nicht so, dass wir die jetzt inspirieren, dadurch, dass wir jetzt eben auch so ein Angebot für Kunden haben, sondern die Diskussion ist schon da.
Wir werden aktiv darauf angesprochen, gibt es das eigentlich bei euch?
Und wir sehen, dass alle anderen Agenturen sowas eben ins Feld führen, weil es letzten Endes ja jetzt auch ein Stück weit darum geht, also wir werden...
Also wir wird eigentlich in Zukunft geworben und da geht es natürlich auch um Themen wie Kreativität und menschliche Emotion.
Da geht es aber natürlich auch um Performance-Daten.
Da geht es natürlich auch um eine Datenbasis und eine KI-Generierung von sowas, die da entsteht.
Und das ist eben auf jeden Fall auch was, wo wir Teil eben sein wollen.
Und das ist natürlich dann eben auch ein Schritt unserer eigenen Transformation, wenn wir sagen, das wofür wir eigentlich stehen.
Und wo wir gerade so geschätzt werden, wie sieht das eigentlich in fünf Jahren aus?
Und Teil dessen sind eben unsere eigenen Bemühungen, da jetzt eben ein KI-eigenes Angebot zu machen, wie es eben mit Stables mal gegründet worden ist.
Also wir betreuen quasi den Enkel von Stables.
Verstehe, irgendwie.
Ich meine, die Motivation dahinter, natürlich eine KI vielleicht auch zu beauftragen, gewisse Bilder oder Assets zu generieren, Copies zu schreiben und so weiter, die ist, glaube ich, in erster Linie natürlich eine monetäre.
Also man möchte Geld sparen und menschliche Arbeitskraft ist teuer, Tokens sind günstig, also frage ich vielleicht lieber eine KI.
Erlebt ihr das auch im Markt, dass da vielleicht auch mal gefeilscht wird oder dass man sagt, hey, könnt ihr das...
günstiger anbieten, weil ihr ja jetzt im Grunde hier auch mit KI arbeitet.
Ihr habt ja eigene Tools, die können wir natürlich auch dann entsprechend lizenzieren und nutzen.
Wie ist da so die Reaktion?
Ja, das meine ich.
Die Diskussion ist schon genau da.
Also es kommen tatsächlich auch schon Kunden und sagen, ja, wie ist das jetzt mit dem Preis?
Oder was tut KI für euch?
Also welche Ersparnis habt ihr jetzt in Zeit oder liefert ihr jetzt mehr Assets oder sowas?
Also das ist durchaus gerade so.
etablierter Standard langsam in bestimmten Ausschreibungen.
Und ich glaube, da kann man jetzt so drauf gucken, ein Stück weit...
Wird man dem vielleicht gerecht, weil man sagt, wir haben tatsächlich jetzt an irgendeiner Stelle eine Ersparnis.
Letzten Endes muss man sich dann aber fragen, und da sind wir so ein bisschen bei dem Ausgangspunkt, wofür stehen wir eigentlich als Marke, wofür steht aber auch ihr als Marke?
Also wenn man sich die Fähigkeiten von KI heute im Output anguckt, die Qualität der Dinge, die da rauskommt, ist halt in vielen Fällen einfach überschaubar.
Und wenn ich jetzt sage, ich möchte was als Kommunikationspunkt oder als Touchpoint für meinen für meine Kundschaft haben, was emotional ist, was mich auch repräsentiert, was auch vielleicht nächstes Jahr noch hält, wenn ich das wieder raushol, so wie die Werbeklassiker, dann bin ich jenseits von KI.
Dann bin ich vielleicht KI unterstützt, aber dann habe ich auf jeden Fall ein Asset erstellt, bei dem ein Mensch sich darüber Gedanken gemacht hat, wie er andere Menschen bewegen und berühren kann irgendwo.
Und das ist was, was KI auch absehbar nicht kann und dem gegenüber steht gerade, auch weil du es angesprochen hast, so ein bisschen, glaube ich, aus dem Performance-Marketing kommend, ja, so eine Linie, wo man sagt, irgendwie die Anzeigeflächen im Internet beziehungsweise auf den Displays der Handys der Menschen werden einfach immer zahlreicher.
