# AI Infrastructure, Direct Sales, and Decentralized Liquidity Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-07

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 7.
Mai.
Ich bin Christoph Damm und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Ich habe heute ein japanisches Industrieunternehmen dabei, das profitabler ist als Apple.
Und wir klären, warum Hyperliquid gerade im Kryptobereich so spannend ist.
Zuerst aber die News.
Guter Börsentag gestern.
Laut Nachrichtenportal Exios soll ein Deal zur Beendigung des Iran-Kriegs ausgearbeitet werden, was die Kurse gestern angetrieben hat.
Vor allem haben davon Tourismus- und Airline-Aktien profitiert.
Zum Beispiel war der DAX-Wert MTU 10% im Plus und auch Airbus, TUI oder Lufthansa haben kräftig zugelegt.
Dazu gab es gestern einen großen Deal im KI-Bereich.
Nvidia investiert 500 Millionen Dollar in Corning.
Das ist der Glasfaserkabelhersteller, den viele vielleicht eher als Apple-Glaslieferern kennen.
Im Gegenzug verpflichtet sich Corning, seine US-Glasfaser-Produktion um mehr als 50% auszubauen, und zwar für KI-Rechenzentren.
Die setzen immer mehr auf Glasfaser statt auf Kupferkabel, weil die KI-Datenmenge mit herkömmlichen Kabeln einfach nicht mehr zu bewältigen ist.
Corning ist deshalb um die 10% hoch, Nvidia selbst auch um 5%.
Ganz spannend, Nvidia investiert seit Monaten quer durch das gesamte KI-Ökosystem, von OpenAI bis zu Chip- und eben Optikherstellern.
Das ist eine bewusste Strategie, um den gesamten Markt zu befeuern.
Auch Trump dürfte der Deal gefallen.
Corning baut drei neue Werke in North Carolina und Texas mit über 3.000 neuen Jobs.
Und auch andere Chip-Aktien waren stark im Plus.
Nach US-Börsenschluss am Dienstag kamen starke Zahlen von AMD und Supermicrocomputer.
Deshalb waren die Aktien gestern jeweils um die 15 Prozent im Plus.
Und noch eine Meldung aus Asien, die dazu passt.
Samsung hat gestern nämlich die Marke von einer Billion Dollar Börsenwert geknackt.
Die Aktie ist auch 15 Prozent gestiegen und macht Samsung damit zum erst zweiten asiatischen Unternehmen nach TSMC, das in diesem Club ist.
Und es gab noch mehr KI-News, nämlich von Hut8.
Das ist eigentlich ein Bitcoin-Miner, der wandelt sich aber gerade zum KI-Rechenzentrum-Betreiber um.
Gestern haben die einen Mietvertrag für ein Rechenzentrum in Texas bekannt gegeben.
Mindestwert um die 10 Milliarden Dollar.
Kommst zu einer Verlängerung, dann winken 25 Milliarden Dollar über 15 Jahre.
Die Aktie ist um die 35 Prozent hochgeschossen.
Das war der größte Tagesgewinn seit fünf Jahren.
Der Umsatz hat sich im ersten Quartal mehr als verdreifacht, aber der Verlust ist gleichzeitig auch gewachsen, weil der Aufbau solcher Infrastruktur erstmal richtig Geld kostet.
Auch um die 5% im Plus war Walt Disney nach Zahlen.
Die waren besser als erwartet.
Der Umsatz ist um 7% gestiegen auf 25 Milliarden Dollar.
Was das Wachstum getrieben hat, ist ein Mix aus drei Dingen.
Erstens läuft Disney Plus jetzt zum ersten Mal mit zweistelliger Gewinnmarge.
Das ist nach jahrelangen Verlusten ein echter Meilenstein.
Zweitens haben neue Pixar-Filme zusammen fast 4 Milliarden Dollar eingespielt.
Und drittens geben die Leute in den Freizeitparks mehr Geld aus als je zuvor.
Dabei sind die Besucherzahlen wegen weniger ausländischer Touristen sogar leicht gesunken.
Es waren die ersten Zahlen von Neu-CEO Josh Damarrow, der Bob Iger abgelöst hat.
Und auch Uber war um die 5% im Plus nach Zahlen.
Die Gesamtbuchungen sind um 25% gestiegen.
Das war das schnellste Wachstum seit Ende 2022.
Besonders das Kerngeschäft in den USA läuft wieder richtig gut, weil die Versicherungskosten endlich sinken.
Die hatten nämlich lange die Preise hochgetrieben und das Wachstum gebremst.
Interessant ist auch, wo Uber langfristig hin will.
Die investieren stark in Premium-Angebote für Geschäftsreisende und Luxus-Chauffeur-Services.
Das ist ein Segment, das aktuell schon über 5 Milliarden Dollar Buchungen pro Jahr macht und bis 2028 auf 10 Milliarden Dollar wachsen soll.
Und auch in Europa gab es Zahlen, nämlich von Novo Nordisk.
