# AI Infrastructure Cycles, Market Concentration, and Wealth Transfer Strategies

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-14

## Transcript

Okay, jetzt mal ehrlich.
Du wohnst wie ich in Berlin oder fährst am Wochenende für einen Tag in die City, dann kennst du das Problem bestimmt.
Tausend Möglichkeiten und dir platzt der Schädel vor lauter Optionen.
Bowling wäre mal wieder cool, aber die anderen, die wollen unbedingt ein paar Läden auschecken und Streetfood testen.
Und abends ist noch Kino geplant und ein paar fancy Drinks.
Aber dafür dann von Kreuzberg nach Mitte und dann wieder nach Neukölln?
Boah, also...
Ich habe das mal anders gemacht.
Ich habe meine ganzen Leute zusammengetrommelt und wir sind zusammen in The Place.
In The Place gibt es, der Name sagt es eigentlich schon, alles an einem Ort und zwar direkt am Potsdamer Platz.
Wir sind easy mit dem Ratten, haben zwei Stunden lang bei Game State Arcade-Klassiker gezockt und uns bei Manifesto-Marke Tacos und Fried Chicken und einen Spritz gegönnt.
Und irgendwann sind wir dann bei The Upside Down gelandet zum Karaoke.
Schön gemeinsam blamiert.
Hat alles mega Spaß gemacht.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Jensen-Wang-Effekt an der Wall Street, gute Zahlen bei DAX-Konzern und KI-Fantasy bei Ford.
Im Thema des Tages unterziehen wir die KI-Relle einem ehrlichen Bubble-Check und fragen, ob heute alles anders ist als im Jahr 2000.
Und der EEE-Idee erklären wir euch, wie er mit dem großen Zielkonflikt beim Kinderdepot umgeht.
Das ist Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Donnerstag, der 14.
Mai und wir wünschen euch einen feierlichen Start in den Tag.
Heute ist der Feiertag in Deutschland, gehandelt wird trotzdem und deswegen sind wir heute auch auf Sendung.
Börsianern war gestern schon zum Feiern zumute, denn am deutschen Aktienmarkt, da gab es einige Firmen, die richtig gute Quartalszahlen und Ausblicke abgeliefert haben.
Und Merk-Aktionäre, die könnten heute mit dem Bollerwagen losfahren, denn der Pharma- und Chemiekonzern hat für die ersten drei Monate des Jahres überraschend starke Ergebnisse gemeldet und die Jahresziele angehoben.
Und das reichte dann für einen Kursplus von nicht weniger als 7,2 Prozent.
Und E.ON, die überzeugten ebenfalls mit guten Quartalszahlen und wird mit einem Kursgewinn von 3,5 Prozent belohnt.
Und ohne große News stieg Infineon weiter.
10,7 Prozent ging es darauf und damit bei der Chipkonzern.
nicht nur Spitzenreiter im DAX, sondern notierte mit rund 65 Euro so hoch wie seit der Jahrtausend, wenn er nicht mehr.
Aber das Allzeithoch, das lag, glaube ich, bei knapp 85 Euro.
Also da haben wir noch ein Stück.
Noch ein Stück, ja.
Und der Allianz haben geringere Versicherungsschäden und ein brummendes Fondsgeschäft einen starken Start ins Jahr 2026 beschert.
Die Allianz-Aktie kletterte um 1,1 Prozent.
Bei der Deutschen Telekom waren es die guten Quartalszahlen der wichtigen US-Tochter T-Mobile US, die der Aktie ein Plus von 1,2% bescherten.
Außerdem haben die Bonner Das Jahresziel ein wenig angehoben.
Der DAX insgesamt stieg um 0,8 Prozent auf 24.137 Punkte.
Und bei den Nebenwerten, da gab es starke Bewegungen.
Verbio profitiert im ersten Quartal indirekt vom starken Anstieg des Ölpreises durch den Irankrieg.
Denn die Leipziger liefern Biokraftstoffe und der wird im Vergleich zu Brent immer attraktiver.
