# Berkshire Portfolio Shifts and AI Market Dynamics

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-18

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Montag, der 18.
Mai.
Mein Name ist Christoph Damm und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital.
Die haben durch ihre Vollbanklizenz noch bessere Konditionen.
Zum Beispiel gibt es auf dem Tagesgeldkonto 2,5 Prozent Zinsen auf ein unbegrenztes Guthaben.
Auch für Kinderkonten und im Prime Plus Broker.
Sogar mit mehreren Partnerbanken, bei denen jeweils die Einlagensicherung greift.
Heute schauen wir auf die großen Veränderungen im Aktiendepot von Berkshire Hathaway.
Davon gab es in letzter Zeit nämlich einige.
Und davor gibt es Familienstreit und Kursschwäche bei Mark Zuckerbergs liebster Brillenfirma.
Und natürlich die aktuellen News und die kommen von Noah.
Freitag war kein guter Tag für die Börse.
Der Ölpreis ist wieder gestiegen.
Aktien, Gold und Krypto sind gefallen.
Vor allem getrieben von Tech-Aktien, die in den letzten Wochen so krass gelaufen sind.
Grund war erstens, dass sich die Lage im Iran nicht entspannt, zweitens für das zu sorgen vor weiter hoher Inflation und drittens hat das am Freitag zu sorgen vor steigenden Zinsen geführt.
Investoren halten es mittlerweile sogar für realistisch, dass es demnächst eine Leitzinserhöhung in den USA geben wird.
Das ist für die Börse aus mehreren Gründen immer nicht so positiv.
Gerade im KI-Bereich wird die Finanzierung der ganzen Rechenzentren teurer, wenn die Zinsen steigen.
Gleichzeitig ist es ja so, dass viele junge KI-Firmen aktuell Geld verbrennen, um in Zukunft Geld zu verdienen.
Das ist auch legitim, nur liegen die Gewinne der Firmen dann einfach weit in der Zukunft.
Und um herauszufinden, wie viel heute diese Gewinne in der Zukunft wert sind und die Aktie damit zu bewerten, muss man diese Gewinne abzinsen und je höher die Zinsen sind, desto geringer der Wert von zukünftigen Cashflows.
So viel also zur schlechten Zinsstimmung am Freitag.
Die gute Nachricht ist, dass diese Woche viele Impulse kommen, die die Stimmung drehen könnten, zumindest wenn sie gut ausfallen.
Zum Beispiel kommen am Mittwoch die Quartalszahlen von Nvidia.
Außerdem könnte am Mittwoch auch das Börsengangsprospekt von SpaceX endlich öffentlich werden.
Aber nochmal kurz zurück zum Thema Zinsen.
Da fand ich noch ganz spannend, dass Alphabet Ende letzter Woche 3,6 Milliarden Dollar an Yen-Anleihen in Japan verkauft hat.
Das war der größte Anleihendeal einer nicht-japanischen Firma in Japan ever.
Fairerweise sind es für Alphabet selber eher Peanuts.
Die haben in den letzten paar Monaten fast 60 Milliarden Dollar über Anleihen eingesammelt, vor allem auch, um Investments in Rechenzentren zu finanzieren.
Übrigens ganz spannend, generell boomt gerade dieser Markt für internationale Anleihen in Japan, weil Investoren dort hohe Nachfrage nach solchen Anleihen haben.
Dieses Jahr ist das Volumen an Anleihenverkäufen von nicht japanischen Firmen in Japan im Vergleich zum Vorjahr 280% gestiegen.
Und fast 280%, nämlich 257%, hat in den letzten zwölf Monaten die Aktie vom italienischen Technoprobe zugelegt.
Christoph hat hier in der Folge vom 30.
Januar schon mal länger über die Kollegen gesprochen.
Und alleine seitdem hat sich die Aktie nochmal verdoppelt.
Technoprobe ist Christoph damals aus zwei Gründen aufgefallen.
Erstens war ihr Gründer schon 60, als er die Firma gestartet hat und war eigentlich auf dem Weg in den Ruhestand.
Zweitens baut Technoprobe einfach gesagt Karten, mit denen man Chips testen kann.
Und genau das Business boomt gerade durch die hohe KI-Nachfrage.
Bei Technoprobe führt dieser Boom gerade zu zwei Dingen.
Erstens werden sie ihr Umsatzziel für 2027 jetzt schon in 2026 erreichen.
Zweitens haben sie am Freitag gesagt, dass sie eine EBIT-Damage von über 45% erwarten.
Das Ziel waren mal 40%.
Durch die hohe Nachfrage macht Technoprobe also nicht nur viel Umsatz, sondern kann auch hohe Preise durchsetzen.
Diese Kombu führt dann zu sehr viel Gewinnwachstum und erklärt, wieso Investoren so euphorisch sind.
Übrigens hat die Aktie alleine am Freitag nach der Ankündigung schon wieder über 30% zugelegt.
Deutlich weniger euphorisch sind Investoren bei der Magnum Ice Cream Company.
