# Strategic Capital Allocation and Dividend ETF Positioning

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-05-19

## Transcript

Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Du entscheidest, in was du investierst.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Asset Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Beröhl und heute dreht sich alles um dich, um deine Fragen und um Dividenden.
Dazu haben uns nämlich in den YouTube und Spotify Kommentaren per E-Mail und via Instagram die meisten Zuschriften erreicht in der letzten Zeit.
Und außerdem sind wir ja ohnehin gerade mitten in der Dividendensaison in Deutschland.
Also schauen wir heute unter anderem auf den neuen LNG Global Quality Dividend ETF mit monatlicher Ausschüttung auf die beliebten.
nicht immer überzeugenden Premium-Income-Fonds auf, Dividendenreinvestitionen, Dividendenabschläge, Dividendenfallen, sowie natürlich auch mal ganz allgemein auf die Frage, Dividende, was soll das eigentlich?
Oder wie Fabian RS das formuliert, was spricht überhaupt für Dividendenaktien im Vergleich zu Teilverkäufen von Aktien oder ETFs?
Also mal ganz abgesehen davon, was überhaupt Dividendenaktien sind, aber dafür jetzt Ausschüttungen zu bekommen, statt wenn man eben Cash braucht, Teile zu verkaufen, gibt es eigentlich kein rationales Argument, außer einem psychologischen Faktor, dass man eben nicht verkaufen muss, sondern das Geld...
automatisch überwiesen bekommt.
Und das kann eine immense Stütze sein beim Durchhalten einer Strategie.
Aber ganz generell plädiere ich ja dafür, Dividende weniger als Einkommensquelle zu sehen, sondern als Qualitätsmerkmal zu interpretieren, als etwas, woran man auch Unternehmen messen kann, woran man gute Unternehmen erkennen kann und wo man Qualität von Unternehmen dran festmachen kann.
Und das leitet über zum nächsten Thema, nämlich der Robert Felis fragt, sind Aktienrückkäufe die besseren Dividenden?
Tja, da sind wir mittendrin in einer philosophischen Diskussion, die ja in den sozialen Medien wirklich mit Leidenschaft geführt wird, die ich aber gerne mal auf den...
technisches Level heben möchte, um schlichtweg festzustellen, Dividenden muss man nicht glorifizieren, sie muss man nicht bashen, sie sind einfach nur ein Element der Kapitalallokation im Unternehmen.
Also ein Weg, wie das Unternehmen mit Kapital umgehen kann, das es verdient hat und auch tatsächlich in Cash verfügbar hat.
Was sind die anderen Wege?
Wenn wir also Dividende als eins nehmen, dann Aktienrückkäufer, Robert erwähnt Nummer zwei.
Drittens, Schulden reduzieren und vier, reinvestieren.
Reinvestieren in neues Geschäft, in neue Produkte, das ist das, was so gemeinhin als das Allerbeste gilt, so nach dem Motto, naja, wenn ein Unternehmen seinen Aktionären Geld zurückgibt, dann heißt es ja, dem Unternehmen fällt nichts mehr ein, wo es wachsen kann, wo es Innovation bringen kann.
Aber Vorsicht, auch die Reinvestition würde ich jetzt mal nicht so glorifizieren.
Denn natürlich ist das toll, wenn ein Unternehmen Erträge nimmt, damit wieder neue Innovationen finanziert.
Aber das muss natürlich auch gelingen.
Und es gibt eben leider auch genügend Fälle, wo Reinvestitionen sich nicht rentiert haben, wo mit Reinvestitionen Geld verbrannt wurde, insbesondere bei Fällen.
Firmenübernahmen.
Und das krasseste Beispiel dafür ist einfach Daimler-Benz, früher Daimler-Kreisler, heute ja Mercedes-Benz.
Grob Die hätten das Geld, was sie ausgegeben haben für die Vision vom integrierten Technologiekonzern Ende der 1980er Jahre, für die Vision von der Welt AG um die Jahrtausendwende, die hätten dieses ganze Geld einfach an die Aktionäre ausschütten sollen.
Da wäre viel, viel mehr Wert geschaffen und vor allen Dingen manche Verheerung verhindert worden.
Also insofern bei der Kapitalallokation bitte auch da nicht glorifizieren.
nicht emotionalisieren, sondern einfach erkennen, es sind wie in einem Portfolio vier Möglichkeiten und es ist die Königsdisziplin eines guten Managements genau.
diesen Mix richtig zu steuern.
Und klar, Investitionen sind eine großartige Sache, wenn man denn ausreichend gute Möglichkeiten hat dafür.
Wenn man die nicht hat oder wenn man vielleicht auch nicht volle Kanne gehen will, dann ist Schuldenreduktion in meinen Augen ganz wesentlich unterschätzter Bestandteil der Kapitalallokation.
Denn wir wollen ja nicht vergessen, gerade in dieser Phase, Die Zinsen sind deutlich gestiegen.
Die Anleihen, die 2021 zu niedrigen Zinsen oder fast null Zinsen begeben worden sind, die laufen jetzt aus, müssen refinanziert werden.
Und das ist deutlich teurer.
Das kostet mehr Geld, das belastet die Gewinne.
Folglich, Schuldenreduktion ist auch etwas, wovon Aktionäre profitieren.
Aber klar, die anderen beiden Möglichkeiten, die Robert auch anspricht.
Aktienrückkäufe.
Versus Dividenden, das sind diejenigen, wo wir als Aktionäre direkt im Zentrum stehen.
Dividenden haben dabei einen Vorteil und das ist die Souveränität.
Dividende ist der Teil vom Gewinn, den das Unternehmen, unser Unternehmen, uns überweist und dann können wir entscheiden, was machen wir damit.
Investieren wir wieder.
Ins selbe Unternehmen?
Reinvestieren wir in ein anderes Unternehmen?
Lassen wir das Geld einfach erstmal auf dem Konto liegen oder verkonsumieren wir es?
Es ist unsere souveräne Entscheidung.
Souveränität hat natürlich einen Preis.
Der Preis ist die Steuer.
In dem Moment, wo Geld vom Unternehmen an mich ausgeschüttet wird, will der Fiskus seinen Anteil daran haben.
Aber diesen Preis bin ich persönlich bereit.
Insbesondere, weil Dividende ja auch ein Commitment des Unternehmens darstellt.
Wenn du rausgehst als Manager und sagst, so, jetzt nehmen wir mal die Dividendenzahlung auf mit einem Euro, dann ist das eigentlich die implizite Aussage, naja, wir trauen uns zu, dass wir auch nächstes Jahr wieder einen Euro zahlen können.
Oder vielleicht sogar 1,10 Euro.
Das wir aber nicht nächstes Jahr schon wieder sagen müssen, oh, war doch nichts, es gibt nur 10 Cent.
Dividende ist ein viel, viel stärkeres Signal als Aktienrückkäufe.
Die lässt man einmal in der Hauptversammlung genehmigen.
Dann hat man ein Programm von in Deutschland, 10% des Grundkapitals.
Und dann kann man es immer wieder ankündigen, ob man es dann tatsächlich durchzieht.
Hängt davon ab, wie der Markt sich entwickelt oder eben.
Dazu Aktienrückkäufe bringen mir als Aktionär erstmal direkt nichts in die Tasche und ich habe auch nicht darüber zu befinden, wann das Unternehmen wie viele Aktien zu welchem Preis zurückkauft.
Das macht eben das Management und das entscheidet dabei gerne sehr prozyklisch.
