# Market Divergence, AI Strategy, and IPO Valuations

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-18

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die zwei Welten im DAX, den Balanceakt von Apple und was sonst noch so wichtig wird in dieser Woche.
Im Thema des Tages verraten wir euch, was ihr über den Börsengang des Jahrhunderts wissen müsst.
Und in der AAA-Idee dreht sich alles um einen alten Windkraftspezialisten, der plötzlich wieder richtig Rückenwind bekommt.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert, Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 18.
Mai und wir wünschen euch einen erholten Start in den Tag und in die neue Handelswoche.
Erholung hat der Markt auch tötig, denn am Freitag, da hat die unsichere Lage am Persischen Golf und die weltweit steigenden Zinsen, die haben der Börsenrallye einen richtigen Schlag versetzt.
Kann man sagen, der DAX verlor besonders stark, minus 2,1 Prozent auf...
23.951 Punkte, also wieder unter 24.000 Punkten.
Aber auch an der US-Börse ging es runter.
Der S&P 500 gab 1,2% nach, der Nasdaq 100 1,5%.
Die Nachrichten am Wochenende sorgten auch nicht gerade für die große euphorische Stimmung, wenn wir mal ehrlich sind.
Die Lage im Nahen Osten bleibt brandgefährlich.
Israel stellt sich laut mehreren Medienberichten bereits auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe gegen den Iran ein.
Die Armee befinde sich in höchster Alarmbereitschaft, während Jerusalem offenbar auf eine Entscheidung von US-Präsident Donald Trump wartet.
An den Märkten dürfte damit die Sorge vor einer erneuten Zuspitzung wachsen.
Diskutiert werden laut israelischen Medien sowohl begrenzte Luftschläge gegen Infrastruktur als auch deutlich weitreichendere Szenarien, etwa Bodenoperationen rund um die wichtige Exportinsel Karg oder Maßnahmen gegen die iranischen Uranbestände.
Jede Eskalation in der Region erhöht die Gefahr neuer Verwerfungen am Ölmarkt und verschärft damit die Energiekrise.
Und die Ölreserven der Industriestaaten, die befinden sich laut Bloomberg ohnehin auf einem Rekordtief.
Ja, bleibt also abzuwarten, was Donald Trump denn da so jetzt für Pläne hat.
Und währenddessen wir warten, schauen wir erstmal auf eine Analyse, die am Wochenende über den Deutschen Leitindex für kräftig Schlagzeilen gesorgt hat.
Es ist nämlich eine Analyse von der Beratungsgesellschaft EY.
Und die hat sich die DAX-Konzerne angeschaut und herausgefunden, dass trotz eines Umsatzrückgangs im ersten Quartal insgesamt mehr Geld verdient wurde.
Laut der Auswertung sanken die Erlöse der 40 Unternehmen im Schnitt zwar um 3,7 Prozent, gleichzeitig...
stieg aber der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern um 4,4 Prozent.
Besonders stark entwickelte sich die Finanzbranche mit einem Gewinnplus von fast 16 Prozent, während die Industriewerte lediglich auf ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent kamen.
Die höchsten Quartalsgewinne erzielten die Deutsche Telekom mit 5,8 Milliarden Euro, das ist wirklich ordentlich, und dann Allianz mit 4,5 Milliarden und E.ON mit 3,9 Milliarden.
Der Deutschlandchef von EY, Henrik Ahlers, spricht deshalb auch von zwei Welten im DAX.
Während Banken und Versicherer vom hohen Zinsniveau und der Marktvolatilität profitieren, kämpfen viele klassische Industrieunternehmen mit der schwachen Weltkonjunktur, mit den geopolitischen Risiken und dem hohen Kostendruck.
Besonders deutlich zeigt sich das auch in der Autoindustrie.
Sämtliche DAX-Autobauer mussten ja Gewinnrückgänge hinnehmen.
Gleichzeitig zählen aber E.ON, Siemens Energy und Munich Rehe zu den stärksten Gewinnern der Berichtssaison.
Zu den Gewinnern.
Der Gegenwart zählt klar auch Apple.
Die Aktie notiert auf hohem Niveau, seit Jahresbeginn mehr als 10% im Plus und notiert aktuell auf Allzeithoch.
Und es scheint, als wolle sich der iPhone-Konzern damit nicht begnügen.
Apple soll nämlich offenbar an einer eigenständigen Siri-App arbeiten, die künftig direkt mit JetGPT, Gemini und Claude konkurrieren soll.
