# AI Infrastructure CapEx and Market Strategy

**Podcast:** Beckers Bets
**Published:** 2026-05-07

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlagevermittlung, Anlageberatung oder ähnliches.
Ihr entscheidet selbst, was ihr macht.
Beckers Betz, der Investment-Podcast mit Jan Beckers.
Hallo Jan.
Hi Christoph.
Wir können und müssen heute fast schon über Zahlen sprechen, denn es gab zuletzt von den großen Tech-Werten ja spannende Earnings.
Ich habe mal die wichtigsten Zahlen rausgepickt.
Google Cloud zum Beispiel wächst um 63 Prozent.
AWS von Amazon verzeichnet das stärkste Quartal seit drei Jahren.
Und das passt ja so ein bisschen dazu, dass wir ja immer wieder darüber sprechen hier im Podcast, über diesen massiven Infrastrukturausbau.
Kam dieses rasante Wachstum für dich also gar nicht überraschend?
Hast du es genauso erwartet alles?
Also ich sage mal so, wir waren ja mit Alphabet nahezu als größter Position im Fonds positioniert, hatten auch viel Amazon.
Wir haben in der Tat sehr viel Cloud-Wachstum erwartet.
Und insofern waren die Resultate, und wir waren nicht bei Microsoft investiert, nicht bei Meta, kamen insofern in der Richtung rein, wie wir es erwartet hätten.
Ich sage mal, wie stark die Zahlen dann bei Alphabet am Ende waren, haben wir natürlich auch etwas unterschätzt, aber in Summe würde ich sagen, trifft es eigentlich ein bisschen das, was wir erwartet hatten, nämlich AI hat weiterhin einen Run und das macht sich natürlich insbesondere im Cloud-Geschäft und natürlich ganz besonders in der kompletten Infrastruktur dahinter.
Das heißt, egal ob es dann Chips sind, Memory.
Insofern eigentlich ging das sehr schön in die Richtung, die wir uns für unsere Anleger erhofft hatten.
Es gab auch einen ganz spannenden Satz von Sundar Pichai, dem Alphabet-Gründer.
Über den haben ja schon viele gesprochen.
Er hat nämlich gesagt, Google sei Compute-Constraint und nicht Demand-Constraint.
Also das heißt, die Nachfrage ist weiterhin nicht das Problem.
Wenn jetzt immer mehr AI...
genutzt wird, auch in immer mehr verschiedenen Anwendungen.
Wird sich das überhaupt mal irgendwann ändern, dass die Nachfrage nachlässt oder ist das wirklich endlich das unendliche Wachstumsthema, was man hier gefunden hat?
Also irgendwann dreht sich das natürlich.
Das ist jetzt keine unendliche Geschichte, aber es kann auf jeden Fall noch ziemlich lange so weitergehen.
Das ist auf jeden Fall möglich.
Und das treibt natürlich wiederum die Märkte gerade vor sich hin.
Und wir sehen es ja auch nach den Earnings jetzt, obwohl Iran-Krieg noch über den Märkten hängt.
AI-Infrastruktur kennt derzeit eigentlich nur einen Weg und der ist nach oben.
Dann habt ihr so ein bisschen durchgerechnet, weil natürlich, es fehlt natürlich irgendwann ja das Thema Rechenleistungen.
Darum geht es auch wieder um das Thema CapEx, also Investitionen, vor allem in Rechenzentren.
Und das habt ihr eben durchgerechnet.
Da verweise ich gerne mal auf euren LinkedIn-Account von BitCapital.
Da kann man sich das nämlich auch selbst ansehen.
Die Hyperscaler, die hauen bis Ende 2026 voraussichtlich 660 Milliarden Dollar.
in Investitionen raus.
Das wäre ein Plus von 85 Prozent.
Und euer Modell sagt, das heißt, die brauchen gut 23 Prozent Umsatzwachstum, damit sich das alles rechnet.
Wie siehst du da den Blick auf die Bilanzen?
Wird es dir schwindlig oder meinst du, das schaffen die locker?
Also wir sagen, in Summe ist es richtig, diese Investitionen zu tätigen.
Und dann kommt es natürlich darauf an, aus Anlegersicht jetzt, wo möchte man eben bei denen gerade investiert sein?
Das wandelt sich natürlich auch im Laufe der Zeit.
Was sich aber jetzt auch wieder gezeigt hat, wer frühzeitig eigentlich in die Kapazität investiert hat, eigene Chips zu erstellen.
