# Institutional Capital Shifts and Market Corrections

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-25

## Transcript

Okay, jetzt mal ehrlich.
Du wohnst wie ich in Berlin oder fährst am Wochenende für einen Tag in die City, dann kennst du das Problem bestimmt.
Tausend Möglichkeiten und dir platzt der Schädel vor lauter Optionen.
Bowling wäre mal wieder cool, aber die anderen, die wollen unbedingt ein paar Läden auschecken und Streetfood testen.
Und abends ist noch Kino geplant und ein paar fancy Drinks.
Aber dafür dann von Kreuzberg nach Mitte und dann wieder nach Neukölln?
Boah, also...
Ich habe das mal anders gemacht.
Ich habe meine ganzen Leute zusammengetrommelt und wir sind zusammen in The Place.
In The Place gibt es, der Name sagt es eigentlich schon, alles an einem Ort und zwar direkt am Potsdamer Platz.
Wir sind easy mit dem Ratten, haben zwei Stunden lang bei Game State Arcade-Klassiker gezockt und uns bei Manifesto-Marke Tacos und Fried Chicken und einen Spritz gegönnt.
Und irgendwann sind wir dann bei The Upside Down gelandet zum Karaoke.
Schön gemeinsam blamiert.
Hat alles mega Spaß gemacht.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die neue Dynamik im USA-Iran-Konflikt, lukrative Lieferdienste, Übernahmepläne und das Tesla SpaceX Problem.
Im Thema des Tages erklären wir, was es mit der Whisky-Krise auf sich hat und in der Triple E Idee folgen wir für euch der Spur der Hedgefond-Helden.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Nando Sommerfeld und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 25.
Mai.
Und wir wünschen euch einen entspannten Pfingstfeiertag an der Börse in Frankfurt.
Tja, da wird heute gehandelt.
Und deshalb sind wir auch für euch mit einer neuen Folge da.
Aber der Montag, der dürfte zumindest an der Börse ganz entspannt verlaufen.
In den USA bleibt nämlich die Börse wegen des Memorial Day geschlossen.
Und im Iran-Konflikt bahnt sich auch eine gewisse Entspannung an.
Und man muss natürlich sagen, es kommt ein bisschen darauf an, wie man diese Nachrichten des Wochenendes interpretiert.
Ja, so wie so häufig in den letzten Wochen.
Ja, da wird es nämlich spannend, denn die eine Lesart lautet, der große geopolitische Schock ist fürs Erste raus.
Und die andere lautet, Moment mal, das sieht nur oberflächlich nach Entspannung aus.
In Wahrheit ist Iran künftig noch stärker als Risikofaktor im Ölpreis eingebrannt.
Vielleicht sagen wir euch erstmal, was am Wochenende passiert ist.
Da gab es zahlreiche Berichte, wonach die USA und Iran kurz vor einer Art Verständigung stehen könnten.
Es gibt kein großer Friedensvertrag, eher so ein Memorandum of Understanding.
Also so eine Art Rahmenvertrag, wo dann so drinsteht Ende der Kampfhandlung, Lockerung der Blockade, Wiedereröffnung der Straße von Hormuz, möglicherweise etwas Entspannung bei den Sanktionen und dann 30 bis 60 Tage, um über die ganzen harten Fragen noch zu reden.
Die heißt natürlich Atomprogramm, insbesondere wenn es um das hoch angereicherte Uran geht.
Und da wird berichtet, Iran könnte bereit sein, Teile seines Bestands abzubauen oder abzugeben.
Aber da muss man halt vorsichtig bleiben.
Das ist längst nicht final.
Wir haben es gesagt und es gibt halt auch widersprüchliche Signale.
Und in solchen Konflikten ist das erste Kommuniqué ja selten die letzte Wahrheit.
Und der langfristige Ölpreis, der wird dann darüber entscheiden, ob die Optimisten oder die Pessimisten im Iran-Konflikt richtig liegen.
Und am Wochenende, da fiel die US-Sorte WTI beim Marktplatz IG Markets.