Auch sehr gute Manager sind häufig schlechte Rückkäufer, weil immer dann gekauft wird, wenn die Aktie hochsteht, weil ja dann...
dass es in der Regel gute Zeiten sind oder wenn die Aktie von einem Höchststand so ein bisschen runter geht, denn keiner möchte gern einen fallenden Kurs.
Und wenn man anfängt mit Aktienrückkäufen, Kurse zu stützen, da wird es schon kritisch.
Insofern, alle Elemente der Kapitalallokation haben Vorteile und haben Nachteile.
Und man muss daraus am Ende, wie bei den Chancen und Risiken in einem Portfolio, einen guten Mix finden.
Seba Luog auf Instagram fragt, welche Dividenden-ETFs sind denn aus deiner Sicht am besten?
Und schreibt den Klammern hinzu, All-World-ETF bitte nicht als Antwort.
Na, das haben wir ja gern.
Mir schon vorschreiben, wie ich antworten soll.
Aber warum denn bitte kein All-World-ETF?
Doch, rund 80% aller Unternehmen zahlen Dividenden.
Im Allworld sind sie eben alle drin und ich kann mir die Dividenden ja auch ausschütten lassen.
Und dann habe ich eben genau diese Dividenden breit diversifiziert und über...
längere Zeiträume genau so steigend, wie wir das genau als Aktionäre wollen.
Insofern ja, der Beste, der Basis-Dividenden-ETF, die einfachste Möglichkeit, um von Dividenden zu profitieren und darüber hinaus eben auch von Kurs zu wechseln, einen ordentlichen Total Return, Gesamtertrag zu machen.
Und darauf kommt es doch an, ja.
Das ist nach wie vor der All-World, All-Country-World ETF.
Und dabei bleibe ich und dazu stehe ich.
Aber klar, ich weiß schon, Dividenden-ETF ist ja ähnlich so wie Dividendenaktie.
Eine Frage der Definition.
Werden wir auch gleich nochmal drauf eingehen.
Aber es heißt auf jeden Fall ein spezieller Fokus.
Und da wären wir dann gleich bei der allerhäufigsten Frage.
dieser Community-Runde und ich nehme sie mal stellvertretend von einem Follower, den ich gut kenne, den ich schon sehr lange kenne, weil wir sind zusammen zur Schule gegangen.
Lieber Björn Walter Rattata.
Wie ist deine Meinung zum neuen LNG Global Quality Dividend?
Equity ETF im Vergleich zum FUNEC Morningstar Dividend und zum FUZI All World High Dividend.
Pff, gleich drei ETFs in einer Frage.
Wobei FUNEC Morningstar Dividend Leaders und Vanguard FUZI All World High Dividend sind natürlich schon eine Weile am Markt und dir vielleicht schon bekannt.
Aber bevor ich zu dem relativ neuen LNG Global Quality Dividend meine Meinung sagen kann, müssen wir ja erstmal klären, was ist denn Und wo kommt es her?
Tja, Grundgesamtheit ist der FTSE Global Developed Markets.
Da sind also keine Schwellenländeraktien mit dabei.
Dafür aber...
Neben den großen und mittelgroßen Firmen auch Small Caps, also geringer kapitalisierte Aktien.
Das sind ein paar tausend Stück und aus denen streicht LNG nun gemeinsam mit dem Indexanbieter Fuzzi, der ja auch schon hier bei uns bei Asset Class zu Gast war, sukzessive welche raus.
Und zwar nach bestimmten Ausschusskriterien.
Eins zum Beispiel, Dividende ist...
über 10 Jahre gesunken.
Solche Aktien fliegen raus.
Wichtig dabei, es handelt sich um eine Stichpunktbetrachtung.
Also es wird die Dividende heute mit der Dividende von vor 10 Jahren verglichen.
Und wenn die eben heute geringer ist, dann...
Tschüss, Aktie nicht mehr dabei.
Dann rausfliegt auch alles, was eine negative Eigenkapitalrendite hat.
Denn klar, wir haben eben über Kapitalallokation gesprochen.
Unternehmen sollen ja auf das Eigenkapital, was wir als Aktionäre ihnen zur Verfügung stellen, auch bitteschön eine ordentliche Verzinsung, sprich Rendite erwirtschaften.
Dann fliegen Unternehmen raus, die schlecht bei...
Profitabilität und Finanzierung abschneiden, die also einen geringen Ertrag auf ihre bilanziellen Assets haben, die einen hohen Kapitalumschlag haben und die einen hohen Finanzierungshebel, sprich hohe Schulden haben.
Und dann auch noch alle Unternehmen, deren Dividendenrendite wirklich unterproportional niedrig ist.
Also Kriterien, die durchaus geeignet scheinen, gute Unternehmen zu identifizieren oder zumindest allzu schlechte Unternehmen so zu kennzeichnen, dass man sie aussortieren kann.
Wobei das Ganze natürlich schon ein ziemlich komplexes Verfahren ist, insbesondere weil diese diese Mechanismen, woran man Profitabilität und Finanzierungshebel erkennt, auch noch einsortiert werden in so Ranking-Methoden, sogenannte Z-Cores und da wirklich dann am Ende herauszufinden, warum ist diese Aktie drin und jene nicht, das ist äußerst schwierig.
Muss man aber auch gar nicht, denn es ist gar nicht einfach so zu erkennen, wer jetzt drin ist und wer ist nicht drin, zumindest nicht auf einen Blick, denn die Liste der Aktien, die diese Filterkriterien am Ende dann doch positiv durchlaufen haben, ist sehr lang.
Momentan sind es rund 960 Werte, die LNG in diesem Index und damit auch im ETF hat.
Also eine sehr, sehr...
breites Portfolio, das, und damit kommen wir zu einer Besonderheit, eben nicht klassisch gewichtet wird nach dem Börsenwert oder nach dem Dividendenvolumen oder nach der Dividendenrendite, sondern es wird gewichtet gleich.
Das heißt, halbjährlich erhalten alle Werte einen identischen Anteil.
Es gibt also überhaupt keine Einzelwertklumpen.
Jedes Unternehmen kriegt jedes Halbjahr wieder so aktuell ein Tausendstel vom Index.
Aber was es natürlich gibt, sind Schwergewichte unter den Branchen.
Wie wir es bei vielen Dividendenindizes kennen, sind Finanzwerte.
mit 30% am stärksten gewichtet.
Industriewerte machen weitere 20% aus.
Das heißt, die Hälfte entfällt auf zwei Sektoren.
Naja, ist das jetzt ein Klumpen?
Ich weiß nicht.
Ich beschwere mich ja auch nicht über den sogenannten Tech-Klumpen im MSCI All-Country-World.
Aber wo wir schon mal bei Tech sind, kann man feststellen, ja, nur 5% der Firmen aus dem Sektor Informationstechnologie schaffen es, diese Filter zu durchlaufen.
Häufig liegt es dabei natürlich daran, dass überhaupt keine Dividende gezahlt wird oder dass die Dividendenrendite viel zu gering ist.
Und was wir von anderen Dividenden-ETFs und Indizes auch kennen, ist ein deutlich reduziertes Niveau der USA, die Dividendenrenditen auch aufgrund der Bewertung und aufgrund der Geschäftsmodelle dort relativ niedrig sind, fallen auch da viele raus.
Der US-Anteil liegt bei nur 30 Prozent, der Euro-Anteil bei 20 Prozent.
Will heißen, wenn wir die beiden großen Weltwährungen rausnehmen, bleibt immer noch die Hälfte für alle übrigen Währungen und Länder.
