# Market Concentration, AI Infrastructure, and Margin Squeeze

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-08

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Kursexplosion von Datadog, ein Rekordtief an den US-Börsen und einen Dämpfer für McDonalds.
Im Thema des Tages erzählen wir euch, wie sich die Ereignisse in der Kryptobesteuerung überschlagen.
Und in der AAA-Idee verraten wir, warum ausgerechnet ein Unternehmen aus dem Münsterland von der hohen Nachfrage nach Energie profitiert.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert, Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag, der 8.
Mai und wir wünschen euch einen großartigen Start in den Tag.
Großartig soll zumindest das Gespräch zwischen Donald Trump und Ursula von der Leyen gewesen sein.
Das hat der US-Präsident selbst nach einem Telefonat mit der EU-Kommissionspräsidentin auf seiner Plattform Truth Social gepostet.
Er habe dabei auf die Umsetzung des 2025 vereinbarten Zolldeals gepocht.
Sonst würden sich die US-Zölle leider, wie er schrieb, deutlich erhöhen.
Daher hat der US-Präsident jetzt eine konkrete Frist für die Umsetzung der Handelsvereinbarung festgesetzt.
Sollte die EU nicht bis zum 250.
Geburtstag der USA, der am 4.
Juli wäre, ihren Teil des Abkommens erfüllen, würden die Zölle steigen, sagte Trump.
Er habe jetzt lange genug, Zitat, geduldig gewartet, Zitat Ende, werde aber nun handeln müssen.
Nehmen wir mal zur Kenntnis.
Ja, ebenso wie die leichte Zurückhaltung gestern an den Märkten.
Nach zwei starken Börsentagen ist dem deutschen Aktienindex am Donnerstag ein bisschen die Luft ausgegangen.
Auch ein weiterfallender Ölpreis konnte den DAX jetzt nicht gerade befeuern, wobei es ja dann abends schon wieder hieß, dass es einen Schusswechsel gegeben habe zwischen Iran und dem Feind, so hieß es.
Und der deutsche Leitindex, der gab dann am Nachmittag schon immer mehr und mehr nach und schloss am Ende ein Prozent niedriger bei 24.600.
64 Punkten.
Der S&P 500, der ging mit einem Minus von 0,4 Prozent aus dem Handel und der Nasdaq 100 notierte unverändert.
Trotz dieser kleinen Rücksetzer bewegt sich der US-Markt aber weiter auf einem bemerkenswert hohen Niveau.
Aber, und das gehört zur Wahrheit auch dazu, die Rallye an der Wall Street ist gar nicht so breit, wie sie vielleicht auf den ersten Blick wirkt.
Seit Anfang April ist der S&P 500 zwar um mehr als 12 Prozent gestiegen, aber vor allem getragen von einer Handvoll Tech-Giganten wie Nvidia, Apple, Amazon, Alphabet und Broadcom.
Laut der UBS ist die Zahl der Aktien, die den Index tatsächlich nach oben treiben, auf ein Rekordtief gefallen.
42 sogenannte effektive Titel tragen die Entwicklung.
Historisch waren es mal so um die 100.
Mehr als die Hälfte der Kursgewinne gehen auch laut OBS aktuell auf gerade mal fünf Unternehmen zurück.
Und insgesamt kann man sagen, dass das den Markt natürlich anfällig macht.
Während Tech-Konzerne weiterhin starkes Gewinnwachstum liefern, bleiben viele andere Sektoren zurück, auch wegen höherer Energiepreise infolge geopolitischer Spannung.
Die ursprüngliche Hoffnung auf eine Breite Marktrotation, die hat sich damit zerschlagen.
Für Anleger heißt das, die Rally steht auf schmalem Fundament.
Dreht die Stimmung bei KI- und Tech-Aktien, dann könnte die Korrektur entsprechend heftig ausfallen.
Doch bis dahin freuen sich die Anleger erst einmal darüber, dass die laufende Berichtssaison so starke Zahlen hervorbringt.
Mehr als zwei Drittel der S&P 500 Unternehmen haben ja bereits ihre Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt.
Und die fallen in der Summe überraschend stark aus.
Aktuell deutet vieles darauf hin, dass die Unternehmen das kräftigste Gewinnwachstum seit mehr als vier Jahren erreichen.
Ja, dann lass uns gleich mal direkt in die USA gehen und dort starten.
Fortinet hat die Bücher geöffnet und mit einem starken Ausblick überzeugt.
