# AI Chip Valuations, Pharma Biosimilars & Corporate Pivots

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-15

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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Freitag, der 15.
Mai.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital.
Und die haben ein geiles neues Tool gebaut.
Und zwar wird es ja, wie ihr alle wisst, ab 2027 die staatlich geförderten Altersvorsorge-Depots geben.
Und mit dem Tool von Scalable könnt ihr euch jetzt schon ausrechnen, wie viel Geld ihr aus dem Depot rauskriegt, wenn ihr eine bestimmte Summe bei eurem Gehalt anspart.
Dazu seht ihr auch noch, wie hoch die staatliche Förderung ist.
Alles natürlich kostenlos, also einfach mal ausprobieren.
Link dazu ist wie immer in der Beschreibung.
Und bei uns gibt es heute den Mega-Börsengang von Cerebrus, die Abnehm-Spritzen von Sandoz und das Berkshire Hathaway 2.0.
Und wir starten mit Cerebrus und den aktuellen News.
Das Schöne an den aktuellen Börsenzeiten ist, dass man wirklich viele Dinge erlebt, die man so noch nie gesehen hat.
Der Börsengang vom Chiphersteller Cerebrus ist so ein Beispiel dafür.
Als wir nämlich das erste Mal am 20.
April ein bisschen intensiver über die Firma gesprochen haben, stand da so eine Bewertung von 35 Milliarden Dollar im Raum.
In den letzten Tagen wurde die dann immer weiter angehoben auf um die 50 Milliarden Dollar.
Und gestern gab es dann den Börsengang und die Aktie hat sich einfach mal direkt verdoppelt auf um die 100 Milliarden Dollar Börsenwert.
Und das nur, um es mal einzuordnen, für eine Firma, die letztes Jahr so 500 Millionen Dollar Umsatz gemacht hat, der zu 86 Prozent von zwei Firmen aus Abu Dhabi kam.
Fairerweise hat Cerebras nochmal Bestellungen für über 20 Milliarden.
Die kommen aber wieder zu großen Teilen von Amazon und OpenAI und der allergrößte Teil kommt von OpenAI.
Und auch das sind Deals, die relativ komplex sind.
Im Vertrag mit OpenAI steht nämlich laut dem Börsenprospekt zum Beispiel, dass Cerebras nicht an manche Konkurrenten verkaufen darf.
Welche das sind, haben sie nicht gesagt.
Das ändert natürlich nichts daran, dass es hohe Nachfrage nach den Chips von Cerebras geben wird, wenn ihre Technologie aufgeht und sie die auch in großen Stückzahlen produzieren können.
Auch das ist aber eben noch immer eine Zukunftswette.
Laut den Kollegen von SemiAnalysis, die ja so das Expertenportal für Halbleiteranalysten sind, geht es dabei übrigens vor allem darum, dass die Chips von Cerebras sehr schnell sind, aber nicht so große und komplexe Modelle rechnen können.
Und die Frage wird sein, ob das in Zukunft trotzdem ein wichtiger Use Case wird, weil auch kleine Modelle einfach sehr leistungsfähig sind.
Semi-Analysis hält das für nicht unrealistisch, aber auch nicht für einen No-Brainer.
Außerdem sehen sie Cerebrus als sehr abhängig von OpenAI.
Das kann alles aufgehen, aber die Bewertung ist sicher ambitioniert.
Übrigens haben Arm und Softbank kurz vor dem Börsengang, also in den letzten Tagen, noch versucht Cerebrus zu kaufen.
Das könnte auch ein Grund dafür sein, der den Kurs in den letzten Tagen dann schon nach oben getrieben hat.
Generell war gestern mal wieder ein sehr, sehr guter Tag für alle KI- und Chipaktien.
Zum Beispiel hat die Aktie von Cisco 14% zugelegt und hatte damit sogar den stärksten Anstieg seit mehr als 14 Jahren.
Und das, obwohl die Firma sogar angekündigt hat, 4000 Leute und damit circa 5% der Mitarbeiter zu entlassen.
Die will Cisco aber eben in Bereichen entlassen, die nichts mit KI zu tun haben.
Dafür will man mehr in KI-Bereiche investieren.
Cisco baut da ja vor allem Netzwerktechnologie und die bauen sie auch immer mehr speziell für KI-Rechenzentren.
Alleine dieses Jahr erwarten sie da von den großen Cloud-Anbietern oder Hyperscalern, wie man es ja nennt, 9 Milliarden Dollar an Bestellungen.
Das bisherige Ziel waren gerade mal 5 Milliarden.
