# Navigating Geopolitical Risk, ETF Mechanics, and Post-Buffett Capital Allocation

**Podcast:** Leben mit Aktien | Der Podcast für Anleger mit Weitblick
**Published:** 2026-05-06

## Transcript

Bevor es losgeht, dieser Podcast ist keine Anlageberatung, sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung.
Die Hosts oder der Verlag übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die sie aufgrund der im Podcast gehörten Informationen treffen.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben mit Aktien, dem Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Ich bin Horst von Butler.
Und ich bin Christian Wirröl.
Und Christian, du siehst aus wie das blühende Leben, ganz im Kontrast zu diesem Land, wo ja so viel stillsteht, wo es nicht vorangeht.
Bei dir kann man das nicht sagen.
Also grandios schaust du aus.
Wo warst du?
Ja, vielleicht müsste man das Land auch mal ein bisschen in die Sonne legen.
Obwohl, ich war ja nur in Deutschland.
Ja, ich war zwei Tage in Benzberg und dann am Wochenende zwei Tage an der Ostsee.
Es war voll, aber es war richtig schönes Wetter.
Und wenn man dann ins Wasser gegangen ist, war es plötzlich ganz leer.
Das haben sich nicht allzu viele getraut.
Aber bei 9 Grad für ein paar Minuten kann man das schon machen.
9 Grad.
Also abgeharrtet bist du auch noch.
Also fantastisch.
Also was du mit 50 Jahren alles machst.
Wir haben dich sehr vermisst.
Du hattest offenbar keine Zeit, die Folge zu hören.
gesungen.
Das werde ich nicht nochmal machen.
Aber du hast dich sehr gut gehalten.
Aber es gibt ja auch erfolgreiche Unternehmen, die 50 Jahre alt sind.
Manche werden sogar 100 oder 150 Jahre alt.
Also ich traue dir noch viel zu.
Wir haben heute schöne Themen, auch Traditionsthemen.
Wir werden natürlich über Berkshire Hathaway sprechen.
Wir werden über die Emerging Markets sprechen.
Da hast du eine Auswertung gemacht.
Aber bevor wir zu diesen Themen kommen, zur aktuellen Lage, Straße von Hormuz.
bekanntlich die Straße, die gleichzeitig geschlossen und offen sein kann.
Nun ist es da jetzt so, es gibt wieder ein bisschen, es gibt Auseinandersetzungen, es wird wieder geschossen und die große Frage, ob sich dieser Kalte Krieg doch wieder zu einem lauwarmen oder heißen Krieg ausweitet.
Interessant ist, dass jetzt diese Waffenruhe derzeit ein bisschen wieder fragil ist.
Trump hat dem Iran erneut mit Vernichtung gedroht.
Und ja, er möchte sein Projekt Freiheit, wo er den Schiffen freie Fahrt und freies Gelehrt gewährt, natürlich fortsetzen.
Und die Iraner wollen natürlich die Kontrolle über diese Straße haben.
Also man merkt, wie fragil doch die ganze Lage dort vor Ort ist.
Und man hat sich inzwischen ja auch an diesen Ölpreis deutlich über 100 Dollar gewöhnt.
Ja, man hat sich vielleicht daran gewöhnt als Marktbeobachter.
Aber für die Unternehmen und für die Volkswirtschaften und für die Menschen wird das zunehmend kritisch.
Und wenn diese Blockade nicht bald endet und dann die Lieferketten wieder nicht bald neu kalibriert werden können, dann werden wir da gravierende volkswirtschaftliche Störungen erleben.
Das Interessante ist ja, alle sagen jetzt noch vier Wochen, dann hat man so ein Tipping-Point auf dem Ölmarkt.
Das ist jetzt ja nicht irgendeine Deadline, die...
irgendjemand setzt, sondern das sind ja Szenarien.
Und wenn man sich darauf einstellt, dass im Juni es dann wirklich ernst wird, dass wir vielleicht über einen Ölpreis von 150 Dollar reden, dann muss man jetzt doch eigentlich planen.
Haben wir doch nochmal so ein ukrainisches Szenario, damit meine ich wie 2022, oder hat man dann doch die deutliche Entspannung?
Und ich glaube, auf diese drei Szenarien...
Das ist eine extreme Eskalation, Verschärfung der Energiekrise, vielleicht Rationierung auch von Benzin oder von Kerosin, darauf muss man sich jetzt einstellen, oder eben doch die Entspannung.
Und ich habe das Gefühl, wir treiben jetzt so durch den Mai und es passiert nichts und das geht so weiter.
Und das könnte ja auch noch monatelang so weitergehen.
Ja, die Frage ist, wer treibt.
Also an der Börse haben wir eine ganz klare Antizipation, dass die Sache am Ende doch...
im Rahmen einer halbwegs erträglichen Zeitspanne noch gut aussehen wird.
Ansonsten hätten wir nicht diese Kurssteigerung im April gesehen.
Aber das ist natürlich ein Szenario, das auf ständiger Wiedervorlage ist.
Und wenn die Lage jetzt eskaliert, dann kann das, was wir im April an Kurszuwächsen gesehen haben, eben auch sehr schnell wieder weg sein.