Und nach Verkündigung der Zahlen machte die Verbio-Aktie einen Kurssprung von 15,4 Prozent.
Ja, und wir bleiben nochmal im Osten Deutschlands.
Der Opto-Elektronik-Spezialist Jen Optik, der hat sich gestern um 14 Prozent verteuert.
Jen Optik gilt ja als Schaufelhersteller für den KI-Boom und profitierte weiter von den guten Zahlen, die am Vortag schon vorgelegt worden waren.
Extron und Süß Microtech waren gefragt.
Die Aktien stiegen um 11 und um 6 Prozent.
Und auch an der Wall Street wurde gefeiert.
Der S&P 500 stieg um 0,6 Prozent und der Nesdaq 100 sogar um 1 Prozent.
Und beide Indizes markierten neue Rekorde.
Allerdings konnten nicht alle mitfeiern.
64 Prozent der S&P 500-Werte schlossen tiefer.
Das war eine sehr schmalbrüstige Rallye.
Und es waren mal wieder Tech-Werte, die das Ganze angetrieben haben.
Vor allen Dingen Max-7-Werte und China-Internet-Aktien.
Und wer nicht so mitgefeiert hat, das waren auch Software-Aktien.
Die standen unter Druck.
Ja, und wie schon in Deutschland waren Halbleiter gefragt.
Auslöser war da auch Jensen Wang.
Der Nvidia-Chef wurde kurzfristig doch noch in die China-Delegation von Donald Trump aufgenommen.
Und sofort war dann die Fantasie da.
Vielleicht?
gibt es in Peking einen Durchbruch bei den H200-Chips.
Vielleicht lockert Washington Exportkontrollen und vielleicht öffnet die Volksrepublik China sich bei seltenen Erden.
Also aus einem diplomatischen Termin wurde dann an der Börse ein Nvidia- bzw.
Tech-Event.
Und Nvidia, die schlossen denn auch 2,3% höher auf einem neuen Rekord von 225,80 Dollar.
Und Nvidia ist an der Börse jetzt 5,47 Billionen Dollar wert.
Und gefragt waren auch die Aktien anderer Konzerne, deren Chefs mit Trump nach China gereist sind.
Tesla 2,7% plus Micron 4,8%, Apple 1,4% und Qualcomm 1,4% höher.
Und nachbörslich bekam die Tech-Rail den weiteren Schwung von Cisco Systems.
Der Netzwerk aus Röster lieferte offenbar genau das, was der Markt hören wollte.
Zahlen, die besser waren als erwartet.
Einen starken Ausblick und Hinweise, dass die KI-Rechenzentrums-Nachfrage weiter trägt.
Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um 12 Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar, was deutlich über den Erwartungen lag.
Der Gewinn je Aktie kam leicht über der Prognose von 1,06 Dollar raus.
Und der Ausblick war ebenfalls stark.
Für das kommende Quartal wird ein Umsatz von 16,8 Milliarden Dollar und ein Gewinn von 1,17 Dollar erwartet.
Also Gewinn je Aktie.
Der Auftragseingang von Cisco Systems legte um 35 Prozent zu, weil vor allen Dingen die Hyperscaler bestellten.
Und gleichzeitig gab Cisco bekannt, 4% der Belegschaft zu kürzen.
Und das wurde aber nicht als Schwächersignal gesehen, sondern so als Teil dieses...
Tech-Musters, Firmen investieren aggressiv in KI, aber gleichzeitig schneiden sie Kosten in den reiferen Bereichen ab.
Und das ist so die AI-Boom-Plus-Effizienz-Story, die die Märkte derzeit besonders mögen.
Und die Cisco-Aktie, die wurde gestern auch besonders gemocht.
18% ging es danach börslich hoch.
Die hat ja schon im regulären Handel 2% gewonnen.
Und im KI-Zyklus wird Cisco jetzt als klassischer Infrastruktur-Profiteur gesehen.
