# AI Infrastructure Shifts & Market Momentum Risks

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-15

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über neue Rekordmarken an der Wall Street, den Traumstart des Nvidia-Jägers und Photonics-Fantasie bei Poet Technologies.
Im Thema des Tages analysieren wir, welche Chancen und Risiken sich aus dem Trump-Besuch in China ergeben.
Und in der AAA-Idee, da nennen wir euch die Aktien, die so heiß gelaufen sind, dass Vorsicht angebracht ist.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Wetter.
und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Freitag, der 15.
April und wir wünschen euch einen rauschenden Start in den Tag und später auch ins Wochenende.
Rauschen, das trifft es ziemlich gut, denn die Wall Street, die hat nochmal einen draufgesetzt.
Der S&P 500 hat erstmals über der Marke von 7500 Punkten geschlossen.
Das war 0,8% höher, nämlich genau bei 7.501.
Und der Dow Jones hat die 50.000er zurück, eroberte in der S&P 500.
Der legte 0,7% zu und ist jetzt fast.
Auf 30.000.
Auch das war ein neuer Rekord.
S&P, Dow, alles grün, alles stark, alles irgendwie KI-getrieben.
Und selbst der DAX, der spielte mal mit.
Er schloss 1,3 Prozent höher bei 24.456 Punkten.
Und das Erstaunliche ist, eigentlich gäbe es genug Gründe, vorsichtig zu sein.
Öl auf über 100 Dollar, geopolitische Risiken rund um Iran und die Straße von Hormuz, importierte Inflation, FED und EZB plötzlich wieder in Richtung Straffung.
Aber die Börse sagt, danke für die Bedenken, ich nehme lieber Nvidia.
Nvidia war wieder der Magnet.
Plus 4,4 Prozent, neues Rekordniveau, Börsenwert 5,7 Billionen Dollar.
Dazu die Fantasie, dass die USA mehreren chinesischen Unternehmen Käufe von H200-Chips erlauben könnten.
Zum Besuch von Donald Trump in China, da gibt es gleich noch mehr im Thema des Tages.
Und interessanterweise sorgte der Nvidia-Jäger Serabrus für gute Stimmung.
Der KI-Chip-Spezialist.
Feierte ein fulminantes Börsendebüt, lag der Ausgabekurs bei 185 schon über den Erwartungen, war dann der erste Kurs gleich mal 350 Dollar und das war fast das Doppelte.
Am Schluss lag der Schlusskurs noch immer bei 312 Dollar und 66 Cent.
Das macht ein Plus von 69 Prozent am ersten Handelstag.
Und das war der...
größte Kurssprung seit dem Jahr 2000 bei einem Börsengang, der mehr als 4 Milliarden Dollar an Geld eingenommen hat.
Cerebras verkaufte Aktien im Wert von 5,5 Milliarden Dollar.
Und die Story, die klingt wirklich sexy.
Schnellere Inferenz, also KI-Antworten ohne Wartezeiten.
Das Unternehmen verspricht, Wir machen den schnellsten Token.
Und bisher ging es ja bei KI eher um Training.
Jetzt geht es eben um die Nutzung.
Und wenn Milliarden Menschen KI-Assistenten verwenden, zählt jede Millisekunde.
Und Serapras, die verkaufen Geschwindigkeit als Geschäftsmodell.
Ja, sexy Story, aber schon auch ganz schöne Dotcom-Vibes.
Goldman Sachs sprach von einer IPO-Frenzy, die Emissionen war 25-fach überzeichnet.
Viele Investoren mussten an der Börse nachkaufen, wenn das mal kein Signal ist, dass der KI-Hype gerade den nächsten Gang einlegt.
Ein weiterer Treiber war Cisco, die mit ihren Zahlen alle Erwartungen übertroffen hatten.
Wir hatten es gestern ja schon kurz berichtet.
Die Aktie schoss um 13,4 Prozent nach oben.
Vor allem kam gut an, dass das Der gute alte Netzwerkausrüster radikal umbaut.
Tausende Stellen werden gestrichen.
Das Geld fließt in Silizium, Optik, Sicherheit und künstliche Intelligenz.
Klassische Industrie Cash Cow trifft KI-Fantasie, das Gefiel der Wall Street offenbar sehr gut.