Ja, und häufig reicht es da eben, einen kleinen Banner eben einfach einzustreuen.
Und wenn ich den den Leuten häufig genug zeige, bringe ich sie dazu, irgendwie einfach eine Handlung zu machen.
Und das ist natürlich der Punkt, wo KI dann durchaus wieder eine Rolle spielt.
Ich glaube, die entscheidende Frage ist, wenn ich zum einen als Premium-Agentur unterwegs sein möchte, was ist eigentlich der Bereich, auf den ich fokussiere?
Und ich glaube, die Frage müssen sich auch Kunden dann gefallen lassen, wenn ich als Premium-Marke unterwegs sein möchte.
Was ist eigentlich die Kommunikation, die ich meinen Kunden anbiete und wie spreche ich die an?
Ist das eher die Niederschwellige oder die Niederschwellige?
Wie sagt man, die geringerwertige Kommunikation aus einem Performance-Marketing-Bereich raus, ohne das jetzt schlecht machen zu wollen?
Oder ist es dann vielleicht doch eher die orchestrierte Geschichte mit einem menschlichen Insight, mit einer kulturellen Relevanz, um zu zeigen, hey, ich bin irgendwie auch als Marke bei euch Menschen unterwegs.
Wie blickst du dann auf AI Slop, der teilweise durch das jetzt auch werberisch schon genutzt wird von Unternehmen?
Also ich glaube, dass das ja tatsächlich so ein Kulturphänomen so ein bisschen ist.
Es gibt ja so zwei Arten.
Die einen guckt man sich so an und findet es ganz lustig.
Also ich denke ja auch an das eine oder eine interne Experiment, was wir schon gemacht haben.
versucht eine Maschine zu bauen, die ich prompte was und dann kommt tatsächlich ein Video raus.
Also genau das, was du gerade beschrieben hast.
Ja, ich schreibe vorne den Prompt rein, dann geht es durch verschiedene andere KIs und am Ende kommt was raus und das war tatsächlich Slop erster Güte.
Also da stimmte wirklich nichts.
Ja, die Bilder waren völlig Klischee überladen und das war lustig.
Und deswegen glaube ich, es gibt so das eine, das Lustige, wo man dann auch sagen kann, das hat deswegen kulturelle Relevanz.
wie zum Beispiel Italian Brain Rot, das war ja ein echt witziges Ding.
Und dann stelle ich aber eben auch fest, dass immer dann, wenn auch mit höheren Budgets oder aus dem Marken- oder Agenturkontext raus werden häufig eben Assets entwickelt, bei denen ich merke, da fehlt irgendwas.
Da fehlt die persönliche Ansprache, da fehlt die Qualität im Bild, da fehlt vielleicht auch einfach die handwerkliche Nachbearbeitung von dem, was da gemacht worden ist oder die Vorarbeit.
Die Geschichte ist nicht vernünftig durchdacht und so.
Und das ist dann der Moment, wo ich denke, irgendwie das spricht mich persönlich nicht an.
Und das Feedback kriegen wir auch gerade in Social Networks, wenn man sich da mal anguckt auf YouTube, viele KI-Spots, welche Kommentare drunter stehen, wie viele Daumen runter es da gibt oder sowas.
Das nehmen die Menschen draußen natürlich auch wahr.
Also es gibt so lustigen Slop und da gibt es Slop, auf den hat keiner Bock.
Und ich glaube, da ist wieder die kulturelle Wand und der menschliche Filter.
Da liege ich am besten Fall richtig, wenn ich Richtung Slop gehe.
Hast du so eine Lieblings-KI-Werbung?
Irgendwie sowas, die du mal gesehen hast und gesagt hast, das hat richtig reingeknallt?
Boah, da muss ich jetzt überlegen.
Also ich fand unsere Sixth-Spots wirklich stark und sehr lustig.
Aber es ist natürlich jetzt ein Easy-Win, auch einfach die eigenen Kampagnen zu zitieren.
Aber hast du recht, war schon cool.
Können wir auch gerne verlinken in den Show Notes.
Ich fand das mit Mercedes und dem Satelliten lustig.
