# AI Agentic Shifts, Cyber Threats, and EU Compliance

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-05-13

## Transcript

Das KI-Update – ein heiser Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
Google stellt Gemini Intelligence für Android vor.
EU-Kommission konkretisiert Regeln gegen digitale Täuschung.
Microsoft tauscht Israel-Chef nach Skandal um Militärcloud aus.
Und KI-Prompts trotz Anonymisierung einsehbar.
Google hat im Zuge der Android-Show die nächste Stufe des KI-Assistenten für Smartphones und weitere Produkte des Ökosystems vorgestellt.
Die Gemini Intelligence.
Kernstück sind agentische Fähigkeiten, erklärt Malte Kirchner aus dem heise online Newsroom.
Es ist eine Umwandlung vom Antwortautomaten zum digitalen Assistenten, der tatsächlich Dinge erledigen soll, was Google da gerade plant.
Gemini in Android kann künftig mehrstufige Aufgaben übernehmen, etwa einen Platz in einem Sportkurs buchen, Bücher aus einer Liste direkt in den Warenkorb legen oder eine Einkaufsliste aus der Notizen-App zusammenstellen und zur Bestellung vorbereiten.
Man macht einen langen Druck auf den Power-Button und Gemini erledigt den Rest.
Wichtig dabei, die KI handelt laut Google nur auf Anweisung.
Der Nutzer kann die Schritte verfolgen und vor einem Kauf oder einer Bestellung ist eine Bestätigung nötig.
Interessant ist auch die Funktion Rambler.
Wer Eingaben per Sprache tätigt und dabei viel nuschelt, ES einstreut oder vom Thema abschweift, der bekommt automatisch eine aufgeräumte Version seiner Nachricht.
Rambler erkennt dabei sogar mehrere Sprachen gleichzeitig in einer einzigen Nachricht.
Dazu kommen weitere Features.
Mit Create My Widget beschreibt man einfach in normaler Sprache, was man auf dem Homescreen sehen möchte und die KI baut daraus ein Widget.
Auch das System zum automatischen Ausfüllen soll smarter werden.
Gemini soll Formulare in Apps und Chrome künftig gezielter ausfüllen können.
Gerade bei diesen Funktionen bleibt aber spannend, was davon in Europa wann wirklich verfügbar ist.
Wann kommt das nach Deutschland?
Die Einführung soll im Sommer schrittweise beginnen, zunächst auf aktuellen Samsung Galaxy und Google Pixel Geräten.
Später sollen weitere Android Geräte und Gerätekategorien folgen, also etwas Smartwatches, Autos, smarte Brillen und Laptops.
Google hat gegenüber heiser online bestätigt, dass Deutschland berücksichtigt wird.
Einen konkreten Termin nennt das Unternehmen aber noch nicht.
Dankeschön, Malte.
Im Chrome-Browser ist von Google ein lokales KI-Modell integriert, das Funktionen wie Betrugserkennung datenschutzfreundlich ausführen soll.
Eine JavaScript-API ermöglicht Webseiten künftig die Interaktion mit diesem Modell.
Eine Änderung in der neuesten Chrome-Version sorgt jetzt aber für Bedenken.
In den KI-Einstellungen fehlt plötzlich der wichtige Halbsatz, ohne Dateien an Google-Server zu senden, der im letzten Chrome noch vorhanden war.
Der Grund für diese Textänderung bleibt unklar.
Nutzende können das lokale KI-Modell zwar deaktivieren, verlieren dann aber KI-basierte Funktionen wie Schreibhilfen, Betrugswarnungen, Tab-Organisationen oder Webseitenzusammenfassungen.
Die Änderung wirft Fragen zum tatsächlichen Datenschutz der als lokal beworbenen KI-Funktionen auf.
Seit Wochen wird davor gewarnt, dass böswillige Cyberakteure bald mit KI-Hilfe Sicherheitslücken finden und ausnutzen könnten.
Jetzt ist es angeblich soweit, berichtet Martin Holland aus dem heise Online-Newsroom.
Die Cybersicherheitsabteilung von Google hat angeblich einen Cyberangriff abgewährt oder erst mal entdeckt und dann abgewährt, der über eine Lücke erfolgen sollte.
die mit KI-Hilfe gefunden wurde.
