# AI Capex Shifts, Defense Sector Cooling, and Consumer Weakness Signals

**Podcast:** Leben mit Aktien | Der Podcast für Anleger mit Weitblick
**Published:** 2026-05-13

## Transcript

Bevor es losgeht, dieser Podcast ist keine Anlageberatung, sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung.
Die Hosts oder der Verlag übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die sie aufgrund der im Podcast gehörten Informationen treffen.
Leben mit Aktien – ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche mit Christian Wirröl und Horst von Butler.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben mit Aktien, dem Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Ich bin Horst von Butler.
Und ich bin Christian Wirröl.
Wir sprechen heute über Rheinmetall.
Die Aktie hat seit ihrem Allzeithoch 40 Prozent verloren.
Wie geht es weiter bei dem Rüstungshersteller?
Ist eine große Frage, da Rheinmetall ja auch immer diese Signalwirkung hat.
Außerdem werfen wir einen ganz kurzen Blick auf das Altersvorsorgedepot, das der Bundesrat ja jetzt nun beschlossen hat.
Und wir sprechen über Hunde und Katzen, genauer gesagt über Zuitis, den globalen Marktführer bei Tiergesundheit, wo es momentan zumindest vom Kurs her nicht ganz so gesund aussieht.
Und Christian wird die passenden Tiergeräusche dazu machen zum Kursverlauf der Aktie und Sie können raten, wie es sich entwickelt hat.
Bevor wir loslegen, Christian, ich fand, ich meine, die Zahlen sind ja immer interessant bei KI.
Wir haben uns alle diese 725 Milliarden gemerkt, die Big Tech investiert in Rechenzentren, Chips und Cloud-Kapazitäten.
Jetzt gab es nochmal eine andere Zahl, die die FT nochmal prominent aufbereitet hat und zwar, dass der Cashflow, der geriet ja dadurch unter Druck durch diese Investitionen, haben wir oft hier erwähnt.
Wohlgemerkt, der Free Cashflow, das was übrig bleibt, um es dann zu verteilen.
Und der ist auf den niedrigsten Stand seit 2014 gesunken.
Die vier großen Hyperscaler, Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta, die konnten im dritten Quartal zusammen nur noch 4 Milliarden freien Cashflow erzielen.
Zum Vergleich zuvor, also seit der Pandemie, lag es im Schnitt bei 45 Milliarden.
Also jetzt nur noch 4 Milliarden, weil der Rest investiert wird.
Wir hatten ja über diese Metamorphose gesprochen, also dass die Tech-Konzerne sich gerade von Asset-Light-Unternehmen in kapitalintensive Infrastrukturkonzerne verwandeln.
Eigentlich sind sie, glaube ich, gerade sogar die...
größten Investoren weltweit in physische Infrastruktur, ist auch historisch, was da passiert.
Und das bedeutet für die Cashquote aber etwas ganz Unterschiedliches für die Unternehmen.
Ja, Amazon wird dieses Jahr sogar mehr Geld ausgeben als einnehmen.
Auch Meta dürfte in der zweiten Jahreshälfte Cash verbrennen.
Selbst Microsoft könnte zeitweise negativen freien Cashflow ausweisen und Der freie Cashflow von Alphabet wird für das Gesamtjahr wohl positiv bleiben, aber auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt fallen.
Und das klingt alles furchtbar alarmistisch, aber wir sollten eins nicht vergessen.
Die Cashflows, also das, was im operativen Geschäft verdient wird, sind üppiger denn je.
Nur man investiert diese Cashflows.
Und wir haben ja jahrelang auch immer gehört, Mensch, die machen ja überhaupt nichts mit dem Cashflow.
was sie verdienen, außer Aktien zurückkaufen oder im Fall von Microsoft dann auch noch Dividende zahlen, Cash horten.
Die müssten einfach mal mehr in die Zukunft investieren.
Jetzt wird in die Zukunft investiert.
Jetzt kann man da auch wieder jammern.
Wir sehen einfach, es ist wie immer an der Börse, spiegelbildlich auch an der Wirtschaft.
Es gibt...
verschiedene Wellen.
Wir haben nun mal diesen Asset-Light-Zyklus gehabt, wo man Kapital akkumuliert und gehortet hat.
Jetzt haben wir den Zyklus, wo diese Unternehmen Geld ausgeben.
Wichtig ist natürlich, diese Investitionen müssen sich irgendwann rechnen.
Momentan sehen wir am Markt das Vertrauen, dass das schon irgendwann passiert und dass jetzt erstmal die Zeit ist zum Investieren, zum Kapazitäten aufbauen und zum Claims abstecken.
Ich würde dir 100% zusprechen.
Wir haben hier oft darüber gelästert, dass die so viel Cash horten oder eben auch, dass ihnen nichts anderes einfällt, außer Aktien zurückzukaufen.
Das war fantasielos.
Jetzt wird investiert.
Und im Zweifel, es kann natürlich sein, dass viele dieser Kapazitäten sich nicht rechnen, sich nicht lohnen, das Geschäft nicht kommt.
Aber man muss auch sagen, dann haben sie halt im Zweifel ihren Cash halt verbrannt oder überinvestiert.
Irgendetwas wird ja zurückkommen und wir wissen es noch nicht.
Man darf halt nur eins nicht vergessen, Amazon, Meta, Microsoft und Alphabet sind nicht alle, die jetzt investieren.
Es gibt halt auch Unternehmen wie Oracle, es gibt Unternehmen wie Core Reef, bei denen der operative Cashflow diese Investitionen eben nicht deckt.
