# AI Market Concentration, Capital Allocation Divergence, and Convertible Bond Opportunities

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-11

## Transcript

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Und jetzt viel Spaß mit der Folge.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über ihre Optionskäufe bei Micron, gute Zahlen bei Saudi Aramco und den Nasdaq 100 Aufsteiger Lumentum.
Im Thema des Tages geht es um die zwei Börsenlager im KI-Boom und wie ihr sie nutzen könnt.
Und in der AAA-Idee präsentieren wir euch eine Anlageklasse, die zuletzt besser als der MSCI World gelaufen ist, bei niedrigerem Risiko.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte Heute ist Montag, der 11.
Mai und wir wünschen euch einen schwindelfreien Start in die neue Woche.
Ja, schwindelfrei ist genau das richtige Wort, denn wer derzeit auf die Märkte schaut, der darf keine Höhenangst haben.
Die Rallye der vergangenen Wochen, die fühlt sich wirklich so ein bisschen nach Ende der 90er an.
Momentum haben wir überall, KI-Euphorie überall, Call-Optionen kommen jetzt noch dazu, die das Ganze anfeuern und dazu eine immer dünnere Marktbreite.
Oh Gott, oh Gott, mach mir keine Angst.
Ich war damals noch nicht dabei bei der Dotcom-Bubble, als sie geplatzt ist.
Also, die Kurse steigen, aber das Fundament, das wird immer schmaler.
Die großen Indizes in den USA, die feiern Rekorde, aber getragen wird das Ganze immer stärker von wenigen Aktien, vor allem aus Tech und KI.
Am Freitag ging der S&P 500 bei fast 7.400 Punkten aus dem Handel.
Der Nasdaq, der bewegt sich Richtung 30.000 Punkte.
Allein der DAX, der beendete den Freitag bei 24.300.
38 Punkten minus 1,3 Prozent.
Und zwei Zahlen zeigen, wie krass die Rally läuft oder wie ungleich, so müsste man es vielleicht formulieren, der Anteil der Informationstechnologie, also der Aktien aus diesen Sektoren am S&P 500 liegt derzeit bei 37 Prozent.
37 Prozent machen die aus und eine solche Konzentration gab es noch nie.
Selbst 2000 im Höhepunkt der New Economy Bubble lag der Anteil nur bei...
33 Prozent.
Und wenn man auf andere Sektoren schaut, der Gesundheitssektor, der macht derzeit nur noch 8,2 Prozent des S&P 500 aus.
Und das ist das niedrigste Niveau seit 1993.
Und all diejenigen, die schon etwas länger am Markt sind, die wissen, damals gab es den Clinton-Healthcare-Plan, der darauf abzielte, so eine universelle Krankenversicherung in Amerika einzuführen.
kam jetzt nicht, aber das war damals der Plan.
Und der sah auch deutlich die Kürzung bei Pharma vor und deswegen waren damals Pharma-Titel so niedrig bewährt.
Und da sind wir jetzt wieder.
Oh je, Holger, langsam kann man Rückschlüsse auf dein Alter vornehmen, wenn man jetzt hier zuhört, wo du schon so überall dabei warst.
Wie krass die Rallye ist, das zeigt Micron.
Die Aktie, die stieg in der vergangenen Woche 38 Prozent, seit Ende März rund 130 Prozent.
Am Freitag wurden mehr als 900.000 Call-Optionen gehandelt, neunmal so viel wie normal und der höchste Wert der Firmengeschichte.
Micron hat nun eine Marktkapitalisierung von rund 840 Milliarden Dollar.
Wir hatten ja in der Samstag...
Folge schon mal kurz darüber berichtet.
Und ja, das ist damit größer als JP Morgan.
Und der Sox-Halbleiter-Index, und in dem ist ja Micron gelistet, der liegt jetzt mehr als 60 Prozent über seiner 200-Tage-Linie, also dem Durchschnitt der letzten 200 Tage.
