# Market Volatility, AI Chip Booms, and Cyber Risk

**Podcast:** Aktien fürs Leben
**Published:** 2026-05-20

## Transcript

Hallo, hier ist Petra Ahrens vom Podcast Aktien fürs Leben.
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Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis.
Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung.
Alle Angaben sind ohne Gewehr.
Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar.
Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung.
Hallo und herzlich willkommen.
Ja, wirklich viel passiert ist in der letzten Woche nicht.
Die Börsen reagieren ähnlich nüchtern auf erneute Androhungen von Donald Trump wie der Iran selbst.
Ein geplanter Militärschlag der USA wurde mal wieder kurzfristig verschoben oder gestoppt.
Und auch die Stippvisite in der letzten Woche von Donald Trump samt hochkarätiger Delegation nach China hat im Grunde genommen wenig bis gar keine Impulse gebracht.
Die Märkte pendeln daher weiterhin auf hohem Niveau, ohne nach oben oder nach unten auszubrechen, zumindest im Moment noch nicht.
Wir haben heute wieder drei Unternehmen rausgesucht, worüber wir sprechen wollen.
Timo, magst du beginnen?
Leg los.
Sehr gerne, Petra.
Wir gehen nach Südkorea, wo der koreanische Elektronik- und Chipkonzern Samsung in den vergangenen Tagen sensationelle Quartalszahlen vorgelegt hat.
Die Aktie befindet sich schon seit einigen Monaten in einem hyperbolischen Steigflug.
Der gesamte Konzern inzwischen mehr als eine Billion Dollar wert.
Das ist ja so eine ganz eigene Börsenliga.
Und wir werden heute mal der Frage nachgehen, was da noch kommt für Anleger in den kommenden Monaten.
Und wir sprechen über Norsk Hydro, den Aluminium- und Energiekonzern aus Norwegen.
Das traditionsreiche Unternehmen in Oslo profitiert natürlich vom Boom der erneuerbaren Energien und besitzt zudem auch in Norwegen einen äußerst vorteilhaften Energiemix.
Und zu guter Letzt gehen wir in die USA auf Wunsch eines Hörers.
Wir sollten uns doch bitte den US-Medizintechnik-Hersteller Striker nochmal anhören.
Über den haben wir hier schon mal gesprochen im Podcast.
Damals war die Aktie relativ hoch bewertet.
Das Unternehmen ist aber sehr attraktiv.
Jetzt ist die Aktie um rund 30 Prozent gefallen.
Wir werden einmal kurz beleuchten, was da los ist und was das für Anleger bedeutet.
Und wer es jetzt nicht erwarten kann, der kann wie immer sich an den Timecodes in den Shownotes orientieren und direkt zu einem dieser drei Unternehmen springen.
Für alle anderen blicken wir einmal kurz zurück auf die vergangene Woche und auf das, was sonst noch so los ist an den Börsen.
Ja, Petra, die Märkte, du hast es eingangs schon gesagt, sind relativ ruhig gewesen.
Es ging in der vergangenen Woche Ende der Woche nochmal ein bisschen runter.
DAX kurzzeitig unter 24.000 Punkten.
Da war die Verunsicherung über den Iran-Krieg wieder da, dass der Donald Trump doch nicht so schnell mit den Mullahs in Teheran einen Frieden schließen könnte.
Außerdem hohe Inflationszahlen in den USA, auf die wir gleich auch nochmal kommen.
Jetzt hat Donald Trump gesagt, doch, doch.
Er ist dann nach wie vor ganz zuversichtlich, dass er sich da mit den Mullahs einigen wird.
Und jetzt gehen die Börsen wieder ein bisschen hoch.
Also alles wie gehabt, oder?
So sieht es aus.
Alles wie gehabt hin und her.
Es pendelt auf hohem Niveau und das sieht momentan alles recht ruhig aus.
Legen wir den Blick auf das, was Trump gerade nicht gefällt, uns natürlich auch nicht, und zwar die Inflation.
Wir haben letzte Woche Daten bekommen aus den USA.
Die Inflation steigt im April nämlich auf 3,8 Prozent und das ist der höchste Wert seit drei Jahren.
Die Märkte reagierten darauf natürlich sofort mit Abschlägen, erholten sich aber auch wieder im Tagesverlauf.
Der Ölpreis liegt aber weiterhin sehr fest und solide über 100 US-Dollar und zeigt hier auch wenig Entspannung an der Inflationsfront.
