# Strategic IPO Mechanics and AI Infrastructure Valuations

**Podcast:** Tech and Tales
**Published:** 2026-05-23

## Transcript

Tech and Tails.
Und das war ein Zitat von Elon Musk zum bevorstehenden IPO von SpaceX.
Und damit heiße ich euch herzlich willkommen zur 81.
Folge von Tech and Tails.
Und heute möchte ich mit euch IPOs beleuchten.
Im ersten Teil der Folge sprechen Tim Naumann und ich über die technischen Komponente eines IPOs.
Das heißt, was bedarf es, um ein Unternehmen an die Börse zu bringen.
Im zweiten Teil spreche ich mit dem Journalisten Thomas Jahn.
Thomas ist beim Handelsblatt und berichtet dort seit Jahrzehnten über Raumfahrt und Software und kann daher den Inhalt des IPOs sehr gut bewerten.
Aber Tim, stell dich doch einmal kurz vor.
Ja, hallo, vielen Dank, Liz, dass ich heute bei dir sein darf und vielen Dank für die Intro.
Mein Name ist Tim Naumann oder Tim.
Genau, ich bin bei Münchmeier Petersen Capital Markets im Kapitalmarkt Team.
Das heißt, dort betreuen wir unter anderem...
Börsengänge, aber auch die Begleitung von Kapitalerhöhungen, von Anleihen, wobei aufgrund meiner Historie der Fokus immer eher auf der Aktienseite war.
Sprich, in den letzten Jahren habe ich eine Vielzahl von Börsengängen begleiten können, aber auch von Kapitalerhöhungen und Beratungsmandaten rund um die Aktie.
Und da war es schon immer ein großes Anliegen für mich, den deutschen Mittelstand zu beraten und denen die Vorteile des Kapitalmarkts näher bringen zu dürfen.
Und wie genau funktioniert das?
Also der SpaceX IPO, der steht ja bevor.
Es gibt mehrere andere amerikanische Unternehmen, die ebenfalls planen, an die Börse zu gehen.
In Deutschland ist die Regulatorik ein bisschen anders, aber sicherlich ist der Prozess ähnlich.
Wie würdest du vorgehen?
Nehmen wir an, ein Unternehmen oder mittelständisch oder größer oder kleiner, ist ja erstmal egal, kommt zu dir und sagt, dass sie...
Kapital benötigen und eben als Alternative den privaten Markt haben.
Das heißt, sie könnten Venture beziehungsweise sie könnten Private Equity Geld einwerben oder könnten eben alternativ an die Börse gehen.
Wie wäre der Prozess?
Also wie fangen die überhaupt an?
Ja, gute und wichtige Frage.
Und indem sich das Unternehmen damit entschlossen hat, sich dem Thema zu widmen, haben sie eigentlich schon die wichtigste Aufgabe erstmal vorab gelöst.
Denn das ist das allererste, was im Rahmen der Vorbereitung eigentlich festzustellen ist.
Warum möchte ich an die Börse gehen?
Welche Ziele verfolge ich damit?
Und die sind natürlich ein Stück weit individuell und hängen vom Unternehmen ab.
Aber letzten Endes sind die Kernmotivationen häufig sehr ähnlich.
Diese Motivationen können einmal vom Unternehmen selbst getrieben zu sein.
Sprich, das Unternehmen ist auf der Suche nach neuem Funding selbst, um das Wachstum voranzutreiben.
Vielleicht hat das Unternehmen auch schon guten Zugang grundsätzlich zu Funding.
aber möchte sich auf der Fundingseite diversifizieren, zum Beispiel unabhängiger werden von klassischen Bankfinanzierungen und somit einen neuen Zugang erschließen, der auch später genutzt werden kann, beispielsweise für Kapitalerhöhungen.
Ein Börsengang kann auch Ein Zeichen hoher Transparenz sein, was auf operativer Schiene dem Unternehmen nochmal hilft, indem es den Kunden und den Zulieferern auch zeigt, hier, ich bin an der Börse gelistet, ich erfülle einen sehr, sehr hohen Transparenzstandard.
Es ist gut, mit mir Geschäfte zu machen.
Das kann manchmal auch ein großer Vorteil sein.
Ist das tatsächlich so?
Also das ist die Glaubwürdigkeit der Unternehmen oder die...
Wenn man so möchte, falls die Seriosität des Unternehmens unterstreicht, tatsächlich?
Ja, definitiv.
Gerade wenn man jetzt in Märkte geht mit höheren Regulierungsstandards.
Es gibt ja letzten Endes an der Börse dann auch immer Abschichtungen.
In Deutschland der höchste Regulierungsstandard ist der Prime Standard.
Da muss man verschiedene Kriterien anhalten.
Angefangen vom Reporting, wo man quartalsweise Zahlen veröffentlicht.
Und das hilft dann tatsächlich aber auch Zulieferern.
bei der Beurteilung des Unternehmens und auch bei der Beurteilung dessen, mit wem mache ich da eigentlich Geschäft.
Und es ist letzten Endes ein bisschen sektoral abhängig.
Aber wenn man mal an ein Projektgeschäft beispielsweise denkt, wo Unternehmen zum Beispiel unter Umständen mit hohen Beträgen erstmal auch in Vorleistung gehen müssen, hilft es wiederum den Geschäftsbandern zu sehen, okay, das Unternehmen muss zwar monetär groß in Vorleistung gehen.
Ich habe aber einen gewissen Sicherheitsstandard, denn Mal angenommen, im Worst Case würde das Unternehmen die Bankfinanzierung nicht bekommen, ist auch noch der Kapitalmarkt da, der auch zusätzlich angezapft werden könnte.
Nochmal als weitere Finanzierungsquelle.
Losgelöst von dem Thema, dass ich mir ohnehin vielleicht erstmal viel sicherer bin, dass das Unternehmen diese Projekte überhaupt abwickeln kann, eben weil ich eine bessere Einsicht in das Unternehmen habe, als wenn man an ein klassisches deutsches Familienunternehmen denkt, was vielleicht nicht an der Börse ist und eher etwas im Verborgenen vor sich operiert.
Also das heißt, das Unternehmen, der erste Schritt ist erstmal die Entscheidung.
Das heißt, das Unternehmen benötigt neues Kapital, es braucht vielleicht Liquidität und entschließt sich an die Börse zu gehen.
So, das ist Schritt Nummer eins.
Was wäre dann der nächste Schritt?
Der nächste Schritt ist doch dann, dass sie sich, dass sie entweder euch oder irgendwen anders, eine Investmentbank in welcher Form auch immer kontaktieren.
um dann weiterzumachen.
Und was passiert dann genau?
Genau, ich möchte vielleicht nur noch kurz ergänzen, dass es nicht immer nur die Entscheidung des Unternehmens ist, sondern manchmal auch die Entscheidung der Gesellschafter ist, das Unternehmen an die Börse zu bringen.
Also man denkt mal an Unternehmen, die beispielsweise vor einigen Jahren von einem Private Equity gekauft wurden und der Private Equity nun für sich entscheidet, ich möchte das Asset wieder verkaufen und statt es an einen Strategen oder an einen anderen Private Equity zu verkaufen, entscheide ich mich, das Unternehmen beispielsweise an die Börse zu bringen.
Um aber jetzt nun zu deiner anderen Frage zurückzukommen, die du eigentlich gestellt hattest.
Wenn das Unternehmen oder die Gesellschaft diese Entscheidung getroffen hat oder zumindest erstmal die Entscheidung getroffen hat, diesen Weg weiter zu forcieren, werden sukzessive Berater mit an Bord genommen.
Das sind typischerweise häufig zunächst Banken oder eine Bank und Anwälte.
weil die Prozesse dann beginnen, etwas parallel zu laufen.
Die Anwälte kümmern sich natürlich insbesondere um das Rechtliche, das Strukturen aufgesetzt werden.
Also man denkt zum Beispiel an eine deutsche GmbH, die zunächst umgewandelt werden muss in eine Aktiengesellschaft und weiteres.
Und natürlich Banken, die ganzheitlich dabei beraten, erstmal einen Zeitplan aufzustellen.
Und wie sieht es denn Step by Step aus?
Was muss erfüllt werden bis zu welchem Zeitpunkt?
Und dieser Vorbereitungszeitraum, der kann häufig...
sechs bis 18 Monate durchaus dauern, bevor überhaupt der wirkliche IPO-Prozess losgeht, wo es dann in Anführungsstrichen etwas ernster wird, der dann an sich nochmal vier bis sechs Monate vielleicht dauert.
Wow, so lange.
Was sind denn da in dem Prozess, was sind die größten Hürden?
Also ich erinnere mich selber an einen Prozess, an dem ich ein bisschen beteiligt war.
Dort war die größte Schwierigkeit das Umstellen der Buchhaltung.
Es gibt ja verschiedene Arten.
die Bücher zu pflegen, beziehungsweise erklär du das doch mal, dann kannst du es bestimmt besser.
Ja, aber du sprichst schon genau das richtige Thema an.
Die Zahlen sind natürlich elementarer Bestandteil für die Vermarktung und die Vermarktung ist natürlich key, um erfolgreich den Börsengang über die Bühne zu bringen, denn letzten Endes möchte man hier Geld von anderen Investoren haben und die sind natürlich auch dann recht stark zahlengetrieben.
Aber was bedeutet das ganze Thema Zahlen?
Also beispielsweise hier in Deutschland ist es so, dass bei einem Börsengang die Finanzzahlen der letzten drei Geschäftsjahre offengelegt werden und dann gegebenenfalls noch die Zahlen des letzten Quartals und des Vorjahresquartals.
Da sollte man meinen, dass das grundsätzlich erstmal Zahlen sind, die das Unternehmen parat hat.
Das ist auch häufig erstmal so.
Nur hat sich ein Unternehmen häufig weiterentwickelt, sodass man schauen muss, Sind es wirklich dann auch Konzernabschlüsse, die vorliegen oder nur Einzelabschlüsse von einzelnen Gesellschaften?
Dann ist es das Thema Reporting.
