# Market Shifts: Retail Resilience, Blockchain Infrastructure & IPO Valuations

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-21

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 21.
Mai.
Ich bin Christoph Damm und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Wir werfen jetzt gleich natürlich einen Blick auf die Nvidia-Zahlen.
Wir haben einen Blockchain-Anwendungsfall aus der echten Welt dabei und einen Hidden Champion aus dem Sportbereich.
Los geht's mit den News.
Die EU will das Zollabkommen mit den USA umsetzen.
Heißt, es gibt keine Zölle auf US-Waren wie Autos oder Maschinen und die USA halten ihre Zölle dafür bei 15%.
Trump hatte zuletzt gedroht, die Autozölle auf 25 Prozent anzuheben, wenn es hier zu keiner Einigung kommt.
Damit ist das Thema erstmal vom Tisch.
Eine andere Einigung hat es bei Samsung gegeben, und zwar mit der Gewerkschaft auf einen vorläufigen Tarifvertrag.
Damit wird ein Streik abgewendet, der ab heute geplant war.
Daran hätten sich fast 50.000 Mitarbeiter beteiligt, also knapp 40 Prozent der koreanischen Belegschaft.
Das ist nicht nur für Samsung selbst wichtig, sondern auch fürs Land Südkorea.
Denn Samsung ist der weltgrößte Speicherchip-Hersteller und steht für ein Viertel der südkoreanischen Exporte.
Experten haben hier geschätzt, dass der Streik das südkoreanische Wirtschaftswachstum um einen halben Prozentpunkt gedrückt hätte.
Gedroht hat die Gewerkschaft übrigens mit Streik, weil der Konkurrent SK Hynix keine Bonus-Obergrenze hat und die Boni dort dreimal so hoch sind wie bei Samsung.
Deswegen haben auch schon einige Angestellte gewechselt.
Ansonsten gab es gestern viele Zahlen.
Fangen wir an mit Cava, die mediterrane Restaurantkette aus den USA.
Im letzten Quartal ist der Umsatz um die 30 Prozent gestiegen.
Noch wichtiger, die Besucherzahlen sind gewachsen.
Das ist gerade besonders wichtig in der Restaurantbranche, weil viele Ketten kämpfen, Kunden überhaupt in die Läden zu kriegen, weil die wegen der gestiegenen Preise sparen wollen und weniger essen gehen.
Kava scheint aber eine gute Position gefunden zu haben.
Die Kette ist zwar nicht die günstigste Option, gilt aber als bewusste Wahl für frisches und gesundes Essen zu einem fairen Preis.
Der Ausblick wurde angehoben und die Aktie ist um die 5% gestiegen.
Dann kamen gleich zweimal Quartalszahlen aus dem Einzelhandel.
Fangen wir an mit TJX.
Das ist unter anderem die Muttergesellschaft von den TK Maxx-Läden, die kennt man in Deutschland.
Die hat den Umsatz um die 10% gesteigert.
Das zeigt, dass das Geschäftsmodell von TJX in der aktuellen Phase weiterhin gut funktioniert.
Die verkaufen Markenware zu deutlich günstigeren Preisen als der reguläre Handel, weil sie Überbestände und Restposten von Herstellern aufkaufen.
Das nutzen viele Kunden, weil sie eben wegen der Inflation sparen möchten.
Dazu kommt, dass TJX durch seine Größe auch sehr gute Beziehungen zu Lieferanten hat und dadurch an hochwertige Ware kommt.
Außerdem hat TJX seinen Jahresausblick angehoben.
Die Aktie ist um 5% gestiegen.
Schlechter hat es aber bei der anderen Firma aus dem Einzelhandel ausgesehen, nämlich bei Target.
Die Aktie ist um die 5% gefallen, dabei waren die Zahlen eigentlich gar nicht schlecht.
Der Umsatz ist um mehr als 5% geklettert.
Das war der größte Anstieg seit Ende 2021 und auch mehr als erwartet.
Besonders gut gelaufen sind die Bereiche Health und Wellness, Baby und Spielzeug.
Da hat Target das Sortiment ausgebaut und scheint den Geschmack der Kunden auch getroffen zu haben.
Grund für den Kursrückgang war aber der vorsichtige Ausblick.
Target warnt, dass das laufende Quartal schwieriger wird und höhere Kosten auf den Konzern zu kommen.
Target kämpft seit dem Ende des Pandemie-Booms darum, wieder nachhaltig zu wachsen.
