# AI Infrastructure Shifts to Optical & Edge Components

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-07

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Billionenbewertung von Samsung, den Anthropic Deal von Alphabet und märchenhafte Zeiten bei Walt Disney.
Im Thema des Tages dreht sich alles um die Aufholjagd der Europäer in der Chip-Industrie, die noch von den USA dominiert wird.
Und in der AAAD geht es um einen Werkstoffkonzern, der plötzlich Teil einer großen KI-Allianz ist.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Donnerstag, der 7.
Mai und wir wünschen euch einen rekordträchtigen Start in den Tag.
In den USA ging es nämlich gestern munter weiter mit den Rekorden.
Der S&P 500 legte 1,4% zu, der Nasdaq 100 sogar 2% und auch der deutsche Light Index DAX kletterte zwischenzeitlich um mehr als 700 Punkte auf bis zu 25.153 Zähler.
So hoch hatte er zuletzt im Februar, also noch vor Beginn des Kriegs im Iran, notiert.
Zwar konnte der DAX seine Gewinne im Laufe Die Gründe für die Euphorie an den Märkten sind vielschichtig.
Eine zentrale Rolle spielte gestern ein Bericht des US-Nachrichtenportals Axios, wonach die USA kurz vor einem Deal mit dem Iran über ein Friedensabkommen stehen.
Allerdings wies das iranische Außenministerium den Bericht als überzogen zurück.
US-Präsident Donald Trump dämpfte zuletzt ebenfalls die Erwartung, laut dem Bericht zumindest etwas.
Dennoch sank der Ölpreis stark, zwischenzeitlich sogar auf unter 100 US-Dollar.
Das ließ die Anleger einmal kräftig aufatmen, ebenso wie die beispiellose KI-Rallye dieser Tage.
Zwar sprechen wir im Thema des Tages gleich nochmal ausführlich über diesen Sektor.
So viel aber schon mal vorab.
Der Halbleiterindex Sox legte abermals fast 5 Prozent zu.
Getrieben durch das 18% Plus von AMD und den Gewinn von ARM, LAM Research, Nvidia und Co.
Und auch abseits der USA war kräftig Musik drin.
In Korea legten SK Hynix und Samsung jeweils mehr als 9% zu.
Samsung knackte damit sogar die Billionenbewertung.
Eine Billion Dollar.
Und damit ist Korea erst das vierte Land, das es geschafft hat, ein Unternehmen in diese Liga hervorzubringen.
Größter Gewinner an der Nasdaq war gestern Supermicrocomputer mit einem Plus von mehr als 24%.
Der Hersteller von Computern für Rechenzentren hat Quartalszahlen veröffentlicht und dabei die Umsatzerwartung zwar nicht erfüllt, das waren nämlich nur 10,2 Milliarden Dollar statt der erwarteten 12,3 Milliarden Dollar.
Der Konzern hat aber einen Gewinn der Aktie verkündet, der deutlich stärker war als erwartet.
84 Dollar.
statt 63 Dollar Cent.
Ja, und die Gewinnmargen, die sind ebenfalls stark gestiegen.
CEO Charles Liang betonte die enorme KI-Nachfrage, die inzwischen mehr als 80 Prozent des Umsatzes ausmacht.
Auch Alphabet profitiert sichtbar vom Hunger nach Rechenleistung.
Laut einem Bericht des Technologieportals The Information hat sich Anthropic nämlich verpflichtet, innerhalb von fünf Jahren rund 200 Milliarden Dollar für Cloud-Dienste und Chips von Google auszugeben.
Die hohe Nachfrage nach den Cloud-Modellen zwingt das Startup inzwischen, sich langfristig Kapazitäten zu sichern und macht Google damit zugleich zum zentralen Infrastrukturpartner und Investor.
Die Alphabet-Aktie legte auf sehr hohem Niveau um 2,5 Prozent zu.
So, jetzt lass uns mal einen Haken an die Tech-Welt machen, zumindest vorübergehend, denn da kommt später noch mehr.
Aber gestern war noch einiges wichtig.
Gefragt waren in Deutschland zum Beispiel die Aktien von BMW mit einem Plus von am Ende 5%.
Die Quartalszahlen, also die Zahlen zum ersten Quartal, zeigten trotz einem 25% niedrigeren Konzern EBT im Automotivgeschäft eine solide EBIT-Marge von...
5% und das lag über den Erwartungen.
Der Free Cashflow im Autosegment, der lag ebenfalls deutlich über den Prognosen.