Ich weiß gar nicht, wie der Spot gerade heißt.
Da ist Mercedes und ein Satellit beginnende Beziehung zusammen und das war ein wirklich schöner Spot.
Okay, cool.
Also es gibt ja durchaus so eine Bubble, die total gegen KI in der Content Creation ist.
Und es sind häufig eher Menschen, die sich tatsächlich aus so einem künstlerischen Anspruch her dann, sag ich mal, auch äußern.
Die sagen jetzt beispielsweise beim neuen Musikvideo von Farin Urlaub, da wurde eine ganze Menge KI genutzt und die setzen das dann gern so in Relation.
Damals war mehr Handwerk, heißt dann immer.
Also damals gab es dann eine ganze Menge Leute, die an solchen Clips, an kreativem Output gearbeitet haben.
Das muss man heute ja alles...
gar nicht mehr machen, weil KI das in einem Bruchteil der Sekunde oder der Zeit zu einem Bruchteil des Geldes machen kann.
Wie siehst du das mit Werbung?
Du bist jetzt auch schon eine ganze Weile dabei.
Hat es sich einfach deutlich, ja, ist es schneller geworden?
Ist es einfacher geworden?
Braucht ihr heute viel weniger Leute als vielleicht noch vor zehn Jahren?
Nee, das ist auf keinen Fall so.
Also ich glaube zum einen, Die Kanäle sind ja viel vielfältiger geworden als noch vor zehn Jahren.
Also wenn ich so zurückdenke, es gab so die Social Networks, ja, und dann wurde es auch langsam dünn.
Klar hat man noch klassische Dinge gemacht.
Heute ist die Schlagzahl auf einem Medium wie TikTok ist viel höher.
Ja, wir haben LinkedIn, das sich über die letzten zehn Jahre wirklich zu einem ernsthaften Player entwickelt hat für ganz viele Unternehmen.
Wir haben Newsletter-Formate, also wir haben einfach eine Vielzahl von Kanälen, die einfach eine sehr große Rolle spielen, bis hin dann zu den ersten Kunden, die Geo-Leistungen haben wollen.
Also wie kommen sie eigentlich in LLMs rein?
Das heißt, so das Thema Content ist unglaublich wichtig.
Die Masse an Content, die einfach produziert werden muss, um bei Leuten eben zu sein, ja, die ist einfach sehr viel höher geworden, da wir ja auch eben immer stärker individualisieren und so Abformate schaffen.
Darüber hinaus muss man dann sagen, die Zahl der Leute ist ja ...
Ist ja auch deswegen hoch, weil es ja nicht so, als hätten wir jetzt weniger Arbeit an irgendeiner Stelle, sondern die Arbeit verschiebt sich einfach.
Ja, wäre ich früher halt viele Leute meinetwegen damit beschäftigen konnte, dass sie irgendwelche Workshop-Zeiten durchrechnen, ja, um rauszufinden, weil jetzt ja endlich die Kaffeepause ist oder sowas, können die sich heute darauf konzentrieren, ein vernünftiges Format zu entwickeln, was man mit dem Kunden macht oder dann doch die Zielsetzung nochmal zu schärfen.
Und so kann man das eigentlich durchdeklinieren, durch eigentlich...
alle Disziplinen, die auch bei uns arbeiten.
Ja, also wir haben jetzt Zeit, tatsächlich bestimmte Dinge strategischer oder beraterischer Natur nochmal auf eine ganz andere Art und Weise zu treiben als vorher, weil es eben einen Teil der Arbeit gibt, bei dem wir sagen, guck mal, da habe ich die KI als Sparringspartner oder ich kann es sogar delegieren.
Und ich glaube, dass das auch total wichtig ist.
Das Thema Slop hattest du schon angesprochen.
Die Kanalvielfalt.
Ich glaube, dass es ja auch für unsere Kunden einfach eine schwierige Zeit gerade ist, bei immer geringeren Budgets die richtige Entscheidung treffen zu müssen.
Was ist denn jetzt der richtige Kanal, auf dem ich dann meine Ziele erreichen kann?
Was ist denn jetzt die richtige Maßnahme, auf die ich setzen muss?