Also dort ist es angedeutet, es gibt ja einen Reporting-Standard, den im Prinzip jedes Land für sich hat, lokal.
In Deutschland ist es HGB, in der USA ist es US-Gap.
Mit dem ist es auch grundsätzlich erstmal möglich, an die Börse zu gehen, je nachdem, welches Element man wählt.
Wenn man in Deutschland beispielsweise wieder in ein etwas höherwertigeres.
Segment gehen möchte in den regulierten Markt, benötigt man beispielsweise Zahlen nach IFRS, die also nach einem internationalen Reporting-Standard erstellt sind.
Und wenn man zuvor natürlich nur lokal bilanziert hat, dann müssten alle Abschlüsse einmal rückwirkend auch nach IFRS erstellt werden.
Das ist kein Ding der Unmöglichkeit, das benötigt allerdings eben Zeit.
Und das macht dann die Gesellschaft zusammen mit dem Wirtschaftsprüfer.
Aber ja, wie gesagt, benötigt eben eine gewisse Dauer.
Das heißt, wir nehmen mal an, dass die Bücher in Ordnung gebracht wurden, dass die gesamte Buchhaltung in irgendeiner Form konsolidiert wurde.
Das heißt, die Banker oder die Anwälte ebenfalls haben einen Überblick über die Finanzen des Unternehmens.
Was sind dann die nächsten Schritte?
Am wichtigsten ist dann insbesondere der Vermarktungstrack, dass man frühzeitig beginnt, eine Equity-Story mit der Gesellschaft zu erstellen, wo relativ knackig auch vielleicht...
15 bis 20 Seiten erklärt wird, warum sollte ein Investor genau diese spezifische Aktie später kaufen und nicht eine von tausend anderen Möglichkeiten, die es am Kapitalmarkt gibt.
Wenn man diese Präsentation erstellt hat, macht man in der Regel schon sehr, sehr früh erste Investoren-Meetings, wo man über zwei, drei Tage mal ein paar händevoll Investoren trifft.
Das Management, denen die Story gegenüber pitcht, in einer von, sagen wir mal, 30 Minuten, gefolgt von 15 Minuten Q&A, sodass man als Bank dann das Investorenfeedback einsammelt und natürlich der Gesellschaft zur Verfügung stellt, wo man schnell ein Gespür dafür bekommt, wie kommt die Equity-Story an, wo muss man vielleicht nochmal nachschärfen.
Gibt es vielleicht auch schon erstes indikatives Bewertungsfeedback und hat man vielleicht ein paar Investoren identifiziert, um die man herum einen kleinen Fanclub für das Unternehmen bilden kann und vielleicht auch einen Ankerinvestor, der sich frühzeitig committet.
vielleicht überdurchschnittlich groß aktiv zu werden in einem IPO, vielleicht später auch unter Namensnennung, sodass eine Transaktion abgesichert werden kann.
Ah, wirklich?
Okay, das heißt, ihr testet sozusagen die Wasser, ihr haltet euren kleinen Zeh rein.
Diese Unterlage, ist das in einer Art Prospekt dann wahrscheinlich?
Also das ist jetzt erstmal wirklich eine Präsentation, ganz oldschool PowerPoint.
Okay, nehmen wir an, es gibt ein Schuhunternehmen X.
Das Management-Schuhunternehmen steht dann daneben und pitcht es quasi.
Aber wer sind die Investoren?
Also woher kommen die?
Ich meine, am Ende werden ja die Aktien an den öffentlichen Märkten oder wir sprechen gleich nochmal darüber, wo an welchen Märkten dann genau gelistet.
Woher kommen die Investoren?
Da gibt es verschiedene Investorenkategorien.
Es gibt die sogenannten institutionellen Investoren.
Das sind, ich sage mal so die großen in Deutschland, die mit Sicherheit jeder kennt.
Das ist eine DWS, das ist eine Deka, eine Allianz Global Investors oder eine Union Investment.
International dann eher BlackRock, JP Morgan Asset Management etc.
Dann gibt es natürlich noch eine Vielzahl kleinerer Investment-Boutiquen.
aber auch zunehmend mehr Family Offices, die sich sowas interessiert, anschauen.
Gegebenenfalls macht es auch Sinn, mal mit einem Strategen zu sprechen, der sich vielleicht vorab committet, als Ankerinvestor zu agieren.
Das heißt, es gäbe dann, ganz kurz, es gäbe dann ein Family Office, das bei dieser Schuhfirma zum Beispiel sagen würde, wir kaufen 10 Prozent der neu imitierten Shares der Aktien?
Ganz, ganz genau, ja.
Oft sind es dann vielleicht auch Family Offices, die aus der Industrie kommen, aus dem Beritt kommen.
Also wenn man jetzt die Schuhgesellschaft hat, bin ich mir nicht sicher, aber vielleicht gibt es Family Office Deichmann, die sagen, Mensch, das sind so tolle Schuhe und das ist ein klasse Partner, das schauen wir uns mal an und wären dann bereit, sich hier zu committen.
Aber das ist nur rein illustrativ.
Okay, und das heißt, ihr als Bank habt dann das bestehende Investorennetzwerk, die ihr dann, sobald die Präsentation fertig ist, quasi anruft und sagt, hey, wir möchten euch das gerne präsentieren.
Genau so ist es, ja.
Okay.
Okay, und dann, das heißt, dann erhaltet ihr erst das Feedback, ihr geht in die nächsten Iterationen, schärft vielleicht noch ein, zwei Dinge nach und ist der Preis zum Beispiel für die zu imitierende Aktie in dem Moment schon festgelegt, beziehungsweise der Listingpreis oder wie testet ihr, ob das auf Gegenliebe stößt?
Genau, gerade das Bewertungsthema ist ein Thema, was sich über den Gesamtprozess, also über mehrere Monate immer weiter verengt.
Gerade in diesen frühen Investorenmeetings kriegt man mal indikatives Bewertungsfeedback, aber das kann unter Umständen noch sehr breit sein.
Was das erste etwa oder wirklich festere Bewertungsfeedback ist, kommt häufig von den Research-Analysten.
Denn um so eine Transaktion zu vermarkten, hat jede Bank noch ein Research-Team.
Die Zeit bekommen, ein Research-Report zu dem Unternehmen erstellen.
Also das sind die Herren, die man auch immer mal in den Nachrichten sieht.
Bank ABC oder Research Analyst der Bank ABC empfiehlt Aktie XYZ zum Kauf mit Preis von Y.
Diese Analysten schreiben ihren Report, veröffentlichen den dann an dem Tag, wo auch die Intention to Float, in kurz ITF, veröffentlicht wird.
Das ist also der Tag, wo das Unternehmen erstmals öffentlich bekannt gibt, dass es an die Börse strebt.
Und eben in diesen Research Reports ist da noch eine Unternehmensbewertung enthalten.
Dieser Research Report wird dann an die ganzen Investoren der Banken versendet und die Analysten sind dann auch unterwegs, um mit diesen Investoren zu sprechen.
Und aus diesen Gesprächen heraus kommt dann auch wesentlich detaillierteres Bewertungsfeedback, das wir als Banken dann sammeln, aufbereiten und dadurch die Bewertung nochmal weiter eingeengt haben und dann zu einem späteren Zeitpunkt an den Punkt gelangen zu können, dass man sagt, okay, die Bücher öffnen jetzt in ein paar Tagen.
Und Aktien können in der Preisspanne von zum Beispiel 20 bis 24 Euro erworben werden.
Okay, und das hat ja gerade bei SpaceX stattgefunden.
Also das heißt, das S1-Filing bei der SEC ist bekannt und dort stehen dann auch die Financials relativ detailliert drin.
Die nächsten Schritte, ist es dann so, dass mit Öffnung der Märkte an dem Tag dann die Aktien gelistet werden?
Und an welchem Markt überhaupt geht man?
Genau, also wie gesagt, nach dieser ITF sind erstmal vor allem die Analysten unterwegs, um nochmal die Werbetrommel zu drehen für das Unternehmen.
Wenn wir dann das Feedback ausgewertet haben und eine Preisspanne abgeleitet haben, gibt es nochmal eine Meldung, das zum Beispiel ab.
übermorgen Aktien erworben werden können innerhalb dieser Preisspanne und dann kommt es etwas auf die Konstruktion drauf an.
Aber häufig haben Investoren dann ungefähr zwei Wochen Zeit, ihre Orders abzugeben.
Orders abgeben bedeutet, sie treten auf die Syndikatsbanken zu, wo sie ihre Order platzieren können.
Das ist für institutionelle Investoren häufig etwas einfacher als für Privatinvestoren.
Ganz kurz, sind die Cardsbanken für unsere Hörer, das sind die Banken, die den IPO quasi orchestrieren, richtig?
Genau, genau, das ist richtig.
Das ist jetzt bei SpaceX, ich glaube Goldman Sachs und wahrscheinlich alle anderen auch.
Genau, das ist ein sehr breites Universum, ja.
Okay, das heißt, die wissen, dass ein IPO stattfindet, die treten dann auf euch zu oder sind auf euch zugetreten und haben gesagt, hey, wir möchten, wir würden gerne...
200 der neu ebentierten Aktien erwerben, sobald sie rauskommen, richtig?
Genau.
Und diese Orders sammeln wir dann.
Und idealerweise ist es so, dass man natürlich mehr Nachfrage als Angebot hat, sodass man auch die Chance hat, dass sich nachher der Aktienkurs positiv nach dem Börsengang entwickelt, beziehungsweise man erstmal überhaupt eine gute Allokation machen kann.
Was bedeutet Allokation?
Allokation bedeutet, dass zu einem bestimmten Tag dann das Orderbuch geschlossen wird.
Man hat im Vorfeld eine Preisspanne angegeben, beispielsweise 20 bis 24 Euro.
Und dann können wir uns als Bank gemeinsam mit der Gesellschaft anschauen, wie viel Nachfrage ist denn zu den unterschiedlichen Preispunkten da.