Und das sind Unternehmen, die ja zum Teil jetzt schon hochverschuldet sind, die auch dann noch mehr Schulden aufnehmen müssen.
Auch die Magnificent Seven Hyperscaler werden natürlich Schulden aufnehmen, aber machen sie nicht.
Wir machen das Ganze auf Basis einer Bilanz, die jetzt noch sehr stark ist.
Das ist bei Oracle halt an.
Und auch das ist typisch oder eine Normalisierung der Tech-Giganten.
Sie haben diese klassischen Zielkonflikte, die man so in kapitalintensiven Branchen kennt.
Sie müssen dann eben auch mal Stellen abbauen, hat man jetzt auch Schlagzeilen gehabt.
Die Ausschüttungen werden eben geringer an Aktionäre oder sie müssen eben Kredite aufnehmen.
Also wir haben das natürlich unter Beobachtung auch im Hinblick auf die Bewertungen, die ja auch recht duftig sind, werden wir nächste Woche nochmal einen Deep Dive machen.
Jetzt kommen wir erstmal zu unserem ersten Thema.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran!
Fragst du dich, welcher Job wirklich zu dir passt?
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Dicke Bretter, kurze Beine.
Der Bundesrat hat das Altersvorsorge-Depot beschlossen.
Details kann man sich noch streiten.
Das ist schon jetzt ein Game-Challenge, muss man sagen.
Also endlich, da wurde jahrelang drüber gerungen.
Wir haben es hier immer wieder angemahnt.
Jetzt kommt es.
Und Christian, das müssen wir als kleinen Disclaimer auch sagen, ihr bei Scalable sitzt ja auch in den Startlöchern.
Also ihr werdet da ja auch mitmischen.
Aber ich sage auch aus journalistischer Sicht oder Bürgersicht, endlich kommt es.
Und jetzt wird so ein bisschen gelästert, aber ist das wirklich ein Schönheitsfehler oder wie schaust du drauf und wer hat da eigentlich gelästert?
Naja, also das hat jetzt nichts mit Scalable zu tun, aber ich habe mir seit zehn Jahren gewünscht, dass so etwas kommt, dass der Staat die direkte Partizipation am Kapitalmarkt etwa über ETFs, also ohne Garantie, eben nicht nur mit warmen Worten, sondern auch mit Cash fördert.
Und jetzt ist es da und das finde ich erstmal großartig.
Man sollte aber auch zugestehen, Wer fördert, der darf eben auch die Bedingungen festlegen.
Und klar, die gefallen nicht jedem.
Und in den sozialen Medien gibt es ja da momentan ein Thema.
Und das sind die Risikoklassenrestriktionen.
Im Altersvorsorgedepot dürfen nur Finanzprodukte bis einschließlich Risikoklasse 5 erworben werden, weil der Staat eben keine hochriskanten Spekulationen fördert.
Das ist auch ein Altersvorsorgedepot.
Ja, okay, das kann man immer drüber streiten.
Aber gleichzeitig ist natürlich diese Einordnung in Risikoklassen dynamisch und orientiert sich an der langfristigen durchschnittlichen Schwankungsbreite, also der sogenannten Volatilität.
Und da wird dann eben ein Szenario rumgereicht, nämlich, dass der Aktienmarkt ja mal kräftig absacken könnte und ein marktbreiter ETF, wie zum Beispiel der MSC World, derzeit in Risiko 4.
dass der dann so stark schwankt, dass er in Risikoklasse 6 rutscht und dann eben nicht weiter bespart werden darf.
eventuell, das ist noch nicht ganz klar, sogar verkauft werden müsste.
Und das ausgerechnet in einem Umfeld, wo man aller Logik nach kaufen muss.
Aber ist das jetzt so, ich meine, das kriegen doch die anderen Länder auch irgendwie hin.
Also das haben wir jetzt noch nicht exklusiv.
Wir haben es exklusiv, dass wir es zu spät machen.
Ja, das haben wir wirklich exklusiv.
Aber ist das jetzt nicht wieder so eine soziale Medienaufregung, die regen sich ja immer über alles auf, egal was man macht.
Ja, man findet immer irgendwas und vor allem ist diese Risikoklassenrestriktion sicherlich nicht das Optimum.
Mit Blick auf Weltportfolio ETF sollte das kein Thema sein.
Denn selbst nach dem Börsenabsturz 2001-2002 wäre der MSCI World nach heutiger Definition der Risikoklassen nur kurzzeitig ganz knapp in Risikoklasse 5 gewesen.
Damals mit einer 5-Jahres-Volatilität von etwas über 20%.
Und die Risikoklasse 6 beginnt erst ab 30%.
Das ist also ein extrem unwahrscheinliches Szenario.
Wir haben diesen Fall Risikoklasse 6 historisch nicht gesehen im MSCI World.
Und auf X gibt es ja auch immer ein paar Leute, die dagegen halten.
Und der Faktor Flaneur hat das ganz nett formuliert.
Sollte der MSCI World jemals in die Klasse 6 rutschen, dann hat man...
wahrscheinlich ganz andere Sorgen als die Frage, ob man neues Geld in den ETF stecken kann.
Und ehrlicherweise, wer das nicht akzeptieren will, der soll das dann halt nicht abschließen.
Also man muss es ja nicht abschließen.
Es ist eine Option, wer sagt, ich bin happy mit meinem ETF-Portfolio und will da machen, was ich will, der soll es nicht machen.
Man soll sich sowieso die Konditionen ja jetzt genau anschauen zum Start.
Das ist ja vor allem auch nur ein Start.
Punkt für unser Land, also für unser Land, was älter wird.