Das hat die Threat Intelligence Group von Google jetzt mitgeteilt und nicht sonderlich viele Details dazu genannt.
Also es hieß, dass es ein quelloffenes, webbasiertes Werkzeug zur Systemadministration getroffen hätte und dass da eine Lücke entdeckt wurde, beziehungsweise eine Lückenbeschreibung entdeckt wurde, die sehr deutlich darauf hingewiesen habe, dass sie von einer KI erstellt worden sei.
Also da gab es so verschiedene Hinweise, also zum Beispiel einen Verweis auf ein Dokument, das nicht existiert hat.
Das ist ja so ganz typisch.
Und bei Google sagt man, dass man den Hersteller informiert habe und dann habe man die Lücke geschlossen.
Also es wäre eine Zero-Day-Lücke gewesen.
Das heißt, wenn der Angriff begonnen hätte, hätte der Hersteller davon nicht gewusst und keine Zeit gehabt zu reagieren, also erst während der Angriff läuft.
Das ist deshalb von Bedeutung, diese Mitteilung, weil jetzt seit...
ein paar Wochen quasi die Rede davon ist, dass das KI jetzt so leistungsfähig ist oder dass die ersten KI-Modelle so leistungsfähig sind, dass sie selbstständig Sicherheitslücken und Software entdecken können und zwar auch die ganze Ausnutzung beschreiben können und damit Angreifern, böswilligen Akteuren ein sehr mächtiges Werkzeug an die Hand geben.
Das ist vor allem damit begonnen mit mit Claude Mythos Preview von Anthropic, die angeblich als erste KI so richtig gut da drin sein soll, dass Anthropic selbst gesagt hat, wir geben die nicht frei, wir geben die nur Unternehmen, die jetzt die Lücken abdichten.
Und während in den letzten Tagen vor allem, also Wochen, aber jetzt vor allem Tagen, ist ja deutlich geworden, dass die Firmen, die das benutzen, sehr, sehr viele Sicherheitslücken finden und die stopfen.
Also das ist das eine.
Und es war immer die Frage, ob ob die Zeit reicht, bis die nächsten KI-Modelle da aufschließen können und dann auch, dass die Angreifer quasi über die gleichen Fähigkeiten verfügen können.
Und der Bericht von Google liegt nur nahe, dass das zumindest in einem Fall passiert sein könnte.
Aber es gibt zu wenig Details, um darauf jetzt zu schließen, dass jetzt wirklich Akteure da in der Lage sind, das großflächig einzusetzen.
Noch muss man da weiter abwarten, aber im Moment gibt es zumindest Anzeichen, dass...
Einige Softwarehersteller, zumindest Mozilla hat das gesagt, dass sie davon überzeugt sind, dass man mit diesen Werkzeugen alle Lücken wird finden können.
Und damit wäre natürlich dann am Ende sogar mehr Sicherheit gegeben.
Danke, Martin.
Einer der wenigen, die Anthropics-KI-Modell Cloud Mythos nutzen dürfen, ist Daniel Stenberg.
Er ist Maintainer des Download-Tools Curl und durfte die KI zur Schwachstellensuche testen.
Dass Stamberg dieses Angebot überhaupt annahm, überrascht, da er in der Vergangenheit immer wieder über qualitativ schlechte KI-Bug-Reports geklagt hatte.
Mythos meldete nun fünf potenzielle Probleme, von denen nur eines eine echte Sicherheitslücke darstellte.
Drei Meldungen erwiesen sich als falsch positiv und eine als gewöhnlicher Bug.
Die bestätigte Schwachstelle hat einen niedrigen Schweregrad.
Stanberg betont, dass KI-Tools offenbar deutlich besser geworden sind und als hilfreiche Ergänzung zu menschlichen Code-Reviews dienen können.
Sie ersetzen jedoch nicht die menschliche Prüfung, sondern unterstützen diese effektiv.
Die EU-Kommission hat einen ersten Leitlinienentwurf zum Artikel 50 des AI-Acts veröffentlicht.
Die Leitlinien sollen Kennzeichnungspflichten für Chatbots und KI-generierte Inhalte konkretisieren.
Robin Ahrens von der CT fasst diese Leitlinien zusammen.
EU-BürgerInnen sollen künftig jederzeit wissen, ob sie mit einer Maschine kommunizieren oder ob ein Bild mit KI erstellt wurde.
