# Market Realignment: Activism, ETFs, and Bond Volatility

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-19

## Transcript

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Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die radikale Zeitenwende bei Berkshire Hathaway, einen Megadeal im Energiesektor und einen drohenden Zweikampf um Delivery Hero.
Im Thema des Tages feiern wir, dass ETFs jetzt in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.
Und in der AAA-Day dreht sich alles um das globale Beben am Anleihenmarkt und darum, was ihr jetzt als Anleger wissen müsst.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Dienstag, der 19.
Mai und wir wünschen euch einen gesunden Start in den Tag.
Gestern hatten wir ja auf eine Erholung gehofft und die ist dann auch tatsächlich gekommen.
Unser DAX hat seine anfänglichen Kursverluste gestern in deutliche Gewinne gewandelt.
Nach einem bis zu 0,6 Prozent tieferen Wochenstart unter der 24.000 Punkte Marke trieben Spekulationen über neue Verhandlungsvorschläge im Iran-Krieg den DAX und bis zu 2 Prozent höher.
Letztlich schloss er 1,5 Prozent im Plus bei 4.000.
20.308 Zähler.
Größter Gewinner im DAX war die Aktie der Deutschen Börse AG.
Ihr erinnert euch vielleicht an den Namen Chris Hohn.
Das ist ein ziemlich aggressiver, aktivistischer Investor und dessen Hedgefonds TCI, der hat jetzt über Aktien und Derivate eine 5,15% Beteiligung am deutschen Börsenbetreiber aufgebaut.
Bekannt geworden ist das am Wochenende und das trieb dann den Kurs der deutschen Börse am Montag stark an.
Die Aktie kletterte um 4,7 Prozent auf rund 256 Euro.
Ja und die deutsche Börse, die begrüßte die Beteiligung von TCI.
Bei einer anderen Beteiligung kann davon keine Rede sein, die Beteiligung von Unicredit an der Commerzbank.
Gestern haben die Italiener bestätigt, dass sie sich 38,87 Prozent der Stimmrechte an dem deutschen Rivalen gesichert haben, nach zuvor 32,6 Prozent.
Gleichzeitig haben Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank sich geäußert und empfehlen den Aktionären, das am 5.
Mai vorgelegte Angebot der Unicredit nicht anzunehmen.
Mit ihrer Strategie Momentum 2030 wollen die Frankfurter aus eigener Kraft wachsen und an Gewicht gewinnen.
Zugleich haben die Commerzbanker unter Verweis auf das Median-Analysten-Ziel von 41,50 Euro pro Commerzbank-Aktie das Angebot als zu niedrig bezeichnet.
Da hört man raus, dass die Commerzbank für den richtigen Preis vielleicht dann doch zu haben ist.
Gestern wollten die Anleger allerdings...
nicht so recht an einen Aufschlag aus Mailand glauben.
Die Commerzbank Aktie ging mit einem Minus von 1,5 Prozent aus dem Handel, so bei knapp 36 Euro.
Rheinmetall bekommt dabei weiteren Rückenwind aus Berlin.
Der Bund will bei der Rheinmetall-Tochter Rheinmetall MAN Military Vehicles nun Transportfahrzeuge im Wert von mehr als einer Milliarde Euro bestellen.
Die Lieferung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Ziel ist es, die Mobilität und Transportkapazitäten der Bundeswehr für die Landes- und Bündnisverteidigung auszubauen.
Die Bestellung ist Teil eines bestehenden Rahmensvertrags über insgesamt bis zu 6.500 Fahrzeuge, von denen bislang knapp 1.400 abgerufen wurden.
Und an der Börse kamen die Nachrichten gut an.
Die Rheinmetall-Aktie legte um 4,6 Prozent zu und war damit fast so stark im Plus wie die Aktie der deutschen Börse.
Unterstützung kam außerdem von der US-Bank Citigroup.
Deren Experten erklärten, der jüngste Kursrücksetzer bei Rheinmetall sei überzogen.