Ansonsten, wenn du sagst, wir, dann sind wir ja eigentlich fast schon bei so einem anderen Thema dieser Tage, nämlich der Politik in Deutschland.
Da geht es ja um Streit.
Strategien für die Zukunft nach dem Herbst der Reformen, der ja nicht stattgefunden hat, soll es jetzt ja den Sommer der Reformchen zumindest geben.
Das kommt auch nicht so wirklich vom Fleck.
Und dazu haben wir halt hier eine Lage, in der ein Staat handlungsfähig sein muss und auch Handlungsoptionen mit Blick auf den Winter bereitstellen muss.
Ich bin einigermaßen fassungslos und ernüchtert, was sich eigentlich abgespielt hat.
Ich meine, vor einigen Wochen haben wir noch da...
nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz darüber gesprochen, dass sie sich doch nochmal aufraffen.
Es gab diese Rede von Lars Klingbeil, die so als kleiner Agenda-Moment gefeiert wurde.
Danach gab es große Erwartungen.
Vorgelegt hat ja bisher die Regierung nur dieses ehrgeizige Gesundheitspaket.
Das schrumpft so ein bisschen zusammen jetzt von diesen ursprünglichen 20 Milliarden auf 16, 15.
Das wird alles zerpflückt.
Und man muss ja festhalten, das ist ja keine Reform, sondern das ist ja nur Flickwerk mit mit dem man versucht, einen weiteren Preisanstieg irgendwie zu dämpfen.
Also es ist jetzt kein Systemwechsel.
Bei der Rente verkeilt man sich immer wieder bei so Grundsatzfragen, als ob allen nicht klar ist, wenn man sich auf die demografische Entwicklung schaut, wo die ganze Reise hingeht.
Und derweil schnurrt das Wachstum in sich zusammen angesichts des geopolitischen Schocks.
Also ich habe ja mich sehr zurückgehalten mit...
oder lange zurückgehalten mit so einer harschen Kritik an dieser Regierung, weil man soll ja nicht immer gleich darauf eindreschen, man soll denen ja auch eine Chance geben.
Aber man muss jetzt nach einem Jahr doch sagen, sie haben nicht nur dieses Momentum verspielt, sondern die Fliehkräfte werden so groß und ich bin sehr gespannt, wie die sich nochmal zusammenraufen müssen.
Und die Lage ist wirklich sehr ernst, sehr enttäuschend.
Ja und gleichzeitig sehen wir natürlich, dass es ja keine Optionen gibt.
Also es wird ja immer wieder mal ins Spiel gebracht, eine Minderheitsregierung der CDU, das hat der Kanzler jetzt nochmal im Interview ganz klar abgelehnt.
Dann gibt es wohl Gedankenspiele, was Neuwahlen angeht, aber wenn man auf die Umfragen schaut, was soll das dann werden?
Dann haben wir eben nicht mehr schwarz-rot, sondern schwarz-rot-grün und irgendwann wird es dann vielleicht schwarz-rot-dunkel-rot.
ja, irgendwie komme ja nicht weiter.
Und wir müssen leider zusehen, dass wir nicht...
reformfähig sind in der Gestalt, dass wir uns auf das konzentrieren, was eigentlich die Essenz auch ausmacht, nämlich Wirtschaft und dass der Wohlstand, den wir verteilen wollen, zunächst mal erarbeitet werden muss.
Stattdessen konzentriert man sich darauf, immer noch wieder neue Steuererhöhungen ins Spiel zu bringen, statt mal zu gucken, wie man es den Unternehmen einfacher machen kann zu wirtschaften und wie man als Staat auch mal Ausgaben kürzen kann.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
Hast du dich schon einmal gefragt, wer im Pflegefall die Kosten übernimmt?
Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt meist nur einen Teil der tatsächlichen Ausgaben.
Dabei betrifft Pflegebedürftigkeit statistisch drei von vier Menschen in Deutschland.
Mit einer privaten Pflegeabsicherung sorgst du rechtzeitig vor und schaffst finanzielle Sicherheit, schon mit niedrigen Monatsbeiträgen.
Jetzt bei der Allianz informieren auf allianz.de slash Gesundheit slash Pflegezusatzversicherung.
Davon ist ja gar nicht mehr die Rede.
Also wenn man sich anschaut, sie erhöhen die Steuern.
Die SPD spielt schon wieder mit dem Gedanken, höhere Schulden zu machen, obwohl wir ja auf eine Billion an Steuerannahmen zusteuern bei Bund, Ländern und Gemeinden.
Und wenn wir von Sparen reden, das heißt ja immer, dass Lars Klingbeil den Ministerien Sparvorgaben gibt.
Das heißt ja, sie sollen einfach nur weniger ausgeben.
Also insgesamt steigt auch der Bundesetat.
Ich glaube, das ist für die größte Volkswirtschaft Europas kein gutes Zeichen.
Wir sehen ja, dass der DAX sich davon entkoppeln kann.
Wir hatten oft darüber gesprochen, weil die Umsätze eben woanders stattfinden im Ausland und die Musik woanders spielt.
Aber natürlich ist der Heimatmarkt.
auch wichtig, ist auch für die europäische Wirtschaft wichtig.
