# Powering AI: Battery Storage & Data Center Energy Strategy

**Podcast:** Tech and Tales
**Published:** 2026-05-09

## Transcript

Und das war ein Zitat von Sam Altman.
Vom 21.
Februar diesen Jahres auf dem India AI Impact Summit.
Und damit spricht ihr das Hauptthema unserer Zeit an, nämlich Energie.
Und damit heiße ich euch herzlich willkommen zur 79.
Episode von Tech on Tales.
Heute wollen wir über Batterien sprechen, über die Speichermedien, wie man...
Energie letztlich besser verarbeiten oder speichern kann.
Denn wenn man sich die Zahlen anguckt, so ist es ein bisschen erschreckend, denn heute verbrauchen Rechenzentren schon ungefähr 415 Terawattstunden Energie, Strom pro Jahr.
Das sind ungefähr 1,5 Prozent des globalen Stromverbrauchs gehen an die Rechenzentren.
Laut der International Energy Agency wird sich dieser Verbrauch bis 2030 mehr als verdoppeln.
In den USA sollen bis dahin ungefähr 10 Prozent des gesamten Stromverbrauchs für Rechenzentren verbraucht werden.
Diese über 900 Terawattstunden jährlich, die bis 2030 für Rechenzentren verbraucht werden sollen, das ist ungefähr der Stromverbrauch von ganz Japan.
Das Problem ist so ein bisschen nicht nur, wo der Strom herkommen soll, sondern auch, wie man ihn quasi speichern kann, um eben in vielen Bereichen, wo man nicht eine regelmäßige oder eine ausreichende Stromversorgung abbilden kann, wie man das quasi lösen kann.
Und ein Ansatz dafür sind Batterien.
Es gibt Batterien seit ungefähr 200 Jahren.
Die Geschichte der Batterie begann tatsächlich in 1800 mit...
Alessandro Wolters Erfindung der Wolterschen Säule.
Das heißt, es war die erste nutzbare Stromquelle aus Zink und Kupferscheiben.
Und damit löste sie damals das Problem der ständigen Stromerzeugung quasi.
Und zu der Zeit, also 1880, kam ja auch die Glühbirne.
Das heißt, es fand die gesamte Elektrifizierung der Gesellschaft statt.
Und letztlich war das die Basis für die modernen Batterien, wie sie jetzt sind.
Wo die Reise hingeht, ist noch nicht ganz klar.
Also es gibt verschiedene Technologien und am Anfang gab es quasi eine Art Zusammenschaltung mehrerer gewaltiger Zellen.
Daher kommt im Übrigen auch der Begriff Batterie her.
Das war eigentlich aus dem Sprachgebrauch des Militärs, das heißt eine Zusammenstellung mehrerer Geschütze her.
Und die Frage ist natürlich, wie man diese Technologie am besten entwickeln kann, welche Batterietechnologien es gibt.
Und mein Gast heute ist Konstantin Eis.
Konstantin ist der CEO von CM Blue und kann uns sicherlich sehr viel darüber berichten.
Aber Konstantin, stell dich doch einmal kurz vor.
Heiles, danke, dass ich heute hier sein kann bei dir im Podcast.
Wir beide kennen uns ja schon ein paar Tage und ich bin Konstantin, bin 43, bin CEO von CM Blue.
CM Blue ist wahrscheinlich so die größte Firma in der westlichen Welt, die sich mit Batterietechnik auseinandersetzt, die nicht auf Lithium-Ionen-Technologie setzt, sondern auf andere Moleküle und uns damit unabhängig macht von globalen Lieferketten.
Okay, vielen Dank.
Ja, genau.
Das Entscheidende ist nämlich, dass du warst immer derjenige, den ich angerufen habe, bevor es KI gab.
Du warst quasi meine KI, wenn ich Fragen rund um Energie hatte, rund um Speichermedien.
Ich war ja mal VC und dort hatten wir auch Investments in Next-Kraftwerk zum Beispiel und alle diese Dinge zu verstehen, das war ja bevor es irgendwie Chat-GPT gab.
Gar nicht so einfach.
Und dann habe ich immer Konstantin angerufen und gefragt, kannst du mir mal erklären, wie das so ist da in eurem Bereich mit Energie und Solaranlagen und so weiter.
Denn du warst ja auch lange bei Lichtblick CEO und hast dort das stark vorangetrieben.
Ich fand das immer aus Hamburger Sicht ganz spannend, dass der Fokus auf alternative Energien tatsächlich funktioniert.
Ja, wenn man jetzt in die USA guckt, die USA, die wollten eigentlich 2026 1000 neue Datencenter bauen und die Frage ist natürlich infrastrukturell, wo das alles herkommen soll, der Strom.
Und auch die Chinesen zum Beispiel sagen, dass die USA, also jetzt im Hinblick auf die USA, überhaupt nicht vom Netz her da vorbereitet ist, auch nur ansatzweise das zu stemmen.
Das heißt, ich glaube, in Deutschland wird es ähnliche Probleme geben.
die Antwort oder eine Teillösung scheinen eben Batterien zu sein.
Und wie siehst du das?
Wenn wir diese ganzen Datencenter auch in Deutschland bauen wollen, wäre das überhaupt eine Option, das alles übers Netz laufen zu lassen?
Also vielleicht fangen wir ein, das einfach mal alles so ein bisschen in die richtige Größenordnung einzuordnen.
Also du hast jetzt Amerika angesprochen und Europa.
Das sind sehr, sehr unterschiedliche Energiemärkte.
Der größte Unterschied zwischen beiden Energiemärkten ist, dass die Amerikaner fossile Energie haben in Form von Gas.
Wenn man sich anschaut, was so die Prognosen sind, sozusagen des Strombedarfs in Amerika für Datacenter, also das sind abstrakte Zahlen, aber ich probiere die mal ein bisschen so zu verdeutlichen.
