# European AI Regulation, Industrial Adoption, and Workforce Strategy

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-05-22

## Transcript

Bis 2030 wird es in Deutschland keinen Job mehr ohne KI-Bezug geben.
Das sagt nicht ich, das sagt Bärbel Bas.
Damit herzlich willkommen zu Kollegen KI Snackbox.
Ich bringe euch die KI-News der Woche mit Bezug auf Arbeitswelt, auf Europa und so weiter einmal jetzt ganz kurz und knackig, damit ihr gut informiert ins Wochenende startet.
Und ich war diese Woche auf der Republika.
Das ist eine Medienkonferenz in Berlin, in der man auch durchaus kritischer über den Teich guckt und schaut, was da so los ist, wo viele PolitikerInnen auch eingeladen sind, sprechen, so die ganze Netz-Bubble eigentlich vor Ort ist.
War sehr, sehr schön, auch sehr, sehr anstrengend.
Aber Werbel Bars war auch da und von ihr stammt im Grunde diese Aussage.
Und sie leitet aus dieser Aussage so ein bisschen her, dass wir vor allem über Weiterbildung eine ganze Menge erreichen.
beziehungsweise dass Weiterbildung eigentlich Pflicht sein sollte.
Sie spricht hier davon, dass eigentlich jeder Erwachsene einmal im Jahr eine KI-Schulung erleben sollte.
Fast zwei Drittel der Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren sollten jährlich mindestens einmal an einer Fortbildung teilnehmen, sagte die SPD-Politikerin.
Finde ich spannend.
Ich weiß nicht, wie sie auf diese Zahl kommt und warum es nur 25- bis 64-Jährige sein sollen.
Das ist mir ein bisschen schleierhaft.
Ich kann zumindest aus der Praxis sagen, dass viele Unternehmen viel regelmäßiger schulen.
Also dass es eigentlich quartalsweise Schulungen gibt, wenn nicht sogar irgendwie Newsletter, die wöchentlich kommen und Updates in den Systemen preisgeben, weil die Entwicklung einfach insane schnell geht.
Also ob das am Ende reicht, weiß ich nicht und ob das dann tatsächlich irgendwie auch verpflichtend sein soll.
Keine Ahnung, ja, aber es ist auf jeden Fall, sie ist auf dem richtigen Weg, würde ich mal behaupten.
Auf der anderen Seite sagte sie ja auch, und da kommen wir so ein bisschen auf die europäische News-Sektion zu sprechen, sie sagte, dass wir natürlich regulieren müssen, vor allem, weil wir gerade abhängig von US-Tech sind und uns da so ein bisschen diktieren lassen, was wir denn eigentlich machen können und was nicht und dass das eigentlich nicht funktioniert.
Und wenn das so bleibt, wenn das so bestehen bleibt, dann müsste man auch über Sondersteuern für große KI.
Unternehmen nachdenken.
Das ist ein Vorstoß, da bin ich gespannt, wie das politisch umsetzbar wird, aber um da mal den Haken zu schlagen, die EU schläft ja auch nicht und die EU hat sich zusammengesetzt, beziehungsweise das Parlament und die haben mal über Deepfakes gesprochen, Deepfake Pornografie im ganz konkreten Sinne und zwar ist einer dieser Themengebiete sogenannte Nudifier-Apps oder Nudify-Systeme.
Das sind im Grunde bildgebende KI-Systeme, die einzig und allein die Aufgabe haben, Menschen zu entkleiden.
Hauptsächlich Frauen, hauptsächlich gegen ihren Willen, hauptsächlich um digitale Gewalt auszuüben.
Wir hatten das Thema schon ein paar Mal, ihr habt es in den Medien auch mitbekommen.
Und ich finde es gut, dass die EU sich jetzt tatsächlich mal so ein bisschen dahin wagt und das Thema jetzt auch mal adressiert.
sehr gespannt, was dann tatsächlich am Ende im August auch im AI-Act steht und wie man dem ganzen Problem versucht, Herr zu werden.
Vor allem, wie Strafverfolgungsbehörden dann auch geschult werden, weil da geht es ja dann auch weiter.
Man muss die Gesetze ja umsetzen und da entsprechend auch einen Opferschutz betreiben.
Wir dürfen gespannt sein.
Auf der anderen Seite...
Und Europa mausert sich gerade so ein bisschen die eigene KI-Infrastruktur zusammen.
Und zwar gibt es News von Mistral.
Mistral, ihr kennt französisches Unternehmen, eigentlich das französische Unternehmen, wenn nicht sogar das europäische, wenn es um KI geht.
Und Mistral sucht ja seit längerem schon ein bisschen mehr die Nähe zur Industrie.
Da gibt es so erste Piloten, die tatsächlich auch in der deutschen Industrie laufen mit großen Unternehmen.
Und Mistral hat jetzt ein kleines Start-up gekauft.
gekauft aus Österreich und zwar ME-AI.
