# Leading with Clarity in Uncertain Markets

**Podcast:** LEITWOLF Podcast - Leadership, Führung & Management
**Published:** 2026-05-07

## Transcript

In stabilen Zeiten folgen Menschen deiner Expertise, in unsicheren Zeiten folgen sie deiner Klarheit.
Du kannst Klarheit geben und genau das ist heute eine deiner wichtigsten und eine meiner wichtigsten Führungsaufgaben.
Hallo und ganz herzlich willkommen zum Lightwolf Podcast, dein Podcast für Führen mit Wirkung.
richtig aktuell ist, nach meiner Wahrnehmung.
Weltweites Chaos, wie du in unsicheren Zeiten Klarheit schaffen kannst.
Nach unserer Wahrnehmung leben wir in einer Zeit, die immer mehr Menschen leicht oder sogar deutlich verunsichert.
Kriege und geopolitische Spannungen nehmen zu.
Die Geopolitik hat sich aus deutscher Sicht und auch aus europäischer Sicht in den letzten Jahrzehnten deutlich verschoben.
Dabei nehme ich drei tektonische Verschiebungen wahr.
Über die letzten 30 Jahre.
Erstens der Wegfall des großen Exportmarktes China.
Wenn ich irgendwo arbeite, wenn ich irgendwo in Deutschland arbeite, dann vergleiche eine Situation, in der ich vor 20 Jahren in meinem Hotel vor einem Workshop frühmorgens vielleicht 10...
Kollegen aus China um mich herum hatte, dann waren das meistens Menschen, die ihre Lieferanten besucht haben.
Zum Beispiel in der deutschen Automobilindustrie.
Jetzt, 15, 20 Jahre weiter, sind auch dort wieder zehn Menschen aus China, Managerinnen, Manager aus China da.
Nur die besuchen in der Regel nicht mehr ihre Lieferanten.
Die besuchen ihre Kunden.
Die verkaufen chinesische Elektrofahrzeuge nach Deutschland.
Das hat Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft.
Ein großer Wandel, der sich vollzogen hat.
Zweitens, Wegfall billigen Gases aus Russland.
Jeder, der die Politik verfolgt, weiß, was los ist.
Bis vor vier Jahren hat Deutschland noch sehr günstiges Gas aus Russland bezogen und seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht mehr oder deutlich weniger.
Und das ist ein zweiter deutlicher Wandel in der Geopolitik.
Drittens der Wegfall der militärischen Sicherheit aus den USA, die auch durch die USA bezahlt war.
Diese unbezahlte von Europa, teils oder unbezahlte militärische Sicherheit ist weggefallen.
Und dazu gesellt sich wirtschaftliche Unsicherheit, Inflation, die wir hatten.
Wir hatten durch Covid, durch die Pandemie deutliche Veränderungen.
Wir haben volatile Märkte und sehr viel kürzere Zyklen.
die große Supply Chain Veränderungen von großen Firmen ergeben haben, wo man ganz bewusst und auch mit sehr viel Geldaufwand sich weniger abhängig von nur einem einzigen Weg, logistischen Weg um die Welt herum macht.
Und das alles bei gleichzeitig steigenden Erwartungen von Kunden, Investoren und Mitarbeitenden.
Die Realität nach meiner Wahrnehmung ist, Unsicherheit ist nicht mehr die Ausnahme.
Unsicherheit ist der Normalzustand.
Und genau hier machen nach meiner Beobachtung manche Führungskräfte einen entscheidenden Denkfehler.
Sie glauben, sie müssten Sicherheit geben.
Das können sie nicht.
Das kann auch ich nicht.
Das kannst auch du nicht.
Du kannst keine Sicherheit geben.
Aber du kannst Klarheit geben.
Und genau das.
ist heute eine deiner wichtigsten und eine meiner wichtigsten Führungsaufgaben.
Besonders, wenn du in der C-Suite sitzt, in der Geschäftsführung, im Vorstand und vielleicht selbst die oder der CEO bist.
Was bedeutet Klarheit aber konkret?
Klarheit heißt nicht, selbst alle Antworten zu haben.
Diese Zeiten waren im letzten Jahrtausend, da war das vielleicht noch möglich.