Und das wäre wirklich mal eine Trendwende.
Ja, das kannst du laut sagen.
Laut Bloomberg plant der Konzern für iOS 27 ein KI-Chatbot mit gespeicherten Konversationen und Texteingabe.
Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied.
Nutzer sollen selbst festlegen können, ob die Chats nach 30 Tagen, nach einem Jahr oder gar nicht gelöscht werden.
Und genau hier versucht Apple, seine alte Kernbotschaft jetzt neu aufzuladen.
Datenschutz als Differenzierungsmerkmal im KI-Zeitalter.
Während Konkurrenten wie Alphabet ja bislang Nutzerdaten wirklich intensiv zum Training...
ihre Modelle nutzen und verwenden, plant Apple jetzt, die Konversation standardmäßig erstmal nicht auszuwerten.
Das Problem dabei, genau diese Vorsicht hat Siri technologisch zurückgeworfen.
Apple verzichtet weitgehend auf echte Nutzerdaten zum Training seiner Modelle und hinkt deshalb bei KI-Funktionen seit Jahren hinterher.
Inzwischen ist der Druck so groß, dass der Konzern sogar auf Google angewiesen ist.
Das Gemini-Modell und Teile der Infrastruktur sollen künftig Apple Intelligent unterstützen.
Ja, für Apple ist das ein richtiger Balanceakt.
Ja, und Balanceakt ist wohl auch der richtige Begriff für die Konzerne, die gerade noch irgendwie Beziehungen nach Kuba unterhalten.
Die verschärften US-Sanktionen gegen den Inselstaat treffen nämlich immer mehr Sektoren und jetzt auch die globale Schifffahrt.
Die Reederei Hapag-Lloyd hat nun zum Beispiel angekündigt, Buchungen von und nach Kuba vorerst komplett auszusetzen.
Hintergrund ist das neue Dekret von US-Präsident Donald Trump, dass die bisherigen Sanktionen deutlich ausweitet.
Künftig geraten auch ausländische Unternehmen unter Druck, wenn sie in strategischen Bereichen der kubanischen Wirtschaft aktiv sind, etwa in Energie-, Bergbau-, Verteidigung- oder Finanzdienstleistungen.
Die Folgen könnten erheblich sein.
Ein anderes Land, nämlich Japan, hat der Finanzinvestor Bain Capital jetzt ins Visier genommen.
Wie die Financial Times berichtet, hat die Beteiligungsgesellschaft ihren neuen Asienfonds Bain Capital Asia Fund Sechs ist der, der ist so römisch durchnummeriert, der sechste Fonds dieser Art, mit insgesamt 10,5 Milliarden Dollar geschlossen.
Es ist der größte Asienfonds in der Geschichte des Unternehmens.
Und ursprünglich wollte Bain nur 7 Milliarden Dollar einsammeln.
Der Fokus liegt dabei klar auf Japan, wo Reformen bei der Unternehmensführung, steigender Druck auf börsennotierte Firmen und eine wachsende Zahl alternder Unternehmen den Markt für Übernahmen massiv beleben.
Wichtig dabei, der Fonds von Bain selbst ist ein geschlossener Private Equity Fonds und damit für Privatanleger nicht einfach handelbar.
Wer trotzdem auf die Japan-Story setzen will, kann das über börsengehandelte ETFs tun, etwa über den iShares MSCI Japan oder den X-Trackers Nikkei 225 ETF.
Die große These dahinter bleibt dieselbe, Japan wird für internationale Investoren gerade einmal neu entdeckt.
Soll ich jetzt die Termine für uns entdecken?
Ja.
Mach mal.
Dann mache ich das.
Also die Woche startet ruhig, muss man sagen.
Heute gibt es nur Zahlen von Ryanair und Baidu.
Und die wichtigsten Zahlen der Woche, die liefert natürlich Nvidia.
Der Chip-Konzern veröffentlicht seine Quartalszahlen am Mittwochabend.
Und der Markt schaut da genau hin, nachdem die Aktie zuletzt neue Rekordhöhen erklommen hat.
Da geht es ja langsam Richtung 6 Billion Dollar Marktkapitalisierung.
Entscheidend wird sein, ob das Rechenzentrum-Geschäft das hohe Tempo halten kann.
Ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht Eurostat die finale Inflationsrate für April.
Das ist ja auch immer so ein kleiner Gradmesser dafür, wie schnell die EZB weiter lockern kann und Ob überhaupt.