Und somit erwarten die Experten auch in wenigen Wochen in Amerika die vier vor dem Komma.
Und ja, die Inflation bewegt sich ganz klar in die falsche Richtung und Zinssenkungen rücken damit natürlich auch in weiter Ferne.
Das ist ja jetzt eine schwierige Situation, in der der neue FED-Chef Kevin Walsh sich befindet.
Er hat das Amt ja auch in der vergangenen Woche angetreten.
Und ja, die spannende Frage ist jetzt, er hat den klaren Auftrag, die Zinsen zu senken.
Kann er das in diesem inflationären Umfeld mit dem Iran-Krieg im Rücken?
Kann er das verantwortungsvoll so tun?
Wird er dafür überhaupt eine Mehrheit finden in der Fettführung?
Da haben ja viele ihre Zweifel.
Das wird ganz interessant sein zu beobachten.
Petra, ich denke die ganze Zeit, was wir ja in Deutschland und in Europa interessanterweise nicht so richtig auf dem Schirm haben, ist tatsächlich die Lage auf dem Ölmarkt.
Du hast es gerade gesagt, der Ölpreis pendelt immer noch um, aber deutlich über 100 Dollar.
Ich habe in der Financial Times die Tage eine Analyse gesehen, die sagt, wir nähern uns Ende Mai einem Kipppunkt am Ölmarkt.
Und es kann sein, dass wenn der Konflikt bis dahin nicht glaubwürdig gelöst ist, dass dann der Ölpreis tatsächlich nochmal massiv in die Höhe steigen wird.
Manche rechnen mit Barrelpreisen von 150 bis 180 Dollar.
Das ist natürlich ein Szenario, das Donald Trump um jeden Preis vermeiden möchte.
Das Dumme ist, er hat es nur nicht komplett in der Hand, weil er die Straße von Hormuz eben nicht geöffnet bekommt, ohne das Regime in Teheran.
Das ist, finde ich, noch so, du hast gesagt, die Märkte sind so relativ ruhig.
Ich frage mich, ob die Märkte tatsächlich dieses Risiko ernsthaft antizipieren und einpreisen.
Einpreisen tun sie es, glaube ich, definitiv noch nicht.
Aber was ist dann los, wenn es tatsächlich so einen Kipppunkt gibt und der Ölpreis wirklich zum Ende des Monats Richtung 150 Dollar zum Beispiel schießen sollte?
Ich weiß nicht, was das auslöst, so ein Ereignis.
Das habe ich nicht so ganz verstanden, ehrlich gesagt.
Aber ich finde das schon beängstigend.
Das ist es auch und das sollten wir auch weiterhin im Blick behalten.
Und ich finde es auch erstaunlich, wie ruhig die Märkte sind.
Also im Moment geht man natürlich davon aus, dass...
Alle Protagonisten natürlich Interesse daran haben, dass die Straße von Hormuz schnellstmöglich geöffnet und zwar sicher geöffnet wird.
Fast alle Protagonisten, nicht ganz alle.
Ja, aber China braucht es, Amerika braucht es, wir Europäer natürlich sowieso.
Ich vermute auch hinter diesem äußerst clever gewählten Zeitpunkt von Trump und dieser hochkarätigen Wirtschaftsbossen-Delegation nach China, da müsste mehr dahinter gesteckt haben.
Und diese Woche ist Putin dort.
Ich glaube, genauso wie ich hoffen viele, dass es in irgendeiner Form einen Deal gibt und dass dieser Energiepreisschock schnell vorüber sein wird.
Dann hätten wir noch eine Chance, um das ganze Ding natürlich wieder zu drehen.
Aber je länger die Lieferengpässe anhalten, desto länger wird es auch dauern, bis sich der Ölmarkt stabilisiert.
Und wenn es hier einen weiteren Schub nach oben gibt, werden wir auch einen Ausbruch in der Inflation sehen.
Dann kommen wir weit weg von diesem Zinsniveau, was wir gerade noch ertragen können.
In Europa sowieso, aber die USA werden davon ganz stark belastet werden.
Und ich glaube, dann hält uns auch eine KI erst mal nicht auf diesem hohen Niveau.
Kommen wir noch mal kurz nach Deutschland.
Da hat es ja in den vergangenen Tagen wieder einige Nachrichten gegeben zur Commerzbank.