Hyperscaler und Rechenzentren brauchen Switches, Router, Security, Netzwerksoftware und zunehmend eben KI-fähige Netzwerktechnik.
Und Cisco ist jetzt knapp 480 Milliarden Dollar wert.
Aber wie Infineon haben sie noch nicht wieder das alte Hoch.
Das war nämlich bei 552 Milliarden Dollar Market Cap.
Die Aktie, die notiert schon höher als 2000, aber irgendwie ist da was mal wahrscheinlich adjustiert worden.
Und deswegen ist sie trotzdem noch nicht so viel wert wie 2000.
Als weiteres Zeichen für die große oder soll man sagen übergroße Begeisterung für Halbleiter.
Und KI legte Cerebras, den Ausgabepreis für seinen Börsengang, offenbar jetzt auf 185 Dollar je Aktie fest.
Weit über der ursprünglichen Spanne von 150 bis 160 Dollar je Aktie.
Das berichtet zumindest die Finanznachrichten-Danktur Bloomberg.
Ja und Ford profitierte ebenfalls von...
KI-Fantasie.
Die Aktie von Ford sprang um 13% nach oben, weil Anleger plötzlich Fantasie in Ford Energy sehen, also alten oder neuen Elektrobatterien als Speicherlösung für Versorger, Rechenzentren und Gewerbekunden.
Mehr als 215 Millionen gehandelte Papiere war Ford.
den Anlegern wert und es war damit die meistgehandelte Aktie an der Wall Street.
Ford als Energieaktie, das ist auch wirklich so ein Satz, den man wahrscheinlich vor ein paar Wochen noch nicht am Zettel gehabt hätte.
Und das zeigt eben, wie weit diese KI-Story inzwischen ausstrahlt.
Nicht nur Chips, nicht nur Rechenzentren, sondern auch Strom, Speicher, Netze, Kühlung, Kupfer, Glasfaserkabel, Industriewerte.
Und gleichzeitig gab es auch noch ein paar Warnzeichen aus der KI-Welt.
Nebius zum Beispiel.
Ja, Nebius als die fast perfekte Aktie für beide Seiten dieser Debatte um künstliche Intelligenz.
Die Zahlen von Nebius waren stark.
Das Umsatzplus wurde auf 684 Prozent beziffert.
Ja, und auch der Vorsteuergewinn EBDA war besser als erwartet.
Aber.
Die Investitionsplanung, die sind schon heftig.
20 bis 25 Milliarden Dollar sollen in CapEx fließen, ungefähr das Siebenfache des erwarteten Umsatzes.
Und das wäre dann die Bärenthese in einem Satz.
KI wächst, fantastisch, aber sie frisst Kapital in groteskem Ausmaß.
Und grotesk, ist das jetzt ein Stichwort für unsere Termine, Chapits?
Nee, das ist eher das Stichwort für unser Thema des Tages, wo wir diese grotesken Geschichten nochmal versuchen, so ein bisschen zu analysieren.
Die Termine sind eher, würde ich sagen, dünn.
weil wir ja Feiertag haben in Deutschland, da gibt es keine Termine.
Es gibt aus Europa Telefonica und Burberry.
Und dann gibt es aus Amerika bzw.
China Foxconn, Clavio, Applied Materials.
Das ist auch mal ganz spannend, weil das auch so ein bisschen die KI-Fantasie entweder weiter schärft oder eben einen Dämpfer gibt.
Dann gibt es noch Figma, Gemini und New Holdings.
Und FeeServe hat Investment Day.
Das Thema des Tages.
Eckart.
Sag mal ehrlich, wenn du den Chart der letzten drei Jahre anschaust vom Nasdaq 100 und daneben den Chart des Nasdaq 100 von 1997 bis 2000 legst, was siehst du da?
Ich sehe Zwillinge, die nichts voneinander wissen wollen, die sich gleichsam die Rücken zu wenden.
Aber das ist jetzt sehr philosophisch ausgedrückt.
Beide Kurven zeigen steil nach oben.
