# Strategic Shifts in Supply Chains, Premium Pricing, and Revenue Models

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-13

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der 13.
Mai.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker, der übrigens auch einen, der meiner Meinung nach, besten YouTube-Accounts in Deutschland hat.
Neben Interviews mit Top-CEOs gibt es heute jeden Donnerstag ein Format, wo sie einmal die Woche tief auf die wichtigsten Themen der letzten Woche schauen.
Link dazu ist wie immer in der Beschreibung.
Und wenn wir dann schon bei YouTube sind, an alle von euch, die einen kleinen Side-Hustle suchen.
Wir sind gerade auf der Suche nach paar Leuten, die uns auf Social Media helfen und Highlights aus unseren Folgen rausschneiden und dann als Reels auf Social Media veröffentlichen.
Falls ihr also darauf Lust habt, schreibt uns einfach eine Mail an orws.podsters.de.
Aber jetzt genug der Vorrede und rein in den Podcast.
Heute mit dem Aufstieg von IMAX, den Kreditkarten von Victoria's Secret und natürlich den aktuellen News.
In den USA gab es im April, wenig überraschend, die höchste Inflation seit Mai 2023, getrieben natürlich von den Ölpreisen.
Und es sieht auch nicht wirklich danach aus, dass sich da schnell was ändern wird.
Gestern sind die Ölpreise zum Beispiel wieder gestiegen und Chip-Aktien haben nach den krassen Aufstiegen der letzten Woche mal ein bisschen nachgegeben.
Ein paar Investoren nehmen da also Risiko raus und immer mehr denken gerade auch über den Nacho-Trade nach.
Das ist die Kurzform von Not A Chance Hormuz Opens und es steht dafür, dass es im Iran-Krieg keine Einigung geben wird, bis der wirtschaftliche Schaden durch die Schließung noch größer wird und einfach noch mehr Druck bringt.
Ich bin ja selbst ehrlicherweise gar kein Fan davon, wirklich auf der Basis von solchen Überlegungen zu traden, weil einfach null absehbar ist, wie sich die geopolitische Lage entwickeln wird.
Spannend ist aber schon zu schauen, worauf sich diese Situation so alles auswirkt.
Und da sind mir gestern wieder zwei ganz spannende Beispiele aufgefallen.
Einmal der japanische Snack-Hersteller Colby, der ist an der Börse so um die 2 Milliarden Dollar wert und will Ende Mai manche seiner Chips mit Schwarz-Weiß-Packungen rausbringen, weil es einen Engpass an den Farbstoffen gibt.
Das ist zum Teil vielleicht auch ein Marketing-Move, aber zeigt schon, wie weit sich das Thema gerade zieht.
Und dann haben wir auch schon ein paar Mal erzählt, dass es einen Helium-Engpass bei der Chipproduktion geben könnte.
Es könnte aber auch noch einen anderen Engpass geben, nämlich für Bromwasserstoff.
Den braucht man zum Beispiel zur Produktion von Speicherchips und es ist nicht nur so, dass es nur ein paar wenige Firmen wie Resonec aus Japan gibt, die den Bromwasserstoff in der notwendigen Qualität für die Chipproduktion herstellen können, sondern das meiste Brom für den Bromwasserstoff kommt auch aus Israel und Jordanien.
Also da gibt es gleich einen doppelten Engpass und übrigens hat sich die Aktie von Resonec alleine dieses Jahr schon fast verdreifacht.
Neben diesen ganzen geopolitischen Engpässen und Themen gab es gestern einiges an Quartalszahlen und Deals.
Nicht so gut, waren die mal wieder in der Sportbranche.
Vor allem ist Under Armour mal wieder 20% abgeschmiert, nachdem sie gerade das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Umsätzen hatten und auch 2027 damit rechnen, dass sie weiter schrumpfen.
Viel, viel, viel, viel besser läuft es bei den Kollegen von ON aus der Schweiz.
Auch bei denen hat die Aktie dieses Jahr aber schon 30% verloren und alleine gestern um die 5%.
Bei On ist es aber eher ein Bewertungsthema, die Zahlen an sich sind nämlich weiter echt stark.
