# Market Shifts: AI Pricing, Supply Chains, and Activist Capital

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-12

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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 12.
Mai.
Ich bin Christoph Damm und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, dem Broker mit eigenem KI-Chatbot, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Bei uns gibt es heute eine mögliche Buy-the-Dip-Chance beim Amazon Südamerikas und es geht um den Leasing-Anbieter Krenke.
Aber davor schauen wir erstmal, was gestern an der Börse los war.
Gestern hat euch Noa ja einige Infos zu den aktuellen Geschehnissen rund um Speicherchips erzählt.
Dazu kann ich jetzt noch was ergänzen, denn Micron und auch SK Heinex waren gestern wieder stark im Plus.
Die Aktien wurden angetrieben von möglichen Streiks beim rivalen Samsung Electronics.
Die Gewerkschaften bei Samsung drohen mit Arbeitsniederlegungen ab Ende Mai, falls es keine Einigung über höhere Boni geben sollte.
Das klingt jetzt erstmal nach einem Arbeitskampf, ist aber für den gesamten Chipmarkt sehr wichtig, denn Samsung ist ja einer der größten Speicherchip-Hersteller der Welt.
Laut Analysten könnten durch einen Streik rund drei Prozent der globalen Produktion ausfallen.
Dadurch könnten die Preise für Speicherchips weiter steigen, was eben Micron oder SK Hynix gefallen würde.
Micron hat um die 5% gewonnen, SK Hynix war im asiatischen Handel mehr als 10% im Plus.
Dann gab es Zahlen aus dem Softwarebereich.
Da hat Monday.com stark abgeliefert und war um die 5% im Plus.
Umsatz und Gewinn waren klar über den Erwartungen.
Dazu hat das Unternehmen die Jahresprognose leicht angehoben.
Das ist vor allem deshalb stark, weil die Aktie vorher mehr als 50% abgestürzt war.
Anleger hatten ja befürchtet, dass KI-Tools wie Projektsoftware oder Workflow-Management überflüssig machen könnten.
Monday.com versucht jetzt genau daraus ein Geschäft zu machen.
Die Firma integriert KI-Agenten direkt in die Plattform und stellt das Preismodell um.
Sie will also weg von Nutzerlizenzen hin zur tatsächlichen KI-Nutzung.
Heißt, wenn Kunden mehr KI einsetzen, verdient Monday.com auch mehr.
Wichtig ist auch der Trend bei Großkunden.
Die Zahl der Kunden mit mehr als 500.000 Dollar Jahresumsatz ist innerhalb eines Jahres um 75 Prozent gestiegen.
Schlechter ist es dagegen für Mosaic Gelaufen, einen der größten Düngemittelhersteller der Welt.
Die Aktie war nach Zahlen um die 5 Prozent im Minus.
Der Umsatz ist im letzten Quartal um 15 Prozent gestiegen, aber das Unternehmen hat überraschend einen Verlust gemacht.
Dabei treibt der Iran-Krieg zwar die Düngemittelpreise hoch, weil das Angebot knapper wird, aber es explodieren auch die Produktionskosten.
Der Preis für Schwefel ist auf Rekordniveau, weil der Iran-Krieg und auch neue chinesische Exportbeschränkungen das Angebot verknappen.
Mosaik braucht Schwefelsäure für die Phosphatproduktion.
Der Konzern hat deshalb jetzt die Produktionsprognose für Phosphat komplett zurückgezogen und fährt Anlagen in den USA und Brasilien runter.
Interessant ist der Kontrast zum Konkurrenten CF Industries, der vor allem Stickstoffdünger herstellt.
Der ist nämlich gestern 5% gestiegen.
Zahlen gab es auch aus der Kryptowelt, nämlich von Circle.
Das ist das Unternehmen hinter dem USDC Stablecoin.
Der Umsatz ist im letzten Quartal um 20% rauf, der Gewinn aber um 15% gefallen.
Grund dafür sind höhere Kosten und dass die Zinsen auf die Reserven leicht gesunken sind.
Denn Circle verdient sein Geld hauptsächlich mit Zinsen auf die US-Staatsanleihen, die den Stablecoin absichern.
Sinken diese Zinsen, dann sinkt auch der Gewinn.
Circle positioniert sich aber ja auch als Infrastruktur für KI-Agenten, die autonom Transaktionen abwickeln.
Gestern haben die neue Produkte dafür vorgestellt.
Unter anderem ein Wallet für Agenten und ein System für Nano-Payments, also Zahlungen von einem Bruchteil eines Cents, was für maschinellen Handel interessant ist.
Die Aktie ist danach um die 15% gestiegen.
Dann noch zwei kurze Meldungen aus der KI-Welt.
Erstens wird Lumentum in den Nasdaq 100-Index aufgenommen und war deshalb um die 15 Prozent im Plus.
Kommt eine Aktie in einen Index, dann müssen ETFs den Wert kaufen.
Der KI-Zulieferer, der überwiegend im Photonik-Bereich aktiv ist, ersetzt ab nächster Woche das Unternehmen CoStar.