Da kann man am Wochenende auch sehen, wenn der Ölmarkt geschlossen ist, ist bis auf 87 Dollar gefallen.
Und Sonntagnacht stand der Wert dann wieder bei 93 Dollar.
Aber was immer noch 4 Prozent unter dem Wert vom Freitag stand und brennt, öffnete Sonntagnacht offiziell am Ölmarkt 4 Prozent tiefer und fiel sogar...
unter die 100-Dollar-Marke.
Positive Kurse dürfte es für die Aktie gehen, deren Namen mir wirklich am allerschwersten immer fällt.
Delivery Hero, das ging einigermaßen rund über die Lippen.
Es heißt, Uber will den deutschen Konzern übernehmen, möglicherweise aufteilen mit DoorDash und hat wohl 33 Euro die Aktie geboten, was etwa dem Schlusskurs vom Freitag entspricht.
Jetzt wird laut Financial Times schon über die viel zitierte Schippe obendrauf.
gesprochen und diese Schippe, die könnte so Richtung 38 Euro gehen.
Ein Großaktionär von Delivery Hero soll genau so ein Angebot aber bereits zurückgewiesen haben.
Passend dazu schreibt Jeffries in der Studie, wir sind offenbar im Schlussakt angekommen.
Jeffries sagt sinngemäß, das zeigt, wie strategisch wertvoll die Delivery Hero Asets sind, aber auch, wie schwierig es sein wird, die wirklich zu übernehmen.
Denn Uber überschneidet sich laut Studie mit Delivery Hero in 22 Märkten und DoorDash in 18.
Das ist natürlich dann kartellrechtlich problematisch.
Trotzdem bleibt Jeffries bullish und hat ein Kursziel von ...
42,50 und rät zum Kauf.
Und das liegt deutlich über den korportierten 33 und auch über den 38 Euro.
Ja, das ist sowieso krass, wenn wir mal bedenken, vor ein paar Jahren haben wir gedacht, mein Gott, all diese ganzen Lieferdienste und jetzt bleiben irgendwie gefühlt am Ende irgendwie zwei große Player übrig und das Kartellrecht muss eingreifen.
Das ist echt wirklich eine Entwicklung, die hat man so nicht unbedingt kommen sehen.
Ja, und der vielleicht wichtigste Satz ist in diesem ganzen Spiel Aspex, nämlich die wollen Geld verdienen und zwar schnell.
Und Aspex, das ist der aktivistische Investor, der hält rund 15 Prozent an Delivery und hat mit dem Abgang von Niklas Östberg ja schon gezeigt, dass er Einfluss hat.
Und Jeffries, die ver...
vermuten jetzt, S-Pex wird wohl erst bei einem deutlich höheren Preis weich.
Ja, dann ist da auch noch Prosus.
Prosus hält laut Jeffreys rund 17% und darf im Endspiel halt nicht übersehen werden.
Die könnten argumentieren, wenn Uber als US-Konzern hier durchmarschiert, kontrollieren am Ende wieder die Amerikaner eine wichtige europäische Internetkategorie an.
Anleger heißt das Ganze, Delivery Hero ist plötzlich nicht mehr nur Essenslieferant, sondern auch ein ziemlich spannendes Übernahmeziel.
Ein appetitliches, würde ich mal sagen, um im Bild zu bleiben.
Und dann scheint das Anlegermagazin Barron's, das ikonische aus Amerika, unsere Samstagsfolge gehört zu haben.
Und deine Ausführung, lieber Sommerfeld.
Und der Autor des Artikels fragt nämlich, wird der bevorstehende SpaceX-Börsengang Tesla-Aktien belasten?
Weil ja Anleger aus Tesla in SpaceX umschichten könnten.
Das hast du ja vermutet, beziehungsweise hast du es ja selbst schon getan.
deine Tesla-Aktien verkauft und seine Antwort war aber dann, Risiko besteht wohl, aber dieses Risiko sei überschaubar.
Vielleicht zur Erinnerung, SpaceX wäre ja so zwischen 75 und 80 Milliarden Dollar einsammelt.