Also beispielsweise Japan, Großbritannien, die Schweiz, aber auch Sekundärwährungen wie zum Beispiel der australische Dollar oder der Cann-Dollar.
Also wirklich ein sehr, sehr breites Portfolio.
Und wenn ich dem einen Slogan geben müsste, dann würde ich sagen, könnte man drüber schreiben, erst die Qualität, dann die Dividendenrendite.
Und das sehr breit.
Das sind die drei wesentlichen Faktoren.
Und damit hat, auch jetzt um zu deiner Frage zu kommen, Björn, der LNG, Global Quality Dividend, wirklich eine eigenständige Positionierung.
Erst Qualität, dann Dividendenrendite, das sehr breit.
Stellen wir fest, wenn wir das jetzt mal vergleichen mit den anderen beiden Fonds, die ja längst im Milliardenbereich Assets haben und die so mit 6-7 Milliarden Euro Volumen ja gerade konkurrieren, wer der Größte ist.
Van Eck kommt mit dem Dividend Leaders rein über die Dividende.
Da gibt es keine Qualitätskriterien wie wie Profitabilität, wie Finanzierungshebel, wie Eigenkapitalrendite, sondern es ist nur entscheidend, dass das Dividendenwachstum über fünf Jahre positiv ist und dass die Ausschüttungsquote unter 75% liegt.
Und von allen Aktien, die danach übrig bleiben, ist dann nur ein Faktor relevant und das ist die Dividendenrendite.
Die übrig gebliebenen Aktien werden absteigend, Und diejenigen 100 mit der besten Dividendenrendite, die gehen rein ins Portfolio und zwar gewichtet nach Dividendenvolumen.
Wir haben es also bei FANEC zu tun mit einem Index, der wirklich relativ konzentriert ist mit nur 100 Werten und der, weil eben die Gewichtung nach Dividendenvolumen erfolgt, auch mal durchaus größere Einzelaktienklumpen haben kann.
Bis zu 5% in einer einzelnen Aktie.
Da ist ein Cap.
Momentan liegt zum Beispiel ExxonMobil genau in dieser Dimension.
Und die Top 10 haben 36%.
Also sicherlich kein Klumpen, aber eine konzentrierte Strategie.
Der FTSE All World High Dividend Yield.
Derweil, der kommt auch über die Rendite, der lässt aber auch die letzten Qualitätskriterien, die wir bei Van Eck noch hatten, nämlich Dividendenwachstum und Ausschüttungsquote, komplett außen vor.
Der guckt wirklich nur auf diese Liste.
Alle Aktien des FTSE All World absteigend sortiert nach Dividendenrendite und dann wandern so lange aus dieser Liste.
Aktien in den Index und den ETF bis die insgesamt die Hälfte der Marktkapitalisierung des Basisindex, also des FUZI All World abdecken.
Das heißt, Ein richtig breites Investment.
2329 Aktien sind momentan drin, wobei einzelne Werte wie aktuell eine ExxonMobil oder eine JP Morgan auch mal 2% vom Portfolio ausmachen können.
Trotzdem die Top 10 nur mit gut 10% Gewichtung.
Es wird gewichtet nach Bowsenwert, aber wir haben eben hier nicht diejenigen Megatec-Werte, die ansonsten im FTSE All World für die vielbeschworenen Klumpen sorgen.
So, jetzt ist die Frage, welcher ist denn jetzt der Beste davon?
Also tue ich mich sehr schwer mit einer solchen Qualifizierung.
Ich glaube, es ist auch ein Vorteil davon, wie der Markt sich insgesamt entwickelt haben, dass es inzwischen nur noch wenige Produkte gibt, die wirklich schlecht sind, sondern dass wir viele Produkte haben, die unterschiedliche Motivationen bedienen.
Alle drei ETFs haben ein signifikantes US-Exposure, sind also damit, weil sie auch weniger Tech-Werte enthalten, gut geeignet, wenn man sein Weltportfolio in derweise nachjustieren will, dass man sagt, ein bisschen weniger vielleicht vom KI-Boom.
Und weil sie eben eigenständige Profile haben, kann man auch alle drei haben.
Und ansonsten, wenn man sich für eins entscheiden will, lieber Björn und alle anderen, ist entscheidend, was du persönlich willst.
FANEC ist halt einfach ein konzentriertes Portfolio mit nur 100 Werten.
Und klar, je konzentrierter ein Portfolio ist, umso größer, ist die Chance auf eine Outperformance zum Index wie zum FTSE All World.
Gleichzeitig aber auch das Risiko, dass man mal schlechter abschneidet.
In den vergangenen fünf Jahren hat das großartig funktioniert, auch weil zum Beispiel die Renaissance der europäischen Banken und Versicherungen wirklich bis zum Anschlag, sprich zum Gewichtungslimit 40% immer mitgenommen wurde.
Gleichzeitig auch klar, wenn du...
Dividendenrendite-Ansatz mit den Top-Werten hast und es sind nur 100, sorgt das für die höchste durchschnittliche Dividendenrendite.
Das sind hier 4,5%.
Dann FUZI All World High Dividend Yield.
Ja, das ist nun mal das Dickschiff.
Eine ganz breite Interpretation von Dividende als Value-Kriterium.
Eben kein...
Qualitätsmerkmal, wenn man sagt, ja, da wird schon sicherlich die eine oder andere Dividendenfalle mit drin sein.
Aber das Ding ist so breit mit seinen 2300 Werten, dass das nicht ins Gewicht fällt und man einfach komplett inklusive Emerging Markets diejenigen Unternehmen abdeckt, die Dividende zahlen und zwar in einer relativ signifikanten Form.
Und dann LNG.
ist eben ganz klar der Fokus auf Qualität, sehr breit, inklusive Small Caps, was auf jeden Fall ein zusätzliches Argument ist, wenn man diversifizieren möchte, zum Beispiel zu einem Fuzzi All World oder einem MSCI All Country World.
3,8% Dividendenrendite im Durchschnitt im Portfolio aktuell, das ist auf dem Niveau von Fuzzi.
Und dann gibt es natürlich obendrein noch ein Goodie dazu.
Und das ist die monatliche Auszahlung der Dividenden, nicht quartalsweise, wie es sonst der Standard ist.
Das ist natürlich etwas, was catchy ist, weshalb auch viele diesen ETF gleich mal auf die Agenda genommen haben.
Aber ganz offen, die Auszahlungsfrequenz.
Die sollte nicht wirklich dein Kriterium sein, warum du dich für oder gegen eine Strategie entscheidest.
Ich weiß, monetärer Nieselregen, den Begriff habe ich ja selbst geprägt, ist eine tolle Sache, aber der ist auch schön, wenn er quartalsweise kommt.
Es ist ja auch nicht das einzige Investment im Portfolio.
Tja, wenn man den LNG-ETF am Ende vergleichen möchte mit Produkten, die schon am Markt sind, da fragt GGO Invest nach.
Dann wohl am ehesten mit dem Wisdom Tree Global Quality Dividend ETF.
Der allerdings macht eben keine Gleichgewichtung, sondern gewichtet nach Dividendenvolumen und hat deshalb auch höherer Einzelwert.
Die Top 10 sind immerhin 27 Prozent und man muss halt auch sagen, ja, der Wisdom Tree Global Quality Dividend, der ist in den letzten zwei Jahren sowohl hinter dem MSCI World als auch hinter den anderen.
beiden Dividenden-ETFs, also VanEck und Fuzzi, zurückgeblieben, weil er einerseits zu wenig Tech hatte und andererseits zu wenig Finanzen.