Das zieht also gerade richtig an.
Und um 4 Prozent angezogen hat dann auch noch die Nvidia-Aktie gestern.
Und sie haben damit die Marke von 5700 Milliarden Dollar Börsenwert geknackt.
Nur um das mal einzuordnen, das ist fast das Doppelte von dem, was alle börsennotierten Firmen in Deutschland insgesamt wert sind.
Grund dafür war auf jeden Fall die Meldung, dass amerikanische Behörden jetzt endlich 10 chinesischen Firmen die Genehmigung gegeben haben, Nvidias H200-Chips zu kaufen.
Zu den 10 Firmen gehören wohl Alibaba, Tencent und ByteDance, also die Firma hinter TikTok.
Für Nvidia ist es auf jeden Fall ein großer geopolitischer Durchbruch und generell war das Treffen zwischen Xi Jinping, Trump und den amerikanischen Tech-CEOs wie Musk, Tim Cook und Jensen Wang in den letzten Tagen ziemlich positiv.
Zum Beispiel meinte Xi Jinping, dass China sich noch mehr öffnen wird.
Neben diesen ganzen Geopolitik- und KI-Themen gab es in den letzten Tagen natürlich wieder einiges an Quartalszahlen.
Hier mal ein paar Highlights davon.
Zum Beispiel hat Klarna gestern um die 15% zugelegt, weil sie das erste Mal seit dem Börsengang letztes Jahr keinen Verlust gemacht haben, sondern letztes Quartal eine Million Dollar nach Steuergewinn.
Auch der Umsatz ist stark gewachsen.
Der wurde vor allem von der eigenen Debitkarte getrieben.
Die Prognose für dieses Quartal war zwar eher unter den Erwartungen, Aber man muss auch sagen, dass die Aktie dieses Jahr schon über 40% verloren hat.
Da hat also auch die positive Meldung zum letzten Quartal gereicht, um den Kurs nach oben zu treiben.
Auch gereicht hat es für den Ticket-Marktplatz StubHub, den man bei uns eher mit der Marke Viagogo kennt.
Der hat nach soliden Zahlen 20% zugelegt und der CEO meinte, dass die Nachfrage nach Live-Events gerade sehr hoch ist.
Das könnte auch ein Grund dafür gewesen sein, dass gestern die Aktie von Eventim auch um die 4% zugelegt hat.
Aber was sind schon 4%?
Schon wieder fast 10% gestiegen ist die Aktie von Ford gestern, nachdem sie schon am Mittwoch über 10% hoch ist.
Grund ist wohl das neue Business Ford Energy.
Das haben sie Anfang der Woche gestartet oder angekündigt.
Und damit wollen sie große Batterien bauen.
Unter anderem natürlich auch für Rechenzentren.
Das hat dann in den letzten Tagen einen ziemlichen Hype ausgelöst, auch wenn sich Analysten noch sehr uneinig sind.
Einer von Morgan Stanley meinte, dass sie damit schon Ende des Jahrzehnts eine halbe Milliarde Gewinn machen könnten.
Ein anderer von Barclays sieht das Maximalpotenzial bei einer halben Milliarde und er sieht davor eben noch viele Risiken, weil Ford das Business ja erstmal aufbauen muss.
Generell ist es aber natürlich alleine aus Börsengesichtspunkten ganz smart von Ford, dass sie auf den KI-Zug aufspringen.
In Deutschland gab es sonst noch in den letzten Tagen sehr solide Zahlen von der Allianz und von Siemens.
Und Siemens hat noch für eine Milliarde Euro den italienischen Bahntechnikanbieter Mermek gekauft.
Und zum Abschluss gab es auch noch eine ganz spannende Deal-Meldung oder Deal-Anbahnung aus der Rüstungswelt.
Und zwar hat CSG aus Tschechien wohl versucht, einen Anteil an KNDS zu kriegen, kurz bevor der Panzerhersteller ja selbst an die Börse will.
Hintergrund könnte vielleicht sein, dass CSG damit noch eine bisschen bekanntere Beteiligung ins Portfolio holen will, um Vertrauen zurückzugewinnen.
Die Aktie ist ja wie so viele Rüstungsaktien dieses Jahr stark gefallen und vor ein paar Tagen gab es dann auch noch einen Schwarzsellerbericht.
Übrigens war CSG Anfang des Jahres noch 30 Milliarden Euro wert, jetzt sind wir nur noch bei 15 Milliarden.