Außerdem hat BMW ja den Jahresausblick mit einer Marge von 4 bis 6%, so hieß es in der Prognose, uneingeschränkt bestätigt und beruhigte auch hinsichtlich möglicher US-Tarife.
Der Markt honorierte die bessere operative Performance und die klare Guidance für das Jahr.
Mehr als 10 Prozent gewann die Aktie von MTU Aero Engines und setzte sich damit an die Spitze im DAX, getrieben von starken Quartalszahlen.
Der Triebwerksbauer profitiert aktuell vor allem vom Militärgeschäft, das im ersten Quartal um 25 Prozent gewachsen ist und damit zu den zentralen Treibern wird.
Insgesamt steigt das operative Ergebnis moderat, während ein Rekordauftragsbestand von rund 32 Milliarden Euro für Visibilität sorgt.
Auch bei Edelmetallen griffen Anleger wieder zu.
Gold verteuerte sich um mehr als 3% und hatte einen der besten Tage seit langem.
Und bei Silber, da ging es sogar um 6% nach oben.
Das digitale Gold der Bitcoin kletterte ebenfalls, aber nur minimal um 1%.
Und das obwohl gestern Michael Saylor als einer der weltweit bekanntesten Bitcoin-Investoren etwas Unruhe stiftete.
Seine Investmentfirma Strategy verkündete nämlich gestern einen Kurswechsel, der es in sich hat.
So hat das Management jetzt erstmals mögliche Bitcoin-Verkäufe in Aussicht gestellt.
Und das, obwohl Michael Seller ja seit Jahren eigentlich zumindest ein Never-Sell-Mantra predigt.
Weiter geht es in den Nebenwerten.
Die Contron-Aktie in Deutschland, die ist gestern nach Übernahmespekulation deutlich angesprungen.
Großaktionär Enocon prüft ein mögliches Pflichtangebot an die Aktionäre.
Hintergrund ist, dass Enocon die Beteiligungsschwelle von 30% überschreiten könnte und das auch noch passiv durch das laufende Aktienrückkaufprogramm.
Im Raum steht ein möglicher Angebotspreis von 23,50 Euro je Aktie.
Contron will deshalb die Obergrenze des Rückkaufprogramms von 24 auf 23,50 Euro senken.
Die Aktie damit bei 23,26 Euro.
Eine endgültige Entscheidung über das Angebot gibt es aber bisher noch nicht.
Gute Nachrichten gab es dann gestern aber dafür von Novo Nordisk.
Und ja, dass gute Nachrichten und der Pharmakonzern nochmal in einem Satz auftauchen.
Philipp wird es sehr freuen.
Also, Novo hat im ersten Quartal mit der neuen Vigowi-Pille einen starken Start hingelegt.
Der Umsatz lag bei rund 353 bis 355 Millionen Dollar und damit etwa doppelt so hoch, wie von Analysten erwartet.
Bis Mitte April kamen in den USA rund 475.000 Verschreibungen zusammen, was die Nachfrage nach dem oralen GLP-1-Medikament unterstreicht.
Die injizierbare Version von Bigobi erzielte zugleich rund 2,87 Milliarden Dollar, während Osampic auf etwa 4,38 Milliarden Dollar kam.
Trotz Preisdrucks hob Novo Nordisk den Ausblick leicht an und erwartet 2026 nun einen Umsatzrückgang von 4 bis 12 Prozent statt der zuvor angenommenen 5 bis 13 Prozent Umsatzrückgang.
Die Novo Nordisk-Aktie reagierte positiv und legte nach diesen Zahlen um gut 2% zu, auf zuletzt so 39,40 Euro.
Uber lieferte derweil ein gemischtes Bild.
Der Gewinn, die Aktie brach im ersten Quartal deutlich von 83 Cent auf...
13 Cent ein und verfehlte damit klar die Erwartungen, während der Umsatz auf 13,2 Milliarden Dollar zulegte, aber leicht unter den Prognosen blieb.
Die Börse schaut aber nach vorn.
Die Aktie legte fast 9 Prozent zu.
Offenbar überwiegt die Zuversicht, dass das Wachstum im Kerngeschäft intakt bleibt, auch wenn die Profitabilität kurzfristig unter Druck steht.
Disney verteuerte sich in der Börse um 8% und überzeugte operativ, auch wenn es unter dem Strich einen Rückgang gab.