Jetzt ist natürlich erstmal die intrinsische Motivation, auch gerade der Gesellschaft, dass man vielleicht mit einem besonders hohen Preis herausgibt.
Wenn ich allerdings nur 80 Prozent der Nachfrage bei 24 Euro habe, erübrigt sich schon mal die Frage, ob man jetzt 24 Euro wählen würde.
Wenn man jetzt sagt, man hat 100% des Angebots vielleicht bei 23 Euro abgedeckt, könnte man theoretisch mit 23 Euro rausgehen.
Das würden wir als Bank in der Regel aber nicht empfehlen, weil viele Investoren sind im Prozess gewohnt, dass sie ihre Orders abgeben und ganz genau wissen, dass sie nicht die volle Zuteilung bekommen.
Warum bekommen sie nicht die volle Zuteilung?
Weil in der Regel eben mehr Nachfrage da ist, als das Angebot groß ist.
so dass dann die Orders etwas zurückgestutzt werden.
Und wenn nun so ein Investor plötzlich 100% seiner Order bekommen würde, würde er sich zum einen denken, oh Gott, das lief ja wohl nicht so erfolgreich, wenn ich alles bekomme.
Und im Worst Case, nachdem die Aktie dann anfängt zu handeln, fängt er an, seine Aktien zu verkaufen, weil er gar nicht so viele haben wollte.
Und das kreiert einen enormen Druck auf die Aktie, sodass sie im Zweifelsfall absaust nach unten.
Und das möchten wir natürlich gerne vermeiden, sodass wir in der Regel immer einen...
eine Abdeckung des Orderboots haben von 1,5 bis 2 Mal, wo wir die Allokation haben, sodass Investoren im Gegenteil nämlich sogar nachher sagen, Mensch, das war ja so erfolgreich, eigentlich wollte ich viel mehr Aktien haben.
Die habe ich aber gar nicht bekommen.
Jetzt muss ich im Aftermarket, also nachdem die Aktie notiert, diese Aktien kaufen und man hat dann eben eine schöne Nachfrage kreiert.
Ah, okay, alles klar.
Und ist es für die Unternehmen möglich, dass sie nur ein Teil?
ihrer, also Gesellschaft am Ende oder ihrer Firma listen lassen, beziehungsweise an der Börse notieren lassen oder muss immer das gesamte Firmenvolumen sozusagen an den Markt gehen?
Ja, genau, es ist möglich auch nur ein Teil an die Börse zu bringen, das ist auch sehr üblich.
Häufig ist der anfängliche Streubesitz oder das, was an der Börse platziert wird im IPO, ja.
Also auf jeden Fall mal eine Minderheit, also weniger als 50 Prozent der Gesellschaft.
Gerade weil es auch einige neue Investoren gibt, die sagen, naja, es wäre schon auch schön, wenn die alten Gesellschaft da vielleicht an Bord bleiben und umgangssprachlich Skin in the Game haben und man nicht plötzlich skeptisch wird, warum gehen denn jetzt alle Gesellschaft da hier raus und ich soll das neue Investor einsteigen, aber habe ja eine viel schlechtere Informationsbasis.
Es gibt verschiedene Begriffe.
Was ist zum Beispiel in dem Kontext der Free Float?
Genau, der Free Float ist der Streubesitz.
Okay, das war der Streubesitz.
Genau, der Streubesitz ist im Prinzip der Anteil an Aktien, die von Investoren gehalten werden.
wo man jetzt nicht sagt, die sind jetzt übermäßig longterm committed.
Also wenn jetzt noch die Gründerfamilie da ist, dann würde man sagen, okay, die scheinen committed zu sein an der Gesellschaft.
Die haben auch eine Beteiligung in einer Wissengröße, dass man sie jetzt nicht in den Free Float hinein zählt.
Während wenn jetzt ein institutioneller Investor mit 2% oder 1% beteiligt ist, sagt man, okay, das ist Free Float.
Dieser Investor handelt auch mal ein bisschen, der kauft mal ein bisschen nach, der verkauft vielleicht auch mal was.
Aber man würde jetzt nicht unbedingt davon ausgehen, dass der in 20 Jahren noch dabei ist.
Okay und wie lange müssen die Investoren eigentlich ihre Aktien nach dem IPO dann halten?
Also die neuen Investoren, die im Börsengang Aktien erwerben, haben keine Mindesthalteperiode.
Für die alten Gesellschaft da wiederum gibt es häufig sogenannte Lockup-Vereinbarungen, also Vereinbarungen, wie lange diese Investoren Aktien halten müssen.
Und das unterscheidet sich.
Häufig beispielsweise gibt auch die Gesellschaft eine Lock-up-Vereinbarung ab, in dem sie im Prinzip sagt, dass sie für eine gewisse Anzahl an Monaten keine neuen Aktien herausgeben wird, also keine Kapitalerhöhungen macht, sodass Investoren sicher sein können, nicht unmittelbar nach dem IPO verwässert zu werden.
Da redet man häufig über Zeiträume roundabout ein halbes Jahr plus minus.
Wenn es jetzt größere bestehende Gesellschaft da gibt, wie zum Beispiel Familien, die dahinter stehen oder auch der Vorstand, der am Unternehmen beteiligt sein kann, da würde man von deutlich höheren Haltedauern ausgehen, die deutlich über einem Jahr liegen.
Wirklich, ja.
Ich kenne normalerweise als Lockup-Period immer diese 180 Tage, also das halbe Jahr, was du ansprachst.
Und wie sind so die typischen Entwicklungen der Kurse nach einem IPO?
Siehst du, dass sich die Preise halten können oder sieht man große Kursverluste?
Das kommt immer sehr auf das Marktumfeld drauf an.
Also gerade jetzt in diesem Jahr bei den Börsengängen, die es in Deutschland gegeben hat, die haben sich eigentlich weitestgehend recht.
positiv entwickelt.
Das ist natürlich ein gutes Zeichen.
Es muss aber auch sagen, dass es Perioden gegeben hat, wo die Aftermarket-Performance erst mal relativ niedrig war.
Also wenn man an 2021 denkt, das war ein gewisses Rekordjahr an IPOs, ich glaube weltweit, bevor dann allerdings in 2022.
Das Marktumfeld sich deutlich gedreht hat.
Also man denkt an den Beginn des Ukraine-Konflikts, an ein Zinsniveau, was sich geändert hat, was quasi von Nullzinsen auf, okay, es gibt wirklich mal Zinsen gesprungen ist.
Und all das hat natürlich eine erhebliche Bremsspur am Kapitalmarkt hinterlassen.
Gerade bei einigen IPO-Kandidaten, die 2021 an die Börse gegangen sind, die teilweise auch noch nicht profitabel waren.
Und da hat es dann schon teilweise die Bewertung zerschlossen.
Wie ja auch teilweise im Venture-Bereich, bei Non-Listik-Companies auch.
Ja, ja, komplett.
Ich meine, das ist auch gerade das Vintage für die VCs aus den Jahren ist momentan nicht besonders gut.
Also alle meine Freunde, die in den Jahren investiert haben, sind jetzt nur noch am jammern und hoffen, dass sie ihr Geld zurückbekommen überhaupt.
Also ohne Returns wohlgemerkt.
Aber woher kommt eigentlich dieses Zeitfenster gerade?
Ich meine, sowohl SpaceX als auch Anthropic als auch OpenAI, die geben sich ja momentan alle eine Art IPO-Battle und gehen...
Also die langersehnten IPOs kommen gefühlt ganz plötzlich.
Was entscheidet oder welche Makrofaktoren begünstigen ein IPO eigentlich?
Genau, wie du sagst, es gibt einmal die Makrofaktoren und da ist eigentlich das Wichtigste die Volatilität.
Also Investoren sind sehr zurückhaltend bei Märkten, in denen es gerade eine hohe Volatilität gibt.
Und man kann vielleicht sagen, dass die Märkte sich ein Stück weit auch an Krisen gewöhnt haben.
Also mit Sicherheit gab es jetzt zum Anfang.
zum frühen Frühjahr, noch mal kurzes Luft anhalten, als der Krieg zwischen den USA und Iran begonnen hat.
Aber auch seitdem hat es bereits wieder Börsengänge gegeben.
Also das hat ja mal relativ schnell abgeschüttelt.
Indizes haben sich wieder Rekordständen genähert und die Volatilität ist aus dem Markt eigentlich herausgegangen, sodass das schon mal das Fenster für Börsengänge auf jeden Fall beflügelt hat.
Und dann, wenn man sich das Ganze mal unterjährig anschaut, gibt es eigentlich immer ein paar prominente Zeitfenster, in denen Unternehmen tendenziell an die Börse gehen.
Das ist so lustig, wie es klingt, aber so einfach ist es auch getrieben, vor allem durch Ferien.
Wirklich?
Man möchte natürlich immer an die Zeitpunkte treffen, wo die Investorenaufmerksamkeit am höchsten ist.
Und da ist es tendenziell so, dass sich die meisten Kapitalmärkte für Juli, August Richtung Sommerferien begeben.
dann natürlich zum Jahresende.
Der Dezember ist schwierig und dann läuft es im Januar wieder an.
Und deswegen haben wir jetzt, glaube ich, gerade noch mal kurz vor der Sommerpause all diese Themen, die hochkommen, eben auch mit SpaceX, die den Börsengang noch vor dem Sommer machen möchten.
Und dann geht es vermutlich im September, Oktober noch mal zur Jahresendrallye rüber, würde ich denken.
Glaubst du eigentlich, dass wenn SpaceX jetzt den IPO macht und im Raum stehen 1,75 Billionen Dollar, Trillions auf Englisch, glaubst du, dass noch genügend Liquidität in den Märkten ist für die nächsten drei Tech-IPOs, die dann ja anstehen?
Und ich glaube, die Oura-Ringe, die haben noch ebenfalls gerade ein IPO angekündigt, oder?
Meine ich auf jeden Fall.
Auf jeden Fall stehen...
Neben Anthropic noch OpenAI und ein paar andere Kandidaten in der Pipeline.