In diesem Jahrtausend ist das nicht mehr möglich und auch nicht mehr sinnvoll zu versuchen oder zu glauben, dass man selbst alle Antworten haben müsse.
Das ist falsch.
Klarheit heißt, grundsätzlich zu wissen, welche Kriterien Erfolg machen.
Was sind die erfolgsentscheidenden Faktoren für dein Business?
Klarheit heißt, gute Fragen stellen und wirklich zuhören, was der andere zu sagen hat.
Und nicht nur warten, bis man selber dran ist mit dem Reden.
Wirklich zuhören, was der andere zu sagen hat.
Insbesondere dann, wenn das, was die oder der andere sagt, ganz anders ist als das, was wir selber denken.
Vielleicht haben die anderen ja recht.
Und drittens, Klarheit heißt Orientierung geben.
Gerade in Zeiten der Unsicherheit.
Wenn das mit dir resoniert, dann lass mich mit dir mal drei Gedanken teilen, die dir vielleicht helfen können, in diesen unsicheren Zeiten zumindest Unsicherheit ein klein wenig zu reduzieren.
Und das ist sicher möglich.
Zum Beispiel durch folgende drei Hebel.
Du als Führungskraft kannst zum Beispiel klare Prioritäten schaffen, statt perfekte Pläne.
In unsicheren Zeiten sind langfristige Pläne schnell überholt.
Selbst in den Zeiten, als ich noch ins Berufsleben eingestiegen bin, und das ist jetzt über drei Jahrzehnte her, war eigentlich am Anfang des Planjahres klar, ganz genau so, wie wir planen, wird es wohl nicht kommen.
Und in meiner Karriere kam es nie genauso.
Es kam immer ein bisschen anders.
Manchmal ein bisschen schlechter, öfter sogar ein bisschen besser, aber es kam immer anders als geplant.
Nur heute, mit dem heutigen Tempo, ist die Halbwertszeit eines Planes natürlich noch deutlich kleiner.
Also versuch nicht irgendwie langfristig fix.
engmaschig, genau präzise Ergebnisse zu planen.
Stattdessen empfehle ich dir eher, etwas zu definieren.
Definiere zum Beispiel, was ist jetzt wirklich wichtig?
Nicht, was ist jetzt für andere dringend, sondern was ist jetzt fürs Geschäft wirklich wichtig?
Und was lassen wir bewusst weg?
Weil es vielleicht isoliert betrachtet interessant ist und isoliert betrachtet auch ein bisschen Vorteil bringt, aber integriert betrachtet im Gesamtbild nicht genug Vorteil bringt.
Und wenn es nicht genug Vorteil bringt, weglassen.
Wenigstens mal für ein Jahr lang Nein sagen.
Was lassen wir bewusst weg?
Menschen brauchen Fokus und nicht Perfektion.
Deswegen Hebel Nummer 1 für dich, klare Prioritäten statt perfekter Pläne.
Ein zweiter Tipp hat zu tun mit deiner Kommunikation.
Und der Tipp lautet ruhige, klare Kommunikation statt scheinbarer Sicherheit.
Versuche nicht, Unsicherheit irgendwie wegzuerklären oder wegzudefinieren.
Das ist nicht so, kauft dir auch keiner ab.
Sage stattdessen ruhig und klar, dass...
Wissen wir?
Das wissen wir noch nicht.
Und das werden wir als nächstes tun, um es herauszufinden.
Und sobald ich es weiß, spreche ich wieder mit euch.
Diese Klarheit in der Botschaft reduziert die Unsicherheit der anderen.
Weil du gibst zu, noch nicht alles zu wissen.
Du teilst aber auch, was du schon weißt.
Du teilst auch, was du noch nicht weißt.
Was du tun wirst, um das, was du noch nicht weißt, herauszufinden.
Das schafft Klarheit in deiner Umgebung.
Und wenn du das Ganze auch noch in einem ruhigen Ton machst, in einer Tonalität, die Ruhe verbreitet.
In ruhigem Ton verbreitest du durch deine Tonalität und durch deine Körpersprache Entspannung.
Wenn die Menschen in deiner Umgebung, in deiner Botschaft, klar hören, was du denkst und in deiner Stimme und in deiner Körpersprache spüren, dass du meinst, was du sagst, dann verbreitest du Ruhe in deiner Umgebung.