Der Cybersicherheitsanbieter steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 20 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar und stellt Gewinne in Aussicht, die über den Erwartungen der Analysten liegen.
Damit treffen sie genau den Nerv des Marktes, der weiterhin stark in IT-Sicherheit investiert.
Die Aktie reagierte entsprechend deutlich und legte um rund 20 Prozent zu.
Noch deutlicher, nämlich mehr als 30 Prozent explodierte gestern der Kurs von Datadog.
Der Cloud-Spezialist steigerte den Umsatz im Quartal um 32 Prozent auf rund eine Milliarde Dollar und übertraf mit dem bereinigten Gewinn je Aktie von 60 Cent ebenfalls die Erwartungen.
Noch wichtiger für den Markt ist aber der Ausblick.
Sowohl Umsatz- als auch Gewinnprognose für das laufende Quartal und das Gesamtjahr liegen damit klar über dem Konsens.
Der Treiber dahinter ist strukturell.
Mit wachsender KI-Nutzung steigt der Bedarf an Monitoring, Steuerung und Stabilität in komplexen Cloud-Systemen.
Und Datadoc positioniert sich genau in dieser Schicht, nicht beim Training von Modellen, sondern beim Betrieb.
Damit wird das Unternehmen zu einer Art Infrastruktur-Player der KI-Ökonomie.
Arm Holdings sendete hingegen gestern ein Warnsignal.
Zwar übertraf der Chip-Designer mit einem Quartalsumsatz von rund 1,5 Milliarden Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 60 Cent die Erwartungen.
Gleichzeitig warnte der CEO aber vor einer schwächeren Nachfrage bei Smartphones.
Ausgelöst unter anderem durch steigende Speicherpreise und rückläufige Stückzahlen.
Alle reagierten entsprechend nervös auf die Aussicht.
Die Aktie verlor zeitweise rund 10 Prozent.
Und auch Coinbase enttäuschte die Anleger mit klaren Zahlen.
Der Konzern wies ein Verlust von 1,49 Dollar je Aktie aus, während Analysten im Schnitt einen Gewinn von 0,27 Dollar erwartet hatten.
Auch beim Umsatz blieb Coinbase mit 1,41 Milliarden Dollar unter den Erwartungen.
Die lagen bei 1,52 Milliarden.
Besonders schwach entwickelte sich das Kerngeschäft.
Die Transaktionserlöse lagen bei 755,8 Millionen Dollar statt der erwarteten 805,2 Millionen.
Die Abo- und Serviceerlöse bei 583,5 Millionen statt 619,3 Millionen.
Belastet wurde das Geschäft vor allem durch fallende Kryptopreise.
Bitcoin verlor ja im Quartal rund 22 Prozent und die Aktie reagierte nach plötzlich mit einem Minus von etwa 4 Prozent.
Ein Auf und Ab erlebte gestern McDonalds und lieferte ein Lehrstück dafür, wie robust Umsatzwachstum und brüchige Margen gleichzeitig existieren können.
Da ging es bei den vergleichbaren Verkäufen um 3,8 Prozent nach oben und der Umsatz, der stieg sogar um 9 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar.
Der Gewinn machte nur ein Plus von 6 Prozent auf knapp 2 Milliarden.
Solide, aber...
Klar unter der Dynamik des Vorquartals.
Und der Grund, der liegt nicht in der Nachfrage allein, sondern auch in der Kostenstruktur.
Energie, Rindfleisch und Logistik, die ziehen preislich an.
Gleichzeitig zwingt der Wettbewerb um preissensible Kunden den Konzern zu aggressiven Discount-Menüs.
Das Ergebnis ist ein klassischer Margin Squeeze.
Mehr Gäste, aber weniger Ertrag pro Bestellung.
Und das, obwohl der Cheeseburger mittlerweile, glaube ich, 2,70 Euro kostet.
Boah.
Frechheit, oder?
Ja.
Besonders kritisch ist aber für McDonalds, 95 Prozent der Restaurants sind ja Franchise-Nehmer und genau dort brückelt die Profitabilität.
Wenn deren Cashflows unter Druck geraten wird, Expansionen vorsichtiger, Investitionen werden verschoben.
Das könnte ein Frühindikator für ein nachlassendes Systemwachstum sein.
Tesla profitierte indes als Automobilfirma von starken Zahlen aus der Volksrepublik China.
Die Auslieferung der Modelle 3 und Y sind im April um 36% auf knapp 80.000 Fahrzeuge gestiegen.