Konkurrenten wie Costco oder Walmart haben in der Zwischenzeit Marktanteile gewonnen.
Heute haben wir dann den direkten Vergleich, denn heute kommen die Zahlen von Walmart.
Ähnlich war es gestern beim Spielzeughersteller Hasbro.
Der hat den Umsatz um fast 15% gesteigert und auch der Gewinn war über den Erwartungen.
Trotzdem ist die Aktie fast 10% gefallen.
Gut gelaufen ist das letzte Quartal übrigens nicht wegen des klassischen Spielzeuggeschäfts, sondern vor allem wegen des Kartenspiels Magic the Gathering.
Das Segment ist um 25% gewachsen.
In dem Bereich sind die Kunden bereit, regelmäßig Geld zum Beispiel für Erweiterungen auszugeben.
Trotzdem ging es deutlich runter mit der Aktie, weil der Jahresausblick nur am unteren Ende der Analystenprognose gelegen hat.
Dazu kommt noch ein Cybersecurity-Vorfall, bei dem weiß man noch nicht ganz genau, wie hoch die Kosten sein werden.
Und auch der steigende Ölpreis belastet die Firma, heißt es, von Hasbro.
Dann noch eine Meldung abseits von Zahlen.
Biotech-Firma Immunovend hat positive Studiendaten für ein neues Medikament gegen schwer behandelbare Rheumatoide Arthritis veröffentlicht.
Es geht um Patienten, die auf andere Therapien nicht mehr angesprochen haben.
Fast drei Viertel der Patienten haben nach knapp vier Monaten eine spürbare Verbesserung gezeigt.
Deshalb ist die Aktie gestern über 30 Prozent gestiegen und auch die Muttergesellschaft Rheuvent hat um die 15 Prozent zugelegt.
Und dann hat euch Timon ja gestern von der Short-Attacke auf Otto Bock erzählt.
Grizzly Research wirft dem Konzern unter anderem vor, einen Großteil vom Gewinn in Russland zu machen und dort auch Soldaten zu behandeln.
Dazu gibt es jetzt ein Update, denn der Prothesenhersteller hat sich jetzt dagegen gewehrt.
Er weist die Vorwürfe zurück und prüft sogar eine Anzeige bei der BaFin wegen Marktmanipulation.
Das Russlandgeschäft beschränke sich laut Unternehmen ausschließlich auf die Versorgung von Zivilisten.
Die Aktie war gestern leicht im Plus und das, obwohl die Firma gestern mit Dividendenabschlag gehandelt wurde.
Und Neuigkeiten gibt's von OpenAI.
Laut Wall Street Journal könnte die Firma noch diese Woche ihren Börsenprospekt einreichen.
Das Ziel soll ein Börsengang im September sein.
Dabei arbeitet OpenAI wohl mit Goldman Sachs und Morgan Stanley zusammen.
OpenAI ist zuletzt mit 850 Milliarden Dollar bewertet worden.
Eine wichtige Hürde ist ja in dieser Woche weggefallen.
OpenAI hat einen Rechtsstreit mit Mitgründer Elon Musk gewonnen, der den Börsengang hätte blockieren können.
Jetzt aber zu den Zahlen, auf die alle gewartet haben.
Nvidia hat den Umsatz im letzten Quartal um fast 85 Prozent gesteigert auf 81 Milliarden Dollar.
Das ist ein neuer Rekord für den Konzern.
Dasselbe gilt für den Umsatz mit Rechenzentren, der sich fast verdoppelt hat auf 75 Milliarden Dollar.
Die Bruttomargen sind dabei konstant geblieben bei 75 Prozent.
Das sollte Sorgen über starken Wettbewerb etwas Wind aus den Segeln nehmen.
Der Ausblick war auch positiv.
Der Umsatz soll bei etwa 90 Milliarden Dollar liegen.
Das war höher als der Durchschnitt der Analysten.
Es gab aber auch deutlich höhere Schätzungen.
Deshalb war die Aktie nach den Zahlen in erster Reaktion leicht down, hat sich dann aber wieder erholt.
Neben den Zahlen hat Nvidia auch ein Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar angekündigt.
Und die Quartalsdividende soll von einem Cent auf ...
25 Cent steigen.
Und dann gab es gestern Abend auch noch das offizielle IPO-Filing von SpaceX.
Der Konzern wird am 12.