Das ist ja ein Rekord und die Bewertung liegt bei über 2 Billionen Dollar und damit über Teslas 1,9 Billionen Mark Kapitalisierung.
Und ein Teil der SpaceX-Aktien soll ja gezielt ein Kleinanleger gehen.
Dieselbe Klientel, die heute Tesla hält und daher eben die Sorge von Mittelumschichtung.
Jaja, der Sommerfeld den warnenden Zeigefinger hebt.
Ja, aber warum ist das Umschichtungsrisiko letztlich doch begrenzt?
Der Markt muss ja nicht zwei Billionen aufnehmen, sondern 75 Milliarden und Tesla wird für täglich rund so 20 Milliarden Dollar gehandelt und selbst im Extremszenario, also wenn alles Geld an einem Tag aus Tesla in SpaceX flösse, wären dann halt laut Barons nur rund...
10% Kursverlust drin.
Realistisch verteilt sich das aber natürlich viel besser.
Zum Vergleich, am 5.
Juni 2025 wurden Tesla-Aktien für 90 Milliarden Dollar gehandelt.
Der Kursverlust damals 14%, das war nach diesem Trump-Musk-Eklat.
Und die Erholung...
Kam dann halt weniger als drei Wochen, dauerte das nur.
Und Konklusion des Barron's Artikels, wer Tesla hält und SpaceX zeichnen will, sollte den Wechsel nicht aus Angst vor einer IPO-Belastung der Tesla-Aktien machen, sondern aus eigener Überzeugung zu SpaceX, wie ich zum Beispiel.
Ja, und dort ist das Bewertungsthema das größere Problem als der Kapitalbedarf des Marktes.
Das muss man auch sagen.
Ja, Bewertung ist schon sehr sportlich.
Wir hatten es ja in der Samstagsfolge gemacht mit einem DCF-Modell und erklärt, was da für Annahmen dabei sind.
Ich mache schnell die Termine.
Diese Woche gibt es zahlreiche Hauptversammlungen.
Vielleicht die Hauptversammlung, die am wichtigsten ist von der Deutschen Bank.
Die wird wieder in Präsenz abgehalten.
Quarzalszahlen gibt es.
In Amerika von Z, Scala, Aberkombi, Salesforce, Marvel, Snowflake, HP, Synopsis, Best Buy, Dollar Tree, Coles, Dell, Costco, Autodesk, MongoDB, NetApp, American Eagle, Gap und in Deutschland CTS-Eventim.
Und es gibt noch ein paar Makrozahlen, nämlich die Inflationsrate für Mai in Deutschland und in den USA diese berühmte PCE-Rate, die ja die Fed immer als bevorzugte Inflationsrate nimmt.
Der Sachverständigenrat veröffentlicht in seinem Frühjahrsgutachten die neuen Konjunkturpokte.
Und noch ein paar Ideen, wie man das Sozialsystem umbauen könnte.
Dann gibt es das VCI-Branchentreffen, also der Verband der chemischen Industrie.
Und in Amerika eine ganz spannende Sales-Site-Conference von Jeffrey, nämlich zu Software, Internet und AI.
Und ab solchen Konferenzen wird ja manchmal wieder eine wichtige Trends gesagt.
Und vielleicht ist dann ein Trend, dass bei Software der Ausverkauf zu hoch war oder zu niedrig.
Auf jeden Fall ist das auch noch beachtenswert.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Das Thema des Tages.
Es ist ja fast schon Tradition hier bei Triple E, dass wir, wenn wir als Hosts privat irgendwo im Ausland oder im Urlaub sind, in Gegenden, die man jetzt nicht jede Woche oder jeden Monat bereist.
dann bringen wir ja meistens was mit.
Meistens eine Triple-E-Idee.
Und ich war ja jetzt für zehn Tage in Schottland und habe auch was mitgebracht.
Allerdings unterscheidet sich das doch ein bisschen von den üblichen Triple-E-Mitbringseln.
Oh ja, komm, dann erzähl es doch mal und spart mich jetzt hier nicht auf die Folter.
Bitte, lieber Sommerfeld.