Es ist jetzt nicht, es ist gut, dass wir da mal einsteigen.
Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt.
Ja, jetzt muss es weitergehen.
Ja, wir müssen den Kapitalmarkt weiter in die Altersvorsorge integrieren.
Nächst Stopp wäre dann betriebliche Altersversorgung, die zweite Säule.
Und nachdem der Kanzler ja zutreffend festgestellt hat, dass die gesetzliche Rente künftig nur eine Basisabsicherung sein kann, müssen wir auch über Kapitalmarktelemente in der ersten Säule reden.
Und die Rentenkommission tagt ja und ich bin gespannt, was rauskommt.
Ja, da hat er übrigens recht.
Er wurde dann ja wieder gleich zerfetzt von der SPD.
Dabei waren es ja große SPD-Minister mal, die Franz Müntefering und Walter Riester, die angefangen haben, auch wenn das Produkt kritisiert wird.
Aber diese Erkenntnis gab es schon mal in der SPD, dass der Kapitalmarkt wichtig ist und auch, dass wir länger arbeiten müssen.
So, das war's zum Altersvorsorge-Depot.
Wir werden es hier begleiten.
Kommen wir zu unserem nächsten Thema.
Eine Frage der Größe.
Rheinmetall.
Ja, Zeitenwendeaktie.
Hatte ja mal die magische Marke von 2.000 Euro geknackt.
Das ist ein gut ein halbes Jahr her.
Das war aber nur so eine Intraday-Basis.
Aber diese symbolischen Marken sind ja immer wichtig.
Und danach ging es aber nicht weiter, sondern es ging bergab.
Und man fragt sich, wieso eigentlich?
Weil es ist ja nicht so, dass mehr Frieden auf der Welt eingekehrt wäre.
Ukraine wird weiter gekämpft, auch wenn...
Wladimir Putin hat jetzt Gerhard Schröder vorgeschlagen als Vermittler.
Die Frage ist, ob es wieder eine Finte ist oder ob es wirklich ernst gemeint ist.
Auf jeden Fall sehen wir natürlich, dass weiter aufgerüstet wird und wir in die Sicherheit und Verteidigung investieren müssen.
Trotzdem ist die Rheinmetall-Aktie seit ihrem Allzeithoch vom Oktober 2025 um 40% abgesagt.
Und allein am vergangenen Freitag ging es nach den Zahlen um 10 Prozent nach unten.
Christian, was ist da los?
Ja, die Zahlen waren auf den ersten Blick eigentlich ziemlich gut.
130 Millionen Euro Gewinn nach Steuern.
Das ist nicht nur mehr als von den Analysten erwartet, sondern vor allem rund 20 Prozent plus gegenüber dem Vorjahr.
Auftragsbestand, ganz wichtiges Thema bei Rheinmetall, ist weiter gestiegen auf nunmehr 73 Milliarden Euro.
Ein Plus von 30 Prozent über die letzten zwölf Monate.
Die Jahresprognose wurde bestätigt.
Der Umsatz soll von knapp 10 auf 14 bis 14,5 Milliarden Euro steigen.
Das wäre ein Plus von 45 Prozent, wobei da auch Übernahmen drinstecken.
Zuvor das natürlich die militärischen Aktivitäten der Lürssen werft.
Da hat man viel Geld für ausgegeben.
Aber dort winkt nun nach Berichten der Financial Times eventuell sogar ein 12-Milliarden-Auftrag der Bundeswehr.
mit der Fregatte F126.
Und wenn man diese Aufträge alle mal in Relation zu den aktuellen Umsätzen sieht, dann sieht man schon, okay, da ist eine ganze Menge Potenzial.
Allerdings ist das ja für ein Jahrzehnt oder sogar mehr.
Kurzfristig jedenfalls.
sieht der Armin Pappberger, der CEO, das Unternehmen auf Kurs, die Profitabilität auch weiter zu steigern.
Die operative Marge soll von immerhin 18,5 auf 19 Prozent steigen.
Gut, Pappberger ist immer optimistisch, aber die Frage ist, warum der Abverkauf?
Nun muss man ja festhalten, in dieser Aktie lag ja auch jede Menge Fantasie und der Umsatz lag mit 1,9 Milliarden Euro deutlich unter den Erwartungen von 2,3 Milliarden Euro.
Und der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal, nicht Vorquartal, Vorjahresquartal, der beträgt gerade mal 8 Prozent.
Und das ist ja das Problem, Christian, du hast diese gigantischen Auftragsbestände genannt, die müssen ja auch alle abgearbeitet werden.
Und da nochmal zur Vorstellung der Rüstungsindustrie, das ist nicht so wie Volkswagen oder Toyota, dass man da Fabriken hat, die man gigantisch hochfahren kann.
Noch nicht.
Noch nicht, aber es ist nicht die gleiche industrielle...
Produktion in der Rüstungsindustrie wie zum Beispiel in der Autoindustrie, wo man sehr schnell skalieren kann.
Es ist einfach hart, das zusammenzuschrauben oder zusammenzubauen.
Deswegen dauert es auch so lange.
Deswegen ist die Ungeduld ja auch so groß.
Es gibt immer wieder Verzögerungen.
Ja, und weil ja auch seitens der Kunden gerne danach gebessert wird, dann gibt es extra Wünsche.
Es gibt neue Lagen, auf die im Rahmen bestehender Programme dann noch reagiert werden soll.
Insofern, es gibt immer wieder Verzögerungen und die müssen gar nicht...
selbst verschuldet sein.
Sie liegen dann bei den Kunden, sprich bei den Staaten, aber das macht es eben am Ende aus Aktionärs Sicht auch erstmal nicht besser.