Diese Scheinlösung, Minderheitsregierung, ja das wird dann immer so gefordert, als ob das so ein Befreiungsschlag ist und ich frage mich dann so, welche dieser vier, fünf dringenden Reformen, die wir genannt haben, sollte denn so eine Minderheitsregierung dann als erstes umsetzen und vor allem auch mit wem?
Also wer sollte dann auch zustimmen?
Selbst wenn man das gefährliche Gedanken...
Spiel mit der AfD macht.
Also die haben sich, SPD und CDU haben sich ja über diese Haltelinie von 48 Prozent zerlegt vergangenes Jahr.
Und bei der AfD steht 70 Prozent drin.
Also eine völlig utopische, ein utopisches Rentenniveau, nicht finanzierbar, nicht seriös.
Also ich sehe das leider nicht.
Sie müssen sich irgendwie zusammenraufen.
Aber natürlich ist, man geht in diesen Sommer.
mit sehr verhaltenen Aussichten, was unsere eigene Volkswirtschaft anbetrifft und auf den Reformgeist in diesem Land.
Also ich sehe von Aufbruch derzeit nichts und von der Gefahr eines Zusammenbruchs eher viel.
Ja und dazu kommt ja, dass wir eine ganze Reihe von Herausforderungen auch noch struktureller Art haben.
über die Energie haben wir schon gesprochen, darüber, wie KI auch den Arbeitsmarkt disruptieren wird, wird ja auf politischer Ebene fast gar nicht gesprochen, sondern wir sind ja immer nur beim Flickwerk für die Gegenwart, aber nicht einfach mal zwei, drei Jahre in der Zukunft.
Und das ist schon beunruhigend, insbesondere weil es der Politik einfach nicht gelingt, eine Message, ein, ich nehme das Wort jetzt wieder mal, ein Narrativ zu formulieren, dass auch dann Menschen irgendwie diese Bereitschaft wachsen lässt, tatsächlich harte Reformen mitzutragen und mit umzusetzen.
Momentan sehen wir ja auch in den Umfragen, das ist eigentlich keine Reformbereitschaft im Land, auch in der Bevölkerung.
Das ist aber auch kein Wunder angesichts dieser Bräsigkeit an der Spitze und angesichts dieses Jammerns.
Also ich meine, wenn der Bundeskanzler sagt, selbst wenn man es im Kontext anders lesen kann, aber ein Satz, der dann steht.
kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen, dann hofft man wirklich nur, dass das nicht pass pro toto ist.
Da hätte er eigentlich Berater haben müssen, die ihm einen solchen Satz ausreden oder rausstreichen aus diesem Interview, weil er hat etwas Weihnachtliches an der Spitze und das stimmt natürlich nicht, wenn man sich die Krisen anschaut, durch die irgendwie eine Angela Merkel steuern musste, auch Olaf Scholz mit der Zeitenwende.
Gerhard Schröder, Massenarbeitslosigkeit und Helmut Kohl.
Ich meine, die deutsche Einheit, das ist zwar ein Glücksmoment, aber da wurde Geschichte geschrieben und er hat zugepackt.
Oder nimm den deutschen Herbst, die Entscheidung, die Helmut Schmidt damals treffen musste.
Es gab viele große Krisen bei allen Kanzlern.
Das passt einfach nicht.
Und mir ist wieder ein schöner Satz von Helmut Kohl dazu aufgefallen, den er einst im Interview mit Gottschalk und Jauch gesagt hat und zu dieser ganzen Jammerlappen-Debatte.
Ich muss das einfach mal zitieren.
Einer meiner politischen Zielväter, da war ich 17, ein alter Zentrumsabgeordneter, sagte mir immer, wer in der Politik an der Spitze steht, ist wie der Hahn auf dem Kirchturm.
Jeder Wind, jeder Sturm umweht ihn, das muss man aushalten.
Es hat mich niemand gezwungen, Parteivorsitzender werden.
Es hat mich niemand gezwungen, Bundeskanzler zu werden.
Also muss ich es aushalten.
Das ist doch ein schönes Zitat und eine schöne Überleitung zu unserem ersten Thema.
An der Spitze stehen und es dort aushalten, das muss auch jemand auf einer der bekanntesten Hauptversammlungen der Welt.
Am Wochenende gab es die erste Hauptversammlung von Berkshire Hathaway seit dem Rückzug von Warren Buffett.
Ja, ist so das Wurzog des Kapitalismus.
Christian, warst du eigentlich mal persönlich da?
Also wir schicken ja jedes Jahr Reporter dahin.
Ich habe es selbst noch nie geschafft.
Hast du das mal angetan?
Nein, ich war nie persönlich da.
Einerseits, weil das grundsätzlich mit meinem Geburtstag und vor allem auch dem Geburtstag meiner Mutter kollidiert, terminlich.
Das erste verstehe ich nicht, das zweite schon.
Ja, das ist mir dann doch wichtig.
Andererseits habe ich mich immer gefragt, würde Warren Buffett das machen?
Für so eine Hauptversammlung komplett über den Teich fliegen und dann da so viel Zeit verbringen.
Vielfach ja mit Menschen, die man ja auch in Deutschland treffen kann, weil es gibt ja dann ganz viele Investorenveranstaltungen und Investorenclubtreffen drumherum.
Und dann habe ich mir gedacht, nee, und ich habe das tatsächlich nie gemacht.
