# Market Shifts: AI Valuations, Space IPOs, and Defense Convergence

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-21

## Transcript

Mit wachsendem Vermögen geht es nicht mehr nur darum, dass man investiert, sondern wie man investiert.
Genau dafür gibt es Liquid.
Als digitaler Wealth Manager übernehmen wir die Komplexität, damit ihr Vermögen einfach professionell gemanagt wird.
Für Anleger bedeutet das mehr Struktur, mehr Langfristigkeit und mehr Zeit für das, was wirklich zählt.
Bereits über 10.000 Kundinnen und Kunden vertrauen uns.
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Geschrieben liqid.de.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Tücken der so sehnlichst erwarteten IPO-Broschüre von SpaceX.
Ein Dämpfer für Hasbro und Rückenwind für die Rüstungsbranche.
Im Thema des Tages geht es um die Frage, wie glanzlos oder wie glanzvoll die Nvidia-Bilanz nun wirklich war.
Und in der AAA-Idee verraten wir euch, warum die Börsengeschichte von OHB mit dem aktuellen Rekordhoch längst noch nicht vorbei ist.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Donnerstag, der 21.
Mai und wir wünschen euch einen ausgeschlafenen Start in den Tag.
Viel Schlaf gab es für uns nämlich letzte Nacht nicht.
Und das hatte gleich zwei Gründe.
Das lag natürlich zum einen an den Quartalszahlen von Nvidia, die nach Börsenschluss veröffentlicht wurden.
Und zum anderen veröffentlichte die Börsenaufsicht SEC in den USA kurz vor Mitternacht dann tatsächlich den lange erwarteten Prospekt für den SpaceX-Börsengang.
Wir haben uns daher mal die Nacht für euch um die Ohren geschlagen, damit ihr jetzt gut informiert in den Tag starten könnt.
Die Nvidia-Zahlen besprechen wir später ausführlich im Thema des Tages und starten jetzt erstmal mit einem Blick auf SpaceX.
Die IPO-Broschüre war ja von den Anlegern gestern eigentlich schon den ganzen Tag sehnlichst erwartet worden.
Gleich mehrere Nachrichtenagenturen hatten schon am Vormittag verkündet, dass das Dokument voraussichtlich im Laufe des Tages an die Öffentlichkeit gelange und sie sollten recht behalten.
Wir wollen euch aber jetzt nicht länger auf die Folter spannen.
Also was steht in dem mehr als 300 Seiten langen Dokument alles drin?
Die wichtigste Zahl zuerst.
SpaceX peilt tatsächlich eine Bewertung zwischen 1,75 und 2 Billionen Dollar an.
Damit wäre es dann auf Anhieb eines der wertvollsten Unternehmen der Welt.
Nur haben diese Superlative einen ziemlich großen Haken, denn dieser Bewertung stehen zuletzt rund 4,7 Milliarden Dollar Quartalsumsatz gegenüber, bei gleichzeitig etwa 4,3 Milliarden Dollar Verlust.
Allein die KI-Tochter XAI hat im vergangenen Quartal rund 2,5 Milliarden Dollar verbrannt.
Und genau da wird es spannend, denn der Markt würde hier nicht ein profitables Unternehmen bewerten, sondern vor allem eine gigantische Zukunftshoffnung.
Zumal das klassische Raumfahrtgeschäft operativ.
eben auch kein Geld verdient.
Mit den 40 Raketenstarts im ersten Quartal des Jahres kam SpaceX auf einen Verlust von 662 Millionen Dollar.
Der Bereich, der tatsächlich Gewinn abwirft, das ist wie erwartet Starlink, also das Satelliteninternet.
Aber selbst da geben die Zahlen jetzt keinen Grund zur totalen Euphorie.
Zwar hat sich die Zahl der Nutzer im ersten Quartal mehr als verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr auf jetzt 10,3 Millionen.
Aber der operative Gewinn, der ist trotzdem nur um 150 Millionen auf 1,18 Milliarden Dollar gestiegen.
Das liegt daran, dass pro Nutzer deutlich weniger umgesetzt wird.
Statt durchschnittlich 86 Dollar im vergangenen Jahr sind es jetzt nur noch 66 Dollar.
