# Navigating AI Booms, IPO Valuations, and Strategic Asset Allocation

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-05-26

## Transcript

Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Du entscheidest, in was du investierst.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Acid Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Wirröl und heute macht Reddit das Programm.
Ich war nämlich letzte Woche erstmals zu einem Ask Me Anything.
Im Subreddit rfinanzen und obwohl ich zwei Stunden lang wie ein Specht in die Tasten gehackt habe, sind doch tatsächlich einige Fragen offen geblieben, auf die es jetzt und hier die Antwort gibt.
Mit dabei unter anderem SpaceX, garantierte Dividenden, die optimale Cashquote, Pokémon-Karten als Investment und die ewige Frage der Finanzurologie.
Blase oder nicht Blase?
Das fragt sich auch Brabz.
Nämlich, ist die KI-Blase tatsächlich eine Blase und wenn ja, wie sollte man seine ETF-Strategie darauf anpassen?
Tja, da müssen wir zunächst natürlich definieren, was ist denn eigentlich eine Blase?
Für mich persönlich ist das eine Situation, wo sich Preise und realwirtschaftliche Substanz völlig voneinander entkoppelt haben.
wie beispielsweise bei den Tulpenzwiebeln.
Der Gegenwert eines prächtigen Grachtenhauses damals für eine einzige Pflanzenknolle.
Oder so wie in Japan Ende der 1980er Jahre.
Umgerechnet bis zu eine Million Dollar für einen Quadratmeter Grund und Boden in bester Innenstadtlage.
Solche...
Aber witzigen Bewertungen, solche spekulativen Exzesse sehen wir heute zwar auch bei einzelnen Aktien oder bei manchen Startups, aber eben nicht in der Breite.
Deshalb sage ich mal keine Blase, sondern Bläschen.
Und weil ja oft die Parallele gezogen wird zum Internet-Hype zur Jahrtausendwende, da war ich ja auch schon dabei, damals waren über zwei Drittel des Börsenwerts im Nasdaq 100 mit einem Kursgewinnverhältnis von über 60 bepreist.
Und heute sind es nicht mal 20%.
Und auch das DurchschnittskGV ist deutlich geringer.
Das soll jetzt nicht heißen, dass es keine Risiken gibt.
Ganz und gar nicht, im Gegenteil.
KI ist der größte Investitionsboom der Geschichte, auch wenn man es um Inflation bereinigt.
Und von diesem Boom...
profitieren eben nicht nur Chip-Hersteller, sondern auch industrielle Ausrüster, wie jetzt eine GE Vanova, eine Siemens Energy oder sogar eine Caterpillar.
Und damit ist dieser Investitionsboom eben auch ein sehr wichtiger Treiber der Realwirtschaft und des volkswirtschaftlichen Wachstums.
Und die Frage ist eben, wie lange läuft dieser Boom?
Ist irgendwann...
Nicht der Punkt erreicht, an dem erstmal keine zusätzlichen Datenzentren mehr gebraucht werden, an dem KI-Modelle vielleicht effizienter werden oder an dem Investoren schlichtweg nicht mehr bereit sind, weiter Kapital für den Ausbau zur Verfügung zu stellen.
Etwa, weil man zuerst dann doch mal Erträge sehen will oder weil das Geld zu teuer geworden ist durch gestiegene Zinsen.
Und jetzt ganz persönlich.
Traust du dir zu, diese Fragen auf der Zeitachse zuverlässig zu beantworten?
Ich nicht.
Aber, klar ist auch, wenn dieser Boom abebben sollte, dann wird es ungemütlich.
In der Wirtschaft und an der Börse.
Nicht nur für Tech-Aktien.
Gut möglich, dass der S&P 500 dann vielleicht 25% verliert.
Doch von welchem Niveau aus, ist ja die Frage.
Und dafür habe ich leider keine Glaskugel.
Wenn es vorher noch um ein Drittel rauf geht, dann wären wir nach einer 25% Korrektur auf demselben Indexlevel wie heute.
Tja, deshalb investiere ich persönlich lieber prognosefrei, langfristig, mit einem breiten Portfolio.
In dem Maße, in dem ich in der Lage bin, mögliche künftige Schwankungen auszuhalten.
Denn, ganz wichtig, das ist eine entscheidende Stellschraube.
Es gibt ja nicht nur 0% oder 100% Aktien.
Und Asset Allocation ist viel zuverlässiger und für die langfristige Gesamtrendite auch viel entscheidender als Timing.
Also die Suche nach dem vermeintlich perfekten Ein- und Ausstiegszeitpunkt.
Und wo wir schon bei Asset Allocation sind, da passt auch die Frage von Ger Justus.
Mit welcher Cashquote würdest du dich aktuell wohlfühlen?
Tja, zunächst mal, ich mag den Begriff Cashquote nicht wirklich.
Ich unterscheide lieber zwischen zwei Dimensionen.
Einerseits Return on the Money, also das was langfristig Rendite aufs Geld bringen muss.