Und diese Ruhe überträgt sich auf deine Mitarbeitenden in deiner Umgebung.
Denn Menschen spiegeln menschliches Verhalten.
Was du sendest, kommt zurück.
Sendest du Unsicherheit, dann multiplizierst du Unsicherheit.
Sendest du Ruhe, dann multiplizierst du Ruhe.
Im Tandem schaffen Botschaft und Körpersprache Ruhe und Vertrauen.
Mehr als jede scheinbare Sicherheit.
Also Körpersprache und Botschaft schaffen Vertrauen und Ruhe.
Im Tandem.
Lass mich...
mit dir ein Beispiel teilen, in dem mir das sehr, sehr präsent geworden ist.
Und das ist jetzt schon 26 Jahre her, aber es war so stark, dass es mir wahrscheinlich für mein ganzes Leben bleiben wird.
Lass uns mal für einen Moment in eine Situation hineingehen.
Mal angenommen, du und ich arbeiten in einem großen Konsumgüterunternehmen.
Mal angenommen, dieses Unternehmen ist schon 180 Jahre alt, ist stabil, hat starke Marken.
Hat starke Menschen, starke Kultur, macht Fehler, aber es gibt keinen, der dir den Kopf abreißt, solange du aus dem Fehler lernst.
Das ist wirklich eine starke Firma und eine gute Kultur.
Stell dir mal vor, diese Firma hatte bis gestern Abend einen Aktienkurs von 120 Dollar pro Aktie.
Und stell dir mal vor, zwei Tage später, am zweiten Morgen danach, ist der Aktienkurs von 120 Dollar auf 56 Dollar zusammengekracht.
Mehr als die Hälfte des Aktienkurses ist gefallen.
In 48 Stunden.
Mehr als die Hälfte des Wertes unserer Firma ist weg.
In zwei Tagen.
Ist nicht unbedingt dazu geeignet, dass du und ich uns wohlfühlen und Sicherheit empfinden.
Nee.
Wir haben ein bisschen Panik, wir zwei, weil wir sind Aktionäre von dem Unternehmen.
Wir sind Mitarbeiter und wir sind Aktionäre.
Wir haben gerade einen nennenswerten Teil von unserem eigenen Geld verloren.
Und wir haben keine Ahnung, wie das passiert ist.
Du nicht und ich auch nicht.
Und infolgedessen wird auch unser weltweiter Vorstandsvorsitzender gebeten, die Firma zu verlassen.
Das erste Mal passiert das in 180 Jahren Geschichte der Firma.
Das ist noch nie passiert.
Das verunsichert.
Ein paar Tage später kommt zu uns ins Auditorium, in unserem größten Raum auf unserem Campus, der neue CEO.
Ein Mann Anfang 50 stellt sich vor.
Stellt sich vor dich, stellt sich vor mich, stellt sich vor 300 Kolleginnen und Kollegen und sagt folgende Sätze.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ihr wisst alle, was passiert ist.
Wir haben unfassbar viel Wert verloren in unglaublich wenig Zeit.
Und ganz ehrlich.
Wenn ihr glaubt, dass ich euch jetzt schon sagen kann, woran das liegt, muss ich euch leider enttäuschen.
Und wenn ihr glaubt, dass ich euch jetzt schon sagen kann, was ihr tun müsst, um in eurem Land, in euren Ländern hier, in dieser Ländergruppe, das Geschäft wieder zum Wachsen zu bringen, muss ich euch nochmal enttäuschen.
Weiß ich auch nicht.
Aber ich weiß zwei Dinge.
Ich weiß erstens, was hier für tolle Menschen im Raum sind.
Und ich weiß, aus welchem Holz ihr geschnitzt seid.
Und ich weiß zweitens, was wir für starke Marken haben.
Und wenn wir das tun, was wir schon oft getan haben, wenn wir nämlich an unseren zehn Prinzipien, die diese Firma bis hierher getragen haben, festhalten, von Prinzip Nummer eins, der Konsument ist der Boss, bis Prinzip Nummer zehn, wir führen Veränderungen an, dann bin ich sicher, dass ihr und ich gemeinsam, dass wir gemeinsam auch aus dieser Krise gestärkt herauskommen werden.
Zitat Ende.