Und auch das muss immer klar sein bei diesen Strategien.
Es gibt keine Auswahlstrategie und Dividendenstrategien sind am Ende nichts anderes, die in jeder Marktphase eine Überrendite erreichen wird.
Wenn du irgendwann eine Überrendite willst, wenn du ein anderes Profil willst, musst du immer damit leben, dass das zeitweilig auch mal deutlich schlechter laufen kann als dein Allworld-ETF.
Und der Phil Farr noch mit einer Nachfrage zum Fun Egg Morningstar Developed Dividend Leaders, denn den gibt es jetzt nicht nur wirklich global, sondern auch in einer Ex-USA Variante, also ohne Amerika.
Was ist deine Meinung dazu, fragt er mich.
Tja, also generell müssen wir natürlich sagen, Ex-USA, das ist ein genereller Trend.
Manche fremdeln halt so sehr mit der aktuellen Administration, dass sie sich von den Aktien aus den USA...
generell verabschieden wollen oder zumindest den Anteil deutlich reduzieren möchten.
Andere wiederum haben ein Problem mit den Bewertungen oder dem Technologiegewicht.
Grundsätzlich finde ich diese Ex-USA-Produkte eine gute Möglichkeit, das Weltportfolio sehr effizient nachzuwürzen.
Wenn man sagt, USA finde ich toll, 66% müssen es vielleicht nicht sein.
mir würden auch 40% reichen, dann kann man halt entsprechend so ein Ex-USA, Acqui oder Ex-USA, MSCI World ins Portfolio dazu donnern, beziehungsweise vielleicht einfach mal die Sparrate da reinlegen, um so ein Gegengewicht aufzubauen.
Jetzt aber bei dem Morningstar Dividend Leaders kann ich es nicht so ganz nachvollziehen, denn diese gesamte Development, Dividend Leaders Strategie, die ist ja relativ konzentriert und die lebt auch in ihrer Qualität von der Grundgesamtheit der Auswahl.
Und da gehören für mich US-Aktien einfach rein, damit ein solcher Ansatz optimal arbeiten kann, weil ich halt manche Geschäftsmodelle auch nur in den USA an der Börse in ausreichender Skalierung habe.
Insofern nimmt man sich da meiner Ansicht nach ein bisschen was weg.
Ich bin sehr gespannt, wie der sich dann tatsächlich in freier Wildbahn von der Performance her entwickelt.
Man darf ja auch nicht vergessen, der Developed Dividend Leaders in der globalen Variante hat ja schon nur ein reduziertes US-Exposure von insgesamt 25%.
Ich sehe nicht die Notwendigkeit, auf die USA zu verzichten.
Ich finde auch nicht, dass es den Mechanismus besser macht.
Ich glaube, man kann den Mechanismus auch einfach mal für sich so wirken lassen.
Und man sollte darüber hinaus auf der Agenda haben, dass in dieser Ex-US-Variante der Finanzanteil mit 40% mal wieder voll ausgereizt ist.
Das war vor fünf Jahren sicherlich eine großartige Sache.
Ob das jetzt nochmal wieder so gut läuft, wage ich zumindest mal in Frage zu stellen.
Und das ist ja bei dem...
großen globalen Dividend Leaders schon das Spannende, dass da bei der letzten Umschichtung eben das Finanzgewicht reduziert wurde und dann zum Beispiel ein Thema, was in diesem ersten Halbjahr sehr gut läuft, allokiert wurde, nämlich Energie.
Nicht umsonst Exxon Mobil mit über 5 Prozent, das Schwergewicht.
Und jetzt wird es ein bisschen nerdy.
Semi-Important fragt, was hältst du vom iShares World Equity High Income ETF?
Und ist er allmählich besser als der JP Morgan Global Premium Income ETF?
Puh.
Schon wieder zwei so richtig lange Namen, aber eine spannende Gattung, sehr beliebt, nämlich bei all denjenigen, denen Dividende nicht reicht, die höhere Ausschüttungen haben wollen.
Und um die aus dem Markt herauszukitzeln, da braucht es eben Optionen, genauer gesagt Optionsprämien.
Und genau die versuchen diese ETFs abzugreifen.
Wie genau das funktioniert?
Das hat uns Igor Jujiewicz von JP Morgan schon mal verraten.
Vor einem Jahr hier bei Asset Class, das Gespräch ist immer noch aktuell.
Aber wenn man jetzt so mit einem Jahr Entfernung da drauf guckt, muss man halt sagen, seit einem Jahr hat sich eben auch nichts getan.
Der Fondspreis ist leicht runtergegangen.
Die Ausschüttungen sind mit 6%.
Durchaus im Rahmen dessen gewesen, was angepeilt war, aber tritt eben auf der Stelle dieser JP Morgan Premium Income ETF mit der wunderbaren WKN A3 Ehre.
Mit der Ehre ist es eben dann nicht so weit her, insbesondere weil eben andere von diesen Income ETFs deutlich besser gelaufen sind, namentlich der von Semi-Important zitierte iShares World Equity High Income ETF.
Der hat nämlich in den vergangenen zwölf Monaten deutlich zweistellig zugelegt, hat also nicht nur ordentliche Ausschüttungen gezahlt, sondern überdies auch seinen Portfoliowert gesteigert.
Da muss man einfach sagen, dieser systematische Ansatz, den iShares da drunter gelegt hat, sehr stark algorithmisch getrieben.
Der hat sich bewährt, auch wegen der sehr kurzen Fristen für das Rollieren dieser Derivategeschäfte, vor allem aber wegen der Portfoliostruktur, denn bei iShares hat man wesentlich konsequenter auf Tech-Werte gesetzt, wesentlich stärker Unternehmen drin gehabt, die eben vom Aufwärtstrend an den Börsen entsprechend partizipiert haben, übrigens überdies noch attraktivere Prämien ermöglicht haben, während JP Morgan mit einem eher defensiven Portfolio am Markt war und ist.
Telekommunikationswerte, Gesundheitsunternehmen, die allgemein natürlich auch bei Dividenden schon mal ordentliche Zahlen abliefern, aber nicht so sehr die Volatilität, also die Optionsprämie geliefert haben und auch von den Kursen eben nicht mit dem IT-Sektor mithalten konnten.
Deswegen hier eine doch wirklich sehr deutliche Diskrepanz.
Und das zeigt eben, dass auch scheinbar ähnliche Strategien, je nachdem, wie sie umgesetzt werden, sehr unterschiedliche Ergebnisse bringen können und nicht umsonst steht da hinten dran eben Active ETF und wie aktiv ein solches Portfolio jetzt gestaltet wird, das hängt an der Entscheidung des Managers oder an der Entscheidung des Algorithmus ist für dich als Anlegerin, als Anleger, also nicht transparent.
Weswegen ist auch bei diesen Option-Overlay-ETFs meiner Ansicht nach sinnstiftend ist, zu diversifizieren und unterschiedliche Anbieter zu berücksichtigen.
Und das wären zwei, bei denen man das tun kann.
Ansonsten ganz generell zu diesen Option-Overlay-Covered-Call oder wie auch immer sie heißen, ETFs Premium Income.
Erstens vergleicht die Dinger nicht mit dem Index, denn sie wollen nicht den Index nachbilden, sondern sie wollen Ausschüttungen generieren und nach Möglichkeit trotz dieser Ausschüttungen zumindest einen stabilen Wert erreichen.