Ein anderes Thema, das profitabelste Geschäftsfeld ist nach wie vor Munition mit der höchsten operativen Gewinnmarge und Da muss man leider zugeben, der Absatz hängt direkt am Ukraine-Krieg kurzfristig.
Und wenn es, was wir ja alle hoffen, vielleicht doch zeitnah zu einer Einstellung der Kampfhandlung kommt, dann könnte die Nachfrage hier erstmal sinken.
Zumal Rheinmetall die Kapazitäten und die Vorräte...
deutlich hochgefahren hat, weshalb der operative Free Cashflow derzeit negativ ist.
Auch das ist was, was Investoren nicht gern sehen.
Also als Menschen müssen wir hoffen, dass weniger Munition verballert wird als Aktionäre.
Das ist natürlich erstmal schlecht.
Aber ich würde sagen, da überwiegt jetzt der Mensch in mir.
Ich investiere sowieso nicht in Rüstung.
Trotz dieses Einbruchs, muss man ja sagen, ist jetzt nicht, dass Rheinmetall willig ist.
Die sind mit dem 34-fachen, der für dieses Geschäfts der erwarteten Gewinne bewertet, deutlich höher auch als die europäischen Konkurrenten.
Wie schaut es denn da aus?
Ja, Leonardo haben wir Faktor 24, BAE Systems auch Faktor 24, Thales aus Frankreich sogar nur 22.
Und wenn man einfach dagegen die 34 bei Rheinmetall hält, muss man sagen, auf dem Niveau verzeiht der Markt halt nichts.
Und deshalb sehen wir hier, Sowas wie diese übliche Rückkehr zum Mittelwert.
Rheinmetall war, das muss man zugeben, 2022 bis 2025 deutlich stärker gestiegen als andere europäische Rüstungsaktien und rutscht deshalb auch stärker ab.
Jetzt die berühmten drei Punkte dazu.
Christian, wie sieht es denn mit diesem Defense Trade aus?
Das war ja einer der großen Trades der vergangenen Jahre, neben den anderen wie KI-Trade.
Der hat sich, wenn ich das so wahrnehme, abgekühlt, oder?
Ja, da müssen wir auch nicht nur auf Rheinmetall gucken, da können wir gerne den Blick ein bisschen verbreitern auf den Wisdom Tree Europe Defense ETF.
Der ist seit Mai 2025 nur seitwärts gelaufen und hat in den letzten drei Monaten Kaum noch Zuflüsse gesehen.
Kommt natürlich immerhin noch auf 4,5 Milliarden Euro.
Aber es scheint so, jeder, der in europäischen Rüstungswerten investiert sein wollte, ist jetzt drin.
Und naja, es war ja auch irgendwie zu erwarten, nachdem in den vergangenen zwölf Monaten fast jede Kapitalanlagegesellschaft einen europäischen Rüstungs-ETF aufgelegt hat.
Denn wenn Themenprodukte sich häufen, markiert das oft eben den Peak.
eines Trends, also zumindest ein zyklisches Hoch und das haben wir gesehen.
Also halten wir fest, der Defense-Trade hat sich abgekühlt, aber die Zeitenwende geht weiter.
Also die Wachstumsperspektiven, muss man ja leider sagen, die haben sich nicht geändert in diesem Umfeld.
Staaten werden weiterhin massiv in Rüstung investieren, auch in Deutschland.
steht der Fahrplan ja fest.
Viele Länder haben ihre Ziele hochgeschraubt.
Aber nicht nur in Europa, aber auch in den USA und natürlich auch in Japan wird einfach aufgerüstet.
Also die Welt rüstet auf.
Das heißt, er ist sehr viel breiter geworden, dieser Rüstungstraight.
Ja.
Und dazu kommt halt, dass immer mehr Firmen mitmischen, die ziviles Know-how auf militärische Anwendungen übertragen.
Dann kommen dazu die zahlreichen Defense-Tech und Drohnen-Startups, die eben agiler auf diese gerade auch im Iran-Krieg offensichtlich gewordene Asymmetrie heutiger Kriege und Bedrohungen reagieren und die massiv Kapital anziehen können.
Helsing, Wahnsinn, die Bewertung.
18 Milliarden, also die stehen ja vor dem Abstand.
dieser 1,2 Milliarden Finanzierungsrunde.
Damit werden sie mit 18 Milliarden Dollar bewertet.
Wertvollste deutsche Startup und immerhin ein Drittel des Börsenwerts von Rheinmetall.
Und wenn man sich mal anschaut, bisher waren wir stolz auf Celones, die machen ja dieses Process Mining.
Jetzt ist das wertvollste Startup ein Rüstungsstartup.
Und ehrlicherweise, es kommt ja auch in eine Größe, wo wir mal sagen, wir haben doch mal geklagt, dass nach SAP nichts mehr kommt.
Das ist natürlich noch weit von SAP entfernt, aber das ist eine signifikante Bewertung.
Ja, das ist eine signifikante Bewertung, die natürlich dann auch sukzessive durch Geschäft unterlegt werden muss.
Das sollte generell bei der Aktion.
Aber es ist ja eben kein Unternehmen, was jetzt irgendwie forscht, sondern ein Unternehmen, was wirklich auch Produkte am Markt hat.
Und Fabriken auch baut.
Genau, und produziert.
Ja, schafft auch Arbeitsplätze.
Nicht nach dem Motto, wir haben hier einen Prototypen mal gebaut und lassen den mal fliegen wie so ein Lilium.
Ja, und es ist halt auch ein Element der deutschen und europäischen Verteidigungssouveränität.