Das heißt, der Bedarf nach einer Beratung oder auch der Bedarf so aus der...
aus der Masse rauszustechen, also nach einer guten Kreativleistung, ist eben auch höher.
Und ich glaube, das kommt uns jetzt gerade extrem zugute.
Sehr spannend, dass du das auch ansprichst, dass vor allem sich die Formate natürlich weiter ausdifferenziert haben und man deshalb natürlich auch nochmal Expertise in den gewissen Bereichen braucht.
Also man stellt ja Marketing jetzt auch Leute ein, die sich mit E-Mail-Newslettern auskennen oder so, also mit E-Mail-Marketing.
Es gibt natürlich SEO, SEA, ganzen Performance-Bereich, wo jeder Kanal auch seine eigenen Kniffe hat und so.
Jetzt ist es natürlich ein bisschen schwierig zu sagen, okay, Wir werden das irgendwie beibehalten, beziehungsweise wir werden weiter ExpertInnen auf den jeweiligen Gebieten einstellen, wenn wir in diese ganze Gentic-AI-Richtung gehen.
So die Theorie hat man später irgendwie Agenten, die sich dann für Suchmaschinenoptimierung, die da Experten sind, die haben alle Bücher gelesen, die es dazu gibt.
Dann gibt es Agenten, die möglicherweise TikTok-Werbung gut machen können und irgendwo orchestriert das dann noch ein Mensch.
Was hältst du von dieser Zukunftsvision, die auch so ein bisschen dystopisch ist, dass wir eigentlich nur noch da sitzen und die Fäden ziehen und KI eigentlich...
unseren Input kreativ aufbereitet und automatisch ausspielt?
Also ich...
Ich bin da immer so ein bisschen vorsichtig.
Ich habe heute Morgen noch einem Kunden diesen Gartner Hype Cycle gezeigt und da sieht man eben, die Gen AI geht so langsam auf das Plateau der Produktivität und bei Agentic AI sind wir halt gerade mitten im Hype.
Und wenn ich mir meinen LinkedIn Feed so angucke, da sind ja die ganzen Prophezeiungen, die du auch nennst, da sind die genau so schon drin.
Es wird alles automatisiert, es geht dies und es geht das.
Wir probieren viel rum.
Wir machen auch mit Kunden zusammen relativ häufig Prototypen, die genau in die Richtung gehen und die gerade so ein bisschen die Frage danach stellen, so was geht eigentlich wirklich bezüglich Automatisierung und die Ergebnisse sind total interessant, aber mit Blick auf solche Themen halt eher ernüchternd.
Und das liegt an total vielen Sachen.
Also es liegt zum Beispiel daran, Die Datenbasis in den meisten Unternehmen ist gerade eben nicht dafür ausgelegt, dass da Agenten groß was ausrichten könnten.
Also selbst mit massivem Budgeteinsatz geht es ja jetzt gerade darum, irgendwie die letzten 40 Jahre IT-Geschichte irgendwie in einen Datenpool zusammenzufassen.
Das fällt schon kleinen Unternehmen schwer.
Dann haben wir eben, was diese Tools angeht, beziehungsweise was diese Agenten angeht, wir haben ja immer wieder Ausfälle, was KI...
Das heißt, ich kann einen Vorgang automatisieren und dann klappt der, klappt der, klappt der und plötzlich klappt der nicht und dann war es das.
Das heißt, wenn ich jetzt wirklich davon ausgehe, automatisiert werden da, keine Ahnung, zigtausende von Assets generiert und richtig ausgespielt.
Ich habe eben immer wieder die Lücke, wo meine Kette dann abreißt und ich glaube, dann gibt es eben noch einen Punkt, der wir diese Kette uns einmal vorstellen und dann kommen wir zurück zu dem Film, von dem ich gerade erzählt habe.
Wir haben...
in den Tools untereinander noch so viele Brüche, dass da kein einheitliches Durchgehen möglich ist.
Es ist so wie stille Postspielen in vielen Fällen.
Ich fange vorne mit was an, das kommt zum zweiten Schritt auch noch ganz gut.