ME-AI ist in der Industrie relativ gut verdrahtet beziehungsweise bietet Tools an für die Industrie und das sind keine Consumer-AIs, wie wir sie kennen mit Chatbots oder Chat-Systemen, sondern das sind tatsächlich so Physics-AI beziehungsweise KI, die wirklich in der Industrie eingesetzt werden können, die wir so nicht mitbekommen.
Und da kann ich mal ein kleines Beispiel nennen.
Ich hatte mit einem Kumpel ein Gespräch über Predictive Maintenance, also so ein bisschen vorhersehende Wartung, wenn man so möchte.
Und er hatte mir dieses Beispiel genannt mit zwei ICEs, die aneinander vorbeirauschen in Höchstgeschwindigkeit.
In diesem Moment wirkt natürlich eine ganze Menge Kraft auf diese Züge und gewisse Teile.
von diesem ICE werden neben der normalen Abnutzung dann natürlich auch besonders belastet, was dann vielleicht auch dafür sorgt, dass die schneller ausgetauscht werden müssen.
Und man versucht in Simulationen, weil man natürlich jetzt nicht den ganzen Tag irgendwie 100 ICEs aneinander vorbeirauschen lassen kann, versucht man das in Simulationen so ein bisschen vorherzusagen.
Welches Teil würde denn als erstes brechen?
Wo müssen wir denn als erstes Teile austauschen?
Und das kann eine KI natürlich extrem gut und extrem schnell.
Und bislang dauerten solche physikalischen Simulationen immer sehr, sehr lange, also wirklich Stunden, wenn nicht sogar Tage und mit gewissen KI-Modellen, die eben darauf spezialisiert sind, wie im Grunde das, was MEAI macht, so als Teil, ja, wahrscheinlich nicht das Einzige, was sie machen, kann man bestimmte Berechnungen mittlerweile in Sekunden abschließen und damit natürlich viel, viel langlebigere Sachen bauen, glaube ich, gerade in diesem Beispiel ICE, wäre das ja nicht verkehrt.
Liebe Grüße an die Bahn.
Zum Schluss eine News zum Thema menschliche Arbeit und KI.
Und zwar hat Olga Tokarczuk, ich hoffe, ich spreche sie richtig aus, sorry Olga, wenn nicht, sie ist Literatur-Nobelpreisträgerin und sie hat mal so beiläufig erwähnt, dass sie natürlich auch KI nutzt und KI eine tolle Technologie ist.
Und das wurde in Social Media zerrissen.
Also es gab den Shitstorm schlechthin.
Viele, viele kritische Stimmen, die gesagt haben, oh Gott, eine Literatur-Nobelpreisträgerin nutzt KI jetzt für ihre Bücher oder was?
Das kann doch nicht wahr sein.
Auf jeden Fall hat sich Olga Tokatschuk danach, sag ich mal, genötigt gefühlt, tatsächlich nochmal eine Richtigstellung zu geben und sagt, natürlich nutze ich nicht KI, um meine Bücher zu schreiben, sondern um meine Gedanken zu sortieren, um Recherche zu betreiben, um mich vorzubereiten und so weiter und so fort.
Also im Grunde eine...
Ja, Co-Nutzung von KI und der Leistungsfähigkeit, die KI hat und eben der menschlichen Imagination, der Kreativität, um am Ende dann natürlich auch effizienter Bücher schreiben zu können.
Und das finde ich eine ganz spannende Debatte, die immer wieder aufkommt.
Es gibt ja nicht nur KI oder Mensch, es gibt ja durchaus auch menschliche Leistungen, die mit KI, sag ich mal, gemacht werden kann.
Also KI kann ja unterstützen und es geht ja nicht darum, KI die menschliche Arbeit übernehmen zu lassen im Sinne von, wir schreiben jetzt mal irgendwie Bücher, die möglicherweise irgendwann auch noch Nobelpreise gewinnen, ja, sondern es geht darum, KI zu nutzen, um die menschliche Kreativität, Leistungsfähigkeit und so weiter eben noch weiter hervorzuholen.
Und ich glaube, dass dieses Wechselspiel zwischen menschlicher Arbeit und künstlicher Intelligenz in der Unterstützung tatsächlich auch so ein bisschen der Schlüssel ist.
Da gibt es nicht nur Schwarz-Weiß, das ist mir ganz wichtig hier zum Schluss auch noch zu sagen und deshalb mache ich diesen Podcast glaube ich auch gerne, um euch so ein bisschen die Grauzonen mittendrin mitzugeben und euch zu zeigen, dass nicht alles schlecht ist, was mit KI.
gemacht wird.
Auch wenn es natürlich genug Probleme gibt, die ich diese Woche auf der Republika auf jeden Fall auch nochmal alle gehört habe und da sind definitiv ein paar coole Einladungen daraus entstanden.
Vielleicht dann in den nächsten Wochen ein bisschen mehr zu KI, zu den Problemen mit KI, aber vielleicht auch zu kreativen Lösungen.
Vielen Dank fürs Zuhören für diese Woche.
Redaktionsschluss war 21.
Mai 14 Uhr.
Ich wünsche euch ein fantastisches, sonniges Pfingstwochenende.
Hier in Berlin werden es irgendwie 30, 31.
gerade.
Sehr cool.
Ich werde rausfahren und das Wochenende nicht in der Stadt verbringen.
Bis dahin, macht's gut.
Ciao, ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