Das signalisierte eine anhaltend hohe Nachfrage im allerwichtigsten Wachstumsmarkt des Konzerns und sorgt so für Rückenwind an der Börse, wo die Aktie um 3% zulegte.
Und dann noch ein Blick nach Deutschland.
Hier haben ja auch gestern wirklich etliche Unternehmen ihre Zahlen präsentiert.
Siemens Healthineers zum Beispiel und die enttäuscht mit einem verhaltenen Wachstum.
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal nur um 3 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro, während das bereinigte operative Ergebnis um 15 Prozent auf 836 Millionen Euro zurückging.
Die schwächere Profitabilität kam an der Börse, finde ich überraschend, nicht gut an.
Die Aktie verlor mehr als 5 Prozent.
Bonovia zeigt dafür operativ leichte Fortschritte.
bleibt aber insgesamt unter Druck.
Der bereinigte operative Gewinn stieg im ersten Quartal um 1,4 Prozent auf rund 712 Millionen Euro.
Höhere Finanzierungskosten belasten jedoch weiterhin das Geschäftsmodell von Vonovia.
Die Aktie gab entsprechend um 1,4 Prozent nach.
Noch deutlicher verlor Rheinmetall.
Trotz hoher Nachfrage im Rüstungsbereich blieb der Umsatz.
Wir hatten es schon erwähnt.
im ersten Quartal hinter den Prognosen zurück.
Ja, und da half auch ein bestätigter Ausblick nichts.
Die Anleger waren enttäuscht.
Die Aktie von Rheinmetall verlor fast 7 Prozent.
Henkel stemmte sich indes gegen die schwache Konsumlaune.
Der Konzern steigerte den organischen Umsatz im ersten Quartal um 1,7 Prozent auf etwa 5 Milliarden Euro.
Die Stabilität im operativen Geschäft kam gut an.
Die Aktie legte an der DAX-Spitze um rund 4,3 Prozent zu.
Schnell noch die Termine, denn heute liefern Commerzbank, Bechtle, Krones, Lonza, Clarion und Amadeus IT ihre Quartalszahlen ab.
Die Commerzbank legt zusätzlich ihre Strategie bis 2030 vor.
Mal schauen, ob sie da noch eine unabhängige Strategie haben.
Ja, und außerdem kommen frische Daten zu deutschen Exporten, Industrieproduktion und Transportaktivität.
Ja, ein kompakter Realitätscheck für unsere Konjunktur.
Danach heißt es hoch die Hände Wochenende.
Das Thema des Tages.
Lea, wir müssen heute nochmal über die Kryptobesteuerung reden.
Ihr erinnert euch, letzte Woche hat ja Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil in der Bundespressekonferenz angekündigt, Kryptowährungen werden künftig anders besteuert.
Ja, wir haben Anfang der Woche ja schon mal drüber gesprochen und das hat euch ziemlich beschäftigt.
Aber so ein Gesetz überhaupt erstmal auszuarbeiten, das dauert natürlich ein paar Wochen.
Aber in welche Richtung es jetzt gehen kann, da sehen wir jetzt schon ein bisschen klarer als zumindest Anfang der Woche.
Denn seitdem Klingbeil die Pläne angekündigt hat, haben jetzt sowohl die Grünen als auch die Linkspartei Anträge vorgestellt, die sie in den Bundestag einbringen wollen.
Beide Parteien hatten bereits im Wahlkampf eine Verschärfung gefordert.
Aber das Interessante ist, dass die Gesetzesvorschläge von Grünen und Linkspartei in unterschiedliche Richtungen gehen, was die genaue Ausgestaltung anbelangt.
Ja, die Grünen wollen Bitcoin-Gewinne sofort steuerpflichtig machen, indem sie für Kryptowerte die Haltefrist im Rahmen des Paragraf 23 vom Einkommenssteuergesetz einfach streichen.
In dem Entwurf heißt es, dadurch werden Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften von Kryptowerten unabhängig von der Dauer des Haltens mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz besteuert.
Und über diesen Entwurf soll das Parlament in der nächsten Woche abstimmen.
Ja, und die meinen damit eine sofortige Abschaffung.
Und eine solche sofortige Abschaffung der Haltefrist, die würde bedeuten, dass mindestens die Gewinne aus im Jahr 2026 gekauften Kryptos eben nicht mehr von der Steuer befreit sind.