Das sollte man nicht vergessen.
Aber insgesamt heißt es natürlich für die Defense Primes, für die klassischen Rüstungswerte eine Menge Herausforderungen.
Und momentan spricht einfach wenig dafür, dass die Branche an der Börse schnell wieder dieses Momentum bekommt.
was sie bis ins letzte Jahr hinein hatte.
Und dazu wirft auch diese Verbreiterung des Defense Trades ein Schlaglicht auf den gesamten Industriesektor, über den wir an dieser Stelle ja auch schon öfter gesprochen hatten.
Denn Industrie in der börslichen Definition lässt ja netterweise die Problembranchen Auto und Chemie außen vor.
Das ist zyklischer Konsum bzw.
Materials.
Aber wenn wir an der Börse...
Industrie meinen, dann reden wir neben Rüstung und Flugzeugbau auch über die industriellen KI-Gewinner.
Also in Europa beispielsweise Siemens, Siemens Energy, Schneider Electric oder ABB Global etwa, Caterpillar, G.
Ivalnova oder Cummins.
Dieser mehrfache Fokus, Rüstung, Flugzeugbau, KI-Gewinner, Energie, Elektrifizierung, das spiegelt sich auch in der Wettentwicklung wider.
Diese Industrie, die ist eben nicht Old Economy, sondern eine sehr neue Wirtschaft, die sehr erfolgreich die aktuellen Trends spielt und die eben auch Schritt halten kann.
Mit den Indizes.
Der MSCI World Industrials ETF ist auf fünf Jahre gleichauf mit dem MSCI World, der ja tech-schwanger ist.
Und der MSCI Europe Industrials ETF ist über fünf Jahre mit 85% plus klar besser als der MSCI Europe insgesamt, der ja sehr stark von der Renaissance der Banken getrieben wurde in den letzten fünf Jahren.
Also, wir haben ja oft über die Revenge der Odeconomy gesprochen.
Hier sehen wir auch eine Renaissance.
Jetzt nochmal kurz der letzte Punkt zu Rheinmetall.
Der Pappberger hat natürlich schon eine klare Vision vom integrierten Rüstungskonzern.
Dementsprechend selbstbewusst tritt er ja auch auf.
Aber das ist natürlich eine heiße Wette und ein heißer Ritt mit Blick auf die Kapazitäten.
Man liest ja immer von irgendwelchen Fabriken wieder, die umgerüstet werden müssen.
Aber das geht eben nicht per Fingerschnipp.
Also das wird einfach dauern und das muss einem einfach klar sein.
Ja, das gilt auch für die Integration von...
Also man hat jetzt gerade erst die Militäraktivitäten von Lürssen erworben und schon ist die nächste maritime Ergänzung im Visier.
German Naval Yards Kiel, kleinere Werft und da bietet man gegen TKMS.
Also das Unternehmen will wachsen, macht damit natürlich auch viele Baustellen auf.
diese Baustellen erfolgreich abarbeiten kann, wenn man die Aufträge wirklich in Umsätze konvertiert kriegt.
Wenn diese Szenarien zu Wachstum und Profitabilität aufgehen, dann relativiert sich allerdings auch die Bewertung.
Für 2028 beispielsweise geht der Analystenkonsens von über 75 Euro Gewinn je Aktie aus.
Das wäre...
Eine Verdreifachung gegenüber 2025.
Und dann wäre Rheinmetall nur mit einem KGV von 15 bewertet.
Was jetzt nicht heißt, dass man jetzt sofort irgendwie losrennen muss und einkaufen muss.
Also das Momentum ist im Moment noch nicht da, ne?
Ja, und es wäre ja nicht verwunderlich, wenn die Aktie die 1000-Euro-Marke testen würde, bevor sie dann irgendwann vielleicht wieder dreht.
Börsen lieben schon diese...
in Anführungszeichen psychologisch wichtigen Marken.
Und der Bullrun, der ja bei 2000 erstmal zum Halten gekommen ist, der hat sich dann umgedreht und vielleicht erleben wir ja das Spiegelbild davon.
Und es könnten ja trotzdem noch Börsengänge kommen, auch wenn der Trade sich abgekühlt hat.
Also wir erwarten ja im Sommer den Börsengang von KNDS.
Vor zehn Jahren aus der Fusion des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann mit dem französischen Rüstungskonzern Nextar entstanden.
Das ist unter anderem der Hersteller des Kampfpanzers Leopard 2 und des Schützenpanzers Pumas und des Radpanzers Boxers.
Also da wird auch noch was passieren und da müssen wir mal schauen, wie sich das entwickelt.
Ja, und zwar relativ schnell passieren, eventuell zu schnell für die Bundesregierung.
Denn eigentlich wollte der Bund angesichts der strategischen Bedeutung von KDNS vor dem Börsengang einsteigen, auch als Gegengewicht zu Frankreich, das momentan die Hälfte des Aktienkapitals hält.
Aber, wie das Handelsblatt rausgefunden hat, kommt die Koalition hier nicht so richtig aus dem Quark.
Wie bei anderen Themen übrigens auch.
Ja, und da geht es jetzt gar nicht mal um Bewertungen oder ob das Geld fehlt, das fehlt sowieso.
Nein, es geht schon allein um die Beteiligungshöhe.
Das Verteidigungsministerium von Boris Pistorius drängt auf einen Einstieg mit 40 Prozent.
Da bleibt also dann nur noch ein ganz kleiner Streubesitz.
Wirtschaftsministerium und Kanzleramt sind für 25 bis 30 Prozent.