Und sobald ich das dann in einen dritten Schritt überführe, dann wird es plötzlich komisch.
Der vierte Schritt noch angehängt, ist total lustig, aber eben nicht mehr brauchbar.
Und ich glaube, dass wir einige Bereiche durchaus haben, die sehr also die weniger komplex sind und bei denen Gentic eben auch ganz gut funktionieren kann.
Wenn wir aber so das Großteil der Arbeiten in so einer Agentur angucken, dann sehe ich das gerade halt nicht so.
Ich habe auch gesehen auf eurer Seite, dass ihr auch noch Leute einstellt.
Also es ist ja nicht so, dass ihr großartig die Layoffs habt oder den Einstellungsstopp.
Unter anderem bin ich da auf eine Stelle gestoßen, Senior Creative Art and AI.
Das finde ich ganz spannend, weil ihr zeitgleich auch noch Art Directors sucht.
Also es gibt offenbar...
Die mit KI und die ohne.
Kannst du einmal erklären, trennt ihr das bei euch in der Agentur, dass ihr sagt, okay, die arbeiten nur menschlich und die versuchen mit KI zu arbeiten?
Oder wie darf man sich das strukturell vorstellen?
Also strukturell haben wir die Trennung nicht.
Und ich glaube, das zeigt sich auch so in der alltäglichen Arbeit der Leute.
Ich meine, heute ist KI in jedem Photoshop drin.
Und wenn ich zu den Leuten gehe und gucke, was die so machen, wie die arbeiten, dann ist es bei wenigen so.
dass ich das Gefühl habe, die haben das gerade nicht mitgekriegt oder so, sondern alle arbeiten längst mit bestimmten KI-Tools.
Was für uns in dem Bereich Art in AI nochmal wichtig ist, das ist ja durchaus für, stell dir ein synthetisches Fotoshooting vor oder sowas, da gibt es dann doch nochmal spezielle Fähigkeiten, weil sich dieses Shooting unterscheidet sich von einem normalen Fotoshooting in bestimmten Schritten.
Also geh mal über das Casting der Models, wie erstelle ich richtige Models in KI?
muss denen irgendwie eine Garderobe geben.
Das heißt, da müssen Klamotten generiert werden, die die dann tragen.
Dann gibt es so Momente, wo du sagst, die Einstellung wird jetzt definiert.
Das machen wir in so 3D-Modellen oder sowas.
Das heißt, wir generieren ja nicht einfach so ein Fotoshooting, sondern das hat schon eine ganze Menge an Vorarbeiten eigentlich und gegebenenfalls auch in Nacharbeiten.
Und darum gibt es eben einige Rollen, die diesen Zusatz haben, weil es eben dann spezifisch um KI-Projekte geht.
Unter dem Strich muss man mal sagen, dass gerade im Bereich Art ist KI mittlerweile Commodity in den weiten Teilen.
Okay, verstehe.
Also arbeiten Menschen doch noch mit KI zusammen und die KI übernimmt noch nicht alles.
Da gibt es natürlich auch Gegenstimmen.
Ich habe meine rausgesucht.
Ein Kollege von einer anderen Werbeagentur hat vor über einem Jahr in einem Artikel gesagt, Zitat, willkommen im Endspiel der Werbung.
Und der sagt, dass KI die klassische Werbeagentur bis 2028 schon komplett abgelöst haben wird und dass AI-only-Agenturen eigentlich die Zukunft von kreativem Output gerade in Social Media sein werden.
Wenn du das hörst, was macht das mit dir und was denkst du darüber?
Also die These ist ja erstmal so groß, dass man gar nicht genau weiß, was das eigentlich heißen soll.
Ich will das jetzt dadurch gar nicht kleinreden.
Ich glaube, dem kann man ja auch relativ einfach zustimmen und sagen, ja, das stimmt, aber das heißt ja nicht, dass nicht heutige Agenturen, die vielleicht vor fünf Jahren noch ohne KI gearbeitet haben oder ganz normal jetzt bis 2028 tatsächlich auch KI-getriebene Agenturen sein werden.
Das ist ja auch so ein bisschen die...
die Transformation, auf der wir uns befinden.