Die durchschnittlichen Preise, die fallen also schon deutlich.
2023, da lag der Durchschnittspreis noch bei 99 Dollar pro Nutzer.
Ja, ihr seht, Wachstum ist da, keine Frage, aber die Skalierung greift blitzelang nur sehr begrenzt.
Gleichzeitig reden wir fürs Gesamtjahr 2025 über weniger als 20 Milliarden Dollar Gesamtumsatz.
Sollte beim IPO am Ende tatsächlich eine Bewertung von zwei Billionen Dollar herauskommen, sprechen wir also über ein Umsatzmultipel von ungefähr 100.
Ja, das ist einfach unfassbar und nie da gewesen.
Also mal mindestens ambitioniert.
Ja, eigentlich komplett absurde Bewertung, aber ich sage mal so, das ist man natürlich von Elon Musk und Tesla auch schon ein bisschen gewöhnt.
Und der Prospekt selbst, der klingt erstaunlich defensiv an manchen Stellen.
SpaceX listet darin zahlreiche Risiken auf.
Das muss man natürlich auch in solchen IPO-Prospekten.
Allerdings klingen die natürlich jetzt doch eher ungewohnt.
Liegt natürlich daran, dass es solche Raumfahrt-IPOs nicht am laufenden Band gibt.
Ich zähle mal ein paar auf.
Also mögliche Satellitenkollisionen werden da genannt.
Regulatorische Probleme natürlich, Schwierigkeiten beim Recruiting von KI-Forschern und sogar die Möglichkeit, dass zentrale Zukunftsprojekte wirtschaftlich womöglich nie profitabel werden könnten.
Und dazu kommt noch ein anderer Punkt, der viele institutionelle Investoren beschäftigen dürfte.
Elon Musk behält trotz des Börsengangs rund 85 Prozent der Stimmrechte.
Einleger kaufen also wirtschaftlich quasi ein Stück SpaceX, aber die echte Kontrolle darüber behält weiterhin Elon Musk.
Und dann wäre da noch das Thema Bitcoin.
Laut den Unterlagen hält SpaceX weiterhin mehr als 8000 Bitcoin in der Bilanz, aktuell im Wert von deutlich über 600 Millionen Dollar.
Durch neue Bilanzierungsregeln schlagen Kursschwankungen da künftig direkt auf die Gewinn- und Verlustrechnung durch, bedeutet die Zahlen eines Raumfahrtkonzerns könnten plötzlich stark davon abhängen, wie der Bitcoin gerade eben steigt oder fällt.
Klingt alles doch etwas abenteuerlich, oder?
Ja.
Abenteuerlich ist da eine sehr gute Beschreibung für, würde ich sagen.
Naja, für heute soll es es aber erstmal jetzt mit SpaceX gewesen sein.
Das war aber auch nicht der einzige IPO, der gestern für Schlagzeilen gesorgt hat.
Laut Reuters bereitet nämlich auch OpenAI als das wertvollste Tech-Startup der Welt den Gang an die Börse jetzt immer konkreter vor.
Der Entwickler von JGBT könnte bereits in den kommenden Wochen vertraulich die Unterlagen für eine US-Börsen-Notierung einreichen und peilt Insider zufolge einen Börsenstart schon im September an.
Wir arbeiten uns jetzt aber erstmal am gestrigen Börsentag ab.
Der deutsche Aktienmarkt hat sich zur Wochenmitte weiter deutlich vorgewagt.
Rückenwind verliehen stark fallende Preise für Öl und Gas, nachdem einem Medienbericht zufolge US-Präsident Donald Trump Fortschritte in den Verhandlungen mit dem Iran signalisiert hat.
Der deutsche Leitindex, der DAX, der stieg um 1,38 Prozent und schloss dann bei 24.737 Punkten.
Der MDAX, der rückte sogar 1,7 Prozent vor.
Es sorgten gleich mehrere Anteilsverkäufe für Bewegung.
Die Aktien des Wissenschaftsverlags Springer Nature verloren rund 4%, nachdem der Finanzinvestor BC Partners weitere Anteile platziert hatte.