Und insgesamt zeigt das, zeigt das mal wieder, Deutschland fehlt ein zentrales strategisches Beteiligungsmanagement.
Wir können darüber diskutieren, ob man sich an KDNS beteiligen muss, so wie der Bund ja nachbörslich sich damals auch an Hensoldt beteiligt.
Das strukturelle Problem ist unabhängig davon.
Die Staatsbeteiligungen hängen zwischen Kanzleramt, diversen Ministerien und der KfW, während dieser im Koalitionsvertrag ja skizzierte Deutschlandfonds zwar da ist, aber nicht als singuläres Investmentvehikel mit finanzieller Firepower, sondern nur als Maßnahmenpaket, das so breit angelegt ist, dass wieder viele mitreden und Dinge zerreden können.
Und da darf man sich nicht wundern, wenn der Wettbewerb Fakten schafft.
Insofern, wir haben ganz viele Themen, über die wir auf politischer Ebene reden müssen und wo Handlungsbedarf ist.
Aber auch dieses...
Das Spartenthema gehört mit dazu, denn es ist eigentlich kein Spartenthema.
Es geht hier um Sicherung von strategischen Interessen und auch von Standortfaktoren.
Und da braucht es eine Grundsatzentscheidung und dann auch die richtigen Strukturen, die man schnell schaffen muss.
Dann hoffe ich, dass es schneller kommt als das Altersvorsorge-Depot.
So ein strategisches Beteiligungsmanagement, das wäre ja wirklich zu hoffen.
Übrigens genau wie so ein Wachstumsfonds, der staatlich flankiert ist, wo wir vielleicht auch mal Versicherungen erlauben, ein bisschen VC-Kapital.
dort in die Hand zu nehmen.
Auch das wäre dann für solche Start-ups und Ökosysteme.
Neben Defense reden wir auch über Robotik, wir reden über Quantencomputing.
Also wenn wir da strategischer und früher uns beteiligen könnten.
Warum nur Versicherungen?
Warum darf das nicht auch der fortgeschrittene Privatanleger?
Wir haben den rechtlichen Rahmen mit dem LTIF und wenn der Staat dazu kommt, gemeinsam mit einer privatwirtschaftlichen Managementorganisation, das ist ganz, ganz wichtig, mit Leuten, die Glaubwürdigkeit haben, dann kann man aus einem solchen staatlich orchestrierten VC-Fonds oder einem solchen Deutschlandfonds wirklich etwas machen.
Das heißt, du würdest dich für die Leitung zur Verfügung stellen?
Nein, ich würde mir wünschen, dass Friedrich Merz Alexander Debelius anruft, früheren Deutschlandchef von Goldman Sachs, jetzt Managing Partner der Private Equity Gesellschaft CDC.
Einfach sagen würde, Alexander, du hast genügend Geld verdient und es ist toll, du kannst jetzt noch ein paar Millionen mehr verdienen, aber jetzt gibt es was anderes.
Jetzt braucht dich dein Land.
Wir wollen hier einen deutschen Private Equity Fonds mit Geld des Staates, mit Geld der Versicherungswirtschaft, der sonstigen Unternehmen und der Bürger aufsetzen, um den Standort zu sichern, um strategische Interessen zu sichern und um dabei...
auch Rendite zu machen.
Und zwar nicht nur volkswirtschaftlich, sondern auch für die Kapitalgeber.
Und dafür brauchen wir dich.
Und wenn so einer da vorne steht, der zieht dann auch gut Leute an.
Und die brauchst du dafür.
Finde ich eine charmante Idee.
Und ich freue mich auch schon auf den Rant von Heidi Reichenleck, wenn Alexander Debilius künftig so etwas leiten würde.
Das liegt im Trend.
Kommen wir zum Schluss zu den Haustieren.
Ich habe Ihnen einige Tiergeräusche versprochen.
Ein Schwein hast du schon gemacht.
Kannst du auch vieren?
Ja.
Okay, also.
Warum muss eigentlich immer ich mich zum Affen machen?
Ich bin ja schon beim Affen wieder.
Es heißt ja so schön, immer gegessen und getrunken wird immer, wenn man über Konsumgüteraktien bei Menschen spricht.
Das gilt natürlich auch für Tiere.
Auf der anderen Seite haben wir gemerkt, dass diese alten Formeln sind ja auch nicht mehr so einfach.
Also können glaube ich alle, die in...
Food- und Beverage-Aktien investieren, Lied von Sing, auch diese Floskel, Luxus läuft immer.
Naja, wie ist es denn mit Haustieren?
Läuft das immer?
Also zumindest, da wird ja nie gespart.
Teilweise wird da ja mehr Geld investiert als in die eigenen Kinder.
Also wenn man sich Statistiken anguckt, was Leute in ihre Hunde und Katzen stecken und für Tierkliniken und Mode.
Ja, ja, ja, das ist halt immer dieses Narrativ, wovon halt auch die Heimtieraktien lange gelebt haben.
Aber auch an diesem Narrativ müssen wir inzwischen doch mal einige Kratzer festschauen.
Zumindest seit Zoetis, der globale Marktführer für Tiergesundheit, letzte Woche Zahlen vorgelegt hat.
Und die CEO, die Kristen Peck, hat das sehr, sehr drastisch formuliert.
Nämlich Tierhalter zeigten sich preisbewusster, was zu einem Rückgang der Tierarztbesuche und einer schwächeren Nachfrage nach innovativen Premiumprodukten führte.
Darf ich das mal übersetzen?
Es gibt weniger Tierquälerei.
Nein, Quatsch.
War nicht.
Sorry.
