# Semiconductor Alliances, Defense M&A, and Inflation Hedging Strategies

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-12

## Transcript

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Und jetzt viel Spaß mit der Folge.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Milliardendeal von Sony mit TSMC, eine extravagante China-Reise und einen Großinvestor, der der Lufthansa volles Vertrauen schenkt.
Im Thema des Tages geht es um ein Wettbieten der deutschen Rüstungsriesen und in der AAA-Idee verraten wir euch anhand einer Jahrhundertanalyse, ob Gold oder Silber der bessere Inflationsschutz ist.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Dienstag, der 12.
Mai und wir wünschen euch einen routinierten Start in diesen Tag.
An den Märkten griff auch gestern wieder ein altbekannter Mechanismus.
Die großen und mächtigen Tech-Konzerne kletterten und die Indizes, die verbuchten, ja, zumindest im Tagesverlauf neue Rekorde.
Immerhin sowohl der S&P 500 plus 0,2 Prozent als auch der Nasdaq.
Plus 0,3 retteten noch ein leichtes Plus in den Börsenschluss.
Ja, du hast es gesagt.
Treiber waren mal wieder die Chip-Werte.
Nvidia legte um rund 2 Prozent zu, Micron sogar um fast 9 Prozent.
Seit Jahresbeginn ist das jetzt schon fast ein Plus von 180 Prozent.
Das ist wirklich stark.
Besonders stark legte gestern aber auch Qualcomm zu.
Die Aktie sprang zeitweise um rund 13 Prozent auf ein neues Rekord hoch und ging dann immerhin noch mit einem Plus von mehr als 8 Prozent aus dem Handel.
Und auch Intel setzte seine Rallye fort und gewann fast 4 Prozent.
nachdem wir bereits zuvor Berichte über eine mögliche Chip-Vereinbarung mit Apple für kräftig Rückenwind gesorgt hatten.
Es dürfte euch deshalb auch nicht groß überraschen, dass sich der Philadelphia Semiconductor Index, also der Sox, gestern auch um mehr als 2,5 Prozent verbesserte.
Seit Jahresbeginn hat der Halbleiterindex damit schon einen Plus von fast 70 Prozent gemacht.
Die Rallye beschränkt sich ja auch nicht nur auf die USA.
Ein Beispiel, die Aktie von Sony, die legte gestern fast 9 Prozent zu, nachdem bekannt wurde, dass der japanische Elektronikkonzern eine milliardenschwere strategische Partnerschaft mit dem Chip auftragte.
TSMC aus Taiwan eingeht.
Ja, ihr merkt, da haben die Anleger gerade einen absoluten Fokus drauf.
Aber mit einem Auge dürften die Anleger jetzt auch zumindest in den kommenden Tagen ganz gespannt nach China schauen.
Donald Trump gab nämlich gestern bekannt, mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation in die Volksrepublik reisen zu wollen.
Los geht's am 13.
Mai und laut Gerüchten und Medienberichten soll der US-Präsident in Begleitung von Tesla-Chef Elon Musk und Apple-Boss Tim Cook sein.
Ebenso werden Spitzenmanager großer Finanzhäuser wie BlackRock und Goldman Sachs erwartet.
Schauen wir mal, was das so bringen wird.
Das nenne ich mal eine Promi-Reisegruppe.
Hoffentlich passen da alle Egos in eine Air Force One.
Was war sonst noch wichtig gestern?
Corning sprang um mehr als 11 Prozent auf ein neues Allzeithoch.
Das dürfte vor allem die Hörer unter euch freuen, die durch unsere AAA-Idee vergangene Woche auf den Werkstoffkonzern aufmerksam geworden sind.
Für die Spitze des S&P reichte dieses Plus aber doch noch nicht.
Die schnappte sich nämlich Lumentum.
Wir hatten ja schon prophezeit der Grund.
Der Photonics-Spezialist bekommt seinen Platz im Nasdaq 100.
Die Aktie kletterte daraufhin mehr als 13 Prozent nach oben.
Schwächer zeigte sich Dell.
Die Aktie verlor rund 5 Prozent, nachdem die OBS ihre Kaufempfehlung gestrichen hat.