Die Analysten verweisen darauf, dass eine schnelle Entspannung im Ukraine-Krieg trotz diplomatischer Bemühungen weiterhin unwahrscheinlich erscheint.
ich würde sogar sagen, sehr unwahrscheinlich, und die Nachfrage nach Rüstungsgütern entsprechend hoch bleiben dürfte.
Damit wäre der DAX für heute abgehakt.
Schauen wir nochmal auf den MDAX.
Ein Bericht über den Einstieg des aktivistischen Investors Elliott bei BioRed hat Sartorius gestern kräftig Aufwind gegeben.
Laut Wall Street Journal hat Elliott einen größeren Anteil an BioRed aufgebaut und sieht den US-Labor aus Rusta wegen seiner Sartorius-Beteiligung als möglichen Übernahmekandidaten.
BioRed hält rund 38% der Sartorius Stämme und 28% der Vorzüge.
Einem Insider zufolge soll Elliott auch direkt Sartorius Vorzugsaktien gekauft haben.
Die an der Börse gehandelten Vorzüge stiegen dann gestern in der Spitze um 7,6% auf 220,50 Euro und waren damit im MDAX Spitzenreiter.
Seit Jahresbeginn liegen die Titel aber noch rund 13 Prozent im Minus.
Und noch ein zweiter MDAX-Wert legte gestern kräftig zu.
Delivery Hero gewann fast 6 Prozent.
Der Grund, der US-Fahrdienstleister Uber stockte seine Beteiligung beim Essenslieferant kräftig auf und zwar auf 19,5 Prozent und hält ja auch zudem weitere 5,6 Prozent in Form von Optionen.
Und dadurch erbrennt...
Gerade kurz vor der Hauptversammlung im Juni ein Zweikampf um die Macht bei Delivery Hero.
Zuletzt hatte ja schon der aktivistische Investor Aspex, der rund 15 Prozent der Anteile hält, den Druck auf Delivery Hero erhöht.
Uber könnte nun als Art Gegengewicht den Einfluss zumindest etwas neutralisieren.
Damit wagen wir mal den Sprung über den großen Teich, wo die erhoffte Erholung nicht so ganz angekommen ist.
Der S&P 500.
ging mit einem Mini-Minus von 0,1% aus dem Handel.
Der Nasdaq 100 büßte etwas mehr ein, nämlich 0,5%.
Zu den Gewinnern des Tages gehörte Ford.
Die Aktie legte um 5,5% zu, gestützt von einem neuen Energiespeicher-Deal in den USA und Expansionsplänen für Europa.
Die Ford-Tochter Ford Energy hat mit dem französischen Energiekonzern EDF einen Fünf-Jahres-Vertrag geschlossen und soll ab 2028 Batteriespeicher mit bis zu 20 Gigawattstunden Kapazität liefern.
Gleichzeitig kündigte Ford sieben neue Modelle für Europa bis 2029 an, um den Absatz wieder anzukurbeln und sich stärker gegen die chinesische Konkurrenz zu positionieren.
Weniger gut lief es dagegen für die deutschen Autobauer.
Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen blieben trotz des freundlichen Marktumfelds zurück.
Belastet wurden die Titel von schwachen Konjunkturdaten aus China, dem wichtigsten Absatzmarkt der Branche.
Die Wirtschaftstynamik in dem Land verlor im April spürbar an Tempo.
Mehrere Kennzahlen blieben hinter den Erwartungen der Volkswirte zurück.
Die Erwartungen sind ja traditionell auch immer dann groß, wenn Berkshire Hathaway seinen neuesten Pflichtbericht an die US-Börsenaufsicht veröffentlicht.
Und diesmal hatte es der Bericht wirklich in sich.
Es ist ja das erste so richtig große Update unter dem neuen CEO Greg Abel.
Und der räumt das Portfolio jetzt einmal kräftig um.
Besonders überraschend, Berkshire steigt mit rund 2,6 Milliarden Dollar bei Delta Airlines ein.