Da findet am Mittwoch dieser Woche ja die Hauptversammlung statt.
Vorfeld haben Vorstand und Aufsichtsrat nochmal eine Bewertung abgegeben des Unikreditangebotes.
Petra, wie interpretierst du diese Einschätzung des Vorstandes, das Angebot sei nicht angemessen?
Ja, das kann ich gut nachvollziehen und der Ton wird auch ein bisschen schärfer.
Du hast es gesagt, also die Commerzbank...
geht in einen vermeintlichen Abwehrmodus aktuell, in dem die eigenen Aktionäre angeschrieben worden sind von Vorstand und Aufsichtsrat, das Übernahmeangebot der Unikredit zuerst mal abzulehnen.
Die Commerzbank spricht nun offen von unrealistischen Synergien und behauptet wiederum, die Unikredit will vor allen Dingen Kosten durch Restrukturierung senken und nicht wirklich Wachstum schaffen.
Aber dennoch signalisiert natürlich auch die Commerzbank weiterhin die Gesprächsbereitschaft.
Ich denke mal, es geht hier darum, eine adäquate Übernahmeprämie herauszufordern und natürlich auch letztendlich ein akzeptables Konzept zu erlangen, was die Unikredit dann vorlegen muss.
Ich glaube auch.
Ich glaube, so habe ich das auch interpretiert.
Es klingt zwar scharf, die Zurückweisung auch in der Sache.
Und trotzdem ist eben die Formulierung, das Angebot sei nicht angemessen, doch eine Formulierung mit einer ganz großen Hintertür.
Nämlich, es heißt ja, wenn das Angebot irgendwann angemessen ist, dann kann man sehr wohl mal miteinander reden.
Es muss halt nur angemessen sein und mal gucken.
ob da noch was kommt aus Italien.
Petra, ein letzter Blick noch auf Nvidia.
Die legen am Mittwochabend deutscher Zeit oder Mittwochnacht ihre Zahlen für das erste Quartal, das erste Geschäftsquartal des Jahres 2026 vor.
Die Erwartungen sind astronomisch hoch an diese Zahlen.
Was erwartest du von diesen Zahlen und was wird der Markt dann machen?
Also am Mittwochabend, das ist im Grunde genommen das Jahresereignis fast, also am Mittwochabend entscheidet sich, ob Nvidia wirklich diese extrem hohen Erwartungen erneut schlagen kann oder ob überhitzte Optionswetten einen plötzlichen Rücksetzer auslösen.
Also ich habe mir das mal angeschaut, am Optionsmarkt wird aktuell eine Kursreaktion von bis zu 10 Prozent eingepreist.
Das entspricht bei der...
Da muss man sich festhalten, das entspräche bei der aktuellen Marktbewertung von Nvidia rund 550 Milliarden US-Dollar.
Das ist mehr als der Börsenwert von VW, Coca-Cola und Nike zusammen.
Aber fest steht auf jeden Fall, die Messlatte liegt nun mal enorm hoch.
Analysten erwarten einen Umsatz von ca.
79 Milliarden US-Dollar.
Das wäre ein Plus von knapp 80 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau.
Und oft liegen die sogenannten Whisper-Numbers, das sind die inoffiziellen Erwartungen der Marktteilnehmer, liegen sogar meistens noch über den offiziellen Erwartungen der Analysten.
Also daher dürfte es für einen deutlichen Kursanstieg wirklich einen richtigen Knaller in den Zahlen wieder nötig sein.
Ich denke, dass nur eine leichte positive Überraschung sogar schon Gewinnmitnahmen auslösen könnte.
Dann sind wir mal gespannt, was da kommt und kommen zu unserer ersten Aktie.
Das Ganze sehen.
Ja, wir bleiben im Grunde genommen ein bisschen noch im KI-Sektor.
Wir gehen nach Südkorea und sprechen über Samsung Electronics, einer der größten Hersteller von Elektrogeräten, allerdings auch von Speicherchips, von Computerchips und inzwischen auch KI-Chips weltweit.
Das Unternehmen produziert alles mögliche Kühlschränke, Mikrowellen, Staubsauger, DVD-Spieler, Fernsehapparate.
Das ist aber im Grunde genommen das alte Geschäft von Samsung, das man ab den 1960er und 70er Jahren im Grunde genommen aufgebaut hat.