Analysten sehen das Potenzial als weitgehend ausgeschöpft an, da die starken Wachstumsraten im Geschäft mit KI-Servern bereits im Kurs enthalten seien.
Deutlich besser lief es für den Stablecoin-Anbieter Circle, dessen Aktie um 16 Prozent zulegte, getragen von starken Zahlen und einem erfolgreichen Token-Vorverkauf, der die laufende Erholungsrallye weiter antreibt.
So, und dann schauen wir nochmal nach Deutschland.
Der DAX ging nach einem schwachen Start immerhin mit einem Mini-Mini-Mini-Plus von 0,1 Prozent, fester bei 24.350 Punkten aus dem Handel.
Unter Druck stand da aber vor allem Gär.
Und das, obwohl der Anlagenbauer sowohl die Erwartungen erfüllt, als auch die Prognose bestätigt hat.
Im ersten Quartal erzielte der Konzern einen Auftragseingang von rund 1,5 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 2,8 Prozent entsprach und auch der Umsatz von 1,27 Milliarden.
mit den Prognosen der Analysten.
Und dennoch verlor die Aktie rund 4,9 Prozent und war damit Schlusslicht im Leitindex.
Operativ überzeugten die Quartalszahlen zwar weitgehend, Kritik gab es jedoch unter anderem von der US-Bank Jefferies an der schwachen Entwicklung der Barmittel, der schwächsten seit 2018.
Auch Hannover Rück gehörte zu den Verlierern und gab 2,6 Prozent nach, belastet von einer schwächeren Entwicklung im Schaden- und Unfallgeschäft.
Auf der Gewinnerseite zeigte sich aber E.ON zum Beispiel mit einem Plus von 1,9 Prozent.
Rückgewinn kam da von einer Kaufempfehlung der Privatbank Metzler, die bei Energienetzbetreibern insgesamt großes Auffolzpotenzial sieht.
Noch stärker gefragt waren allerdings Chemiewerte.
BASF und Brentag legten ebenso zu wie Lanxess, Evonik und auch Wacker Chemie aus dem MDAX.
Im MDAX stach allerdings vor allem Delivery Hero heraus.
Die Aktie sprang um rund 18% nach oben.
Auslöser war der Einstieg des Investmentfonds Aspex.
der einen fünfprozentigen Anteil vom Großaktionär-Process übernahm und das zu einem Preis mit deutlichem Aufschlag.
Gleichzeitig steigt damit der Druck auf das Management, die angekündigten strategischen Schritte auch umzusetzen.
Aus einem ähnlichen Grund legte auch die Lufthansa mehr als 2% gestern zu.
Rückenwind für die Kranich Airline kam von Großinvestor Klaus Michael Kühne.
Über seine Beteiligungsgesellschaft hat er seinen Anteil um 5% Punkte auf rund 20% erhöht.
An der Börse kam das natürlich gut an.
Der Einstieg eines langfristig orientierten Aktieninvestors wird als Vertrauenssignal gewertet.
Gerade in einem Umfeld, das operativ von Verlusten, steigenden Kerosinpreisen und Streiks geprägt ist.
Ja, dann mache ich jetzt noch die Termine.
Das Statistische Bundesamt gibt Details zur Inflationsrate für April bekannt.
Quartalszahlen gibt es eine ganze Menge, unter anderem von Siemens Energy, Carl Zeiss Meditech, der Deutschen Pfandbriefbank, EnBW, Munich Re, Uniper, DeLonghi, TAC Immobilien.
Ja, und ich lasse jetzt mal ein paar weg tatsächlich, weil es sind wirklich viele.
Douglas, Jen Optik, Bayer, 1&1, United Internet, Salzgitter, Die Dürr AG, Ionos, Friedrich Vorwerk.
Eckart & Ziegler, Imperial Brands und die deutsche Euroshop.
Jahreszahlen kommen von der Vodafone und Hauptversammlung.
Haben wir auch noch einige bei Rheinmetall, bei der Lufthansa, bei der Fraport.
Zalando hat Aktionärstreffen, genauso wie die BNP Paribas.
Thales, Solve, Enel, 3M und Doc Morris.
Das Thema des Tages.
Im Thema des Tages schauen wir uns heute mal eine echte wirtschaftliche Zeitenwende an.
Es ist noch gar nicht so lange her, da galten Werften als totale Problemfälle.