Ich habe es aber immer aufmerksam verfolgt, insbesondere seit es ja dann auch über...
Und seit es so diese Video-Coverage ja auch wirklich mit schönen Kapiteln gibt.
Genau.
Es war nicht mehr die Show von Warren Buffett.
Das hat er selbst auch gesagt.
Das ist nicht meine Show heute.
Er saß selbst im Publikum, natürlich auch in der ersten Reihe.
Und er hat seinen Nachfolger Greg Abel gelobt.
Zitat, Greg macht alles, was ich getan habe und noch mehr.
Und er macht es in allen...
Fällen besser.
Das ist ein tolles Lob von einer solchen Institution.
Die Frage ist, macht das wirklich besser?
Und da hast du jetzt mal ein bisschen raufgeschaut.
Aber man muss sagen...
Es ist auch ein bisschen drüber.
Wenn Buffett mit seinem jahrzehntelangen Track Record da ankommt und sagt, Greg macht alles besser.
Ich weiß nicht.
Das ist vielleicht eine Spur drüber.
Auch diese Eloge auf Tim Cook, die ja Buffett dann noch gehalten hat.
Tim Cook wird ja Apple dann in...
einigen Monaten verlassen, war auch anwesend in der Halle.
Ja, da hat er dann auch wieder über die Fußstapfen gesprochen.
Ja, die Fußstapfen von Steve Jobs, in die Cook halt treten musste und dann trotzdem die Bilanz noch übertroffen hat.
Das ist eines der Wunder des amerikanischen Businessmanagements.
Ja, da klang aber auch immer wieder so mit, hier auch der Greg Abel kann das schaffen, ein zweiter Cook zu werden und zumindest ökonomisch noch erfolgreich sein.
Der Vergleich hinkt ja insofern so ein bisschen, weil wenn man Wenn man die beiden vergleicht und diese Personalie, Tim Cook hat ja auch alle elektrisiert.
Steve Jobs war ja das Genie, also der nicht nur Apple zurückgebracht hat, sondern der mit dem iPhone dann einfach diese Bars gelegt hat.
Aber Tim Cook hat dieses Ökosystem aufgebaut, vor allem auch mit dieser mächtigen Service-Sparte.
Da wird es jetzt, glaube ich, für den jetzigen Nachfolger...
Genauso schwer, in diese Fußstapfen von Tim Cook zu treten, weil wenn man sich anschaut, irgendwie Börsenkurs, Umsatz, Gewinn von Apple in der Ära Cook, das ist ja gigantisch, was er da geschaffen hat.
Aber zurück jetzt mal zu Warren Buffett.
Er kann Unterstützung natürlich gut gebrauchen.
Wie ist denn die Performance aus deiner Sicht?
Nicht aus deiner Sicht, aus allgemeiner Sicht, du hast ja nicht eine eigene Sicht.
Naja, also die Performance von Greg Abel ist jetzt zunächst mal minus 50 Prozent.
Das ist ungefähr das, was...
weniger an Besuchern gekommen ist zur Hauptversammlung.
Letztes Jahr sollen es um die 40.000 gewesen sein.
Dieses Jahr so 20.000, vielleicht 25.000.
Also deutlich rückläufige Zahl der Besucher.
Aber klar, wir gucken natürlich auf den Aktienkurs.
Der ist nicht 50% im Minus.
Aber seit Buffett vor einem Jahr seinen Rückzug erklärt hat, hat die Berkshire Aktien nur mal 10% verloren, während der S&P 500 mehr als 30% zugelegt hat.
12-Monats-Sicht mehr als 40 Prozent Rückstand zum Index.
Das ist eine Lücke, die wir über diesen 12-Monats-Zeitraum bei Berkshire Hathaway zuletzt im Tech-Hype 2000 gesehen haben.
Damals waren das sogar über 50 Prozentpunkte.
Also ist durchaus so ein Misstrauensvotum der Börse.
Man kann schon feststellen, dieser Buffett-Faktor wird irgendwie ausgepreist.
Seit er eben nicht mehr CEO ist, ist Berkshire nur noch ein großes Konglomerat, eine riesige Holding.
Und so eine Holding hat halt kein Premium mehr, sondern in aller Regel ein Discount.
Die große Frage ist ja, konnte Greg Abel die Bedenken bei der Hauptversammlung irgendwie zerstreuen?
Und da muss man, glaube ich, sagen, nein.
Aber er kann halt so eine Aura wie ein Warren Buffett, das kann man halt nicht eben wie so einen Lichtschalter anknipsen.
Das muss man natürlich sich über Jahre und Jahrzehnte aufbauen.
Also war es wahrscheinlich klug.
keine Show zu liefern, sondern sich an die Fakten zu halten.
Wie sind denn die Fakten?
Wie sind die Zahlen vom ersten Quartal ausgefallen?
Die Zahlen vom ersten Quartal überzeugen.
Der operative Gewinn, also ohne die Bewertungsschwankungen im Investmentportfolio mit den börsennotierten Beteiligungen, dieser operative Gewinn ist um 18 Prozent gestiegen.
In der Rückversicherung läuft es richtig gut.
Bei der Eisenbahn läuft es auch sehr gut.