Und bei den Einzelwerten gab es neben Cisco und Nvidia noch StubHub mit einem Plus von 13,5 Prozent nach einem starken Quartal.
Und davon profitiert auch der deutsche Konkurrent CTS Eventim.
Die Aktie, die legte 3,8 Prozent in Deutschland zu.
Und Ford, das ist eine neue Art Meme-Aktie, ist jetzt diese Ford-Energie-Fantasie.
Die setzten die Rallye vor.
Die Aktie gewann 7 Prozent.
Und die Aktie war die zweitmeist gehandelte Aktie der Wall Street, Und Kryptoaktien wie Coinbase und Robinhood, die profitierten davon, dass der Clarity-Akt im Senatsausschuss vorankommt.
Das ist eine wichtige Regulierungssache.
Coinbase und Robinhood, die gewannen gut 5 Prozent.
Und der Bitcoin, der sprang wieder über 81.000 Dollar.
Tja, Autobauer als Meme-Aktie.
Und nach US-Handelsschluss, da legten zwei weitere Tech-Schwergewichte nach.
Applied Materials gewann 2% nach einem Beat & Raise.
Die Halbleiter-Equipment-Sparte soll 2026 um über 30% wachsen.
Zuvor war von mehr als 20% die Rede, also nochmal ein Schnaps drauf.
Auch das passt in die große Erzählung.
Der KI-Investment-Zyklus ist noch nicht vorbei.
Und Figma, die sprang 13 Prozent nach oben.
Das Umsatzwachstum, das beschleunigt sich auf plus 46 Prozent.
Im Jahresvergleich im Vorquartal waren es 40 Prozent.
Und dann müssen wir noch über Pro-It Technologies sprechen.
Eine kleine Photonics-KI-Infrastruktur-Aktie.
Die sprang gestern um mehr als 40 Prozent.
Und Auslöser war ein Vertrag mit Lubilens.
Basisvolumen 50 Millionen mit möglicher Skalierung.
Und die Betonung liegt auf möglich auf über 500 Millionen Dollar über die gesamte Laufzeit.
Und die Aktie von Poet Technologies, die hat seit Jahresanfang 225 Prozent zugelegt.
Das Unternehmen ist jetzt gut 3,1 Milliarden Dollar wert.
Und nachbörsig ging es sogar noch weiter darum.
Also es ist auch wieder so ein neuer KI-Meme-Aktie.
Und da gibt es noch eine weitere Meme-Aktie, die wir haben, nämlich der von Palantir unterstützte Drohnenhersteller Ondas.
Der gewann 26,5 Prozent nach guten Zahlen.
Der Umsatz ist um 1036 Prozent gestiegen.
Aber gut, es war dann am Ende 50 Millionen Umsatz.
Das ist natürlich von einer kleinen Basis.
Aber es waren nur 30 Millionen erwartet worden und das brachte halt die Aktie mächtig nach oben.
Plus 1000 ist plus 1000.
In Deutschland war wegen des Feiertags wenig los.
In Finnien war DAX Gewinner mit plus 5,8 Prozent.
Siemens legten 2,6 Prozent zu.
Der Industriekonzern verstärkt sein Bahntechnologie-Portfolio durch die Übernahme mehrerer Kerngeschäfte der italienischen Bahntechnikfirma Mermec.
Siemens erhofft sich Synergieeffekte.
Rückenwind kam aber vor allem von höheren Kurszielen nach den zuletzt vorgelegten Quartalszahlen inklusive eines Aktienrückkaufprogramms.
Nach der vorübergehenden Schwäche schossen SMA Solar gestern um 15,9 Prozent auf 64,70 Euro nach oben.
Dann mache ich schnell die Termine.
Da gibt es jetzt nicht so viel.
In Peking wird der Besuch von Trump bei Xi fortgesetzt.
Unter anderem mit einem bilateralen Tee und einem Lunch.
Prima.
Der neue FED-Chef Kevin Walsh tritt die Nachfolge von Jerome Powell an.
Der war ja mit dem knappsten Ergebnis jemals eines FED-Chefs jetzt gewählt worden.
Und jetzt, wie gesagt, tritt er das Amt an.
Verdi organisiert Warnstreiks im Handel.