Ohne Währungseffekte ist der Umsatz zum Beispiel letztes Quartal 26% gewachsen, in Asien sogar 60%, was vor allem von China und von Südkorea getrieben wurde.
Ich fand auch ganz spannend, was der CEO zu China meinte.
Und zwar fokussieren sich Kunden dort aus seiner Sicht eher auf lokale Marken wie Entersports oder halt auf sehr spezielle Marken.
Und da hat On durch die Schweizer Herkunft und die hohen Preise eine ganz gute Marktposition.
Und zu den hohen Preisen meinte er auch noch, dass On dadurch in einer Konsumbubble ist, die ziemlich unabhängig von Inflation oder Benzinpreisen ist, weil es den Kunden einfach wirtschaftlich sehr, sehr gut geht.
Wieso hat die Aktie dann gestern trotzdem verloren?
Generell sind Investoren einfach ein bisschen skeptisch, ob das Wachstum nachhaltig ist oder doch eher vom Modetrends getrieben.
Und man muss schon sehen, dass On zwar noch stark wächst, aber das Wachstum nimmt deutlich ab.
Zum Beispiel ist On im letzten Jahr noch 36% gewachsen ohne Währungseffekte, dieses Quartal eben nur noch 26%.
Fairerweise muss man aber auch sagen, dass On dafür jetzt nur noch mit dem 20-fachen vom erwarteten Gewinn bewertet wird, also deutlich günstiger als oft in den letzten Jahren.
Deutlich weniger Wachstum als bei On gab es auf jeden Fall bei der Münchner Rückversicherung, beziehungsweise gibt es gerade bei denen.
Und auch die Aktie ist gestern nach den Zahlen um die 5% abgeschmiert.
Und zwar ist es so, dass bei Rückversicherungen ja immer wieder große Verhandlungsrunden kommen, alle paar Monate.
Und in den neuen Verhandlungen sind die Preise jetzt gesunken und auch das Vertragsvolumen, das die Münchner Rück abgeschlossen hat, ist gesunken.
Die Hintergründe davon haben wir auch schon ein paar Mal erklärt.
Und zwar haben Rückversicherer eigentlich seit Jahren immer höhere Preise durchgesetzt.
Gerade kommt aber viel Wettbewerb in den Markt und das drückt erstmal die Preise.
Und gerade eher vorsichtige Versicherungen wie die Münchner Rück halten sich dann auch eher zurück und gehen keine Verträge ein, die für das Risiko vielleicht zu günstig sind.
Das ist langfristig auch richtig so.
aber drückt kurz- und mittelfristig eben schon aufs Wachstum.
Die gute Nachricht ist zumindest, dass man die Aktie dafür gerade um die 20% günstiger kriegt, als noch vor einem Jahr, wo es mit dem Wachstum noch deutlich einfacher war.
Auch verloren hat gestern die Aktie von Siemens Energy.
Da lag es aber weniger an den schwachen Zahlen.
Die waren wieder sehr solide.
Bei Siemens Energy ist es ja eher so, dass sie auch sehr stark am KI-Boom hängen, weil sie aus dem Bereich einfach gerade wahnsinnig viel Nachfrage kriegen.
Und ich habe ja schon gesagt, dass die meisten Chip-Aktien gestern leicht verloren haben.
Und das hat eben auch Siemens Energy getroffen.
Aber wenn wir jetzt schon über die ganzen Verlierer im DAX sprechen, müssen wir auch über den Gewinner reden.
Und zwar hat Bayer gestern um die 4% zugelegt, weil sich vor allem das Agrargeschäft besser entwickelt hat als erwartet.
Und dann gab es gestern noch einiges an Deal-Meldungen, hier mal im Schnelldurchlauf.
Und zwar hat Christoph ja letzte Folge noch gesagt, dass der Investor Aspex mittlerweile 15% an Delivery Hero hält.
Und er hat auch erzählt, dass sie sehr gerne den CEO Oesberg loswerden wollen.
Gestern kam dann raus, dass er nächsten März gehen wird.
Von der Börse gehen könnte außerdem bald die Fastfood-Kette Wendy's.
Der legendäre Investor Nelson Pelz will nämlich laut Financial Times die Firma kaufen.