Beide sind getrieben von einer Story, die alles verändert.
Und beide Male sagen uns die Experten, this time is different, dieses Mal ist alles anders.
Und genau diese Frage, this time is different, die wollen wir uns heute mal vorknöpfen und uns fragen, erleben wir gerade die Neuauflage der New Economy Bubble oder ist 2026 wirklich anders?
Und wir haben uns beide Seiten mal angeschaut.
Und haben mal versucht, nicht nur das Bauchgefühl hier sprechen zu lassen, sondern auch das mit harten Zahlen zu unterfüttern.
Fangen wir mal mit dem Beunruhigenden an, denn da gibt es eine ganze Reihe Parallelen.
Stichwort Marktkonzentration.
Die großen fünf US-Konzerne.
Die halten heute gut 30 Prozent des S&P 500.
Also diese größten fünf US-Konzerne stehen für 30 Prozent des S&P 500.
Und das ist die höchste Ballung von Kapital seit einem halben Jahrhundert.
Im März 2000, da lag der Wert sogar darunter.
Das ist nicht nur ein Indexphänomen, denn seit dem Start von JetGPT sind im S&P 500 ganze 41 KI-affine Aktien für drei Viertel aller Kursgewinne verantwortlich.
Also seit Ende 2022 drei Viertel.
Und der Rest des Marktes, der läuft de facto seitwärts, beziehungsweise da fallen wahrscheinlich auch noch einige Aktien.
Ja, und dann heben wir mal hervor, dass es eine technisch völlig überkaufte Situation ist.
Der Halbleiterindex Sox, von dem ja schon öfter die Rede war, der notiert 62 Prozent über seiner 200-Tage-Linie.
Und das gab es nur einmal noch krasser, nämlich im Jahr 2000.
Da notierte der Sox nämlich 90 Prozent über dem gleitenden Durchschnitt.
Und Punkt zwei sind ...
Ja, in gewisser Weise Bewertungsextreme.
Das Schiller KGV, das ist so ein Kurs-Gewinn-Verhältnis, das ist so ein bisschen ein Versuch, die Gewinne zu glätten über so einen Konjunkturzyklus.
Das liegt jetzt bei 42.
Und das ist der zweithöchste Stand seit 1870, seitdem das berechnet wird.
Und den höchsten Stand hatten wir, na, wann war das?
Richtig, im März 2000.
Da lag das Schiller KGV bei 44.
Ebenfalls beunruhigend sind die zirkulären Finanzierungsströme.
Im Jahr 2000 ging es da um Lucent und Nortel.
Die haben ihren Telefonkunden damals Geld geliehen, damit die ihre eigene Ausrüstung kaufen konnten.
Bei Lucent ging es damals um 8,1 Milliarden Dollar an sogenannten Vendor-Financing-Zusagen, 24 Prozent des Umsatzes.
Und heute hat Nvidia OpenAI im September 2025 100 Milliarden Dollar zugesagt, gestaffelt in 10 Branchen.
Und OpenAI-Finanzchefin Sarah Fryer, die hat ganz offen gesagt, most of the money will go back to Nvidia.
Also das weiße Geld, das geht wieder zurück.
Also auch wieder eine Art Vendor-Financing wie 2000.
Dazu kommen NVIDIAs Beteiligungen an CoreV, an Lambda, an einem ganzen Neo-Cloud-Ökosystem.
Ja, und ein GPU-besicherter Schuldenmarkt, der laut Morgan Stanley bis 2028 die Billionenmarke knacken könnte.
Viele dieser Anleihen haben ein Triple-B-Rating oder weniger, gelten also als Junk-Anleihen.
Und Punkt drei ist die CapEx-Lawine, also diese ganzen Investitionen.
Die Telekoms haben zur Jahrtausendwende auf dem Höhepunkt 213 Milliarden Dollar pro Jahr investiert, wenn man das mal inflationsbereinigt sieht, also im heutigen Geld.