Selbst wenn das Gesetz erst zum Jahreswechsel in Kraft tritt, wären die gehaltenen Coins nicht mehr lange genug in eurem Besitz, um Bestandsschutz zu erreichen.
Der Steuersatz, der ist dann euer persönlicher Satz.
Das letzte Kaufdatum, um die Steuerfreiheit sicher mit in die Zukunft zu nehmen, wäre demnach der 31.
Dezember 2025 gewesen.
Eine offene und durchaus strittige Frage ist, ob Gewinne aus vor 2026 erworbenen Coins weiterhin steuerfrei bleiben.
In der Vergangenheit gab es zumindest ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das nahelegt, dass hier ein solcher Vertrauensschutz gilt.
Sicher ist das jedoch nicht.
Ja, das wird interessant.
Die Linken, die verfolgen einen anderen Ansatz.
Die legen nämlich auch einen Gesetzentwurf vor und nach dem Willen der Sozialisten sollen Kryptowerte wie Einkünfte aus Kapitalvermögen besteuert werden.
Das wäre dann entsprechend der Paragraf 20 des Einkommenssteuergesetzes.
Gewinne unterlegen dann der Abgeltungssteuer, dem Soli und gegebenenfalls der Kirchensteuer.
Das sind, wenn man jetzt mal von der Kirchensteuer absieht, 26,375 Prozent.
Ihr kennt das.
Auf den ersten Blick wäre das wesentlich günstiger.
26,375 Prozent sind immer noch besser als die 42 Prozent, die bei einem Spitzenverdiener als Grenzsteuersatz fällig werden.
Und dazu kommt ja auch nochmal Soli.
Aber der Entwurf der Linken geht noch weiter.
Er sieht außerdem eine Wegzugsbesteuerung vor.
Wer also während seines Wirkens in Deutschland Buchgewinne mit Bitcoin und Co.
erzielt hat, müsste diese Buchgewinne selbst dann liquiditätswirksam versteuern, wenn gar kein Verkauf stattfindet.
Eine ähnliche Regelung, die gilt ja bereits für Unternehmen und unter bestimmten Umständen auch für ETFs.
Ja, und die Linken, die fordern in ihrem Antrag sogar, dass bestimmte Kryptowerte in der EU verboten werden sollen.
Das sind zwar jetzt alles, was wir gesagt haben, Vorstöße von der Opposition, also sowohl die von den Grünen als auch von den Linken.
Aber sie könnten zeigen, in welche Richtung die Neuregelung des Bundesfinanzministeriums geht.
Und genau deshalb haben wir mal eine Beispielrechnung erstellt, die zeigt, welche Folgen eine Verschärfung hätte.
Wenn ihr vor ein paar Jahren für 10.000 Euro in Bitcoin investiert hättet, zum Beispiel im Mai 2021 für einen Coinpreis von 34.000 Euro, dann ist der Wert bis heute mehr als doppelt so hoch.
Laut der bisherigen Regelung bleiben diese 10.000 Euro Kursgewinn steuerfrei.
Die Jahresfrist ist ja längst abgelaufen.
und fallen künftig auf diese 10.000 Euro Wertzuwachs unabhängig von der Haltefriststeuern an, dann könnte das für Gutverdiener eine Belastung von 4.431 Euro bedeuten.
Das ist nämlich ein Abzug von 42% Spitzensteuersatz und nochmal ein Abzug von Soli.
Der freie Betrag von 1.000 Euro, der wäre in dem Fall bei weitem überschritten.
Der zwischenzeitlichen Wertschwankung muss man dann sagen, dass jedes Kryptoinvestment bei einer solchen Regelung insgesamt deutlich weniger attraktiv wäre.
Eingen sich die Koalitionäre aber darauf, Krypto steuerlich ähnlich zu behandeln wie Wertpapiere, ist die Belastung geringer.
Von den 10.000 Euro Kursgewinn gingen 2.637,50 Euro an den Fiskus.
Denkbar ist, dass diese Gineo-Broker und Marktplätze die Steuer gleich an der Quelle einbehalten, wie es ja auch bei Aktien und Fonds der Fall ist.
Wer jetzt vor 2026 Bitcoin und andere Kryptowerte gekauft hat, der kann darauf setzen, dass für diese Bestände ein Vertrauensschutz gilt.
Da sagt zum Beispiel der Steuerexperte Christoph Juhn und beruft sich dabei auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2010.
Allerdings ging es da um die Spekulationssteuer bei Immobilien.