Den Abschluss der Datenwoche bildet dann am Freitag der IFO Geschäftsklimaindex, der angesichts anhaltender handelspolitischer Unsicherheiten besonders interessant wird.
Ja, da gibt es im Wochenverlauf auch noch ganz viele weitere Quartalszahlen, unter anderem von Hornbach, Home Depot, Target, Walmart, Marks & Spencer's, Intuit, Analog Devices, Hasbro, Euronext, Deer & Co., Generali, EasyJet, Swiss Life und, und, und.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Das Thema des Tages.
Seit Samstag wissen wir es jetzt also genau.
SpaceX will schon Mitte Juni an die Börse gehen, an der Nasdaq.
Und angepeilt ist, so heißt es, der 12.
Juni.
Und die angepeilte Bewertung, die wissen wir jetzt auch, das sollen nämlich mindestens 2 Billionen Dollar sein.
Das berichten mehrere Medien.
Mit einem IPO-Volumen von 75 Milliarden Dollar, also so viel will die Weltraumfirma von Elon Musk ja einnehmen, wird es der größte Börsengang aller Zeiten sein.
Um es mit einem Modewort der Investoren-Szene zu sagen, überlebensgroß.
Das wird also ein Börsenereignis für die Geschichtsbücher, das ist klar.
Aber gerade weil hier alles überlebensgroß ist, müssen und wollen wir hier die Frage stellen, ist das für euch die Chance an einem Jahrhundertunternehmen?
investiert zu sein, beteiligt zu sein oder aber der Moment, in dem ihr als Anleger Gefahr lauft, für eine Zukunftsvision zu viel zu bezahlen.
Ja, stellt sich ja sowieso erstmal die Frage, für was SpaceX denn eigentlich steht und warum jetzt ein solcher Preis aufgerufen wird.
Also ich meine, zwei Billionen Dollar, das ist ja wirklich schon mal eine Ansage.
Also vor zwei Jahren wurde die Firma von Elon Musk ja noch mit kaum mehr als einem Zehntel bewertet.
Aber SpaceX überragt alle Wettbewerber bei Raketenstarts um Längen.
Starlink steht für eine globale Dateninfrastruktur und dazu kommen KI-Fantasie und Rechenzentren in all.
Ja, nur an der Börse, da muss aus Fantasie irgendwann auch mal Cashflow werden.
Wir haben uns im Thema des Tages mal angeschaut, wie die Chancen bei SpaceX dafür stehen.
Und geholfen hat uns dabei Christian Werö, Chefvolkswirt von Scalable Capital.
Christian verweist darauf, dass SpaceX dieses Jahr so schätzungsweise 25 Milliarden Dollar Umsatz machen wird.
Ja, und wenn dem jetzt eine Börsenbewertung von zwei Billionen Dollar entgegensteht, landen wir bei einem Kursumsatzverhältnis von etwa 80.
Und da sagt Christian sehr nüchtern, dass eine, Zitat, nahezu perfekte Wachstumskurve für die nächsten Jahre eingepreist.
Ja, und Christian formuliert es so.
Bei der Bewertung, da sei die SpaceX-Aktie sowas wie eine Option, die sehr weit aus dem Geld liegt.
Die Prämie, die dafür verlangt wird, dabei zu sein, ist, Zitat im wahrsten Sinne des Wortes, Exorbitant, Zitat Ende.
Und das heißt, wer die Aktie zu dem Preis kauft, der kauft nicht nur massives Wachstum, sondern dass wir trotz dieser riesigen Wachstumserwartung im Grunde das ganze Potenzial von SpaceX noch gar nicht erkennen.
Den Punkt macht Rainer Zittelmann gelten, der das Buch Weltraumkapitalismus geschrieben hat und den wir ja auch hier schon bei AAA zu Gast hatten.
Rainer Zittelmann sagt, dass SpaceX schon heute die Weltraumfahrt dominiert.
165 von 324 weltweiten Raketenstarts entfielen auf SpaceX und von rund 15.000 aktiven Satelliten im Orbit gehören mehr als 10.000 zum Starlink-System.
Zitat, das ist nicht mehr Science-Fiction, das ist industrielle Dominanz.
Ja, und Rainer Ziedelmann sagt ja auch, dass SpaceX die Kosten für den Transport von Gütern in den Weltraum, also den Transport von Lastenweltraum um 95 Prozent gesenkt hat.
Dennoch gilt auch hier ein hervorragendes Unternehmen.