Das sollte die Motivation sein und nicht eine optimierte Partizipation am Markt.
Wenn das deine Motivation ist, kannst du dir die Dinger angucken.
Wenn nicht, dann kommt es sowieso nicht in Frage.
Zweitens, ja, die Optionsprämien, die werden gerne auch als Puffer gegen Kursrückschläge am Markt bezeichnet.
Und in gewisser Weise sind sie das auch.
Aber wenn es zu einem wirklichen Abschwung kommt, von in einem Monat 5%, 8%, 10%, so wie wir haben Liberation Day 2025, dann reichen diese Puffer natürlich nicht aus, um Marktverluste abzufedern.
Das heißt, in schlechten Zeiten machst du mit diesen Produkten zwar weniger Verlust, aber du wirst auch da zwischenzeitlich Verlust und entsprechende Drawdowns haben.
Das zeigt einen Blick nicht nur in die Geschichte dieser ETFs, sondern auch in die Geschichte ähnlicher Mechanismen, die wir bei Zertifikaten schon vor 20 Jahren gesehen haben, damals unter dem Motto Rolling Discount und streng mechanisch.
Und drittens, es gibt eine ganze Reihe inzwischen von diesen Covered Call Produkten, die teilweise auch Ausschüttungen von 15% oder 20% pro Jahr ermöglichen, weil sie sich eben nicht auf sehr breite Portfolios mit Standardaktien beziehen, wie bei iShares oder JP Morgan, sondern weil sie zum Beispiel Kryptoaktien oder Hightech-Aktien aus der zweiten Reihe nehmen.
Die schwanken noch stärker, die ermöglichen noch höhere Prämieneinnahmen aus den Optionen, aber sie haben eben auch das Risiko, sie können mal richtig abbrezeln, um...
40 oder 60 Prozent und auch dann gilt der Punkt, den ich als zweiten genannt habe, nämlich wenn das passiert, dann reichen die Puffer nicht.
Also immer schön auf Risiko und Renditeverhältnis achten und immer gucken, aus welchen Aktien sollen denn die Optionsprämien kommen.
Aktien für dich.
Schöner Name auf Instagram.
Fragt, wie stehst du zu Business Development Companies als Dividendenwerte?
Tja, müssen wir erstmal erklären, was ist das überhaupt?
Business Development Companies, BDCs.
Alter Hut aus den 1980ern, ursprünglich in den USA mal als Instrument zur Wirtschaftsförderung gedacht, nämlich um kleinere und mittlere Unternehmen, die sich über Banken damals nicht finanzieren konnten, mit Wachstumskapital zu versorgen.
Prinzip ist ganz einfach, diese BDCs sammeln Kapital ein, bündeln das und verleihen es dann.
an die Unternehmen, in der Regel mit erheblichen Zinsaufschlägen, Daumenregel, so Basiszins, zum Beispiel USA drei Monate, was ja so 4, irgendwas Prozent sind, mal plus 800 Basispunkte, können aber auch mal 1200 Basispunkte sein, ist also am Ende Fett zweistelliger Zins, den die Unternehmen da entrichten müssen.
Und das ist natürlich schön, wenn man dann Aktionär einer solchen BDC ist, denn dann profitiert man eben von dem, was die Unternehmen an Zinsen zahlen.
Und zwar in besonderer Form, denn die BDCs sind steuerlich privilegiert.
Sie zahlen so gut, wie keine Unternehmen steuern.
wenn sie denn einen Großteil ihrer Erträge ausschütten.
Und genau das tun sie auch.
Und das erklärt dann auch die hohen Dividendenrenditen der BDCs.
Das nur zum Hintergrund.
Allerdings sind BDCs jetzt keine entspannten Dividendenbringer, wo man sagt, ach komm, einfach mal liegen lassen, Dividende fließt schon, sondern es sind am Ende Private Credit.
Also börsennotierte Schattenbanken.
Unternehmen, die Bankfunktionen übernehmen, aber eben keine Banken sind.
Und genau das wird ja momentan auch kritisch gesehen.
Pleiten in diesem Private Credit Sektor gegeben hat.
Einige Schieflagen, auch bei großen Investoren, wo Kredite übernommen wurden und dann schon zwei Monate später abgeschrieben werden müssen.
Auch, weil viele BDCs viel Geld an kleine mittelständische Softwarefirmen verliehen haben, wo sich jetzt die Frage gestellt wird, schaffen die das überhaupt?
diese Verbindlichkeiten zu bedienen, wenn jetzt KI vielleicht sehr viel Software obsolet werden lässt.
Andere BDCs haben viel Geld in große Rechenzentrumsprojekte gesteckt, beispielsweise Hyperion von Meta, was ein Projekt von Blue Owl ist, auch börsennotiert, wo man sich fragt, naja, wenn Meta das Ding irgendwann nicht mehr will, dann können die da ganz elegant raus, aber die Zeche zahlen müssen die Investoren.
Das heißt, Dieser ganze Private Credit Markt, der in den vergangenen Jahren wirklich einen Boom gesehen hat, der steht momentan zu Recht unter Beobachtung und auch in der Kritik.
Und viele Investoren haben eben in den USA jetzt auch ihre Investments in BDCs hinterfragt und dann eben, wenn sie konnten, über die Börse verkauft, weshalb viele dieser BDCs jetzt aktuell unter ihrem bilanziellen Wert, dem sogenannten NAV, notieren.
Da kann man jetzt sagen, oh, das könnte ja ein Schnäppchen sein.
Ja, vielleicht.
Vielleicht sind aber auch einfach nur die NAVs zu hoch.
Time will tell.
Ja, dazu haben wir halt auch noch schlechte Signale gehabt von einigen BDCs, auch von so großen Anbietern wie KKR oder Apollo, die tatsächlich, man höre und staune, ihre Dividenden reduziert haben.
Andere dagegen stehen weiterhin überragend da, also zumindest an der Börse.
Das klassische Beispiel, ja auch eine Aktie, die im Scalable Broker sehr gerne gehandelt wird.
Mainstreet Capital wird mit 1,8 mal NAV gehandelt, also fast mit dem Doppelten dessen, was das Unternehmen selber sagt.
Wert ist, frage mich natürlich auch, muss das sein?
Ein paar Punkte, die eins verdeutlichen.
BDCs, das ist ein richtig komplexes Thema.
Da geht es nicht einfach darum, nur...
gucken, wie hoch ist der Abschlag zu meiner Frau, wie hoch ist die Dividendenrendite, sondern da muss man schon sehr genau schauen, was ist denn überhaupt drin, wie ist das Managementmodell, wie ist das dahinterstehende Finanzierungsmodell, wie ist der Kredithebel.
Eine ganze Reihe Punkte, zu denen ich vor einigen Wochen schon ein Deep Dive gemacht habe im Podcast der Börsenzeitung, den ich euch unter dieser Episode nochmal verlinke für diejenigen, die da ein bisschen mehr einsteigen.
Also es ist nicht so einfach, wie man denken könnte.
Wenn ihr Bock habt, dass wir das Ganze bei Asset Class auch nochmal vielleicht gemeinsam mit Katharina in einem Deep Dive zu Main Street, dem beliebtesten BDC-Investment auch hier in Deutschland und monatlicher Dividendenausschüttung.
dann schreib es gerne in die Kommentare.
Tom Jens Zen fragt, ist es langfristig theoretisch besser, eine Aktie erst mit Dividendenabschlag zu kaufen, also dann, wenn die Dividende gezahlt wird?