Und wenn das so ist, wie der Steuerexperte sagt, dann würden Wertsteigerungen, Kündigung des neuen Gesetzes entstanden sind und bereits eine einjährige Haltefrist überschritten haben, lebenslang steuerfrei bleiben.
Ja, wir können uns allerdings nicht so ganz sicher sein, ob sich das Bundesfinanzministerium an das Urteil des Bundesverfassungsgerichts auch gebunden fühlt, denn dabei ging es ja um einen etwas anderen Sachverhalt.
Steuerexperten wie Juden sagen aber, Sollte ein Gesetz die Gewinne rückwirkend erfassen, wird es nach seiner Einschätzung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vor dem Bundesverfassungsgericht nochmal landen.
Bis Karlsruhe aber entscheidet, kann es viele Jahre dauern.
Ja, man merkt, es ist gerade sehr viel Druck im politischen Kessel, die Steuerfreiheit von Bitcoin zu beenden.
Und das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen, zumal die Vorschläge, die wir gerade vorgestellt haben, aus der Opposition kamen.
Die CDU, CSU, die stehen den Plänen der SPD erstmals skeptisch gegenüber.
Aber in einer Koalition, da geht es am Ende um Kompromisse und in welche Richtung das Pendel ausschlägt.
Wir halten euch da auf dem Laufenden.
Die AAA-Idee des Tages.
Daniel, was haben ein Bauernhof mit Biogasanlage und ein KI-Rechenzentrum gemeinsam?
Auf den ersten Blick sehe ich da nicht viel, was die gemeinsam hätten.
Oh doch.
Beide haben nämlich dasselbe Problem.
Sie brauchen Strom und zwar genau dann, wenn es nötig wird.
Und genau an diesem Punkt wird es gerade richtig interessant, denn während alle auf Chips und Rechenleistung schauen, läuft im Hintergrund schon längst eine ganz andere Wette.
Die Frage, die sich stellt, wer liefert die Energie, wenn das Netz nicht hinterherkommt?
Genau darauf setzt unsere heutige AAA-Idee, die an der Börse gerade richtig in Stimmung kommt.
Die Rede ist von 2G Energy.
Das Unternehmen kommt aus Heeg im Münsterland, macht knapp 400 Millionen Euro Umsatz und baut Blockheizkraftwerke.
Das sind Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen, direkt beim Kunden vor Ort.
Der 2G Energy ist ein klassischer Hidden Champion, der seit 14 Jahren eine Dividende zahlt und als technisch flexibel gilt.
Die Anlagen laufen nicht nur mit Gas, sondern perspektivisch auch mit Wasserstoff und Biogas.
Und 2G profitiert gerade von einem neuen Engpass, der Nachfrage nach sofort verfügbarer Energie.
Nicht irgendwann, sondern genau in dem Moment, in dem Server hochfahren.
Denn KI-Rechenzentren haben ja ein Problem.
Sie brauchen enorme Strommengen und sie dürfen nie offline gehen.
Und das Stromnetz allein kann das oft nicht zuverlässig leisten.
Genau hier setzt die Technik von 2G Energy an.
2G Energy baut Kraft, Wärme, Kopplungsanlagen.
Ein Motor erzeugt Strom und die entstehende Wärme wird direkt genutzt.
Das macht das System extrem effizient.
Es sind da Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent möglich.
Vor allen Dingen aber liefern diese Anlagen sofort Strom und sind unabhängig vom Netz.
Für Rechenzentren ist das ganz entscheidend.
Genau, weil erneuerbare Energien zum Beispiel sind zwar sehr günstig, aber nicht konstant.
Wer rund um die Uhr Rechenleistung braucht, kann sich da keine Schwankungen leisten.
Heißt übersetzt, 2G verkauft nicht nur Energie, sondern vor allem Verlässlichkeit in Zeiten, in denen die KI-Infrastruktur nur schwer hinterherkommt.
Neue Netzanschlüsse dauern oft Jahre und deshalb gehen Betreiber dazu über, Energie direkt vor Ort zu erzeugen.
Dezentral wird zum neuen Standard.
2G Energy hat dafür ein eigenes System entwickelt, AWUS 1000 Plus.
Und entscheidend, der Vorstand hat angedeutet, dass sein erster großer Auftrag aus den USA, und zwar genauer aus dem US-Rechenzentrumsmarkt, kurz bevorstehen könnte.
Wenn dieser Auftrag kommt, wäre das mehr als nur ein einzelner Deal.
Es wäre der Beweis, dass das Modell skaliert.