Und das gab es zuletzt in ähnlicher Form nur in der 1999-2000er-Ära.
Das heißt jetzt nicht automatisch, dass der Markt jetzt irgendwie sofort zusammenfällt, aber man sollte schon wissen, die Luft...
Die wird etwas dünner.
Und solche Abstände, 60 Prozent über so einem kleidenden Durchschnitt, die entstehen selten in frühen, gesunden Phasen des Bullenmarktes.
Die sind eher so in Beschleunigungsphasen, wo es schon etwas rasanter zugeht und nicht ganz am Anfang.
Goldman rechnet allerdings mit dem 24-fachen Tokenverbrauch bis 2030.
Und die Zahl, die jetzt kommt, die ist wirklich unglaublich, nämlich 120 Quadrillionen Tokens pro Monat.
Also wenn das stimmt, dann brauchen Hyperscaler und Unternehmen massiv mehr Rechenleistung, mehr Speicherchips, mehr Netzwerktechnik, mehr Energie.
Der Halbleiter komplex, der bleibt strukturell damit unterstützt.
Rücksetzer dürften gekauft werden, solange Earnings Revisions positiv bleiben.
Ihr seht, die Lage ist komplex und mehr dazu gibt es auch gleich nochmal im Thema des Tages.
Ja und der S&P 500, der Nasdaq 100, die erzielten neue Rekorde am Freitag, auch gestützt von besser als erwarteten amerikanischen Arbeitsmarktzahlen.
Aber wie gesagt, der Markt ist so ein bisschen hochgelaufen.
Das zweite große Thema, das bleibt ja auch noch, der Iran.
Am Wochenende hieß es, Teheran habe nun auf Washingtons jüngsten Vorschlag reagiert und der Markt hofft jetzt auf Entspannung.
auf ein vages Memorandum, das dann eben die Straße von Hormuz wieder stabilisiert und dann möglicherweise auch mal wieder ein paar Schiffe da durchfahren.
Irgendwie hatte man ja das Gefühl, die Börse ignoriert diese ganze Iranlage ja inzwischen fast.
Aber es gab zuletzt mehrere Zwischenfälle.
Das Risiko eines ungeplanten Rückfalls in einem noch größeren Konflikt, das bleibt bestehen.
Und das heißt vor allem, Öl bleibt der Inflationskanal.
Die Lagerbestände, die sind niedrig.
Saudi Aramco sieht die Lage kritisch.
Und wenn die Störung in der Straße von Hormuz muss noch ein paar Wochen anhalten, dann könnten die Ölmärkte bis 2027 brauchen, um sich wieder zu normalisieren.
Und das hat Saudi Aramco am Wochenende gesagt und gleichzeitig Zahlen vorgelegt.
Und die waren gar nicht so schlecht und verwunderlich, weil ja eigentlich die Straße von Humus geschlossen ist.
Aber die haben ja auch noch eine Ost-West-Pipeline und die läuft am Maxikum.
Und deswegen hat der Ölkonzern im ersten Quartal 32,5 Milliarden Dollar Nettogewinn gemeldet.
Das ist schon ganz okay.
Und das war natürlich besser als erwartet.
Und das zeigt aber die Botschaft, die sie auch gesagt haben und die Humus-Probleme.
Wir zeigen eben, dass die Energieinfrastruktur doch angespannt bleibt.
Ja, irre.
32,5 Milliarden Quartalsgewinn mitten in so einer Krise.
Ja, oder?
Und dann gab es noch jede Menge Tech-Nachrichten.
KI bleibt der Motor, aber die Warnzeichen, eben schon gesagt, werden immer lauter.
Enorme Cash-Burn-Raten bei Startups, fallender Free-Cash-Flow bei den Hyperscalern, dazu gleich, ja eben, wie gesagt, schon mehr in dem Thema des Tages.
Und ja, auch die zirkulären Finanzierungs-Deals, die spielen eine immer wichtigere Rolle.
Nvidia hat inzwischen mehr als 40 Milliarden Dollar in Partner und Zulieferer investiert.