Umsatz und bereinigter Gewinn je Aktie lagen über den Erwartungen, getrieben von einem profitabler werdenden Streaming-Geschäft.
Disney Plus erreichte erstmals eine zweistellige Marge, ein wichtiger Wendepunkt nach Jahren hoher Verluste.
Gleichzeitig werden gut laufende Filme und höhere Ausgaben in Parks und Kreuzfahrten für Rückenwind sorgen, während ESPN leider schwächelt.
Mehr als 8 Prozent legte dafür die New York Times zu.
Die Zeitung wächst weiter, vor allem über ihre Digitalstrategie.
Im ersten Quartal kamen 310...
1000 neue rein digitale Abonnenten dazu, deutlich mehr als erwartet und die Gesamtzahl stieg auf rund 13,1 Millionen.
Davon träume ich jede Zeitung.
Der Umsatz legte um 12% auf 712 Millionen Dollar zu, während das bereinigte Ergebnis je Aktie mit 61 Cent ebenfalls über den Prognosen lag.
Treiber sind vor allem die steigenden Aboerlöse plus 16 Prozent und kräftig wachsende Digital-Werbeumsätze plus 31 Prozent, unterstützt durch höhere Preise und einen steigenden Umsatz pro Nutzer.
Unterm Strich glätterte der Gewinn um mehr als 70 Prozent, ein Signal, dass das Geschäftsmodell aus Journalismus plus digitalem Abo weiter skaliert.
Gut zu wissen.
Und ihr wollt jetzt die Termine wissen, die schnappe ich mir ganz schnell.
Die Berichtssaison, die läuft weiter auf Hochtouren.
In Deutschland liegen unter anderem Zahlen vor Vonovia, Lanxess, Knorr Bremse, Siemens Healthineers, Süß Microtech, Rheinmetall, die ausführlichen Zahlen, Henkel, Jungheinrich und Deutz.
International berichten dann Schwergewichte wie Shell, Maersk.
Engie und Swiss Re, dazu auch Konsumriesen wie McDonalds und Coca-Cola.
Und auch Tech- und Industrieplayer wie AMS Osram, Agenz und Legrand liefern heute Einblick.
Das Thema des Tages.
Ja, ihr habt es in den Märkten schon gemerkt.
Es führt kein Weg dran vorbei.
Wir sprechen dieser Tage immer wieder über Chip, Halbleiter und KI-Unternehmen.
Egal ob Nvidia, Broadcom oder AMD.
Die US-Konzerne sind aus den täglichen Schlagzeilen der Finanzmärkte kaum noch wegzudenken.
Und ehrlich gesagt, das wird sich wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern.
Aber der Kegel des Scheinwerferlichts, der wird langsam breiter.
Lange Zeit haben europäische Chip-Hersteller das große KI-Geschäft rund um Rechenzentren ziemlich bereitwillig den US-Giganten überlassen.
Inzwischen ist aber etwas in Bewegung gekommen.
Auch die Europäer hängen immer stärker am milliardenschweren Ausbau der Serverfarm.
Das lässt sich an gleich mehreren Unternehmen ziemlich konkret zeigen.
Und weil passenderweise gestern ausgerechnet ein deutscher Player aktuelle Zahlen geliefert hat, machen wir dazu heute im Thema des Tages mal einen kleinen Deep Dive.
Lass uns mal mit diesem deutschen Player starten.
Die Rede ist natürlich von Infineon.
Und so viel vorab, die Aktie, die läuft gerade ziemlich heiß.
Infineon ist klar im Rallye-Modus und kratzt an der Marke von 60 Euro.
Ein Niveau, das wir da seit sehr vielen Jahren nicht mehr gesehen haben.
Wenn der Trend anhält, dann rückt selbst das Allzeithoch von 83,65 Euro aus dem Jahr 2000 bald wieder in Sichtweite.
Und jetzt vorgestellten Quartalszahlen liefern zumindest das Fundament dafür.
Im zweiten Geschäftsquartal ist der Umsatz um 4 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro gestiegen.
Der Gewinn legte sogar um 18 Prozent auf 301 Millionen Euro zu.
Die Marge geht leicht zurück auf 17,1 Prozent, aber das ist im aktuellen Umfeld wirklich verkraftbar.
Viel wichtiger ist nämlich, Infineon erfüllt die eigenen Ziele und zeigt, dass das Geschäft weiter tritt fast.