Und ja, also wenn in Kürze eine signifikante Dividendenzahlung ansteht, dann macht es Sinn, mit dem Einstieg zu warten, bis diese Dividende auch tatsächlich geflossen ist.
Die Steuer schlägt ja zu.
Es fließt ja der Bruttobetrag aus dem Unternehmen ab.
Man kriegt selber aber nur den Nettobetrag gebucht.
Und das ist einfach dieser Hinweis darauf, was man bitte immer im Hinterkopf halten sollte.
Die einzelne Dividende, das ist Prinzip Geldautomat.
Es ist Geld, das dir vorher schon gehört, nur...
Es ist eben beim Unternehmen und du kriegst es dann endlich auf dein Konto und dafür musst du es bezahlen.
Das ist ähnlich so, wie du ja nicht reicher wirst, wenn du was aus dem Geldautomaten ziehst, nur hast du es eben vom Konto in die Geldbörse gebracht.
Wert unternehmerisch entsteht eben nur dadurch, dass ein Unternehmen ordentlich wirtschaftet, was sich dann eben in nachhaltig steigenden Dividenden niederschlägt.
Domse04 will wissen, wenn ein Unternehmen seinen Ex-Tag hat, Also der Tag, an dem die Dividende abgezogen wird, dann fällt doch der Kurs.
Dann gibt es diesen Dividendenabschlag.
Kann ich dann vorher eigentlich short gehen und darauf setzen, dass der Kurs fällt?
Tja, das wäre schön, aber das wäre dann halt ein Free Lunch.
Und Free Lunch gibt es nicht, beziehungsweise der einzige Free Lunch an den Finanzmärkten, das ist Diversifikation.
ansprichst, nämlich der Dividendenabschlag, der ist in Hebelprodukte dann auch entsprechend eingepreist, also keine Chance, da irgendwas abzuziehen.
BRX030, also möglicherweise aus Berlin, fragt sich, soll man Dividenden eigentlich immer direkt reinvestieren?
Und wie macht man das eigentlich bei kleinen Summen über Sparpläne?
Tja, also reinvestieren grundsätzlich sorgt natürlich für den Zinseszinsbooster.
Und wer Vermögen aufbauen will, der sollte natürlich reinvestieren.
Aber im Einzelfall kann das schwierig werden.
Nehmen wir mal.
Die Münchner Rück, die hat ja gerade 24 Euro Dividende gezahlt je Aktie.
Netto, jetzt mal ohne Kirchensteuer, wurden dir also 17,67 Euro gutgeschrieben.
Die Aktie kostet allerdings rund...
500 Euro will heißen, um aus den Dividenden erstmal eine neue Aktie ordern zu können, brauchst du mindestens 29 Aktien im Depot.
Und wenn du 45 Aktien hast, reicht es eben trotzdem nur für eine neue Aktie, was du an Dividenden bekommen hast.
Deswegen haben wir im Scalable Broker das Drip Feature eingerichtet, also den Dividend Reinvestment Plan.
Wenn du das aktivierst, dann werden alle deine Dividenden nach der Valutierung automatisch in die jeweilige Aktie reinvestiert und zwar auch in Bruchteilen.
Momentan kannst du diese Option erstmal nur global für alle Wertpapiere in deinem Depot aktivieren, also Fonds, ETFs und Aktien, wobei wir den Wunsch, dieses Drip nur für bestimmte Aktien oder ETFs auszuwählen, notiert haben.
Und das ist von vielen auch jetzt wieder gefordert worden.
Lieber Progifinance, ich erwähne dich mal exemplarisch, weil du ja auch ansonsten sehr häufig schreibst, worüber ich mich immer sehr freue.
Klar bleibt natürlich, auch wir im Scaleable Broker können eben nichts daran ändern, dass ein Zufluss regelmäßig Steuerpflicht auslöst.
Will heißen, unser Drip-Feature kann nur den Nettobetrag investieren.
Und das ist natürlich mein persönlicher Wunsch, seit langer Zeit schon an den Gesetzgeber hier mal nachzubessern.
Der Gestalt, dass automatische Reinvestitionen.
Wenn ich also Geld bekomme, das aber sofort wieder neu investiere für meinen Vermögensaufbau, für meine Altersvorsorge, dass das eben keine Steuerpflicht auslöst.
Aber naja, da rede ich mir schon seit vielen, vielen Jahren den Mund fusselig und das hat noch nicht geklappt.
Wobei, also beim Altersvorsorgedepot hat es ja nach vielen Jahren dann jetzt endlich auch mal Klick gemacht und wir haben eine Struktur, die viele, viele Vorteile hat.
tatsächlich bieten kann.
Wenn dir natürlich diese globale Option mit dem Dividenden-Reinvestment-Plan im Scalable-Broker nicht gefällt, du aber trotzdem konsequent reinvestieren willst, dann kannst du deine Dividenden natürlich auch sammeln von verschiedenen Werten, verschiedenen ETFs, bis dann halt so was zusammen ist, was halt wieder eine sinnvolle Ordergröße ergibt, vielleicht 250 Euro, beim anderen sind es 1000, beim anderen sind es 5000, für die du dann eine oder mehrere Wertpapiere erwärmen kannst, die du eben ohnehin auf deiner Liste stehen hattest.
Hanse Investing fragt, welche Länder sind eigentlich eher schlecht für die Dividenden, wenn man aus dem Blickwinkel der Quellensteuer guckt?
Oha, da haben wir also gleich ein ganz dickes Brett zu bohren.
Quellensteuer, tja, worum geht's?
Wenn du Dividende kriegst, dann wollen in der Regel zwei Staaten.
Etwas davon abhaben.
Neben dem deutschen Fiskus kassiert eben auch das Domiziland und zwar direkt bei Auszahlung, also an der Quelle.
Deswegen spricht man von Quellensteuer.
Und die Regelungen dazu, die sind echt komplex.
Deswegen, wenn wir das alles erschöpfend behandeln wollten, dann würde es Stunden dauern.
Das kann man dann am besten nachlesen.
Nur ein kurzer Überblick nochmal mit dem ganz wichtigen Hinweis, das hier ist keine Steuerberatung.
allen Fragen solltest du deinen Steuerberater dazu konsultieren.
Also, welche Länder sind besonders gut?
Tja, das sind natürlich diejenigen, bei denen überhaupt keine Quellensteuer anfällt.
Das gibt es nämlich tatsächlich auch.
Etwa in Großbritannien, in Singapur und in Hongkong.
Hongkong allerdings.
Vorsichtig sein bitte mit den H-Aktien, wenn da dieser chinesische Einfluss drin ist, dann kann doch Quellensteuer kommen.
Aber Großbritannien und Singapur, großartig, keine Quellensteuer.
Fällt natürlich trotzdem eine deutsche Kapitalertragssteuer plus Solidaritätszuschlag an.
Aber wenn dein Freibetrag nicht ausgeschöpft ist, dann kassierst du hier tatsächlich die Dividende brutto für netto.
Für Anleger ebenfalls entspannt sind die USA.
Denn die Quellensteuer dort liegt zwar bei 30%, aber wenn die Depotbank, so wie der Scalable Broker, einen sogenannten Qualified Intermediary Status hat, dann reduziert sich die Steuerlast auf 15%.
Und nach dem Doppelbesteuerungsabkommen sind diese 15% voll auf die deutsche Steuerlast anrechenbar.