Heißt in erster Linie Aktien, dazu dann Alternative Investments wie Edelmetalle, Krypto vielleicht oder auch Private Equity etwa in Form von LTIFS.
Und dagegen positioniert Return of the Money, wo es im Wesentlichen um stabile Entwicklung geht.
Entweder um Portfolioschwankungen zu glätten, Oder damit man eben im Bedarfsfall schnell ans Geld rankommt, ohne Verluste zu machen.
Und da sind wir dann bei Anleihen oder wenn es ganz kurzfristig und flexibel sein soll, auch beim Tagesgeld.
Und die Mischung daraus, wie viel packst du ins Return on the Money, wie viel ins Return of the Money, wie viel risikoarm und wie viel performanceorientiert.
hängt ganz entscheidend von den persönlichen Umständen ab.
Was man an Schwankungen aushält, klar, ist ein Thema, aber auch, ob man bestimmte Investitionen plant in naher Zukunft, für die man eventuell schnell Cash braucht.
Und da geht es jetzt nicht darum, den Notgroschen zu haben, wenn die Waschmaschine kaputt geht oder das Getriebe vom Auto, sondern da reden wir wirklich über sowas wie zum Beispiel eine unternehmerische Investition oder...
einen Immobilienkauf.
Aber wenn ich das alles mal weglasse, weiß ich natürlich schon, was du mit Cashquote meinst.
Geld, das man nicht heute investiert, sondern erstmal auf der Seite hält, um dann nachkaufen zu können, wenn die Kurse fallen.
Das Lauern auf diese besonderen Gelegenheiten, das klingt natürlich immer richtig gut.
Ist aber problematisch, weil Aktien eben einen langfristig positiven Erwartungswert haben, in Summe über lange Zeiträume steigt der Aktienmarkt, ist es eigentlich ratsam, dass für den Aktienmarkt vorgesehene Geld, also das für Return on the Money, immer gleich zu investieren, sobald es zur Verfügung steht.
Das ist natürlich reine Empirie.
Nur Geldanlage ist auch keine Mathematik.
Man muss sich mit seiner Strategie wohlfühlen, damit man sie durchhalten kann.
Und es kann tatsächlich ein gutes Gefühl sein, wenn man bei fallenden Kursen nicht einfach ausgeliefert ist, sondern wenn man sich sagen kann, hey, ich kann das nutzen, dass es gerade runtergeht.
Für Nachkäufe, für günstigeren Einstieg.
Die Frage ist nur, tut man das auch?
Nehmen wir mal zunächst so eine einzelne Aktie, die du eigentlich schon immer gerne kaufen wolltest, aber sie ist dir zu teuer.
Winnetou-Aktie.
Du schleichst da Ewigkeiten drumherum.
Novo Nordisk, Nike, SAP, Constellation Software.
Das sind alles so Werte, bei denen das in der Vergangenheit vielleicht der Fall war.
Du hältst dein Cash auf Seite und plötzlich fällt die Aktie.
Und fällt.
Und sie fällt weiter, bis sie irgendwann 30% unterm Hoch liegt.
Kaufst du dann?
Vielleicht.
Vielleicht siehst du aber auch, dass sich die Parameter geändert haben und du willst die Aktie doch nicht mehr.
Du hältst also dein Cash weiter und wartest auf die nächste Gelegenheit.
Aber ich gebe zu, einzelne Aktien sind natürlich speziell.
Die können abstürzen und die alten Hochs nie mehr wiedersehen, was leider öfter vorkommt, als wir denken.
Siehe nochmal.
Bessenbinder, über seine Forschung haben wir ja hier oft genug gesprochen, 60% aller Aktien vernichten über ihren Lebenszyklus hinweg Geld.
Nehmen wir also lieber den Gesamtmarkt, denn der wird über die Zeit tendenziell sukzessive steigen.
Und jetzt sagst du dir, ich will nochmal richtig fett einsteigen, wenn die Kurse einkrachen.
Und dann kommt so ein Ereignis wie der Liberation Day letztes Jahr.
Trump verkündet, die große Zollbonanza der S&P 500 fällt um 20 Prozent.
Und?
Kaufst du?
Vielleicht.
Aber erinnere dich mal, was damals für Untergangsszenarien herumgereicht wurden.
Das Rosengarten-Massaker hieß es.
Der MSCI World ist eine Vermögensfalle geworden, stand in den Medien.
Tja, und plötzlich fühlst du dich mit deinem Cash sehr wohl.
Denn wenn die Börse um 20% fallen kann, dann kann es auch noch weiter runtergehen.
Also wartest du und wartest und schaust hinterher, wenn die Kurse dann wieder steigen.
Will heißen, wenn du mit einer Cashquote arbeitest, dann brauchst du einen klaren Plan, unter welchen Bedingungen du dieses Cash wie investierst.
Und an diesem Plan solltest du dich sklavisch halten.
Übrigens im vollen Bewusstsein, dass du nie und nimmer das Tief erwischen wirst.