Wenn man sich erinnert, wo die Aktie 2009 stand in der Finanzkrise, nämlich bei gerade mal 34 Cent, dann sieht man, wie viel Zyklus und wie viel Comeback da drin steckt.
Hinzu kommt, Infineon hat außerdem noch seine Prognose angehoben, rechnet jetzt mit einem deutlichen Umsatzwachstum statt nur einem moderaten Plus.
Und genau da wird es spannend.
Die europäische KI-Fantasie endet nämlich nicht bei Infineon.
Sie beginnt dort erst.
Wer nur auf den einen Namen schaut, verpasst nämlich den eigentlichen Aufbau dahinter.
Zu den direkten Peers gehören zunächst mal die etablierten Schwergewichte.
SD Microelectronics etwa, einer der größten Halbleiterkonzerne Europas, stark in Mikrocontrollern, Sensorik und Powerchips.
Genau die Komponenten also.
die gebraucht werden, wenn KI aus dem Rechenzentrum ins Auto, in Fabriken und in Geräte wandert.
Diese Bewegung lässt sich inzwischen ziemlich klar in Zahlen greifen.
Die Schweizer stellen für das Rechenzentrumsgeschäft in diesem Jahr Umsätze von deutlich mehr als 500 Millionen Euro in Aussicht und weit mehr als eine Milliarde dann vielleicht ein Jahr später.
Und die Nachfrage übersteigt das Angebot.
Das ist ja aber ganz wichtig.
Der Konzern kann aktuell also nicht so viel liefern, wie eigentlich bestellt wird.
Die Aktie notiert bei 47 Euro und seit Jahresbeginn hat das Papier bereits im Plus von mehr als 100 Prozent verbucht.
Ähnlich gelagert ist NXP Semiconductors, Fokus auf Automotive, Sicherheit und Edge Processing.
Während Nvidia das Training dominiert, spielt NXP dort, wo KI tatsächlich eingesetzt wird, in Fahrerassistenzsystemen, im Smartphone, im industriellen Einsatz.
Auch hier wird das Thema plötzlich konkret.
NXP will den Umsatz im Rechenzentrum in diesem Jahr auf mindestens 500 Millionen Dollar mehr als verdoppeln.
Gleichzeitig wächst das Kerngeschäft weiter.
Mehr Chips pro Auto, getrieben durch softwaredefinierte Fahrzeuge und Assistenzsysteme.
Europas Rolle im KI-Boom ist ein anderer als der Amerikas oder Asiens.
Unsere Konzerne liefern weniger die Recheneinheiten, sondern die Energie dahinter.
Leistungshalbleiter für Stromversorgung und für Effizienz.
Neuer Engpass.
Dazu kommen neue Felder, die über das klassische KI-Narrativ hinausgehen.
So sieht zum Beispiel STM Microelectronics im Satellitengeschäft ein Milliardenpotenzial.
NXP setzt in das auf Physical AI, also Intelligenz im Gerät statt im Rechenzentrum.
Und diese Liste an europäischen Playern können wir eigentlich munter und beliebig weiterführen.
ASML zum Beispiel aus den Niederlanden kontrolliert ja mit seinen EUV-Lithografieanlagen den entscheidenden Flaschenhals der Industrie.
Zweite Reihe von Spezialisten, die selten im Rampenlicht stehen, aber systemkritisch sind trotzdem.
Soitec liefert spezielle Wafer-Substrate.
ixtron, die Anlagen für Verbindungshalbleiter.
BE-Semikontakte ist stark im Packaging, also dem finalen zunehmend komplexen Schritt der Chipfertigung.
Und xFab ergänzt das Bild als spezialisierte Foundry.
Ja, was heißt das jetzt?
Europa baut zwar vielleicht nicht die spektakulärsten KI-Chips, aber ohne Europa läuft der ganze Laden nicht.
Und das ist für euch als Anleger gut zu wissen.
Die großen Schlagzeilen machen natürlich weiter Nvidia und andere US-Giganten.
Aber das Geld, das verteilt sich längst tiefer in der Wertschöpfungskette hinein und damit auch in Europa.
Und wer keine Lust auf Einzeltitel hat, der kann sich ja mal den iShares, MSCI, Europe Information Technology Sektor ETF anschauen.
Der hat dieses Jahr fast schon 30 Prozent zugelegt.
Es gibt eine Aktie, die gerade jeder Tech-Investor im Depot haben will, weil ihre Technik das Neueste vom Neuesten ist und voll auf der Höhe der Zeit.
Und das, obwohl das Unternehmen schon 1851 gegründet wurde.