Juni an die Nasdaq gehen.
Was noch nicht klar ist, wie viele Aktien verkauft die Firma und welche Bewertung strebt sie an?
Da sind noch Platzhalter im Dokument, die werden erst in ein paar Wochen ausgefüllt.
SpaceX hat aber zuletzt laut Medienberichten eine Bewertung von 1.500 Milliarden Dollar und einen Erlös um die 80 Milliarden Dollar angestrebt.
Damit wäre es ein Rekordbörsengang.
Den bisherigen Rekord hält übrigens Saudi Aramco.
Das war 2019, da haben die 26 Milliarden Dollar erlöst.
SpaceX hat letztes Jahr fast 19 Milliarden Dollar Umsatz gemacht und ist damit um die 30 Prozent gewachsen.
Unterm Strich stand ein Verlust von 5 Milliarden Dollar.
Fairerweise kam ein Großteil davon aus dem neueren KI-Geschäft.
Das Kerngeschäft mit SpaceX sieht da deutlich attraktiver aus.
Auch wer teure Tickets für Sportevents kauft, wirft ab und zu einen Blick auf die Anzeigetafeln im Stadion.
Pascal hat sich die Firma angeschaut, die diese Tafeln baut.
Echter Hidden Champion mit einer verrückten Gründerstory.
Ich beschäftige mich viel mit Sportbusiness, aber die rund eine Milliarde Dollar schwere Firma Dugtronics war auch für mich ein Hidden Champion.
Und das, obwohl ich die Produkte schon genutzt habe.
Wenn ihr nämlich am Times Square seid, ein Spiel der New York Yankees oder irgendein College Football Spiel in den USA besucht, werdet ihr mit ziemlicher Sicherheit auf eine Videotafel von Dugtronics geschaut haben.
Mit diesem Business setzt die Firma über 750 Millionen Dollar um.
Aber dazu wäre es fast nicht gekommen.
Zwei Professoren haben Ducktronics mit 3000 Dollar Startkapital gegründet.
Das Ziel, Medizintechnik verkaufen und Studenten der South Dakota University mit Jobs in der Stadt behalten.
Das lief nicht und eher durch eine zufällige Begegnung mit einem Wrestling-Trainer baute Ducktronics ihre erste Anzeigetafel.
Nur paar Jahre später waren sie schon bei den Ringerwettbewerben der Olympischen Spiele.
Heute baut Ducktronics von der kleinen Highschool über College Football bis hin zum Bernabeu-Stadion von Real Madrid fast jede Größe.
Und glaubt man Ex-Microsoft-CEO Steve Ballmer, dann wäre der mehr als 3500 Quadratmeter große Videoscreen im Intuit-Dome seiner Los Angeles Clippers ohne Ducktronics nicht möglich gewesen.
Je nach Sportart hat Ducktronics mehr als 50% Marktanteil.
Der nächste Konkurrent ist einstellig.
Das klingt jetzt erstmal gut, nur hat das Business einen Haken.
89% der Umsätze kommen vom Bau neuer Videotafeln.
Das heißt, Ducktronics ist auf Hardware fokussiert.
Und das wiederum bringt einige Risiken.
Zwar baut die Firma auch Infotafeln an Flughäfen und anderen öffentlichen Orten, aber das Problem mit großen Projekten lässt sich an dem neuesten Deal mit der University of Illinois erklären.
Ducktronics baut der Uni für 21 Millionen Dollar den größten Videoscreen im College Football.
Heißt übersetzt, die Firma liefert und baut, die Kohle wirkt sich aber nur einmalig auf den Umsatz aus.
Gleichzeitig hängt viel an öffentlichem Geld, das ausgeschrieben wird.
Da muss sich DuckTronics gegen andere Konkurrenten durchsetzen und verliert Marge.
Das Potenzial ist also im Servicebereich, der aktuell 11% des Umsatzes ausmacht.
Zwar brauchen die Videotafeln Wartungen und Reparaturen, aber eben nicht dauerhaft.
Viel wichtiger wird deshalb die Software, für die man heute kaum Geld kassiert.
Im letzten Earnings Call hat das Management klargemacht, dass sie diesen Bereich verschlafen haben und jetzt ausbauen werden.
Dafür hat DuckTronics zwei Produkte.
Erstens mit ihrer Control Suite zum Bespielen der Videotafeln per Cloud, die im Abo-Modell verkauft wird.