Zehn Prozent mehr Ertrag, die sind ordentlich in der Spur, haben auch die Marge steigern können, wenngleich es da auch noch Potenzial nach oben gibt.
margin ist 34,4 Prozent.
Damit ist man doch deutlich hinter beispielsweise einer ja ebenfalls börsennotierten Union Pacific.
Die kommt nämlich auf 39,5 Prozent und auch andere Eisenbahnlinien, die wir von der Börse kennen, also eine CSX und eine Canadian National, die arbeiten profitabler.
Schwierig bleibt die Lage beim Autoversicherer, bei Geico.
Da sind die Prämien wettbewerbsbedingt gesunken und die Schadenkostenquote ist gestiegen.
gerade keinen Spaß.
Da gibt es ja einige Tochtergesellschaften, die da im Häuslebau aktiv sind.
Aber insgesamt muss man sagen, plus 18 Prozent, das ist großartig.
Ein zweiter Punkt ist, Warren Buffett hat ja gerne mal so die großen Linien gezogen.
Alle haben auf seine Sätze und Halbsätze geschaut.
Jedes Komma wurde ausgewertet.
Greg Abel hat das natürlich so ein bisschen operativer gestaltet und so eher über die aktuellen Herausforderungen gesprochen, die konkreten Managementmaßnahmen im operativen Geschäft.
Ist wahrscheinlich auch klug, dass er da seinen eigenen Stil wählt.
Berkshire wird ja seine Beteiligung eben nicht einfach nur verwalten, sondern optimiert diese auch kontinuierlich.
Halte Dauergeld ewig, aber hat dich das so, wenn du dir anschaust, wie er geredet hat, ist das der richtige Ton, den er da trifft?
Ja, ich fand es ein bisschen konsequenter als beim späten Buffett, insbesondere was Beteiligung angeht, wo es gerade mal nicht so gut läuft, dass man nicht einfach nur darauf vertraut, ja, das ist ein guter Unternehmenskern und der wird auch wieder wachsen, sondern dass Able wirklich sehr konkret auch erläutert hat, welche Maßnahmen wo ergriffen werden.
Und zum Beispiel sehr ausführlich erklärt hat, wie KI im Versicherungsgeschäft eingesetzt wird.
Das sind Themen.
die in dieser konkreten Ausgestaltung bei Buffett so nicht denkbar gewesen wären.
Er hat ja dann doch immer eher seine Investments in den Kontext von Jahrzehnten gestellt, was immer sehr, sehr unterhaltsam war.
Aber wenn Abel das jetzt gemacht hätte, hätte man sich gefragt, was will der?
Das ist sicherlich genau die richtige Strategie gewesen, faktenbasiert zu kommunizieren und nicht wolkig.
Interessant ist ja wirklich der immense Bestand an Cash.
Das war schon ein Phänomen, was man unter Warren Buffett ja beobachtet.
hat.
380 Milliarden Dollar ist er angewachsen.
Natürlich produzieren die operativen Aktivitäten Cashflow.
Aber man hat natürlich auch immer wieder was verkauft, nette Positionen abgebaut.
Und die große Frage, dieser Cash wurde ja auch mal gemessen, also bereitet sich Warren Buffett auf einen Crash vor.
Das ist natürlich so ein Thema, weil das kann man ja nicht mal eben so auf einen Schlag investieren.
Das ist schon sehr viel Cash, den wir haben.
Ja, aber Abel hat das jetzt einfach fortgeführt, was Buffett dazu immer gesagt hat, hat betont, dass man eben nicht bestrebt ist, Kapital in unterdurchschnittliche Gelegenheiten zu investieren, wie er es ausgedrückt hat.
Man sehe angeblich viele gute Unternehmen, die aber...
zu den aktuellen Preisen nicht attraktiv sein.
Stattdessen wartet man eben auf irgendwelche Marktverwerfungen, um dann entschlossen zu handeln.
Und bis dahin müssten die Aktionäre eben Geduld haben.
Geduld ist bloß immer schwieriger, wenn du dir anschaust wieder Höchststände.
Das sagen ja auch viele Anleger in Gesprächen, die sagen, Mensch, jetzt habe ich das schon wieder verpasst da im März.
Also man kennt ja das Timing-Problem.
Ich meine, die Aktionäre von Berkshire Hathaway sind ja immer loyal, aber da wächst doch bestimmt auch die Skepsis, dass man nicht ewig an der Seitenlinie stehen kann und dass das auch teuer wird, ewig an der Seitenlinie zu stehen.
Naja, das sind halt Opportunitätskosten.
Berkshire kann natürlich auf diesen Cashback, der ja überwiegend in kurzfristige US-Anleihen investiert ist, Zinseinnahmen jenseits der 4% generieren.
Aber am Aktienmarkt ist eben schon seit Jahren mehr zu verdienen.
Und man muss ja auch konstatieren, die Marktverwerfungen der letzten Jahre, die es ja durchaus gab, wurden eben nicht genutzt.
In der Corona-Pandemie hat man nicht beharrt zugegriffen, beim Zinsstock 2022 nicht und beim Liberation.
Day auch nicht.
Da hätte man durchaus viel Geld verdienen können und sei es nur kurzfristig gewesen.