Seit dem Börsengang vor ein paar Monaten ging es mit der Aktie nur bergab.
hohe Energiepreise drücken die Kühlkosten, Abnehm-Spritzen drücken die Umsätze und und und.
Am Freitag hat die Aktie aber zumindest mal 11% zugelegt.
Der Kurs ist mittlerweile nämlich so tief, dass wohl einige Private-Equity-Firmen wie zum Beispiel Blackstone darüber nachdenken, die Firma hinter Marken wie Cornetto, Ben & Cherries oder Magnum aufzukaufen.
Und eine gute Tech-Nachricht gab es dann auch noch.
Die Design-Plattform Figma hat in den letzten Monaten ja massiv unter den Sorgen vor KI-Konkurrenz wie Claude Design gelitten.
Am Freitag ist die Aktie nach soliden Zahlen aber über 10% gestiegen, denn der Umsatz ist letztes Quartal schneller gewachsen als erwartet, was erstmal gegen ganz akute Probleme durch KI-Konkurrenz spricht.
Und dazu meinte das Management auch noch, dass die Nutzer mittlerweile ab gewissen Limits für zusätzliche KI-Feature zahlen und die Zahlungsbereitschaft da wohl sehr hoch ist.
Und abschließend noch eine ganz spannende Meldung aus der Automobilindustrie.
Der Mercedes-CEO Ola Kalenius hat dem Wall Street Journal gesagt, dass sein Einstieg in die Rüstungsproduktion für Mercedes durchaus vorstellbar ist.
Mark Zuckerberg ist nicht nur Fan von Smart Glasses, sondern auch von Essilor Luxottica.
Mit denen arbeitet Meta ja zusammen.
Timon sagt euch, was da los ist.
Der Börsenwert vom größten Brillenhersteller der Welt, Essilor Luxottica, ist seit Anfang des Jahres fast 40 Prozent im Minus.
und liegt nur noch bei 80 Milliarden Euro.
Ein Grund ist unter anderem ein Erbstreit bei der Beteiligungsgesellschaft Delphine, die der Familie vom Essilor-Gründer Leonardo Delvecchio gehört und knapp 30 Prozent an Essilor hält.
Leonardo ist 2022 verstorben und jetzt wollte sein Sohn Leonardo Maria eigentlich die Anteile von zwei seiner Geschwister für 10 Milliarden Euro übernehmen.
Damit käme er auf knapp 40 Prozent Anteil an Delphine und wäre damit größter Anteilseigner.
Das Ganze schien im April schon durch zu sein, jetzt hat aber Stiefsohn Rocco Klage eingereicht.
Er hat bei der Abstimmung gegen den Kauf gestimmt und laut ihm sollte sein eigener Anteil an den Stimmrechten reichen, um den Deal abzulehnen.
Leonardo Maria gibt sich friedlich und sagt, dass er keinen Gramen gegenüber seinem Halbbruder hat, ist aber gleichzeitig in einen Rechtsstreit mit seiner Mutter gegangen, weil die Rocco die Hälfte ihrer Anteile übergeben hat.
Rocco war bis Januar Manager bei Essilor und hat geholfen, das KI-Brillengeschäft aufzubauen.
Diese ist mittlerweile der wichtigste Wachstumstreiber bei Estilor.
Letztes Jahr wurden über 7 Millionen Smartglasses verkauft, mehr als dreimal so viel wie im Jahr davor.
2026 soll die Produktion auf 10 Millionen Stück steigen und Meta und Estilor reden laut Bloomberg sogar darüber, die Kapazität auf bis zu 30 Millionen auszubauen.
Im ersten Quartal ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp 11 Prozent gestiegen.
Das ist das dritte Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum.
Getragen von den neuen Ray-Ban Metamodellen.
Das klassische Brillengeschäft wächst weiter mit ca.
5% auf dem gleichen Niveau wie vorher, aber bei den Smart Glasses gibt's Druck.
Kering, also der Konzern hinter Gucci und Bottega Veneta, hat letzten Monat angekündigt, zusammen mit Google ab 2027 eigene KI-Brillen rauszubringen und Google will auch noch mit anderen Brillenherstellern in den Markt.
Gleichzeitig arbeitet auch Apple an einer Brille und von Samsung soll es sogar noch dieses Jahr eine geben.
Aktuell hat Meta knapp 70% Marktanteil bei den Smart Glasses und Essilor hat den Exklusivvertrag bis ins nächste Jahrzehnt verlängert.
Die Konkurrenz ist aber erst noch am Kommen.
Außerdem sind die Smart Glasses für Essilor eher margenschwach.
Das Management hat das alte Margenziel im Februar gestrichen und setzt stattdessen Stärke auf Wachstum.
Das kann man an der Börse nicht so gut an.
Was man auch noch bedenken sollte, ist, dass wenn Leonardo Maria mit seinem Plan durchkommt und die Anteile seiner Geschwister kauft, Dann wird er den Deal mit Schulden finanzieren.