Also die Prognosen Amerika gehen davon aus, dass es so zwischen 45 Gigawatt Leistung bis hoch auf 100 Gigawatt Leistung Bedarf für Datacenter gibt bis 2035.
Wenn man das vergleicht, dass Deutschland so ungefähr 65 Gigawatt Leistung an einem Tag hat, wo die Wirtschaft richtig am Arbeiten ist, braucht, dann bedeutet das einfach mal den Strombedarf, also der drittgrößten Volkswirtschaft, einfach mal on top.
Und da hat sozusagen, wenn man das aus der China-Brille sieht, keine westliche Nation, diese Kapazitäten, das in bestehende Infrastruktur zu bauen.
Und das passiert auch, und das muss man auch ganz klar sagen, aktuell in Amerika immer weniger bzw.
gar nicht.
Die ganz, ganz großen Datencenter-Projekte laufen alle off-grid.
Und wie laufen die dann?
Also irgendwo läuft eine Gaspipeline, die wird dann sozusagen genommen als Energieversorgung.
Dann werden da Gasturbinen hingebaut und dann werden die Datacenter gebaut.
Und das gilt für alle Hyperscaler, obwohl sie extrem große CO2-Reduktions- oder Climate-Neutral-Ziele haben.
Wenn man sich anguckt.
welche Größenordnung da einzelne Projekte haben können.
Also Stargate ist, glaube ich, das bekannteste auf der Welt.
Also Softbank, Oracle, das sind so 10 Gigawatt.
Das wären 10 Atomkraftwerke, also in der Größenordnung.
Also quasi alles, was wir mal in Deutschland an Atomkraftwerken hätten, wäre dafür ein Datacenter sozusagen notwendig.
Jetzt gerade...
Kevin O'Leary, gerade so ein bisschen Backslash, gerade auch so sehr stark in den sozialen Medien in Utah.
Datacenter mit 9 GW und ganz Utah hat 3 GW.
Das heißt also, dieses eine Datacenter hat mal knapp dreimal so viel Energieverbrauch wie der Staat, in dem es gebaut wird.
So, das war jetzt mal einmal ganz kurz.
Setting the scene.
Ja, setting the scene, was geht in Amerika?
Und wir in Europa diskutieren das natürlich irgendwie immer falsch, wie so oft.
Und die Amerikaner nehmen alles live, was sie an Energie kriegen können, weil ohne Energie, so wie du es gerade eben richtig gesagt hast, gibt es keine Datacenter, es gibt kein Training, es gibt aber auch keine Daily Applications.
Das heißt also, auch unsere Prompts verbrauchen ja auch Energie, wenn wir nachher ein bisschen sprechen.
Kurze Zwischenfrage, weil meines Erachtens sind zum Beispiel in Bundesländern wie Virginia, die ja sehr data center heavy sind, die Strompreise stellenweise explodiert, also für die normalen Endverbraucher.
Aber wie kann es sein, wenn die Datencenter alle off-grid sind?
Also wenn die alle ihren eigenen Supply haben mit Gas?
Genau, sie brauchen alle noch ein bisschen Backup in der Regel vom Netz, aber selbst dieser kleine Backup ist dann teilweise so groß und die Virginia Data Center, die sind noch in einer ganz anderen Größenordnung, als die wir genannt haben.
Das sind dann eher so 100, 200 MW Datencenter.
Ich beschreibe das jetzt als ein kleines Datencenter gerade, aber 100 MW, 200 MW Verbräucher, also wenn hier Leute zuhören, die irgendwie was mit Netzstabilität in Deutschland zu tun haben, also das sind Verbraucher, die sozusagen wirklich dann teilweise...
Stadtgrößen haben.
Also 1 GW ist so eine Stadt wie Köln, 100 MW ist dann eine Stadt mit so 100 bis 150.000 Einwohnern, damit man mal so ein Gefühl einfach für Größenordnung bekommt.
Und in Virginia in der Tat, da sind viele am Netz und dieser Netzausbau, wie auch dann sozusagen einfach der Konsum an Energie ist dann sehr, sehr teuer und das hat die Energiepreise in den...
Region sehr, sehr stark nach oben getrieben und das wird auch in Utah passieren.
Also das wird überall passieren, wo diese Datacenter angeschlossen werden.
Okay, also ich meine, ist natürlich Wahnsinn.
Ich bin immer noch hoffnungsvoll, dass wir irgendwann KI-seitig eine neue Architektur bauen, die weniger rechenintensiv ist, beziehungsweise am Ende auch weniger ressourcenintensiv, weil...
Ich meine, wir haben alle jahrelang irgendwie unsere Glühbirnen mit LEDs ersetzt und jetzt ballern wieder ein Datencenter nach dem anderen in die Umwelt mit der Rechtfertigung, dass KI halt so viel Heil bringen wird oder so viel Effizienzsteigerung und die Wirtschaft so vorantreiben wird, dass sich das lohnt.
Also deswegen sprechen wir heute.
Es ist halt mühsam, wenn man anfängt, das durchzurechnen, dann ist dieser Case...
funktioniert nicht wirklich.
Es gibt dann ja Sam Ortman und andere auch Unternehmer, die dann in Kernfusionen, in verschiedene andere Startups in der Richtung investieren, um da eben neue Lösungen zu finden.
Aber die einen Ansatz sind, wie gesagt, die Batterien.
Und erklär doch einmal bitte, wie das genau funktioniert.
Also das heißt, ich stelle mir jetzt ein Datencenter vor.
In Deutschland ist es ja dann an einer normalen Stromleitung.
Das heißt, wir werden sicherlich nicht irgendwie LNG oder so aus den USA importieren, um unsere Datencenter zu befeuern.
Das heißt, die Daten in Deutschland sind ja typischerweise in den Regionen Branden, rund um Brandenburg und Frankfurt, weil dort die Versorgung am besten ist, oder?
Und dann, was passiert dann?