Also die Frage ist ja nicht irgendwie, wie kommen wir jetzt möglichst gut ohne KI durch die Zukunft, sondern die Technologie ist da, sie wird abgefragt, sie hilft uns.
Das heißt, wir versuchen natürlich jetzt auch Strukturen, Prozesse, den IT-Stack danach auszurichten, dass wir möglichst effizient und möglichst wertschöpfend für uns und Kunden das integrieren.
Und das heißt natürlich, dass wir gewissermaßen auch zu einer KI-getriebenen Agentur werden wollen.
Und darum, glaube ich, ist die These leicht.
Ich glaube, sie ist in der Formulierung jetzt ein bisschen verkürzt, aber letzten Endes hat er vielleicht schon recht.
Ja, er geht noch ein bisschen weiter und sagt dann auch, das wären jetzt die letzten fünf Jahre der Menschheit.
Letztes Jahr hat er es gemacht, also haben wir noch vier Jahre Zeit.
Natürlich versucht man mit solchen Buzzwords natürlich dann entsprechend auch in Artikel zu kommen.
Letztes Jahr gab es ja auch noch ein bisschen den Hype darum, dass wir alle ersetzt werden.
Heute wissen wir es irgendwie besser, auch dank offenen Gesprächen jetzt wie mit dir.
Ich erinnere auch gerne, wenn ich diese Themen höre, an das Metaverse.
Also wenn das Metaverse so gekommen wäre, wie vor fünf Jahren noch alle gesagt hätten, dann würden wir heute dieses Gespräch gar nicht als Personen führen, sondern wir hätten unsere Avatare reingeschickt und wir hätten das wahrscheinlich gemacht in irgendeiner funky Second-Life-Welt.
So ist es ja auch nicht.
Und ich glaube...
Man darf ja auch nicht vergessen, viele dieser Diskussionen haben ja auch einen ökonomischen oder einen politischen Hintergrund dann sogar.
Es gibt ja durchaus wirtschaftliche Interessen, die damit verbunden sind, dass diese Technologien, die jetzt so viele Menschen investiert haben, auch gigantische Summen und wo Rechenzentren gebaut werden, dass sie tatsächlich Erfolg hat und dass das entsprechend ernst genommen wird und dass das natürlich jemand abnimmt, der denkt, er spart jetzt damit massiv.
Das finde ich, das muss man immer so ein bisschen abziehen.
Ein realistischer Blick auf die Sache und das sehe ich bei uns jeden Tag.
Also das ist eine Technologie, die verstärkt bei uns Kreativität.
Ja, die ist super aufregend.
Die macht mir persönlich super viel Spaß.
Ich sehe, dass es Kollegen eben auch so geht.
Wir können Sachen machen, die konnten wir vorher nicht machen für jeden Kunden.
Und ich glaube, das ist so ein bisschen der Status Quo und alles andere werden wir sehen.
Sehr schön, das finde ich ein schönes Schlusswort.
Ich würde aber zum Schluss gerne nochmal mit so einer Anekdote aufräumen.
Ich hatte ein kurzes Intermezzo in der Werbeindustrie und da hieß es immer so, wenn man sich bei den Großen bewirbt, dann muss man im Grunde schon richtig kreativ mit seiner Bewerbung umgehen.
Und damals gab es die Legende von dem Konfetti im DIN A4-Bogen, den man dann an Jung von Matt geschickt hat.
Und wenn das irgendwie ein Recruiter dann aufgemacht hat oder ein HR, dann flog überall das Konfetti lang.
Ich würde erstmal gerne wissen, ob das tatsächlich der Fall ist, ob ihr solche Bewerbungsunterlagen auch in Zeiten der Digitalisierung noch kommt oder ob es für diesen AI-Sektor, den ihr ausschreibt, wo ihr wirklich dann auch Nachwuchskräfte sucht, ob sich da auch schon mal jemand mit so einer kreativen Bewerbungsidee gemeldet hat und wenn ja, welche.