Man war zwischenzeitlich einer der wichtigsten Konkurrenten von Apple beim...
Smartphone, also Apple hat das iPhone, wir haben die Galaxy Smartphones von Samsung als Konkurrenzprodukt.
Das war ein ziemlich epischer Kampf der beiden Giganten, aber inzwischen ist eben Samsung als Chip-Produzent aufgestiegen und das, was mal ein Nebengeschäft war, ist heute das Hauptgeschäft.
Für das erste Quartal 2026 hat Samsung in der vergangenen Woche Zahlen vorgelegt und die waren, muss man glaube ich so sagen, atemberaubend.
Ich sage mal nur eine einzige Zahl.
Das ist immer in Südkorea ein bisschen kompliziert mit der Währung.
Das erinnert so ein bisschen an Italien.
Also die hatten im ersten Quartal 2026.
Einen Gewinn von 57,2 Billionen Won.
Das sind also 57.200 Milliarden Won.
Ein Euro sind 1.700...
Das heißt 57,2 Billionen Won entsprechen ungefähr 32 Milliarden Euro und das als Quartalsgewinn.
Reicht schon, oder?
Reicht im Grunde genommen schon.
Also wir sind schon so in so Nvidia und Apple Kategorien.
Aber jetzt muss man sich eben nochmal einmal auf der Zunge zergehen lassen, dass im gesamten Geschäftsjahr 2025 der Gewinn des Konzerns noch bei 26 Milliarden Euro lag.
Also hinter dieser Explosion des Gewinns und des Umsatzes steht das KI-Chip-Geschäft, weil Samsung inzwischen ein wichtiger Produzent ist für KI-Chips, unter anderem auch im Auftrag von Nvidia.
Und ja, das ist der Grund, weshalb wir darüber reden, weil natürlich jeder, der sich jetzt diese Zahlen anschaut, überlegt, Moment mal, kann das sein?
Und vor allen Dingen, wie langfristig nachhaltig ist das jetzt?
Und komme ich als Anleger da jetzt, naja, vielleicht ein bisschen zu spät zur Party.
Petra, was sagst du?
Ja, das...
Keine Ahnung.
Ich muss dir wirklich an dieser Stelle sagen, das sind natürlich Zahlen, die kann man so überhaupt nicht mehr einschätzen.
Also dass allein der operative Gewinn im ersten Quartal 2026 um mehr als das Achtfache des Vorjahreswertes nach oben geschossen ist, das ist immens.
Also der Umsatz stieg um 70 Prozent.
Das sind absolute Rekordzahlen.
Natürlich gibt das gerade die ganze KI- und Technologie-Session auch her.
Wir brauchen die Speicherchips, wir brauchen diese High-Band-Memory-Chips für die KI-Anwendungen.
Und die Zahlen batteln sich gegenseitig hoch.
Wir können alle nicht sagen, wann es hier mal Rücksetzer geben wird.
Das kann so weiterlaufen.
Irgendwann muss es auch mal stoppen.
Das wissen wir.
Es gibt momentan Kooperationen zwischen Apple und Intel.
Die beflügeln natürlich diese Euphorie weiterhin.
Was mir aber am Samsung deswegen so gut gefällt, ist, wir sind von einem reinen Handels bis hin zum Mischkonzern mittlerweile sehr breit aufgestellt.
Und dieses für mich sehr präsente Elektronikgeschäft ist mittlerweile ja nur noch ein Zusatzgeschäft.
Und es lebt von den Chips, es hat diesen KI-Wert und die größten Risiken liegen in der Zyklik des Halbleitermarktes.
Und diese Zyklik sehe ich gerade überhaupt nicht.
Die kennt nur einen Weg und die führt gerade nach oben.
Der Wettbewerb ist da.
Es ist kein Wettbewerb mit zu Apple, es ist der Wettbewerb mit SK Hynix, also im eigenen Markt.
Wir haben vielleicht gegebenenfalls geopolitische Unsicherheiten, vor allen Dingen beim China-Geschäft und mit den Exporten.
Aber auch hier, man ist auf Samsung auch international angewiesen.
Keine Ahnung, wann das ein Ende nimmt.
Jetzt, wenn ich mir die Aktie mal anschaue, dann steht die ja aktuell bei so etwa 280.000 koreanischen Wong.
Das sind irgendwie so 170 Euro, 160 Euro.
Irgendwo da geht es gerade hin und her.