Also das heißt, sagen wir mal, die pflastern dann jede Menge Solar aufs Dach, um eben in den Sonnenstunden da an der...
freien Energie zu partizipieren.
Aber was ist der nächste Schritt dann?
Also wenn wir jetzt so ein Datencenter auf die grüne Wiese stellen wollen und wir würden es gerne mit erneuerbarer Energie machen, dann glaube ich, muss man erstmal konstatieren, dass man sehr viel Solar überbauen muss.
Also wir brauchen, also wenn wir jetzt 100 MW Datacenter bauen, dann brauchen wir in der Regel in Deutschland, wenn es wirklich 24-7 über Erneuerbare geht, dann brauchen wir den Faktor 6, 7.
Deshalb glaube ich, wird es immer so ein Hybrid sein zwischen wahrscheinlich eher so 80 Prozent Erneuerbare und dann so 20 Prozent irgendwie mit dem Netz.
Oder auch, also vielleicht doch auch mit Gasturbinen, weil es einfach dem Druck sozusagen Time to Market gerade irgendwie ist.
Aber bleiben wir in dem Beispiel.
Also das heißt, du brauchst einen 400 bis 600 MW Solarpark.
Also der steht dann auch nicht mehr auf irgendwelchen Lächern, sondern der ist dann in der Tat in Brandenburg auf der freien Fläche.
Das sind dann so 300, 400 Hektar wahrscheinlich.
Und dann hast du das Datencenter und dann brauchst du Batterien sozusagen, die den Solarstrom dann in die Nacht bringen.
Und das ist zum Beispiel das, was wir machen mit CM Blue, mit einer 10-Stunden-Batterie.
Das heißt, wir nehmen die Tagesproduktion und legen die dann in die Nacht.
Weil ein Data Center hat zwei große, ich sag mal, Betreibermöglichkeiten.
Einmal sozusagen während des Trainings und dann einmal sozusagen während...
Du und ich sozusagen unsere Prompts da reinfeuern.
Für die Differenz, genau.
Ja, genau, korrekt.
Und das sind ein bisschen unterschiedliche, also in der Energiewirtschaft spricht man von Lastprofilen, also wie sozusagen dieses Datacenter sozusagen die Energie benötigt.
In der Regel ist so ein Datacenter vom Lastprofil sehr nah an einem Volllastprofil.
Das heißt, es braucht eigentlich konstant immer fast die maximale Leistung.
Und deshalb darf es da keine Schwankungen auch geben, also von der Produktionsseite.
Und da spielen Batterien dann eine extreme Rolle.
Sozusagen beispielsweise, wir produzieren ja viel mehr Strom mittags über Solar oder Wind, wenn er weht.
Und diese sozusagen Lastspitzen gleichen dann Batterien aus, sodass man dann zu einem sehr, sehr gleichmäßigen Energieband kommt, das dann das Datacenter abnehmen kann.
Aber wir müssen es überbauen.
Bloomberg hat da eine sehr, sehr gute Studie gerade rausgebracht zu dem Thema, dass auch heute schon in ungefähr 55 Prozent aller Zeit in Deutschland Solar und Batterien auf einer Vierstundenbasis die Gasturbine auch schlägt, ökonomisch, aber halt nicht in 100 Prozent der Fedder.
Und diese 100 Prozent zu bauen, das ist so wie immer im Leben, die allerletzten Prozentpunkte sind sehr teuer.
In Spanien ist das schon anders, also deutlich mehr.
sondern als wir.
Ich meine, wir beide kommen aus Hamburg, von daher können wir dein Lied singen.
Und da sind es dann schon 75, 80 Prozent, wo wir jetzt dann auch wieder über Standortvorteile sprechen.
Und wir Europäer müssen anfangen, einfach das europäische Netz gesamt zu denken, die Strommärkte miteinander zu verbinden, damit wir alle Potenziale heben können.
Ja, ich habe das tatsächlich mal gesehen, als ich in Case oder mehrere Cases gerechnet habe und Modelle gerechnet habe für Datencenter.
Da fängt man dann an, sehr granular in die Racks reinzugehen und dann, wenn man sich so ein Rack, also für unsere Non-Tech-Hörer sozusagen, das ist wie so eine...
wie so ein Bücherschrank, ja, also wie so ein Regal, in dem dann die Chips stecken.
Also wenn man früher, oder auch Leute, die Gaming-PCs haben, kennen das auch, da stecken dann die Grafikkarten quasi drin.
Und die brauchen, wenn man das jetzt simplifiziert, links und rechts quasi einen Stromanschluss, genau das, was Konstantin sagte, um eben sicherzustellen, dass die einen konstanten Stromfluss haben und keine Schwankungen, weil diese Chips halt sehr empfindlich sind und das nicht besonders mögen, wenn dann der Strom auf einmal ausfällt.
Für das Training, was du ansprachst, das ist ja eher untypisch hier in Deutschland oder Europa.
Also wir haben nicht diese großen Modelle, die irgendwie über drei Monate oder zwei Monate unter komplett oder 98%iger Last trainiert werden, sondern wir machen dann eher Post-Training oder haben kurze Trainingsintervalle.
Das heißt, wir haben, wie du sagst, eher Inferenz, was dann wiederum ein bisschen anderes Profil ist.
Aber vielleicht kommt das noch, weil die Hypothese ist ja, dass der gesamte Mittelstand anfängt, die Modelle mit deren eigenen proprietären Daten zu trainieren und so weiter.
Das heißt, wenn ich ein Datencenter bauen würde, würde ich es nicht ausschließen und auch dafür optimieren auf jeden Fall.
Aber wie du sagst, machen wir sehr viel Inferenz.
Und ich sehe auch den Standortvorteil.
Mit Sicherheit sind Spanien alle besser aufgestellt.