Solche Verkäufe belasten ja oft kurzfristig den Kurs, weil zusätzliche Aktien auf den Markt kommen und Anleger ein Signal sehen, dass sich die Großinvestoren schrittweise zurückziehen.
Deutlich robuster zeigte sich dagegen der Rüstungssektor.
Trotz eines Anteilsverkaufs durch den Panzerbauer KNDS legte die Renk-Aktie um 3,3 Prozent zu.
Rückenwind kam aus dem gesamten Branchenumfeld.
Der tschechische Rüstungskonzern CSG, der überzeugte mit starken Zahlen, Rheinmetall gewann mehr als 2 Prozent und Hensoldt sprang sogar um über 10 Prozent nach oben.
Nach dem Minus der vergangenen Tage setzte sich Infineon an die Spitze des DAX mit einem Plus von 5 Prozent.
Auch die Titel des Branchenausrüsters AX-Tron gewann 5 Prozent.
Der Grund?
Pura-Optimismus mit Blick auf die Quartalszahlen von Nvidia, die ja erst nach Börsenschluss vorgestellt wurden.
Darüber sprechen wir, wie gesagt, Thema des Tages gleich nochmal ausführlicher.
Aber so viel schon mal vorab.
Die Märkte waren guten Mutes, nicht nur in Deutschland, auch in den USA.
Nach der dreitägigen Verlustserie gingen sowohl der S&P 500 als auch die Nasdaq jeweils mit mehr als einem Prozent plus aus dem Handel.
Im Sog des KI-Chip-Königs Nvidia ging es für zahlreiche Halbleiteraktien aus der zweiten Reihe steil nach oben.
Armholdings kletterten um mehr als 15 Prozent auf ein Rekordhoch.
Auch Mavelle, AMD, Lam Research, ASML und Intel profitierten.
Ganz anders das Bild bei den restlichen US-Konzernen, die gestern Zahlen vorgelegt haben.
Target fordert zum Beispiel fast 4%.
Dabei stieg der Umsatz im ersten Quartal um 7% auf 25,4 Milliarden Dollar.
Die vergleichbaren Verkäufe legten mit plus 5,6% so stark zu, wie seit Ende 2021 nicht mehr.
Und auch beim Gewinn überraschte der Einzelhändler positiv.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte auf...
1,71 Dollar und lag damit klar über den Erwartungen.
Entsprechend hob das Management auch die Prognose für das Gesamtjahr an und peilt nun ein Wachstum von ungefähr 4 Prozent an.
Trotzdem geriet die Aktie, so hast du es gesagt, etwas unter Druck.
Anleger schauen vor allem auf die kommenden Quartale, in denen die Vergleichsbasis deutlich schwieriger wird und gleichzeitig hohe Investitionen anstehen.
Target plant mehr als 30 neue Filialen, rund 100 Umbauten und Investitionen von insgesamt 5 Milliarden Dollar.
Gleichzeitig bleibt der Wettbewerbsdruck hoch, weil viele Verbraucher preisbewusster werden und Konkurrenten aggressiv um Marktanteile kämpfen.
Noch deutlicher verlor Hasbro, fast 9 Prozent.
Und das, obwohl der Spielwarenkonzern ebenfalls beim Gewinn positiv überraschte.
Das bereinigte Ergebnis, die Aktie lag mit 1,47 Dollar, deutlich über den Erwartungen, gestützt vor allem vom starken Geschäft rund um Magic the Gathering und digitalen Spielangeboten.
Skeptisch reagierte der Markt allerdings auf den Umsatz, der mit einer Milliarde Dollar unter den Prognosen blieb, sowie auch auf den vorsichtigen Ausblick.
Hasbro rechnet für 2026 nur mit einem Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent und verweist gleichzeitig auf Belastungen durch einen Cybervorfall sowie steigende Kosten in einzelnen Produktbereichen.
Anleger fragen sich deshalb zunehmend, wie schnell sich der operative Fortschritt tatsächlich in dauerhaft höherem Wachstum und besseren Margen niederschlägt.
Trotz eines Rekordquartals ging auch Analog Devices mit einem Minus aus dem Handel.
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 3,62 Milliarden Dollar und lag damit ebenso über den Erwartungen wie der bereinigte Gewinne-Aktie von 3,09 Dollar.