Wir kommen gleich noch auf ein ganz aktuelles Thema, was den Aktienkurs zuletzt auch wieder ein bisschen belastet hat.
Das ist ein Anstieg alleine seit Jahresanfang, also in den vergangenen viereinhalb, fünf Monaten um etwa 130, 140 Prozent.
Das klingt erstmal sehr, sehr hoch und sehr, sehr viel.
Und wenn man sich den Chart anguckt, dann sieht das auch ein bisschen danach aus.
Auf der anderen Seite.
Ein KGV von 18, was daraus resultiert, klingt jetzt nicht nach einer total überhitzten Aktie, zumal in diesem doch sehr gehypten KI-Markt für mich.
Wir können bei, und wir hatten es auch schon bei Nvidia, wir können bei diesen ganzen KI-Giganten Stimmenkurs und KGV überhaupt nicht mehr überein.
Also da können wir keine Parallele ziehen, nichts assoziieren, was ja angemessen ist.
Das sind Zahlen, an die wir uns einfach neu gewöhnen müssen.
Und das KGV klingt fast schon unterbewertet.
Der Kurs aber ist unglaublich hochgelaufen, hat viel eingepreist.
Also wer von Anfang des Jahres dabei war mit mehr als 125 Prozent Gewinn, da frage ich mich natürlich, was da noch kommen sollte.
Du hattest es eben angesprochen.
Wir haben vielleicht die Chance auf einen kurzfristigen Dämpfer, Rücksetzer.
Ich glaube aber, dass dann viele Leute aus dem KGV-Kluss sofort den Einstieg wieder nutzen.
Es gibt nämlich auch so banale Dinge im KI-Geschäft wie Tarifkonflikte.
Und die Arbeitnehmer haben sich gedacht, wenn das Unternehmen schon so am KI-Boom profitiert, warum können diese Gewinne nicht auch mehr auf die Arbeitnehmer aufgeteilt werden?
Deswegen wird hier eine Erhöhung der Grundgehälter von 7% plus jährlichem Bonus auf operativen Gewinn gefordert.
Halte ich persönlich für angemessen.
Absolut, das ist doch eigentlich so eine typische IG Metall-Forderung für die Deutschen.
Autoindustrie.
Ich habe so gedacht, Mensch, die sind aber bescheiden.
Klingt bei Samsung etwas komisch.
Ja, richtig.
Genau, also daher muss man gucken, was daraus wird.
Ich habe zuerst gedacht, naja gut, dann streiken die halt.
Das kann ja nicht so wild sein.
Aber dieser angedrohte Streik würde natürlich weltweit Lieferengpässe bei Halbleitern weiter verschärfen.
Und Schätzungen zufolge könnte der Streik Samsung bis zu In Dollar gerechnet 20 Milliarden US-Dollar auf den operativen Gewinnkosten.
Und das ist dann natürlich schon ein entsprechender Dämpfer, den wir hier hätten.
Deswegen vermute ich auch, dass Samsung sich mit der Gewerkschaft am Verhandlungstisch einigen wird.
Wenn nicht, wäre es aber eine Chance für die, die noch nicht beteiligt sind, vielleicht hier etwas günstiger reinzukommen.
Ja, gegründet wurde Norsd Hydro Anfang des 20.
Jahrhunderts mit dem Ziel, mittels eines neuen Verfahrens Stickstoff aus der Luft zu binden und Mineraldünger zu produzieren.
Die Standorte damals nutzten die norwegische Wasserkraft.
Das ist ein wichtiges Verfahren, das bis heute übrigens für das Unternehmen sehr relevant ist.
Im Laufe der letzten Jahrzehnte baute dann Hydro seine Aktivitäten aus, von Düngemitteln zur Energieproduktion und später zur Aluminiumherstellung.
Dabei waren wichtige Meilensteine der Ausbau der Wasserkraftanlagen, die Entwicklung der Aluminiumverarbeitung und schließlich die Spezialisierung auf Aluminium nach der Abspaltung der Öl- und Gasaktivitäten.
Was haben wir hier für Einnahmequellen des Unternehmens?
Also natürlich primär ist es das Aluminium, das per Elektro...
Gewonnen wird und als Primäraluminium an Metallhändler und die Industrie verkauft wird.
Der zweite Teil ist das sogenannte Sekundäraluminium.
Das geht in diesen Recycle-Prozess.