Fakt ist, auch bei ihren Hunden und Katzen, also bei den ganzen Hassos und Mimmis, unser Hund hieß übrigens Benni, auch bei den Bellos, schauen Herrchen und Frauchen plötzlich aufs Geld.
Das heißt, darf ich denn dieses Kostolani-Bild da noch irgendwie reinbringen?
Also sozusagen, dass der Hund, der jetzt zu weit davon gelaufen war, bei dem wird jetzt wiederum gespart, was dazu führt, dass der Hund zurückbleibt beim Herrchen.
Habe ich das richtig übersetzt?
Ja, so ist es.
Und das Herrchen muss jetzt wieder aufschlagen.
Fakt ist, die Medikamente für Haustiere haben geringere Umsätze.
Wenn wir über Haustiere sprechen, dann sind das im Wesentlichen Hunde und Katzen.
Zwei Prozent Minus im ersten Quartal bei Zweitis.
Das hört sich jetzt nicht nach dramatisch viel an, aber...
Besonders mies ist die Stimmung auf dem Heimatmarkt.
In den USA lag der Rückgang nämlich bei 11 Prozent.
In diesem vermeintlich defensiven Segment an Haustieren wird angeblich nie gespart.
Und das lässt natürlich tief blicken, was die Verfassung, das Sentiment der US-Verbraucher angeht.
Und das übrigens, obwohl der Iran-Krieg erst im März, also gegen Ende des Quartals, auf die Preise an der Tankstelle durchgeschlagen hat und damit auf die Gelände.
Geldbeutel der privaten Haushalte.
Gut läuft es bei den Pferden.
Das ist so das Rolex und Patek Philipp unter den Haustieren.
Also da kann man ja wirklich sechsstellige Beträge investieren pro Jahr.
So wie im Internationalgeschäft, da gab es noch zweistellige Zuwächse.
Genauso wie bei Arzneimitteln für Vieh, Geflügel und Fisch.
Aber trotzdem wurde die Jahresprognose jetzt runtergenommen.
Umsatz soll jetzt nur noch um zwei bis fünf Prozent steigen und der Gewinn je Aktie.
soll mit 6,35 bis 6,50 Dollar in etwa auf Vorjahresniveau liegen.
Interessanter Indikator für Konsumschwäche, die man hier sieht.
Sonst schaut man ja immer nur auf Konsumgüteraktien.
Also ist ein Warnsignal.
Ja, und wenn man das mal einordnet, im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre konnte es den Umsatz um 9 Prozent per annum steigern, den Gewinn je Aktie sogar um 14.
Dennoch natürlich überraschend, dass der Kurs nach Vorlage der Zahlen gleich um 30 Prozent eingebrochen ist, denn Soetis hatte schon zuvor kräftig federn lassen müssen an der Börse.
Und wir haben da wieder dieses übliche Boom- und Bust-Playbook der vermeintlichen Qualitätsaktien.
Der Compounder, die Compounden.
bis sie irgendwann nicht mehr compounden.
Die ZOITIS wurde ja 2013 von Pfizer abgespalten und war lange Zeit...
Ein Liebling der Wall Street.
Geilt ja auch immer so als Megatrend, Tiergesundheit.
Ja, und das ist natürlich toll.
Globaler Marktführer in einer Healthcare-Nische, die anders als klassische Pharmaaktien zwar an Regulatorik hängt, nicht jedoch an den öffentlichen Gesundheitskassen.
Dazu dieses ganze Heimtier- und Nahrungsmittel-Narrativ.
Großartig.
Also viel mehr geht nicht.
Ja, und dann kam auch noch die Pandemie.
Menschen wussten nicht, wofür sie ihr Geld ausgeben sollten, haben sich Haustiere zugelegt und diese nach Kräften verwöhnt.
Und jetzt haben sie Probleme damit und deswegen können meine Jungs immer Hundesitten machen von den ganzen Menschen, die sich Hunde angeschafft haben während der Pandemie.
Ja, immerhin leisten sich die Menschen dann deine Söhne als Hundesitter.
Das zeigt ja, dass sie sich darum kümmern.
Tragisch ist, dass viele Tiere eben kein so gutes Schicksal haben.
Was die Aktie angeht, 2021 wurde Zöitis...
aufgrund dieses riesigen Narrativs mit mehr als dem 40-fachen Gewinn bezahlt.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran!
Fragst du dich, welcher Job wirklich zu dir passt?
Mit der KI-gestützten Jobsuche von LinkedIn beschreibst du einfach in deinen eigenen Worten, was du suchst, statt nur Keywords einzugeben und bekommst personalisierte Jobvorschläge, die zu deinen Skills, Interessen und Zielen passen.
So siehst du Jobchancen, die du sonst vielleicht verpassen würdest.
LinkedIn, the network that works for you.
Und dann kam, wie bei so vielen Aktien, diese nachpandemische Ernüchterung.
Aber mit so einem Faktor 25 bis 30 war die Bewertung noch immer höher als bei menschlichen Pharmaaktien.
Bis es 2025 dann auch operative Probleme gab mit einem der potenziellen Wachstumstreiber, nämlich Librella, ein...
monoklonaler Antikörper zur Behandlung von Osteoarthrose-Schmerzen, die es eben nicht nur bei Menschen gibt, sondern auch Beim Hund.
Das erste und einzige Präparat dieser Art für Hunde.
Möglicher Milliarden-Dollar-Blockbuster.
Aber es gab dann eben Berichte über neurologische Nebenwirkungen und sogar Todesfälle.
Es gab regulatorische Prüfungen.
Es ist eine Sammelklage anhängig noch im Anfangsstadium.