Und zum anderen und vielleicht noch spannender Daktronics Curriculum, das auf Schüler und Studenten abzielt und ihnen Videoproduktion für Megascreens beibringen soll.
Lernen die Schüler und Studenten einmal mit Daktronics, wollen sie eben auch mit Daktronics Videotafeln arbeiten.
Weil die Firma aktuell noch ein Hardwaregeschäft ist, wird sie mit dem 18-fachen des erwarteten Gewinns wie andere Hardwarefirmen bewertet.
Schafft also DuckTronics den Umstieg von einer Hardware auf eine Softwarefirma, glauben Analysten sogar an ein KGV von 30.
Seit Jahren gibt es ja die Erzählung, dass die Blockchain das Finanzsystem revolutionieren wird.
Passiert ist davon wenig und durchgesetzt hat sich die Blockchain eher fürs Trading.
Aber es gibt ein paar Ausnahmen, zum Beispiel den Repo-Markt.
Der ist quasi das Herzstück des globalen Finanzsystems.
Über sogenannte Repurchase Agreements tauschen Banken und Fonds kurzfristig Staatsanleihen gegen Cash und zwar meistens über Nacht.
Das klingt jetzt ein bisschen trocken, ist aber der Mechanismus, der sicherstellt, dass Broker oder Banken jeden Tag genug Liquidität haben, um überhaupt zu funktionieren.
Das Marktvolumen liegt bei knapp 13.000 Milliarden Dollar.
Und genau hier macht Blockchain eben Fortschritte.
JP Morgan hat vor sechs Jahren eine Blockchain-basierte Repo-Plattform gestartet und seitdem rund drei Milliarden Dollar darüber abgewickelt.
Täglich sind es mehrere Milliarden Dollar, die über das System laufen.
Auch die britische Großbank HSBC nutzt sie.
Das passiert nicht zufällig jetzt.
JP Morgan hat die Plattform schon vor sechs Jahren gebaut.
Es war aber lange unklar, ob Regulatoren hier mitspielen.
Weil Repo-Märkte direkt die US-Notenbank betreffen, hat es erstmal genug echte Transaktionen gebraucht, um Aufsichtsbehörden zu überzeugen.
Unter Trump ist dann die Regulierung kryptofreundlicher geworden, was zwar unterm Strich nicht dem Bitcoin geholfen hat, hier aber eben den letzten Schub gegeben hat.
Warum es ausgerechnet hier funktioniert, liegt am klassischen Repo-Markt selbst.
Der hat feste Handelsfenster, viele Zwischenhändler und starre Fristen.
Wer zu spät ist oder zu wenig Sicherheiten hat, der verliert den Deal.
Grenzüberschreitende Transaktionen scheitern dazu immer wieder an Zeitzonen oder Feiertagen.
Das sind Probleme, die die Blockchain löst.
Anstatt über viele Stationen passiert alles digital auf einem gemeinsamen Netzwerk und zwar rund um die Uhr, ohne Umwege, in Echtzeit.
Der Vorteil lässt sich auch messen.
Eine Studie zeigt, dass große Banken ihre Liquiditätspuffer bis zu 15% senken könnten, wenn ein größerer Teil der Repo-Geschäfte über Blockchain läuft.
Für eine große europäische Bank, die laut der Studie eine Milliarde Euro als Puffer hält, würden so fast 200 Millionen Euro frei.
Dazu gibt es Rückenwind von der Börsenstruktur.
Nasdaq und Nisee planen einen 24-Stunden-Handel.
Wenn Aktien rund um die Uhr gehandelt werden sollen, braucht man auch jederzeit Liquidität, wofür die Blockchain im Repromarkt eine Lösung sein könnte.
Risiken gibt es trotzdem.
Die verschiedenen Blockchain-Netzwerke sprechen noch nicht miteinander.
Das zwingt Banken auf mehreren Plattformen gleichzeitig aktiv zu sein.
Außerdem kennt das System noch keine Krisen und muss sich erst unter Stress beweisen.
Dazu kommt der menschliche Faktor.
Auf Blockchain gibt es nämlich keinen Spielraum für Ausnahmen.
Was im Code steht, gilt und daran müssen sich alle erstmal gewöhnen.
Trotzdem, wenn euch mal wieder jemand fragt, ob die Blockchain in der echten Welt schon irgendwas bewirkt hat, habt ihr jetzt ein Beispiel.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Schönen Tag euch, tschüss.