Ja, das, was ich mitgebracht habe, ist eine spannende Wirtschaftsgeschichte aus dem Leben der Schatten, so würde ich es mal sagen.
Und zwar keine sehr positive.
Es ist eine Geschichte über eine Krise, die Whisky-Krise.
Ja, richtig.
Du bist ja mit Freunden auf eine Art Whisky-Roadtrip gewesen.
So ein bisschen wie der Eckart, der so Weingüter abfährt, hast du Whisky-Distillerien abgefahren.
Und da bist du dann wahrscheinlich der Krise begegnet, oder?
Ja, das kann man schon so sagen.
Wir haben tatsächlich verschiedene Destillerien besucht, wurden halt rumgeführt und wir haben dann einige der edlen Tropfen natürlich auch getestet, großartige Tastings gemacht.
Und was dabei immer wieder auffiel, es war halt ziemlich ruhig in Obenware oder Tobermory.
Und von dem Hype, der noch vor einigen Jahren gerade um diese besonders edlen und teuren Labels herrschte, genau da waren wir nämlich unterwegs, bei diesen teuren Labels.
Vor diesem Hype war nicht mehr so viel zu sehen.
Wir hatten uns ja auch gefreut, zum Beispiel auch mal die Arbeit.
in den Destillen zu sehen und ein bisschen zuzuschauen, also beim Meshing und so weiter.
Doch von wegen, da war gar nichts los.
Tote Hose.
Und da habe ich mich natürlich gefragt, was ist denn hier los?
Und wir bei AAA, wir lieben ja genau diese ökonomischen Rätsel und Fragen, die einem wahren Leben da draußen begegnen.
Und so sind wir dieser Frage direkt mal nachgegangen und sind.
tatsächlich auf die Whisky-Krise gestoßen.
Diese Krise ist weniger ein einzelner Nachfrageeinbruch.
Sie ist vielmehr so ein Boom-Bust-Zyklus, also ein Zyklus, in dem auf einen starken Aufschwung ein schlagartiger Abschwung folgt.
Während kurz nach Corona wurde ja der Premium-Spirituosen-Boom in die Zukunft ja einfach wirklich fortgeschrieben, dieser Boom.
Um Single-Mald-Scotch-Whiskies beispielsweise wurde ein wahrer, ja wirklich...
Hype entfacht und Produzenten investierten in neue Kapazitäten und füllten Fässer, weil sie damit dauerhaft hoher Nachfrage rechneten.
Doch, tja, es kam anders.
Ja, wie so oft im Leben, Antti.
Financial Times, die hat den Kern des Problems jüngst mal ziemlich gut beschrieben.
Die haben nämlich geschrieben, fünf große börsennotierte Spirituosenhersteller, nämlich Diageo, Pernod Ricard Campari, Brown Forman und Rémi Contreau, so spreche ich die jetzt mal aus, die sitzen zusammen auf rund 22 Milliarden Dollar an reifenden Spirituosenbeständen, dem höchsten Niveau seit mehr als zehn Jahren.
Und beim Marktführer Diageo stiegen die reifenden Lagerbestände, so heißt das, von 34 Prozent des Jahresumsatzes, wo 22 aufstehen.
43 Prozent im vergangenen Jahr.
Und der Wert lag allein bei Diageo bei 8,6 Milliarden Dollar.
Da sind wir dann wieder beim Whisky.
Denn für dieses Getränk ist das Lagerproblem besonders groß, weil die Produktion Jahre im Voraus geplant werden muss.
Und ein guter Single-Malt muss mindestens 10, 12 oder sogar besser noch 15 Jahre im Fass reifen.
Und wird also heute zu viel destilliert, kann der Überschuss erst Jahre später sichtbar werden und wird heute zu stark gekürzt, dann droht in fünf oder zehn Jahren wirkliche Knappheit.
Diese Zeitverzögerung macht vor allem Whisky halt so anfällig.
Und genau das ist vor einigen Jahren passiert.
In der Annahme, der Whisky-Boom würde immer so weitergehen, wurde destilliert ohne Ende.