Also ich habe tatsächlich einmal eine Bewerbung gekommen, die war eine E-Mail, die allerdings komplett bunt im Hintergrund war, also einfarbig und gar kein Anhang und nichts, sondern in die Mail war einfach reingehackt in sehr große Schrift, dann ich möchte bei euch arbeiten, so erreicht ihr mich und das macht natürlich auf jeden Fall mal neugierig.
Jetzt in jüngerer Vergangenheit habe ich sowas noch nicht bekommen.
Okay, also habt ihr gehört, wenn ihr bei Jung von Matt im AI-Team arbeiten wollt, baut mal einen Bot oder so.
Denkt euch was Kreatives aus, um Florian weiter zu bespaßen.
Flo, haben wir irgendwas vergessen?
Irgendwas, wo wir nochmal drüber sprechen sollten?
Ganz zu Beginn, da haben wir mal über Tools gesprochen und über die vielen tausende Tools, die da jetzt so kommen.
Und da ist mir noch eine Sache eingefallen, die ich so ganz spannend finde, nämlich so den...
Gedanken, dass tatsächlich jetzt bei uns immer mal wieder auch so Leute kommen und gar nicht sagen, ja, ich habe irgendwie einen Anwendungsfall, ich würde da gerne ein Tool verkaufen oder so, sondern dass es jetzt wirklich mit Vibe-Coding-Möglichkeiten auch so ist, dass manchmal Teams kommen und sagen, ich habe eine total tolle Idee, guck mal, ich habe das schon mal gebaut.
Ja, wirklich sehr spannend und egal, wo man hinblickt.
Ich erlebe das auch in der Beratung immer wieder, wenn Leute dann versuchen, Prozesse zu automatisieren und dann tatsächlich irgendwie sich entsprechend was vibecoden, was dann ausgearbeitet wird, dann geht aus solchen Tools nicht selten auch nochmal ein eigenes Unternehmen hervor oder ein Produkt, was dann natürlich für die gesamte Bubble, für die gesamte Branche irgendwie relevant ist.
Wir sind wirklich an so einem Punkt von KI, wo KI natürlich auch selbstständig Tools bauen kann und wo wir alle durch diese Technologie selbst zu Entwicklern werden könnten.
Das gibt wieder böse Zuschriften von Entwicklern jetzt, aber rein theoretisch.
Danke dir, Flo.
Guter Hinweis zum Schluss.
Ansonsten vielen Dank für deine Offenheit und bis demnächst.
Ciao.
Gerne.
Danke, Max.
Ja, liebe Leute, ich glaube, die Folge hat wieder einmal eindrücklich gezeigt, dass es eben nicht nur schwarz-weiß gibt.
Es gibt nicht diese eine KI, das eine Tool, das extrem gut für Werbeagenturen funktioniert und es gibt auch nicht den einen Use Case.
Genauso wenig gibt es nur eine Unterscheidung zwischen menschlich oder KI gemacht, sondern Menschen nutzen KI, um besseren Output zu erzielen oder Prozesse zu vereinfachen.
Und das zeigt sich sehr schön, dass Jungformat ja selbst noch Leute einstellt, die natürlich dann auch KI-Tools bedienen.
Ja, es gibt also Grauzonen, halten wir das mal fest.
Jetzt bleibt uns noch übrig, die Kollegin mal zu fragen, was sie von der Folge hält oder vielleicht mal direkter.
Liebe Kollegin, was glaubst du, was Jung von Matt für dich für einen Slogan entwickelt hätte?
Na, ich schätze, Jung von Matt hätte sich was Freches einfallen lassen wie Kollegin KI, wo Maschinen lernen, menschlich zu denken.
Schließlich lieben sie ja den Mix aus cleverer Technologie und menschlichem Charme.
Genau mein Ding.
Ja, weiß ich jetzt ehrlicherweise nicht, aber okay, ein Versuch war es wert.
Alles gut, vielen Dank fürs Zuhören an euch da draußen.
Wir hören uns am Freitag zur Kollegin KI Snackbox mit den News der Woche oder dann kommenden Dienstag zur nächsten Folge Kollegin KI.
Hinterlasst einen Kommentar, einen Like, abonniert den Kanal.
Macht irgendwas, ansonsten liebe Grüße und bis bald.
Ciao, ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
