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**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-19

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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 19.
Mai.
Ich bin Christoph Damm und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, dem Broker mit eigenem KI-Chatbot, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Wir haben für euch heute ein Update zur Schuhfirma Hoka und die Holding Deckers.
Und wir schauen auf Aktien, die nur wenige kennen, die aber in diesem Jahr massiv gestiegen sind.
Erstmal aber die News des Tages.
Gestern gab es zwischendurch mal leichte Entspannung beim Ölpreis.
Denn laut iranischen Medien haben die USA zugestimmt, Ölsanktionen gegen den Iran während der laufenden Verhandlungen auszusetzen.
Allerdings hat die US-Seite das nicht bestätigt.
Am Abend hat Trump dann noch gesagt, er hat einen Angriff auf den Iran abgesagt, der eigentlich heute am Dienstag stattfinden sollte.
Grund seien ernsthafte Verhandlungen.
Aber kommen wir zu Einzelaktien und da fangen wir an mit einem Mega-Deal aus den USA.
NextEra Energy kauft Dominion Energy für knapp 70 Milliarden Dollar.
Das wäre einer der größten Deals des Jahres und würde zwei der größten US-Versorger zusammenlegen.
NextEra betreibt unter anderem Floridas größten Stromversorger.
Dominion ist quasi der Hausversorger vom Data Center Alley in Virginia.
Genau da entstehen gerade die meisten KI-Rechenzentren.
Ein einzelnes neues KI-Rechenzentrum verbraucht übrigens so viel Strom wie knapp 1000 Walmart-Supermärkte, nur mal um die Dimension darzustellen.
Und Dominion hat in Virginia allein schon über 450 solcher Rechenzentren angeschlossen.
2025 sind fast 30 Prozent von ihrem Stromabsatz dort allein aus der Branche gekommen.
Übrigens hat NextEra auch einen Deal mit Google, zusammen große Rechenzentrum-Campusse inklusive eigener Stromversorgung quer durch die USA zu bauen.
Die Aktie von Dominion ist gestern 10% hoch, bei NextEra ging es um die 5% runter.
Das ist klassisch bei solchen Übernahmen, weil der Käufer einen Aufpreis zahlt.
Bei einem anderen Deal sieht das aber ganz anders aus.
Publisys, eine der größten Werbeagenturen der Welt, kauft nämlich den US-Datenvermittler LiveRamp für rund 2 Milliarden Dollar.
Und die Aktie von Publisys ist trotzdem um die 5% gestiegen.
Der Deal kommt nämlich gut an, weil LiveRamp Firmen dabei hilft, ihre Daten aus verschiedenen Quellen zu verknüpfen, also zum Beispiel rauszufinden, ob eine TV-Kampagne wirklich zu mehr Verkäufen geführt hat.
Das ist auch wichtig für Publisys, weil Werbeagenturen gerade wegen KI unter Druck stehen.
KI macht es Firmen immer einfacher, Werbung selbst zu erstellen und auszuspielen ohne Agentur dazwischen.
Mit der Übernahme will Publicis Firmenkunden helfen, KI-Agenten zu bauen, die eigenständig Aufgaben übernehmen.
Dafür brauchen sie die Daten von LiveRamp.
Die Aktie war um die 30 Prozent im Plus.
Eine andere Art von Deal gibt es bei BioRed.
Da ist der aktivistische Investor Elliot eingestiegen.
BioRed stellt Geräte und Software für Labore oder Krankenhäuser her und ist seit dem Corona-Hoch über 70% gefallen.
Spannend dabei, BioRed hält eine strategische Beteiligung am deutschen Laborausrüster Sartorius, die alleine rund 5 Milliarden Dollar wert ist.
Dabei ist BioRed selbst nur 6,5 Milliarden Dollar an der Börse wert.
Das heißt, das operative Geschäft kriegt man vom Markt fast zum Nulltarif dazu.
Was genau Elliot fordert, ist zwar noch nicht bekannt.
Die Aktie von BioRed ist aber erstmal um die 10 Prozent gestiegen.
Gestern um die 10% im Minus war die Aktie von Regeneron.
Das Biotech-Unternehmen hat gemeldet, dass ein wichtiges Krebsmedikament namens Fianlimab in einer späten klinischen Studie gescheitert ist.