Der Umsatz, der aktuell, wie gesagt, bei knapp 400 Millionen Euro liegt, ist jetzt schon zuletzt um 6 Prozent gestiegen.
Das klingt jetzt noch nicht so wahnsinnig dynamisch, aber das Neuanlagengeschäft wächst schneller und das Auslandsgeschäft hat erstmals das Niveau vom Heimatmarkt erreicht.
Ja, und für 2026 stellt das Management bis zu 490 Millionen Euro Umsatz in Aussicht.
Bei etwa 10 Prozent Marge.
Mit Rechenzentren könnte das Wachstum dann Richtung 15 Prozent gehen.
Trotzdem gibt es Risiken.
In Deutschland hängt viel an der Energiepolitik.
Die Förderung für solche Anlagen ist nicht endgültig geklärt.
Und sollte die Politik dezentrale Lösungen benachteiligen, könnte das natürlich das Inlandsgeschäft bremsen.
Und international ist halt auch vieles noch Erwartung.
Also der große Auftrag fehlt bisher, auch wenn er ja vielleicht bald kommen könnte.
Heißt auch, ein...
Teil der Story ist aktuell Fantasie und die hat die Börse schon teilweise eingepreist.
Erst vor wenigen Tagen hat das Papier ein Allseithoch markiert.
Der Kurs ist seitdem aber wieder zurückgekommen.
Aktuell notiert die Aktie bei knapp 50 Euro.
Ein Schnäppchen ist 2G Energy damit jetzt nicht unbedingt mehr.
Aber wenn der US-Markt einmal anspringt, könnte sich die Bewertung nochmal deutlich verschieben.
Dann wäre 2G nicht mehr nur ein Anlagenbauer, sondern plötzlich Teil der digitalen Infrastruktur.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an 888welt.de, also aaa.welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Luisa, Heiko, Olaf und noch einige andere Hörer haben uns geschrieben, weil sie jeweils eine Nachricht von Trade Republic bekommen haben.
Da hieß es, neue Mitteilung, bitte rufen Sie uns an.
Ja, sowas oder ähnliches stand in dieser ominösen Nachricht.
Und da haben sich einige von euch zu Recht gefragt, was denn dahinter steckt.
Und so viel können wir euch verraten.
Trade Republic ist es nicht.
Das hat uns zumindest eine Sprecherin gesagt.
Und es ist davon auszugehen, dass Betrüger einfach gerade versuchen, den neuen Kundenservice von Trade Republic für ihre kriminellen Zwecke zu nutzen.
Da der Broker ja mittlerweile mehr als 10 Millionen Kunden zählt, ist die Wahrscheinlichkeit statistisch hoch, mit massenhaft und ganz zufällig versendeten SMS tatsächlich irgendwie einen Trade Republic Kunden zu erreichen.
telefonische Kontaktaufnahme ausschließlich über die Callback-Funktion erfolgt, die ihr als Kunde direkt in der App angefordert haben müsst.
Außerdem verschickt der Broker seine Nachrichten als verifizierter Absender mit Logo.
Also gut, dass ihr da skeptisch gewesen seid.
Ja, so ist es.
Alles andere als skeptisch müsst ihr aber sein, wenn ihr jetzt hört, was euch hier am Wochenende erwartet.
Es gibt nämlich, Trommelwirbel, gleich zwei Folgen für euch.
Nando und Holger hatten auf der OMR die spontane und großartige Gelegenheit, mit einem ganz großen Kenner und Insider des Festivals zu sprechen.
Florian Heinemann ist am Samstag hier zu Gast.
Und da könnt ihr euch natürlich schon denken, dass es um sehr viel mehr gehen wird als in Anführungsstrichen nur die OMR.
Es geht um Venture Capital, die Geheimnisse des Kapitalmarkts und um die Zukunft des Standorts.
Und kleiner Spoiler hier, die Aufnahme fand an einem ganz besonders legendären Ort statt.
Und dann Überraschung.
Es gibt in dieser Woche sogar eine Sonntagsfolge.
Denn alle, die AAA live auf der OMR verpasst haben, können jetzt real live miterleben, was Holger und Nando zu berichten hatten.
Wir verraten nur so viel.
Sie präsentieren den exklusiv von Ihnen erstellten Aktienindex, der die Gewinner und Verlierer der OMR.
identifiziert.
Die digitalen Zerstörer und die, die zerstört werden.
Das wollt ihr nicht verpassen.
Daher abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen und übermorgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