Ich meine, wir haben auch im Norden, noch nördlicher als wo wir sind, haben wir ja sehr viel auch Wind und auch sehr viel Access-Wind, den man gar nicht zurück ins Netz einspeisen kann.
Das heißt, ich wüsste jetzt gerne im nächsten Schritt, das heißt, wie kommen da die Batterien ins Spiel?
Das heißt, während des Tages wird der Strom, den man nicht braucht und nicht verwenden kann, gespeichert?
Oder wie funktioniert das?
Oder geht das direkt von der Solaranlage oder von der...
vom Solar Panel in die Batterie rein?
Also ja, es geht vom Solar Panel in die Batterie.
Also brauchen wir noch Wechselrichter dann.
Später dann, wenn man es dann Richtung Datacenter schieben will.
Also wir hatten gerade eben das Beispiel, also sagen wir, wir bleiben bei einem 100 MW Datacenter, 400 MW Solarpark.
Das heißt also, ein großer Teil geht dann tagsüber komplett in die Batterie und ein Anteil dann sozusagen Also virtuell gedacht, ich glaube, es ist jetzt zu viel Elektrotechnik, dann ins Data Center.
Das ist aber heute total möglich.
Und dann brauchen wir natürlich irgendwie für diese Überbauung auch die Batteriekapazität.
Und dann brauchen wir sie vor allen Dingen dann auch über eine längere Zeit.
Also heute ist die Flexibilität, also wenn wir es nochmal kurz auf Stromnetz irgendwie, da sind wir eben kurz abgebogen, hernehmen.
der Strom vor 1,4 Minuten erst produziert.
Das ist halt einfach eine sehr, sehr kurze Zeit.
Das zeigt einfach, wie wenig Flexibilität da ist.
Das heißt, ein Data Center über 24-7 mit erneuerbaren Energien zu betreiben, ist eine Herausforderung.
Das muss man einfach sagen.
Der Kapazitätsfaktor, also da spricht man davon, wie groß ist der Anteil von Solar an der gesamtjahresmöglichen Produktion.
Also ich glaube, wir haben so...
8.600 Stunden im Jahr ungefähr.
Wie viele Stunden davon liefert Solar?
Und das ist ungefähr in Deutschland so im Schnitt bei 24%.
Wind ist schon ein bisschen höher.
Da ist der Kapazitätsfaktor höher.
Und da muss man in der Regel, sollte man das auch kombinieren.
Also wenn wir uns so dieses Greenfield-Data-Center anschauen, dann wäre es total geil, auch Wind dabei zu haben, weil Wind und...
Solar ergänzen sich in den Profilen und dann die Batterie dazwischen, die das dann sozusagen ausgleicht, also die Stromentstehungsprofile, um dann ein möglichst gleichmäßiges Band an das Datacenter zu geben.
Du hast eben im Übrigen einen spannenden Punkt angesprochen.
Also ja, die GPUs werden energieeffizienter.
Also damit wirbt auch Nvidia.
Ich glaube, von der letzten Generation auf die aktuelle so knapp 29 Prozent mehr Energieeffizienz.
Aber viel entscheidender ist mittlerweile, was eigentlich in diesen von dir beschriebenen Racks dann passiert.
Die Chips sind so groß, also die brauchen so viel Energie, dass sie dann auch mit Wasser gekühlt werden müssen.
Auch das braucht wiederum Energie.
Es sind nicht nur die Rechenleistungen der GPUs, sondern es geht dann ja wirklich um die gesamte Infrastruktur.
Und das ist wirklich extrem spannend, was da passiert.
Also wo ein Rack früher so bei 10, 20 Kilowatt Leistung war, sprechen wir heute eher so von 60 bis 120 Kilowatt.
Und das ist dann schon wirklich Energie.
Das produziert extrem viel Wärme und es muss gekühlt werden.
Und daher kommt auch dieser Energiehunger.
Und für die Datacenter-Provider und auch Bauer ist das schwer, weil so ein Rack, das...
also zehnmal weniger Energieanforderungen hat, sieht definitiv anders aus als das, was heute gebraucht wird.
Ja, ist auch ganz interessant, finde ich, was das alles für Nebeneffekte hat.
Du sagtest ja eingangs, dass die Datencenter eben viel mit Gasturbinen quasi abgesichert werden.
Dadurch hat als Nebeneffekt zum Beispiel Siemens Energy einen massiven Aufschwung erlebt in den letzten zwölf Monaten.
Also finde ich spannend, weil das sind sozusagen diese Ripple-Effekts, die das auf die deutsche Ökonomie dann auch hat.
Wenn jemand eine Gasturbine in Memphis, Tennessee aufstellt, profitiert Siemens Energy in Deutschland.
Also nicht schlecht.
Außerdem, abgesehen davon, ist es natürlich so, dass es inzwischen schon verschiedene Modelle gibt, dass die Datencenter die Abwärme wiederum weitergeben und wieder zurück ins Netz führen.
Also das heißt, die zirkuläre Wirtschaft hat vielleicht so ein bisschen Chance.
Aber wenn ich jetzt davon ausgehe, dass ein Teil der Energie, die dann meinetwegen durch alternative Energien produziert wird, also Solar und Wind, wenn das Ganze dann in Batterien gespeichert wird, was gibt es dann für Möglichkeiten?
Also wenn man sich das mal so...
Oder wenn man sich das visuell vorstellt, dann sieht man ja ein riesen Datencenter.
Das sieht aus wie so Warehouses, also einfache, große, flache Gebäude.
Die sind dann mit Solarpanelen zugepflastert.
Und ringsherum stehen dann große Boxen, das sind die Batterien.
Also versimplifiziert, ne?
Also für Leute, die gerne Lego machen.
Und diese großen...
Boxen, die dann ringsherum stellen, das sind dann Batterien.
Und was gibt es da für Alternativen technologisch?
Also, weil du sagtest ja, ihr macht keine Lithium-Ionen-Batterien.
Ja, das stimmt.