Auch der Ausblick für das laufende Quartal fiel besser aus als gedacht und trotzdem verlor die Aktie zeitweise 8 Prozent.
Der Grundanleger zweifeln weniger an den aktuellen Zahlen als an der Nachhaltigkeit der Erholung im Analog-Chip-Markt.
Gerade bei Industrieautomatisierung, KI-Infrastruktur und Kommunikationsanwendungen hatte der Markt zuletzt bereits sehr hohe Erwartungen eingepreist.
Gute Nachrichten gab es dann gestern ausnahmsweise rund um den Ölpreis, wir hatten es eingangs schon gesagt.
Der sank deutlich, nachdem Donald Trump nun Hoffnungen auf eine schnelle Entspannung im Konflikt mit dem Iran geweckt hatte.
Der Preis für einen Barrel Brand fiel wieder auf 105 Dollar, nachdem er ja zu Wochenbeginn in Folge neuer Kriegsdrohungen zeitweise sogar wieder über die 112-Dollar-Marke gestiegen war.
Trump sprach nun von einem möglichen schnellen Ende und einer Einigung mit Teheran, stellte aber gleichzeitig weitere Maßnahmen auf Sicht, falls es kein Deal geben sollte.
An den Anleihenmärkten sorgte die Aussicht auf eine Entspannung ebenfalls kurzzeitig für Erleichterung.
Die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen, die ging etwas zurück.
Allerdings bleiben sie historisch hoch.
Die 30-jährige US-Anleihe rentiert weiterhin bei gut 5% und damit nahe dem höchsten Niveau seit 2007.
Und dann mache ich nochmal schnell die Termine.
Heute richtet sich der Blick der Märkte vor allem auf die Zahlen von Walmart.
Der Weltgröße-Einzelhändler gilt ja als wichtiger Stimmungstest für den US-Konsum.
Auch die Jahreszahlen von Strabag, AT&S, BT Group und Tate & Lyle sowie die Halbjahreszahlen von EasyJet und Sage stehen im Fokus.
Aus den USA kommen zudem noch Quartalszahlen von D&Co und am Abend von Zoom Video Communications.
Daneben dürften Investorentermine von Stellantis und Spotify für Aufmerksamkeit sorgen.
Hast du aber nicht schon das neue Logo gesehen von Spotify?
Falls euch das schon aufgefallen ist, kommentiert mal, wie ihr das findet, ob ihr das Ältere besser fandet oder das Jetzige.
Zurück zu den Terminen.
Konjunkturseitig werden die Märkte vor allem auf die Einkaufsmanager-Indizes für Mai aus Europa und den USA schauen.
Die gelten ja auch als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Dynamik im Land.
Insbesondere nach den zuletzt gemischten Signalen aus Industrie- und Dienstleistungssektor.
Und die EU-Kommission veröffentlicht ihre Frühjahrsprognose für die Wirtschaftsentwicklung in Europa.
Das Thema des Tages.
Lea.
Einmal pro Quartal steht unser Thema des Tages ja im Grunde immer schon Wochen im Voraus fest und das schon seit einigen Jahren inzwischen.
Wenn Nvidia seine Zahlen vermeldet, dann gibt es an der Börse im Grunde kein anderes, noch wichtigeres Thema.
Schließlich geht es dann nicht nur um den Chip-Hersteller selbst, sondern darum, ob der ganze KI-Hype noch mindestens ein paar Wochen weitergeht oder ob die Party dann doch irgendwann vorbei ist.
Ja, das stimmt.
Aber vielleicht müssen wir langsam mal darüber nachdenken, ob der Thema des Tages Automatismus überhaupt noch so wirklich zur Gegenwart passt.
Denn als gestern die Zahlen kamen, da war die erste Reaktion ziemlich unentschieden.
Erst ging es ein paar Prozent runter im nachbörslichen Handel, dann sogar ein paar Prozent wieder rauf und dann auch wieder ein bisschen runter.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg schrieb in einer ersten Meldung, es sei eine, Zitat, glanzlose Bilanz gewesen.
Wobei da natürlich auch die Maßstäbe irgendwie verrutscht sind.