Bei Abnehmenspritzen sprechen wir entweder über Novo Nordisk oder Illelili oder über so Firmen, die sie verkaufen wie Hims & Teurs.
Aber Christoph hat jetzt noch eine Firma gefunden, die in dem Bereich in Zukunft mehr mitspielen will.
Dabei geht es um Sandos.
Die Schweizer stellen Generika und Biosimilars her.
Das sind Nachahmerprodukte von Medikamenten, deren Patentschutz abläuft.
Damit machen sie 11 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr.
Erst im Oktober 2023 hat die ehemalige Mutter Novartis die Tochter abgespalten und an die Börse gebracht.
Seitdem führt der Brite Richard Sainer das Unternehmen, der ausgebildete Apotheker ist.
70 Prozent vom Umsatz kommen aus dem klassischen Generikageschäft.
Das sind chemisch hergestellte Nachahmer von Standardmedikamenten wie Blutdruckmitteln oder Antibiotika.
Das Business läuft auch stabil, es wächst aber nur leicht.
Der Rest sind Biosimilars und genau die sind Saners Wette.
Das sind Nachahmer von komplexen, biologisch hergestellten Medikamenten wie Krebstherapien, Rheumamittel oder Hormonpräparate.
Die sind schwerer herzustellen als die klassischen Generika, haben dafür aber deutlich weniger Preisdruck.
Den Unterschied sieht man beim Wachstum.
Das Generikageschäft ist letztes Jahr um 2% gewachsen, das Biosimilargeschäft um 13%.
Um das ein bisschen konkreter zu machen.
Im Sommer 2025 hat Sandoz als erstes Unternehmen Nachahmerprodukte für Denosumab in den USA auf den Markt gebracht.
Das war ein M-Gen-Blockbuster gegen Osteoporose und Knochenmetastasen.
Die Sandoz-Versionen kommen im ersten Jahr auf 50 bzw.
62% Biosimilar-Marktanteil.
Im Dezember kam dann der EU-Launch.
Dazu kommt noch Semaglutid, also der Wirkstoff Innozempic.
Dessen Patent läuft in Kanada und Brasilien schon aus.
Sandos will die Märkte nutzen, um Erfahrungen zu sammeln und echte Daten für Regulatoren zu sammeln, um vorbereitet zu sein, wenn in Europa und den USA in den 2030ern die Patente auslaufen.
Ob Sandos da wirklich der große Profiteur wird, ist aber nicht klar.
Gerade in dem Bereich werden viele Konzerne versuchen, stark positioniert zu sein.
Zuletzt lief das Geschäft aber schon gut.
Der Umsatz ist 2025 um 7% gestiegen.
Auf Jahressicht liegt die Aktie 90% im Plus.
Dazu gibt es noch eine kleine Dividende von knapp 1%.
Der Börsenwert von knapp 35 Milliarden Dollar bedeutet ein erwartetes KGV von 20.
Das ist nach dem starken Jahr deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre, der bei 15 liegt.
Aber aktuell sieht eben auch die Entwicklung gut aus.
Und weil komplexere Medikamente in den letzten Jahren immer wichtiger geworden sind, wächst auch der Markt für Biosimilars eben stark.
Kichuda, Enherto, Alia, alles Blockbuster, bei denen Sandoz Marktanteile kriegen könnte, wenn Patente auslaufen.
Wie riskant das Business sein kann, zeigt aber eine Entwicklung in Kanada.
Die kanadische Arzneimittelbehörde Health Canada hat Sandoz einen Mängelbescheid für das Osempi Generikum geschickt.
Deshalb verschiebt sich der Launch.
Dazu kommen Trumps neue Pharmazölle.
Sie treffen Sandoz vorerst nicht, weil Generika und Biosimilars ausgenommen sind.
Aber die US-Regierung hat angekündigt, das in einem Jahr neu zu bewerten.
Was ist denn jetzt das große Problem an Nachahmung?
Du bist in dem Moment nicht du selber.
Viele von euch kennen ja sicher das Buch über die Psychologie des Geldes von Morgan Housel.
Viele wissen aber nicht, dass er im Aufsichtsrat von einer börsennotierten Firma sitzt und die hat heute Timo dabei.
Jetzt, wo das letzte Jahr von Warren Buffett zu Ende ist, suchen immer mehr Leute nach dem nächsten Berkshire Hathaway.
Einer der Namen, der in dem Kontext häufig auftaucht, ist die Markel Group.
CEO Tom Gaynor sagt selbst, dass er und seine Firma seit Jahren das Playbook von Berkshire studieren und seit dem Börsengang 1986 hat sich die Aktie mehr als 220-facht.