Das ist nicht automatisch ein hervorragendes Investment.
Das haben wir zum Beispiel von Buffett gelernt.
Also wenn jetzt der Einstiegskurs absurd hoch ist, dann macht ihr damit einfach keine hervorragende Rendite.
Bei 2 Millionen Dollar muss SpaceX nicht nur Marktführer bleiben, sondern muss ja praktisch mehrere neue Märkte gleichzeitig erschließen, damit diese Rechnung aufgeht.
Der Tag des Börsengangs selbst ist dabei besonders gefährlich.
Christian sagt, bei einem Hype-Thema sei der erste Handelstag aus verhaltensökonomischer Sicht, Zitat, fast immer eine emotionale Falle für Privatanleger, Zitat Ende.
Hier ist halt alles Hype, die Story, der Name, der Gründer.
Und von daher wäre Vorsicht angesagt, ob ihr auf dem Niveau wirklich kaufen wollt.
Trotzdem kann die Aktie nach dem IPO erstmal steigen.
Erinnert euch da nur mal an den Stablecoin-Anbieter Circle.
Da ging es an dem ersten Tag von 31 Dollar bis auf so rund 300 Dollar nach oben.
Und bei SpaceX, da könnte nicht nur Euphorie den Kurs treiben, auch die Mechanik der Indexregeln.
Laut der angepassten Fast-Entry-Regeln der Nasdaq könnten Indexfondsanbieter nämlich gezwungen sein, SpaceX-Aktien für viele Milliarden Dollar zu kaufen, damit die in den Indexfonds entsprechend vertreten sind.
Und so viele Aktien, die werden ja am Anfang noch gar nicht am Markt sein.
Christian Röhl spricht da von einem möglichen Market Squeeze mit Ansage.
Für alle, die nicht direkt beim IPO dabei sein können oder auch wollen, aber glauben, dass das überlebensgroß wird, gibt es indirekte Wege zu partizipieren.
Alphabet hält über frühere Finanzierungsrunden einen Anteil von vermutlich so um die 5 Prozent an SpaceX.
Gut, gemessen an Alphabets Börsenwert wären 100 Milliarden allerdings nur ein ganz kleiner Betrag.
Anders sieht es bei Ecos da aus, die sich bei einem Deal Anteile an SpaceX gesichert haben.
So ist es.
Und Christian warnt daher, dass Ecostar in Erwartung des SpaceX IPO zuletzt schon extrem gut gelaufen ist.
Die haben sich vervielfacht allein dieses Jahr.
Die Prämie könnte dann sogar abschmelzen, sobald das SpaceX Debüt an der Börse halt über die Bühne gegangen ist.
Und am transparentesten ist wohl der Scottish Mortgage Investment Trust, bei dem SpaceX zuletzt die größte Position war.
Aber auch dort gilt, der Markt hat den erwarteten Börsengang schon lange eingepreist.
Ja, und was heißt das jetzt konkret für euch Anleger?
Also erstens, lasst euch nicht von der FOMO treiben.
Lieber in Ruhe den Prospekt einmal lesen, sobald er da ist.
Umsatz, Marge, Verschuldung, Governance, Stimmrechte, Lockups, alles einmal in Ruhe angucken und dann handeln.
Zweitens, wenn ihr mitmacht, dann bitte nur mit einer Positionsgröße, die auch einen heftigen Rückschlag aushält.
Und noch ein Hinweis für den Gesamtmarkt.
SpaceX kann der Beginn einer neuen Space Economy Rallye sein, aber es könnte auch der Kipppunkt der Börsenrallye sein.
Große Deals kommen.
manchmal am Anfang einer Ära, manchmal aber auch am Ende.
Dass SpaceX unter dem Ticker SPCX an die Börse geht, das kann man auch als nicht ganz so gutes Omen auffassen.
Bis vor kurzem gehörte das Kürzel nämlich ausgerechnet einem SPAC und IPO-ATF, der im Hype 2020-21 kurzzeitig abging wie eine Rakete und später eine ziemlich unsanfte Landung hinlegte.
Ja, und genau deshalb lautet unser Fazit für euch.
Staunen ja, blind kaufen nein.
SpaceX kann ein Jahrhundert-IPO werden, aber ein Jahrhundert-IPO heißt nicht automatisch auch eine Jahrhundertrendite.
Ich liebe es ja, meine Katze zu verwöhnen.
Kennst du das?
Hier noch ein Snack, da noch ein Snack.
