# Market Volatility, AI Security, and Beverage Margin Strategies

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-08

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Freitag, der 8.
Mai.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird natürlich unterstützt von Scalable Capital.
Dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen mit Trading Flat Trade, Krediten, Portfolioanalysen und der hauseigenen European Investor Exchange, die genau auf Privatanleger zugeschnitten ist.
Wir beenden die Woche mit Energy Drinks, nämlich einmal den neuen Red Bull Ambitionen von McDonalds.
Und danach gibt es die Frage, ob diese Red Bull Ambitionen von McDonalds eine Gefahr für Dutch Boss sind.
Aber erstmal die News von Christoph.
Gestern war der Tag der großen Kursbewegungen.
Leider gab es auch viele nach unten.
Vor allem im Konsumbereich ist bei ein paar Marken gerade echt schwierig.
Die Aktie von Planet Fitness ist zum Beispiel 30 Prozent abgeschmiert, weil sie ein deutlich schlechteres erstes Quartal hatten als gedacht.
Und das erste Quartal ist für Fitnessstudios mit Abstand das Wichtigste.
Deshalb wird die Firma jetzt auch geplante Preiserhöhungen stoppen.
Der Absturz gestern war der stärkste ever, weil Investoren neben dem Konsumklima auch Sorge haben, dass die Abnehmenspritzen zu weniger neuen Kunden führen.
Kein Thema sind die Abnehmenspritzen für den Küchengeräte- und Waschmaschinenhersteller Whirlpool.
Die haben gestern ihre Dividende pausiert und die Jahresziele gesenkt, weil sie starken Nachfragerückgang sehen, vor allem bei den eher teuren Marken.
Aus Sicht von Whirlpool hat das auch mit viel Unsicherheit durch den Iran-Krieg zu tun.
Auch hart getroffen hat es gestern den Tierpharmakonzern Suetis, der 20 Prozent gefallen ist und das bei 36 Milliarden Dollar Börsenwert.
Ist also schon echt ein relevanter Börsenwertsverlust.
Und es hat vor allem damit zu tun, dass eine Story, die an der Börse lange erzählt wurde, nicht ganz aufgeht.
Nämlich, dass Menschen bei ihren Tieren nicht sparen, weil sie die mehr und mehr wie echte Familienmitglieder sehen.
Die Chefin von Suetis meinte jetzt aber, dass Kunden durchaus preisintensiver werden, weniger innovative Produkte kaufen und...
sogar weniger zum Tierarzt gehen, aus Angst vor den hohen Kosten.
Den härtesten Absturz gab es aber im Softwarebereich, wo man mal wieder gesehen hat, wie so hohe Erwartungen an der Börse sehr gefährlich sein können.
Fastly ist eine der wenigen Softwarefirmen, die von der Börse als KI-Profiteur eingeschätzt wird.
Fastly hilft den Kunden zum Beispiel dabei, dass KI-Agenten nicht unbegrenzt die Inhalte von ihren Websites ziehen und kopieren.
Deshalb wächst Fastly auch krass, 20% insgesamt, aber 50% im wichtigen Security-Bereich und trotzdem ist die Aktie gestern 40% abgeschmiert.
Aber das liegt eben auch daran, dass die Aktie sich alleine dieses Jahr schon wieder verdoppelt hat und die Bewertung und damit die Erwartungen einfach extrem hoch waren.
Dafür haben solide Zahlen nicht gereicht.
Die KI-Erwartungen deutlich übertroffen haben dafür gestern die Kollegen von Datadoc.
Mit deren Software kann man einfach gesagt die eigenen Server, Programme und IT-Systeme überwachen und analysieren.
Datadoc meinte gestern dazu, dass sie sogar Verträge mit zwei der wichtigsten KI-Firmen gemacht haben und denen jetzt helfen, effizient und sicher KI zu entwickeln.
Dabei könnten vor allem KI-Agenten ein riesiges Thema sein.
Wenn im eigenen Netzwerk auf einmal tausende KI-Agenten arbeiten, müssen die auch irgendwie überwacht werden.
Die Aktie hat gestern 30 Prozent zugelegt.
Auch überraschend stark von KI profitiert haben gestern die Kollegen von Fortinet.
Auch da gibt es ja zwei Sichtweisen.
Die einen denken, dass die KI-Player wie Entropic eigene Cybersecurity-Lösungen rausbringen, die dann extrem starke Konkurrenz sind.
Auf der anderen Seite gibt es durch KI auch viel mehr Cybersecurity-Risiko und damit mehr Nachfrage.
Gestern hat man dann bei Fortinet eher gesehen, dass die Nachfrage durch KI anzieht.
Deshalb ist die Aktie 20 Prozent gestiegen.
Und wenn wir schon beim KI-Aufstieg sind, habe ich ja gestern erzählt, dass Samsung jetzt über 1000 Milliarden Dollar wert ist.
Passend dazu ist der Wert aller börsennotierten Firmen in Südkorea dieses Jahr auf 4600 Milliarden Dollar gestiegen und hat damit den kanadischen als siebtgrößten Aktienmarkt der Welt überholt.