Nvidia hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres mehr als 81,6 Milliarden Dollar Umsatz gemacht.
Das waren immerhin nochmal 20 Prozent mehr als im Quartal davor und sogar 85 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
Und der Gewinn, der stieg sogar um mehr als 200 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf jetzt 58,3 Milliarden Dollar, wohlgemerkt pro Quartal, also in nur drei Monaten.
Da wäre so ziemlich jede andere Firma der Welt sehr glücklich und ihre Aktionäre sicher auch.
Ja, mit Sicherheit.
Aber für den wertvollsten Konzern der Welt gelten eben inzwischen andere Maßstäbe.
Und enttäuscht hat die Anleger weniger der Rückblick als der Ausblick.
Denn für das laufende Quartal erwartet Nvidia-Chef Jensen Wang jetzt 91 Milliarden Dollar.
Also nur ein Plus von weiteren 10 Milliarden Dollar.
Selbst bei Bloomberg mussten sie zugeben, dass Nvidia damit die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten sogar übertroffen hat.
Im Schnitt waren die von einer Prognose von 87 Milliarden Dollar ausgegangen.
Da liegen die 91 natürlich klar drüber.
Und auch die Marge, die soll weiterhin konstant hoch bleiben bei 75 Prozent.
Und es gab ja durchaus noch weitere Nachrichten, über die sich Anleger normalerweise freuen.
Die Dividende wurde mal eben drastisch erhöht von bislang 1 Cent pro Aktie auf jetzt 25 Cent.
Und ein Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar gibt es auch noch.
Tja, das gefällt normalerweise den Aktionären.
Das weitere schnelle Wachstum, das kommt natürlich vor allem aus dem Geschäft mit Chips für KI-Rechenzentren.
Die Hyperscaler Amazon, Alphabet und Microsoft sowie der Facebook-Konzern Meta, die haben allein angekündigt, dass sie mehr als 700 Milliarden Dollar in diesem Jahr für den Ausbau ihrer Rechenzentren investieren werden.
Ich zitiere mal eben Jensen Wang, der sagt nämlich, der Ausbau der KI-Fabriken, der größte Infrastrukturausbau in der Menschheitsgeschichte, der beschleunigt sich bei außergewöhnlich hoher Geschwindigkeit.
Ja, das ist doch mal ein Statement.
Und trotzdem nimmt der Druck auf Nvidia weiter zu.
Die Konkurrenz schläft nicht.
Vor allem bei der Anwendung von KI, der sogenannten Inferenz, gibt es ja durchaus Chips anderer Hersteller wie AMD und Intel, die da schon längst mithalten können.
Auch Hyperscaler wie Alphabet und Amazon entwickeln ihre eigenen Chips für die KI-Anwendung.
Trotzdem nimmt die Nachfrage bei Nvidia aber weiter zu.
Vor allem bei den modernsten KI-Chips, den GPUs fürs Training der neuesten Modelle, da gilt Nvidia weiter als Maß der Dinge.
Und trotzdem gibt es in der Bilanz inzwischen auch so...
Ein paar Warnsignale.
Unser Kollege Benedikt Fuß, der hat auch reingeschaut und zum Beispiel auf das Inventar verwiesen.
Also die Chips, die schon fertig, aber noch nicht ausgeliefert sind.
Der Wert stieg mal eben um 4 Milliarden Dollar auf über 25 Milliarden Dollar, die da quasi im Regal liegen.
Ja, das sind massive Summen.
Es ist wirklich unglaublich.
Und dann ist da natürlich auch immer noch die große China-Frage bei Nvidia.
In den vergangenen Tagen sah es nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump und Nvidia-Chef Jensen Wang ja so aus, als könnten die Exportverbote für die Chips in die Volksrepublik gelockert werden.
Von zehn ausgewählten chinesischen Firmen war die Rede, die angeblich Nvidia-Chips kaufen können sollen in Zukunft.
Aber bislang verbucht Nvidia das zumindest noch nicht.
Bei der Prognose ist man von null China-Geschäft ausgegangen.
Zusammenfassend kann man sagen, die Party geht noch weiter.