Die Aktie hat dann gestern um die 15% zugelegt.
Und keinen Deal wird es erstmal bei Ebay geben.
Die haben nämlich das Übernahmeangebot von GameStop für 56 Milliarden Dollar als weder glaubwürdig noch attraktiv abgelehnt.
Dann kam in Deutschland noch raus, dass Klaus Michael Kühne mittlerweile 20% und nicht mehr 15% von der Lufthansa gehören.
Und in Deutschland hat sich auch noch SAP am Startup N8N beteiligt, zu einer Bewertung von 5 Milliarden Dollar.
Mit N8N kann man verschiedene digitale Prozesse automatisieren und die Firma wurde zwar erst 2019 gegründet, macht aber immerhin schon um die 100 Millionen Euro Umsatz.
Und wenn wir schon beim Thema Automatisieren sind, gestern kam ein Financial Times Artikel raus, laut dem Amazon Mitarbeiter teilweise zusätzliche unnötige Aufgaben von KI machen lassen, um ihren Vorgesetzten zu zeigen, dass sie viel KI-Leistung nutzen.
Wer steckt eigentlich hinter der Kreditkarte von Victoria's Secret?
Für alle, die sich das auch schon immer mal gefragt haben, gibt es jetzt die Antwort von Christoph.
Es geht um Bread Financial.
Die machen sogar 4 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr, sind aber kein Netzwerk wie Visa oder Mastercard, sondern die kooperieren mit Händlern und Marken und stellen deren Kunden eine gebrandete Kreditkarte aus.
Zum Beispiel machen sie das für Ultra Beauty oder eben Victoria's Secret.
Der Kunde bekommt mit dieser Karte Rabatte, Treuepunkte und die Möglichkeit, größere Käufe in Raten aufzuteilen.
Für den Händler ist das attraktiv, weil die Karteninhaber deutlich mehr und öfter kaufen.
Brad verdient an den Zinsen.
Die sind besonders dann hoch, wenn Kunden ihre offenen Rechnungen nicht sofort bezahlen.
Das ist auch mit Abstand die größte Einnahmequelle.
Dazu kommen Gebühren für Mahnungen oder Kontoführung.
Den Händlern gibt Brett einen Teil der Einnahmen zurück.
Insgesamt setzt Brett eher auf mittelgroße Partner, denn wenn zum Beispiel Ultra Beauty eine Kreditkarte anbieten will, ist es auf einen Anbieter wie Brett angewiesen.
Bei Amazon oder Walmart, da wäre das umgekehrt.
Die könnten wegen ihrer Größe die Kondition diktieren und Brett müsste deutlich mehr von den Zinseinnahmen an den Händler abgeben.
Das ist bei kleineren Partnern anders und wachsen diese Partner, dann wächst automatisch auch das Kreditvolumen für Bread.
Genutzt wird der Service vor allem von Millennials und der Gen Z.
Die Altersgruppen zahlen deutlich selbstverständlicher auf Kredit oder in Raten als ältere Generation.
Und genau das treibt das Wachstum.
Im letzten Quartal sind die Kartenumsätze um 7% gestiegen.
Das war der sechste Quartalsanstieg in Folge und das trotz der wirtschaftlichen Schwäche zuletzt.
Auch bei anderen Zahlen läuft es gut.
Für das Gesamtjahr erwarten Analysten 500 Millionen Dollar Nettogewinn.
Das wäre etwas weniger als 2025, weil auch das Management wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit vorsichtig plant.
Dazu kauft Brett aggressiv eigene Aktien zurück.
2025 waren es 310 Millionen Dollar, fast 10 Prozent vom damaligen Börsenwert.
Das alles hat dafür gesorgt, dass die Aktie auf Sicht von einem Jahr knapp 60 Prozent gewonnen hat.
Trotzdem wirkt das erwartete KGV mit Acht recht günstig.
Dafür gibt es zwei Gründe.
Erstens ist Bread ein zyklisches Unternehmen.
Wer Konsumkredite vergibt, leidet in einer Rezession besonders stark.
Die Kreditausfallrate liegt aktuell bei 7 Prozent.
Das kostet Rückstellungen und ist eben ein Unsicherheitsfaktor.