Ohne einen solchen Plan wirst du die Cashquote entweder nie anrühren oder erst dann, wenn dich die FOMO packt.
Die Angst, was zu verpassen.
Die Gier.
Dann war das Cash auf der Seite im besten Fall eine psychologische Hilfe, um durchzuhalten.
Das ist okay, aber dann...
sollte man das auch so benennen.
Und folglich die Opportunitätskosten, also die entgangene Rendite im Vergleich zum vollen Investment in den Aktienmarkt, auch entsprechend als solche anerkennen.
Im Nachgang gab es von Daniel aus Berlin noch eine PN zum Börsengang des Jahres.
Tja, SpaceX gilt schon jetzt als eines der wertvollsten Nicht-Börsenunternehmen aller Zeiten.
Aber wenn jetzt der Börsengang kommt, woran erkenne ich als Anleger eigentlich, ob der Ausgabepreis beim Börsengang fair ist oder ob da nicht von Anfang an viel zu viel Zukunft eingepreist wird?
Also sicherlich nicht das letzte Mal, dass wir hier über SpaceX sprechen.
In der Tat, das ist der Börsengang des Jahres.
Aber ganz allgemein kann man ja über den fairen Wert einer Aktie sowieso sehr trefflich streiten.
Und bei Börsengängen kommt ja dann erschwerend hinzu, dass detaillierte Finanzinformationen gerade für Privatanleger nur sehr kurzfristig verfügbar sind und dass man an die Bewertungsmodelle der Analysten, die dann ja auch diesen Emissionspreis rechtfertigen sollen, eigentlich kaum rankommt.
Und wenn man jetzt mal so auf diese für SpaceX momentan kursierenden institutionellen Schätzungen schaut, dann gehen die für 2026 von einem Umsatz von rund 25 Milliarden Dollar aus.
Profitabilität lässt sich schwierig einschätzen, also Starlink für sich genommen sicher hochprofitabel, aber man hat ja...
Ende 2025 die X- und XAI-Aktivitäten übernommen, weil Elon Musk nicht so ganz wusste, was er sonst damit machen soll.
Und die verlieren definitiv Geld.
In diesem Stadium also kann ich zur Profitabilität nichts sagen.
Müssen wir also mit dem Umsatz rechnen.
Und auf Basis...
Der kolportierten Bewertung zum Börsengang von 2 Billionen Dollar kommen wir hier auf ein Kursumsatzverhältnis von 80, was für die kommenden 10 Jahre eine nahezu perfekte Wachstumskurse einpreisen würde.
Und bei solchen Kursumsatzverhältnissen, da kriege ich natürlich wieder diese New Economy Vibes von vor.
Und da gibt es ein legendäres Zitat von Scott McNeely, damals CEO von Sun Microsystems.
Der hat 2002, also mit ein bisschen Abstand zum Hoch der New Economy Bubble, die Bewertungen während dieses Hypes reflektiert.
Und ich will dieses Zitat wirklich mal zur Gänze vorlesen.
Und zwar bei einem...
Kursumsatzverhältnis von 100.
Da musst du dir klar machen, was das bedeutet.
Um dir innerhalb von 10 Jahren dein Geld zurückzuzahlen, müssen wir als Unternehmen 10 Jahre lang 100% unseres Umsatzes als Dividende ausschütten.
Das setzt voraus, dass wir 0% Umsatzsteuer zahlen, 0% Herstellungskosten haben.
0% für Forschung und Entwicklung ausgeben, 0% für Gehälter und Verwaltung aufwenden.
Und es setzt voraus, dass unsere Kunden 10 Jahre lang exakt dieselbe Menge kaufen, obwohl wir keinen einzigen Cent in die Weiterentwicklung unserer Produkte gesteckt haben.
Wenn ich das also alles auf Null setze, darf ich dann bitte die Hände sehen, wer von euch diese Aktie kaufen möchte.
Soweit Scott McNeely.
Wohlgemerkt.
Ex-Post, also nachdem das alles vor die Wand gefahren war.
Jetzt kann man bei SpaceX natürlich viele Argumente und Narrative bauen, warum das, was Scott McNeely hier erwähnt, alles nicht so ins Gewicht fällt.
Beispielsweise die Marktführerschaft in diesem hochmarzig skalierbaren Geschäft mit orbitaler Netzinfrastruktur, also Starlink.
Das faktische globale Monopol bei kommerziellen Trägerraketen, also Falcon.
Der technologische Vorsprung bei wiederverwendbaren Raketen, also Starship.
Aber natürlich vor allem diese Vision, die Kompetenzen zu verbinden und mit orbitalen Datenzentren dann das KI-Zeitalter zu dominieren.
Das ist riesig und das ist exponentielles Wachstum, was bei Scott McNeely eben nicht vorkommt.
Gleichzeitig ist das aber auch eine Option, die sehr weit aus dem Geld liegt und sehr weit in der Zukunft.
Und die Prämie, die für diese Option aufgerufen wird, die ist im wahrsten Sinne des Wortes exorbitant.