Das heißt, die wirklich customized sind für die eigenen Workloads und natürlich nicht diese sehr hohen Nvidia.
Margen zahlen muss dabei, der profitiert.
Und das war natürlich, als allererstes ist Alphabet damit vorangeprescht und auch Amazon mit seinen Tranium Chips kann jetzt an der Stelle ganz gut aufholen.
Und beide, das hat man gesehen, haben deutlich profitiert.
Bei Microsoft, ich sag mal, gab es zwar auch ein gar nicht schlechtes Cloud-Wachstum, aber insgesamt muss man einfach sagen, hängt über der Aktie natürlich auch das Microsoft weiterhin.
stark als Softwareunternehmen gesehen wird.
Und Software ist natürlich insgesamt weiter unter Druck aufgrund der Frage, ob die Modes von Software eigentlich in Zukunft weiterhin halten, wenn AI so günstig neue Software erstellen kann.
Wie schaust du eigentlich auf diese Earnings früher?
Gerade für Privatanleger jetzt mal gibt es ja immer das typische Gewinn und Umsatz und man ist besser oder schlechter als die Erwartungen.
Dann schaut man bei den Großen auch gerne nochmal aufs Cloudwachstum speziell.
Jetzt gibt es aber das Thema CapEx.
Muss das immer also quasi im Verhältnis sein?
Weil manchmal werden ja hohe CapEx auch gefeiert und manchmal sagt man, das ist jetzt doch zu viel Investition.
Und wo ist denn da diese Grenze?
Wie kann man diese Grenze ziehen?
Also ich glaube, es werden eher nicht die hohen CapEx als solche.
Das ist jetzt nie die Zahl, wo man sagt, oh, die haben jetzt so viel investiert und genau deshalb treiben wir die Aktie jetzt nach oben.
Sondern es sind dann doch schon eher die Umsatz- und Gewinnzahlen oder auch die Produktfortschritte, die gefeiert werden.
Und wenn diese dann eben besonders beeindruckend sind und aufzeigen, dass das Unternehmen...
stark von AI profitiert, dann ist der Markt damit in Ordnung, dass eben diese hohen Investments getätigt werden.
Wenn die Fortschritte, was Umsatzprodukte, Kunden angeht, nur mäßig sind, dann hat der Markt ein Problem mit diesen hohen CapEx-Zahlen.
Und das haben wir in diesen Earnings-Zahlen dann bei Meta an der Stelle gesehen.
Und werden das wahrscheinlich auch in Zukunft sehen und wahrscheinlich werden wir auch wieder durch Wellen gehen.
Derzeit ist der Markt insbesondere auch wegen der großen Fortschritte, die wir bei Cloud gesehen haben in diesem Quartal und einfach auch der starken Nachfrage und der Knappheit, die eben jeder erkennen kann, was Rechenkapazitäten.
angeht, insgesamt durchaus in der Lage, mit diesen hohen Carebacks Investments an der Stelle umzugehen.
Wir werden aber sicherlich auch wieder andere Zeiten erleben, wenn der Markt besonders in Sorge ist.
Vielleicht sind das dann auch wieder die Zeiten, wenn der Markt wieder mit seinen Sorgen übertreibt, wo man dann besonders gut nochmal nachladen kann.
Jetzt sagst du schon übertreiben, aber es wird ja wahrscheinlich auch irgendwann der Punkt kommen, den kennen wir ja auch aus der Halbwetterbranche, diesen berühmten berüchtigten Schweinezyklus quasi.
Die Nachfrage ist sehr hoch, man baut sehr viel, plötzlich gibt es Überkapazitäten und das ganze Bild dreht sich, weil man dann quasi viel günstiger verkaufen muss.
Droht dieser Kater also auch hier irgendwann tatsächlich?
Auf jeden Fall wird es auch hier einen Cycle geben, davon sollte man ausgehen.
Allerdings ist eben derzeit überhaupt kein Ende absehbar.
Der Schweinezyklus ist ja insbesondere aus einer Industrie wie Speicher bekannt, die ja insbesondere auch in der Vergangenheit eher als Commodity galten, wo man dann so alle etwa fünf, sechs Jahre durch so einen massiven Zyklus gelaufen ist.
Jetzt sieht es eben so aus, wenn man an der Stelle einmal den Unternehmen folgt.
dass überhaupt kein Ende der Nachfrage derzeit in Absicht ist.