Und das waren 1,2 Prozent des amerikanischen BIP.
Die heutigen Hyperscaler.
Microsoft, Google.
Amazon, Meta, Oracle steuern 2026 auf rund 800 Milliarden Dollar Investition oder CapEx zu.
Das ist das größte Unternehmens-Investitionsprogramm der Geschichte außerhalb von Kriegszeiten.
Und noch ein Detail, das wirklich nervös machen kann.
Morgan Stanley hat ausgerichtet, dass amerikanische Privatanleger seit Januar mehr als 700 Milliarden Dollar in Aktien gepumpt haben.
Und das ist fünfmal so schnell oder so viel wie zur Spitze der Dotcom-Blase.
Jetzt aber erstmal genug, denn es gibt da noch eine andere Seite.
Und die Geschichte nimmt da durchaus eine entscheidende Wendung.
Im Jahr 2000, und zwar genau im März 2000, da berichtete Barron's in der berühmten Story Burning Up, dass 74 Prozent von 207 untersuchten Internetfirmen negativen Cashflow hätten.
51 davon wären binnen zwölf Monaten das Geld ausgegangen.
Was war diese berühmte Geschichte?
Und heute reden wir über Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta, Nvidia.
Das sind wahre Geldmaschinen.
Die finanzieren ihren CapEx aus operativen Cashflow, nicht aus IPO-Kapital, das jeden Moment versiegen kann.
Auch bei der Bewertung sind wir weit weg von dem Jahr 2000.
Cisco Systems handelte auf dem Höhepunkt der Blase bei einem erwarteten KGV von rund 150.
Nvidia steht heute bei ca.
27 erwartetem KGV.
Der Nasdaq 100 lag damals bei einem KGV von 60, heute sind es 26.
Teuer ja, aber es ist kein Wahnsinn.
Und die Nachfrage, die ist auch real nicht hypothetisch.
71 Prozent aller Organisationen nutzen jetzt schon regelmäßig KI.
Bei Großunternehmen sind es sogar schon 87 Prozent.
Nvidia macht 216 Milliarden Dollar Umsatz und Antropic, die haben ihren Umsatz verzehnfacht.
Das Zinsumfeld, das ist ein anderes als damals.
Die amerikanische Notenbank FED, die hat im Jahr 2000 einen Zinserhöhungszyklus vorgenommen und die Leitzinsen, die gingen damals auf 6,5 Prozent.
Und dann ist die Blase geplatzt.
Heute stehen wir bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Nicht gerade ein Niedrigzinsumfeld, aber auch kein geldpolitischer Würgegriff.
Und auch wenn sich die Kurven des Nasdaq 100 vom New Economy Boom und heute durchaus ähneln, zwischen 1997 und 2000 hat sich der Nasdaq 100 vervierfacht.
In den vergangenen drei Jahren aber nur verdoppelt.
Also man sieht, es ist nicht ganz so stark gestiegen.
Und auch die Euphorie ist heute wesentlich moderater als zur New Economy Zeit.
Der Bull-to-Bear-Index, der wir in dem Anleger befragt, der notiert aktuell gerade mal bei 1,2.
Und das ist nun wirklich keine große Euphorie.
Das stimmt, aber ein paar beunruhigende Elemente gibt es schon.
OpenAI zum Beispiel hat sich verpflichtet, über acht Jahre 1,4 Billionen Dollar in Rechenzentren zu investieren.
Und bei einem Umsatz von aktuell so circa 25 Milliarden Dollar sieht das nicht wirklich vertrauenerweckend aus.
Finanziert für das Ganze über Schulden.
Und da reicht schon ein bisschen Mathematik, um so ganz leicht nervös zu werden.
So, was heißt das jetzt für euch?
Naja, drei Anlageideen, die aus dieser Analyse fallen.
Erstens die berühmte Spitzhacken-Strategie.
Wer im Goldrausch reich wurde, der hat keine Schaufeln Ghi kauft, sondern verkauft.