Meinst du, dass die Investoren, also gerade die institutionellen Investoren, die du genannt hast, aber auch die Retail-Investoren, gibt es da überhaupt genug Liquidität im Markt für all diese Tech-Themen?
Ja, das ist natürlich eine super spannende Frage, die momentan auch viel diskutiert wird.
Ich meine, gerade bei SpaceX, das muss man sich mal vor Augen führen.
Das ist mit den, ich glaube, erwarteten 75 Milliarden Dollar Transaktionsvolumen oder sogar etwas mehr, mehr als doppelt so groß als der bislang größte IPO, den es gab von Saudi Aramco in 2019.
Das sind schon enorme Größenordnungen, wie du angedeutet hast.
Das ist ja nicht der letzte Jumbo-IPO, der in den Startlöchern steht.
Deswegen ist das schon eine valide Frage.
Aber die Kapitalmärkte sind natürlich schon sehr groß, gerade weil sie global agieren.
Und da ist ein großes...
großes Volumen vorhanden, weshalb ich mir da keine Sorgen machen würde, dass diese Transaktionen nicht genug Aufmerksamkeit finden.
Und gerade denke ich auf der Retail-Seite ist noch enormes Abseilpotenzial eigentlich aus zwei Gründen.
Der erste Grund ist, dass es für Retail-Investoren in der Vergangenheit häufig schwierig war, an IPOs teilnehmen zu können.
Da gibt es immer verschiedene Initiativen, das Ganze weiter verbessern zu können, dass Privatwaktionäre überhaupt in die Lage versetzt werden, sich an diesen Transaktionen beteiligen zu können.
Und zum anderen, und das ist ja gerade auch ein deutsches Phänomen, sind wir in der Vergangenheit als Deutsche immer dazu geneigt gewesen, ein Land der Sparer zu sein und haben verhältnismäßig und vielleicht zu anderen Ländern auf der Welt noch sehr, sehr hohe Spareinlagen und relativ wenig Geld am Kapitalmarkt investiert, sodass es dann natürlich auch noch große Möglichkeiten gibt.
Du bist der Meinung, dass der Markt nicht komplett leer gesaugt ist zum 1.7., wenn in Europa auf jeden Fall alle erstmal im Urlaub sind und keiner mehr das Telefon abnimmt.
Ich finde das schon, ich will nicht sagen, eine valide Frage, aber letztlich sind die Volumina einfach auf einem historisch neuen Hoch.
Und die wollen ja, also wie du sagst, 80 Milliarden oder wahrscheinlich noch mehr neues Kapital, 80 Milliarden Dollar neues Kapital einsammeln.
Das sind halt historische Summen, die...
aber wie du sagst, wahrscheinlich überwiegend aus der Retail-Ecke kommen werden.
Was heißt überwiegend?
Aber ich denke, dass der Hungern da nach Tech sehr groß ist, weil auch viele, glaube ich, langsam verstehen, dass wenn man nicht an dem Aufschwung oder an der Upside der Tech-Aktien und Tech-Firmen und so weiter partizipiert, man eben nicht am Fortschritt und auch am Gewinn quasi teilnimmt.
Der ganze Aufschwung bedingt durch KI und so weiter wird ja irgendwann, ich will nicht sagen, die Gesellschaft teilen, aber entweder bist du halt Teil des Fortschritts und Teil der KI und Teil der Tech-Welt oder eben nicht.
Und ich glaube, dass allein monetär irgendwann nur noch diese Tech-Seite interessant sein wird.
Aber vielleicht bin ich damit auch alleine.
Ich weiß, ihr seid ja sehr im Mittelstand unterwegs.
Das heißt, ihr seht das sicherlich anders.
Die Frage ist natürlich auf der anderen Seite, wenn es eine Blase sein sollte, war das natürlich eine sehr kurze Wette, was ich aber nicht glaube.
Also siehst du da eine Gefahr drin, dass der Markt implodiert, wenn alles so sehr konzentriert ist auf diese paar wenigen Unternehmen?
Ich denke nicht.
Ich glaube, das ist ja fast schon wieder auch so ein bisschen diese Diskussion, die es häufig gibt, Active versus Passive Ansatz.
Und da glaube ich einfach, dass sich im Markt ein gewisses Equilibrium bilden wird.
Und jetzt haben natürlich gerade passive Fonds, also da meine ich insbesondere ETFs, große Zuflüsse bekommen in den vergangenen Jahren als verhältnismäßig simples Produkt.
Was auch günstig ist, das hat mit Sicherheit auch seine Daseinsberichtigung, gerade eben auch für große Unternehmen, für große erschlossene Kapitalmärkte, die sehr effizient agieren.
Weil man da natürlich hinterfragen muss, wo kann hier wirklich ein Alpha sein, also ein Mehrwert für einen Investor, wenn man noch investiert.
Gleichzeitig gibt es aber eine Menge Kapitalmärkte, die nicht ganz effizient funktionieren.
Also sei es geografisch betrachtet oder aber auch größentechnisch.
Deswegen sind wir sehr gerne auch in diesem Small- und Mid-Cap-Bereich unterwegs.
weil hier die Abdeckung von Bankenseite nicht so hoch ist und deswegen die Märkte nicht so effizient sind, wie sie es vielleicht bei diesen Jumbo-Unternehmen sind, sodass hier auch aktive Investorenansätze noch eine Daseinsberechtigung haben und es auch immer wieder schaffen, eine Performance zu erzielen, die oberhalb ihrer Vergleichsindizes liegt.
Und ich glaube, diese beiden Welten wird man haben, zwischen denen man sich bewegt und beides hat eben entsprechend auch seine Daseinsberechtigung.
Ja, stimmt.
Was wir eben noch vergessen haben, ich wollte dich noch fragen, an welcher Börse notieren Unternehmen?
Wie wird das sortiert sozusagen?
Genau, die erste Wahl in der Regel ist der Heimatmarkt und da dann tendenziell die prominenteste Börse.
Also für deutsche Unternehmen wäre die erste Idee, an die Börse nach Frankfurt zu gehen.
Weil es der Heimatmarkt ist, weil man hier am bekanntesten ist und dadurch die größte Strahlkraft in der Regel erzeugen kann.
Plus die Frankfurter Börse ist natürlich eine der Hauptbörsen im Kontinental oder generell in Europa und hat dementsprechend auch sehr hohes Investoreninteresse.
Plus viele Investoren sind ja letztendlich auch global unterwegs.
Also wenn man an JP Morgan Asset Management denkt, ja, die kommen aus der USA, die haben aber auch ihr Büro in London, Paris, Frankfurt.
Und bekommen es dementsprechend auch mit, wenn hier Unternehmen an die Börse gehen.
Und deswegen werden auch diese Investoren natürlich angesprochen und können auch hier in Transaktionen involviert werden.
Und deswegen ist es häufig sehr sinnvoll, auch im Heimatmarkt an die Börse zu gehen, beziehungsweise die Vorteile in anderen Ländern überwiegen nicht unbedingt.
Okay, super.
Und noch eine letzte Frage.
Woran wird bemessen?
ob das Unternehmen jetzt im MDAX ist, in welchen Indizes es stattfindet.
Ist es eine reine Frage des Volumens oder woran liegt das?
Verschiedene Indizes haben da verschiedene Kriterien.
Aber wenn wir mal an die DAX-Familie denken, geht es insbesondere um die Streubesitzmarktkapitalisierung.
Also einfach Streubesitz mal Marktkapitalisierung.
Nur um mal so einen Richtwert zu geben.
Der kleinste Index ist dann der SDAX.
Da liegt dann die Hürde bei.
Vermutlich aktuell zwischen 300 und 350 Millionen Euro Streubesitzmarktkapitalisierung, die man benötigt, um darin aufzusteigen.
Plus man muss einige qualitative Kriterien noch erfüllen.
Dann gibt es natürlich andere Indizes, MSCI World und Nasdaq, wir kennen es alle, da sind das andere Kriterien.
Und das ist vielleicht auch nochmal was ganz Spannendes und zusammen mit dem SpaceX IPO.
Von der Größenordnung wird SpaceX ja in sämtliche Indizes reinkommen können.
Aber diese Indizes haben ganz unterschiedliche Vorgaben, wie lange ein Unternehmen beispielsweise gelistet sein muss, bevor es aufgenommen werden kann.
Das kann zwischen fünf Tagen, also dass das Unternehmen fünf Tage gelistet sein muss oder ein halbes Jahr gelistet sein muss, durchaus variieren.
Und das ist dann natürlich auch nochmal interessant zu sehen, wie sich da der Inflow aus passivem Geld dann entwickelt bei SpaceX.
Und in welchem Index meinst du, wird er gehen?
Also ich denke mal von der Größenordnung könnte ich mir vorstellen, dass er dann auch im MSCI gut lünden wird.
Okay, aber bleibt es deren Wahl quasi oder passiert das automatisch?
Ich glaube, da müssen wir einmal kurz unterscheiden.
Es gibt natürlich gewisse Indizes, wo die Gesellschaft wenig Einfluss drauf hat, dass sie dann reinkommen wird.
Also MSCI World als vielleicht den bekanntesten und den größten, sobald SpaceX da die Kriterien erfüllt hat und das werden sie wahrscheinlich erfüllen.
werden sie automatisch aufgenommen.
Was sie natürlich ein Stück weit beeinflussen können ist, wo sie an die Börse gehen und damit verbunden auch, ob sie dann in diesen entsprechenden Index eintreten werden.
Also wenn sie zum Beispiel an der Nasdaq an die Börse gehen, werden sie dann auch in der Nasdaq 100 Index aufgenommen.
Und das liegt dann in deren Entscheidung und die Aktie soll ja noch mal im Kenntnisstand an der Nasdaq notieren.
Ah ja, okay.
Okay, also alles klar.
Wir haben super viel gelernt.
Ich danke dir auf jeden Fall für das Gespräch.
Es bleibt absolut spannend, wie sich die Aktie dann entwickeln wird.
Also ich freue mich auf jeden Fall.
Vielen Dank, Les.