Also 2026 sind die Kapazitäten sowieso schon ausverkauft, 2027 eigentlich auch nicht mehr weit davon entfernt und die Unternehmen gucken auch darüber hinaus und glauben jetzt eben zunehmend Visibilität zu haben, dass der Zyklus auch dann noch weitergeht.
Schwierige daran ist eben, um neue Chips dort herzustellen, muss man eben relativ lange im Voraus in neue Fabriken investieren.
Das machen die jetzt zwar alle und steigern damit den Output in den nächsten Jahren, aber die Nachfrage steigt eben noch um ein Vielfaches.
Und insofern muss man einfach sagen, die Big Tech Unternehmen haben sich erfreulich entwickelt zuletzt, aber die wirklichen.
Gewinner der letzten Wochen und Monate und auch des Jahres, wenn man jetzt mal zwölf Monate zurückguckt, das waren dann die Memory-Unternehmen.
Also das heißt beispielsweise wie aus unserem Portfolio ein Micron, ein SK Hynix, aber auch ein Samsung oder in ganz besonderem Maße auch ein Sanders.
Das waren eigentlich die Unternehmen, die normalerweise sehr, sehr niedrig bewertet sind, eben aufgrund...
aufgrund dieser hohen Zyklizität des Geschäftes, die aber infolgedessen Umsatz und Gewinne außerordentlich stark steigern konnten und insofern deren Aktien sich infolge auch sehr positiv entwickelt haben, die jetzt aber trotzdem, wenn man mal draufguckt, noch irgendwo so mit, selbst nach den letzten Steigerungen, also fünf- oder sechsmal ihrem Gewinn.
an der Stelle handeln.
Und da steckt eben noch die Sorge vor dem Zyklus drin.
Wir hatten uns aber ja bewusst so positioniert, dass wir gesagt haben, der Zyklus geht weiter und deswegen sind wir in diesen Unternehmen eben recht stark investiert.
Und noch ist ja auch die Rechenleistung wirklich sehr knapp.
Ich habe es im Alltag auch immer wieder, dass man quasi sieht, Nutzungslimit ist da, die Tokenpreise steigen.
Man muss immer Pause machen teilweise, wenn man zu viel mit der KI rumspielt.
Das heißt, vielleicht kannst du das mal ganz kurz erklären.
Wenn man jetzt als Nutzer einen Dollar für ein KI-Abo ausgibt, wo landet eigentlich der größte Teil von diesem Geld?
Also das Geld landet natürlich zum einen Teil, also bei den KI-Unternehmen direkt.
Und die müssen es dann natürlich, ich sage mal, die haben dann natürlich ihre Marge an der Stelle drauf.
Und wir erinnern uns, ich sage mal, vor etwa 12 oder 18 Monaten, da war beispielsweise die Marge von Antroffic noch minimal.
Das heißt, die war eher so im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
Inzwischen ist sie...
deutlich gestiegen, eher so in Richtung Hälfte des Kuchens.
Und der Rest wird dann eigentlich wieder reinvestiert und geht beispielsweise zu einem Cloud-Hersteller.
oder zu einem Cloud-Anbieter und von diesem Cloud-Anbieter geht dann eben wiederum, ein großer Teil landet dann in neuen Hardware-Investments, das heißt eben in besagten CapEx-Investitionen und das heißt, das Geld gilt dann eben zu Nvidia, es geht zu Micron, es geht zu anderen Komponentenherstellern.
Und landet dann irgendwann natürlich auch wieder bei den Herstellern von Elektrizität, die natürlich auch an diesem Zyklus mitverdienen.
So ist also hier die Verteilung.
Aktuell ist ja noch so, man sieht es häufig auch in Social Media Videos, dass da Leute sitzen, die sagen, wenn ihr was schreiben wollt, müsst ihr diese KI nutzen, wenn ihr Bilder erstellen wollt, nutzt ihr diese KI.
Wenn man später mal jetzt wirklich diese Modelle immer weiterentwickelt und die immer besser werden und immer mehr können auch gleichzeitig, dass man quasi nur noch ein Modell braucht, wirklich gibt es dann auch einen Preiskampf um hier quasi im KI-Modellbereich, dass dann Google sagt, Gemini kann jetzt wirklich alles und wir sind die Besten und ihr braucht nur noch uns, aber dafür müssen wir jetzt die Preise senken, weil zum Beispiel JetGPT jetzt auch aufschließt auf uns?