Übersetzt auf heute heißt das Zweitrundenprofiteure, Stromnetzbetreiber, Datacenter Reeds wie Equinix oder Digital Realty, Kühltechnik, Weferhersteller oder...
wie beispielsweise Global Waves oder Soitec.
Und die liefern in den Boom hinein, egal welcher KI-Champion am Ende wirklich übrig bleibt.
Zweitens Diversifikation jenseits der chlorreichen Sieben.
Wer jetzt nur auf die US-Mega-Caps setzt, der hat einfach ein hochkonzentriertes Portfolio.
Dagegen konnte man europäische Industrieaktien, Dividendentitel, Gold beimischen.
Das sind wirklich klassische Gegengewichte.
Dritte Lehre aus Amazon, kann man die ableiten?
Wer im März 2000 Amazon gekauft hat, lag jahrelang 50% im Minus und hat dann bis heute trotzdem sein Geld vervielfacht.
Mit anderen Worten, wer überzeugt ist, soll halten, aber nicht alles auf eine Karte setzen.
Cash-Reserven aufbauen, um in einer Korrektur nachkaufen zu können.
Das Fazit, wir sind nicht in der exakten Replay von 1999.
Die Profitabilität, die Zinslage, die echte Nachfrage, das ist eine andere Welt.
Aber wir haben schon so ein bisschen dieselben psychologischen Muster, dieselben zirkulären Finanzierungsstrukturen und dieselbe Konzentration auf wenige Aktien.
Und der Capital Economics Analyst John Higgins, der hat das schön formuliert.
Zitat, die Blase platzt nicht, wenn das KGV hoch ist, sie platzt, wenn das E aufhört zu wachsen.
Zitat Ende.
Ja, und solange Nvidia und Co.
ihre Gewinne liefern, kann das noch lange gut gehen.
Aber der Tag, an dem die Wachstumsraten täuschen, also das E enttäuscht, das wird dann brutal.
Deshalb die Anliegerkonsequenz ganz nüchtern investiert bleiben, aber eben auch breit investiert bleiben.
Nicht eins in die KI-Wetten, sondern den globalen Aktienmarkt.
Cashquote vielleicht leicht erhöhen, Gold beimischen und vor allem nicht auf die Stimmen hören, die sagen, diesmal ist alles andere.
Diese Stimme war 2000 falsch, sie war 2007 falsch und sie dürfte auch dieses Mal irgendwann falsch sein.
Die Frage ist nur, wann?
Hört nicht auf die Stimmen.
Was bietet eigentlich deine Bank?
Hier drei Vorteile von Trade Republic.
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Zinsen von Partnerbanken.
Dividenden aus Geldmarktfonds mit Kursrisiken.
Die AAA-Idee des Tages.
Wir sind auf diese Frage ja schon mal kurz eingegangen, aber die Frage ist so virulent und kommt immer wieder auf.
Daher machen wir heute eine AAA-Idee daraus.
Die Frage lautet, was ist eigentlich, wenn ich frühzeitig ein Kinderdepot für meinen Sohn oder meine Tochter angelegt und dort immer Geld investiert habe, vielleicht sogar per Sparplan.
Und jetzt rückt der 18.
Geburtstag des Nachwuchses näher und ich habe so das Gefühl, uff.
Da fehlt möglicherweise doch die Reife, mit so viel Vermögen verantwortungsvoll umzugehen.
Man kann dazu starke Meinungen haben.
Und ich glaube, wir haben damals hier durchaus starke Meinungen zum Besten gegeben.
Aber diesmal sind wir die Sache mal ein bisschen anders angegangen.
Wir haben Menschen gefragt, die sich professionell mit der Verwaltung von Familienvermögen und auch großen Familienvermögen beschäftigen.
Welche Tipps Sie denn haben?
Du hast ja da einen ausführlichen Text für die Welt draus gemacht.
Und wenn ihr es ausführlich wissen wollt, könnt ihr den am verlängerten Wochenende auf welt.de lesen.