Die machten eigentlich in der Regel nur durch Insolvenzen, staatliche Rettungsaktionen, Notverkäufe und ähnliches Schlagzeilen.
Aber der Rüstungsboom, der macht es möglich.
Plötzlich gibt es fast sowas wie ein Wettbieten um eine Werft, die German Naval Yard.
Den Namen haben viele von euch bestimmt noch nicht gehört, aber die beiden Bieter sind dafür umso bekannter.
TKMS und Rheinmetall, die beiden deutschen Rüstungsriesen, wollen beide ihr Marinegeschäfte deutlich ausbauen und brauchen dafür vor allem eins, Platz.
TKMS wähnt sich bei der Übernahme der German Naval Yard in einer guten Position.
Aber dann funkte eben Rheinmetall kurzfristig dazwischen und das mit einem deutlich größeren finanziellen Polster.
Rheinmetall hat ja auch schon den militärischen Teil der Lürssenwerft übernommen und das für schlappe 1,5 Milliarden Euro.
Profiteur des plötzlich Interesses an den deutschen Werften ist vor allem der bisherige Eigentümer CMN Nawal.
Kurioserweise liegt die Werft sogar mitten auf dem Gelände von TKMS an der Kieler Förde.
Aber das muss natürlich nicht heißen, dass deshalb jetzt auch automatisch die Thyssen-Grupp-Ausgründung zum Zuge kommt.
Schon vor Monaten hatte TKMS ein nicht bindendes Angebot abgegeben.
TKMS-Vorstandschef Oliver Burkhardt gab sich gestern trotzdem gelassen.
Ich zitiere mal.
Wir haben das zur Kenntnis genommen, sagte er über das Angebot von Rheinmetall bei der Vorlage seiner eigenen Halbjahresbilanz.
Das berichtet unser Kollege Carsten Dierich, der sich mit TKMS und allem, was sich so um Thyssenkrupp dreht, immer hervorragend auskennt.
Der TKMS-Chef, der sagte auch.
Geld allein baut keine Schiffe.
Sein Unternehmen bietet jedenfalls operativ einige Vorteile.
Auf ein Wettbieten um jeden Preis will sich TKMS nicht einlassen.
Wir haben einen Preis im Kopf, ab dem wir diesen Prozess nicht weiter fortführen werden, weil es dann wirtschaftlich keinen Sinn mehr macht, begründete Burkhardt.
Handlungsdruck gebe es nicht, denn schon jetzt baut TKMS Schiffe und Fregatten in den Docks von anderen Werften, etwa bei Rönner in Bremerhaven.
Diesmal geht es übrigens nicht um eine Werft für U-Boote, für die TKMS ja bekannt ist, sondern um Bauplätze für Überwasserschiffe.
Auch wenn man sich bei TKMS betont gelassen gibt, beide Firmen wollen im Schiffbau deutlich wachsen.
Rheinmetall ist gerade erst in das Marinegeschäft eingestiegen.
Da hat der Konzernschiff Armin Pappberger unlängst gesagt, wir haben uns sehr viel vorgenommen in diesem Bereich.
Auch eine Werft in Rumänien steht demnach im Fokus der Rheinländer.
Denn im Marinebereich winken riesige Aufträge, aus Deutschland zum Beispiel das Fregattenprogramm F-126, das dem Vernehmen nach ein Volumen von rund 12 Milliarden Euro hat.
Bislang fungierte die niederländische Werft Damen Nawal als Generalauftragnehmer.
Die hat allerdings vereinbarte Leistungen nicht erbracht, sodass Projektführerschaften zu Rheinmetall wechseln sollen.
Auch TKMS hat sich ursprünglich um eben diesen F-126-Auftrag bemüht, unterlag damals aber in dem Vergabeverfahren Damen-Naval.
Ihr merkt, da ist eine echte Rivalität, die da zwischen den beiden deutschen Rüstungsfirmen entsteht.
Bei TKMS sind die Auftragsbücher gut gefüllt.
Bestellungen für rund 20,6 Milliarden Euro stehen derzeit in den Büchern, berichtete Vorstandschef Burkhardt.
Und das ist Rekord.
Zitat, damit haben wir Umsatzplanbarkeit über viele Jahre.