Damit er die bedienen kann, hat Delphin auf der gleichen Versammlung beschlossen, in den Jahren 2025 bis 2027 jeweils 80% des Gewinns auszuschütten.
Heißt, Cash, das früher in der Holding lag, fließt jetzt stärker an die Eigentümer.
Das könnte dann auch Druck auf Essilor und die anderen Beteiligung machen, die Dividenden hochzuhalten.
Das wäre in einer Phase, in der das Unternehmen eigentlich stärker in Wachstum bei den Smartglasses investieren müsste, nicht ganz optimal.
Wegen all dem liegt das erwartete KGV bei 23 und damit zwar unter dem 10-Jahres-Schnitt von knapp 30, das ist aber immer noch ein Niveau, das viel Wachstum braucht, um aufzugehen.
Ich habe eine gute Nachricht für alle Reichen unter euch.
Für 9 Millionen und 100 Dollar.
kann man mittlerweile mit Warren Buffett lunchen gehen.
2022 musste man dafür noch 19 Millionen Dollar zahlen.
Und zwar hat Buffett doch über Jahre so eine Auktion für wohltätige Zwecke gemacht, wo man eben ein Essen mit ihm ersteigern konnte.
2022 hat der Bestbietende einfach mal 19 Millionen Dollar gezahlt.
Seitdem hat Buffett pausiert, aber dieses Jahr wieder einen gemeinsamen Lunch angeboten, sogar mit Steph Curry zusammen.
Trotzdem hat es nur für 9 Millionen gereicht.
Vielleicht denken Investoren, dass man mittlerweile nicht mehr so viele Infos aus Buffett rauskriegt.
Gelaufen ist die Auktion übrigens wieder über eBay.
Spannend wäre bei dem Lunch auf jeden Fall zu hören, was Buffett zu den neuen Investments von Berkshire Hathaway denkt.
Ende letzter Woche hat Berkshire nämlich mal wieder das eigene Depot offengelegt und es waren ein paar Dinge besonders spannend.
Erstens war es das erste Portfolio-Update, seit Greg Abel CEO ist und nicht mehr Warren Buffett.
Es ist also spannend zu sehen, was er verändert.
Zum Beispiel kam daraus, dass Berkshire einen Anteil von 2,6 Milliarden Dollar an Delta Airlines gekauft hat, der wertvollsten Airline der Welt.
Dazu muss man wissen, dass Buffett selbst eine sehr bewegte Geschichte mit Airlines hat.
Er hat mal aus Spaß gesagt, dass Kapitalisten die Wright-Brüder lieber runtergeschossen hätten, weil in der Luftfahrt so viel Geld verbrannt wurde.
Auch er selbst hatte mit Investments in dem Bereich nicht immer Erfolg, ist dann 2016 wieder bei ein paar Airlines eingestiegen, hat die Anteile 2020 aber wieder verkauft.
Neben Delta war noch spannender, dass Berkshire nochmal massiv in Alphabet-Aktien investiert hat.
Da hat Berkshire 40 Millionen Aktien gekauft.
Zu welchem Preis ist nicht ganz klar, aber Stand jetzt sind diese 40 Millionen Aktien um die 16 Milliarden Dollar wert.
Insgesamt hält Berkshire jetzt schon über 20 Milliarden Dollar an Alphabet-Aktien.
Das ist vor allem spannend, weil Berkshire die ersten Aktien gekauft hat, als Alphabet so unter Druck war und die Aktie relativ günstig.
Nach der aktuellen Rally entspricht sie ja eigentlich nicht mehr ganz den klassischen Value-Kriterien von Berkshire, aber sie sind da offenbar sehr optimistisch.
Auf einem deutlich kleineren Niveau hat Berkshire noch ein bisschen bei der New York Times aufgestockt.
Da haben sie jetzt eine Position im Wert von über einer Milliarde Dollar und eine ganz kleine neue Position haben sie bei der Kaufhauskette Macy's gekauft.
Berkshire hat also echt einiges gekauft im letzten Quartal.
Vor allem der Zukauf bei Alphabet war relativ aggressiv.
Sie haben aber auch einiges verkauft.
Zum Beispiel 8 Milliarden Dollar an Chevron-Aktien.
Da haben sie die hohen Ölpreise genutzt.
Und dann ist es ja so, dass der Investmentmanager von Berkshire, Todd Combs, die Firma verlassen hat und Greg Abel danach alle seine Aktien verkauft hat.
Das weiß man auch schon länger.
Man weiß aber erst jetzt, welche Aktien das waren.
Und zwar hat Berkshire zum Beispiel alle Beteiligungen an Visa, Mastercard, Amazon, UnitedHealth, Diageo, dem Poolkorb, Heiko, Aeon, Charter und Dominos Pizza verkauft.
Alles in allem war das auf jeden Fall das aktivste Investmentquartal von Berkshire seit langem.
Mal schauen, ob das eher eine Ausnahme zum Start war oder jetzt öfter so sein wird.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Schönen Tag euch, tschüss!