Die Firma betreibt unter anderem Online-Plattformen für den Verkauf und die Vermietung von Gewerbe- und Wohnimmobilien.
Zweitens hat Cerebra Systems kurz vor dem Börsengang die Preisspanne nochmal deutlich angehoben.
Da hatte Noah ja gestern schon was dazu gesagt.
Jetzt aber gab es den Schritt eben nochmal.
Der Preis der Aktie liegt nicht mehr bei 125 Dollar, sondern jetzt bei 160 Dollar.
Damit könnte der KI-Chip-Hersteller fast 5 Milliarden Dollar einsammeln und auf eine Bewertung von knapp 50 Milliarden Dollar kommen.
Cerebras sieht sich als schnellere und günstigere Alternative zu Nvidia und profitiert davon, dass die Nachfrage nach KI-Infrastruktur ungebrochen hoch ist.
Cerebras verkauft aber nicht nur Chips, sondern bietet auch direkt KI-Cloud-Dienste an und konkurriert damit auch mit großen Cloud-Anbietern.
Unter anderem nutzt AWS schon die Chips von Cerebras in ihren Rechenzentren und OpenAI nutzt bereits Cerebras Rechenleistung für bestimmte KI-Modelle.
Schauen wir noch nach Deutschland.
Beim Berliner Essenslieferanten Delivery Hero spitzt sich der Aktionärsstreit zu.
Der aktivistische Hongkonger Investor Aspex hat für rund 335 Millionen Dollar ein weiteres 5%-Paket gekauft.
Verkäufer ist der niederländische Tech-Investor Prosus, der seine Beteiligung auf EU-Anordnung abbauen muss.
Damit hält Aspex jetzt 15 Prozent an Delivery Hero.
Die Aktie ist gestern um fast 20 Prozent gestiegen.
Aspex macht seit Monaten Druck auf CEO Niklas Özberg.
Der Investor fordert seinen Rücktritt, den Rückzug aus ganzen Regionen und eine grundlegende Neuausrichtung des Business.
Wichtig wird der 23.
Juni auf der Hauptversammlung.
Da könnte Aspex...
einen Misstrauensantrag gegen Östberg stellen.
Delivery Hero hat seit dem Rekordhoch 2021 rund 85 Prozent vom Börsenwert verloren.
Gerade zur Berichtssaison reden wir ja sehr viel über Tech-Riesen aus den USA.
Noah hat sich heute mal wieder in Südamerika umgeschaut.
Mercado Libre ist ja mit 80 Milliarden Dollar Börsenwert die wertvollste Firma in Argentinien.
Mercado Libre ist auch das Amazon Südamerikas.
hat mittlerweile ein riesiges Finanzbusiness und ist letztes Quartal fast 50% gewachsen.
Das war das stärkste Wachstum seit fast vier Jahren.
Dazu ist am Freitag noch rausgekommen, dass Michael Barry, den viele wahrscheinlich aus dem Film The Big Short kennen, bei Mercado Libre investiert hat und er glaubt sogar, dass er mit der Aktie 15% im Jahr über 15 Jahre machen kann.
Auch die Kollegen bei TheInformations haben letztens geschrieben, dass die Aktie aus ihrer Sicht zu günstig ist und wenn man sich mal die Analysen bei Seeking Alpha anschaut, gab es dieses Jahr nur Analysen mit einer Kaufempfehlung.
Obwohl die alle so optimistisch sind, hat die Aktie alleine am Freitag über 10% verloren und ist in den letzten 12 Monaten schon 30% abgeschmiert.
Und da stellt sich natürlich die Frage, ob das eine Chance ist oder ob Michael Berry und die anderen vielleicht doch was übersehen.
Erstmal muss man natürlich verstehen, wieso die Aktie unter Druck ist, obwohl das Wachstum ja so krass ist.
Bei MercadoLibre wiederholt sich gerade so ein bisschen die Story.
die man über Jahrzehnte bei Amazon gesehen hat.
Sie bauen also Logistik aus, senken teilweise die Gebühren für Händler und bieten kostenlosen Versand an, auch bei kleineren Lieferungen.
Das soll langfristig, genau wie bei Amazon, zum großen Burggraben führen und treibt ja auch das Wachstum an.
Das Problem ist, dass das Ganze bei Amazon sehr stark von der Überzeugung von Jeff Bezos getrieben war.
Es ist auch jetzt von der Überzeugung von Mercado Libre Management getrieben, aber die sind eben auch von Konkurrenz getrieben.
Vor allem Shopee, also der Shopping-Arm von C, expandiert gerade sehr stark in Brasilien und baut die eigene Logistik dort massiv aus.
Und wenn man sich die letzten Analysten-Calls von C anhört, sprechen sie davon, dass sie in Brasilien die effizienteste Logistik haben und das eben massiv ausbauen.
Außerdem hat Shopee auch ein Kreditprodukt, konkurriert also auch auf der Ebene mit MercadoLibre.