Und Broadcom spricht offenbar mit Apollo und Blackstone, das sind ja zwei Finanzierer, Private-Equity-Finanzierer, über eine 35 Milliarden Dollar Finanzierung für KI-Chips.
Und Cerebrus, das ist ja ein junges Chip-Startup, das könnte seine IPO-Spanne, also die wollen ja in die Börse gehen, wegen starker Nachfrage erhöhen.
Und dann gab es noch Quantinuum, das ist die Quantencomputing-Beteiligung von Honeywell.
Die hat jetzt öffentlich den Prospekt für den Börsengang bei der SEC eingereicht.
Ihr seht, es kommen auch noch ganz viele IPOs.
Und das ist dann, wenn es zu viele werden, meist ein Zeichen dafür.
Das ist dann der Höhepunkt der Rallye gesehen wird.
Entschuldigung, heute bist du aber düster drauf.
Nein, es ist nicht düster.
Ich bin ja selbst nicht ausgestiegen, ich habe ja selbst meinen Kram weiterhin.
Aber man muss halt wissen, das ist so ein bisschen...
Ja, schadet nicht, wenn man das mal gehört hat.
Man muss den Notausgang schon mal im Blick haben, so sagen wir das mal.
Ich würde jetzt noch nicht rausreden, aber ich würde mir den Notausgang schon mal näher angucken.
Und dann gab es ja auch noch Intel und Apple.
Intel sprang am Freitag an, nachdem berichtet wurde, Apple lasse Chips bei Intel fertigen.
Aber unklar ist, wie groß dieser Auftrag wirklich ist.
Microsoft macht am Wochenende auch auf sich aufmerksam, aber da eher nicht positiv.
Der Hedgefonds TCI hat seine Microsoft-Position drastisch reduziert.
Begründung, Sorge, dass die KI die klassischen Microsoft-Produkte angreift.
Das ist durchaus spannend, weil Microsoft ja eigentlich als einer der größten KI-Gewinner galt und gilt.
Wenn selbst dort Zweifel wachsen, dann zeigt das der KI-Trade, der wird eben immer selektiver.
Und positiv dürfte es für Lumentum laufen.
Das Unternehmen steigt in den Nasdaq 100 auf und ersetzt dort CoStar Group.
Lumentum ist jetzt ein Hersteller optischer und photonischer Komponenten, vor allem Laserchips und Transceiver-Bausteine für Glasfasernetze und KI-Rechenzentren und zählt damit zu diesen klassischen Schaufelhersteller-Profiteuren des KI-Infrastruktur-Booms.
Ja, und ich habe jetzt noch was zu Trump Media.
Die hat am Freitag nach Börsenschluss noch Zahlen vorgelegt.
Das Unternehmen verbuchte im ersten Quartal einen Nettoverlust von 405,9 Millionen Dollar, hauptsächlich aber getrieben durch unrealisierte Verluste auf Kryptowährungsbestände.
Operativ erwirtschaftet das Unternehmen einen positiven Cashflow von 17,9 Millionen Dollar und sitzt auf Finanzanlagen von 2,1 Milliarden.
Dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum.
Also das ist doch durchaus erstaunlich, was die da vermelden.
Im Treasury liegen über 9.500 Bitcoin im Juli zu einem Durchschnittspreis von über 108.000 Dollar gekauft, während die Aktie seit Anfang 2022 um mehr als 90 Prozent eingebrochen ist.
Das sind nicht so gute Zahlen.
Ich mache wahrscheinlich die Termine.
Da haben wir diese Woche auch noch relativ viel.
Wir haben einmal als Wochen-Highlight aus dem Makrobereich die amerikanischen Inflationszahlen.
Die kommen am Dienstag.
Dann gibt es in der ZDW Konjunkturerwartung.
Da kann man gucken, wie die Analysten für Deutschland die Lage einschätzen.
Das politische Highlight ist natürlich die Trump-Reise nach China.