Es müssen ja auch nicht immer gleich dreistellige Milliardenbeträge eingesetzt werden, aber man fragt sich schon, ob das nicht ein bisschen viel Cash auf der Seite ist und dazu einfach mal so eine kleine Hätte-Hätte-Fahrradkette-Kalkulation.
Hätte Warren Buffett schon die letzten zehn Jahre jedes Quartal bloß drei Milliarden Dollar in einen S&P 500 ETF gesteckt, dann wäre der Cashberg noch immer immens.
dann wären es eben 260 statt 380 Milliarden Dollar.
Aber das Gesamtvermögen von Berkshire Hathaway per Ende März 2026 wäre um 120 Milliarden Dollar höher gewesen.
Und das ist bei einem Börsenwert von rund einer Billion Dollar durchaus eine relevante Größe.
Nur man muss es halt ganz klar sagen, dieser Cashback ist einfach eine verzinste Wette darauf, dass eine Krise kommt, die eben nicht wie am Liberation Day oder wie nach Corona innerhalb weniger Wochen oder Monate an der Börse vorbei ist, sondern die wirklich dazu führt, dass im Kern gesunde und zukunftsfähige Unternehmen zu deutlich niedrigeren Preisen zu haben sind und dass ABLE dann auch tatsächlich agiert und nicht wartet, bis es noch billiger wird und die Chance schließlich vorbei ist.
Also sehr interessant, übrigens der Sparplan für Warren Buffett, den du da gerade vorgerechnet hast, eine Milliarde pro Monat.
Sehr lustig, das ist so ein Warren Buffett-Sparplan.
Kann er ja mal anfangen.
Ich meine, Privatanleger brauchen immer so eine Cashquote.
Man muss unterstellen, dass sie einen Plan haben.
Die Frage ist halt, wie hoch diese Opportunitätskosten, die du genannt hast, wirklich sind.
Weil ich meine, wenn der S&P-Verfahren jetzt nochmal irgendwie 25% steigt und dann wieder abstürzt.
dann ist das natürlich so, sagen wir mal, wenn er um die Hälfte abstürzt, eine epochale Krise.
Trotzdem wäre es ja dann das Niveau von Mitte 2023.
Ist ja nicht so, dass dann das alles billig ist.
Das geht ja insgesamt.
Also wenn der S&P-Verfahren um 10% zurückgeht, dann ist ja nicht, dass jetzt plötzlich alles billig ist oder 20%.
Also langfristig haben sie einfach viel verpasst.
Und je größer dieser Cashback ist, desto schwieriger wird es, das ja auch unterzubringen.
Tja, wenn man nicht gerade Rechenzentren baut.
Auch vielleicht da nur mal zur Einordnung.
Diese 380 Milliarden Dollar Cash von Berkshire.
Das ist etwa die Hälfte dessen, was Amazon, Google, Meta und Microsoft dieses Jahr in KI-Infrastruktur investieren wollen.
Nur, dass man mal die Dimensionen dieser Investments sieht.
Aber natürlich, eher wird Berkshire eine Dividende zahlen, als bei dieser Bonanza mitzumachen.
Wobei man schon sagen muss, in der Energiesparte profitiert Berkshire natürlich auch vom Stromdurst der Rechenzentren.
Aber wenn wir mal diese unrealistische Option beiseite lassen.
Kann man nur sagen, wenn es eine aktivere Kapitalallokation geben sollte, dann über Aktienrückkäufe.
Im März hat Berkshire ja erstmals seit zwei Jahren wieder eigene Anteile erworben, wenn auch nur für gerade mal 234 Millionen Dollar.
Und die Bewertung insgesamt wäre ja mit dem 1,4-fachen Buchwert zwar höher als bei früheren Rückkäufen, aber letztendlich immer noch günstig.
Fazit nehme ich mal so mit.
Diese Lücke zum S&P 500 zu schließen, wird immer schwieriger, zumindest solange die Märkte steigen.
Cashpuffer dürfte sich erst auszahlen, wenn es einen wirklichen Abschwung gibt.
Das heißt, wie baue ich die Berkshire?
Aktie in meinem Portfolio?
Ja, also sie bleibt sicherlich ein valider Kandidat für eine Core-Satellite-Strategie, also für eine Diversifikation zum S&P 500.
Wir haben bei Berkshire ja einen sehr starken Finanzsektor über das Versicherungsgeschäft, auch die...
Beteiligung an börsennotierten Banken.
Finanzsektor ist im S&P 500 nur mit 12 Prozent gewichtet.
Dann haben wir halt diese Infrastrukturgeschäfte, Versorger, die Eisenbahn bei Berkshire Hathaway.
Das ist ein Bereich, der im S&P 500 nur auf 3 Prozent kommt.
Dazu haben wir das Cash, was ja auch eine Diversifikation ist, auch die Holy Owned Subsidiaries.
Also insofern ja, portfolio-technisch passt das.
Allerdings sollte man auch festhalten, um die Aktie zu halten oder nachzukaufen, braucht es eine gehörige Portion Vertrauen.
Einerseits natürlich in Greg Abels Manager-Qualitäten, dass er, wenn Chancen sich bieten, diese auch tatsächlich nutzt, konsequent und in großer Skalierung.
andererseits aber natürlich auch Vertrauen in die USA, denn 90 Prozent der Erträge hängen eben da dran, auch wenn man ja häufig von den Investments in Japan in diese Handelshäuser liest.