Und nun wird offensichtlich, die Nachfrage ist auf normales Maß gesunken und nun reifen viel mehr Fässern in den Lagerstätten, als der Markt nachgefragt hat bzw.
nachfragen wird.
Und deshalb herrscht in den Destillerien, auch da wo ich war, gerade ziemlich wenig Betriebsamkeit.
Wird der Whisky dann besser, wenn er länger reift?
Oder wird er irgendwann Schal?
Oder was passiert dann?
Nee, der wird besser in jedem Fall.
Je länger im Fass, so kann man schon sagen, gibt natürlich auch Ausnahmen, je länger im Fass, desto besser wird er.
Okay, aber die Krise der Spiritotenbranche, die wurde...
ausgelöst durch Überproduktion, wir haben es ja gerade gehört, und sorgt nun für Lagerdruck.
Produktionsstops, Preissenkung und ein Preiswettbewerb sind die Folgen.
Hinzu kommt der amerikanische Markt schwächelt einen Effekt, der vor allem Diageo trifft.
Der ist dort sehr stark präsent, nämlich Diageo.
Im dritten Quartal 2026 fiel Diageos US-Spirituosengeschäft um 15,4 Prozent.
Und auch ein zweiter Krisentrend trifft den Marktführer besonders.
Ich würde es jetzt mal das Ende der Premiumisierung nennen.
Das heißt, die besonders teuren Marken und Produkte werden weniger nachgefragt.
Die Scotch Whisky Association beispielsweise meldete für 2025 den Rückgang der globalen Scotch-Exporte um fast 2% im Wert und 4,3% im Volumen.
Und besonders auffällig, also der Single Malt Scotch, also der ganz feine Stoff, fiel im vergangenen Jahr um 6%.
Und gerade hier hatte sich Diageo mit Marken wie Obem, Talisker oder Lagavudi ein starkes Wachstum versprochen.
Und dieses Portfolio war tatsächlich auch lange ein Vorteil, wird aber jetzt...
zum Problem oder wurde zuletzt zum Problem, wenn halt Konsumenten auf günstige Produkte ausweichen oder weniger trinken.
Oh, Lagavulin ist schon sehr lecker.
Endlich bin ich noch dran.
Aber nicht nur Diageo ging es so, auch der Konkurrenz ging es nicht viel besser.
Denn die anderen großen börsennotierten Spirituosenunternehmen wie Remy Contreau oder auch Penorica sind ebenfalls besonders stark bei höherpreisigen Produkten und einkommensstärkeren Konsumenten positioniert.
Ja, die Frage ist, wie geht es jetzt weiter?
Krise ohne Ende?
Es gibt durchaus Grund für Optimismus, denn viele Probleme sind halt zyklisch oder selbstheilend.
Lagerabbau, Produktionskürzungen und Preisanpassungen brauchen Zeit, aber sie wirken dann halt doch irgendwann.
Wenn die Industrie weniger produziert, kann sich das über Angebot halt abbauen.
Und bei gereiften Spiritosen ist das besonders wichtig.
Heute gestoppte Produktion kann morgen sogar Knappheit oder Preismacht erzeugen.
Außerdem haben viele Kategorien schon in den letzten Jahren stark gelitten.
schon eine Stabilisierung der US-Spirituosenverkäufe könnte bei Diageo, Penorica oder Brown-Formel operativ einen Turnaround bringen.
Und drittens gibt es regionale Wachstumspole.
Diageo wuchs in Q3 2026 stark in Lateinamerika, Afrika, aber auch in Europa.
Afrika legte organisch sogar 17,1 Prozent zu, Lateinamerika 16,2, Europa 8,8.
Und das zeigt, die Krise ist nicht global homogen und Die Bewertungen, die sind schon stark gefallen.
Fast alle großen Aktien notieren in der Nähe ihrer 10 oder 15 Jahrestiefs.
Die Analysten der Deutschen Bank etwas schreiben in ihrem jüngsten Report, die Ageo-Aktie sei so günstig wie lange nicht.
Und das Kursziel blickt etwa 20 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Aber es ist schon etwas tiefprozentig.
Da würde ich lieber Hochprozentiges haben wollen.