Trotzdem kann die Aktie natürlich kräftig steigen.
Auch, weil es Kaufdruck geben wird, nicht zuletzt von den Indizes her.
Aber das Thema...
Das ist so komplex und so groß, das müssen wir mal separat diskutieren.
Nepf Lukas fragt, ob das US-Währungsrisiko für Investoren nicht künftig zu einem immensen Problem werden könnte.
Tja, zunächst mal müssen wir klären, was denn überhaupt Währungsrisiko heißt.
Klar, wenn der Dollar in Relation zum Euro schwächelt, dann sind die US-Aktien in unseren Euro-Depots erstmal weniger wert.
Sieht blöd aus.
Dasselbe gilt für unsere Dollar-Dividenden.
Wobei, wenn wir die Dividenden sofort reinvestieren, profitieren wir ja davon, dass die Aktien in Euro auch günstiger geworden sind.
Ist also gehopst wie gesprungen.
Nachteil gibt es nur, wenn wir nicht reinvestieren, sondern die Ausschüttung gleich.
verkonsumieren.
Wir können weniger dafür kaufen, solange wir es in Euro ausgeben.
Aber diese Betrachtung ist insgesamt ein bisschen kurz gesprungen, denn Wechselkurseinflüsse sollte man schon ganzheitlich sehen.
Denn während ein schwacher Dollar schlecht ist für die Aktienkurse von Unternehmen, kann er gut sein fürs Geschäft, weil die Produkte von US-Unternehmen auf dem Weltmarkt dann günstiger werden.
Also wettbewerbsfähiger werden und weil Euro-Umsätze in der Dollar-Bilanz eben mehr wert sind, bruchhalterisch.
Das sorgt für steigende Gewinne, damit auch wieder für steigende Dividenden und für Treibstoff, dass die Kurse steigen können, wenn die Bewertungsmultiples gleich bleiben.
Deswegen Für mich als langfristiger Anleger gehören Wechselkursschwankungen zum Geschäft quasi als Grundrauschen dazu.
Und über die Zeit ist das Renditepotenzial von Aktien eben deutlich höher als das Abwertungspotenzial von Währungen.
Zumindest in den etablierten Volkswirtschaften und wenn die Zeiträume nur lang genug sind.
Hat wehgetan.
Nur bei Anleihen, da mag ich Fremdwährungen nicht wirklich.
Denn so ein Zinsvorsprung von 2 Prozentpunkten, wie du den momentan hast zwischen Euro und Dollar, der kann schnell wegbrezeln, wenn die Währung sich in die falsche Richtung entwickelt.
Und natürlich kann man einen Wechselkurs auch sichern, sogar automatisch, per ETF.
Erkennst du immer daran, wenn da Euro-Hedged hinterm ETF-Namen steht.
Aber die Kosten dieser Versicherung, die entsprechen der kurzfristigen Zinsdifferenz.
Deshalb bevorzuge ich für den Return of the Money Teil ganz klar Euro-Investments.
Und wenn Anleihen in Fremdwährungen, dann ist das taktisch motiviert und damit Return on the Money.
Kleiner Einschub noch aus YouTube.
Habe ich irgendwie beim letzten anderen Q&A nicht ganz geschafft.
Gas, the only one, der schaut auf Öl- und Gasaktien, die ja zur Zeit von der internationalen Krise leben, so das Statement.
Interessant ist, was danach kommt.
Da müssten ja die ganzen Öl- und Gasanlagen wieder aufgebaut werden.
Und welche potenziellen Firmen können denn davon...
Tja, zunächst mal, schon vor dem Irankrieg sind Energieaktien richtig gut gelaufen.
Seit Investoren festgestellt haben, dass Daten zwar vielleicht das neue Öl sein müssen, ohne Energie, aber gerade bei Daten und bei KI nichts, aber auch wirklich gar nichts geht.
Und der Irankrieg war in dem Sinne nur ein Katalysator, der das Thema Energie, allgemein noch viel mehr in den Mittelpunkt von strategischen Überlegungen, auch von Investoren gerückt hat.
Ich würde deswegen größer denken, als nur zu fragen, wer jetzt da vom Wiederaufbau der Öl- und Gasanlagen im Nahen Osten profitiert.
Denn ganz generell wird man rund um den Globus viel Geld in die Hand nehmen in den nächsten Jahren, um die Energieversorgung, unabhängiger von der Golfregion aufzustellen.
Und davon profitiert sicherlich der gesamte Energy Service Sektor.
Also Firmen, die zum Beispiel Geräte und Dienstleistungen rund um die Erschließung neuer Öl- und Gasvorkommen anbieten.
Da kannst du dir mal so zur Inspiration den FANEC Oil Service ETF anschauen.
Das sind dann...
Ganz oben Werte dabei, wie eine Hallibarten, wie eine SLB, die ehemalige Schlammberger, oder auch eine Transocean.
Es gibt auch zahlreiche Nebenwerte in diesem Kontext.