Das ist gemessen an der Bilanzsumme von Berkshire halt wirklich nur eine sehr kleine Beimischung.
Das große Motto von Donald Trump lautet Drill Baby Drill.
Klar ist, er setzt auf fossile Brennstoffe.
Viele Windfarmen werden nicht genehmigt, kann man dieser Tage lesen, oder hängen in der Luft.
Also der Ausbau der erneuerbaren Energien, der stockt.
Das war ja auch eine große Erfolgsgeschichte.
Stattdessen drängt der Präsident die Ölkonzerne dazu, ihre Produktionskapazitäten auszubauen.
Interessant ist, dass Exxon, Chevron und Co.
skeptisch sind, wenn es um zusätzliche Investitionen geht.
Die Frage ist, Was macht eigentlich die Börse, ist sie diesem Schlachtruf Drill, Baby Drill eigentlich gefolgt?
Und ich meine, es gab natürlich diesen Absturz zum Amtsantritt, aber du hast es jetzt mal genauer angeschaut.
Ja, in gewisser Hinsicht ist die Börse durchaus gefolgt.
Wenn wir auf die letzten zwölf Monate schauen, MSCI World Energy, der ja eben fast ausschließlich aus Öl- und Gasproduzenten besteht, eben angeführt von Exxon und Chevron, plus 50 Prozent.
Diese Gewinne sind natürlich nicht erst seit dem Iran-Krieg entstanden.
Die haben wir auch vorher gesehen, denn Energie ist natürlich ein Mega- Nicht zuletzt aufgrund des Energiehungers der Rechenzentren.
Allerdings muss man sagen, die 50 Prozent in den fossilen Brennstoffen an der Börse sind weniger als das, was bei den vom Präsidenten so gehassten erneuerbaren Energien gelaufen ist.
Denn der S&P Global Clean Energy hat in den letzten zwölf Monaten in Euro tatsächlich 70 Prozent zugelegt.
Also Renewable is back.
Was ist da los?
Das eine ist natürlich, du hast es gerade kurz erwähnt, der Energiehunger der Rechenzentren.
Die Hyperscaler müssen jede Energiequelle nutzen und sie setzen natürlich auch auf Solarenergie.
Auch wenn man sich anschaut, was Elon Musk zum Beispiel auf dem Weltwirtschaftsforum Davos nochmal gesagt hat.
Also er hat von seiner Vision gesprochen, wie viel Solarenergie er ausbauen möchte für seine Batteriefabriken, auch für das Thema AI.
Das Interessante ist ja, trotz des staatlich verordneten Widerstandes, dass es...
vermutlich eher privatwirtschaftlich, die Energiewende dort gelöst werden wird.
Also viele werden es trotz dieses Widerstandes machen.
Also hier ist es ja immer alles staatlich organisiert.
Wir müssen es pushen.
Die Amerikaner werden einen eigenen Weg gehen.
Also dieser Energiehunger in Rechenzentren, der bleibt ja.
Ich habe ja mal gelernt, die Rechenzentren verbrauchen jetzt schon die Strommenge von Schweden und das wird auf die Strommenge von Japan anwachsen bis 2030.
Also das kann ich mir merken, besser als Zahlen.
Und die können sich keine Ideologie leisten, sondern die müssen jede Energiequelle nutzen, um ihre Datacenter mit Strom zu versorgen.
Und völlig egal was, Hauptsache es funktioniert und es ist skalierbar.
Und das Zweite ist, wir hatten hier mehrmals über Energiesouveränität gesprochen.
Es ist ja so, dass nach diesem zweiten großen Energieschock innerhalb weniger Jahre werden sehr viele Länder sich das Thema Souveränität, Unabhängigkeit, Diversifizierung von Energiequellen nochmal anschauen.
Das betrifft natürlich wie immer auch Öl- und Gasimporte oder Lieferanten, aber das betrifft natürlich auch erneuerbare Energien.
Sie werden investieren in Wind, Sonne, Geothermie und Co.
Und man muss ja sagen, der Sektor ist ja auch gut abgeschürzt.
Also da gab es natürlich auch einen Nachholbedarf und Aufholbedarf, nicht?
Ja, also 2022 bis 2025 war dieser S&P Global Clean Energy um über 50 Prozent abgesagt.
Wobei der...
Index der ETF für viele Anlegerinnen und Anleger.
natürlich ohnehin ein Mahnmal ist.
Wurde 2007 aufgelegt und ist dann bis 2012 um über 80 Prozent abgesackt.
Also ich habe den damals auch gekauft beim Umstieg auf die Abgeltungssteuer.
Aber statt steuerfreier Gewinne habe ich da am Ende dann kräftige Verluste gehabt, die dann nicht nur der Finanzkrise geschuldet waren, sondern eben auch dem Umstand, dass viele Komponenten...
gerade im Solarbereich vom Wettbewerb einfach erdrückt wurden.
China hat den Markt mit Produkten geflutet und damit der gesamten Branche die Marge verdorben.
Was allerdings, muss man auch fairerweise sagen, gerade bei der Photovoltaik natürlich den Zubau.
immens begünstigt hat.