Das bedeutet die Sammlung, Aufbereitung und das Einschmelzen von Aluminiumschrott.
Dieses Segment liefert übrigens wachsendes Umsatz- und Margenpotenzial, weil natürlich Recycling deutlich weniger Energie benötigt als die Elektrolyse.
Weiterhin werden noch Walzprodukte, Platten, Folien, Profile hergestellt und verkauft.
Die generieren höhere Margen.
Wichtig vor allen Dingen bei Hydro ist aber das Energiegeschäft mit der Wasserkraft.
Weil die eigene Stromproduktion vor allen Dingen aus dieser Wasserkraft senkt natürlich die eigenen Produktionkosten der energieintensiven Elektrolysewerke und generiert auch direkte Erlöse durch die Stromvermarktung im eigenen Land.
Ich finde ja, wenn ich mir so Norsk Hydro mit den Produkten und dem ganzen Geschäftsmodell und dem, was dahinter steht, was du schon gerade gesagt hast, eigene Energieproduktion, Wasserkraft etc.
angucke, dann ist das ja im Grunde genommen das krasse Gegenteil erstmal zu so einer Hype-Aktie, die KI-Chips herstellt, wie es gerade bei Samsung der Fall ist.
Das ist ja total solide Industriearbeit, die die da machen.
Ja, I like.
Genau.
Ja, you like, okay.
Und wenn wir uns Umsatz und Gewinn anschauen, dann sehen wir allerdings, naja, also der Umsatz entwickelt sich sehr solide, kontinuierlich so von, sage ich mal, links unten nach rechts oben.
Also das steigt so von Jahr zu Jahr um ein paar Prozent, ganz solide wie gesagt.
Beim Gewinn sehen wir natürlich große Sprünge, weil wir uns irgendwie schon so halb im Rohstoffbereich befinden.
Und wir haben auf der anderen Seite irgendwie Kostenfaktoren, Energieintensität hast du angesprochen, die da mit reinspielen.
Und auf der anderen Seite eben die Weltmarktpreise für Aluminium, die offensichtlich sehr schwankungsanfällig sind.
Das finde ich alles total interessant.
Das Interessanteste an diesem Unternehmen ist ja aber, wie dieses Unternehmen da so durchsteuert.
Nämlich mit einer wirklich ganz beeindruckenden Konstanz.
Ja, sie nehmen sozusagen die hohen Gewinne mit oder es geht auch mal deutlich runter.
Aber ansonsten sind sie doch einfach sehr, ja, wie so ein Tanker da.
steuern sie durch diese Weltkonjunktur, sind natürlich aber angetrieben, gerade von so großen Trendthemen, die die Aluminiumnachfrage natürlich sehr stark befeuern.
Also ich sage mal, Windanlagen, Klimaanlagen, überhaupt Elektrofahrzeuge, da wird ja überall sehr viel Aluminium verbaut, weil man das entweder braucht für die Leichtigkeit der Produkte oder weil es sonst irgendwelche Eigenschaften hat, die das nötig machen.
Und davon profitiert man natürlich total.
Also sozusagen auf der Umsatzebene ist der Trend sehr safe.
Auf der Gewinnebene mit den Weltmarktpreisen für Aluminium und den Energiekosten ist man so ein bisschen auf hoher See, habe ich das Gefühl.
Ja, richtig.
Genau.
Es ist ein klassischer Rohstoffzyklus, der das Unternehmen natürlich belasten kann oder nach oben treibt.
Aktuell stehen wir oben.
Grundsätzlich finde ich aber das Geschäftsmodell sehr ausgewogen.
Und die Konjunkturabhängigkeit, die wir hier sehen, nämlich Nachfrage aus der Automobilindustrie oder aus dem Bausektor.
Kann natürlich einbrechen, wenn wir hier in eine Rezession hineingehen.
Die sehe ich nicht wirklich, ganz im Gegenteil.
Wir haben natürlich auch noch Währungsrisiken, also Wechselkursrisiken, besonders bei der norwegischen Krone gegen US und Europa.
Die beeinflussen natürlich die Ergebnisse und ein bisschen auch die Wettbewerbsfähigkeit.
Aber grundsätzlich sehe ich hier wenig operative Risiken, sondern vielmehr, weil dieses Unternehmen in sich so vertikal aufgebaut ist.