Damit kehrt der Konzern ausgerechnet in eine Branche zurück, die Warren Buffett nach den Verlusten in der Pandemie eigentlich schon.
Gleichzeitig setzt Able massiv auf Big Tech.
Berkshire kaufte rund 40 Millionen zusätzliche Alphabet-Aktien und verdreifachte damit die Position.
Insgesamt hält Berkshire nun den Gegenwert von mehr als 20 Milliarden Dollar an der Google-Mutter.
Daneben baute Berkshire auch Beteiligungen an der New York Times aus und kommt da auf eine zusätzliche Milliarde Dollar und eröffnete noch eine kleinere Position bei.
Gleichzeitig läuft ein regelrechter Kahlschlag bei zahlreichen anderen Beteiligungen.
Komplett verkauft wurden unter anderem Visa, Mastercard, Amazon, UnitedHealth, Charter und Domino's Pizza.
Auch bei Chevron zog Berkshire Geld ab und reduzierte die Beteiligung berichten zufolge um rund 8 Milliarden Dollar.
Das Signal dahinter ist klar.
Unter Greg Abel dürfte Berkshire offensiver, techlastiger und deutlich weniger an die klassischen Buffett-Regeln gewunden sein.
Spannend.
Und spannend ist auch, was sich im US-Energiesektor tut.
Da hat der US-Versorger NextEra Energy eine Übernahme angekündigt.
NextEra will den kleineren Wettbewerber Dominion Energy übernehmen.
NextEra beziffert den Wert des Deals auf insgesamt 66,8 Milliarden Dollar und der fusionierte Konzern soll dann unter anderem Strom an KI-Rechenzentren liefern.
An der Börse reagierten die Aktien darauf ein bisschen unterschiedlich.
Dominion gewann rund 11 Prozent, während NextEra etwa 4 Prozent verlor.
Zu den Verlierern gehörten gestern auch Chip-Werte kaum zu glauben dieser Tage.
Micron verlor knapp 6 Prozent, Seagate verlor rund 7 Prozent.
Auslöser waren da die Aussagen des Seagate-Chefs auf einer JP Morgan-Konferenz, wonach neue Fabriken, Zitat, zu lange brauchen würden.
Das verschärfte die Sorge.
dass die Speicher-Chip-Industrie mit der explodierenden Nachfrage im KI-Bereich nicht Schritt halten kann.
Auch Western Digital und SanDisk gerieten unter Druck.
Selbst Schwergewichte wie Nvidia oder Broadcom gaben nach.
Der Sox verlor insgesamt 2,5 Prozent.
Und das in einer Woche, wo gefühlt ja ihr die ganze Wall Street nur darauf wartet, dass Nvidia endlich seine Zahlen präsentiert.
Nicht nur die Wall Street, die ganze Welt.
Aber darauf müssen wir noch bis Mittwoch warten.
Und heute teilt dabei erstmal das Statistische Bundesamt neue Daten zur Entwicklung des Arbeitsmarkts im ersten Quartal mit.
Die KfW veröffentlicht ihren neuen Gründermonitor zur Lage der Startups und Unternehmensgründungen in Deutschland.
Google eröffnet seine Entwicklerkonferenz I.O.
und dürfte zahlreiche neue KI- und Android-Funktionen vorstellen.
Und Zahlen legen Hornbach, Home Depot, Euronext vor.
Und Hauptversammlungen halten Jungheinrich, PNE, Jonas, Shell, PayPal, JP Morgan und United Airlines ab.
Standard Chartered veranstaltet zudem einen Investor Day.
Das Thema des Tages.
Lea, wir sprechen heute über eine Revolution.
Nicht über Nvidia, nicht über SpaceX und nicht über Bitcoin, sondern über etwas, das inzwischen fast schon langweilig klingt, ETFs.
Ja, aber langweilig ist an der Börse ja oft ein Kompliment.
Aber das ist ja auch genau das, was ETFs so erfolgreich macht.