Hatte eine Menge Spaß gemacht.
Mein weiterer Gast ist Thomas Jahn.
Thomas Jahn ist Co-Leiter des Technologie-Teams des Handelsblatt.
Aber Thomas, stell dich doch einmal selber kurz vor.
Ja, hallo.
Schön, dass ich hier sein kann.
Ja, ich betreue ein Team von ungefähr acht Leuten.
Und selber schreibe ich gerne über Raumfahrt und Software.
Das ist natürlich ideal, da wir heute jetzt über den SpaceX-IPO weitersprechen wollen.
Und zwar aus der quasi Unternehmensperspektive.
Das heißt, wir wollen uns einmal anschauen, was genau SpaceX tut, beziehungsweise wie dieses Konglomerat an verschiedenen Unternehmen, das ja jetzt zusammengewürfelt wurde, zu einem riesengroßen Unternehmen anwächst.
Bisher hat 2025 SpaceX 18,7 Milliarden umgesetzt.
Und das heißt, SpaceX ist unter diesen ganzen Firmen, die zusammengefügt wurden, quasi die Cash Cow.
Wie siehst du diesen Blumenstrauß an Unternehmen?
Ja, also das ist schon in erster Linie ein Raumfahrtunternehmen.
Und das sind die zwei Segmente, das ist Raketen.
und das andere Space.
Das andere ist Starlink, das sind die Satelliten und das Satellitennetzwerk, das mit diesen Raketen ja nach oben gebracht wurde.
Die machen ungefähr jetzt so fast 80 Prozent des Umsatzes aus.
Also das ist klar die Mehrheit.
Und dann ist neu jetzt XAI dabei.
Das ist ja damals durch die Presse gegangen im Februar, war die Übernahme.
Das KI-Unternehmen von Elmas, das da eingegliedert wurde und das steuert um so ungefähr so 15, 17 Prozent vom Umsatz.
Bay aber schreibt ganz tiefrote Zahlen und ja, SpaceX gibt sehr viel Geld aus für Rechenleistungen und das ist natürlich interessant, so ein Gefüge zu sehen, aber in erster Linie ist SpaceX ein ganz kleiner Raumfahrtunternehmen.
Im Februar sah man ja die Zahlen dazu und da flossen zu der Zeit auf jeden Fall 12,7 Milliarden Dollar an KI-Cupbacks quasi in XAI.
mehr Kapital als in die Raketenstarts und Starlink zusammen.
Und dann ist natürlich die Frage, was ist da sozusagen die Equity-Story?
Hast du dir das mal angeguckt, was die Geschichte dahinter sein soll?
Wo soll das hinführen?
Also in erster Linie ist die Geschichte, die Equity-Geschichte bei den Investoren natürlich Starlink.
Und das hat Elmas von vornherein gesagt, als er Ich glaube vor zehn, elf Jahren zum ersten Mal die Idee geäußert hat, dass man da oben Satelliten platzieren kann und weltweites Internet anbieten kann.
Denn mit Mondflügen oder mit einer Mars-Mission verdient man erstmal kein Geld.
Man hat höchstens von der NASA einen Auftrag und das hat keine Kontinuität, während natürlich dieser Cashflow von den Internet-Roaming-Gebühren.
der ist stetig da.
Und da ist da ganz klar nicht nur vom Umsatz der größte Teil, sondern auch vom Gewinn.
Das ist sozusagen die Perle, die man jetzt den Investoren verkauft.
Und jetzt kann man sich gut vorstellen, wie Elon Musk oder Gwynne Shotwell, die Nummer zwei in dem Unternehmen, wie die im Konferenzraum sitzen in New York oder in London und Pensionsfonds sitzen da und Investmentbanker und Analysten und fragen, warum soll ich dafür?
zwei Billionen Dollar ausgeben.
So ist ja die anvisierte Bewertung von SpaceX.
Das ist ungefähr, also ich glaube, ich habe es nicht genau ausgerechnet, das 100 bis 150-fach des Umsatzes.
Also nicht des Gewinns, das wäre schon viel, aber des Umsatzes.
Naja, um das, sagen wir mal, diese Kröte zu schlucken, muss man natürlich was verkaufen.
Und das L macht es selber, als Persönlichkeit natürlich, aber auch eine Wachstumsgeschichte.
Und das ist in erster Linie Starlink.
Die machen jetzt ungefähr zwei Drittel des Umsatzes aus.
Und alle Prognosen, also jetzt der Gesamtumsatz liegt ja ungefähr bei knapp 19 Milliarden Dollar.
Alle Prognosen, die in den nächsten Jahren bis auf 100 Milliarden Dollar hochgehen, 2030, also Optimisten sagen das, das ist hauptsächlich Starlink.
Und dann kommt natürlich der Rest dazu.
Das ist die Raketenstarts.
Aber wie wir jetzt ja öfters gesehen haben, die Starship, die fliegt noch nicht.
Die ist gerade wieder verschoben worden, der Start.
Auch die Mars-Mission wurde mehrfach verschoben, dann ganz aufgehoben.
Jetzt konzentriert sich Elon Musk auf den Mond.
Aber diese Artemis-Mission, die wird in den nächsten 15 Jahren auch passieren.
Aber wir sind immer noch Meilensteine gekettet.
Und da kann man nicht erwarten, dass jedes Quartal kontinuierlich Cash reinkommt.
Das ist mal sehr viel Geld und dann wieder gar nichts.
Das ist auch nicht so die Story.
Aber zumindest ist es eine Wachstumsgeschichte.
Man kann sagen, okay.
Artemis und Raketenscheid werden immer mehr werden.
Also die Starship wird ausgelastet sein.
Und damit kommen wir zum neuralgischen Punkt der ganzen Geschichte, dass diese Starship-Rakete, die bald fliegen wird, die ist unglaublich groß, 141 Meter hoch.
Das ist die V4, also die vierte Version.
Und ich habe es ja in unserer Cover-Story heute geschrieben, wenn man die...
in Hamburg hinstellen würde, dann wäre die 10 Meter höher als die St.
Michaels Kirche.
Und diese Rakete kann über 200 Tonnen, metrische Tonnen, ins All bringen in Leo.
Und das ist unfassbar viel Fracht.
Und das verändert komplett die ganzen Economics von der Raumfahrt.
Auf einmal, vorher zählte man jedes Gramm, was man da hochbrachte, weil das so teuer war.
Und jetzt kann man sich ganz neue Dinge vorstellen, zum Beispiel eben ganz große Satelliten, wie sie ja jetzt auch.
SpaceX platzieren will, mit dem man Mobilfunk machen kann.
Und das haben wir jetzt in der Geschichte auch heute beschrieben, wie dieser Markt wirklich riesig ist.
In den Unterlagen im Bursprospekt steht es Total Attachable Market von 740 Milliarden Dollar.
Und das facht natürlich die Fantasie von einem Investor an.
Und das ist so der nächste Schritt.
Ich kann mir gut vorstellen, wie man da zusammensitzt und das erzählt.
Und das ist Nicht in zehn Jahren, sondern die Frequenzen hat SpaceX schon und die Satelliten werden, die V3-Satelliten sind noch zu schwer, noch kann keine Rakete die hochbringen.
Aber wenn die Starship fliegt, dann sollen die ersten Ende des Jahres ausgesetzt werden.
Und dann werden wir sehen, dass wir in ein paar Jahren überall in der Welt telefonieren können, direkt vom Handy zum Satelliten.
in 5G-Geschwindigkeit und Starlink Mobile sozusagen, dass die Welt Telekom wird und das ist die Geschichte, die erzählt wird.
Und jetzt kommen wir nochmal zu XAI.
Das ist natürlich, also wir haben die Geschichte heute im Handelsblatt in sieben Kapitel unterteilt und wie sozusagen Basics die Telekoms übernimmt.
Noch sind sie ja Partner und nur werden jetzt von T-Mobile oder von Verizon sozusagen genommen, damit man auf dem Land, die Abdeckung bekommen, damit man da keine Glasfaser oder keine Mobilfunkmasten hinbauen muss.
Die sind eigentlich ganz willkommen von den Telekoms, aber wie sich dieses Kräfteverhältnis verändern wird, das beschreiben wir in der Geschichte.
Und Kapitel 7 ist natürlich dann, wenn Starlink Mobile sozusagen dominieren wird.
Und ja, jetzt müssen wir eigentlich in Kapitel 8 schreiben.
Und jetzt komme ich nochmal zurück auf diese XAI-Geschichte.
Denn wenn Starlink Mobile irgendwann mal soweit ist, dass das der größte Mobilfunkanbieter der Welt sein wird, dann hat es eine Infrastruktur da oben, die ganz schwer nachzubauen ist.
Also Amazon Leo würde es wahrscheinlich versuchen, bleibt abzuwarten.
Aber damit haben sie natürlich auch Zugriff auf Daten.
Sie haben Trainingsdaten und auf einmal eine Infrastruktur aufgebaut.
Und das ist jetzt das achte Kapitel, dass man dann erwägen kann, da oben auch KI-Datenzentren zu bauen.
Da hat Elmas ja schon etwas von gesprochen und Experten sagen, dass das alles viel zu schwierig ist.
Aber ich glaube, dass dieser Zwischenschritt mit dem Mobilfunk, dass das die Grundlage sein soll für Datenzentren im All.
Und das hat auch Vorteile, oben seine Daten zu verarbeiten.
Man hat so umsonst Strom.
Aber es ist technisch sehr schwierig wegen der Kühlung und auch dem Datentransfer.
Wenn ich dann höre, Ja, ein Mobilfunk, 47 Milliarden Dollar und das ist nur ein Zwischenschritt, dann bin ich auch eher bereit als Investor, 2 Billionen Dollar für ein Unternehmen zu bezahlen, was, sagen wir mal, tiefrote Zahlen schreibt.
Und 18 Milliarden, 19 Milliarden Dollar umsetzt, das ist jetzt nicht viel gemessen an der Bewertung.
Ja, das Interessante finde ich daran, sind zwei Dinge.