Das ist das, was unser neuer Vorstandsvorsitzender uns damals gesagt hat.
Und in diesen zehn Minuten hat er aufgebaut.
In diesen zehn Minuten hat er Vertrauen gegeben.
Und dieses Vertrauen wurde gespiegelt durch Selbstvertrauen.
Ich bin ziemlich frustriert in dieses Meeting hineingegangen.
Und ich bin etwas hoffnungsvoller aus dem Meeting wieder herausgegangen.
Das hat Vertrauen gebaut.
Und das ist möglich.
Und er hat genau das getan, was wir eben unter dem Punkt Kommunikation besprochen haben.
Er hat klar gesagt, was er noch nicht weiß.
Er hat auch gesagt, was er weiß und woran er glaubt.
An die Prinzipien, an die Menschen und an diese Marken.
Und das Ganze in einem ruhigen Ton, in einem...
Ton in einer Körpersprache, die Vertrauen und Ruhe ausgestrahlt hat.
Und das hat sich auf mich übertragen, das hat sich auf die anderen 300 im Raum übertragen.
Und es war für mich wirklich ein bemerkenswertes Beispiel von Führen in unsicheren Zeiten.
Also Tipp Nummer zwei, ruhige, klare Kommunikation statt scheinbarer Sicherheit.
Das kannst du auch.
Und wenn das mit dir resoniert, dann tu das auch.
Das beruhigt die Menschen in deiner Umgebung.
Und der dritte Punkt, den ich gerne mit dir teilen möchte heute, heißt klare Entscheidungen trotz unvollständiger Informationen.
Warten auf vollständige Informationen ist heute keine Option mehr.
Triff Entscheidungen auf Basis von 70 bis 80 Prozent Klarheit.
Korrigiere schnell nach.
Und fordere dein Team auf, selbstständig schnell nachzukorrigieren.
Geschwindigkeit schlägt Perfektion.
Besser schnell als perfekt.
Also klare Entscheidungen, trotz unvollständiger Information.
Ein Schlüsselsatz zum Schluss.
In stabilen Zeiten folgen Menschen deine Expertise.
In unsicheren Zeiten folgen sie...
deiner Klarheit.
Und wenn auch du lernen willst, wie du dich selbst, deine Chefin oder deinen Chef, deine Peers, deine Mitarbeitenden wirksamer führst, dann lade ich dich herzlich ein, einen Blick zu werfen in die Lightwolf Academy.
Die Lightwolf Academy ist ein einjähriges, online-basiertes Führungskräfte-Entwicklungsprogramm für Führungskräfte aller Ebenen.
Dort kriegst du mein allerbestes Wissen ganz kompakt auf sechs Kurse verteilt mit kurzen, kompakten Lernvideos, ungefähr 40 Werkzeugen, die du ausdrucken kannst.
Sechsmal im Jahr ein virtuelles Gruppen-Live-Coaching mit mir, wo du mich bombardieren kannst mit deinen schwierigsten Fragen.
Und ich schwöre dir, Ich wünschte mir, ich hätte dieses Werkzeug irgendwann in meiner Karriere zur Verfügung gestellt bekommen.
Weil egal, ob ich das bekommen hätte als erstmals Führender oder als Teamleiter oder später in der C-Suite, zu jedem Zeitpunkt hätten mich diese Werkzeuge fünf Jahre vorwärts gebracht in meiner Karriere.
Und wenn du das mit mir gemeinsam erleben möchtest, dann komm rein in die Lightwolf Academy.
Die Beschreibung steht in den Shownotes.
Schau dir den Link an und es würde mich freuen.
auch dich bald als Mitglied in der Lightwolf Academy begrüßen zu dürfen.
Die Qualität deiner Führung zeigt sich nicht, wenn alles planbar ist, sondern wenn vieles unsicher ist.
Und wenn du heute eine Sache für dich mitnimmst aus diesem Podcast, dann frage dich einfach jede Woche oder jeden Tag, wo schaffe ich Klarheit, statt auf Sicherheit zu warten.
Ich hoffe, es hat dir gefallen.
Ich danke dir für deine Zeit und ich freue mich, wenn du schon nächste Woche wieder dabei bist, hier im Leitwolf-Podcast.
Herzlichen Dank und bis dann.
Dein Stefan.