Denn ab dem 2.
August dieses Jahres werden dem Artikel 50 des IACT festgelegten Transparenzpflichten für KI-Tools gelten.
Der jetzt veröffentlichte Leitlinienentwurf der Kommission soll vor allem Behörden dabei unterstützen, die Einhaltung der Pflichten sicherzustellen.
Das Dokument unterscheidet in viel zentrale Kategorien.
Die erste konkretisiert Transparenzvorgaben für interaktive KI-Systeme, also vor allem KI-Chatbots und ähnliche Tools.
Die sollen in der Vorstellung der EU-Kommission künftig so gestaltet sein, dass NutzerInnen direkt erkennen, dass sie es mit einer KI zu tun haben.
Die zweite Säule der Leitlinien betrifft KI-generierte Texte, Bilder oder Videos.
Die sollen künftig maschinenlesbar gekennzeichnet sein müssen, also mit einer Art Wasserzeichen digital kodiert sein.
Diese Kennzeichnung soll aber auch auffindbar sein.
Was damit gemeint ist, ist nicht ganz klar.
Vermutlich aber, dass das auch für Menschen erkennbar sein muss.
Im dritten Teil der Leitlinien geht es vor allem um intelligente Emotionserkennung oder biometrische Kategorisierungen.
NutzerInnen müssen über solche KI-basierten Vorgänge künftig in Kenntnis gesetzt werden.
Die letzte Kategorie der Leitlinien stand zuletzt besonders im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Sie behandelt Deepfakes und KI-generierte Texte von öffentlichem Interesse.
Dem Entwurf der Kommission nach müssen diese Deepfakes künftig eindeutig als solche deklariert werden.
Ausnahmen will man nur für künstlerische oder satirische Zwecke ermöglichen.
Trotz dieser recht strengen Vorgaben will die EU-Kommission aber auch realitätsnah bleiben.
Vor allem private Freiheiten sollen nicht unnötig eingeschränkt werden.
Wer also mal ein KI-generiertes Bild in den Chat mit FreundInnen schickt, muss das nicht gleich kennzeichnen.
Auch sowas wie automatische Grammatikkorrekturen sollen von den strengen Pflichten befreit sein.
Zumindest solange sie den Inhalt nicht wesentlich verändern.
Anders sieht es hingegen bei der Veröffentlichung von KI-Inhalten auf Social Media aus.
Sobald diese Inhalte Einfluss auf die politische Meinung nehmen können, müssen sie gekennzeichnet werden.
Das klingt erstmal alles noch recht bürokratisch und unkonkret.
Ob AI-Slop, also zum Beispiel die aktuell auf Social Media kursierenden Videos über Beziehungsdramen von KI-Früchten, auch gekennzeichnet werden müssten, das bleibt offen.
Wie eine fehlende Kennzeichnung sanktioniert werden könnte, das ist ebenso uneindeutig.
Dennoch sind die geplanten Regeln zur KI-Transparenz ein großer Schritt nach vorn.
Vielen Dank, Robin.
Microsofts geplantes Milliardenrechenzentrum in Kenia verzögert sich auf unbestimmte Zeit.
Die Verhandlungen zwischen Microsoft, dem KI-Unternehmen G42 aus Abu Dhabi, und der kenianischen Regierung sind festgefahren.
Microsoft fordert eine garantierte jährliche Mindestabnahme von Serverkapazitäten, die Kenia nicht in gewünschter Höhe zusichern kann.
Das 2024 angekündigte Projekt sollte Cloud Computing und künstliche Intelligenz in Ostafrika vorantreiben.
Ursprünglich war eine Kapazität von bis zu einem Gigawatt geplant, betrieben mit Geothermie.
Kenias Präsident William Ruto betont jedoch, dass der Energiebedarf die verfügbaren Ressourcen übersteigt.
Derzeit wird über eine verkleinerte Version mit 60 statt 1000 Megawatt verhandelt.
Der Fall verdeutlicht ein globales Problem.
Der massive Strombedarf für KI-Rechenzentren bringt Strominfrastrukturen an ihre Grenzen.
Microsoft zählt Konsequenzen aus einem Skandal um die Zusammenarbeit mit dem israelischen Militär.
Der Landeschef von Microsoft in Israel, Alon Haimovic, verlässt nach vier Jahren seinen Posten.