Da ist gestern keine KI-Bubble geplatzt, aber so richtig euphorisch wird eben auch nicht mehr getanzt bei dieser Fete.
Da wird man in den kommenden Quartalen wohl weiter genau hinschauen müssen.
Könnte sein, dass Nvidia doch noch eine Weile unser Thema des Tages bleibt.
Mit wachsendem Vermögen geht es nicht mehr nur darum, dass man investiert, sondern wie man investiert.
Genau dafür gibt es Liquid.
Als digitaler Wealth Manager übernehmen wir die Komplexität, damit Ihr Vermögen einfach professionell gemanagt wird.
Für Anleger bedeutet das mehr Struktur, mehr Langfristigkeit und mehr Zeit für das, was wirklich zählt.
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Geschrieben liqidee.de.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Wir haben jetzt eine gute und eine schlechte Nachricht für Michael.
Michael ist ein AAA-Hörer, der sich gestern Nachmittag mit einem ganz konkreten Themenwunsch bei uns gemeldet hat.
Er hat sich gewünscht, dass wir uns OHB mal genauer im Thema des Tages anschauen.
Die gute Nachricht?
Dein Wunsch ist uns Befehl, lieber Michael.
Die schlechte im Kampf um das Thema des Tages hatte OHB keine Chance gegen Nvidia.
Daher widmen wir den Bremern heute unsere AAA-Idee.
Ist ja auch nicht schlecht.
Wir müssen nicht darüber reden, dass der Satellitenhersteller schon unfassbar gut gelaufen ist.
Für die vergangenen Jahre steht ein Plus von mehr als 1500 Prozent und die Jahresperformance, die ist mit plus 750 Prozent auch unheimlich gut.
Allein seit Beginn dieses Jahres gab es wieder ein Plus von 350 Prozent.
Die Aktie notiert aktuell bei 567 Euro und ja, ist damit eigentlich auch echt kein Geheimtipp mehr.
Nee, ein Geheimtipp nicht.
Aber wer jetzt denkt, dass die Geschichte von OAB damit auserzählt ist, nur weil der Kurs gerade auf Rekord hoch ist, der irrt sich gewaltig.
Und das hat zwei Gründe.
Erstens ist der SpaceX IPO ein Erfolg, dürfte es auf dem Raumfahrtkonzern aus der Hansestadt weiter Auftritt geben.
Und zweitens, und deshalb hat Michael auch genau so nachgefragt, rund um OAB fällt dieser Tage immer mal wieder der spannende Begriff Re-IPO.
Gemeint ist damit keine neue Börsennotierung.
OHB ist ja längst an der Börse.
Aber bisher war die Aktie für viele Großinvestoren kaum interessant, weil nur sehr wenige Aktien überhaupt frei gehandelt wurden.
Das liegt an der Eigentümerstruktur.
Die Gründerfamilie Fuchs kontrolliert rund 65 Prozent der Stimmrechte.
Der Finanzinvestor KKR hält weitere knapp 29 Prozent.
Und wer mitgerechnet hat, der merkt, damit ist nur noch ein ganz kleiner Teil der Aktien im sogenannten Streubesitz.
Für Privatanleger ist das oft nebensächlich.
Für große Fonds kann das aber problematisch werden.
Wenn nur wenige Aktien frei handelbar sind, können schon größere Käufe oder Verkäufe den Kurs stark bewegen.
Genau das passierte bei OHB in der Vergangenheit immer wieder.
Die Aktie war dadurch extrem markteng.
Viele internationale Fonds haben deshalb auch gar nicht investiert.
Und nicht, weil sie die Firma irgendwie schlecht fanden, sondern weil die Aktie praktisch zu klein und zu illiquide war.
Jetzt könnte sich das ändern.
KKR will offenbar einen größeren Teil seines Pakets verkaufen.
Mehrere Großinvestmentbanken organisieren die Platzierung.
Wenn plötzlich deutlich mehr Aktien frei handelbar sind, wird OHB für große Investoren überhaupt erst kaufbar.
Genau deshalb sprechen Banker von einem Re-IPO, also einer Art zweitem Börsenstart.
Es geht also eher darum, die Aktien neu im Markt zu positionieren.