Es ist durchaus gut vorstellbar, dass wir in Zukunft in viele Preiskennfe dort reingeraten, auch weil wir ja nicht, ich sag mal, ein ganz kleines Oligopol haben, wo es vielleicht nur zwei oder drei Spieler gibt, sondern weil eben gerade die Chinesen natürlich auch mit ihren Modellen da reinkommen, weil eben, ich sag mal...
es so wichtig ist für viele Marktteilnehmer, auch Meta möchte ja mitspielen, selber ein sehr gutes Modell zu haben, ist es durchaus vorstellbar, dass wir in Zukunft dort viel stärker in Preiskämpfe reingeraten.
Das würde aber auch voraussetzen, und deswegen sind wir dort nicht, dass genügend Rechenkapazität bei allen besteht, weil besteht natürlich ein geringer Anreiz nur, wenn beispielsweise ein Entrophic kaum Rechenkapazität hat, dass sie nun in so einen Preiskampf eintreten, weil sie können ja jetzt schon kaum die Nachfrage an der Stelle befriedigen.
Und insofern ist es ja so, dass ein Entrophic an der Stelle, weil sie eben diese knappen Kapazitäten haben, natürlich auch gerade gut seine Margen ausweiten konnte.
Gut, auf jeden Fall haben wir gesehen, die Zahlen von Alphabet, Amazon und so weiter sind ja alle gut gelaufen.
Wenn wir jetzt mal zum Thema Investment schauen, dann kann man jetzt wirklich eigentlich sagen, Mensch, mein MSCI World, wenn man da drauf blickt, da ist ja eigentlich alles drin, auch ziemlich hochgewichtet.
Eigentlich war doch Investieren nie so einfach wie aktuell, oder?
Man kann doch einfach ein MSCI World kaufen und deckt die großen Firmen alle ab.
Also investieren.
muss nicht übermäßig komplex sein aus Sicht eines Privatanlegers.
Und tatsächlich sind viele Anleger mit einem ETF, den sie besitzen, gar nicht schlecht an der Stelle gefahren.
Die Gefahr ist natürlich immer, dass in ETFs und Indizes sich immer die Unternehmen in besonders hoher, ich sag mal, Konzentration versammeln, die in der Vergangenheit gut gelaufen sind.
Und das führt dann natürlich dazu, dass wenn sich das irgendwann einmal ändert, man dann auf der falschen Seite positioniert ist.
Darüber hinaus ist es so, wenn insgesamt sehr, sehr viel Geld in ETFs, also quasi in passive Anlagen fließt, dann gibt es im Markt...
weniger aktive Teilnehmer, die am Ende die Preise tatsächlich setzen.
Das heißt, die sich die Mühe machen und sagen, okay, die Earnings von diesem Unternehmen waren richtig gut.
Deswegen sollte dieses Unternehmen jetzt auch mit deutlich mehr bewertet sein.
Die Unternehmen des anderen eben nicht.
Deswegen sollte es mit weniger bewertet sein.
Diese Preissetzung, die dort stattfindet, setzt voraus, dass es aktive Marktteilnehmer gibt.
ein großer Teil des Marktes passiv agiert, dann muss man an der Stelle sagen, dann heißt es eben noch größere Chancen, gute Renditen mit aktiven Anlagen zu erzielen.
Und das ist eigentlich genau das, was wir eben, ich sag mal, bei unseren Anlagen sehen, dass wir es eigentlich jedes Jahr schaffen auf dieses Marktwachstum oder ich sag mal auf dieses Wachstum eines Indizes in Summe.
haben wir wahrscheinlich seit Auflage jedes Jahr so etwa 10-15% Alpha zusätzlich noch on top erzielen können.
Und das ist aus unserer Sicht durchaus der Aufwand, den das verursachen kann, an der Stelle wert.
Jetzt könnte man aber trotzdem sagen, wenn man jetzt ein ETF-Fan ist, die Magnificent...
Magnificent Seven haben in der KI-Rallye zuletzt das EPS-Wachstum, also das Gewinn je Aktie-Wachstum geliefert.
Die anderen 493 S&P-Unternehmen haben mehr oder weniger stagniert in der Zeit.
Spricht das nicht doch für ein Index-Investment?
Wenn man eine sehr starke Sicht jetzt darauf hat, dass es genau die Max Seven sind, die weiterhin performen, dann kann man natürlich auch einfach die Max Seven an der Stelle kaufen.
Und hat dann damit letzten Endes, wenn man diese Sicht hat, natürlich die viel konzentriertere Anlage.
Und die hat dann eben auch deutlich besser performt an der Stelle.
Jetzt sollte man einfach nicht davon ausgehen, dass sich das genau so fortschreiben lässt.