Und Kevin Walsh tritt bei der FED an und das ist am Freitag.
Dann gibt es ganz viele DAX-Berichte.
Am Mittwoch gleich von sieben Konzernen.
Allianz, Brentag, Deutsche Telekom, E.ON, Merck, RWE, Siemens und dazu auch noch Munich Re und Bayer.
Aber nicht am Mittwoch, sondern an anderen Tagen.
Aus Amerika Cisco, Applied Materials und Klana.
Und aus China Alibaba, Tencent und den ganz großen Showdown.
Den gibt es aber erst übernächste Woche mit Nvidia.
Und heute gleich gibt es Zahlen von Constellation Energy, Monday.com, Hims & Heres, Mosaik, Karte.
Und von den Meme-Aktien AST, Space Mobile, Plug Power, Rigetti und aus Deutschland Hannover rückt.
Dann startet in den USA die SAP Sapphire Konferenz und IBM hat auch eine Konferenz, nämlich den Red Hat Summit.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Das Thema des Tages.
Im Thema des Tages wollen wir heute nochmal auf eine Erkenntnis der Berichtssaison der letzten Wochen gucken.
Die Mega-Caps, die haben ihre Zahlen für das erste Quartal ja alle vorgelegt und es bleibt ein Eindruck, wir haben gerade den klarsten Moment seit Beginn dieses KI-Booms erlebt.
Der Markt teilt sich in zwei Lager auf und zwar so deutlich wie selten zuvor.
Genau und das Spannendste daran, beide Lager funktionieren an der Börse, zumindest momentan.
Aber langfristig kann eigentlich nur eins...
der Lager recht haben.
Aber lass uns das vielleicht nochmal sortieren, lieber Philipp.
Fangen wir mit dem ersten Lager an.
Die Riesen, die voll auf KI sitzen und unglaubliche Summen in die dafür nötige Infrastruktur investieren, nennen wir sie einfach mal die KI-CAPEX-Schleudern.
Genau, und Spitzenreiter in dieser Disziplin ist eindeutig Meta.
Mark Zuckerberg gibt in diesem Jahr 54 Prozent seines Umsatzes für KI-Infrastruktur aus.
54 Prozent, das ist schon viel.
Auch Amazon, Alphabet und Microsoft liegen in ähnlichen Dimensionen, manche etwas darunter.
Aber, und das ist der entscheidende Punkt, die Hyperscaler haben wenigstens ein Cloud-Geschäft, bei dem sie damit wenigstens Umsätze machen.
hat nichts dergleichen.
Und da fragt sich eben der Markt zurecht, wofür machen die das eigentlich?
Ja, wobei man fairerweise sagen muss, dass es Meta auch gelungen ist, das Wachstum der Werbeumsätze auf seinen eigenen Plattformen wie Instagram und Facebook wieder deutlich zu beschleunigen.
Und das soll eben an der KI liegen.
Also da kommt dann doch auch ein bisschen Geld rein.
Trotzdem sind die Summen insbesondere für einen Nicht-Hyperscaler gewaltig.
Ganz anders sieht das im anderen unserer zwei Lager aus.
Nennen wir es einfach mal die Capacab.
Ja, und da steht natürlich Apple ganz vorn.
Tim Cook gibt nur 2,5 Prozent seines Umsatzes für Investitionen aus.
Das sind 2,5 Prozent.
Und am Ende des Jahres springen rund 140 Milliarden Dollar Free Cashflow aus.
Also sieht man, was es für Vorteile hat.
Was vor zwei Jahren noch ein Makel war, Apple hat ja gar keine KI, wird zumindest von einigen inzwischen, ich würde mal sagen, als Tugend gefeiert.
Aber warum ist es eigentlich so?
Tja, weil Apple den App Store hat und das ist die größte Mautstelle des Tech-Universums.
Jede KI-App, die ihr auf eurem iPhone benutzt, muss durch diesen Kanal.
Apple kassiert mit und zwar nicht zu knapp, ohne ein einziges Rechenzentrum dafür zu bauen.