Gerade bei der jungen Zielgruppe aus der Mittelschicht kann es Probleme geben, wenn die Inflation weiter anzieht und die Wirtschaft schwächelt.
Zweitens, die US-Verbraucherschutzbehörde will die lukrativen Mahngebühren von durchschnittlich 30 Dollar auf 8 Dollar deckeln.
Das würde Brett direkt und hart treffen.
Ich habe Ende 2024 zum Feiern unserer tausendsten Folge mal einen Artikel über die sieben besten Geschäftsmodelle aus tausend Folgen Aktienpodcast geschrieben.
Das wäre ehrlicherweise eine relativ zufällige Auswahl, weil es einfach sehr viele sehr smarte Geschäftsmodelle gibt.
Aber ein Geschäftsmodell würde ich heute auch auf jeden Fall immer wieder reinpacken und zwar das von IMAX.
Die hatten nämlich früher das Problem, dass ein iMac-System das Kino paar Millionen gekostet hat.
Gleichzeitig gab es aber nicht so viele Filme im iMac-Format, weil es wenige Kinos mit iMac-Systemen gab.
Der erste smarte Move war dann, dass sie eine Technologie entwickelt haben, mit der man bestehende Filme ins iMac-Format umwandeln konnte.
Statt die Technologie aber zu verkaufen, haben sie die Filme selbst umgewandelt und kassieren danach einen Teil der Kinoeinnahmen, die der Film generiert.
Und bei den Kinos hatte man dann irgendwann auch die Idee, das System erstmal kostenlos zu installieren und dann einfach einen Teil der Kino-Umsätze zu kriegen.
Als wir jedenfalls im Podcast das letzte Mal über IMAX gesprochen haben, im Juli 2023, war aus meiner Sicht neben dem Geschäftsmodell noch was anderes spannend.
Und zwar, dass Menschen zwar vielleicht nicht mehr so häufig ins Kino gehen, aber wenn sie dann gehen, wollen sie die volle Experience und eben oft auch die Experience mit IMAX haben.
Seit der Analyse damals hat sich der Börsenwert dann auf heute knapp 1,8 Milliarden Dollar auch circa verdoppelt.
Der Marktanteil bei Blockbustern ist von 12% auf 15% gestiegen und der Umsatz war letztes Jahr das erste Mal ever über 400 Millionen Dollar.
Und es gibt auch weiter Rückenwind.
Die Odyssee von Christopher Nolan soll ja dieses Jahr rauskommen und wurde nur mit IMAX-Kameras gefilmt und Dune Part 3 könnte auch nochmal den Umsatz treiben.
Das sieht also weiter ziemlich solide aus und deshalb ist auch ein bisschen überraschend, dass IMAX immer nur noch mit dem 20-fachen vom erwarteten Gewinn bewertet wird.
Genau solche Highlight-Filme wie Dune sind aber auch ein Grund dafür, der die Bewertung erklären kann.
IMAX hängt nämlich eben schon an solchen Film-Highlights, deshalb schwanken die Umsätze auch mal, wenn keine neuen Highlights kommen.
Zum Beispiel ist im ersten Quartal der Umsatz gesunken, weil es 2025 einen riesen Filmerfolg in China gab, wo IMAX sehr stark ist und den Filmerfolg konnte man eben dieses Jahr nicht wiederholen.
Dazu gibt es zum Beispiel Gegenwind von Disney, die haben dieses Jahr mit Infinity Vision ein Konkurrenzprodukt zu IMAX rausgebracht, fairerweise aber keine eigene Technologie, sondern einfach gesagt eine Art Zertifikat für große, schöne Bildschirme.
Am Ende ist die Firma damit aktuell kein offensichtlicher Schnapper, sondern eher eine Wette darauf, dass sich das IMAX-Format auch langfristig durchsetzt und eben auch der Trend weiter zum High-End-Kinobesuch geht.
Wenn das so ist, hat IMAX auf jeden Fall eine super Ausgangsposition und auch ein sehr starkes Geschäftsmodell.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdam bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder, obwohl Feiertag ist, gibt's eine Spezialfolge.
Bis dahin, alles Gute, adios.