Das erste ist, dass Musk letztlich mit einem Hardware-Game gewinnt.
Das heißt, typischerweise sah man ja die letzten oder die großen IPOs, abgesehen von Saudi Aramco, sind ja häufig Software-IPOs.
Das heißt, in den letzten Jahren waren die leitenden Unternehmen alles Software-Unternehmen.
Und auf einmal sehen wir, dass quasi ein Konglomerat aus einem Auto, ich meine, Tesla versucht sich ja auch als Software-Unternehmen dazwischen, aber am Ende ist es Hardware auch.
aus Auto-Hardware, aus Raketen, aus Satelliten ein neues Unternehmen quasi darstellen, die eben durch diese Vertikalisierung anfangen zu gewinnen.
Und wie du schon sagtest, eben Infrastruktur und eben auch Lieferketten werden damit dann irgendwann dominiert werden.
Und ich hörte auch immer gerüchteweise, dass die einzelnen Teslas als quasi Antennen fungieren sollen und damit das Mobilfunknetz noch weiter verbreiten sollen.
Das war immer so gerüchteweise Teil dieser Story, um eben die Signale der einzelnen Satelliten weiterzuspiegeln, wenn man so möchte.
Die Geschichte ist sehr smart.
Bisher war ja Musk immer sehr gut im Geschichten erzählen.
Man muss ihm natürlich auch lassen, dass er tatsächlich viel umgesetzt hat.
Dieser Teil auch davon ist natürlich, dass die XAI selber war ja nicht sonderlich erfolgreich, wenn man ehrlich ist.
Das stimmt, ja.
Also haben hochrote Zahlen geschrieben, aber was er ja geschafft hat tatsächlich, waren diese Rechenzentren zu bauen, die jetzt von der direkten Konkurrenz zum Training genutzt werden.
Also Swapik zahlt bis 2029 SpaceX beziehungsweise XAI 1,25 Milliarden Dollar pro Monat.
Wahnsinn, das zeigt, wie groß die Nachfrage nach Rechenleistung ist.
Man finanziert seinen eigenen Konkurrenten.
Ja, Wahnsinn.
Und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie die alle in einem Raum gewesen sind.
Ich meine, die haben sich vorher öffentlich beschimpft.
Das heißt, durch den IPO oder auch durch diese Entwicklung mutieren die so ein bisschen zum physischen Backbone der KI.
Er wird dann irgendwann, wenn diese Rechenzentren im Orbit klappen und bisher das größte Hindernis war ja tatsächlich das Gewicht.
das ins All zu bekommen.
Das war eines der größten Schwierigkeiten tatsächlich, weil die gesagt haben, allein was es an Kerosin kostet, also sowohl die einzelnen Satelliten als eben auch die Rechenzentren nach oben zu befördern, ist halt exorbitant.
Nur, wenn er es schafft, das quasi zu skalieren und diese Kosten runterzubringen, dann hat es vielleicht tatsächlich eine Daseinsberechtigung.
Ich meine, das ist natürlich, wie du schon sagst, die Kühlung ist wahnsinnig komplex.
Die Stromversorgung, sobald da irgendwie ein Schatten drauf ist, glaube ich, auf den Solarpanelen fällt irgendwas aus.
Das ist natürlich undenkbar, wenn man versucht, gerade ein Modell zu trainieren.
Nur, ich finde halt tatsächlich diesen, auf Englisch sagt man Interplay, also diese Abhängigkeiten, diese einzelnen Komponenten, ziemlich interessant.
Ich bin tatsächlich mal gespannt, ob es quasi nur ein Kunststück des Geschichtserzählen ist oder ob es irgendwie tatsächlich perspektivisch Aussicht auf Erfolg hat.
Hast du da so ein Bauchgefühl zu?
Ich glaube, beides ist richtig.
Also klar, Elon Musk ist ein Meister der Geschichtenerzählung.
Ich kann mich gut erinnern, wie ich zum ersten Mal den Börsenperspekt von Tesla aufgeschlagen habe und er seinen Masterplan abgedruckt hat.
Und der dann auch noch in Erfüllung gegangen ist.
Also seitdem denkt man ja immer, er ist der Mann, der quasi aus dem Spiegel tritt aus der Zukunft.
Und er weiß alles und natürlich weiß er ja gar nichts.
Er hat natürlich einen wahnsinnigen Einblick, er hat auch ein technisches Verständnis.
Vor allem, wie du gerade am Anfang gesagt hast.
das nicht nur Software betrifft, da kommt er ja her, sondern auch Hardware.
Das ist diese Kombination, das ist das, wie ich finde, sehr Geniale an ihm.
Und das ist das Einmalige fast schon leider, wo er verstanden hat, dass ein Elektroauto sozusagen ein fahrendes iPhone ist.
Und das hat er schon vor 20 Jahren verstanden, als es noch kein iPhone gab.
Und so ist das ganze Auto um die Software.
konzipiert worden.
Und dieser Weitblick, der ist wirklich beeindruckend, zeigt auch so, dass er denkt wie so ein Ingenieur.
Er ist nicht jemand, der so flippen und burn sozusagen schnell Geld machen will.
Aber, und jetzt kommt das Aber, ich glaube, dass er schon jemand ist, der, dass es etwas anderes ist vorher zu sagen, dass Elektromobilität Sinn macht oder dass Raketen preiswerte sein können.
war eine wahnsinnige Pioniertat vor 20, 25 Jahren, das zu sagen und auch noch zu tun.
Aber es ist was anderes, glaube ich, ob man jetzt KI-Datencenter im All vorher sagt.
Denn da kann man, mag sein, dass er sogar recht hat.
Ich glaube, das kann ein paar, nicht Jahre, ich würde sagen Jahrzehnte wirklich so sein.
Das ist aber eine Timingfrage.
Denn auch wenn das Starship jetzt fliegt und pro Kilo werden die Kosten wahrscheinlich von 3.000, 4.000 Dollar pro Kilo.
in Leo, auf unter 500 fallen.
Das ist schon viel weniger, aber es ist immer noch wahnsinnig teuer.
Und dazu kommt, dass du da oben, ja, du hast Kühlungsprobleme, die Satelliten, sobald sie sich nur ein bisschen drehen, weg von der Erde und hin zur Sonne, ist auf einmal eine völlig andere Temperaturumgebung.
Du hast ein Datenproblem, wie kriege ich die Daten hoch und runter?
Und wenn was kaputt geht.
Also klar gibt es so Ideen mit Server, mit Robotern und solchen Dingen.
Die müssen eigentlich autonom umlaufen.
Also ja, die Nachfrage nach Rechenleistung durch KI, die geht durch die Decke.
Deswegen auch dieser Anthropic-Deal.
Aber geht die so sehr durch die Decke, dass wir Experten meinen, dass es ein Vielfaches kostet, da oben ein Datenzentrum aufzubauen.
Das bleibt abzuwarten.
Also ich glaube, dass eher die Kosten drücken.
wird immer weiter.
Die Satelliten werden ja Serie produziert von ihm.
Die Kosten sind erstaunlich niedrig.
So ein V3-Satellit, der kostet ungefähr 1,8 Millionen Dollar.
Und das ist wenig Geld.
Den hätte man vor 10, 15 Jahren, hätte OAB oder ein anderer, oder Airbus-Satellitenhersteller, hätte dafür hunderte von Millionen von Euro verlangt, den zu bauen.
Und das ist wirklich erstaunlich.
Alles kommt an seine Grenzen.
Und deswegen ist, jetzt stehen wir mit diesem Börsengang vor einem riesen Experiment.
Das finde ich völlig faszinierend.
Ich bin so froh, dass ich darüber schreiben kann, weil wir sehen werden, dieses Starship wird ab nächstes Jahr fliegen, soll ab 2030 dann ja sogar täglich fliegen.
Aber sagen wir mal, sie wird erst ein paar Jahre wöchentlich fliegen.
Das wäre trotzdem immer noch so ein Game Changer in der Raumfahrt, was an Material hochgebracht werden kann.
Und ich glaube, das wird erst mal diese Mobilfunkgeschichte sein.
Und diese KI-Datencenter-Geschichte, da werden die dran arbeiten, klar.
Aber das wird noch lange brauchen und lange dauern, meiner Meinung nach.
Ich glaube, dass alle Welt redet über diese KI-Datencentern.
Aber der Mobilfunk ist viel konkreter.
Da hat der Nid groß drüber geredet.
Natürlich, weil er weiß, er braucht die Telekoms.
Weil die Signale vom Satelliten, die kommen mit diesen neuen Satelliten schon sehr, sehr weit.
Gehen durch Blätter.
Im Wald, die gehen durch sogar dünne Wände und Dächer.
Aber in der Stadt sind die einfach nicht ausreichend.
Er braucht in der Stadt Telekom, herkömmlich die traditionelle Telekom-Netze.
Und deswegen kann er die Telekom jetzt nicht verprellen.
Deswegen erzählt er die Geschichte natürlich nicht, sondern erzählt einen groß von KI-Datenzentren im All.
Und wenn man sich mal vor Augen hält, wie schwierig Raumfahrt ist und was dieses Starship bedeutet, wenn das allein zum Fliegen kommt, ist das eine technische Meisterleistung.
Das soll ja oben auch noch...
betankt werden.
Also das ist noch nie da gewesen und es ist so aufwendig und schwierig.
Und ja, ich meine, ich habe jetzt 15 Jahre begleite ich jetzt Elon Musk, habe zwei Mal mit ihm gesprochen.
Glücklich?
Ja, ja, einmal vor seinem siebten Falcon 9 Start und einmal als er Tesla nach Deutschland gebracht hat.
Und was hat das, wie war dein Eindruck?
Wahnsinnig smart, wahnsinnig sympathisch.
Elon Musk hat so viele verschiedene Gesichter, aber ich war sofort überzeugt.