Aber welche Technologien gibt es da?
Ja, also der dominierende Player auf der Technologie-Seite ist aktuell Lithium-Eisenphosphat, also LFP.
Das ist die aktuelle Chemie.
Kommt zu, ich sag mal, 90 Prozent aus China, also weltweit.
Worauf?
Ja, weil einfach China ist das Batterieland der Welt.
Also 60 Prozent der Batterieproduktion verlässt gar nicht China, ist nur für den Markt zu Hause.
Also China ist technologisch ganz klar führend.
Das muss man einfach komplett anerkennen, sowohl in der Forschung, also auf der R&D-Seite.
Also so eine Firma wie CATL hat beispielsweise 15.000 Wissenschaftler angestellt, auf der Elektro-Chimie-Seite alleine.
Ich glaube, in ganz Europa gibt es gar nicht...
so viele Menschen, die Elektrochemie über die letzten 30 Jahre studiert haben.
Also damit man mal so Größenordnung bekommt.
Das ist das eine.
Also auf der R&D-Seite, also die besten Batteriezellen aktuell kommen aus China und waren dann sofort auch im Trade War mit Amerika.
Einer der Sachen, wo China gesagt hat, ja, okay, die besten Zellen bleiben dann auch bei uns im Land.
Gibt es nicht mehr für andere Nations.
Nummer zwei, China dominiert die komplette Supply Chain.
Also Lithium-Vorkommen, Lithium-Refineries stehen alle in China.
Da ist der Anteil so 96%.
Das heißt, wenn irgendwas mit Lithium aufbereitet wird, dann wird das meistens in China gemacht.
Und dann muss man einfach auch wirklich ganz ehrlich sagen, also eine Batterie herzustellen, ist in der Lithium-Welt eine sehr, sehr schwere und komplexe Aufgabe.
Das ist eine Reinraumproduktion.
Viele Menschen haben immer noch dieses falsche Bild, glaube ich, von China, dass es eine reine Werkbank ist für Low-Tech.
Das ist überhaupt nicht der Fall.
Also das sind Dark Factories, die modernsten Werke von CATL.
Also die sind so lange, da musst du mit dem Fahrrad durchfahren.
Und es sind alles Clean Rooms.
Das heißt, es gibt auch ein gigantisches Wissen in China, was Technologie-Skalierung angeht und dann auch wirklich auf einem sehr, sehr hohen Qualitätslevel, nämlich in dem Fall.
Reinraum zu produzieren.
Was heißt Reinraum?
Ganz kurz für meine Hörung.
Reinraum heißt also kein Staub, keine Partikel.
Also so wie du dir Chip-Produktion beispielsweise auch vorstellst.
Also die Menschen sind alle so in Anzügen, auch Atemmasken teilweise.
Das sind Clean Room Facilities.
Und dann werden diese verschiedenen...
Technologien quasi hergestellt.
Achso, sorry, wir waren ja nur bei LFP her.
Ist China in allen Richtungen quasi gleich gut sozusagen?
Oder gibt es da irgendwelche Vorzüge?
Was ist technologisch, was sind da die Ansätze?
Genau, also es gibt dann weitere Batterie...
Chemieansätze, also ganz viel wird jetzt gerade über die Natron-Batterie gesprochen.
Gibt es auch ein paar amerikanische Startups, viele davon sind aber jetzt auch gerade insolvent gegangen.
Also Natron Energy beispielsweise war auch über eine Milliarde bewertet und hat es dann leider nicht geschafft.
In Europa hat es Northvolt nicht geschafft.
Die sind an der Produktion sozusagen wirklich der Batterien, dann muss man glaube ich einfach konstatieren, gescheitert.
Kommen wir nochmal zurück zur Technologie.
Alles, was Batterie ist, würde ich sagen, also zu einem sehr, sehr großen Teil, was führend ist, kommt aus China.
Also das ist so.
Es gibt dann ein paar andere technologische Ansätze.
Das sind so Flussbatterien.
Das sind auch Konzepte, die schon länger auf der Welt bekannt sind.
In dem Bereich spielt auch CM Blue.
Also wir verbinden Feststoff mit einer Flussbatterie.
Hast du eine Flussbatterie?
Flussbatterie ist eine Redox-Flow.
Du musst wirklich anfangen bei Adam und Eva hier.
Also Eva ist eine Redox-Flow-Batterie, das heißt also, man benutzt den Elektrolyt, das ist ein flüssiges Medium, hat da Moleküle drin, die dann sozusagen oxidieren und reduziert werden und dadurch Energie speichern können.
Richtig coole Technologie, gibt es schon ganz lange.
Wird auch in der Welt verbaut, auch in Amerika.
Vorteil ist, dass man das beispielsweise wasserbasiert machen kann.
Das heißt, man hat keine Lösungsmittel in den Elektrolyten drin.
Damit ist die Brandlast nicht da.
Oder dieses Thermal Runaway, was wir auch teilweise sehen, wenn so ein Tesla brennt.
Bei so einem Tesla, was dann passiert ist, dass die elektrochemische Reaktion sich so verselbstständigt und durch sozusagen die Hitze dann sogar befeuert wird, also katalysiert wird die Reaktion und dadurch dann halt noch mehr passiert und es dann irgendwann anfängt zu brennen und es auch wirklich schwer auszumachen.
Und diese Container, die du gerade eben angesprochen hast, da sind so 70 Tesla-Batterien drin, damit man sich so eine Vorstellung machen kann.
Also wenn das Ding brennt, dann hast du was zu tun.
Tesla produziert eigenständig, also Tesla Batterien sind, Tesla ist sehr groß im Batteriemarkt, oder?
Ja, Tesla ist super groß im Batteriemarkt.
Also ich glaube mittlerweile so knapp 30 Milliarden an Umsatz, 40 Milliarden an Umsatz.
Tesla baut auch eine eigene Lithium-Raffinerie oder hat gebaut in Amerika.