Will heißen, die Steuerlast auf US-Dividenden ist ganz automatisch in aller Regel dieselbe wie bei deutschen Dividenden.
Nur die Technik im Hintergrund ist anders.
Allerdings gilt der Freistellungsauftrag nicht für Quellensteuern.
Ähnliche Geschichte vom Resultat her zumindest in den Niederlanden.
Ziemlich egal ist das Thema Quellensteuer auch in Japan, da der Satz dort mit 15,315 Prozent, wirklich ja nur Bruchteile über dem anrechenbaren Betrag liegt.
In Spanien sind es 19 Prozent, da gehen die also im Extremfall 4 Prozent von der Dividende verloren.
So, jetzt kommen wir mal zu den Ländern, die steuerlich problematisch sind.
De facto sind das alle Länder, in denen die Quellensteuer höher ist als 15%.
Denn auf Basis der Doppelbesteuerungsabkommen werden die Quellensteuern in aller Regel nur bis zu diesem Betrag auf die deutsche Steuerschuld angerechnet.
Bedeutet, etwa im Fall der Schweiz, wo die Quellensteuer bei 35% liegt, wenn Roche oder Nestlé Dividende zahlen, werden dir zusätzlich Zu den üblichen 26,375% Kapitalertrag, Steuer und Solidaritätszuschlag auch die nicht anrechenbaren 20% abgezogen.
Den Betrag allerdings kannst du gegen entsprechende Nachweise bei den Schweizer Finanzbehörden zurückfordern.
Geht voll digital.
Bis auf einen manuellen Zwischenschritt.
Du brauchst eine von deinem Finanzamt gestempelte Wohnsitzbescheinigung, die du für jeden Erstattungsantrag neu anfordern musst.
Man kann jetzt zwar innerhalb bestimmter Fristen solche Dividendenzahlungen unterschiedlicher Unternehmen aus einem Land bündeln, aber diese Rückerstattung ist natürlich ein bisschen Aufwand und du musst für dich selbst entscheiden, ob sich dieser Aufwand für dich rechnet, lieber Charlie Brown.
Du hattest danach gefragt.
Kalkulier einfach mal mit einer halben Stunde Arbeit pro Erstattungsantrag, wenn man ein bisschen Übung hat und dann rechne mal deinen persönlichen Stundensatz aus und halt es dagegen, gegen das, was du an Erstattung erwarten kannst.
Ähnlich Wie in der Schweiz läuft es auch in Norwegen, Schweden, Dänemark.
Ja, also ein digitales Prozedere, eine schnelle Erstattung.
Aber da muss ich halt einmal ein bisschen hineinfuchsen.
Problematisch wird es in Frankreich und in Italien, wo die Rückforderung der Quellensteuer wirklich extrem aufwendig ist.
Es gibt zwar über einige wenige andere Broker grundsätzlich ein Verfahren für die sogenannte Vorabbefreiung.
von dieser Quellensteuer, aber...
Auch das ist wieder mit einigem Formularkrieg verbunden.
Dazu kostet die Einrichtung der Vorabbefreiung häufig Gebühren und muss regelmäßig in Italien beispielsweise jedes Kalenderjahr neu beantragt werden.
Tja, und bei Positionsgrößen von ein paar tausend Euro, da lohnt sich das in der Regel nicht, weshalb italienische oder französische Aktien, deren Gesamtrendite zu einem hohen Teil aus Dividenden besteht, aus dieser Perspektive eher kritisch sind.
Also beispielsweise aus Frankreich eine AXA oder aus Italien eine Ternarete, wo fast die gesamte Rendite historisch aus der Dividende kommt.
Würde ich dann eher mal vielleicht überlegen, ob man es unbedingt braucht.
Bei Aktien mit wirklich marginalen Dividendenrenditen, so wie bei einer Hermes aus Frankreich, kann man das natürlich vernachlässigen.
Und da sind wir gleich bei der Folgefrage von Diesel-Krizzle.
Sollte man als Kleinanleger Aktien aus Hochquellensteuerländern ganz weglassen?
Fassen wir es nochmal einfach zusammen.
Faustregel, wenn du eine Aktie mit fetter Dividendenrendite im Visier hast, die nicht aus den USA, aus Großbritannien, den Niederlanden, Spanien, Japan, Singapur stammt, dann Informiere dich vorher über die Quellensteuerbelastung und rechne mal aus, was du dir durch die Lappen gehen lässt, wenn du nicht auf eine Erstattung drängst und nicht die Formulare ausfüllst.
Dazu noch ein Hinweis, zumindest in Europa soll das alles einfacher werden.
Es gibt nämlich die sogenannte FASTER-Richtlinie und das steht dabei für Faster and Safer Tax Relief of Access Withholding Taxes.
Also eine Direktive, in der es darum geht, dass Quellensteuern schneller und sicherer zurückgefordert werden können.
Die sieht unter anderem digitale Ansässigkeitsbescheinigungen vor.
und Regelungen zwischen den EU-Ländern, ähnlich diesem für die USA geschilderten Qualified Intermediary Status.
Die Richtlinie wurde vom EU-Parlament tatsächlich schon verabschiedet.
Die Mitgliedstaaten müssen das Ganze jetzt noch ratifizieren und in nationale Gesetze fassen.
Ab 1.
Januar soll die ganze Sache dann gelten.
Ich bin gespannt, ob es funktioniert.
Aber es wäre ja höchste Zeit, dass wir es in Europa endlich mal auf die Kette kriegen.
europäischen Binnenmarkt auch die Hürden für die Quellensteuererstattung zu senken.
Ich bin halt nur nie allzu optimistisch, was Zeitpläne und einheitliche, nützliche Maßnahmen in Europa angeht.
Und zum Abschluss dieses Steuerpasses nochmal der Hinweis, alles das, was wir hier gesagt haben, bezieht sich ja auch nur auf deutsche Privatanlegerinnen und Privatanleger und überdies gibt es immer wieder Einzelfälle in den verschiedenen Ländern, insbesondere wenn es um spezielle Wertpapiergattungen wie zum Beispiel REITs oder Trusts geht.
Sofern je komplexer es wird, umso genauer schaust du bitte hin und recherchierst.
Und zwar nicht erst dann, wenn die Dividende kommt, sondern bevor du einsteigst.
Die Börsenlady von Instagram, die ich auch schon auf mehreren Veranstaltungen treffen konnte, fragt, welche ist denn deine älteste Dividendenaktie im Depot?
Tja, das ist tatsächlich bei mir.
Die Münchner Rück, meine ältesten Stücke, sind noch aus der Zeit vor Einführung der Abgeltungssteuer, also Ende 2008, zu Kursen um die 120 Euro.
Hat von der Performance her, vom Kurs her natürlich richtig Spaß gemacht.
Aktuell sind wir bei 500 Euro.
Wobei ich natürlich auch zugebe, MSCI World ETF hat sich im selben Zeitraum ungefähr versechsfacht, hat also noch besser abgeschnitten.
Aber wir wollen eben auch die Dividende nicht vergessen.
Mit der Zahlung von diesem Jahr gab es seit Ende 2008 172,90 Euro.
Je Aktie an Dividenden.
Und selbst wenn ich davon jetzt mal die Steuer abziehe, netto sind wir dann bei 127,29 Euro, dann habe ich die Aktie in diesem Jahr jetzt komplett refinanziert durch Dividenden.
Sie trägt sich also für mich selbst.
Und umso schöner ist dann eben auch die persönliche Dividendenrendite, die sogenannte Yield on Cash.