Und das muss ich auch immer wieder sagen, danke Elon Musk, weil ich habe dann oft über Tesla geschrieben und zum Ärger meiner deutschen Kollegen dann immer, ich war damals in Amerika Korrespondent, immer sehr positiv geschrieben, Tesla, das müsst ihr ernst nehmen, das sind nicht nur Spaltmaße, sondern das ist wirklich ein wichtiges Unternehmen.
Und dass es dann wirklich wahr wurde, dann ist natürlich auch meine.
Mein Ansehen ist ein bisschen gestiegen, aber es war klar, dass der weit kommt.
Und was der zusammenbringt, das ist wirklich einmalig.
Aber man darf jetzt auch nicht überschätzen, er kommt eben nicht aus der Zukunft.
Er hat nur wahnsinnig viel Geld, er hat gute Ideen.
Aber ich glaube, allein, dass wir ein paar Jahre überall in der Welt telefonieren können, ohne Roaming zu denken, hört sich nicht total an wie ein KI-Datenzentrum.
Das stimmt im All, aber das ist Science Fiction heute.
Er spricht in seinem Prospekt davon, dass der der Umsatz durch die KI-Produkte auf, ich glaube, 26 Billionen anschwellen soll.
Was ich als schwierig erachte, weil bisher seine KIs nicht das geleistet haben, was sie versprochen haben, beziehungsweise XR hat keine Produkte gebaut, die im Markt führend waren.
Die waren nur führend im Sinne von wenig Regulatorik beziehungsweise wenig Regelwerk, was die im Zaum gehalten hat.
Das heißt, Von daher finde ich das immer problematisch, das zu sehen, weil er natürlich seine Versprechungen in dem Kontext nicht gehalten hat.
Aber trotzdem, wenn man auf der anderen Seite sieht, was er mit Tesla geschaffen hat, da hat er natürlich den Markt komplett erschlossen für E-Mobilität.
Und darüber hinaus, wenn irgendwann diese Robotaxis kommen sollen, das heißt, wenn er quasi Uber ersetzen wird oder beziehungsweise das autonome Fahren oder mit Roboter, wie auch immer, hat dann natürlich historisch, also wenn man zurückblickt, den Markt komplett disruptiert.
Also ich glaube, ohne Tesla würde es auch auf deutscher Seite sehr viel E-Mobilität gar nicht erst geben oder beziehungsweise die großen Automobilhersteller hätten gar nicht erst angefangen, sich damit in der Tiefe zu beschäftigen.
Also man kann ihn sehr, sehr kritisch sehen und ich sehe ihn auch sehr kritisch aufgrund seiner, also nicht nur seiner politischen Haltung, aber was er da im Zuge dieser Doge-Initiative da kaputt gemacht hat, glaube ich, kann man...
kann man schwer verzeihen und auch schwer wieder heimachen.
Aber mal unabhängig davon, stimme ich dir zu, also historisch ist das natürlich, oder schätze ich mich sehr glücklich, dass ich zu dieser Zeit am Leben bin, das miterleben zu dürfen quasi.
Und ich finde es eben auch sehr spannend, wie er es geschafft hat, diese verschiedenen Märkte oder diese verschiedenen Technologien und sowohl Hardware als auch Software zusammenzufügen.
Wobei ich auch noch sagen muss, Hast du mal Starling ausprobiert?
Ich habe mir nämlich mal so eine Platte gekauft und bin damit auf mein Dach geklettert quasi.
Und selbst dort war der Winkel nicht groß genug, um uneingeschränkte Satelliten sich zu haben.
Und zum Datenstream hat es nicht gereicht.
Also es war tatsächlich ein bisschen eine ernüchterne Erfahrung, weil ich dachte, dass ich damit quasi überall...
Netz haben würde, aber du brauchst halt einen wahnsinnig weiten Radius mit so einem DIN A4 großes Gerät, wenn man so möchte, dass man dann gehen Himmel richtet.
Und so wirklich gut hat es nicht funktioniert.
Und da dachte ich dann so, wie will er denn damit so einen riesen IPO machen?
Hast du es mal probiert?
Nee, ich habe es nicht probiert.
Ich wohne in der Stadt, aber da, wie gesagt, geht das nicht so gut.
Aber ich habe mit Anwendern gesprochen und die waren...
sehr zufrieden.
Also die haben es auch getestet in der Latenz und allem.
Und ich meine, ich habe jetzt zum ersten Mal sogar Werbeplakate gegeben mit Starlink.
Also die suchen auch schon Leute, die natürlich für die IPO wollen, die auch Kunden empfangen.
Also ich glaube, das Produkt, glaube ich, das ist nicht schlecht.
Und wenn du dann zukünftig keine Antenne mehr auf dem Dach oder am Balkon installieren musst, sondern nur noch dein Handy brauchst, ist das nochmal einen Schritt weiter.
Und ich will nochmal kurz zurückgehen, was du gemeintest mit Tesla und autonom fahren.
Also ja, und natürlich XAI.
Das Bindeglied ist ja KI.
Und letztlich sind autonom fahrene Autos nichts anderes als Computer Vision, die sehr gut ist.
Und ich glaube, dass ich da eher skeptisch bin.
Ja, Elmast hat ein fabelhaftes Unternehmen aufgebaut mit Tesla.
Die Autos sind auch gut, viel durchdachter als viele andere Elektroautos.
Aber dieser Schritt in das autonome Fahren, ich sehe nicht wirklich die Economics da.
Und die Konkurrenz ist wahnsinnig groß.
Und ich sehe auch den Mode nicht, also den Burggraben.
Warum nicht Waymo oder andere das genauso darstellen können?
Vor allen Dingen aus China die Konkurrenz, die ja sozusagen Tesla kopiert.
Und ja, wenn man mal nach China schaut, da fahren schon autonome Autos durch den Verkehr.
Ich bin mir nicht sicher, wie Tesla, also wo das Versprechen ist, das große, während SpaceX...
Wer soll das erstmal kopieren?
Das ist ja die Geschichte von Elon Musk, dass er mit Hardware so einen Vorsprung, so einen Vorteil erarbeitet, der schwer aufzuholen ist und der meiner Meinung nach, den er bei Tesla aufgegeben hat, den er verschwendet hat sogar, als er vor ein paar Jahren, das fing mit dem Cybertruck an, diesem furchtbaren Pickup, wo er vor lauter Erfolg und dachte, er kann machen, was er will.
Und statt die Produktlinie auszubauen und Kleinwagen zu bauen und verschiedene Modelle, bis heute Tesla so wenige Modelle.
Und klar ist das, dass das Wachstum da schwächelt.
Und er sich dann meiner Meinung nach retten muss in eine neue Story, nämlich in die der autonomen Fahrzeuge und der Optimus des Roboters.
Und kein Mensch weiß, ob ein Roboter überhaupt zwei Beine braucht.
Sicher werden Roboter wahnsinnig gut werden.
Aber ich möchte es nicht mit den chinesischen Roboternherstellern aufnehmen, die ja auch dank KUKA, deutsches Unternehmen, sehr gut geworden sind in diesem Bereich.
Und deswegen...
glaube ich, dass diese Geschichte mit KI und Datenzentren und autonom fahren, mir kommt das so ein bisschen vor, als wenn er sich da immer eine neue Story rettet.
Und während SpaceX real ist, das passiert wirklich und sehr durchdacht.
Deswegen meine Prognose mal so in den Raum geworfen, kann ich mir gut vorstellen, dass in ein paar Jahren Tesla auch noch in SpaceX aufgenommen wird.
Wenn da der Kurs noch tief genug gefallen ist, damit man das so ähnlich wie EX, AI so ein bisschen unter den Teppich gehören kann.
Ja, auf jeden Fall.
Da bin ich mir ganz sicher, dass das passieren wird.
Also gehe ich stark persönlich davon aus, weil alles andere würde keinen Sinn machen.
Ich glaube auch, er hat ja in den letzten Earnings Calls Tesla sehr runtergeredet und das wirkte auf mich schon quasi vorbereitend auf eine spätere Akquisition.
Das heißt, er wartet quasi wahrscheinlich, wahrscheinlich, ja, auch nur meine persönliche Meinung, aber er wartet wahrscheinlich darauf, dass der Kurs weiterfällt, um dann Tesla aufzusaugen tatsächlich.
Es ist ja auch so, wenn du dir, er hat, ich muss sagen, also ein...
Ein Aspekt daran ist, dass SpaceX, also die sind ja konkurrenzlos, wie du sagst.
Die haben auch in ihrer Historie, haben die immer quasi die öffentlichen Vergaben gewonnen, wenn sie gegen die NASA competed haben, weil die das ganze Talent abgefischt haben.
Ein sehr guter Freund von mir tatsächlich, der hat den Algorithmus für die Marslandung programmiert.
Also der arbeitet sehr eng mit Elon Musk zusammen.
Cool.
Der ist ein absolutes Übertalent, also spricht fünf Sprachen und hat dann MIT studiert und so weiter.
Er sitzt halt mit seinesgleichen bei SpaceX und er war vorher bei der NASA und konnte, weil er kein Amerikaner ist, nicht zur Raumfahrt gehen, konnte nicht fahren, weil man dazu geborener Amerikaner sein muss und dann wurde ihm der Rat gegeben von jemand relativ hoch, da er soll eine Amerikanerin heiraten.
Aber ich glaube, dann hat er irgendwann eine Brille und dann ging es auch nicht.
Also irgendwie sowas.
Die Geschichte war relativ traurig.
Stattdessen ist er halt ein sehr begabter Programmierer oder Entwickler und er erzählt ja immer, wie begabt die Leute auch um ihn herum sind.
Und das ist eben eins von Elon Musk, glaube ich, Kernkompetenzen, dass er sehr gute Leute für sich arbeiten lässt.
Und das bei SpaceX sind halt die wirklich absolut weltweit begabtesten Weltraum-Engineers, weil sie sonst keine Alternative haben.
NASA ist einfach eine Agentur beziehungsweise eine Behörde.
Das heißt, ohne Speed, ohne ohne wirklich kommerzielles Interesse und deswegen gehen die dann alle zur NASA.