Die Amerikaner wollen sehr stark ressourcenunabhängig werden von China, das merkt man.
Also auch wenn man drüben ist, jedes zweite Gespräch ist Energy Security, Energy Resilience, Domestic Supply Chains.
Ja, also die machen da mit dem Megapack auch einen guten Job und ist extrem profitabel für die auch das Geschäft.
Das heißt aber, dass bei den Datencentern typischerweise Lithium verbaut wird, richtig?
In den Batterien?
Ja, in der Regel schon.
Und das ist einfach, glaube ich, irgendwie auch ein bisschen so der...
Time to market, also es gibt eine Terawattstunde Outputproduktion gerade von diesen Batterien, wie gesagt in China und die Preise sind sehr, sehr stark gefallen für Batterien.
Also es gab jetzt extreme Cost-Down-Effekte, wie beispielsweise auch in der Solarpreisentwicklung.
Also die Panels, die wir hier in Europa produziert hatten, waren ja ein Vielfaches, also ein Zehnfaches von dem, was sie ja heute kosten.
Und das sind dann einfach Skalierungsvorteile, die wir da in China sehen.
Also einmal ganz kurz Klammer auf.
Das heißt, die Abhängigkeit wird immer da sein, richtig?
Also das heißt, unsere energetische Abhängigkeit von, entweder ist es China mit den Solarpanels, mit den Batterierohstoffen oder es ist halt Russland im Hinblick aufs Gas.
Oder beziehungsweise Russland und Australien, wenn wir Uran brauchen.
Das heißt, am Ende, wir werden wahrscheinlich nie in der Lage sein, unabhängig zu sein.
Wir pflastern alles voller Windräder, aber das finden dann die Bauern ringsherum nicht gut.
Sorry, dass ich dich unterbreche, aber ich glaube, die Unabhängigkeit ist schon noch ein bisschen anders.
Wenn ein Windrad oder auch eine Solaranlage erst mal steht, dann ist man schon deutlich unabhängiger als jetzt eine Gaspipeline, wo du den Hahn einfach zudrehst.
Also Gas verfeuern wir einmal und dann ist es sozusagen aufgebraucht.
Wenn das Windrad steht, dann dreht sich das.
Die ersten Windräder, die wir aufgebaut haben, die standen zehn Jahre, die aktuellen Generationen.
Die sind also bei 25 Jahren, 30 Jahre Nutzungszeit.
Damit schon ein bisschen mehr Unabhängigkeit.
Beim Uran in der Tat, also den Fuel brauchen wir auch am Anfang.
Ich glaube, wir hätten auch selber noch genug da, also wenn wir wieder aufbereiten würden mit den Franzosen.
Aber auch da ist die Unabhängigkeit dann schon nochmal eine andere.
Ich glaube, wenn man global schaut, welche Energiequellen sich durchsetzen, dann ist es einfach Solar.
Also Punkt.
Also das ist die günstigste Form.
Energie zu erzeugen.
Und dann muss sie gespeichert werden und dann idealerweise mit einer Speichertiefe von mehr als vier Stunden, acht Stunden, zehn Stunden.
Die Energiemärkte, die das alles so vorhersagen, stehen dann so in Australien.
Das ist so der Markt, der so als erstes so richtig Batterien quasi im Einsatz hatte.
Und da sehen wir jetzt mittlerweile acht Stunden.
In Italien gab es jetzt gerade eine Ausschreibung für einen Kapazitätsmarkt, der wirklich technologieoffen war.
Also ein bisschen anders als bei uns.
Der war, ich glaube, zehnmal überzeichnet von Batterien.
Also daran sieht man einfach, wie weit die Technologie mittlerweile da ist.
Was meinst du mit technologieoffener?
Warum sind wir in Deutschland nicht so technologieoffen?
Ja, also ich glaube, wir sind sehr nah an den Gaskraftwerken dran, also die wir bauen dafür.
Also gab es auch relativ viel zu lesen in der Presse, das Bundeswirtschaftsministerium da.
sozusagen jetzt die Ausschreibung gemacht hat.
Von den 12 GW sind zwei technologieoffen, das muss man auch sagen.
Also Batterien können auch nicht alles.
Batterien sind keine Wunderwerke, also haben auch technische Limitationen.
Die sind super beispielsweise, kann man damit mit den richtigen Wechselrichtern auch Netzstabilität machen.
Bei einer Gasturbine, da schwingt noch was mit.
Da sprechen wir so von Inertia in dem Bereich.
Das brauchst du für die Frequenz des Netzes, auch wichtig.
Und es geht viel, aber es geht halt vor allen Dingen darum, in Deutschland, was passiert, wenn man irgendwie drei, vier Tage halt auch keine Sonne und keinen Wind hätte.
Und da kommen Batterien halt auch an ihre Kapazitätsgrenzen, weil die aktuellen Systeme, die eingebaut werden ins Stromnetz eher so eine vier Stunden Dauer haben.
Das heißt, was genau?
Also es kann vier Stunden?
Ja, nach vier Stunden ist die Batterie dann geladen und dann hast du vier Stunden zum Entladen.
Die kannst du noch vier Stunden speichern?
Nein.
Ja, das ist ja eine Kapazitätsfrage.
Also damit man so ein Gefühl dafür bekommt.
Heutzutage, das was heute am Stromnetz ist, ist glaube ich 1,2 Stunden in der Tiefe.
Also die Batterien wurden in der Vergangenheit eigentlich nur benutzt, um so die Primärregelleistung zu liefern, ein bisschen Frequenz zu stabilisieren.
Dann ging es zu zwei Stunden mit dem Preisverfall der Batterien.
Also das heißt zwei Stunden speichern und dann?
Und zwei Stunden ausspeichern.
Und zwei Stunden können sie Energie liefern quasi.