Aber für euch haben wir mal die vier wichtigsten Erkenntnisse der Geldprofis extrahiert.
Und die haben es wirklich in sich, finde ich.
Aber vielleicht nochmal als Hintergrund, dass die Frage souverulent ist, das liegt auch daran, dass heute Mittelschichtsfamilien sehr einfach in den Börsenboom investieren können mit ETFs und selbst mit moderaten Sparraten dank des Börsenbooms beträchtliche Summe zusammengekommen sind.
Beispiel, wenn ihr als Elternteil seit Ende 2009 jeden Monat 100 Euro in den MSCI World ETF im Kinderbildepot angelegt habt, sind daraus bis heute, 16,5 Jahre später, 61.000 Euro geworden.
Und an dem Tag, an dem der Sohn oder die Tochter 18 ist, da verliert ihr unwiderruflich die Verfügungsgewalt darüber.
Und das ist gleichsam Erkenntnis Nummer 1.
Ja, das ist Erkenntnis Nummer eins.
Da gibt es kein Vertun.
Wenn ihr das Geld auf einem Depot im Namen des Kindes angespart habt, dann wart ihr all die Jahre über nur Treuhänder.
Und diese Treuhänderschaft, die endet unwiederbringlich mit dem 18.
Geburtstag des Kindes.
Und damit kommen wir auch schon zur Erkenntnis Nummer zwei.
Warum entscheidet man sich überhaupt, das Geld fürs Kind nicht im eigenen Depot anzulegen, sondern im Depot des Kindes?
Beides ist ja möglich.
Aber die Antwort ist klar.
große steuerliche Vorteile im Kinderdepot zu nutzen.
Der steuerliche Vorteil eines Kinderdepots ist beträchtlich.
Minderjährige können ja eigene Freibeträge geltend machen.
Allein über den Sparer-Pauschbetrag sind Kapitalerträge von bis zu 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei.
Und noch attraktiver ist der jährliche Grundfreibetrag von 12.348 Euro, den man über die NV-Bescheinigung nutzen kann.
All dieses Geld, das nicht versteuert wird, das kann dementsprechend weiter am Kapitalmarkt fleißig arbeiten.
Also klassischer Zinseszinseffekt.
Nochmal zur Einordnung, wenn ihr das Geld, das ihr für das Kind bestimmt ist, im eigenen Depot habt, dann gibt es nur 1000 Euro Freibetrag.
Der ist ebenso wie euer Grundfreibetrag schnell aufgebraucht.
Und das weggesteuerte Geld, das...
kann dann eben auch keinen Zinseszins mehr bringen.
Ja, und die Erkenntnis Nummer zwei ist einfach, sich diesen Zielkonflikt einzugestehen.
Wenn ihr das Geld auf dem Konto eures Kindes arbeiten lasst, dann spart ihr Steuern, unter Umständen im Laufe der Jahre sehr viel Steuern.
Aber ihr verliert als Eltern die Kontrolle über das Vermögen, wenn das Kind 18 wird.
Und wenn man sich bei der finanziellen Reife seines Kindes nicht ganz sicher ist, könnte man jetzt versucht sein, es ganz besonders geschickt anzusteigen.
Man könnte zum Beispiel, versucht sein, noch kurz vor dem 18.
Geburtstag, Vermögen in Festgeld oder eben Produkte mit jahrelanger Festlegung umzuschichten, damit der Nachwuchs nicht sofort, wenn er 18 ist, an das Vermögen rankommt.
Das klingt ja erstmal nach einem cleveren Schutzmechanismus.
kann aber juristisch und auch psychologisch brutal nach hinten losgehen.
Also wir haben da einen Vermögensverwalter gefragt und der meinte dann, Vorsicht, gar keine gute Idee.
Denn Anlageentscheidungen, die müssen immer im wirtschaftlichen Interesse des Kindes sein.
Und zum Beispiel bei 72 Monats Festgeld oder illiquiden Private Equity Anlagen ist das schwer zu begründen.