Verkehrszahlen gibt es von Fraport angesichts der Luftfahrtkrise.
Durch den Iran-Krieg könnte das durchaus spannend sein.
Zahlen gibt es auch von Borussia Dortmund.
Hauptversammlung gibt es von...
Und das dürfte interessant werden.
Schließlich verabschieden sich da gerade die Gründer und nehmen offenbar auch einiges an Intellectual Property mit.
Und das dürfte mindestens zu Fragen der Aktionäre führen.
Ja, und dann heißt es, hoch die Hände, Wochenende.
Das Thema des Tages.
Holger, kurze Testfrage.
Wie viele Nullen haben 15 Billionen Dollar?
Milliarden sind 6, Milliarden sind 9.
Ja, müssten...
Zwölf sein.
Ja, stimmt.
So leicht führt man einen AAA-Host natürlich nicht aufs Zahlenglatteis.
Jedenfalls waren die Firmen, deren Chefs mit Donald Trump nach China gereist sind, laut Berechnung rund 15 Billionen Dollar wert.
Unglaublich, oder?
Ja, wir haben ja hier schon mal über die Promi-Reisegruppe gesprochen.
Tesla-Chef Elon Musk war dabei und musste beim Start Bankett-Selfies machen, unter anderem mit dem Xiaomi-CEO.
Tim Cook war für Apple dabei, Jensen Wang, ja dann doch, obwohl er am Anfang ja gar nicht dabei sein sollte.
Dennoch Sanja Merotra von Micron, Goldman Sachs-Chef David Sullivan, Stephen Swartzman von Blackstone und Boeing-Chef Kelly Ortberg.
Ja, wobei die Rechnung mit den Billionen womöglich schon gestern Abend nicht mehr so ganz stimmte.
Denn Ortberg, der bringt inzwischen weniger Market Cap mit an den Tisch.
Boeing verlor knapp 5 Prozent und das, obwohl es scheinbar eigentlich gute Nachrichten aus Peking für den US-Flugzeugbauer gab.
200 Boeing-Jets haben die Chinesen bestellt.
Das Problem ist nur, gerechnet hatten die Analysten eher mit 500 bestellten Flugzeugen.
Ja, da ist die Nachricht jetzt dann doch eher eine Enttäuschung.
Das ist immer so mit den Erwartungen.
500 und dann du hättest du 200, das war natürlich misslich.
Insgesamt gibt es für die Weltwirtschaft natürlich kaum ein wichtigeres Ereignis als das Treffen von Trump mit seinem chinesischen Gegenspieler Xi Jinping.
Denn da entscheidet sich, wie die beiden Supermächte in den kommenden Monaten miteinander umgehen werden.
Und logischerweise ist der Besuch deshalb auch bei uns nochmal das Thema des Tages.
Wir hatten ja in den vergangenen Tagen schon mal drüber gesprochen, dass Europa der große Verlierer des Treffens sein könnte.
Und einige ETFs mit chinesischen Firmen mal wieder ein Blick wert sein könnten.
Aber jetzt wollen wir uns die konkreten Ergebnisse des Gipfeltreffens mal anschauen.
Zumindest die, die jetzt danach durchgesickert sind, so wie eben der Boeing-Deal.
Bekannt wurde der erst durch ein Interview, das Trump noch in Peking gegeben hat bei Fox News.
Darin gab es noch eine weitere Botschaft, die deutlich wichtiger für die Weltwirtschaft werden könnte.
Trump verkündete, dass ihm Xi zugesagt habe, dass er keine Waffen an den Iran liefern würde.
Keine Selbstverständlichkeit angesichts der engen Beziehungen zwischen Peking und Teheran.
Würde China Waffen liefern, könnte das den Krieg verlängern oder sogar zu einer neuen Eskalation führen.
Trump behauptete bei Fox, dass sich auch Xi einen Iran-Deal wünschen würde und dass er auch seine Hilfe angeboten habe, weil auch die Chinesen die Straße von Hormuz gerne offen sehen würden.
Klingt erstmal gut, wenn sich zumindest schon mal die beiden Supermächte einig sind in der Iran-Frage.