Oder aber man sollte natürlich auch überlegen, klar, man kann jetzt alle Max 7 kaufen.
Oder man kann eben auswählen, wer von den Max 7 sollte sich denn besonders gut entwickeln.
Und das machen ja auch viele.
Und haben es dann damit teilweise auch gut getroffen.
Wenn wir durch unsere Portfolien gucken, dann haben wir typischerweise, ich sag mal so, meistens ein bis drei davon in unseren Portfolien.
Und können an der Stelle sagen, meistens haben wir dort die jeweiligen Gewinner relativ gut mit getroffen.
Insofern glauben wir daran, ja, in Summe kann man sagen, Big Tech Unternehmen bleiben weiterhin gut positioniert, aber es lohnt sich an der Stelle selektiv zu bleiben und es lohnt sich natürlich auch an der Stelle bewertungssensitiv zu bleiben, weil man muss auch dazu sagen, Big Tech ist nicht mehr in Summe günstig bewertet.
Und ihr seid auch investiert, hast du vorhin erzählt, in die Speicherchip-Anbieter.
Wie ist es da jetzt?
Kann man das wirklich auch auf lange Sicht halten?
Ist es ein typisches Buy-and-Hold-Investment oder muss man da immer sehr aktiv dabei sein und auch wirklich immer nah am Markt dran sein?
Da sollte man besonders nah dran sein aus unserer Sicht, weil dort ist sowohl die Upside spannend, aber auch wenn der Cycle dann dreht, dann kann die Downside an der Stelle enorm sein.
Wie so häufig so, wenn etwas sehr, sehr stark steigt, dann ist auch durchaus Raum danach auf der anderen Seite des Zyklus.
Insofern genau da gilt es eben, besonders nah dran zu bleiben.
Ich glaube, gerade bei sehr, sehr hoch schießenden Speicherunternehmen, wenn klar ist, dass der Cycle dreht, dann kann auch der Crash brutal werden.
Wir haben ja einen gewissen Vorgeschmack erlebt, wie volatil diese Unternehmen sein können vor etwa zwei Monaten.
Wir haben aber an der Stelle sehr bewusst gesagt, als beispielsweise Micron und Co.
vor zwei Monaten stark abgestürzt sind, dass das fundamental nicht gerechtfertigt ist, haben an der Stelle nachgelegt.
Man muss aber an der Stelle sagen, bei diesen Unternehmen gilt es sehr nah dran zu bleiben.
Und da ist auf jeden Fall gute Upside, solange die Party weiterspielt.
Wenn sie vorbei ist, dann allerdings auch sehr ordentliche Downside dort.
Jetzt müssen wir vielleicht die Leute mal ein bisschen beruhigen am Ende.
Jetzt hast du vorhin ja gesagt, ja, es ist den Aufwand durchaus wert, wenn man ein bisschen aktiver tradet.
Und jetzt sagst du aber wiederum, da muss man sehr nah dabei sein.
Das heißt nicht, dass die Leute jetzt sagen, Mensch, Jan Beckers sagt, ein ETF ist jetzt gerade schlecht und ich muss aber sehr aktiv sein, also mache ich lieber gar nichts.
Nein, ich sage überhaupt nicht, ein ETF ist schlecht.
Das ist für viele Anleger ein gutes Investment gewesen.
Das ist natürlich eines der bewährtesten Instrumente und hat natürlich deshalb auch einen guten Siegeszug hingelegt.
Wir sagen nur für uns und das, was wir machen, haben wir in den letzten neun Jahren bewiesen, dass wir diese ETFs in den allermeisten Jahren deutlich schlagen können und deswegen sind wir eben besonders gerne aktiv.
Als normaler Anleger muss man nicht, ich sag mal, zwingend sein Portfolio die ganze Zeit umwerfen.
Man kann es tun, wenn man eben besonders gerne aktiv anlegt.
Und ja, ich sage mal, das ist eben nicht jedermanns Sache.
Ihr seid sehr nah dran am Markt und deswegen reden wir dann auch in der nächsten Ausgabe wieder über die aktuellen Themen.
Danke erstmal für diese Ausgabe, Jan.
Ich danke dir.
Ja, liebe Hörer, habt ihr Fragen oder Feedback, dann schreibt uns doch gerne eine E-Mail an beckers-bets-at-finance-forward.com.
Die Adresse findet ihr auch nochmal in den Shownotes.
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Danke fürs Zuhören.
Bis zum nächsten Mal.
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