Diesen stärkeren Wettbewerb kann man auch positiv sehen, weil er generell mehr Leute vom Offline zum Online-Handel treibt.
Auf der anderen Seite hat man ja oft genug gesehen, wie die Player im Online-Handel sich das Leben schwer machen.
Ganz extrem war das bei den Essenslieferdiensten, aber auch im Fashion-Handel gab es ja gerade zu Corona-Zeiten echt harten Wettbewerb zwischen ASOS, About You, Zalando und den anderen.
Was neben den Investments im Handel auf die Margen drückt, ist das Kreditkarten-Business.
Da wäre ich Stand jetzt aber entspannter.
Und zwar ist vor allem das Problem, dass das Kreditvolumen gerade sehr schnell wächst, weil sie viele Karten rausgeben.
Und da müssen sie direkt im ersten Jahr Rückstellungen für Ausfälle bilden, kassieren aber erst über Zeit die Zinsen und Gebühren.
Das drückt also auf die Margen, ist aber eher ein Timing-Effekt.
Auf der eher positiven Seite ist dann noch das Werbegeschäft.
Für Amazon ist das ja gerade einer der wichtigsten Gewinntreiber.
Bei Mercado Libre weiß man nicht genau, wie groß es ist.
Es wächst aber um die 70%.
Und dazu kommt auch noch, dass Mercado Libre zwar gerade viel Wettbewerb hat, anders als die Fashion oder Lieferplayer, die ich gerade erwähnt habe, sind sie aber immer noch ziemlich profitabel mit einer operativen Gewinnmarge von um die 10%.
Und wenn sie dieses Jahr wie geplant auf ca.
40 Milliarden Dollar Umsatz kommen, wären das fast 4 Milliarden Dollar an operativen Gewinn bei 80 Milliarden Dollar Börsenwert.
Das ist jetzt noch kein Megaschnapper, vor allem wenn man die Konkurrenzrisiken einrechnet, wenn man aber langfristig an die Stärke vom Management glaubt und dass das Wachstum noch ein paar Jahre so bleibt, kann man schon nachvollziehen, was Bury und Co.
da für eine Chance sehen.
Wer statt Kredite in Brasilien lieber in Leasing in Europa investieren will, für den hat Timon jetzt alle Infos.
Letzte Woche kam eine krasse Zahl raus.
Laut Credit Reform gab es 2025 in Westeuropa fast 200.000 Insolvenzen.
Das ist der höchste Stand, seit sie 2002 angefangen haben, das zu messen.
Und 5% mehr als im Vorjahr.
Es gibt viele Firmen, die darunter leiden.
Zum Beispiel Leasinganbieter wie Krenke.
Die Firma war ja vor Corona ein ziemlicher Highflyer.
Die Aktie hat sich in 10 Jahren versechzehnfacht.
2020 ist dann aber ein Short Report rausgekommen.
Und der Börsenwert ist um über 80% auf heute 600 Millionen Euro gefallen.
Und seitdem gibt es immer wieder operative Probleme.
Aber wenn die Insolvenzwelle wieder vorbei ist, könnte das auch eine Chance sein.
Und den eher riskanten Investment Case.
Wenn die Insolvenzwellen vorbei sind und damit die Ausfallraten sinken, hat mir vor kurzem Marc Niemann von 3D Invest erklärt.
Also die Auswirkungen auf das Nettoergebnis, die ist halt schon wirklich sehr groß.
Also im historischen Schnitt ist die Ausfallrate so bei 1,5 Prozent.
Ist jetzt auf bis zu 1,9 Prozent gestiegen.
Und man kann so ganz grob sagen, 10 Basispunkte, also 0,1 Prozentpunkte, kostet so ganz grob rund 10 Prozent.
Ich glaube auch, dass man jetzt bei der Vergabe von neuen Verträgen halt wirklich dann zum einen deutlich höhere Ausfallwahrscheinlichkeit schon eingepreist hat.
Man sieht es auch bei der Annahmequote neuer Verträge, dass die runtergegangen ist.
Also man ist wirklich jetzt selektiver bei der Annahme geworden.
Und ich denke auch, dass jetzt bei alten Verträgen accountingtechnisch höhere Ausfallraten mit eingeplant.
haben, was jetzt die letzten Quartale belastet hat.
Die Analysten gehen auch nach wie vor davon aus, dass die Ausfallrate über den historischen 1,5 Prozent ist, weil das Unternehmen da hinkommen möchte.
Aber jetzt muss das Unternehmen zeigen, dass man da auch wieder auf die historischen niedrigen 1,5 Prozent kommt.
Aber das wäre dann eben der Riesentrigger für die Aktie.
Na, sag ich, mit diesem Leasingvertrag, da haben wir doch einen Fehler gemacht.
Wisst ihr, was der Kerl mir sagt?
Wisst ihr, was dieser Kerl mir dann sagt?
Und sagt, was heißt da wir?
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdars bei OMR.
Schönen Tag euch, tschüss.