Also die Rohstofffertigung, der Aufkauf von bereits vorhandenen Rohstoffen im Recycling-Verarbeitungsprozess, die eigene Energiegewinnung, das trägt halt alles dazu bei, dass wir hier einen enormen Wettbewerb.
dass wir diese finanzielle Stabilität haben, einen super soliden operativen Cashflow, der eine tolle Dividende ermöglicht.
Wir haben genügend Geld in der Kasse, um eigene Aktienrückkäufe zu erleben oder auch Investitionen in Wachstum.
Und daher sehen die Zahlen auch so gut aus.
Der Kurs steht gerade relativ hoch bei circa 10 Euro.
Ich habe jetzt hier den Eurochart mir aufgerufen.
Das ist aber immer noch ein KGV knapp.
bei einer Dividende von über 5%.
Und das finde ich halt, das sind Werte, die mir gefallen.
Das wird jetzt kein wahnsinniger, kurzfristiger, 125-prozentiger Highflyer sein wie bei Samsung.
Aber wir haben hier wirklich ein ganz starkes Geschäftsmodell und einen super soliden Aufbau in einem Markt, der weiterhin natürlich Zukunftspotenzial hat.
Wir hatten Anfang 2025 bereits die Striker Corporation in unserem Podcast.
Das ist ein führendes US-Unternehmen im Bereich der medizinischen Technologie mit Sitz in Michigan.
Damals stand der Kurs von Striker bei 365 US-Dollar.
Und trotz guter Historie und auch solider Zahlen haben wir aufgrund der damaligen Strafzölle und dem recht hohen KGV von 34 zunächst einmal nur zur Beobachtung der Aktien.
geraten.
Und nun hat sich ein treuer Hörer gemeldet und uns darauf hingewiesen, dass der Kurs zurückgekommen ist und es bei ihm anfängt in den Fingern zu kribbeln.
Also haben wir mal geschaut, ob es bei uns auch schon kribbelt.
Wir kommen noch mal kurz zu Striker selbst zurück.
Striker entwickelt und produziert, vermarktet eine Reihe von medizinischen Geräten, von Instrumenten, Verbrauchsmaterialien und implantierbaren Geräten.
Deren Produktportfolio umfasst Geräte für den Hüft- und Kniegelenkersatz, Endoskopiesysteme, ganze OP-Ausstattungen, Emboliespulen und Wirbelsäulengeräten.
Also Sachen, die man nicht wirklich brauchen möchte.
Stryker ist einer der drei größten Wettbewerber bei rekonstruktiven orthopädischen Implantaten und nimmt sogar die Führungsposition bei der Ausstattung von ganzen Operationssälen ein.
Dabei ist zu beachten, dass nur 35 Prozent des Gesamtumsatzes von Stryker außerhalb der USA generiert werden.
Der Rest in den USA und somit nicht von etwaigen Strafzöllen wirklich betroffen ist.
Striker generiert die Einnahmen selbst durch den Verkauf seiner medizinischen Geräte, durch Dienstleistungen wie Wartung und den Support.
Nun ist aber die Aktie unter Druck geraten.
Genau, und wenn man sich jetzt erstmal den Umsatz und Gewinn der letzten Jahre anschaut, dann erkennt man das nicht sofort, warum das der Fall sein soll.
Weil da sieht es eigentlich sehr gut aus, im letzten Geschäftsjahr 25 Milliarden US-Dollar.
Und da blieben 3,25 Milliarden Dollar Gewinnen übrig.
Das liegt so im Rahmen, glaube ich, der üblichen Entwicklung bei Striker.
Und dann ist tatsächlich etwas passiert.
Im Februar, März diesen Jahres auf einmal bricht die Aktie, knickt die Aktie im Grunde genommen ab.
und rauscht nach unten.
Von fast 400 US-Dollern geht es runter auf aktuell etwas über 300 US-Dollar.
Ja, was ist der Grund?
Ein Cyberangriff hat die Produktion und die Unternehmensabläufe tatsächlich lahmgelegt.
Das kommt ja selten, ehrlich gesagt, vor, dass man das aus den USA mitbekommt.
Man bekommt es häufig in Deutschland und in Europa mit.
Und das ist ja inzwischen ein wirklicher...
großer Belastungsfaktor für ganz viele Unternehmen geworden.
Dass es ein US-Unternehmen in dem Ausmaß erwischt ist, zumindest für unsere Ohren, glaube ich, ungewöhnlich.