Restrained as a strategy, nennen das die Amerikaner, übersetzt ungefähr Zurückhaltung als Strategie.
Und der zweite CapEx-Verweiger.
Ist ein sehr klassisches Unternehmen.
Das ist Berkshire Hathaway.
Warren Buffett und sein Nachfolger Craig Abel sitzen auf einem Cashberg von rekordhohen 400 Milliarden.
Also fast 400 Milliarden.
Und sie tun nichts.
Auf der Hauptversammlung vor wenigen Tagen haben sie gesagt, wir sehen nichts, was wir kaufen wollen.
Nicht mal eigene Aktien.
Berkshire ist damit zur ultimativen Anti-KI-Aktie geworden.
Das klingt erstmal langweilig, aber und jetzt kommt's, schaut euch die Geschichte an.
1999, mitten in der Dotcom-Manie, hat Berkshire 22% verloren damals, während der S&P 500 fast 20% gewonnen hat.
Buffett galt als totales Auslaufmodell und ja, aber nur ein Jahr später, im Jahr 2000, ja, da hat Berkshire plus 28 gemacht und der S&P minus 10.
2001 nochmal 7% plus für Buffett.
S&P minus 13.
2002 nochmal Buffett vorne.
Wer damals durchgehalten hat, der hat am Ende recht behalten.
Und genau hier kommen wir jetzt zum eigentlichen Punkt des Tages.
Es gibt nämlich eine ganze Reihe von Signalen, die, ja, wir haben es eben schon gemerkt, so ein bisschen an die 90er erinnern.
Erstens, AMD und Intel sind in den vergangenen Wochen parabolisch gelaufen, aus rein narrativen Gründen.
Also natürlich haben die auch gute Zahlen gehabt, aber man muss trotzdem sagen, es wurden auch viele Geschichten darum gestrickt.
Und plötzlich heißt es eben, ja, GPUs sind nicht mehr das Wichtigste, haben wir ja auch schon häufig gehabt, sondern es sind die CPUs und eben das ist das neue große Ding und deswegen sind die so stark gestiegen.
Zweitens das Stichwort Circular Financing bei Nvidia.
Auch das haben wir gerade schon mal kurz angesprochen.
Jede neue KI-Kapitalrunde hat Nvidia als Investor mit dabei.
Das Geld fließt dann zurück in eben jene GPU-Käufe und kommt dann wieder bei Nvidia an.
Und so wird der Nvidia-Umsatz einfach mal nach oben gepusht.
Erinnert ihr euch noch an Lucent, Nortel oder JDSU?
Tja, wenn nicht, liegt das wohl daran, dass das die Namen von Firmen sind, die 2001 unter genau solchen Umständen zusammengebrochen sind.
Und dann drittens ist natürlich so, niemand glaubt, dass die Hyperscaler dauerhaft 45 bis 55 Prozent ihres Umsatzes für Infrastruktur ausgeben können.
Und wenn das Tempo nachlässt, dann kippt Nvidias Bewertung natürlich sofort.
Aber es gibt auch eine Aktie in dem Feld, die wirklich eigentlich alles richtig macht.
Ja, und das ist Alphabet, ist die einzige Firma weltweit, die alle vier Bausteine unter einem Dach hat.
Das Kapital, die Rechenkapazität, ein eigenes Frontier-Modell, nämlich Gemini und einen eigenen KI-Chip, den TPU.
Microsoft hängt am Top von OpenAI, Meta hat keinen Chip, Amazon hat kein Spitzenmodell, nur Google hat die volle vertikale Integration.
Was heißt das jetzt für euch als Anleger?
Naja.
Drei Konsequenzen.
Erstens, wenn ihr im KI-Boom bleibt, dann bei den Plattform-Champions mit eigener Wertschöpfung.
Allen voran Alphabet.
Bei den anderen Hyperscalern müsst ihr euch immer fragen, wofür wird hier eigentlich gebaut?