Zitat Ende.
TKMS hat ein verschobenes Geschäftsjahr, das immer schon im Oktober beginnt.
Deshalb gab es da jetzt auch schon die Zahlen für die ersten sechs Monate.
Und ja, die waren durchaus gut.
Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro.
Der Betriebsgewinn, also das EBIT, legte sogar um 14 Prozent zu.
Treiber des Wachstums sind Burka zufolge vor allem die U-Boot-Sparte und die Sonartechnologie.
Für das U-Boot-Segment ist TKMS daher auf der Suche nach Produktionskapazitäten und prüft eine Kooperation mit dem spanischen Unternehmen Navantia.
Die Spanier sind derzeit nicht ausgelastet.
Das könnte eine Gelegenheit für TKMS sein.
Beschlossen ist das aber noch nicht.
Ziel sei es, durch eine solche Partnerschaft schneller zu werden.
Denn das langjährige Muster in der Branche, dass die Kunden zwar viel Zeit haben, aber kein Geld, das hat sich einfach komplett umgedreht, sagt Burkhard.
Heute haben sie Geld, aber keine Zeit.
Im Moment ist die Nachfrage deutlich größer als das Angebot.
Gerade im U-Boot-Bereich haben wir eine Reihe von Ländern, die im Prinzip sehr gern bei uns kaufen würden, die aber nicht einverstanden sein können mit der Zeitleiste, die wir ihnen aktuell anbieten müssen, so sagt es der TKMS-Manager.
Und angesichts des Nahostkonflikts könnte es etwa in der Golfregion noch weitere potenzielle Käufer geben.
Und dann ist ja da auch noch der mögliche Riesenauftrag aus Kanada.
TKMS bewirbt sich ja um den Bau von bis zu zwölf U-Booten der Klasse 212 CD, die auch in geringer Anzahl schon für Norwegen gebaut werden.
Auf über 10 Milliarden Euro schätzen Branchen-Experten diesen Auftragswert allein.
TKMS ist dabei neben Hanwha Ocean aus Südkorea der letzte verbliebene Bewerber.
Um mal ein Gefühl für die Dimension zu bekommen, das Angebot aus Deutschland ist um fast 1500 Seiten und beinhaltet neben den U-Booten ein, wie Burkhard es ausdrückt, üppiges Industriepaket.
Also die Zusammenarbeit auch in weiteren Wirtschaftsbereichen zwischen beiden Ländern, allen voran in der Automobilindustrie.
Burkhardt gibt sich extrem selbstbewusst.
Er sagt, ich gehe davon aus, dass wir das gewinnen.
Als Gründe nennt er unter anderem die Technik der U-Boote, aber auch die Interoperabilität innerhalb der NATO, weil mit Deutschland und Norwegen weitere Bündnispartner die gleichen U-Boote nutzen.
Und es gibt noch einen Vorteil.
Mit den Norwegern hat man das alles schon mal ausgehandelt.
Vieles könnte bei den Kanadiern also Copy and Paste übernommen werden.
So könnte man die Zeit von der Auftragsvergabe bis zum Baubeginn weiter verkürzen.
Und ja, Zeit ist ja im Moment der Entscheidung.
Bei TKMS rechnet man jedenfalls noch in diesem ersten Halbjahr 2026 mit einer Entscheidung.
Ihr merkt, da ist gerade einiges los im Marinegeschäft und wir behalten das natürlich weiter für euch im Auge.
Okay, jetzt mal ehrlich.
Du wohnst wie ich in Berlin oder fährst am Wochenende für einen Tag in die City?
Dann kennst du das Problem bestimmt.
Tausend Möglichkeiten und dir platzt der Schädel vor lauter Optionen.
Bowling wäre mal wieder cool.
Aber die anderen, die wollen unbedingt ein paar Läden auschecken und Streetfood testen.
Und abends ist noch Kino geplant und ein paar fancy Drinks.
Aber dafür dann von Kreuzberg nach Mitte und dann wieder nach Neukölln?
Boah, also ich habe das mal anders gemacht.
Ich habe meine ganzen Leute zusammen getrommelt und wir sind zusammen in The Place.
In The Place gibt es, der Name sagt es eigentlich schon, alles an einem Ort.