Deshalb bauen wir eine Batterie zehn Stunden speichern, zehn Stunden ausspeichern, weil wir glauben, dass das ein bisschen besser ist.
Ach Quatsch.
Du kannst es natürlich auch mit Lithium-Ionen-Batterien machen, aber dann baust du quasi fünf mal zwei, also immer wieder das Gleiche und dann hast du auch die gleiche.
Tiefe, aber das ist sehr teuer auf der Leistungselektronik-Ebene aus unserer Sicht.
Und muss man die Batterien dann immer gleich entspeichern oder kann man sie einfach geladen da irgendwie stehen lassen?
Nö, kann man geladen stehen lassen.
Also es gibt so, in der Fachsprache spricht man da von so einem Capacity-Fade.
Also der passiert, aber der ist total gering.
Ich meine, das kennen wir ja alle auch von Lithium-Ionen-Akkus im Privaten.
Wenn du deinen Laptop ausmachst, dann hat der ja nach fünf Tagen immer noch Charge, also Leistung und Kapazität.
Genau, wird das immer ein bisschen weniger.
Ja, also wenn du deinen Akku 20 Jahre liegen lässt, dann wird er wahrscheinlich nicht mehr angehen.
Und das sind dann auch so die Limitationen der Technologie.
Und Batterien haben auch eine, also Lithium-Ionen-Batterien haben auch eine Lebenszeit so von, man spricht so von 6.000 bis 7.000 Zyklen.
Das heißt also, du kannst 6.000 bis 7.000 Mal rein- und rausladen.
Okay.
Und wenn abgesehen von den Lithium-Ionen von eurer Technologie, was gibt es noch?
Gibt es noch Alternativen?
Ja, also ich würde sagen, da gibt es nicht viel.
Also jetzt wird es wahrscheinlich irgendwie so einen Aufschrei geben.
Also dann müssen wir die Kommentare nachher alle gemeinsam bearbeiten.
Also ich würde sagen, also klar, alle arbeiten noch an der Solid-State-Batterie.
Das ist eine Festkörperbatterie, wo auch deutsche Unternehmen beteiligt sind.
Also QuantumScape beispielsweise in Amerika ist auch an der Börse.
Das wäre nochmal so ein gigantischer technologischer Sprung auf der Batterietechnik, weil die Energiedichte dann nochmal, nochmal, nochmal höher werden würde.
Und ich glaube, damit haben wir, so würde ich sagen, jetzt die ganz großen Technologieentwicklungen auf der Batterieseite gesehen.
Aber es ist schon wirklich sehr, sehr beachtlich, wenn man überlegt, also als die Lithium-Ionen-Batterien auf die Welt gekommen sind quasi, das war so Ende der 60er, 70er Jahre, da hat das so 1000 Euro pro Kilowattstunde gekostet und heute sind wir eher so bei teilweise nur noch 100 oder auch da drunter.
Also da sieht man dann einfach halt wirklich diese Dekadenoptimierung quasi, die dann einfach nach diesem Sprung in der Innovation passiert, dass diese...
stetige Entwicklung der Optimierung dann über die Jahrzehnte gigantische Effekte hat.
Obwohl ich sagen muss, ich meine 60er, 70er Jahren ist ja jetzt auch schon 50 Jahre her.
10x sind das dann ja letztlich.
Hätte auch effizienter sein können, wenn ich ganz ehrlich bin.
Also von tausendern.
Ist Hardwareless, ist nicht Software.
Ja, ja, ich bin Softwaregirl.
Ich sage immer, weißt du, die ersten Menschen, die das Fliegen erfunden haben, das waren die Gebrüder Wright und die sind 23 Meter geflogen.
Und also wenn du denen halt heute erzählst, so okay, du setzt dich irgendwie in so einen Commercial Airliner und fliegst dann, also ich glaube, der längste Commercial Flight ist irgendwie von Singapur, glaube ich, nach New York.
Das sind irgendwie 24 Stunden, 16.000 oder 17.000 Kilometer oder so.
Ich meine, das sind dann 100 Jahre Innovation und das sind halt viele, viele kleine Schritte immer.
Klar, das stimmt.
Was ich interessant finde in dieser ganzen Entwicklung ist natürlich, also die politische Komponente haben wir ja so ein bisschen eben angesprochen am Rande.
Also was ich mich frage im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung ist, inwieweit diese politischen Entscheidungen global noch eine Rolle spielen.
Weil wenn wir in Deutschland politische Entscheidungen eher pro Gas und kontra alternative Energien, kontra Speichermedien und so weiter treffen.
hat das ja trotzdem global weniger Impact.
Das hat halt nur einen so großen Einfluss auf die deutsche Positionierung.
Aber es ist ja nicht so, dass global dann die anderen Länder aufhören, ihre Technologien weiterzuentwickeln und sich Batterien rund um ihre Datencenter hinzustellen, um eben noch performanter zu sein.
Und nur weil wir das in Deutschland nicht machen, interessiert dann am Ende keinen, glaube ich.
Es ist halt nur, wir schaden am Ende uns selbst, aber sonst keinem und finanzieren dann natürlich so ein bisschen den Krieg in der Ukraine.
Aber glaubst du, dass wir in der Zukunft, also dass wir trotzdem weiter quasi Batterien skalieren?
Es wurde doch viel politisch gefördert, oder nicht?
Also ich dachte, meines Erachtens gab es doch gewisse Initiativen, mehr Batterien quasi aufzustellen.
Ja, also es gibt auch einen ganz klaren Willen, auch der Europäischen Kommission, also Batterieproduktion in...
in Europa zu haben.
Also wir haben uns da auch jetzt beworben beispielsweise als Firma.
Der politische Wille ist da, also glaube ich.
Das muss man ganz klar sagen.
Ich glaube, wir brauchen das auch.
Das ist eine absolute Technologie, die einfach sehr, sehr wichtig ist.
Und das Gute ist eigentlich, wir haben sogar ganz, ganz viel hier, so auch gerade in Deutschland.
an extremen Know-how.