Beispielsweise TGS, einer der weltweit führenden Anbieter von geophysikalischen Daten, die für solche Bohrungen ja eine wichtige Voraussetzung sind, damit man nicht irgendwo Löcher bohrt.
Kostet ja viel Geld.
Zugegebenermaßen ziemlich riskante norwegische Aktie, die hatte ich in Beyond the Noise vom 1.
April unter die Lupe genommen.
Und wenn es dann wirklich speziell um den Wiederaufbau am Golf geht, einer der führenden Anbieter von LNG-Anlagen, also Verflüssigungsanlagen für Gas, ist Linde.
Dazu ist das Unternehmen...
das ja deutsche Wurzeln hat und auch lange im DAX war, in der Region sowieso sehr, sehr stark positioniert.
Nicht zuletzt durch eine Übernahme, die man letztens getätigt hat, nämlich den Industriegasspezialisten Airtek, sowie auch durch die Wasserstoffprojekte, die man gemeinsam mit dem teilstaatlichen saudi-arabischen Ölkonzern Saudi Aramco betreibt.
Das zeigt aber schon, Der Wiederaufbau am Golf, der ist nur einer von vielen Wertschöpfungstreibern bei Linde.
Da gibt es genügend andere Geschäftsfelder.
Natürlich das quasi Abo-Geschäft für Industriegaslieferungen, aber generell auch Wasserstoff, also die großen Anlagen.
All das sind Felder, auf denen Linde aktiv ist und wo Linde von der, ich nehme mal den Begriff, auch wenn er schwierig geworden ist, gerade in Deutschland, wo Linde von der globalen Energiewende profitiert.
Gleichzeitig ist die Qualität, die breite Aufstellung und natürlich auch das Ingenieursgehen von Linde.
Kein Geheimnis an der Börse.
Ganz im Gegenteil, die Aktie notiert auf Allzeithoch und ist mit dem 28-fachen Gewinn bezahlt.
Das ist ein Brett.
Aber wir können auf jeden Fall festhalten, die hohe Bewertung ist fundamental solide unterfüttert.
Raoul likes this, macht's kurz und knapp.
Aktie verkaufen, wenn Dividende ausfällt?
Hm.
Hängt davon ab, wie dein Investment Case aussieht.
Wenn er rein auf die Dividende gestützt ist und darauf abzielt, dann ist es bei einem Ausfall einfach nur konsequent entsprechend zu handeln und auszusteigen.
Und ja, ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass man Dividende als Ausgangsbasis und Dreh- und Angelpunkt für einen Investment Case nutzen kann.
Allerdings nur, wenn man auch im Blick hat, wo die Dividende denn herkommt.
Also Ausschüttungsquote, wenn die aus dem Ruder läuft, wenn immer mehr vom Gewinn aufgewendet werden muss.
um die Dividende zahlen zu können.
Wenn quasi die letzten Cashflow-Krümel zusammengekehrt werden, um nochmal eine Dividendensteigerung melden zu können und selbst wenn es nur 0,5% sind, dann ist das immer ein Warnsignal.
Genauso wie schwächelnde Umsätze, rückläufige Margen oder eben zunehmende Verschuldung.
Und wenn man diese Warnsignale im Blick hat und konsequent danach handelt, dann gibt es wirklich eine valide Chance, schon vor dem Ausfall der Dividende auszusteigen.
Nicht am Hochpunkt, aber vor dem ganz großen Desaster.
Natürlich eine Garantie.
Ist das nicht.
Apropos Garantie, da hat Pharmahi eine spannende Spezialität entdeckt, nämlich die Garantiedividende der deutschen Wohnen.
Wie ist die einzuschätzen?
Tja, Garantiedividende, das klingt doch toll, oder?
Tja, ich sag immer, wenn du eine Garantie willst, dann kauf dir einen Staubsauger.
Und selbst da ist die Garantie nur so werthaltig wie der Garantiegeber.
Wenn der Hersteller des Staubsaugers pleite geht, kannst du dir für die Garantie auch nichts kaufen.
Und das gilt eben auch für sogenannte Garantiedividenden.
Kurz zum Hintergrund und zwar aus rein deutscher Sicht wohlgemerkt.
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob es dieses Phänomen in anderen Ländern auch gibt, beziehungsweise wie das dort geregelt ist.
Eine Garantiedividende entsteht in Deutschland immer dann, wenn ein Aktionär zwar die Mehrheit an einem börsennotierten Unternehmen hält, aber eben nicht alle Aktien hat und diese übrigen Aktien auch nicht unbedingt erwerben möchte, etwa aus finanziellen Gründen oder aus regulatorischen Motiven.
Und der Großaktionär, im Falle der Deutschen Wohnen, ist das ja der DAX-Konzern Vonovia, Der Großaktionär kann in diesem Fall mit seiner Stimmenmehrheit in der Hauptversammlung einen sogenannten Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag abschließen.
Dadurch kriegt er direkten Zugriff auf die Geschäftsführung und vor allem die Finanzmittel des beherrschten Unternehmens.