Und über Social Media hat sich das Ganze natürlich dann auch verbreitet.
Mit Schlagzeilen wie Librella tötet Hunde.
natürlich für ein Unternehmen immer ein Reputationsschaden ist.
Und das schwebt seitdem als Damoklesschwert eben...
Auch über der Aktie.
So, jetzt mal eine Frage an dich.
Du schaust dir solche Aktien dann ja immer an, wenn etwas passiert, wenn Bewegung drin ist.
Ist die Bewertungsluft jetzt draußen oder ist das sozusagen erst der Anfang?
Naja, also die Aktie ist jetzt zwei Drittel unterm Hoch.
Da ist sicher viel Negatives eingepreist.
Selbst wenn man die Untergrenze der Gewinnerwartung nimmt, liegt das KGV nur bei 13.
Dazu hat Soetis eine ziemlich solide Bilanz.
Nettoverschuldung weniger als 1,5 mal EBITDA.
Man hätte also durchaus auch die Möglichkeit, die Kursschwäche für Aktienrückkäufe zu nutzen.
Dividendenrendite wird mit 3% allmählich ebenfalls interessant.
Allerdings lehrt die Erfahrung, auf solche Abstürze, also erst so ein Bewertungshype, dann diese Multiple Depression und anschließend auch noch fundamentaler Gegenwind, auf solche Abstürze folgen selten...
V-förmige Erholung.
Das geht nicht so schnell aufwärts wie nach der Corona-Pandemie.
Deswegen erstmal muss sich dann Boden bilden, was durchaus einige Quartale dauern kann.
auch um zu zeigen, dass das Geschäft nicht weiter erodiert.
Und da haben dann die US-Verbraucher natürlich und die Stimmung der Konsumenten eine ganz, ganz wichtige Rolle.
Das haben wir übrigens bei anderen Aktien ja auch gesehen.
Die dachten so, LVMH ist jetzt billig.
Also es ist eine Luxusaktie, ein ganz anderes Segment.
Aber es dauert dann lange.
Und da ist dann erstmal das Momentum weg.
Die Zahlen werden nicht besser und da braucht man einen langen Atem.
Jetzt mal eine ewige Frage.
Ja, also vielleicht auch nochmal, dass man das auch nochmal konkret macht.
Wenn man wirklich dem...
Pharmaportfolio mal was Tierisches beimischen will, und wir haben ja nach wie vor Alleinstellungsmerkmale bei ZOITIS, dann kann man so ein Investment, was man sich eigentlich vorstellt, gerade in einer solchen Situation eben auch via Sparplan auf einige Tranchen verteilen.
Durchaus, wenn man sagt, okay, 10.000 Euro möchte ich investieren, vielleicht 12 Tranchen auf ein Jahr, Sparplan, fertig.
Gibt es denn so einen tierischen ETF mit einem Kürzel wie MU?
Nein, Mo gibt es nicht, aber Paws gibt es natürlich.
Die Pfoten, das erinnert mich wieder an die Paw Patrol, wo mein Sohn zum Glück draußen ist inzwischen.
Den, wie gesagt, nur in den USA.
Der hierzulande 2022 lancierte Rise Petcare ETF, der wurde schon nach anderthalb Jahren Mangelsvolumen wieder eingestellt, sodass es nur noch den aktiv gemanagten, und jetzt kommt ein ganz schöner Vorname, Allianz.
Pet and Animal Wellbeing Fonds gibt.
Anfang 2019 lanciert und seither mit einem ähnlichen Kursverlauf wie Zoetis.
Erst steil rauf, dann etwas langsamer wieder rund.
Das liegt daran, dass es eben nicht nur Pure Player drin sind, sondern da sind auch allerlei Werte drin, wo das Thema nur eine Nebenrolle spielt.
Zum Beispiel Tractor Supply, der Landmaschinenhändler verkauft auch Tierfutter.
Merck ist auch drin, ja, die machen auch Tiermedizin, allerdings nur 10%.
Und dann ist sogar noch Colgate drin und Nestlé, weil die natürlich auch Tierfutter anbieten.
Also das haben wir bei vielen ETFs, wo man dann eigentlich sozusagen, die machen das auch mit.
Das sind halt Weltmarktführer, Colgate, Palmolive und Nestlé bei Tierfutter.
Aber sie sind halt so groß, dass das gesamt in dem Geschäft ein bisschen untergeht.
Das sind etwa so ein Fünftel vom Umsatz bei den Unternehmen und nicht die wesentlichen konzentrierten Determinationen.
Insofern, das sind alles durchaus interessante Werte, die man auch einfach mal so auf den Investment Case hin prüfen kann, sich separat ins Depot legen kann als Satelliten.
Aber dafür braucht es meiner Ansicht nach keinen Themenfonds und schon gar keinen mit 2,1% Total Expense Ratio.
dass es solche Gebühren überhaupt noch gibt.
Ich finde ja, die Null muss inzwischen stehen.
Eigentlich in solche andere Produkte sollte man nicht oder nur selten investieren.
Ja, liebe Hörer und liebe Hörer, das war's.
Heute ging es tierisch zur Sache Rüstung auch, also Megatrends und KI.
Wir legen natürlich beim Thema KI nochmal einen gesonderten Fokus drauf und dann kleine Programmvorschau.
Ich war ja bei Adidas in Herzogenaurach und habe ein Interview mit Björn Gulden geführt.
Und das nehmen wir mal zum Anlass, auf die Sportartikelhersteller zu schauen, denn es steht ja auch bald eine WM ins Haus.
Kommen Sie gut durch die Woche und machen Sie es gut.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
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