Ja, und 1851 passt irgendwie.
Das war die Zeit des Goldrauchs an der US-Westküste.
Und das Unternehmen, das heute unsere AAA-Days, das repräsentiert eben den klassischen Schaufelhersteller.
Die Rede ist von Corning.
Das Börsenkürzel von Corning lautet GLW und das steht für Glassworks.
GLW ist einer der ältesten Ticker an der Wall Street überhaupt.
Die haben tatsächlich schon das Glas für die Glühbirne von Thomas Edison im 19.
Jahrhundert geliefert.
Aber wer jetzt glaubt, Corning sei ein verstaubter Glashüttenbetrieb, der irrt gewaltig.
Corning ist heute ein Infrastrukturspezialist und Materialforschungskonzern und steht da weltweit an der Spitze.
Wenn ihr ein Smartphone habt, dann ist das Displayglas mit großer Wahrscheinlichkeit von Corning.
Manche kennen vielleicht auch noch die Pyrex-Auflaufform, wobei Corning dieses Geschäft mit Haushaltsglas schon Ende der 1990er Jahre abgegeben hat.
Heute sind die ein Enabler für alles, was schnell sein muss.
Und schnell, das muss im Jahr 2026 vor allen Dingen eins sein, künstliche Intelligenz.
Und genau deshalb ist Corning jetzt gerade gefragt.
KI-Modelle fressen Datenmengen, die herkömmliche Kupferkabel physikalisch kaum noch bewältigen können.
Man braucht Fasern aus Glas und zwar jede Menge.
Die Böden und Wänden der Rechenzentren sind ja voll davon.
Ja, das ist erst der Anfang.
Das zeigt die Sensationsmeldung der Woche.
Gestern hat Corning nämlich eine Kooperation mit Nvidia verkündet.
Und das ist kein kleiner Deal, das ist ein Riesending.
Corning hat angekündigt, seine Kapazitäten für optische Konnektivität in den USA mal eben zu verzehnfachen.
Obendrein sollen 3000 neue Jobs entstehen.
Nvidia-Chef Jensen Wang sprach von einem der größten Infrastrukturausbauprogramme unserer Zeit und Corning liefert gewissermaßen die Datenstraße dafür.
Um den Nachdruck zu verleihen, darf Nvidia bis zu 2,7 Milliarden Dollar in Corning investieren.
Ja, mit diesen zirkulären Deals ist ja immer so eine Sache.
Aber deshalb lass uns mal auf die Geschäftszahlen schauen.
um zu sehen, wie viel da Story ist und wie viel Substanz.
Corning hat nämlich gerade die Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt und die waren schon ein echtes Ausrufezeichen.
Der Konzernumsatz stieg um 18 Prozent auf 4,35 Milliarden Dollar und besonderen Eindruck machte da der Bereich Optical Communications, also genau das, wo die Betreiber von KI-Rechenzentren einkaufen.
Da gab es nämlich ein Plus von 36 Prozent.
Und der Hebel auf den Gewinn ist gewaltig.
Das EPS, also der Gewinn je Aktie, sprang um 30 Prozent auf 70 Dollar Cent.
Das lässt darauf schließen, dass The Corning die Margen massiv ausweiten kann in Zukunft.
Die Erlöse sollen weiter sehr dynamisch wachsen.
Für das laufende zweite Quartal fallen die Amerikaner, die rein zufällig in der Stadt Corning im US-Bundesstaat New York sitzen, 4,6 Milliarden Dollar Umsatz an.
Und der Gewinn pro Aktie, der soll dann so zwischen...
73 und 77 Dollar Cent rauskommen.
So zumindest der Ausblick.
Aber klar, es gibt da auch Risiken.
Getrieben ist das alles ja von der KI-Euphorie und die Aktie ist zuletzt schon recht gut gelaufen.
Naja, das kann man so sagen.
Das Plus in den vergangenen zwölf Monaten beträgt mehr als 308 Prozent.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist ebenfalls sportlich.
Basierend auf der Konsensschätzung für 2026 liegt es nämlich bei 57.
Die Wachstumsdynamik von 30 Prozent, die kann ein solches Kursgewinnverhältnis durchaus rechtfertigen.
Allerdings darf es da noch keine unangenehmen Überraschungen geben.
Sollten die großen Tech-Giganten und Hyperscaler wie Meta oder Microsoft ihre Investitionen in Rechenzentren drosseln, würde das bei Corning sofort durchschlagen.