Da kommt ja schon einiges zusammen.
Na, nicht bei Fressnapf.
Die haben jetzt in teilnehmenden Märkten dauerhaft über 500 Preise reduziert.
Das heißt für dich, weiterhin deine Katze verwöhnen, mehr einpacken?
weniger ausgeben.
Wow, das habe ich gar nicht mitbekommen.
Das ist ja genial.
Ja, total.
Ob Futter, Spielzeug oder Zubehör, hier findest du immer das Beste für deinen Liebling.
In jeder Lebensphase.
Vielseitiges Sortiment, gute Beratung, da wird man immer fündig.
Na dann, auf zu Fressnapf.
Die AAA-Idee des Tages.
Lea, es gibt ja hier bei Alles auf Aktien ein kleines, ungeschriebenes Gesetz.
Wenn ein Host im Urlaub ist, kommt er mit einer AAA-Idee aus der Urlaubsregion zurück.
Und du hast jetzt das lange Wochenende für einen Kurzurlaub genutzt.
Also?
Also habe ich da was mitgebracht.
Ich war aber nicht im Ausland.
Also ich kann jetzt hier keine ganz spannenden neuen Aktienmärkte hier präsentieren.
Ich war ein paar Tage auf der wunderschönen Ostseeinsel Fehmarn und habe euch von da eine Aktie mitgebracht, die viele wahrscheinlich schon kennen, Nordex.
Nordex ging 2001 an die Börse und hat seinen Sitz zwar in Hamburg, aber einen ganz besonderen Bezug nach Fehmarn.
Im März meldete der Windanlagenbauer einen großen Repowering-Auftrag von der Insel.
Konkret will Nordex ab dem kommenden Jahr ältere Windräder durch 24 neue Turbinen ersetzen.
Und insgesamt geht es um knapp 137 Megawatt Leistung, also gar nicht mal wenig.
Premium-Service-Vertrag über 20 Jahre in den Auftrag eingearbeitet.
Und genau dieser Teil, der ist wichtig.
Genau, denn das Servicegeschäft wird für Nordex immer relevanter.
Während der Verkauf neuer Windanlagen stark vom Zyklus abhängt, bringen Wartungsverträge planbare und wiederkehrende Einnahmen.
Und das ist margenstärker, kalkulierbarer und für die Börse oft attraktiver als das klassische Projektgeschäft.
Weltweit betreut Nordex inzwischen fast 14.000 Turbinen, das Service-Segment wird damit zunehmen zu einer zweiten Säule des Konzerns.
Und Fehmarn ist eben kein Einzelfall.
Viele Windparks in Deutschland stammen noch aus den 90er Jahren und nähern sich technisch ihrem Lebensende.
Genau daraus entsteht gerade ein neuer Milliardenmarkt.
Genau, denn statt komplett neue Standorte zu erschließen, werden bestehende Parks einfach modernisiert mit leistungsfähigeren Anlagen und deutlich höheren Erträgen.
Nordex positioniert sich hier sehr offensiv.
Parallel dazu hat das Unternehmen auch seine Nachhaltigkeitsstrategie überarbeitet.
Klingt jetzt erstmal nach Pflichtprogramm, ist für Investoren inzwischen aber ein ziemlich harter Faktor.
Nordex richtet sich jetzt an den neuen EU-CSRD-Regeln aus und definiert konkrete ESG-Ziele, vor allem bei der Dekarbonisierung der Lieferkette.
Das Entscheidende daran, damit verbessert sich der Zugang zu institutionellem Kapital.
Viele Fonds und Versicherer dürfen inzwischen ja nur noch in Unternehmen investieren, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.
Und auch operativ läuft es gut bei Nordex.
Im ersten Quartal 2026 ist der Umsatz um gut 10 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen.
Und noch wichtiger, die Margen verbesserten sich ebenfalls.
Nordex profitierte von effizienteren Projekten, stabileren Lieferketten und besseren Preisen bei Neuaufträgen.
Und genau daran war die Branche ja lange gescheitert.
Also es gab zwar volle Auftragsbücher, aber zu wenig Profitabilität.
Und deshalb schaut der Markt aktuell so genau hin.
Der Nordex versucht gerade den Übergang von einer...
klassischen Wachstumsstory zu einem profitablen Industrieunternehmen.
Der Konzern selbst spricht davon, dass 2026 zum Wendepunkt werden soll.