Das ist ein Mittel gegen Hautkrebs, das zusammen mit einem anderen Medikament der Firma besser wirken sollte als Merck's Kitschuda.
Hat's aber nicht.
Für Regendron ist das ein echter Rückschlag, weil Fian Limap als einer der wichtigsten zukünftigen Wachstumstreiber gegolten hat.
Denn Kitschuda ist mit 30 Milliarden Dollar Umsatz das umsatzstärkste Medikament der Welt.
Ein paar Zahlen gab es auch noch.
Schauen wir erstmal auf Baidu.
Da ist der Gesamtumsatz leicht gesunken, aber der KI-Bereich, also Cloud, KI-Anwendungen und KI-gestützte Werbung, der ist um 50 Prozent gewachsen und macht jetzt erstmals mehr als die Hälfte vom Kerngeschäft aus.
Damit wird KI immer mehr der Wachstumstreiber der Firma.
Das hat die Börse aber schon so erwartet.
Den Trend gibt es nämlich schon länger.
Deshalb gab es gestern keine große Reaktion darauf.
Eine größere Reaktion, nämlich ein Kursplus von 5 Prozent, hat es auf die Zahlen von Ryanair gegeben.
Der Umsatz ist um 10 Prozent gestiegen, aber die Firma traut sich keinen Ausblick zu.
Das Problem ist der Treibstoff.
80 Prozent hat Ryanair zwar zu günstigen Preisen abgesichert, aber die restlichen 20 Prozent nicht.
Laut Ryanair ist die Treibstoffrechnung der Airline um ein paar hundert Millionen Euro gestiegen.
Dazu kommen auch noch andere steigende Kosten.
Außerdem drückt die Unsicherheit durch hohe Ölpreise und Inflation auf die Reisenachfrage.
CEO O'Leary hat deshalb auch eine ziemlich deutliche Warnung rausgehauen.
Wenn der Iran-Krieg anhält und die Straße von Hormuz gesperrt bleibt, dann könnten seiner Meinung nach verschiedene europäische Airlines pleite gehen.
Er hat dabei konkret Whiz Air genannt unter anderem, deren Aktie ist deshalb gestern leicht gefallen.
Ryanair selbst war nach den Zahlen erstmal deutlich im Minus.
Als dann die Ölpreise zwischendurch wegen eines möglichen Iran-Deals gefallen sind, hat die Aktie aber ins Plus gedreht.
Auch knapp 5% im Plus war die Aktie von Delivery Hero.
Hier hat Uber seine Beteiligung massiv ausgebaut, von rund 7 auf jetzt fast 25% inklusive Optionen.
Delivery Hero begrüßt das Investment von Uber und will strategische Optionen prüfen, heißt es.
Seit Jahresbeginn hat die Aktie jetzt fast 40% zugelegt.
Und zum Abschluss noch eine wenig überraschende Meldung.
Die Commerzbank hat das jüngste Übernahmeangebot der Unicredit abgelehnt.
Die Unicredit hält direkt und über Optionen mittlerweile aber fast 30 Prozent an der Commerzbank.
Beide Aktien haben sich gestern kaum bewegt.
Wir haben ja vor kurzem bei unserem Live-Podcast in Hamburg über verschiedene Seiten vom Sportbusiness gesprochen.
Noah hatte noch nicht genug davon und hat sich deshalb mal wieder ums Thema Laufschuhe gekümmert.
Ihr habt ja wahrscheinlich alle diesen gehypten 600 Kilometer Lauf vom Extremsportler Ader mitbekommen, bei dem Laufen war als Marke vor allem Red Bull zu sehen, die damit mal wieder extrem viel Aufmerksamkeit gekriegt haben.
Bisschen unterm Radar hat aber auch Warren Buffett von der ganzen Aktion profitiert.
Dem bzw.
Berkshire Hathaway gehört nämlich schon seit so 20 Jahren die Laufmarke Brooks und genau in den Schuhen ist Ader gelaufen und generell wächst Brooks gerade echt stark, fährt Rekordumsätze, genau wie übrigens New Balance auch.