Getrieben wurde der südkoreanische Aktienmarkt ja vor allem von den Chip-Aktien wie eben Samsung.
In dem Bereich gab es gestern mit Arm aber auch einen Verlierer.
Die Aktie war um die 10% im Minus, weil die Nachfrage nach den neuen KI-CPUs zwar sehr hoch ist, sie sind ja die große Hoffnung, aber ARM hat auch gesagt, dass sie noch nicht die komplette Produktion für die Chips gesichert haben, die die Kunden gerade nachfragen.
Da können es also zu Engpässen kommen und aktuell verdient die Firma ja das meiste Geld mit Lizenzen für Smartphone-Chips und im Smartphone-Markt sehen sie gerade bei den billigen Handys schon eine schwächere Nachfrage.
Passt also zu dem, was man auch bei Planet Fitness, Suetis und Whirlpool sieht.
Und dann noch zwei Meldungen aus der Rüstungswelt.
Rheinmetall will noch schneller im Rüstungsbereich wachsen und hat dafür jetzt ein Angebot für die Werft German Neville Yards Kiel abgegeben.
Auch TKMS ist da wohl an einer Übernahme interessiert.
Nach Lösen wird das die zweite große Marineübernahme von Rheinmetall in den letzten Monaten.
Und dann gab es noch einen Börsengang im Rüstungsbereich, nämlich von Hawkeye 360.
Die Firma betreibt um die 30 Satelliten und sammelt mit denen kritische Daten für amerikanische und befreundete Behörden.
Damit machen sie so um die 100 Millionen Dollar Umsatz und kaum Gewinn, aber sind nach dem Börsengang über 3 Milliarden Dollar wert.
Über die Zahlen von McDonalds hat Christoph jetzt gar nicht gesprochen.
Die sind aber auch gestern rausgekommen und er hat sie sich natürlich auch angeschaut, zusammen mit der neuen Drink-Strategie von McDonalds.
In Deutschland und den USA läuft der Getränke-Launch seit ein paar Tagen an.
Refresher mit Boba, Fisser mit Sprite und zwei Red Bull Energizer-Varianten gibt es bei uns.
In den USA gibt es sechs Craftdrinks noch ohne Red Bull.
Der kommt dann später im Jahr.
Der Grund für diese Strategie sind die Margen.
Laut National Restaurant Association kommen Restaurants im Schnitt auf 5% Nettomarge.
Getränke sind da viel profitabler.
So ein Drink, der kostet McDonald's ein paar Cent in der Herstellung und verkauft wird er dann für ein paar Dollar.
Das ist einer der größten Margenhebel im ganzen Menü.
Ganz neu ist die Idee aber nicht.
McAfee gibt es seit über 30 Jahren und 2023 kam dann Cosmex.
Das war eine eigenständige Minikette in den USA, die nur Drinks hatte und anders gebrandet war.
Nach anderthalb Jahren war wieder Schluss, aber nicht unbedingt, weil es nicht funktioniert hat.
Die Crafted Sodas liefen am besten und der Durchschnittsbon war höher als im normalen McDonalds.
Der Fastfood-Gigant hat das als Testlabor genutzt und bringt die Learnings jetzt in die Filialen.
Natürlich stecken da drin auch Risiken.
95% der Filialen gehören Franchise-Nehmern.
Bei einem simplen Cola-Zapfern, da gibt's kaum Fehlerpotenzial, bei Craftdrinks schon.
Wenn die Qualität und die Zubereitung von Filiale zu Filiale schwanken, ist das ein operatives Risiko.
Dazu kommt, McDonalds' Kernkompetenz sind keine fancy Drinks, sondern Geschwindigkeit.
Cold-Form aufschlagen und Boba portionieren, das dauert deutlich länger, als ein Becher unter den Kohleautomaten zu stellen.
Das All-Day-Breakfast hat McDonald's auch mal komplexere Abläufe gekostet.
Es wurde 2020 aus operativen Gründen pausiert und seitdem nicht mehr flächendeckend zurückgebracht.
Fraglich ist auch, ob die Strategie in Zeiten der hohen Inflation so gut ist.
Die Preise sind seit 2019 um rund 40 Prozent gestiegen und einkommensschwache Kunden brechen weg.
Die Zahlen fürs letzte Quartal von gestern haben das gezeigt.
Die US-Same-Store-Sales sind um 4% gestiegen, aber getrieben durch höhere Bonds und nicht durch mehr Gäste.
Deshalb hat McDonalds unter anderem günstigere Menüs auf die Karte genommen.
Craftdrinks für 4 oder 5 Dollar sprechen eher eine kaufkräftigere Zielgruppe an, als die, die gerade fehlt.
Gerade die Gen Z, die Drinks als Social Media Content behandelt, könnten die bunten Farben, Cold Form oder Boba von McDonalds aber anziehen.
Und wer preisbewusst ist, findet bei McDonalds trotzdem günstigere Alternativen als bei Starbucks.