Und ja, das hat offensichtlich zu einer massiven Belastung.
des laufenden Geschäfts geführt.
Die Quartalszahlen zeigen das im Grunde genommen noch gar nicht so richtig an fürs erste Quartal.
Die gibt es und die waren eigentlich im Grunde genommen ganz okay.
Umsatz weiter gestiegen auf 6 Milliarden, das bereinigte Ergebnis.
Allerdings lag ein bisschen unter den Erwartungen von 2,60 Dollar unter dem Strich.
Noch ein Nettogewinn von 750 Millionen US-Dollar, 13,9 Prozent mehr aber als im Vorjahr.
So, also es ist noch gar nicht so richtig erkennbar, aber offensichtlich an den Märkten hat es für große Verunsicherung gesorgt und die Aktie hat schon massiv reagiert.
Trotzdem hält das Management an seiner Prognose für das laufende Jahr fest.
Tja, Petra, was heißt das jetzt für dich?
Kribbelt es jetzt so ein bisschen in den Fingern?
Was denkst du?
Ja, es fängt dann zu kribbeln.
In der Tat.
Ich finde also, ja, natürlich ein Cyber-Ungriff mich verwundert, also auch, dass die USA oder sich so große entscheidende Unternehmen dagegen so wäre nicht absichern.
Also Cyber-Security halte ich auch für eines der Themen in den kommenden Jahren und man sieht es hier.
Die Frage ist, und das können wir gar nicht so richtig abschätzen, ob es da weitere Ausfälle gibt, wie hoch die Kosten für die Wiederherstellung sind oder gegebenenfalls juristische Folgen.
Wir haben noch ein bisschen Margenbrück dazu.
Das ist also nicht das Einzige.
Meistens kommt ja eine schlechte Nachricht nicht alleine.
Ja, es stimmt, 2026 startete Striker noch mit Rückenwind in das neue Jahr.
Und Gewinn der Aktie konnte auch gesteigert werden.
Alles positiv.
Dennoch, du hattest es eben angesprochen, erstes Quartal war schwächer als erwartet.
Das hatte ein bisschen damit zu tun, dass weniger produziert werden konnte, als wirklich abgefragt wurde.
Ein Luxusproblem natürlich und auch Tarife und Zins.
Aufwand waren höher und belasteten die Ergebnisentwicklungen.
Nichtsdestotrotz, das Management scheint Die Betonung liegt auf scheint alles im Griff zu haben.
Man hält am Ausblick für das Gesamtjahr weiterhin fest.
Das sollte auch bestätigt werden.
Im Moment sehe ich halt diese technischen Risiken, die das Unternehmen hat, viel, viel wichtiger als diese klassische Nachfrageschwäche, die wir in diesem Segment nicht haben, weil das wirklich ein so etabliertes Unternehmen ist.
Die können höchstens, sage ich mal, gar nicht so viel produzieren, wie nachgefragt wird.
Aber man muss es beobachten.
Wir haben hier eine kleine Dividende von 1,15 Prozent.
Das KGV liegt bei 24.
Das ist jetzt irgendwo adäquat gemessen.
Der ROSI liegt also Return on Capital Employed bei 25,4 Prozent.
Das Unternehmen ist nun mal hoch profitabel.
Und daher finde ich, wie hast du es eben genannt, dieser Knick im Aktienchart, könnte mittel- und langfristig jetzt als Aktienschwäche zu einem ersten Einstieg genutzt werden.
Ich schaue es mir auf jeden Fall an und bleibe da mal weiterhin auf der Beobachtungsseite.
Dann bleiben wir doch dort auch und schauen uns das auch weiter an und sagen erstmal vielen Dank fürs Zuhören.
Das war mal wieder eine Folge von Aktien fürs Leben, dem Vermögenspodcast von Capital.
Und Petra, ich würde sagen, wir melden uns nächste Woche nach Pfingsten wieder.
Genau, so sieht es aus und ich weiß sogar, was wir Mittwochabend machen.
Wir warten auf die Zahlen von Nvidia.
Ich bin so gespannt.
Okay, dann kommen wir darauf nächste Woche nochmal zurück.
Auf jeden Fall.
Vielen Dank.
Bis dann.
Bis dahin.
Tschüss.
Tschüss.
Aktien fürs Leben.
Der Vermögenspodcast von Capital.
Mit Petra Ahrens und Timo Pache.