Sie sind nicht laut, sie versprechen nicht den schnellen Reichtum und sie entwickeln eine enorme Kraft beim langfristigen Vermögensaufbau.
Und jetzt zeigen neue Zahlen der Direktbank ING, ETFs sind in Deutschland in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Diese Erkenntnis, die kommt nicht von einem jungen Neobroker, sondern von der ING, also von der Bank, die viele Bundesbürger noch als D-Bar kennen.
Früher war das ja die Adresse für Tagesgeldjäger.
Möglichst gute Zinsen, möglichst wenig Risiko, möglichst einfach alles.
Und genau deshalb sind die Zahlen auch so interessant.
Wenn ausgerechnet die frühere Tagesgeldbank heute zeigt, wie stark ihre Kunden in ETFs investieren, dann reden wir nicht mehr nur über eine ganz kleine Szene von irgendwelchen Börsen-Nerds.
Nee, dann reden wir längst über den Mainstream.
Ja, und mal zu den Zahlen, die die ING alles auf Aktien zur Verfügung gestellt hat.
Zwischen Januar und März 2026 haben 1,3 Millionen ING-Kunden ein ETF gekauft.
Und zum Vergleich, 2022 waren es im gleichen Zeitraum 629.000.
Das ist also eine Verdopplung, ungefähr eine Verdopplung in vier Jahren.
Und das zeigt, wie sich die deutsche Anlagekultur verändert.
Nach den Platzen der New Economy Blase galt Deutschland ja lange als das Land der Aktienmuffel.
Viele hatten schlechte Erfahrungen gemacht, oft mit Einzelaktien, die damals als sichere Zukunftswerte verkauft wurden.
Heute ist die Lage durch ETFs da ein bisschen anders.
Also ETF statt EMTV.
Die Älteren wissen, wovon ich rede.
Ich fürchte, ich bin dafür zu jung.
Naja, sei es drum.
Ein ETF auf einen breiten Index bündelt ja mittlerweile meist Hunderte oder sogar Tausend Unternehmen.
Auch wenn ein Unternehmen abstürzt, reißt das nicht gleich das ganze Portfolio mit.
Und das ist ein fundamentaler Unterschied zum Zocken mit heißen Einzelwerten.
Ja, und dann kommt noch der Kostenvorteil dazu.
Viele ETFs, die kosten ja wirklich nur 0,1% oder 0,2% Gebühren pro Jahr, manche sogar weniger.
Klassische Aktienfonds dagegen, die liegen so bei 1,5% oder mehr.
Der Unterschied klingt vielleicht klein, der summiert sich über 20 oder 30 Jahre, aber zu einer riesigen Ersparnis.
Und Kosten sind bei der Geldanlage eine der wenigen Größen, die man wirklich kontrollieren kann.
Und wenn ein Produkt breitstreut, transparent ist und fast nichts kostet, dann ist das für viele Anleger schwer zu schlagen.
Gleichzeitig habt ihr ja trotzdem eine beträchtliche Auswahl.
Die ING selbst, die bietet rund 1200 ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr an.
Das ist richtig viel, finde ich.
Ja, der heimliche Star der ganzen ETF-Entwicklung ist ja auch so.
Schon würde ich sagen, der kostenlose ETF-Sparplan, eben weil die Einstiegshürde damit so niedrig ist.
Man legt einfach 50, 100 oder sogar 200 Euro monatlich an und automatisiert den Vermögensaufbau damit.
Und genau dadurch werden ETFs ja überhaupt erst alltagstauglich.
Besonders spannend finde ich ja die Zahl zu den weiblichen Kunden.
Bei der ING ist die Zahl der aktiven ETF-Anlegerin von 245.000 im Jahr 2022 auf 581.000 im Jahr 2026 gestiegen.
Ein Plus von 137 Prozent.
Bei Männern zum Vergleich lag das Plus bei 96 Prozent, war also deutlich kleiner.