Für Unternehmen kann das enorm wichtig sein, weil sich dadurch später auch einfacher neues Kapital einsammeln lässt.
Und genau darum dürfte es OHB tatsächlich auch gehen, denn eine Raumfahrt ist brutal kapitalintensiv.
Wir haben es eben bei SpaceX gehört.
Satelliten kosten Milliarden und neue Fertigungskapazitäten kosten auch Milliarden.
Gleichzeitig wächst der Markt gerade explosionsartig.
OHB steht deshalb vor einem Luxusproblem.
Die Nachfrage steigt schneller als die bisherigen Strukturen.
Das sieht man bereits in den Zahlen.
Der Auftragsbestand liegt inzwischen bei 3,35 Milliarden Euro Rekordwert.
Für Anleger ist es immer wichtig, diesen Auftragswert zu kennen, weil damit sich natürlich die zukünftigen Umsätze planen lassen.
Noch spannender ist aber, wo dieses Wachstum eigentlich herkommt.
Früher war OHB stark abhängig von klassischen zivilen Raumfahrtprogrammen der ESA, also wissenschaftlichen Missionen, Satellitenprojekten oder europäischen Weltraumprogrammen.
Diese Projekte sind groß, aber oft langsam und politisch ein bisschen kompliziert.
Jetzt kommt aber plötzlich das Thema Rüstung und Verteidigung dazu und da verändert sich die Story von OHB einmal komplett.
Die Bundeswehr, europäische Staaten und NATO-Länder investieren massiv in Weltraumtechnologie, denn moderne Kriegsführung funktioniert ohne Satelliten kaum noch.
Satelliten liefern Bilder von Truppenbewegungen, helfen bei der Navigation, überwachen Grenzen und ermöglichen sichere Kommunikation.
OHB baut genau solche Systeme.
Deshalb sehen Anleger das Unternehmen inzwischen auch nicht mehr nur als reine Raumfahrtfirma, sondern als europäischen Defense Player.
Die Partnerschaft mit Helsing zeigt diesen Wandel besonders gut.
Und für die Börse ergibt sich daraus eine neue Fantasie.
Europa könnte eigene strategische Raumfahrtkapazitäten aufbauen und OHB wäre einer der wenigen börsennotierten Konzerne, die direkt davon profitieren könnten.
Analysten sprechen inzwischen offen davon, dass OHB einer der wichtigsten europäischen Profiteure dieses Trends werden könnte.
Simon Keller von New Ways nennt OHB sogar das größte börsennotierte europäische Space Pure Play.
Die Frage ist damit nicht mehr, ob OHB konkurrenzfähige Satelliten bauen kann.
Vielmehr bleibt abzuwarten, ob aus einem Familienunternehmen aus Bremen wirklich einer der zentralen europäischen Space- und Defense-Konzerne werden kann.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA at welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung oder schreibt uns bei Instagram.
Wir möchten uns an der Stelle ganz herzlich für eure lieben Nachrichten bedanken, die uns nach der harschen Kritik eines Hörers erreicht haben.
Andreas, Gesine, Florian, Chris, Simon, Armin, Ralf, Leonie, Elisa, Marco und, und, und, und, und noch ganz viele andere Hörer haben sich die Zeit genommen, unser Ego ein bisschen zu streicheln.
Danke.
Wir wissen es sehr zu schätzen und es ist wirklich schön zu hören, dass wohl die überwiegende Mehrheit ganz zufrieden mit uns ist, oder?
Ja, auf jeden Fall.
Das geht natürlich runter wie Öl.
Die fast 70 Kommentare auf Spotify sprechen für sich.
Da schließe ich das Thema jetzt hier einfach mal mit dem schönen Fazit eines unserer Hörer ab.
Zitat, selbst wenn du über Wasser laufen kannst, werden dich die Leute noch fragen, ob du zu blöd zum Schwimmen bist.
Ja, der Spruch passt wirklich hervorragend.
Und meine Oma sagt immer, Egal, was du mir wünschst, ich wünsche dir dasselbe.
Und bevor es jetzt hier noch philosophisch wird, moderieren wir die Folge jetzt ganz schnell ab.
Also abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und dann hören wir uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
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