Und zwar direkt am Potsdamer Platz.
Wir sind easy mit dem Ratten, haben zwei Stunden lang bei Game State Arcade-Klassiker gezockt und uns bei Manifesto-Marke Tacos und Fried Chicken und einen Spritz gegönnt.
Und irgendwann sind wir dann bei The Upside Down gelandet zum Karaoke.
Schön gemeinsam blamiert.
Hat alles mega Spaß gemacht und entspannt.
Was auch.
Also pack deine Crew ein und hol dir deine Belohnerhöhung in The Place.
The Place.
Entertainment, Food und Shopping am Potsdamer Platz.
Alle Infos findest du auch bei Insta und TikTok unter atpotsdamer-platz.
Die AAA-Idee des Tages.
Es ist ein alter Streit unter Anlegern.
Wie sichert man sich am besten gegen die Inflation ab?
Es heißt ja, dass Gold und Silber die besten Absicherungen gegen die Geldentwertung seien.
Doch die Datenlage ist längst nicht so eindeutig wie der Ruf der beiden Metalle.
Ein Blick zurück zeigt, in den 1980er und 1990er Jahren bewegte sich der Goldpreis über lange Strecken kaum, obwohl die Verbraucherpreise weiter stiegen.
Rein statistisch war Gold in diesen zwei Jahrzehnten also kein verlässlicher Inflationsschutz und für Silber gilt Ähnliches.
Das Multifamily Office HQ Trust hat das jetzt mal systematisch untersucht.
Die zentrale Frage lautet, können sich Anleger wirklich darauf verlassen, dass Edelmetalle die Inflation ausgleichen?
Die Antwort fällt differenzierter aus, als viele erwarten mögen.
Und genau darum geht es jetzt in der AAA-Idee.
Für die Auswertung haben sich die Experten mehr als fünf Jahrzehnte angeschaut, von 1969 bis Anfang 2026.
Entscheidend dabei, HQ Trust hat die Rendite von Gold immer um die Inflation bereinigt und sie mit dem deutschen Verbraucherpreisindex verglichen.
Ja, und genau diese Mischung macht die Aussagekraft der Daten und auch die Erkenntnis daraus, die da lautet.
Je höher die Inflation, desto besser lief Gold im Schnitt.
In Phasen mit mehr als gut 2% Teuerung konnte das Metall seine Rolle als Wertanker ausspielen und lag im Durchschnitt sogar 8-9% höher bei der Inflation.
Gleichzeitig zeigt sich aber auch die Kehrseite.
Gerade in diesen Phasen waren die Schwankungen besonders stark.
Gold schützt langfristig, aber kurzfristig kann es unruhig werden.
Bei Silber sieht das Bild anders aus.
Zwar erzielte auch das Metall langfristig positive Realrenditen, doch die Schwankungen sind noch stärker als beim Gold.
Ja, und das hat einen Grund.
Silber ist ja nicht nur Wertspeicher, sondern auch ein Industriemetall und damit eng an die Konjunktur gekoppelt.
In schwachen Marktphasen fällt es deshalb oft mit.
Aktienmärkte einbrechen, verlieren Anleger mit Silber also im Schnitt noch Geld.
Und was heißt das jetzt für euch Anleger?
Laut Christian Subbe, Chief Investment Officer von HQ Trust, sind Rücksetzer bei Gold kein Grund zur Panik.
Ein Teil der jüngsten Schwäche gehe auf den Abbau spekulativer Positionen zurück, nicht auf ein viel schwächeres Umfeld.
Der langfristige Trend, der bleibe intakt.
Gold befinde sich seit mehr als 25 Jahren in einem strukturellen Aufwärtstrend.
Und gleichzeitig zeigt sich die eigentliche Stärke des Metalls laut Subbe vor allem in Krisenzeiten.
In Phasen geopolitischer Spannungen kann Gold stabilisieren, während andere Anlageklassen unter Druck geraten.
Für Anleger ist es damit weniger ein Renditebringer als ein strategischer Baustein im Portfolio.
Also quasi so eine Art Versicherung für genau die Momente, in denen klassische Marktmechanismen nicht mehr zuverlässig funktionieren.
Und diese Versicherung war zuletzt alles andere als defensiv.