Kleine Einschränkung, immer vorausgesetzt, dass Trumps Aussagen auch tatsächlich stimmen, denn von chinesischer Seite gab es dazu gestern erstmal keine Bestätigung.
Aber es gab nicht nur Signale, die auf Entspannung hindeuten.
Denn zu einem anderen, für die Wirtschaft mindestens genauso bedeutenden Konflikt äußerten sich die Chinesen nach dem Treffen ziemlich deutlich, dem Streit um Taiwan.
Und die Mitteilung der Führung in Peking kann man durchaus als Warnung oder besser vielleicht sogar Drohung verstehen.
Darin hieß es, Wenn die Taiwan-Frage gut gehandhabt werde, kann das Verhältnis zwischen den beiden Ländern insgesamt stabil bleiben.
Sei das nicht der Fall, werden die beiden Länder zusammenstoßen oder sogar in Konflikt geraten, was die gesamte US-China-Beziehung in eine äußerst gefährliche Lage bringen würde.
Da wird Xi zitiert, eine Unabhängigkeit Taiwans sei mit dem Frieden über die Taiwanstraße hinaus so unvereinbar wie Feuer und Wasser.
Das klingt nicht wirklich gut.
Trump schwieg während des Treffens eisern zur Taiwan-Frage, obwohl ihm ein Journalist klar hörbar eine Frage dazu zurief.
Eher untypisch, dass Trump einfach mal nichts sagt.
Und auch im offiziellen Statement gab es danach keine Reaktion der USA auf die implizite Drohung.
Stattdessen gab sein Außenminister und potenzieller Nachfolgekandidat Marco Rubio in einem NBC-Interview die Antwort.
Sollte die Volksrepublik versuchen, sich Taiwan mit Gewalt einzuverleiben, wäre dies ein, Zitat, schrecklicher Fehler, sagte Rubio an der Position.
der US-Regierung habe sich nach dem Treffen der beiden Staatschefs nichts geändert.
Als regelmäßige Triple-E-Hörer wisst ihr natürlich längst, dass ein Konflikt um Taiwan vor allem wegen der Bedeutung des Inselstaats für die globale Chip-Industrie fatal wäre.
Mit TSMC sitzt der wichtigste Produzent von Halbleitern in Taiwan, der unter anderem die KI-Chips für Nvidia baut.
Die Anleger ließen die Botschaften der beiden Staaten nach dem Treffen von Xi und Trump aber vergleichsweise kalt gestern.
Für TSMC ging es sogar 4,5 Prozent rauf.
Ganz ähnlich fiel der Tag für Nvidia aus.
Im Moment, so scheint es, der Chip-Rally kann man da nichts anhaben.
Die Investoren entschieden gestern, dass ihnen andere Nachrichten viel...
Wichtiger sind zum Beispiel die Reuters-Meldung, dass Nvidia seine H200-Chips an immerhin zehn ausgewählte chinesische Firmen liefern darf, sozusagen als Gastgeschenk.
Insgesamt überwogen die Entspannungssignale aus Peking.
Auch wenn vieles noch unkonkret blieb, so soll China sich grundsätzlich offen gezeigt haben für zusätzliche Soja-Importe aus den USA.
Das ist wichtig, weil ja viele der Sojabauern sozusagen das Kernklientel von Trump sind.
Details zu Mengen und Zöllen gab es zwar nicht, aber immerhin klingt das nicht nach einer Verschärfung des Handelskonflikts, sondern eher eben nach Entspannung.
Aber die Sojapreise sind...
Gestern auch gefallen, weil auch das war so ein bisschen enttäuschend, weil da die konkreten Mengen noch ausgeblieben sind.
Aber unterm Strich stiegen die meisten Kurse der Firmen, die mit Trump nach Peking geflogen waren.
Das Minus für Boeing glichen Nvidia und Co locker wieder aus.
Und so dürften nach dem Besuch mehr Billionen Market Cap in der Air Force One zurückfliegen, als hingeflogen sind.
Hallo, ja, ich bin der André.
Also ich habe mir dieses Elektroauto gekauft.
Und damit will ich ja auch mal wohin fahren.
Dann ist der Akku aber nicht immer ganz voll.
Und dann bleibe ich halt lieber zu Hause.
Reichweitenangst kann jeden treffen.
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EWE Go.
Und gut.