Markenstärkere Projekte sollen Vorrang bekommen, gleichzeitig bleibt die Auftragslage robust.
Rückenwind könnte es jetzt ausgerechnet aus der Politik geben.
Der Bundesrat plant ja eine Gesetzesinitiative für weitere Windkraftausschreibungen mit einem Volumen von 5000 Megawatt alleine noch im laufenden Jahr.
Dahinter stehen mit Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern und Baden-Württemberg gleich vier Bundesländer.
Ziel ist es, bereits genehmigte Projekte schneller umzusetzen und zusätzliche Kapazitäten auf den Markt zu bringen.
Für Unternehmen wie Nordex wäre das besonders wichtig, weil die Mengen zusätzlich zu den regulären Ausschreibungen kommen würden und damit direkt den Auftragseingang im Heimatmarkt anschieben könnten.
Und vielleicht sehen einige Analysten auch genau deshalb noch Luft nach oben.
Aktuell notiert die Nordex-Aktie bei knapp 45 Euro.
Bärenberg gibt ein Kursziel von 57 Euro aus, die Deutsche Bank Research sogar von 59 Euro.
Aber die Papiere sind zuletzt auch wirklich schon sehr gut gelaufen.
Auf Jahressicht steht ein Plus von mehr als 150 Prozent.
Zuletzt konsolidierte das Papier zwar etwas, und das ist ja auch gar nicht schlecht, denn wir sollen ja nicht immer nur über Aktien reden, wenn sie am Allzeithoch stehen.
Aber auch wegen der fallenden Ölpreise nach dem Iran-Krieg ging es da zeitweise nach unten.
Genau deshalb sieht es jetzt aber nach einer gesunden Pause der Rallye aus.
Und die Analysten, die sind noch ein bisschen abwartender an der Seitenlinie.
Sieben raten zwar zum Kauf, dagegen sagen acht halten und ein Experte, der meint verkaufen.
So oder so, die große These ist ja erstmal intakt.
Höhere Energiepreise, geopolitische Unsicherheit und der massive Ausbau erneuerbarer Energien spielen Unternehmen wie Nordex, aber damit auch automatisch natürlich der direkten Konkurrenz, spielen ihn strukturell in die Karten, oder?
Anders gesagt, die Energiewende ist längst nicht mehr nur Klimapolitik, sie wird zunehmend auch Sicherheitspolitik.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an www.a-at-welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Überraschend wenig direktes Feedback hat uns zur Samstagsfolge mit Frank Thelen erreicht.
Dafür ist die Folge aber zum Beispiel auf Spotify munter und phasenweise auch recht kontrovers diskutiert worden.
Christoph schrieb, vielen Dank für das tolle Interview mit Frank Thelen.
Wieder einmal ein echtes Highlight.
Ihr schafft es immer wieder, spannende Persönlichkeiten zum Gespräch zu bringen und die richtigen Fragen zu stellen.
Andere Hörer fanden die Folge dafür sehr schwach.
Ja, du sagst es.
Eine Hörerin wünscht sich aber mal wieder eine Samstagsfolge mit einem weiblichen Gast.
Yay, ich würde es auch begrüßen.
Falls ihr da konkrete Vorschläge oder Wünsche habt, dann kommentiert die doch mal gerne.
Ein bisschen Inspiration schadet ja nicht.
Und AAA mit geballter Frauenpower gibt es übrigens schon diesen Freitag, nämlich beim New Work Summit von Business Insider in Berlin.
Gemeinsam mit Margarete Honisch von Fortuna Lista, Sophie Turner von Beat West und Christian Röhl, der Hahnemkorb von Scalable, spreche ich auf dem Event darüber, wie man in 2026 sein Gehalt denn eigentlich für sich arbeiten lassen kann.
Und falls ihr das nicht verpassen wollt, findet ihr in der folgenden Beschreibung den Link zum Ticketshop und einen exklusiven Rabattcode, mit dem ihr das Ticket für 15 Euro erhalten könnt.
Bist du eigentlich am Freitag auch am Start, Daniel?
Also ich schaue da auf jeden Fall mal vorbei.
Es gibt zwar kein Panel über Dividenden, dafür aber eine Masterclass zu Gehalt verhandeln.
Es gibt nicht nur eine, es gibt sogar mehrere.
Und dazu kommen Live-Podcasts und spannende Impulse rund um die Karriere.
Das wollt ihr bestimmt nicht verpassen.
Ebenso wenig wie unsere gemeinsame Woche hier.
Daher abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