Der Umsatz ist währungsbereinigt um 4 Prozent gesunken, vor allem weil Novo in den USA massiven Preisdruck spürt.
Da hat ja Eli Lilly ihnen die Marktführerschaft bei den GLP-1-Spritzen abgenommen.
Was das teilweise auffängt, die Vigofi-Pille läuft richtig gut.
Das Übergewichtssegment ist insgesamt um 22 Prozent gewachsen.
Die Jahresprognose wurde sogar leicht angehoben.
Der Novo Nordisk-CEO Mike Duster hat heute zu CNBC gesagt, dass Novo künftig deutlich aggressiver Übernahmen angehen will.
Man brauche die breiteste Pipeline der Welt, um wirklich zu wachsen, hat er gesagt.
Und an skeptische Investoren hat er gerichtet, er sei von der eigenen Pipeline deutlich überzeugter als der Markt gerade.
Die Aktie war zwischenzeitlich fast 10% im Plus, am Ende war sie noch leicht im grünen Bereich.
Innerhalb von einem Monat hat sie jetzt aber 25 Prozent zugelegt.
Es gibt eine japanische Firma, die zu den profitabelsten Industrieunternehmen der Welt gehört und innerhalb von zehn Jahren den Kurs verzehnfacht hat.
Trotzdem kennen die Firma in Deutschland nicht viele.
Und zwar heißt sie Keyence.
Die bauen Sensoren und Kameras für Fabrikautomatisierung.
Und damit erkennt man bei der Produktion, ob zum Beispiel irgendeine Schraube fehlt oder ob ein Bauteil den richtigen Abstand hat.
Gegründet wurde Keyens schon 1974 und spannend ist der Gründer.
Der hat nie studiert, hat davor zwei Firmen in den Bankrott geführt und dann im dritten Anlauf eben Keyens gebaut.
Seinen Innovationsgeist präsentiert er übrigens sehr speziell im Firmensitz.
Da stehen Fossilien.
Auf denen steht, wer keine neuen Produkte entwickelt, stirbt aus.
Wie die hier.
Er wurde später einer der reichsten Japaner und hat kürzlich angekündigt, den Aufsichtsrat nach über 50 Jahren zu verlassen.
Was er hinterlässt, ist ein Industriegigant.
Keyens macht rund 7,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
Besonders stark laufen Amerika und Asien, wo Keyens zweistellig wächst.
Dazu gibt es zurzeit Rückenwind vom extrem schwachen Yen.
Dadurch werden die im Ausland verdienten Dollar in der japanischen Bilanz aufgewertet.
Ein weiterer Treiber, der oft untergeht, ist der KI-Boom.
Die Sensoren werden bei der Chip-Produktion gebraucht, nämlich für Qualitätskontrolle und Präzisionsmessung.
Keyence ist mit dem Geschäftsmodell sehr profitabel.
Die Firma lässt alles extern fertigen und verkauft direkt.
Es gibt also keine Händler, sondern nur eigene Ingenieure, die bei Kunden als Berater auftreten, die Probleme vor Ort analysieren und dann eben eine Lösung verkaufen.
Man verkauft also Dienstleistungen und Produkt in einem, wodurch man insgesamt höhere Preise verlangen kann.
Die operative Marge liegt deshalb über 50 Prozent, womit die Firma eines der profitabelsten Industrieunternehmen der Welt ist.
Der US-Konkurrent Cognax hatte zuletzt 16 Prozent und selbst Apple kommt nur auf 30 Prozent.
Dazu hat die Firma mehr als drei Milliarden Dollar Cash.
Damit will Keyens das erste Mal ever eigene Aktien zurückkaufen.
Die Nachricht war auch der Grund, warum die Aktie nach den Zahlen vor kurzem so stark gestiegen ist.
Seit Jahresanfang liegt sie schon 25 Prozent im Plus, wodurch der Börsenwert jetzt bei rund 120 Milliarden Dollar liegt.
Das erwartete KGV klingt mit knapp 40 erstmal recht teuer, ist aber immer noch ein bisschen günstiger als der Fünf-Jahres-Schnitt.
Und Analysten bleiben optimistisch.
Sie erwarten auch in den nächsten Jahren zweistelliges Wachstum, eine weiter steigende operative Marge.
Man muss aber achten, dass das Business in Europa noch nicht anzieht.
Dazu ist China mit 25 Prozent einer der größten Einzelmärkte und gleichzeitig ja anfällig für geopolitische Spannung.
Auch bei der Währung muss man was beachten.
Dreht der Yen nachhaltig und Japan hat in der letzten Woche schon gegen den schwachen Yen interveniert, dann sehen die gleichen Zahlen plötzlich etwas schlechter aus.
Noah hat hier im Crypto Thursday in den letzten Monaten immer wieder mal den Namen Hyperliquid gedroppt.
Und jetzt wollte ich mal genauer wissen, was das eigentlich ist und was die überhaupt spannend macht.
Und das hat mir Julius Nagel erzählt vom Podcast Alles Coin Nichts Muss.