Auch mehrere Manager aus der internen Kontrollabteilung sollen das Unternehmen verlassen haben.
Microsoft Israel wird vorerst direkt von der französischen Tochter geführt.
Was dort vorgefallen ist, erklärt Max Schreiner von The Decoder.
Auslöser ist eine interne Untersuchung der Microsoft-Konzernführung.
Geprüft wurde, ob die israelische Niederlassung gegenüber der Zentrale offen genug kommuniziert hat, wie das israelische Verteidigungsministerium Microsoft-Systeme nutzt.
Es gibt Sorgen, dass israelische Einheiten gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen und Microsoft damit rechtlichen Risiken in Europa ausgesetzt haben könnten.
Im Kern geht es dabei um die israelische Spionageeinheit Unit 8200.
Recherchen des Guardian hatten im letzten Jahr gezeigt, dass diese Einheit seit 2022 auf Microsofts Cloud-Plattform Azure große Mengen palästinensischer Telefonate aus Gaza und dem Westjordanland gespeichert haben soll.
Die Rede ist vor allem von Mitschnitten von Millionen von Gesprächen pro Tag.
Die Daten lagen offenbar auf Servern in den Niederlanden und einige in Irland.
Brisant ist auch, wofür diese Daten genutzt worden sein sollen.
Geheimdienstquellen sagten dem Guardian, die gespeicherten Telefonate seien verwendet worden, um Luftangriffe in Gaza vorzubereiten und Ziele auszuwählen.
Azure habe geholfen, Informationen aus der Massenüberwachung zu bündeln, zu übersetzen und mit israelischen KI-Systemen abzugleichen.
Recherchen des Magazins Plus 972 deuten darauf hin, dass die israelische Armee mehrere KI-Programme einsetzt, die mögliche Ziele weitgehend automatisiert vorschlagen.
Ein System namens Lavender soll mutmaßliche Kämpfe magieren, zeitweise bis zu 37.000 Personen in den ersten Tagen des Krieges.
Ein zweites System namens The Gospel schlägt Gebäude als Ziele vor und ein drittes System mit dem Namen Where's Daddy soll markierte Personen verfolgen und melden, wenn sie nachts in ihre Familienhäuser zurückkehren.
Die markierten Häuser sollen dann gezielt angegriffen worden sein, oft in der Nacht und während Familienangehörige anwesend waren.
Menschliche Prüfungen der Vorschläge sollen laut den Quellen oft nur etwa 20 Sekunden gedauert haben, vor allem um zu prüfen, ob die markierte Person männlich ist.
Aus diesen Gründen sprechen Kritiker hier von automatisierten Todeslisten.
Die israelische Armee bestreitet die Vorwürfe, die Systeme seien lediglich Hilfswerkzeuge für Analysten und ersetzten keine menschliche Entscheidung.
Funktional erinnern diese Berichte an Palantirs System Marvin, das im jüngsten Irankrieg zum Einsatz kam.
Auch dort werden große Datenmengen zusammengeführt, bewertet und in militärische Entscheidungen übersetzt.
Die israelischen Programme sollen aber unabhängig von Palantir entstanden sein.
Jetzt ist ja Microsoft nicht der einzige Cloud- und KI-Anbieter, der mit dem israelischen Verteidigungsministerium zusammenarbeitet.
Warum gerade jetzt dieser Schritt?
Microsofts Sonderrolle erklärt den Druck auf die Israel-Tochter, denn anders als die Konkurrenten Google und Amazon hat Microsoft keinen festen Vertrag im israelischen Regierungs-Cloud-Programm Nimbus.
Google und Amazon haben dafür eigene Rechenzentren in Israel zugesagt, damit Regierungs- und Sicherheitsdaten eben nicht unter ausländische Aufsicht fallen.
Microsoft dagegen verarbeitete militärische Daten, teilweise auf europäischen Servern, und damit ist der Konzern auch leichter Ziel europäischer Regulierung.
Berichten zufolge hat das israelische Militär ohnehin große Teile seiner Cloud-Infrastruktur bereits zu Amazon und Google verlagert.
Das Verteidigungsministerium will den Microsoft-Vertrag Ende 2026 zwar erneuern, aber in kleinerem Umfang.
Für Microsoft blieben dann vor allem klassische Anwendungen wie Office und Windows.