Also wir haben extrem viel in der Grundlagenforschung.
Also wenn man sich das wirklich anguckt, da steckt so viel eigentlich auch in so den Fraunhofer-Instituten der Welt oder auch in den deutschen Universitäten.
Also es ist wirklich top, top.
Also kann man nicht anders sagen.
Wo es dann bei uns so ein bisschen scheitert ist, das so kommerziell zu übersetzen und dann auch mit Kapital ausgestattet zu werden.
Ich meine, du warst selber mal VC.
Also es gibt wenig Deep Tech VCs in Europa.
Das ändert sich auch gerade.
Also ich glaube, Hardware ist die neue Software.
Und das gilt auch für natürlich dann auch uns.
Also wir haben ja gerade eine Runde gemacht.
Man merkt schon, dass es da zu einem Umdenken kommt, aber das ist noch sehr, sehr vorsichtig.
Also da ist wirklich das Appell.
Also wenn da einer hört gerade, der im VC-Game ist, also macht da mehr.
Und das ist extrem wichtig, weil wir brauchen auch die Industriearbeitsplätze hier.
Und zum Beispiel unsere Firma würde es nicht geben, wenn Deutschland nicht so industrialisiert wäre.
Also weil es ist so breit von den Disziplinen.
Wir brauchen teilweise absolute Spezialisten und auch...
Also wirklich nicht nur auf der Human Capital Seite, aber auch wirklich Hardware und Tooling für die Produktion.
Das wäre echt schade, wenn wir das irgendwann nicht mehr hätten.
Ja, herzlichen Glückwunsch übrigens.
Wie groß war eure Finanzierungsrunde?
50 Millionen.
Ja, also tip top, vor allem für unseren Standort finde ich das sehr begrüßenswert sozusagen.
Klar, ich meine, weißt du, was du ansprichst, ist natürlich das alte deutsche Problem, dass wir eine gewisse Risikoaversion haben.
Also in Deutschland grundsätzlich, nicht nur in Venture, auch in allen anderen Industrien sind natürlich alle wahnsinnig risikoavers.
Ich meine, die Deutschen investieren typischerweise in Immobilien und irgendwie ETFs maximal und alles andere wird halt nicht gemacht.
Das heißt, klar, auch der politische Wille ist da.
wie du schon sagst, weiter, also mutiger vorangehen und eben andere Technologien fördern.
Und was du auch sagst hinsichtlich des Talentes, kann ich auch unterschreiben.
Ich war gerade auf einem Opening-Event einer Batterie-Recycling-Anlage der Firma Saubermacher tatsächlich.
Und das war in Hessen.
Und die haben so eine automatisierte...
quasi Batterie und zwar mit KI automatisiert.
Die haben das auch wohl patentiert, total niedlich.
Und die Technologie dahinter ist wohl aus den Röntgengeräten der Flughäfen entstanden.
Also das heißt, da werden die ganzen Batterien, die man halt in diese Recyclingboxen steckt, werden dort automatisiert sortiert und dann werden die Rohstoffe wieder extrahiert und wieder zurück ins System geführt.
Und ich glaube, das ist auch einer der Hauptpunkte, dass wir irgendwie Souveränität erreichen.
Ich glaube, wir Deutschen können das nur, indem wir total total kleinlich und obsessive sozusagen, all diese Komponenten zusammenfügen.
Das heißt, wir machen wirklich die Recycling, also zirkuläre Wirtschaft.
Das heißt, wir innovieren mit unserer absoluten Genauigkeit und operativen Exzellenz, die wir tatsächlich in Deutschland haben.
Auch die Anlage, die war spotless.
Also wirklich, es war so richtig German Engineering irgendwie.
Aber ich meine, es ist super.
Das können wir alles, das haben wir alles sozusagen.
auf der Haben-Seite und auf der Soll-Seite, es fehlt halt noch eben dieser Mut und auch schneller zu sein und vielleicht auch mal einen Fehler in Kauf zu nehmen, damit wir schneller werden sozusagen.
Wir brauchen schnellere Iterationen, mehr Mut quasi und mehr Kapital, glaube ich.
Weil auch gerade diese Batterietechnologien sind ja essentiell.
Absolut.
Also kann ich alles nur unterschreiben, was du gerade gesagt hast.
Und gleichzeitig, wir sehen es in Deutschland meistens sehr defizitorientiert.
Ich glaube, wir sollten es eher sozusagen vom Potenzial her sehen, was wir quasi haben an Infrastruktur und wirklich auf der Haben-Seite haben und das einfach komplett leveragen und einfach Gas geben.
Ja, ich glaube auch.
Also ich glaube, die Voraussetzungen sind da und jetzt ist eine Frage, was wir draus machen.
Super.
Am Schluss frage ich meine Gäste immer nach einer Buchempfehlung.
Hast du ein Buch, was du gerade gelesen hast oder was du sagen würdest, dass es lesenswert wäre?
Also das Buch, was ich empfehlen würde, heißt, wie die Welt wirklich funktioniert.
Okay, von wem ist das?
Ich bin so schlecht mit Namen, glaube ich, aber ich glaube, es ist von Vaclav Smil.
Das ist ein Wissenschaftler, der so...
auf der Welt sich damit beschäftigt, was brauchen eigentlich große Industrienationen wirklich.
Er fügt das auf sehr unbequeme Wahrheiten zurück, aber es ist ein unfassbares Buch, also gerade in dem ganzen Thema Energie.
Okay, ja, ich denke, das ist das Thema, was uns in der Zukunft am meisten beschäftigen wird.
Sollten wir die Architekturen der KI-Modelle nicht maßgeblich verändern, weil wir werden ein massives Energieproblem haben, glaube ich.
Also, herzlichen Dank für deine Zeit.
Hat mich sehr gefreut und bis bald.
Ciao, ciao.