Markel ist wie Berkshire ein Versicherer und nutzt auch sein Float, also das Geld aus Versicherungsprämien und noch nicht ausgezahlten Schadensansprüchen, um langfristig in Aktien zu investieren und auch ganze Unternehmen zu kaufen.
Das ist ja tatsächlich ein eher ungewöhnlicher Ansatz.
Die meisten Versicherer investieren ja eher sehr standardisiert.
Berkshire und auch Markel glauben aber, dass sie für Aktionäre noch mehr Wert schaffen können, wenn sie das Geld für die dann auch noch selbst investieren.
Dass das bei Berkshire gestimmt hat, wissen wir.
Und auch Markel.
konnte mit seinen Investments über die letzten 10 Jahre den S&P 500 mit im Schnitt 2% pro Jahr schlagen.
Aber obwohl die eigene Kursperformance seit IPO stark war, war sie besonders in den letzten Jahren schwächer als die von Berkshire selbst.
Das ist auch dem aktivistischen Investor Jayner Partners aufgefallen, der es seit 2024 bei Markel investiert und verlangt jetzt, dass Markel seine Ventures sparte, also die Sammlung von 20 komplett übernommenen Firmen, die nichts mit Versicherungen zu tun haben, komplett verkauft.
Die Sparte könnte laut Barons knapp 10 Milliarden Dollar wert sein und Jayna will, dass Markel mit dem Geld eigene Aktien im Wert von 2 Milliarden Dollar zurückkauft.
Das würde fast 10% vom Börsenwert entsprechen.
Zu der Sparte gehören ganz unterschiedliche Unternehmen wie der Handtaschenhersteller Brahmin oder der Hausbauer Eagle Construction und Jayna sagt, dass diese Firmen wie eine Giftpille sind, die den eigentlichen Wert des Versicherungsgeschäfts verdecken und Investoren abschrecken, weil das Unternehmen dadurch zu kompliziert wirkt.
Jaina geht davon aus, dass der Markt nach dem Verkauf anfangen würde, das Versicherungsgeschäft fair zu bewerten.
Das läuft, seitdem letztes Jahr ein neuer Chef für die Versicherungssparte eingestellt wurde, nämlich wieder besser.
In den letzten Jahren lief es schwer, besonders bei Berufshaftpflicht und allgemeiner Haftpflicht, unter anderem, weil in den USA Schadensersatzurteile immer teurer werden.
Das Phänomen nennt sich Social Inflation.
Und mittlerweile finanzieren Hedgefonds sogar gezielt Klagen, um an der Schadenssumme mitzuverdienen.
Markel war bei seinen Schadensschätzungen in den letzten Jahren zu optimistisch und musste mehr zahlen, als erwartet.
Jetzt wurden aber wieder mehr gewinnbringende Verträge unterzeichnet.
Markel versichert insgesamt eher ungewöhnliche Risiken.
Einmal, wie gesagt, Berufshaftpflicht, dann aber auch teure Strandhäuser, Oldtimer und sogar Pferdeversicherung.
Für solche untypischen Fälle gibt es meist weniger Daten.
Dafür können Versicherer aber auch höhere Gebühren verlangen.
Andere Spezialversicherer wie WR Berkeley und RLI handeln ca.
mit den zweieinhalbfachen vom Buchwert.
Das ist im Grunde das Nettovermögen und Markel handelt nur mit 30% über dem eigenen Buchwert.
Wobei man dabei auch sagen muss, dass Markel seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis über 2 war.
Das Management selbst geht auch davon aus, dass das Unternehmen knapp 60% Mehrwert ist als der aktuelle Börsenwert von 23 Milliarden Dollar.
Deswegen soll es tatsächlich auch Aktienrückkäufe geben.
Die Ventures-Sparte sieht das CEO aber als wichtigen Bestandteil der Strategie, um Markel auch stabiler zu machen und will sie nicht verkaufen.
Auch Chris Davis, der im Aufsichtsrat von Berkshire sitzt und langjähriger Markel-Investor ist, hat Janas Plan als einen der dümmsten Vorschläge der letzten 20 Jahre bezeichnet.
Haben Sie 10 Minuten Zeit?
Dann würde ich mir die gerne nehmen, um mit Ihnen über Ihren aktuellen Versicherungsschutz zu sprechen.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdam bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder, wie immer, zu unserem Samstags-Deep Dive.
Ansonsten geht es hier am Montag auch wieder weiter mit den täglichen Folgen.
Bis dahin, alles Gute, adios.