Ja, und das ist wirklich wichtig, denn Aktien und Fondsinvestments waren in Deutschland ja lange männlich geprägt und jetzt holen Frauen deutlich auf.
Noch gibt es Unterschiede beim Volumen.
Männer investieren im Schnitt 167 Euro im Monat in Sparpläne, Frauen nur 141 Euro.
Aber die Richtung stimmt.
Der ETF-Boom wird dadurch ein bisschen weiblicher.
Und noch was Interessantes.
Die Jüngeren, die am Anfang des Berufslebens stehen, die investieren monatlich fast genauso viel wie die Älteren, obwohl die Jüngeren ja ein viel geringeres Einkommen haben, statistisch.
Und das zeigt, sie haben verstanden, dass Zeit der wichtigste Hebel beim Investieren ist.
Wer sich früh dazu entschließt, anzufangen, der muss gar nicht erst heldenhaft spekulieren.
Der Zinseszinseffekt, der arbeitet dann einfach länger.
Man könnte sagen, der ETF-Sparplan.
Der ist in Deutschland sowas wie das neue Bauspar.
Ja, kulturell passt das auf jeden Fall.
Früher standen ja Bausparverträge, Lebensversicherung und Tagesgeld für Sicherheit und Zukunftsplanung.
Heute ist für viele der ETF-Sparplan das Produkt, mit dem sie Altersvorsorge, Vermögensaufbau und finanzielle Selbstständigkeit verbinden.
Es gibt einen kritischen Punkt, den man nicht ganz ausblenden darf.
Viele vermeintlich globale ETFs sind stark USA- und Tech-lastig.
Wer einen MSCI World kauft, der bekommt zwar ein gutes Basis-Investment, aber nicht wirklich ein perfekt gleichgewichtetes.
Die USA dominieren und innerhalb der USA dominieren wiederum die großen Tech-Konzerne.
Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet.
Wer da glaubt, er kauft neutral die Welt, in Anführungszeichen, er sollte erstmal genauer hinschauen.
Ja, genauer hinschauen, aber nicht in Panik verfallen.
Lieber bewusst diversifizieren.
Ein Welt-ETF kann und sollte den Kern eures Portfolios sein.
Zusätzlich könnt ihr ja zum Beispiel Europa beimischen, wenn ihr die USA und Tech-Gewichtung reduzieren wollt.
Hier in Europa ist Tech in den Indizes ja eher geringer gewichtet.
Aber was nun, wenn ihr anfangen wollt mit dem Sparen per ETF?
Machen wir es mal konkret.
Ein Kandidat.
Der sich für den Vermögensaufbau per Sparplan eignet, ist der Amundi Prime All Country World.
Der kostet nur 0,07 Prozent im Jahr, umfasst mehr als 3.500 Einzeltitel und kombiniert Industrieländer mit Schwellenländern.
Das ist also ein sehr günstiger globaler Baustein fürs Vermögen.
Wer Europa-Stecker gewichten will, kann sich den X-Tracker Zero Stocks 50 anschauen.
Kostenpunkt 0,09 Prozent.
Das ist ein konzentrierter ETF auf große Eurozonen-Konzerne mit Namen wie ASML, Siemens und Total Energy.
Deutlich breiter aufgestellt, aber auch deutlich teurer ist der X-Tracker Stocks Europe 600.
Das Fazit lautet also, ETFs sind keine Wunderwaffe.
Sie schützen nicht vor Crashs, nicht vor Schwankungen und sind auch nicht komplett frei von Klumpenrisiken.
Aber sie haben geschafft, woran Finanzbildung und Politik lange gearbeitet haben.
Sie bringen Millionen Menschen systematisch an den Kapitalmarkt.
Hallo, ja, ich bin der André.
Also ich habe mir dieses Elektroauto gekauft und damit will ich ja auch mal wohin fahren.
Dann ist der Akku aber nicht immer ganz voll und dann bleibe ich halt lieber zu Hause.