Der Wechsel an der Spitze von Microsoft Israel und die vorläufige Führung aus Frankreich deuten aber darauf hin, dass die Konzernzentrale das Vertrauen in die lokale Führung vorerst komplett verloren hat.
Vielen Dank, Max.
Das KI-Startup Thinking Machines Lab von Mira Murati hat sein erstes eigenes Modell vorgestellt.
Murati war früher Technikchefin bei OpenAI und gründete das Unternehmen Anfang 2025.
Die sogenannten Interaction Models sollen Sprachassistenten flüssiger machen.
Heutige Assistenten wie der von ChatGPT oder Gemini Live arbeiten im Kern immer noch mit festen Wechseln, sagt das Team.
Erst spricht der Mensch, dann die KI.
Eine vorgeschaltete Software entscheidet dabei, wann ein Satz zu Ende ist und reicht ihn erst dann an das KI-Modell weiter.
Das neue Modell von Morati verarbeitet dagegen Bild, Ton und Text parallel in kleinen Häppchen von 200 Millisekunden.
Damit soll es selbst entscheiden können, wann es spricht oder schweigt, ohne den Filter der vorgeschalteten Software.
Damit soll es näher an echte Gesprächssituationen kommen, in denen Menschen etwas einwerfen, auf Mimik reagieren und manchmal gleichzeitig sprechen.
Für komplexe Fragen wird im Hintergrund ein zweites, langsameres Modell zugeschaltet.
Die Deutsche Bank probiert sich in Sachen KI aus und glaubt, dass die EU noch viel Innovationspotenzial hat.
Mein Kollege Ben Schwan hat mit dem Chief Strategy Officer Christoph Rabenseifler gesprochen.
Er ist bei der Deutschen Bank in Frankfurt für den Bereich Technologie, Daten und Innovation zuständig.
Auch bei der Deutschen Bank spielt KI zunehmend eine Rolle.
Im Interview mit Heiser Online sagte Strategie-Chef Christoph Rabenseifner, man habe bereits 2020 eine strategische Partnerschaft mit Google Cloud geschlossen.
Und mit maschinellem Lernen und später generativer KI experimentiert.
Das Unternehmen wollte wissen, wo die Technik helfen kann und dabei systematisch vorgehen.
Mittlerweile nutzt etwa die Research-Abteilung der Großbank eine Assistenzlösung, die große Mengen an Dokumenten verarbeiten kann, um beim Verfassen von Analysen zu helfen.
Insgesamt steht ein digitales Assistenzsystem 50.000 Mitarbeitern zur Verfügung.
Dank Google Cloud geht die Deutsche Bank dabei modellagnostisch vor.
Die neue Enterprise-Agent-Plattform erlaubt es, Angebote verschiedener Firmen als Drop-In-Lösung zu verwenden.
Rabenseifner glaubt indes nicht daran, dass Sprachassistenzsysteme beispielsweise ganze Callcenter abschaffen werden.
Erst wenn KI die Kundenerfahrung wirklich verbessere, sei das interessant.
Die Deutsche Bank habe hier einen Premiumanspruch.
Dankeschön, Ben.
Das ausführliche Interview lest ihr auf heise.de.
Das KI-Unternehmen Anthropic ergänzt sein Angebot für das Rechtswesen.
Der Chatbot Claude bekommt zwölf neue Erweiterungen und mehr als 20 Schnittstellen zu externen Diensten.
Damit lässt sich Claude direkt mit Programmen wie DocuSign, Box oder dem KI-Rechtsassistenten HW verbinden.
Die Erweiterungen sind auf bestimmte Rechtsgebiete zugeschnitten, etwa Vertragsrecht, Arbeitsrecht und Prozessführung.
Laut Anthropics-Chefjuristen Mark Pike benutzen Anwälte Claude inzwischen häufiger als fast jede andere Berufsgruppe.
Über 20.000 JuristInnen hätten sich für ein einziges Webinar zum Thema angemeldet.
Grundlegende Sicherheitslücken, darunter sogenannte Prompt Injections, bleiben bei agentischen Systemen aber weiter ein Problem.
Mit Microsofts Purview können IT-Teams auch KI-Prompts überwachen.
Die User sind dabei pseudonymisiert.
Eigentlich.
Analysten können sie de-anonymisieren, erklärt Dirk Knob von Heise Security.