Die AAA-Idee des Tages.
In der Triple-E-Idee geht es heute mal nicht um eine Einstiegsidee, sondern um ein Warnsignal.
Wir wollen euch nämlich die Aktien zeigen, die so heiß gelaufen sind, dass selbst der größte Bulle kurz schlucken muss.
Und zur Triple-E-Idee heißt Aktien, die zu weit von ihrer 200-Tage-Linie weggelaufen sind.
Also Titel, die nicht nur gut gelaufen sind, sondern komplett heiß und deshalb möglicherweise auch anfällig für einen Rückschlag sind.
Genau, darum geht es.
Und das heißt nicht, dass es gleich morgen kracht, sondern je heißer eine Aktie läuft, desto größer wird die Fallhöhe.
Die 200-Tage-Linie, die ist dabei so etwas wie der langfristige Pulsmesser des Marktes.
Sie zeigt den Durchschnittskurs der vergangenen 200 Handelstage.
Liegt eine Aktie deutlich darüber, ist der Trend stark, liegt sie extrem darüber, dann kann das aber auch heißen, zu viel Euphorie, zu viel Momentum, zu viel vorweggenommene Zukunft.
Also der Abstand zur 200-Tage-Linie ist nicht automatisch ein Short-Signal, aber ein Warnsignal.
Ihr müsst euch das so vorstellen wie so ein Gummiband.
Es kann länger gespannt werden, als man denkt.
Aber je stärker es gespannt ist, desto heftiger kann es dann auch so zurückschnippen oder schnalzen, je nachdem, wie man das ausdrücken möchte.
Und wir haben uns mal zwei Listen angeschaut und geguckt, welche Aktien besonders gedehnt sind.
Nämlich aus dem S&P 500, also die 500 größten börsengelisteten Konzerne Amerikas.
Und dann noch so ein paar kleinere Werte, die findet man im Russell 1000 Growth.
Das sind kleinere Wachstumstitel.
Schauen wir auf den S&P 500.
Spitzenreiter ist Sandisk, der Speicherchip-Liebling.
Der Kurs liegt hier 242 Prozent über der 200-Tage-Linie.
Dann Intel auch immerhin noch plus 165 Prozent.
Micron plus 163 Prozent in einer ganz ähnlichen Liga.
Lumentum, Seagate, Western Digital alle über 130 Prozent überdehnt.
Dann Sienna mit 128 Prozent Abstand zur 200-Tage-Linie.
Coherent mit 113 Prozent.
Und AMD kommt auch noch auf über 100, nämlich 102 Prozent über der 200-Tage-Linie.
Quasi der komplette Speicher- und KI-Infrastruktur-Komplex.
Und in der zweiten Reihe im Russell 1000 Growth, da wird es noch wilder.
Rackspace Technology, das ist ja so eine KI-Wiederbelebungsaktie, haben wir ja gestern drüber gesprochen.
Die steht 421 Prozent über der 200-Tage-Linie.
Dann kommt MaxLinia plus 309.
Agilon Health plus 244, Bandwidth plus 208, Eher Test Systems plus 202, EntraVision 198%, Digital Ocean 182 und dann Cellars, Bloom Energy, Atomera, Intuitive Machines, Ateris, Vigor und SE Time.
Das sind bei denen keine Aufwärtstrends mehr, das ist fast so eine Art Vertikal-Startlinie.
Ja, die Senkrechtstarter.
Das liest sich wie ein Momentum-Fieberthermometer.
Cloud, Chips, Space, Biotech, Energie, Infrastruktur.
Teilweise sind das Unternehmen, bei denen eine gute Nachricht reicht, um die Aktie zu verdoppeln.
Aber wenn die Story dann irgendwann Risse bekommt, dann reicht eben auch eine schlechte Nachricht, um eben mal 30, 40 oder sogar 50 Prozent zu verlieren.
Und besonders interessant.
Finde ich ja noch, wenn man sich mal die Kombination dieser Abstand von der 200-Tage-Linie mit dem negativen Analystenpotenzial mal anschaut.
Also es gibt ja mal Kursziele und dann kann man das mal miteinander tracken.
Da ist interessant, Rackspace 421 Prozent über der 200-Tage-Linie, aber Analysten sehen rund 56 Prozent Downside.