Bei der Aktie.
Ja, aber wir wollen ja nicht immer hier nur über Aktien sprechen, die an ihren Höchstständen notieren.
Also die liegen alle wirklich richtig, richtig tief.
Seit 2021 sind die alle abgestürzt.
Ja, also was lässt sich festhalten?
Die Spirituosenbranche steckt in der schwersten Korrektur seit Jahren.
Und ja, die Whisky-Krise ist real.
Ich sehe es nicht zwingend dauerhaft, denn gerade bei gereiften Spituosen kann ein heutiger Angebotsstopp in einigen Jahren wieder Knappheit erzeugen.
Und so kann es sein, dass die Aktien demnächst wieder steigen und in den schottischen Destillerien wieder höhere Betriebsamkeit herrscht.
Mit wachsendem Vermögen geht es nicht mehr nur darum, dass man investiert, sondern wie man investiert.
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Geschrieben liqid.de.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Trump-Zölle, Iran-Krieg, KI-Hype an den Börsen geht es gerade drüber und drunter.
Und wer da als privater Liga den Überblick behalten will, der braucht wirklich starke Nerven.
Ja, oder eine ganz einfache rege Folge dem Geld.
Mit dem Geld, der ganz reichen und schlauen folgt, liegt meistens richtig.
Und deshalb wollen wir uns in der Triple-E-D mal wieder auf die Spur der Hedgefonds-Gelder begeben.
Und für diese Strategie gibt es ja einen perfekten Spickzettel, nämlich von Goldman Sachs, den berühmten Hedge Fund VIP, also VIP Index.
Und VIP steht für Very Important Positions.
Also die wichtigsten Aktien der Profis.
Goldman sammelt darin die Titel, die in den Depots der größten Hedgefonds am häufigsten unter den Top-Positionen auftauchen.
Insgesamt analysiert Goldman 1059 Hedgefonds mit 4,6 Billionen Dollar an Positionen.
Das ist Smart Money in Rheinkultur.
Der Spickzettel ist durchaus lukrativ.
Der Goldman Hedgefund VIP Index kam in den vergangenen zwei Jahren auf ein Plus von gut 61 Prozent.
Zum Vergleich der MSCI World schaffte im gleichen Zeitraum nur 43 Prozent.
Und noch deutlich ist der Abstand zu den Lieblingsaktien normaler Fondsmanager.
Der Goldman Mutual Fund Overweight Index, so heißt er, der diese Aktien bündelt, brachte nur 18 Prozent.
Das heißt, die Hedgefonds liegen weit vorn.
Viele klassische Fondsmanager schaffen es nicht mal, ihren Vergleichindex zu schlagen.
Das haben wir hier schon häufiger gesagt.
Häufig der Fall, dass sie sehr underperformen.
Und wir kennen diese Positionen sowohl von den Hedgefonds als auch von den normalen Fondsmanagern, weil eben große US-Anleger einmal im Quartal gegenüber der Börsenaufsicht SEC ihre Depots melden müssen in den sogenannten 13F-Filings.
Da steht schwarz auf weiß, welche Aktien gekauft und welche verkauft wurden.
Und nun war es eben wieder soweit mit der aktuellen Veröffentlichung.
Und was dabei auffällt, die Hedgefondsmanager sind, wie vielleicht viele von euch auch, alle in...
KI all in gegangen.
Und das grobe Muster ist, es ist nicht KI insgesamt, sondern die spielen so die Infrastruktur hinter der KI.
Die Profis haben ihre Wetten im ersten Quartal massiv Richtung Technologie verschoben.
Die Netto-Positionierung im Tech-Sektor stieg um 8,5 Prozentpunkte.
Laut Goldman der größte Quartalsprung für Tech überhaupt.
Und gleichzeitig wurde fast überall sonst reduziert.
Und ja gut, ihr wollt jetzt natürlich die Favoriten wissen.
Und dazu haben wir dann eben auch mal die Listen uns angeguckt, den VIP-Index von Goldman und auch die Kauflisten, die diese 13F-Filings waren und haben die aber nochmal gefiltert.