Der Großaktionär kann also flapsig gesagt in die Kasse langen und alle Gewinne direkt absaugen.
Aber es gibt ja noch die Minderheitsaktionäre.
Und die will der Gesetzgeber besonders schützen.
Deshalb muss der Mehrheitsaktionär Ihnen, wenn es einen solchen Ergebnisabführungsvertrag gibt, einen fixen Ausgleich zahlen.
Eben die Garantiedividende.
Die dann völlig unabhängig davon ist, wie sich das Geschäft des beherrschten Unternehmens entwickelt, sondern rein auf Basis des Vertrages gezahlt werden muss.
Deswegen werden diese Garantiedividenden ja auch gerne als Anleihenersatz gesehen und sieht ja auch ziemlich üppig aus in vielen Fällen, gerade bei der Deutschen Wohnen.
Netto reden wir hier über 1,03 Euro in Relation Zum aktuellen Kurs von so um die 20 Euro.
Das macht satte 5% Nettorendite.
Allerdings zwei wichtige Einschränkungen.
Punkt 1.
Schuldner der Ausgleichszahlung, wie die Garantiedividende rechtlich korrekt heißt, ist das beherrschende Unternehmen.
Und wenn das zahlungsunfähig wird, dann fällt eben auch die Garantiedividende aus.
Im Fall von Vonovia erscheint das unwahrscheinlich, aber man sollte generell dieses Risiko einfach kennen.
Und das zweite Thema, so ein Beherrschungsvertrag ist nicht für die Ewigkeit, der kann auch gekündigt werden.
Der zwischen Vonovia und Und der Deutschen Boden erstmals nach fünf Jahren, also 2030.
Und im Falle der Kündigung haben die Minderheitsaktionäre wieder alle üblichen Rechte, aber die Garantiedividende fällt dann eben auch weg.
Und die Ausschüttung, die hängt dann wieder voll daran, wie sich das Unternehmen wirtschaftlich entwickelt.
Das kann gut laufen, kann aber auch schlecht laufen.
Beispiel dafür wäre das Entsorgungsunternehmen Alba.
Da gab es auch einen Beherrschungsvertrag, der ist dann 2021 nach zehn Jahren gekündigt worden.
Die Garantiedividende ist weggefallen und die Aktie hat seither rund 90% verloren.
Und viele, die das dann nicht so mitgekriegt haben und die einfach die Aktie gehalten haben, sich gewundert haben, wo ist denn die Dividende?
Sind halt da reingefallen.
Aber auch so ein Fall ist natürlich bei der Deutschen Wohnen aus heutiger Sicht Unwahrscheinlich.
Nur in fünf Jahren kann halt viel passieren.
Wobei das ja auch nicht negativ sein muss.
Denn natürlich gibt es auch die Fantasie, dass Vonovia die deutsche Wohnen irgendwann doch komplett integrieren will, also alle ausstehenden Aktien haben will, einen sogenannten Squeeze-Out anstrebt, also die...
freien Aktionäre zwangsweise zum Verkauf ihrer Aktien drängen kann.
Und dieser Squeeze-Out muss dann tatsächlich zum inneren Wert erfolgen.
Da gibt es dann Gutachten, aber momentan liegt dieser bilanzierte Wert je Aktie bei über 40 Euro.
Wohlgemerkt, Deutsche wohnen an der Börse nur 20 Euro.
Nur, bis es so weit kommen könnte, haben die Minderheitsaktionäre eben nichts zu sagen.
Also eine ziemlich komplexe Konstellation das Ganze, weshalb es auch Investoren gibt, die genau auf solche Abfindungssituationen sich fokussiert haben und die die rechtlichen Implikationen und Gestaltungsspielräume viel profunder einschätzen können.
als wir Privatanleger.
Ein Beispiel dafür ist die Scherzer & Co., die selber auch börsennotiert ist, allerdings bei der Deutschen Wohnen laut letztem Geschäftsbericht nicht engagiert ist.
Auf jeden Fall sollte klar sein, Garantiedividende allein ist noch kein Investment Case, sondern etwas, was auf jeden Fall im Einzelfall immer einen Deep Dive erfordert.
Sebastian Dobbellare Der hat sich die MSCI-Indizes angeschaut und interessiert sich dafür, warum ausgerechnet 85% der Marktkapitalisierung als Standard definiert werden und warum eben der MSCI All Country World oder der MSCI World eben nicht auch Small Caps enthält, sondern warum Small Caps nur...
dabei sind, wenn hinter dem Index noch das Kürzel IMI steht.
Investible Market Index.
Tja, dafür müssen wir mal so ein bisschen zurückgehen in der Geschichte, nämlich als die MSCI Indizes entstanden sind.
1970, damals noch unter der Firmierung Capital International.
Damals gab es unter institutionellen Investoren eine ganz klare Zweiteilung des Aktienuniversums.
Hier die großen und mittelgroßen Unternehmen, deren Aktien man relativ liquide handeln konnte.