Zweitens, holt euch eine Versicherung gegen das Ende der Manie.
Apple ist eine, Berkshire ist die andere.
Beide Aktien sind dafür ausgelegt, in dem Moment zu glänzen, in dem die KI-Story kippt.
Und drittens.
muss man besonders skeptisch auf so diese Spätzünder-Aktien, AMD und Intel gucken.
Die laufen gerade wie 1999, die Com-Aktien gelaufen sind.
Das mag vielleicht noch ein paar Wochen funktionieren, aber es ist ja immer in der Börse immer so, da wird an der Spitze nicht geklingelt, wie es so schön heißt.
Klaas vor allem, eines der beiden Lager liegt definitiv falsch.
Es können nicht beide dauerhaft recht behalten.
Wer beide Lager im Depot hat, ein bisschen Alphabet fürs Mitlaufen, ein bisschen Apple und Berkshire zur Absicherung, der schläft wahrscheinlich deutlich ruhiger.
Die AAA-Idee des Tages.
Philipp, heute machen wir mal was, was bei alles Wachsinn fast schon verdächtig klingt.
Wir reden heute in der AAA-Idee nämlich über Anleihen.
Zum Glück fängt es auch mit A an und jetzt bitte nicht gleich abschalten, denn es geht nicht um die klassischen Bundesanleihen mit Einschlafgarantie, sondern um einen Bereich, der gerade ziemlich sexy geworden ist.
Wandelanleihen.
Sexy Anleihen, das klingt so ein bisschen, ja eher, weiß ich nicht, so wahrscheinlich wie ein Tech-CEO ohne Hoodie rumläuft.
Aber im Ernst mal, Wandelanleihen sind tatsächlich keine klassischen Anleihen.
Das muss man erst mal sagen.
Sie sind so eine hybride Gattung, so ein bisschen Anleihe.
und ein bisschen Aktien.
Im Kern handelt es sich um eine Unternehmensanleihe, die mit einem zusätzlichen Recht ausgestattet ist.
Ihr leiht einer Firma Geld, bekommt einen festen Zins dafür und am Ende bekommt ihr aber auch noch eure Investition zurück.
Aber das ist das Besondere.
Ihr habt zusätzlich das Recht, die Anleihe am Ende der Laufzeit in Aktien des Unternehmens umzutauschen.
Steigt die Aktie stark, dann wandelt ihr natürlich und damit partizipiert ihr am gestiegenen Aktienkurs.
Und steigt sie nicht, Dann behaltet ihr einfach die Anleihe und kassiert den Zins.
Ihr habt also das Recht zu wandeln, aber nicht die Pflicht.
Und ihr könnt wählen, je nachdem, wie hoch der Kurs der zugrunde liegenden Aktie am Ende der Laufzeit ist.
Es ist also eine Art Wertpapier mit Sicherheitsgurt, aber gleichzeitig Wachstumsmöglichkeit.
Also was Wunderbares.
Es bleibt also grundsätzlich immer die Anleihenkomponente und damit aber auch das Risiko eines Bonds.
Wenn der Emittent in Schwierigkeiten gerät, ist auch die Rückzahlung gefährdet.
Natürlich existiert auch das Kursrisiko für den Fall von Zinssteigerungen.
Und natürlich spielt der Aktienkurs eine Rolle, denn der Wert des Wandlungsrechts hängt eben genau davon ab.
Und bei Wanderleien sind die Coupons meist niedriger als bei klassischen Bonds.
Ist ja auch logisch, das Wandlungsrecht, das hat ja schon einen Wert an sich.
Und wenn die Aktien längere Zeit nicht laufen, dann habt ihr unterm Strich weniger Zins kassiert als bei einer Unternehmensanleihe.
Das ist also das Risiko, was ihr geht.
Wandelanleihen sind deshalb auch komplexer als klassische Anleihen.
Ohnehin sind einzelne Wandelanleihen nicht so private Anleger, allein wegen der hohen Stückelung.