Ja, absolut.
Corning ist also eine Wette auf den KI-Superzyklus, der immer noch am Anfang steht.
Selbst die optimistischen Analysten, darunter die Bank of America, sehen aktuell kein großes Kurspotenzial mehr.
Aber da ist die neue verkündete Kooperation mit Nvidia auch noch nicht vollständig mit eingearbeitet.
Fazit, Corning ist der Schaufelverkäufer im KI-Goldrausch.
Und während alle auf Chips schauen, Die Fat Corning, die Infrastruktur, ohne die die Halbleiter nicht so schnell miteinander kommunizieren können.
Die Aktie passt also gut in ein Tech-Depot, das auf rasantes Wachstum setzt, ist durch die Hohe Bewertung aber nicht zu schwachen Nerven.
Wer mit dabei sein will, kann darüber nachdenken, über einen Sparplan einzusteigen.
Das glättet die Schwankungen im Sinne des Durchschnittskosteneffekts.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
uns eine Mail an www.888welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Einige von euch haben angemerkt, dass man beim Umschichten von ETFs im Vorruhestand ja Steuernachteile hat.
Und das stimmt gewisserweise, aber die Steuern, die müsst ihr ja früher oder später sowieso zahlen.
Es sei denn, ihr entscheidet euch für die Lombard-Rente, von der wir letztens hier die Rede hatten.
Wenn ihr jetzt mit Ende 50 also verkauft, zahlt ihr die Steuern einfach früher und verzichtet für einen Teil eures Kapitals auf den Zinseszinseffekt.
Was an den Fiskus geht, kann nicht weiter am Markt arbeiten.
Das ist der Nachteil.
Das gilt aber nur für den Fall, dass der Markt Rendite bringt.
Wenn ihr mit einem aggressiven Wachstumsdepot in die Rente geht und just dann gibt es einen mehrjährigen Bärenmarkt, habt ihr zwar Steuern gespart, erleidet aber eben auch negative Renditen aufs Kapital.
Und da ihr das nicht wisst, ob die Märkte zu Beginn eurer Rente gerade rossieren oder einbrechen, raten die professionellen Vermögensverwalter, und die haben ja gefragt, den Fuß vom Gas zu nehmen.
So haben die das ausgedrückt.
Ihr müsst diese Einschätzung nicht teilen.
Ihr könnt natürlich trotzdem mit 100 Prozent Nasdaq in den Ruhestand gehen.
Aber wie gesagt, die Vermögensverwalter, die finden das nicht so gut.
Und abgesehen vom Umschichten geht es bei der Frage auch darum, was ihr denn...
im Vorrufstand mit großen Einmalbeträgen, macht die da ja gerne mal zufließen, zum Beispiel aus einer ausgezahlten Lebensversicherung oder auch aus einer Abfindung.
Ihr hört es, das Thema ist unfassbar groß und unfassbar vielschächtig und sehr kompliziert und dementsprechend auch ein bisschen schwierig, das hier in unserem Börsenshot so einfach herunterzubrechen.
Wer da tiefer einsteigen will, muss, wie gesagt, die Welt am Sonntag lesen.
Und wenn der Artikel dazu online kommt bei Welt, verlinken wir ihn natürlich auch auf Instagram, dann könnt ihr das auch da nochmal nachlesen.
Und ich nutze jetzt nochmal schnell die Chance, hier die Werbetrommel noch ein bisschen weiter zu rühren.
Unsere Kollegen von Gründerszene bieten nämlich ein Startup-Sommercamp an.
Zehn ausgewählte Fellows bekommen die Chance, ihre Ideen in nur zehn Wochen Vollzeit zu einem marktfähigen Produkt zu entwickeln.
Begleitet wird das Programm von erfahrenen Gründern, Investoren und Operatoren sowie dem direkten Zugang zum Axel Springer Ökosystem inklusive modernster KI-Tools und Infrastruktur und Gehalt.
Wow, wow.
Wirklich beeindruckend.
Ja, und die Reise, die bleibt nicht hinter verschlossenen Türen unter dem Titel Gründerszene sucht die super Gründer, begleitet die Redaktion alle Fellows über zehn Wochen hinweg in Artikeln, Newslettern, Videos und auf Social Media.
So lernt die Gründerszene Community euch auch und eure Produkte kennen.
Neugierig?
Dann bewerbt euch unter dem Link in der Folgenbeschreibung.
Und danach.
Abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