24 Euro, die es jetzt gab, sind eben beim Einstandskurs von 120 Euro 20%, die man lukriert.
Und das zeigt mal wieder, gutes Unternehmen und ganz wichtig, ausreichend Zeit sorgt für hohe Dividendenrenditen.
Nicht am Anfang, aber...
Und um Aktien mit hoher persönlicher Dividendenrendite geht es auch Quoten-Cashflow.
Was macht man denn, wenn man so eine hohe Dividendenrendite hat?
Also persönliche 15% realisiert, aber die Aktie gefällt einem nicht mehr.
Wie geht man damit um?
Tja, also muss ich zunächst mal sagen, was einem nicht gefällt, sollte man nicht im Depot halten.
Punkt.
Aber frag dich vorher mal.
was dir eigentlich nicht gefällt.
Hältst du das Geschäftsmodell für langfristig nicht mehr tragbar?
Glaubst du vielleicht, dass die Dividenden auf diesem Niveau nicht nachhaltig sind?
Ja, dann fehlt an der Conviction, dann ist dein Investment Case im Eimer und dann heißt es raus.
Bei 15% realisierter Dividendenrendite scheint das ja ein ganz guter Deal gewesen zu sein.
Andere Möglichkeit ist ja, du bist langfristig weiter vom Unternehmen überzeugt, glaubst aber, dass der Kurs vielleicht einfach zu weit fortgelaufen ist und jetzt mal kräftig korrigieren müsste.
Dann kann man natürlich verkaufen und darauf spekulieren, dass man irgendwann wieder günstiger einsteigen.
Bedenk einfach, wenn du keine Aktienverluste hast, dann musst du erstmal den Kursgewinn versteuern.
Hast also für die Wiederanlage weniger Geld zur Verfügung.
Du hast das Compounding unterbrochen.
Und dann ist die zweite Frage, bist du dir sicher, dass du auch den Wiedereinstieg bei dieser Aktie, die du ja eigentlich doch ganz gut findest, wieder hinkriegst?
Oder wenn sie bei minus 30 steht?
Ändert dann das nicht was an deiner Conviction?
Oder sagst du nicht zumindest, naja, was 30% fallen kann, das kann auch 40% fallen?
Und...
dann schlägst du bei 40% Minus auch wieder nicht zu, was könnte ja auch auf 50% Minus gehen.
Macht es aber nicht, sondern geht auf Minus 20 und du stehst die ganze Zeit an der Seitenlinie.
Insofern, da ist die Psychologie ein wichtiges Thema und natürlich auch immer die Frage, was ist denn die Alternative?
Was machst du denn mit dem Geld, wenn du verkaufst?
Hast du sowieso irgendwas, wofür du das Geld brauchst?
Hast du ein...
Besseres Investment, mit dem du dich wohler fühlst oder liegt es erstmal im Cash?
Also ja, verkaufen mit einer Aktie, mit der man sich nicht mehr wohl fühlt, kann eine gute Option sein, auch bei 15% persönlicher Dividendenrendite, aber lieber einmal zu viel als einmal zu wenig darüber reflektiert, dann eine Entscheidung treffen, die Entscheidung auch umsetzen und dann auch im...
Rückblick, nicht mehr mit der Entscheidung hadern.
Das kannst du nämlich dann nicht mehr ändern.
Ja, und ganz generell nochmal zur persönlichen Dividendenrendite.
Das ist natürlich eine...
gute psychologische Stütze, fühlt sich auch schön an, genau wie dieses Thema mit der selbst tragenden Aktie, die man über Dividendeneinnahmen nach vielen Jahren dann selbst finanziert hat.
Aber vergiss niemals, entscheidend ist der Total Return, also der Gesamtertrag und zwar nach Steuern und natürlich auch die Positionsgröße.
Wenn du dich mit der nicht mehr wohlfühlst in einem Investment, dann wird es Zeit.
zumindest mal zu reduzieren.
Man muss ja nicht immer ganz rausgehen.
TobiMack23 hat ein Wunschkonzert initiiert, nämlich die Frage, welches Unternehmen soll anfangen, Dividenden auszuschütten.
Tja, ich habe ja schon vor 10 Jahren geschrieben, irgendwann zahlt jedes Unternehmen Dividende, das kontinuierlich hohe Cashflows erwirtschaftet.
Und...
Ich hatte ja recht.
Auch eine Alphabet, eine Meta, eine Booking, eine Salesforce sind inzwischen Dividendenzahler geworden.
Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Berkshire Hathaway zahlt immer noch keine Dividende, wird das auch nicht tun, selbst wenn sie 380 Milliarden Dollar Cash im Konto haben.
Ich bleibe insgesamt dabei, wir werden weitere Dividendenzahler sehen.
Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass irgendwann auch eine Uber oder eine DoorDash Dividende zahlen.
Plattformunternehmen sind dafür prädestiniert, aber eben erst zu dem Zeitpunkt, wo das unter dem Aspekt der Kapitalallokation sinnvoll ist und wo es vielleicht auch mit Blick auf die Investorenbasis ein zusätzliches Plus sein kann.
Tobi Divi fragt, könnte es im Nasdaq 100 irgendwann auch hohe Dividenden geben, wenn die Mac 7 nicht mehr weiter wachsen?
Naja, also es gibt ja schon hohe Dividenden im Nasdaq 100.
Nur eben in absoluten Zahlen.
Nur ein Beispiel, Apple hat 2025 allein über 15 Milliarden Dollar an Dividenden ausgeschüttet.
Nur in Relation zum Börsenwert von über 4 Billionen Dollar ist das halt verschwindend wenig.
Das sind nicht mal 0,4% Dividendenrendite.
Das ist noch weniger übrigens als der Nasdaq 100 im Durchschnitt.
Das sind aktuell immerhin 0,65%.
Aber alles 0, irgendwas.
Ist natürlich wenig.
Und dass diese Rendite vielleicht mal irgendwann auf 2% steigt.
Da muss ich sagen, das hoffe ich ehrlich gesagt nicht.
Denn das würde bedeuten, die Kurse müssten um rund 60% fallen.
Denn dass die Dividenden sich verdreifachen, ohne dass die Kurse mitsteigen, das halte ich dann doch für sehr unwahrscheinlich.
Dazu ist die Nestec ja weiterhin der Leuchtturm für Wachstumswerte.
SpaceX, OpenAI, Anthropic und wer da gerade alles gehandelt wird für ein baldiges IPO.
Und solche Unternehmen die neu an die Börse kommen, die werden auf Jahre hinaus erstmal keine Dividenden zahlen, vielleicht aber durchaus schon Dividendenzahler im Index verdrängen.
Insofern, der Nasdaq 100 ist ein spannender Index, den man ja natürlich auch sehr kontrovers diskutieren kann und muss.
Was wir ja unter anderem mit Denise Koch in der ganzen Folge gemacht haben, was wir mit Gerd Kommer gemacht haben, wo es um die Frage ging, Börsenplatzbetreiberindex, ist das wirklich zuverlässig und wo sind die Risiken?
Aber bei all diesen Diskussionen, Dividenden sind wirklich kein...
Relevanter Punkt, wenn es um den Nasdaq 100 geht.
Wenn dir diese besondere Folge gefallen hat, dann erzähl es gerne weiter und schick uns noch mehr Fragen.
Gerne auch mal als Sprachnachricht, aber passt auch weiterhin als Text an unseren Instagram-Account scalable.capital oder an mich.
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Tschüss aus Berlin.