Julius, als Insider der Kryptobranche, erklär uns doch mal, was genau Hyperliquid ist und warum es gerade so ein spannendes Thema ist.
Ja, Hyperliquid ist wahrscheinlich die große Success-Story aus der Kryptowelt der letzten ein bis zwei Jahre.
Zu einem Protokoll, was von einem sehr kleinen Team, 10 bis 15 Mitarbeitern, gebootstrapped wurde und mittlerweile auf eine Marktkapitalisierung von weit aus über 10 Milliarden US-Dollar angewachsen ist, mit einem wirklich sehr, sehr starken, zugrunde liegenden Geschäftsmodell.
Sie haben es geschafft, die Trading Experience der großen Börsen, also Binance oder Bybit, zu replizieren.
Das heißt, wenn ich mir anschaue, die Anzahl der Assets, die ich dort handeln kann, aber auch die Trade Execution und die Liquidität im Orderbuch, dann steht das den großen Börsen nichts nach und dadurch haben sie es geschafft, einfach enorm stark durch dieses sehr, sehr gute Produkt zu wachsen und viele Trader für sich zu gewinnen.
In Zahlen bedeutet das Ganze letztes Jahr knapp 900 Millionen Umsatz und somit eben auch auf Metriken wie Umsatz oder Gewinn pro Mitarbeiter sind sie da ganz, ganz vorne mit dabei.
Sogar noch Vorteller, die ja mit ihrem Stablecoin-UCT für sich so eine kleine Gelddruckmaschine erfunden haben.
Hyperliquid hat es die letzten Monate auch geschafft, aus dem Sprung aus dem reinen Kryptohandel hinaus zu machen, da ich dort aktuell Aktienindizes, Einzeltitel, aber eben auch Rohstoffe handeln kann.
Das ging sogar so weit, dass am traditionellen Finanzmarkt am Wochenende, wenn die Börse geschlossen hat, dann eben der Ölpreis auf Hyperliquid referenziert wurde.
Wenn wir mal rein auf das Geschäftsmodell schauen, was macht Hyperliquid da interessant und gibt es aktuelle Themen, wie sich die Firma weiterentwickelt?
Das Modell von Hyperliquid ist unter anderem so interessant, weil sie das Ganze ein bisschen wie eine Plattform lenken.
Viele der Kernaufgaben, die eine Börse eigentlich selber erledigen würde, haben sie an externe Parteien geoutsourced.
Das heißt, zum Beispiel das Listing von neuen Assets wird nicht von Hyperliquid selber vorgenommen, sondern von anderen Protokollen.
Und man versucht sich hier wirklich als...
so ein bisschen als so eine Grundbasis zu definieren, auf der andere jetzt aufbauen können, andere ihre eigenen Trading-Interfaces darauf aufbauen können oder eben aber neue Märkte auf Hyperliquid-Listen.
Und bis jetzt funktioniert das sehr, sehr gut und führt eben auch dazu, dass man diesem sehr kleinen Team eben so enormes Wachstum und enorme Gewinne erzielen kann.
Vielleicht zwei ganz aktuelle Themen.
Zum einen Wertzeit letzte Woche, auch Prediction.
Preaching Markets auf Hyperliquid gehandelt.
Das steht noch sehr am Anfang.
Das heißt, es ist noch schwierig zu beurteilen.
Es werden jetzt wirklich tatsächlich gerade die ersten Märkte erst gelistet.
Ich gehe aber davon aus, dass sie sich auch hier auf jeden Fall mal zum Teil etablieren werden und Calci und Polymarket vielleicht ein bisschen Marktanteile wegnehmen können.
Warum glaube ich das?
Preaching Markets sind ja ein sehr starkes Retail-Phänomen aktuell.
Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass innerhalb dieser...
dieses größeren Printing-Markets-Ökosystem, sich auch Märkte herauskristallisieren, wo Trader eine bessere Trading-Experience haben wollen, also mehr Liquidität, bessere Trade-Execution, es sich einfach professionalisiert.
Und ich glaube, dass gerade in diesen Märkten Hyperliquid einfach mit ihrem Produkt Calci, als auch Polymarket, ausstechen wird.
die sich ja schon sehr stark eben auf einfach Retail-Trading fokussieren.
Und die zweite Sache, die ganz interessant ist, wir haben ja einige große Börsengänge, die dieses Jahr anstehen.
Und aktuell gibt es von einem Team aus dem Hyperliquid-Ökosystem einen Versuch, sogenannte Pre-IPO-Märkte aufzusetzen.
Das heißt, einen Preis zu schaffen, der gehandelt werden kann, schon einige Wochen bevor zum Beispiel SpaceX dann an die Börse geht.
Und somit die große Frage, kann man einen Teil der Preisfindung schaffen?
Imagine a crypto exchange as fast and seamless as a Wall Street Trading Engine.
But where you, not a company, hold the keys to your assets.
That's Hyperliquid.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Schönen Tag euch, tschüss!