Leider kann man in New Balance und Brooks aber eben nicht direkt investieren, deshalb wird es mal wieder Zeit für ein Update zu Hoka.
Die Marke hatte in den letzten Jahren ja auch einen krassen Aufstieg, trotzdem ist die Aktie von Decker's Outdoor, das ist die Holding zu der Hoka gehört, in den letzten 12 Monaten 25% abgeschmiert.
Mittlerweile entsprechen deshalb auch die 13 Milliarden Dollar Börsenwert nur noch dem 13-fachen vom erwarteten Gewinn, vor einem Jahr war das KGV noch bei 20 und noch ein Jahr davor bei über 30.
Grund dafür ist vor allem, dass das Wachstum bei Hoka abflacht.
Bis Ende 2024 ist die Marke immer um die 30% gewachsen.
Jetzt waren es schon vier Quartale in Folge unter 20% und sogar zwei Quartale mit nur rund 10%.
Gleichzeitig ist auch noch das Wachstum bei AX gesunken.
Das ist die zweite wichtige Marke von Decker's und die Winterschuhmarke macht immer noch circa die Hälfte vom Umsatz aus.
Und das ist auch die erste wichtige Sache, die man sich bei der Bewertung anschauen muss.
Der CEO von Brooks hat mal gesagt, dass Buffett das Laufschuhbusiness vor allem aus einem Grund spannend findet.
Und zwar nicht, weil er selbst läuft, sondern weil aktive Läufer zwischen zwei und dreimal im Jahr einen neuen Schuh brauchen.
Und diesen Schuh kaufen sie dann oft vom selben Modell, von derselben Marke.
Das sind also ziemlich stabile und wiederkehrende Umsätze.
Diese Stabilität würde ich tendenziell auch Hoker zuschreiben, die ja schon einen starken Laufkern haben.
Aber Axe ist da natürlich ganz anders und eher ein Modebusiness.
Wenn wir also mal die knapp 1 Milliarde Dollar Gewinn nehmen, die Deckers macht, entfällt so circa die Hälfte davon auf AX.
Und da ist für mich total nachvollziehbar, dass Investoren dem Business nur ein KGV von 10 geben, dann bleiben bei den aktuellen 13 Milliarden Dollar Börsenwert also noch 8 Milliarden Dollar für Hoka.
Das wäre dann schon ein KGV von 16, also ein bisschen teurer.
Wenn sich Hoka jetzt stabil bei 15 oder 20 Prozent Wachstum einpendelt, ist da immer noch Luft nach oben, nur sind Investoren eben skeptisch, ob Hoka das schafft, nachdem das letzte Jahr so volatil war.
Es war fairerweise auch so volatil, weil sie einfach operative Fehler gemacht haben und zum Beispiel zu viele neue Produktlounges aneinandergeknallt haben.
Das werden sie nicht mehr machen.
Auf der anderen Seite ist Brooks letztes Jahr eben 16% gewachsen, New Balance sogar 19%.
Die wachsen also ähnlich stark oder stärker als Hoka und wenn dann noch Nike ein Kampag feiert, gibt es einfach sehr viel Wettbewerbsdruck.
Insgesamt ist bei der aktuellen Bewertung eher genau diese Skepsis eingepreist.
Das ist sicher eine eher pessimistische Bewertung, aber auch nicht total unnachvollziehbar.
Those must be comfortable shoes.
I bet you could walk all day in shoes like that and not feel a thing.
I wish I had shoes like that.
Noah hat ja letzte Woche kurz die japanische Chemieaktie Resonac erwähnt, die dieses Jahr durch die Engpässe in der KI-Chip-Welt durch die Decke ist.
Oft sind Aktien nach solchen Rallys schon sehr teuer und deshalb sprechen wir auch eher selten darüber.
Aber euch hat interessiert, welche Highflyer gibt's denn unter dem Radar?
Und deswegen kommen jetzt ein paar davon.
Fangen wir mit dem kuriosesten Fall an.
Ajinomoto, die Japaner, haben vor über 100 Jahren als erste Glutamat industriell hergestellt und verkaufen heute noch Suppen und Tiefkühlkost.
Das klingt jetzt erstmal nicht nach einem Börsen-Highflyer, aber Ajinomoto stellt seit Jahren auch hauchdünne Isolationsschichten her, die direkt in KI-Chips verbaut werden, und zwar sogenannte ABF-Filme.