Wandelanleihen kauft ihr als Fonds oder als ETF.
Zuletzt haben die Papiere richtig abgeräumt.
Der FTSE Qualified Global Convertible Index, das ist der breite Wandelanleihenindex, der hat in den vergangenen beiden Jahren rund 47 Prozent zugelegt.
Und war damit deutlich besser als der MSCI World, der im gleichen Zeitraum nur 31 Prozent gemacht hat.
Aber das Entscheidende, was da dazukam, diese Mehrrendite kam mit etwa der halben Volatilität der globalen Aktienmärkte einher.
Und mehr Rendite bei weniger Risiko, das gibt es in der Finanzwelt eher selten.
Mehrere Faktoren spielen zusammen.
Erstens, das höhere Zinsumfeld hat die Renditebasis verändert.
Wandelanleihen haben in den Niedrigzinsjahren gelitten.
Jetzt zahlen sie wieder Zinsen, die diesen Namen auch verdienen.
Lazar vergleicht die aktuelle Phase mit den Jahren 2003 bis 2007, dem goldenen Zeitalter der Wandelanleihen.
Zweitens, die Bonität der Emittenten hat sich massiv verbessert.
Der Investment-Grade-Anteil ist von 14 Prozent Anfang 2021 auf jetzt 40 Prozent gestiegen.
Drittens, es gab einen Boom bei den Neuemissionen.
2025 war das stärkste Emissionsjahr seit fast zwei Jahrzehnten.
Und dann gibt es noch viertens, dass nämlich Asien den Markt mitbestimmt.
Alibaba und andere große Tech-Werte emittieren jetzt Wandelanleihen oft mit deutlich günstigeren Bewertungen als ihre amerikanischen Pendants.
Und was den Tech-Schwerpunkt angeht, da seid ihr also indirekt in den KI-Zyklus investiert und Wandelanleihen werden überdurchschnittlich oft von wachstumsstarken Tech-Unternehmen neuerdings ausgegeben.
Halbleiter, Server-Infrastruktur, Datenspeicherung, Energie-Infrastruktur, also die ganze KI-Pipeline.
Ihr bekommt also strukturelle Wachstum-Stories, aber eben mit Sicherheitsgurt nach unten.
Jetzt wollt ihr wissen, welche Produkte es gibt.
Natürlich Indexfonds auf den FUZI Qualified Global Convertible Index und zwar gleich drei Produkte von State Street, nämlich einen währungsgesicherten, thesaurierenden State Street Spider, FUZI Global Convertible Bond Euro Hatched.
Also der legt die Zinsen gleich wieder an.
Und ist eben in Euro abgesichert.
Und dann gibt es noch eine Dollar-währungsbesicherte Version.
Worum es den jetzt gibt, weiß ich nicht.
Also für Euro-Anleger ist es ja nicht so spannend, aber vielleicht wollte er ja eine Dollar-abgesicherte haben.
Dann gibt es einen, der eben auch die Zinsen ausschüttet, den State Street Spider Fuzzi Global Convertible US Dollar Hedge.
Und dann gibt es eine nicht-währungsbesicherte Version, der aber den Zins ausschüttet, den State Street Spider Fuzzi Global Convertible Bond ETF.
Und man muss aber sagen, bei Wandelanleihen kann sich aktives Management durchaus lohnen.
Der Bundleon Global Convertibles, der hat den Index klar geschlagen.
Und es gibt einen Fonds, der langfristig noch besser abgeschnitten hat, der Tells Error Opportunities Bond Fund.
Der investiert in risikobehaftetere Anleihen, sogenannte High Yield Papiere.
Aber kein reiner Convertible-Fonds.
Er hat auch normale Anleihen drin, investiert eher opportunistisch.
Und was ihr auch wissen müsst, der Fonds investiert nur in rund 30 Titel, ist also deutlich konzentrierter.
Und Frank Thelen hat das Produkt mit aus der Taufe gehoben.