Und wenn man Tesla im Vergleich sieht, ich meine, es gibt viele, wie du gesagt hast, es gibt viele Unternehmen, die autonomes Fahren pushen und da haben die sicherlich auch sehr gute Leute, aber das sind halt nicht die Top-Welt, zehn besten Engineers sozusagen.
Klar, ich meine, Tesla hat zwar den Markt geöffnet, aber die ersten Unternehmen sind bekanntlich nicht diejenigen, also die disruptivsten Unternehmen sind bekanntlich nicht diejenigen, die den Markt dann nach Hause nehmen.
Das sind die, die ersten Erfahrungen sozusagen nutzen, um das Produkt weiterzuentwickeln.
Aber ich finde, man muss trotzdem auch immer noch mit Vorsicht sehen.
Ich habe von...
sehr hochrangigen Automotive-Leuten mal gehört, vor langer Zeit, dass in China sehr viel auch noch per Fernbedienung, also remote, gefahren wird.
Das heißt, viele dieser autonom fahrenden Taxis, da sitzen die Mitarbeiter mit ihren Joysticks in riesigen Rechenzentren oder Lagerhallen und fahren die ganzen Autos.
Und das haben die tatsächlich gemessen, indem sie hinter denen hergefahren sind und wenn sie Spuren gewechselt haben, gibt es wohl eine spezielle Art wie eine Maschine.
Spur wechselt versus wie ein Mensch eine Spur wechselt.
Und da haben die halt gesehen, dass die überwiegende Anzahl der Spurwechsel waren sehr menschlich.
Also das ist Nummer eins.
Dann Nummer zwei zu den Robotern.
Natürlich sind die Chinesen uns weit voraus, aber ich denke trotzdem, dass da nicht alles verloren ist, weil der Markt wächst sehr zusammen und wir haben auch die, sowohl USA als auch Deutschland, haben die Kapazitäten da auch zu produzieren, wenn man so möchte.
Ich glaube auch, dass es später eine Commodity wird, ganz schnell.
Und auch zu den zwei Beinen.
Ich denke, dass die Roboter schon zwei Beine haben werden, weil unsere physische Welt ja auf die menschliche Physiognomie ausgelegt ist.
Aber ich bin wirklich gespannt, wie die nächsten Wochen aussehen.
Was meinst du denn im Hinblick auf die anderen, also auf Anthropic und OpenAI?
Glaubst du, werden die jetzt ganz zeitnah nachziehen?
Und was meinst du, was wird das für einen Effekt auf die haben?
Hast du irgendein Gefühl dafür?
Oh, das hat man ja sofort gesehen.
fast Stunden später, nachdem das Börsenprospekt von SpaceX raus war, dass dann OpenAI das Filing gemacht hat.
Da herrscht unglaubliche Hektik und das ist ein Wettrennen.
Und ich glaube, dass nicht nur Roboter eine Commodity werden.
Ich glaube, dass auch KI-Modelle bald eine Commodity werden, dass der Nutzer, mir egal ist, ob das von OpenAI ist oder von Gemini oder wie auch immer, sondern und das...
Du nur bestehen kannst in diesem wahnsinnig brutalen Wettbewerb, wenn du die Rechenleistung hast.
Und deswegen auch der Deal mit Entropic und XAI, weil Entropic einfach zu wenig hatte.
Und die wurden einfach überrollt von diesem Erfolg von Cloud Mythos und den anderen Modellen, die sie haben.
Und nichts ist schlimmer, als wenn ich ein tolles Modell habe, wo die Latenzen nicht stimmen, wo ich dann einfach warten muss.
Und dann springt der Kunde ab.
Und deswegen auch OpenAI.
Die wissen alle, dass man, und deswegen auch diese Irrsenssummen, die da in Rechenleistung investiert wird von den KI-Anbietern.
Und das ist natürlich ein Wettrem, was sehr ungesund ist.
Diese CapEx, die bringen ja alle Vorstellungskraft.
Ja, was passieren wird, ist, denke ich, das ist ganz klar.
Open Air hat ja schon die IPO-Defining gemacht und die werden im Herbst dann auch an die Börse gehen, also so schnell wie es geht.
Und Antropic wird nachziehen, genauso, weil die unglaublich viel Geld brauchen.
Diese ganzen Deals der letzten Monate, Jahre, diese Kreisdeals, diese Circular Deals, dass man sich gegenseitig dann Chips abkauft und dafür dann Geld bekommt und dafür dann KI-Leistung gibt, das geht nicht mehr.
Und diese Unternehmen brauchen neues Geld.
Und das ist natürlich auch so die Achillesferse von SpaceX.
Wenn man sich die Zahlen mal anschaut aus dem Mörsen-Prospekt, das sind überraschenderweise geht das ganze Geld.
Man würde ja denken, oh, eine riesen Starship-Rakete, da wird wirklich Geld reingesteckt.
Aber das ist vor allen Dingen XAI, wo das Geld verbrennt wird für die Rechenleistung.
Und ich glaube, dass dieser Move von Elon Musk im Februar, sein eigenes Unternehmen da noch reinzuschieben, dass das Wert...
Also meiner Meinung nach, glaube ich, an KI-Datenzentren in erster Zeit nicht.
Damit ist erstmal nicht klar, warum dieses Unternehmen bei SpaceX sein soll.
Und deswegen glaube ich, war es ein Fehler, das zu tun.
Und das wird SpaceX auch noch Probleme bereiten.
Denn wenn es wirklich so weit sein wird, dass Starship wöchentlich oder täglich fliegen soll.
Das ist eine wahnsinnige Investitionssumme, das wird sehr, sehr teuer werden.
Und auch nicht immer klar sein, ob man das, das ist ja eine Vorleistung, genauso wie jetzt Starlink oben das Netz aufgebaut hat und jetzt erst das Geld bekommt.
So braucht man dann das Geld auch für diese Raketenstarts.
Und wenn dann gleichzeitig XAI immer mehr Geld verbrennt, wird das eine sehr interessante Situation sein für SpaceX.
Ich glaube, da müssen die irgendwann harte Entscheidungen treffen.
Ja, aber nun, jetzt steht erstmal die IPO an von SpaceX, da werden sie 75 bis 80 Milliarden einsammeln, das reicht erstmal eine Weile, glaube ich.
Aber genauso werden dann auch OpenAI und Antropic versuchen, viel Geld einzusammeln.
Und dass das vor allem sofort kam von OpenAI, war ja natürlich wegen dem Prozess, der jetzt zu Ende war, aber auch, weil die sofort, weil ja, du musst ja bestimmt Fristen einhalten, und die wissen genau.
Sobald sich das Börsenfenster schließt, würden wir wirklich Probleme bekommen, diese KI-Anbieter.
Deswegen dieses Tempo, diese Eile, diese Hektik und Entropic.
Man muss natürlich dann auch warten, wenn dieser Börsengang jetzt von SpaceX am 12.
Juni durchgeht.
Da wird erstmal sehr viel Kapital vom Markt gezogen.
Da kann man nicht sofort hinterherkommen.
Aber ein paar Monate später sieht das wieder ganz anders aus.
Und deswegen erwarte ich das.
Vielleicht August, September dann eben, ja im September, weil August ist so eine tote Zeit, dass dann Open Air ja in den Markt geht und dann Dezember dann vielleicht euer Entropic.
Ja, also es bleibt absolut spannend und wie gesagt, ich bin dankbar, in dieser Zeit leben zu dürfen.
Ich hoffe, wir sehen noch ein paar spannende IPOs.
Ich hoffe auch, dass...
XAI nicht nur, also ich hoffe es für die gesamte Weltwirtschaft tatsächlich, dass die ihre Verluste irgendwann ins Positive drehen können.
Alleine im ersten Quartal haben die 4,2 Milliarden an Verlust verbrannt oder verzeichnet.
Das heißt, ein bisschen zu viel, aber wir werden sehen, ob sich das irgendwie drehen lässt.
Ich frage am Ende des Podcasts meine Gäste immer nach einer Buchempfehlung für die Hörerinnen, weil das als quasi Antithese zur digitalen Welt ganz sinnvoll ist, meines Erachtens.
Hast du ein Buch, was du empfehlen könntest, was sehr lesenswert wäre?
Inzwischen übrigens akzeptiere ich auch Medienempfehlungen, zu Not.
Oh nein, ich empfehle dir ein Buch, was ich...
was jeder kennt, aber auch viele nicht gelesen haben, Thomas Mann und der Zauberberg.
Das ist ein Buch über Technologie, wie man es gar nicht glaubt.
Das ist sozusagen eine Parallelwelt, wie wir sie heute haben.
dass gesellschaftliche Veränderungen werden da durchgespielt.
Okay, es geht jetzt nicht darum KI und Raketen, sondern es geht darum, dass der Grammophonspieler in dieses Sanatorium kommt und andere Erfindungen der Röntgenapparat.
Aber es geht genau um die gleichen Dinge, dass diese Disruption der Welt, dass die letztlich dann im Ersten Weltkrieg endet.
Und weil die Leute so verunsichert sind.
Das ist meine Lesart jetzt dieses Romans.
Und deswegen finde ich das wahnsinnig spannend, dass man ganz viele Dinge sieht.
Es gibt auch Diskussionen in dem Buch zu verschiedenen Figuren.
Der eine ist eher linksliberal aufgeklärt, der andere, der ist eher reaktionär, konservativ.
Und ja, man denkt, das wäre ein Kommentar auf die heutige Zeit.
Das ist ja spannend.
Okay, ich habe glaube ich, das während der Schulzeit lesen müssen, in Klammern.
Aber ich werde das auf jeden Fall nochmal raussuchen.
Ich bin momentan an der Biografie von Thomas Mann.
Okay, sind sehr lange Sätze, muss man zugeben, aber eine wunderschöne Sprache.
Oder?
Ja, finde ich auch.
Ich liebe auch Schachtelsätze.
Na gut, vielen, vielen Dank für deine Zeit und es bleibt spannend.
Bis bald.
Ja, jederzeit gerne wieder.
Tschüss.
Dankeschön.
Ciao, ciao.