Und dort die Aktien kleinerer Firmen, die wegen der geringen Liquidität wirklich als eigene Anlageklasse gesehen wurden, was sich auch in der wissenschaftlichen Forschung aus dieser Zeit dann widerspiegelt.
Und weil Indizes ja damals noch nichts waren, wo man rein investieren konnte, sondern Indizes im Wesentlichen als Messlatte, als Benchmark für aktive Fonds genutzt wurden, mussten sie diese Zweiteilung eben widerspiegeln.
Und die 85% sind dann halt eben ein Kompromiss zwischen Liquidität, auf der einen Seite und Breite der Marktabdeckung andererseits.
Und dieser Kompromiss hat seither gehalten.
Übrigens auch wegen der ETFs.
Denn je liquider die enthaltenen Aktien sind, umso skalierbarer ist der ETF und umso effizienter ist die Abbildung möglich, was sich für dich dann eben in diesen niedrigen Kosten...
niederschlägt, die ja auch in den letzten Jahren immer weiter gesunken sind.
Denn so ein Acqui-Immi, also All-Country-World, Investable Market Index inklusive Small Caps mit 0,17% jährlicher Gesamtkostenquote, wie es Spider-In anbietet, tja, sowas wäre vor 20 Jahren nicht gegangen.
Damals waren die Replikationsmechanismen, mit denen die Emittenten diese Indizes für dich wirklich investierbar machen, noch gar nicht so ausgefeilt.
Und Technologie hat da wirklich immense Fortschritte gebracht.
Und gleichzeitig ist das Universum eben weiter ausgefieselt.
Inzwischen gibt es eben nicht nur Large Mid Cap, und Small-Cap-Indizes, sondern auch Mega-Cap-Indizes, die dann nur 40% der Marktkapitalisierung abdecken und damit diesen Trend zur Konzentration aufgreifen, den wir sehen.
Und dazu passend gibt es dann wieder Ex-Mega-Cap-Indizes.
Für jeden Geschmack ist da was dabei.
Man kann das sehr weit treiben, wobei ich persönlich diese 85%-Regel einen guten Kompromiss halte beim Basisinvestment.
Und die Small Caps, die kannst du dann ja nutzen, um Akzente zu setzen.
Zum Beispiel in Europa oder in Japan, wo wir eine sehr aktive Small Cap Szene haben.
Und wir kommen zu alternativen Investments.
Und wenn alternativ, dann auch so richtig.
ElectricalShare770 fragt sich, ob Pokémon-Karten und Counter-Strike-Skins nicht auch gute Langfrist-Investments sein könnten.
Tja, also zu Counter-Strike-Skins kann ich nichts sagen.
Aber grundsätzlich leben wir ja mal in einer Zeit, in der das Sammeln von Dingen insgesamt aus der Mode gekommen ist.
Ja, Briefmark.
Münzen, historische Wertpapiere, Autografen, das ist irgendwie was für alte Männer, gibt kaum Nachwuchs und die Märkte sind auch tot.
Abgesehen von den absoluten Top-Objekten.
So Trophäen wie die blaue Mauritius oder der schwarze Kreuzer.
sind immer marktgängig, werden tendenziell auch immer teurer.
Aber sowas wie Briefmarken Deutschland nach 1949 komplett und ungestempelt.
Puh, ziemlich unsexy, ziemlich verstaubt und nicht marktgängig.
Pokémon-Karten könnten allerdings in der Tat eine Ausnahme sein als Sammelgebiet, denn die sind seit 1996 auf dem Markt.
weit über das Stadium der schnellen Mode hinaus.
Definitiv ein Thema für Generationen von Menschen in meinem Alter, die in den 90ern noch Jugendliche waren, bis zu meinem Sohn heute.
Liegt natürlich auch daran, dass Nintendo, die Marke Pokémon, eben konsequent entwickelt, kuratiert und das Angebot steuert.
Was auf jeden Fall ein Vorteil ist gegenüber Briefmarken oder historischen Wertpapieren, die ja genauso Papierschnipsel sind, aber eben ohne diesen zentralen unternehmerischen Treiber.
Dennoch habe ich so ein gewisses Problem damit, solche Collectibles wirklich als Investment anzusehen.
Für mich sind das eher Passion Assets, also Dinge, für die man zunächst mal Leidenschaft braucht, auch um sie mit der gebotenen Sorgfalt zu behandeln und zu verwahren.
Und wenn man aus dieser Leidenschaft heraus systematisch eine Sammlung aufbaut, dann kann diese durchaus einen Wert haben.
Wobei, den Wert muss man natürlich auch heben.
Mein Sohn schaut gerne im Internet nach, was denn seine Pokémon-Karten jetzt so wert sind und freut sich dann, wenn eine Karte, die er auch hat, bei Ebay für 50 Euro angeboten wird.
Aber, ich sage ihm dann immer, mal ganz abgesehen vom Zustand deiner Karten, und der ist eher Eselsohr als 10 von 10.
Ganz abgesehen davon, dass dort was angeboten wird.
Das heißt noch nicht, dass jemand diesen Preis auch bezahlt.