Microsoft Purview erweitert die Überwachungsfunktion für IT-Teams.
Mit dem Tool Insider Risk Management können Analysten künftig KI-Prompts und die dazugehörigen Antworten gezielt einsehen.
Das dient dazu, Risiken wie Datenlags oder Verstöße gegen Sicherheitsrichtlinien frühzeitig zu erkennen.
Besonders brisant ist dabei aber der Umgang mit der Anonymität.
Zwar sind Nutzerdaten standardmäßig pseudonymisiert, doch Microsoft ermöglicht es autorisierten Analysten nun explizit, diese Anonymisierung aufzuheben.
Laut Microsoft geschieht das unter Beibehaltung des Privatsphärenschutzes, ein Versprechen, das angesichts der technischen Möglichkeiten widersprüchlich wirkt.
Die Identitäten bleiben so lange maskiert, bis eine De-Anonymisierung durch Rolleninhaber aktiv angestoßen wird.
Die Funktion wird ab Mai weltweit ausgerollt und ist ab Mitte Juni allgemein verfügbar.
Da Microsoft das Feature standardmäßig aktiviert, müssen Admins nicht selbst tätig werden.
Während das Unternehmen betont, dass reguläre Nutzer von den Änderungen nicht betroffen seien, wirft das ein Schlaglicht auf ein zunehmend lose wirkendes Verhältnis Microsofts zum Datenschutz.
Vielen Dank, Dirk.
Ein südkoreanischer Präsidentenberater hat mit seinem Vorschlag einer KI-Gewinnbeteiligung für die Bevölkerung massive Turbulenzen an der Börse ausgelöst.
Kim Jong-Boom hatte vorgeschlagen, dass Bürger eine Dividende aus Steuern auf KI-Gewinne erhalten sollen.
Die KI-Erfolge beruhten schließlich auf dem industriellen Fundament der gesamten Nation, nicht nur auf einzelnen Unternehmen.
Kim verwies auf Norwegens Modell, wo Öleinnahmen über Staatsfonds an die Gesellschaft fließen.
Das Geld könnte als Startkapital für junge Menschen, für ländliches Grundeinkommen oder Bildungsmaßnahmen genutzt werden.
Der Cosby-Index stürzte nach diesem Gedankenspiel um über 5 Prozent ab.
Unterholte sich erst wieder, als Kim klarstellte, dass es nur um Steuermehreinnahmen ging.
Südkoreas Wirtschaft profitiert stark vom KI-Boom.
Besonders Samsung und SK Hynix, die zwei Drittel des weltweiten Arbeitsspeichermarktes dominieren.
Ihre Aktiengewinne treiben den Kospi auf Rekordwerte, während gleichzeitig Diskussionen über Gewinnverteilung zunehmen.
Das schwedische Unternehmen Phlox Intelligence entwickelt ein KI-basiertes Kamerasystem, das Wildtiere von Bahnstrecken fernhalten soll.
Die Kameras werden entlang der Gleise installiert und erkennen verschiedene Tierarten durch künstliche Intelligenz.
Nähern sich Tiere den Schienen, verscheucht das System sie mit akustischen Signalen.
In Schweden eignen sich jährlich etwa 5000 Tierkollisionen im Bahnverkehr.
Diese verursachen nicht nur Leid für die Tiere, sondern auch Zugverspätungen sowie Fahrzeugschäden und sind emotional belastend für die Lokführerinnen und Lokführer.
Die KI-Lösung soll sowohl den Bahnverkehr sicherer machen, als auch neue Erkenntnisse über das Verhalten von Wildtieren in Gleisnähe liefern.
Bevor ich mich verabschiede, noch dieser kleine Hinweis.
Den Brückentag am Freitag gönnt sich auch die Redaktion vom KI-Update.
Ich bin dann am Montag wieder für euch da.
Das war das KI-Update von Heise Online vom 13.
Mai 2026.
Die nächste Folge hört ihr dann am Montag, den 18.
Mai, ab 15 Uhr.
Jeden Samstag sprechen wir in einer neuen Folge mit Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion über Fachliches und Nerdiges zu CT-Artikeln, über Details und Hintergrundgeschichten, über Ansichten und Meinungen.
Hört mal rein in den CT-Uplink, überall, wo ihr Podcasts hören könnt.
Wir versprechen euch, es wird garantiert nerdig.