Reichweitenangst kann jeden treffen.
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Und gut.
Die AAA-Idee des Tages.
Es ist ein Beben, das viele Investoren am liebsten ignorieren würden und das genau deshalb so gefährlich ist.
Die Renditen langlaufender Staatsanleihen sind in den vergangenen Wochen auf mehr Jahres, teilweise sogar, mehr Dekadenhochs geklettert.
Die 10-jährige Bundesanleihe zum Beispiel, die notiert mit 3,16 Prozent so hoch wie zuletzt im Jahr 2011.
Bei der 30-jährigen US-Staatsanleihe hat die 5 vor dem Komma einen Stand erreicht, wie ihn die Wall Street zuletzt 2007 sah.
Und Japans 30-jährige Staatsanleihe hat mit mehr als 4 Prozent ein Rendite-Niveau erklommen, das sie seit ihrem Debüt 1999 noch nie gesehen hat.
Ihr merkt, diese Bewegung ist längst kein amerikanisches Phänomen mehr.
Die Verkaufswelle rollt global von US-Treasuries über deutsche Bundesanleihen bis hin zu britischen, japanischen und australischen Staatsanleihen.
Anleger werfen die Papiere reihenweise aus ihren Depots, die Kurse fallen und die Renditen steigen spiegelbildlich massiv.
Oder anders gesagt, der Markt preist gerade weltweit ein, dass Geld auf Dauer teurer bleibt, als viele gehofft hatten.
Was für Sparer zunächst für eine gute Nachricht klingt, ist in Wirklichkeit für Anleger, Staaten und Unternehmen ein Warnsignal.
Steigende Renditen bedeuten ja fallende Anleihekurse.
Und sie verteuern die Finanzierung einer Welt, die bereits so hoch verschuldet ist wie nie zuvor.
Außerdem werden Anleihen zur Konkurrenz für den Aktienmarkt.
Holger hat sich daher mal...
die Hintergründe angeschaut und wir nutzen die heutige AAA-Idee, um euch zu einem die ETF-Verlierer zu zeigen und zum anderen, um euch zu verraten, wie ihr jetzt reagieren könnt.
Hinter dem aktuellen Beben stecken gleich mehrere Kräfte.
Auf der einen Seite wächst mit den steigenden Ölpreisen die Sorge, dass die Inflation eben doch nicht dauerhaft besiegt ist.
Die Inflationserwartungen ziehen bereits wieder an und liegen inzwischen klar über dem Ziel der EZB.
Auf der anderen Seite wird immer sichtbarer, wie abhängig das Finanzsystem von billigem Geld geworden ist.
Denn weltweit türmen sich die Schulden auf ein Rekordniveau.
Laut dem Institute of International Finance liegen sie inzwischen bei fast 353 Billionen Dollar.
Mehr als das Dreifache der globalen Wirtschaftsleistung.
Und dafür verlangen Investoren jetzt wieder deutlich höhere Renditen.
Und genau da beginnt das eigentliche Problem.
Anleger verlangen inzwischen wieder einen echten Risikoaufschlag.
Dafür starten langfristig Geld zu leihen.
Gleichzeitig drängen auch Unternehmen aber massiv in den Anleihermarkt, vor allem aus der KI-Branche.
Allein KI-nahe US-Konzerne dürften in diesem Jahr Anleihenvolumen von fast 500 Milliarden Dollar ausgeben.
Der Wettbewerb um Kapital nimmt spürbar zu und damit steigt auch der Preis des Geldes weiter.
Und das macht natürlich was mit den Kursen.
Der iShares Treasury Bond, der mit den 20 Jahre Laufzeiten, der verlor etwa auf Sicht von fünf Jahren im Schnitt mehr als acht Prozent pro Jahr.
Selbst breit gestreute Staatsanleihen ETFs mit verschiedenen Laufzeiten, die geraten unter Druck.
Der währungsgesicherte X-Trackers.