Seit Einführung des Euro 1999 hat Gold, abgesehen von Transaktions- und Lagerkosten, im Schnitt rund 10,8 Prozent pro Jahr zugelegt.
Silber kommt auf eine ähnlich hohe Rendite, allerdings mit deutlich stärkeren Schwankungen.
Zum Vergleich, US-Aktien, die erzielten auf Euro-Basis etwa 8,7 Prozent jährlich, deutsche Standardwerte rund 5,9 Prozent.
Gold lag damit also klar vor dem DAX.
Ja, und das zeigt, Edelmetalle sind mehr als nur eine Absicherung.
In einigen Phasen entwickeln sie sich selbst zum Renditetreiber, wenn auch mit einem anderen Risikoprofil als klassische Aktieninvestments.
Das einzige Umfeld, in dem die Edelmetalle abstürzen könnten, wäre ein stabiles Weltsystem mit weniger Konflikten und mehr Vertrauen in die politischen und geldpolitischen Entscheider.
All dies ist, seien wir mal ehrlich, gerade nicht absehbar.
Also, wer Edelmetalle heute ohne hohe Transaktions- und Lagerkosten in sein Portfolio integrieren will, der kann auf börsengehandelte Indexprodukte zurückgreifen.
Etwa den Invesco Physical Silver für das weiße Metall oder den Euwax Gold II für das gelbe Metall.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an triple-a-at-welt.de, schreibt uns bei Instagram oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Dutzende sind unserem Aufruf gefolgt, sich doch bitte mal zum Hoch-die-Hände-Wochenende-Gate zu äußern.
So mal zur Erinnerung nochmal, Hörer Udo hatte ja den Spruch kritisiert, weil er findet, dass es nicht der Arbeitsrealität entspricht und vor allem die Arbeitsrealität auch nicht respektieren würde.
Aber wenn ich mir da so euer ganzes Hörer-Feedback mal anschaue, hat Udo diese Meinung wohl relativ exklusiv.
Denn alle Nachrichten und Kommentare, die zumindest ich zu dem Thema gelesen habe, waren eher pro Hoch-die-Hände-Wochenende.
Also Daniel und Andreas, beide selbstständig und damit auch am Wochenende arbeiten, kommentierten auf Spotify, dass der kurze Spruch mittlerweile einfach zu AAA dazugehört.
Und Franz ging sogar noch weiter und fragte, was als nächstes für Kritik kommt.
Vielleicht, Zitat, ich fühle mich beleidigt, weil der Podcast ja alles auf Aktien heißt.
Dabei habe ich ja auch noch Anleihen.
Ja, wer weiß.
Wir könnten jetzt noch ganz, ganz viele weitere Hörernachrichten zu dem Thema vortragen.
Es haben uns unter anderem auch noch Sönke, Mia, Sigrid, Max, Ralf, Fabian und Christian geschrieben.
Und allein bei Spotify hat es mehr als 60 Kommentare gegeben.
Wir stellen also fest, ihr dürft gerne mal öfter bei Spotify kommentieren.
Die Kommentarfunktion scheint ja zu funktionieren.
Aber wir schließen dieses Thema Hoch-die-Hände-Wochenende jetzt erstmal ab.
Und zwar mit einer Mail von Peer, der nämlich geschrieben hat, Zitat, ich würde den Spruch vermissen.
Außerdem beziehe ich es auf die Finanzwelt.
Schließlich sind die meisten Börsen ja an den Wochenenden geschlossen.
Zitat Ende.
Vollkommen richtig, lieber Peer.
Hätte ich wirklich für noch kontroverser gehalten, muss ich sagen.
Aber umso besser.
Und jetzt, wo das auch geklärt wäre, können wir uns wieder den wirklich wichtigen Dingen widmen, nämlich Defner und Zschäpitz.
Heute ist ja schließlich Dienstag und Holger und Dietmar, die werden über den deutschen Immobilienmarkt diskutieren.
Die Preise stagnieren gerade und die Frage ist, ob es trotz wirtschaftlicher Krise und steigender Zinsen wieder nach oben gehen kann.
Quasi hoch die Hände.
Immowende?
Na gut, also wir wollen es jetzt nicht übertreiben, aber wenn ihr solche brillanten Wortspiele nicht verpassen wollt, dann kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