Wir haben nämlich nur jene Titel genommen, denen die Hedgefonds vertrauen und...
denen auch die Analysten noch mindestens ein zweistelliges Kurspotenzial einräumen.
Dadurch sind zuletzt besonders heiß gelaufene Titel nämlich rausgefallen.
Zandisk oder MyCon oder AMD, die waren auch groß unter den Hedgefonds-Titeln mit dabei.
Aber da sagen die Analysten bei vielen, oh, da ist sogar ein negatives Kurspotenzial oder eben noch zu wenig.
Und auch Apple fliegt raus, weil dieser Aktie trauen Analysten nur noch mickrige 2,7 Prozent.
So und übrig.
Bleiben, sagen wir mal, acht heiße Eisen oder heiße Aktien.
Und der dickste Brocken ist Broadcom.
Das ist der größte Einzelkauf des Quartals überhaupt.
Der Chip-Spezialist liefert die Custom-Chips, mit denen Google, Meta und Co.
ihre KI-Modelle trainieren.
Und die Halbleiterbranche, die macht inzwischen 10% der Hedgefonds-Depots aus.
Wahrscheinlich bei vielen auch so.
Und das ist ein Rekord.
Ja, das überrascht mich jetzt nicht, ehrlich gesagt.
Aktie Nummer zwei ist Alphabet.
Der heimliche KI-Sieger haben wir hier immer wieder.
Nicht nur die Hedgefonds haben zugegriffen, auch Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat aufgestockt.
Wenn das Orakel von Omaha und die Hedgefonds-Elite parallel kaufen, ist das halt ein schon ziemlich starkes Signal.
Und Dauerbrenner an Platz drei ist Amazon.
Die Aktie steht auch inzwischen schon zum zehnten Quartal in Folge unter den Top-Titeln auf der VIP-Liste.
Ja, Amazon hat alles, was im KI-Zeitalter zählt.
Eigene Halbleiter, Rechenzentren, Beteiligungen.
KI-Modellen.
Dazu das Online-Geschäft, das ja auch vom Roboter-Einsatz profitiert.
Und jetzt wird es vielleicht ein bisschen spezieller bei den weiteren Titeln.
GE Vanova, das ist eine Art amerikanische Siemens Energy.
Das Unternehmen liefert Turbinen und Stromnetze für den gigantischen Energiehunger des KI-Rechenzentrums.
Und ohne Strom kein KI-Bogen, klar, das wisst ihr.
Und ohne Kühlung natürlich auch nicht.
Und deshalb ist auch, und die kennt ihr wahrscheinlich auch schon, Vertiv.
Die fünfte Aktie auf der Liste.
Vertif kühlt die Rechenzentren von Microsoft, Google und Co.
Zumindest solange die KIs auch noch auf der Erde heiß laufen.
Elon Musk will die im All laufen lassen.
Wobei, da braucht man wahrscheinlich auch noch Kühlung.
Man weiß es nicht.
Klingelt zumindest bei Vertif die Kasse.
Und Analysten trauen der Aktie noch 17% Kurspotenzial zu.
Nummer sechs ist auch spannend, nämlich nicht so bekannt, ist die Rede von Lumentum.
Und diese Firma liefert die Laser, mit denen KI-Server in Rechenzentren ihre Daten austauschen.
Ohne Lumentum stockt der ganze KI-Boom und Analysten sehen 16 Prozent Luft nach oben.
Und die Aktie 7 ist Core Scientific.
Das ist die spekulativste Aktie der Hedgefonds-Auswahl.
Core Scientific kommt ursprünglich aus dem Bitcoin-Mining.
Aber jetzt wandelt sich ja da die Story, Rechenzentren, Stromanschlüsse, Infrastruktur.
Das alles kann auch für KI-Cloud genutzt werden.
Also eine Doppelwette auf Bitcoin und KI-Rechenleistung.
Auch Nummer 8 ist einigermaßen spekulativ.
Da geht es nämlich um EcoStar, der Selliten- und Mobilfunkanbieter.
Auch schon gut gelaufen, die Aktie.