Die Dinger sind knapp und wer sie produzieren kann, kann die Preise setzen.
Das Segment macht rund 30 Prozent vom Konzerngewinn aus und die Tendenz ist stark steigend.
Die Aktie ist in diesem Jahr 60 Prozent gestiegen und ist 32 Milliarden Dollar wert.
Das erwartete KGV von 37 wirkt aber für ein Unternehmen, das immer noch 80 Prozent vom Umsatz mit Lebensmitteln macht, eher teuer.
Andy Schräg ist Modine Manufacturing aus den USA.
Die haben jahrzehntelang Wärmetauscher für Autos gebaut, haben sich aber in den letzten Jahren fast komplett neu erfunden.
Heute bauen sie Kühlungen für KI-Rechenzentren.
Haben wir ja schon öfters darüber gesprochen, wie wichtig das für die Chip-Produktion ist.
Und wir hatten vor einiger Zeit auch mal Modine erwähnt.
Seitdem ist die Aktie aber nochmal durch die Decke und hat seit Jahresbeginn 85 Prozent zugelegt.
Modin erwartet für das Gesamtjahr nämlich ein Wachstum beim Rechenzentrumsgeschäft von 70 Prozent.
Das übrige Geschäft mit Wärmetauscher und Co.
will Modin jetzt übrigens abspalten und dann eben ein reiner Klimatechnikkonzern werden.
Der Börsenwert liegt bei 13 Milliarden Dollar, das erwartete KGV bei 36.
Dafür erwarten Analysten aber auch ein Wachstum von 50 Prozent im nächsten Jahr.
Eine wichtige Rolle im Chipperei spielt auch Soitec.
Die Franzosen produzieren speziell bearbeitete Siliziumscheiben und haben bei bestimmten Typen davon weltweit nahezu ein Monopol.
Besonders relevant werden diese Wafer für die Photonik, also für die Datenübertragung per Licht.
Den Boom bei dem Thema sieht man ja auch bei Aktien wie Lumentum.
Die Aktie von Soltech hat seit Jahresbeginn fast 500 Prozent gewonnen, aber der Bereich steht gerade mal für ein Drittel vom Umsatz.
Mehr als die Hälfte kommt von Wafern für Chips für Smartphones und Autos.
Da sind die Lagerbestände gerade aber sehr hoch und deshalb schwächelt der Bereich.
Das blendet die Börse aber gerade völlig aus.
Dazu wird im laufenden Jahr sogar ein Verlust erwartet.
Nach dem Anstieg der Aktie äußerst riskant.
Auch AT&S aus Österreich kommt aus dem Smartphone- und Automotive-Geschäft, baut aber jetzt vor allem die Trägerplatten für KI-Chips.
Die Aktie hat auf Sicht von einem Jahr 500% gewonnen.
Geht die Guidance vom Konzern auf, dann soll der Umsatz bis 2027 um 40% steigen.
Der Börsenwert liegt bei 4 Milliarden Euro, aber dieses Jahr erwarten Analysten hier noch Verluste.
Trotzdem scheint der Markt sehr optimistisch und nimmt ein sehr starkes Wachstum vorweg.
Und dann komme ich noch zum Highflyer des Jahres, Sivas Semiconductors aus Schweden.
Plus 1150 Prozent in diesem Jahr.
Die machen auch Photonik und sind auch bei KI unterwegs, aber die zahlen.
Die haben letztes Jahr gerade mal 34 Millionen Dollar Umsatz und dazu noch Verlust gemacht.
Der Börsenwert von fast zwei Milliarden Dollar ist das 53-fache vom Umsatz.
Obendrauf ermittelt Schwedens Wirtschaftskriminalitätsbehörde wegen eines möglichen Informationslacks.
Ein anonymer Account hatte die Aktie auf Social Media beworben, und zwar zwei Tage bevor das Unternehmen seine Nasdaq-Pläne offiziell angekündigt hatte.
Gleichzeitig wetten bekannte Hedgefonds wie Volion und Two Sigma mit über 6% Short-Interest gegen die Aktie.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Schönen Tag euch.
Tschüss.