Wert ist das eine, einen Preis draus zu machen und den bezahlt zu kriegen.
Das andere gilt übrigens auch bei Aktien an der Börse.
Insofern, wenn du mit Leidenschaft Pokémon-Karten sammelst, dann kann daraus ein Wert entstehen.
Aber wenn du einfach irgendwelche vermeintlich begehrten Karten kaufst und dann einfach hoffst, naja, die werden schon wertvoller, das ist ähnlich töricht und vermessen, wie einfach irgendwelche Aktien wahllos zu ordern, in der Hoffnung, naja, die werden schon steigen.
Und ein Pokémon-ETF, den gibt es halt nicht.
Wie überhaupt Fonds für...
Collectibles, beispielsweise Kunst oder auch Wein, in aller Regel nicht erfolgreich sind, da sie zu teuer sind und von Leuten mit einem Bias gemanagt werden, die häufig ihre eigenen Bestände dann in den Fonds entsorgen wollen.
Was ein Name!
InevitableCry2064 fragt, welche Bücher sollte man gelesen haben, um im Leben voranzukommen?
Hast du Empfehlungen?
Und wie heißt dein Lieblingsbuch?
Also zunächst mal glaube ich nicht an diese Mindset-Bücher, auch wenn ich natürlich einige gelesen habe.
Darunter schon in den 90er Jahren der Weg zur finanziellen Freiheit von Bodo Schäfer, der ja immer noch aktiv ist, den ich letztens erstmals persönlich kennenlernen durfte.
Was mir aber beim Vorankommen viel, viel mehr geholfen hat als Bücher, Das waren immer Menschen, also Vorbilder und Mentoren.
Menschen, die mich inspiriert haben, an denen ich wachsen konnte, auch weil sie eben schon dort waren, wo ich erst noch hin wollte.
Und da bin ich zuallererst wieder bei meinem Großvater, bei Opa Wilhelm, aber etwa auch bei meinem allerersten Chef, Bruno Kling, damals in Frankfurt um die 2000er Jahre eine Legende.
unter den Freimaklern und wenn Bruno über das Parkett schritt und mit seinem lauten Organ irgendetwas rief, dann schauten alle, was er denn macht.
Aber wenn es denn unbedingt ein Mindset-Buch sein soll, wie wäre es denn mal mit was ganz anderem, was Jahrtausendealtem?
Die Philosophie der Stoer.
Also, da sind wir dann bei Marc Aurel.
Und Seneca und diesem Credo der Seelenruhe durch emotionale Selbstbeherrschung.
Grundzüge der Stoa, die gibt es sogar als günstiges Reklamheftchen.
Also diese kleinen gelben Büchlein.
Und das reicht, um zumindest sensibilisiert zu sein für eine radikale Unterscheidung, die mir im Leben sehr, sehr viel weitergeholfen hat.
Nämlich zwischen dem...
was man selbst beeinflussen kann, also eigene Gedanken, eigene Handlungen und dem, worauf du eben keinen Einfluss hast, also das Wetter oder die politische und wirtschaftliche Großwetterlage.
Und wenn man das mal erkannt hat, dann hilft das, sich auf das zu fokussieren, wo man selbst einen Hebel hat und man wird gelassener, was auch an der Börse extrem nützlich ist.
Und was Lieblingsbücher angeht, Da wird es echt schwer.
Deshalb gleich mal drei.
Erstens, mit Blick auf die Börse, alles von André Costolani.
Der ist zwar schon 1999 verstorben, die Bücher sind also mindestens 25 Jahre alt, aber dieses augenzwinkernde Wissen aus 70 Jahren an der Börse, das ist einfach zeitlos.
Letztendlich ist das Behavioral Finance, also...
Verhaltensökonomie, aber sehr, sehr unterhaltsam verpackt und man lernt eine ganze Menge über die Fallen, in die man als Anleger besser nicht tappen sollte.
Zweitens, wenn wir über Sachbücher reden, da hat mich zuletzt Liebe in Zeiten des Hasses sehr gepackt.
Die Geschichte der deutschen Intellektuellen im Kontext der Machtergreifung der Nazis, also 1930er Jahre.
Ein Literarisches Epochengemälde einer wirklich dunklen Zeitenwende.
Unglaublich innig erzählt von Florian Illis.
Und Nummer drei, Romane.
Da muss ich zugeben, da bin ich wirklich nicht allzu belesen.
Weshalb mein Lieblingsroman seit der Schulzeit tatsächlich derselbe ist.
Umberto Eco, Der Name der Rose.
Ein wirklich kosmologisches Werk.
das Zeitgeschichte und Fiktion miteinander verwebt und so viel reicher ist als der Film, den du vielleicht kennst mit Sean Connery, der aber die Handlungsstränge komplett verengt.
Und das war's.
Danke, dass du dabei warst und danke auch an alle, die beim AMA mitgemacht haben und auf Reddit fleißig gepostet haben.
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Bis zum nächsten Mal.
Tschüss aus Berlin.