EcoStar hat trotzdem noch das höchste Kurspotenzial der gesamten Liste, nämlich 23 Prozent, sagen Analysten.
Und der Clou des Unternehmen hält auch einen kleinen Anteil am Weltraumkonzern SpaceX von Elon Musk.
Ja, wenn das positiv losgeht, dann würde auch Ecostar davon gleich doppelt profitieren, weil zum einen ja dann einfach Space-Aktien profitieren und zum anderen eben auch die Beteiligung mehr wert wird.
Acht Aktien also, von Broadcom über Amazon bis Ecostar und Core Scientific.
Aber spannend wird es auch, wenn man den ganz großen Namen einzeln über die Schulter schaut.
Denn die Star-Investoren wetten gerade massiv auf den Iran-Krieg.
Geopolitisches Chaos und Öl.
Hedgefonds-Legende Stan Druckenmiller, einst Partner von George Soros.
Sein Family Office, die QS glaube ich wird es ausgesprochen, setzt jetzt auf Lateinamerikaöl.
127 Millionen Dollar in den argentinischen Konzern YPF.
Dazu eine ganz neue Position beim mexikanischen Ölförderer Vista Energy.
Und Soros selbst, beziehungsweise sein Sohn, der den Fonds jetzt wohl managt, der macht das genaue Gegenteil.
Die linke Investoren-Ikone wettet auf grüne Energie.
Der Soros Fund Management ist neu in gleich fünf erneuerbare Energieaktien eingestiegen.
Vier davon SolarWare, darunter T1 Energy und Array Technologies.
Einen wichtigen Hinweis müssen wir aber auch noch loswerden.
Die Pflichtmeldungen zeigen den Stand vom 31.
März.
Also was die Profis heute wirklich im Depot haben, weiß keiner, zumindest noch nicht.
Sechs Wochen sind an der Börse bekanntermaßen, gerade in Zeiten wie diesen, eine Ewigkeit.
Wer dem klugen Geld folgt, sollte das im Hinterkopf behalten.
Aber als Spickzettel, wo die Reichen und Schlauen ihr Geld parken, ist die Liste allemal Gold wert.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa-altwelt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und diesmal darf ich auch Feedback geben, denn ich war ja Zuhörer und ich fand diese Spezial-Sonntagsfolge mit dem Streitgespräch Stellter versus Schularik ziemlich gut, wie viele andere von euch auch.
Kontrovers, wurde auch kontrovers diskutiert unter den Hörern, provokativ.
Aber die beiden hatten, finde ich, einige kluge Argumente parat und am Ende wurde es ja sogar zuversichtlich.
Und was mich gewundert hat, sogar Daniel Stelter, der ist ja ins Lager derer gewechselt, die sagen, bleibt in Deutschland, kämpft für ein starkes Europa.
Ja, das hat mich überrascht, positiv überrascht, muss ich gestehen.
Also war irgendwie positive Vibes da am Ende.
Und Tim, der schrieb noch, Zitat, Holger wirkte etwas nervös, total ungewohnt.
Warst du nervös, Holger?
Das war...
Ich muss sagen, diese Veranstaltung war etwas schwierig, weil laufen die Teilnehmer wechselnd.
Die beiden Ökonomen, die waren ja gesetzt.
Erst war es Katharina Reiche.
Dann war mal Gitta Connemann und es sollte noch ein Abteilungsleiter dazukommen.
Also habe ich dann das Gespräch für drei Leute vorbereitet.
Dann sagte der Abteilungsleiter ab und Gitta Connemann kam später.
Und das war halt eine etwas chaotische Sache.
Und dann war ich etwas, ja, was ist nervös, aber es war halt ein bisschen chaotisch.
Und selbst für mich, der ja das Chaos, der ist ja jeden Mensch, der das Chaos liebt, musste dann das Chaos irgendwie managen.
Es war selbst für dich zu chaotisch.
Aber ich fand es trotzdem eine sehr erkenntnisreiche Veranstaltung.
Und wenn ihr erkenntnisreiche Veranstaltungen liebt und weiterhören wollt, dann kann es noch heißen.
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Ja, wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