MaxLinia 309 Prozent Abstand, rund 44 Prozent Downside.
Agilon Health 244 Prozent Abstand, rund 57 Prozent Downside.
Aher Test Systems 202 Prozent Abstand, rund 40 Prozent Downside.
Das ist einfach, wie du heißt, das ist ja wirklich dann glühen und auch Analysten wollen da halt auch nicht mitgehen mit diesen großen Kurssprüngen.
Nochmal zur Einordnung, eine heiß gelaufene Aktie muss nicht abstürzen.
Manchmal konsolidiert sie einfach seitwärts, bis die 200-Tage-Linie dann eben wieder aufgeholt hat.
Aber wenn ihr in einer dieser Raketen sitzt, dann lohnt sich ein nüchterner Blick darauf.
Und die Anlegerkonsequenz, wer sehr viel verdient hat, der darf auch mal Gewinne mitnehmen und zwar ohne Reue.
Ihr müsst ja nicht gleich alles verkaufen, aber vielleicht einen Teilverkauf, vielleicht ein Drittel oder die Hälfte.
Das nimmt so ein bisschen den Druck raus.
Oder ihr setzt euch Stopps und wenn ihr die Kohle nicht braucht, dann wenigstens einen Trailingstopp, der automatisch mit dem Kurs nachzieht.
Und damit eben der Gewinn nicht irgendwann auf dem Heimweg wieder flöten geht, wenn es wieder runtergehen sollte.
Und wer auf Einstiegssuche ist, also diese Überflieger erstmal links liegen lassen, es gibt genug solide Aktien, die noch dicht an ihrer 200-Tage-Linie kleben, da ist Chancen-Risiko-Verhältnis deutlich attraktiver.
Vielleicht nochmal zum Schluss, die 200-Tage-Linie ist sicherlich kein Orakel, aber sie zeigt, wo Normalität liegt und manche Aktien sind halt gerade sehr, sehr weit von der Normalität entfernt.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns wie immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns einfach eine Mail an AAA, also aaa.welt.de oder ihr hinterlasst uns hier in eurem Podcast-Player oder auf Instagram eine Bewertung.
Christoph hat uns geschrieben, weil er anderen Mut machen will, denen es wie ihm ergeht.
Mit Geldanlage hat...
Er sich nämlich erst mit Ende 50 beschäftigt.
Ich zitiere mal aus seiner Mail.
Seit ich angefangen habe zu investieren, begleiten mich eure Stimmen fast täglich.
Ich habe durch euren Podcast unglaublich viel gelernt.
Und was soll ich sagen?
Es hat sich gelohnt, schreibt Christoph.
Mein Anliegen, Mut machen.
Ich möchte der älteren Generation Mut machen.
Es ist nie zu spät, sich mit dem Thema Geld zu beschäftigen.
Und damit es denen nicht auch so ergeht wie ihm, dass sie zu spät damit anfangen, erklärt er auch seinen jungen Kollegen in der Firma den Zinseszinseffekt.
Ich zitiere nochmal, ich bin stolz, sagen zu können, die ersten Sparpläne bei den Junioren laufen bereits.
Ja, wir finden vorbildlich.
Und wer natürlich richtig reich werden will, der muss auch alt werden.
Das sieht man ja bei Warren Buffett.
Wegen des Zinseszinseffekts.
Irgendwann wird man es automatisch, wenn man am Markt ist.
Aber es ist nie zu spät, anzufragen.
Das zeigt Christoph.
Und auch morgen gibt es frischen Input von uns für alle Jungen und auch alle alten Sparplanfreunde.
In der Samstagsfolge müsst ihr zwar auf Nando verzichten.
Der ist im Urlaub.
Der ist in Schottland unterwegs.
Dafür kommt...
Frank Thelen.
Und der hat noch einen Kollegen mitgebracht.
Also wir sind wieder zu dritt.
Das ist dann wieder wie immer.
Und sein im Januar lancierter KI-ETF, der hat 26% zugelegt.
Und da wollen wir natürlich alle wissen, was der kann, wie es da weitergeht und was Frank sonst noch Spannendes zu berichten hat.
Und das wollt ihr sicherlich nicht verpassen.
Und deshalb kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