Römich 2 Global Government Bond ETF, der währungsgesichert ist, büßte binnen drei Monaten rund 2,6 Prozent ein und der iShares Core Global Aggregate Bond ETF, ebenfalls währungsgesichert, verlor etwa 2 Prozent.
Auch klassische Euro-Staatsanleihen entwickelten sich schwach.
Der Aisha's Euro-Government-Bond ETF legte auf drei Monatssicht rund 2,2 Prozent im Minus.
Der Grund dahinter ist relativ simpel.
Steigen die Renditen, fallen die Kurse bestehende Anleihen und je länger die Laufzeit, desto heftiger fällt dieser Effekt da aus.
Ganz verloren ist der Anleihenmarkt aber nicht.
Es gibt durchaus ein paar Gewinner, vor allen Dingen dort, wo starke Währungen dazukommen.
Der X-Trackers Röbig 2 Australia Government Bond ETF liegt auf Jahressicht mehr als 7% im Plus, allerdings weniger wegen der Anleihen selbst, sondern vor allem wegen des starken australischen Dollars.
Auch norwegische und brasilianische Papiere profitieren stark von Währungsgewinnen.
Gleichzeitig schneiden inflationsgeschützte Anleihen deutlich besser ab als die klassischen Staatsanleihen.
Der Alshires Euro Inflation Link Government Bond ETF hat in diesem Jahr knapp 3% gewonnen und ganz vorne liegen Wandelanleihen.
Der State Street Spider FTSE Global Convertible Bond kommt 2026 bislang auf sogar fast 14% plus, weil diese Papiere stärker an den Aktienmarktrallye hängen.
Was heißt das jetzt alles für euch als Anleger?
So schmerzhaft die Kursverluste für viele Bond-Fans gerade sind, zum ersten Mal seit Jahren entstehen dadurch wieder echte Chancen.
Wer heute eine langlaufende US-Staatsanleihe kauft und hält, bekommt wieder Renditen von rund 5% pro Jahr.
Das ist eine Welt, die Anleger nach der Nullzinsphase geradezu vergessen hatten.
Besonders spannend könnten dabei inflationsgeschützte Anleihen oder Lokalwährungsanleihen aus Ländern wie Brasilien und Mexiko werden, wo die Realrenditen deutlich höher liegen.
Entscheidend bleibt aber das richtige Risikomanagement.
Wer davon ausgeht, dass die Renditen weiter steigen, sollte eher auf kurze Laufzeiten setzen.
Denn Kurzläufer reagieren weniger empfindlich auf weitere Zinsanstiege.
ETFs wie zum Beispiel der iShares Dollar Treasury Bond mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr.
gilt deshalb als vergleichsweise defensiv.
Gleichzeitig zeigt die Entwicklung der vergangenen Monate, wie wichtig der Währungsfaktor geworden ist.
Gewinne oder Verluste hängen längst nicht mehr nur von den Anleihen selbst ab und genau deshalb wird der Anleihenmarkt jetzt wieder komplex und dadurch für euch auch wieder interessant.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA at Welt.de, hinterlasst uns eine Bewertung oder schreibt uns bei Instagram.
Wir haben gestern festgestellt, dass einige Fehmarn-Fans unter den AAA-Hörern sind und das finde ich als jemand, der früher wirklich jede Ferien, jedes langes Wochenende und eigentlich jede freie Zeit auf der Insel verbracht hat und vor allem den Südstrand auch immer in- und auswendig kennt, das finde ich natürlich ganz wunderbar.
Ja, und ganz wunderbar wird mit Sicherheit heute auch die neue Folge von Defner & Chapitz.
Die beiden haben heute so viel zu besprechen, dass wir hier gar nicht alles aufzählen können.
Nur so viel, dass SpaceX IPO, das wird mit Sicherheit eine Rolle spielen.
Das und all die anderen Kontroversen, die wollt ihr auf keinen Fall verpassen.
Und verpassen wollt ihr natürlich auch unsere neuen Folgen nicht.
Daher abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