Und Erkenntnis Nummer drei ist daher, nicht nur das Geld auf das Kinderdepot zu geben, sondern das Kind rechtzeitig in wichtige Entscheidungen einzubinden.
Wenn ihr euch dann trotzdem nicht sicher seid, dass euer volljähriges Kind mit dem Vermögen nur Sinnvolles anstellt, könnt ihr vielleicht eine Mischung machen.
Einen Teil des Geldes spart ihr auf dem Kinderdepot an, einen anderen Teil auf eurem Persönlichen.
Ja, und wenn das Kind dann Geld braucht, zum Beispiel für ein Studium, ein Auslandsjahr oder ein Auto, dann könnt ihr...
das immer noch mit dem Geld von eurem Depot unterstützen.
Die Erbschaftsteuerregelung in Deutschland, die lässt da ja einiges zu.
Alle zehn Jahre könnt ihr eurem Kind bis zu 400.000 Euro schenken, ohne dass Schenkungssteuer anfällt.
Und das sollte ja erst mal reichen.
Und vielleicht noch eine vierte Erkenntnis, wenn ihr versucht zu tricksen, also kurz vor dem 18.
Geburtstag Geld aus dem Depot des Kindes herauszunehmen, bringt das nicht nur ein juristisches Risiko, denn euer Kind kann euch dann verklagen.
Damit geht man dann auch noch ein größeres Risiko ein, nämlich Streit in der Familie.
Streit ums Geld, also versucht lieber im Sinne eines Familienrats mit eurem Kind eine Vereinbarung zu treffen, wofür das Vermögen auf dem Kinderdepot gedacht ist, zum Beispiel für die Ausbildung, nicht für Klamotten oder für eine Weltreise.
Ja, solche Vereinbarungen, die kann man dann auch schriftlich festhalten, wobei das rechtlich nicht bindend ist.
wofür das Vermögen bei Volljährigkeit eigentlich gedacht ist.
Das ist der Weg.
Eventuell könnt ihr dann einen Teil doch auf eigenem Namen ansparen und später an das Kind übertragen.
Der Königsweg, nicht Tricks mit 72-Monats-Festgeld oder Private Equity.
Es ist wie in anderen Lebenssituationen, Misstrauen und Streiten in der Familie, das sind eigentlich das größte Risiko für Wohlstand.
Das kann ich als Historiker bestätigen.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an www.tripple-8-welt.de, also aaa-welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Paul hat das getan und lobt.
Ich zitiere.
Seitdem ich mich mit der Börse beschäftige und eher zufällig auf euren Podcast gestoßen bin, gehört er fest zu meiner morgendlichen Routine.
Und dann schreibt er noch, AAA sei sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Anleger interessant und biete einen guten Überblick über die Finanzthemen des Tages.
Schließlich sagt dann Paul noch, macht weiter, es ist schön, dass es euch gibt.
Danke Paul, ein so nettes Lob, das wollen wir hier auch mal wiedergeben.
Und dann hat noch Thomas geschrieben und sich bedankt für das tägliche Entertainment und uns fünf Sterne bei Apple gegeben.
Wer das hinkriegt, fünf Sterne bei Apple zu geben, der hat schon mal eine gewisse Intelligenz, weil es ist nicht so einfach.
Also ihr könnt es ja mal probieren, uns fünf Sterne dazu geben.
Und gleichzeitig hat Thomas auch noch eine Anmerkung zur Aussprache von MEDA.
Ich hätte es mal MEDA ausgesprochen und er habe lange überhaupt nicht gewusst, wovon ich spreche.
Ich solle bitte...
mehr da sagen.
Und hiermit habe ich das getan.
Und er hat auch noch einen Lifehack, der liebe Thomas.
Er hat nämlich seine Mail zweimal geschrieben, einmal noch von JetGPT mit mehr Empathie, so ein bisschen gepimpt.
Und wenn ihr auch solche guten Pimp-Ideen und andere Ideen nicht verpassen wollt, dann heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