Ob das jetzt eher für oder gegen dieses Produkt spricht, das muss jeder selbst entscheiden.
Wer jetzt investiert, der sollte Folgendes im Kopf behalten.
Wandelanleihen sind kein Ersatz für Aktien und auch keine...
Kein Ersatz für klassische Anleihen.
Sie sind eher eine spannende Ergänzung, also ein ganz eigenes Asset zwischen den Welten.
Und wer bezeugt ist, dass die Konjunktur trägt und der KI-Zyklus weitergeht, der bekommt mit Convertibles so eine Aktienpartizipation mit reduziertem Risiko.
Und das ist auch die Logik.
Wer breit und günstig rein will, der schaut sich ETFs an.
Und wer aktiv für überlegen hält, der kann sich auch mal einen normalen Convertible-Fonds angucken.
Aber da sind natürlich die Gebühren deutlich höher.
Alle WKNs zu diesen Produkten findet ihr in den Show Notes.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an AAA, also aaa.welt.de oder ihr hinterlasst uns eine Bewertung hier im Podcast Player oder einen Kommentar auf Instagram oder Spotify.
Udo hat uns geschrieben und ich sage mal, jetzt wird es kontrovers.
Ich zitiere.
Ich höre euren Wirtschaftspodcast wirklich gerne und schätze die tägliche Arbeit, die in jede Folge steckt, schreibt Udo.
Ja, soweit erstmal so erfreulich.
Aber dann, was mir allerdings aufgefallen ist, ist eurer Abschlussspruch.
Hoch die Hände, Wochenende.
Da ich selbst am Wochenende arbeite, in Klammern Dienstleistung und viele andere Zuhörer ebenso, da findet er diesen Spruch leider etwas unpassend.
Ich würde mich freuen, wenn ihr das vielleicht überdenken könntet, um alle...
Arbeitsrealitäten zu respektieren.
Also, ich sag mal vorneweg, mit mangelndem Respekt gegenüber Menschen, die am Wochenende arbeiten müssen, hat das nun wirklich nichts.
Selbst auch oft genug dazu, damit ihr uns Montagmorgens auch hören könnt.
Und wenn man das zu Ende denkt, dann müsste man ja auch aufhören, einen guten Start in den Tag zu wünschen, weil vielleicht jemand den Podcast nach seiner Nachtschicht auf dem Weg ins Bett hört.
Aber das interessiert mich jetzt.
Seht ihr das so wie Udo?
Wollt ihr das hoch, die Hände, Wochenende oder wollt ihr es nicht?
Oder fühlt ihr euch gar respektlos behandelt?
Ihr kennt den Drill.
Schreibt uns per Mail auf Insta oder in den Spotify-Kommentaren.
Tja, ich bin mal gespannt.
Das könnte wirklich sehr kontropärs werden.
Der Spruch polarisiert, auch unter den Hosts.
Da gibt es manche, die das nicht hören.
Wohl Anja fand ihn nur besonders dusselig.
Und die ist aber nicht mehr dabei.
Also insofern...
Ja, mal sehen.
Geschrieben hat uns auf jeden Fall auch noch Carsten und der korrigiert aus seiner Sicht die wirklich wichtigen Fehler im Podcast.
Es ging ja um Omega-3-Öl und ich hätte ja gesagt, da kann man auch Leinöl nehmen.
Das wäre viel billiger als diese Omega-3-Kapseln aus Fischöl.
Und dann sagt er, nein, Leinöl kann Fischöl nicht ersetzen, wenn du Omega-3-Öl zu dir nehmen willst.
Da fehlen nämlich die wichtigen und gesunden DHA- und EPA-Fettsäuren.
Sie enthalten nur ALA.
So, wieder was gelernt.
Ihr seht, bei uns gibt es nicht nur Börsenideen, sondern auch Ernährungsberatung und so viel mehr.
Und wenn ihr auch diesen 360-Grad-Blick aufs Leben nicht verpassen wollt, dann kann es nur heißen.
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Und dann hören wir uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