Ob die Ergebnisse aus dem Testlabor, das auf Getränke spezialisiert war, aber wirklich in den großen Filialen funktionieren, das muss ich eben erst zeigen.
Nach den Zahlen von gestern hat sich die Aktie erstmal nicht bewegt.
Der Börsenwert liegt bei rund 200 Milliarden Dollar.
Damit wird McDonald's mit dem 22-fachen vom erwarteten Gewinn bewertet.
Damit ist die Aktie ein bisschen günstiger als im Schnitt der letzten zehn Jahre.
Dazu gibt es eine Dividendenrendite von 2,5 Prozent.
Allerdings erwartet der Konzern im laufenden Quartal noch schwächere Nachfrage von Kunden mit niedrigem Einkommen.
Das, was McDonald's will, nämlich im Energy Drink Markt und generell im Getränkemarkt noch größer werden, hat eine Kaffeekette aus den USA schon länger geschafft und die hat sich jetzt Timon nochmal ein bisschen genauer angeschaut.
Dass McDonald's und übrigens auch Starbucks mehr im Energy Drink Markt machen, beschäftigt gerade neben den Energy Drink Marken, die man so kennt, auch eine Kaffeekette aus den USA, nämlich Dutch Bros.
Das ist eine Kette aus den USA, die nur mit Drive-Thus arbeitet.
Und sie verkaufen eben zu großen Teilen gar keinen Kaffee, sondern andere Drinks.
Vor allem hat Dutch Bros.
schon seit Jahren den eigenen Energy Drink Blue Rebel und macht damit ca.
ein Viertel vom kompletten Umsatz.
Damit verdient Dutch Bros.
alleine dieses Jahr um die 500 Millionen Dollar mit Energy Drinks.
Das ist ca.
die Hälfte von dem, was Celsius mit der Tochtermarke Alani Nu macht.
Also schon echt relevant.
Jetzt könnte man natürlich die Sorge haben, dass Dutch Bros.
gerade was ähnliches erlebt wie Celsius dieses Jahr mit Costco.
Costco hat ja ziemlich eine direkte Kopie von Celsius rausgebracht, die aber nicht mal halb so viel kostet.
Die Aktie von Celsius hat auch deshalb dieses Jahr um die 30% verloren.
Bei Dutch Bros.
zeigen die neuen Zahlen aber nichts davon, dass die neue Konkurrenz schadet.
Der Umsatz ist letztes Quartal 30% gewachsen und 8% Punkte davon kamen nicht durch neue Läden, sondern weil in den bestehenden Läden mehr gekauft wird.
Und laut Dutch Bros.
liegt das auch an den Energy Drinks.
Im Analysten-Call haben auch die Investoren sehr direkt nach der neuen Konkurrenz durch Starbucks und McDonalds gefragt.
Das Management meinte aber, dass sie durch den Starbucks-Start noch gar keinen Effekt auf die Zahlen gemerkt hatten.
Und sie glauben auch nicht, dass sich das ändern wird.
Ein Hauptgrund, wieso Kunden ihre Energydrinks bei Dutch Bros trinken und nicht den von Red Bull oder Celsius, ist, dass man die individualisieren kann.
Mit Eis, mit Extra-Sirup und so weiter.
Und sie glauben, dass das auch eine große Differenzierung zu der neuen Konkurrenz ist.
Spannend ist außerdem, dass Dutch Bros.
im Mai selbst eine neue Energy Drink Serie gestartet hat.
Neben Rebel gibt es jetzt noch Mist mit Antioxidantien, Elektrolyten und unter 100 Kalorien.
Also viel, viel gesünder als die Rebel Drinks für eine andere Zielgruppe und für andere Anlässe.
Und der Drink ist wohl sehr gut gelaufen.
Das könnte man übrigens auch eher wieder als Konkurrenz zu Celsius sehen.
Bisher waren die Drinks von Dutch Bros.
ja tendenziell zu ungesund für die Celsius Zielgruppe.
Der große Nachteil von Dutch Bros.
und auch der Hauptgrund.
Wieso sie nach den Zahlen gestern 10% verloren haben, ist einfach die Bewertung mit 10 Milliarden Dollar bei gerade mal 2 Milliarden Dollar Umsatz.
Das kann langfristig aufgehen, dafür müssen aber auch die sehr ambitionierten Wachstumspläne weiter aufgehen.
Ganz spannend war übrigens neben den Zahlen noch, dass Dutch Bros.
schon immer sehr stark mit Merchandise arbeitet.
Alle paar Wochen verteilen sie also zu den Bestellungen Sticker oder kleine Gadgets und das treibt echt den Umsatz.
Letztes Quartal haben sie zum Beispiel Mini-Plastikfiguren und Schlüsselanhänger, die man sich an den Rucksack hängen kann, verteilt.
Und an den Aktionstagen hatten sie zum Vergleich zum Vorjahr einfach mal 50 Prozent mehr Umsatzanstieg.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Da gibt es nämlich einen Deep Dive mit dem CEO von Ottobock, also ein Deep Dive ins Prothesen-Business.
War wahnsinnig spannend.
Bis dahin, alles Gute.
Adios.