Dann ging es so lange mal seitwärts 2013 bis 2020 und 2021, 2022 waren erneuerbare Energien ja dann ein Lieblingsmotiv dieses Meme-Stock-Hypes.
Und der ETF, der hatte damals eben nur 30 Werte, wurde regelrecht mit Kapital geflutet und die Anzahl der ausstehenden Anteile hat sich dadurch binnen zwölf Monaten mehr als verachtfacht.
dann bei den enthaltenen Aktien auch zu immensen Verwerfungen geführt, weil der ETF natürlich mit allem neuen Geld, was reinkam, immer wieder alles kaufen musste.
Und plötzlich hatten dann eben solche Hype-Werte wie Plug Power 10% Anteil.
Entsprechend stark war dann auch der erneute Absturz.
Und das Regelwerk wurde grundlegend überarbeitet, die Anzahl der Werte auf 100 erhöht.
Trotzdem muss man sagen, der ETF leidet natürlich immer noch unter dem Basiseffekt der damaligen Verwerfungen und notiert rund ein Fünftel unter dem zyklischen Hoch von 2021-2022.
Wie ist denn dieses neue Indexkonzept jetzt gestaltet aus deiner Sicht?
Naja, das neue Indexkonzept setzt sehr stark darauf, dass man Unternehmen...
erstmal in der Breite mehr abbildet, ja 100 Werte und dann eben danach sortiert, wie stark sie wirklich erneuerbare Energien schon als Umsatzträger haben.
Man möchte gerne Pure Plays haben, das ist ja auch wünschenswert und je mehr ein Unternehmen ein Pure Play ist, umso höher ist dann auch der Gewichtungsfaktor.
Auch so ein Konzept schützt nicht vor Verwerfungen und Verzerrungen.
Das sehen wir aktuell wieder.
Das Schwergewicht ist nämlich Bloom Energy, ein amerikanisches Unternehmen, das sich auf dezentrale Stromerzeugung spezialisiert hat.
Also genau der große Dreh- und Angelpunkt bei den Erneuerbaren.
Im Kern nutzen die so eine Brennstoffzellentechnologie, um effizient und emissionsarme Energie direkt vor Ort zu erzeugen.
dort, wo sie auch verbraucht wird.
Und das ist natürlich prädestiniert für die Stromversorgung von Rechenzentren, weshalb Bloom Energy, man hat es vielleicht mitbekommen, in den letzten Monaten massive Deals mit Hyperscalern, wie zum Beispiel Oracle abgeschlossen hat.
In den letzten zwölf Monaten hat sich die Aktie nahezu verzwanzigfacht.
Alleine seit Anfang April ging es um über 100 Prozent nach oben und inzwischen kommt Bloom Energy auf eine Marktkapitalisierung von 82 Milliarden Dollar.
was wegen des Indexkonzepts dieser Gewichtungsfaktoren eben dazu führt, dass der Wert im ETF einen Anteil von jetzt 14 Prozent hat.
Aber es geht eben nicht nur um Fantasie und Visionen und irgendwelche Demoprojekte, sondern Blumenergy macht ja im Gegensatz zu diesen ganzen gehypten Wasserstoffunternehmen, die es damals bei diesem Meme-Stock-Boom auch gab, bereits Milliarden.
und ist auch profitabel, zumindest auf der Free Cashflow-Basis.
2 Milliarden Umsatz im vergangenen Jahr, 3,6 sollen es jetzt werten.
Also es ist schon eine hohe luftige Bewertung, aber es ist nicht nur Luft in der Bilanz.
Nee, nicht, aber ich meine 3,6 Milliarden Dollar als Umsatz und dagegen einfach mal 82 Milliarden Market Cap, das ist schon so ein bisschen hypig.
Ja, selbst wenn die Prognosen natürlich großartig sind und ich habe Gewinnschätzung gesehen.
Das ist ja 2030.
Und wenn man die dann nimmt, dann kommt man tatsächlich für diese Aktie auf den KGV von 25.
Aber mit Prognosen gerade auf diese Zeit bin ich skeptisch.
Aber es zeigt halt wieder, wir haben wieder einen Klumpen und das ist auch nicht der einzige Klumpen in diesem Index.
Je sieben Prozent entfallen auf First Solar und Next Power.
First Solar ja der Photovoltaik, Dino, Next Power, ebenfalls eine Solarfirma im Bereich Tracking.
Dann weitere 6% auf China Yangtze Power, das ist das weltgrößte Wasserkraftunternehmen, will im Klartext heißen, 14% plus 2 mal 7 plus 6%, mehr als ein Drittel des ETFs stecken in vier Unternehmen.
Mit der Diversifikation, die man normalerweise von einem Index erwartet, ist das also hier nicht so weit her.
Also ich halte erstmal fest, es gibt nicht nur einen Tech-Klumpen, sondern es gibt auch einen Clean-Tech-Klumpen, wenn man genauer hinschaut.
Das ist jetzt der größte der S&P Clean Energy ETF.
Die verwalten so drei Milliarden Dollar, aber nicht der einzige.
Es gibt ja auch noch andere und du hast dir mal andere Produkte angeschaut.
Es gibt einige andere, also rund eine halbe Milliarde Euro schwer ist der LNG Clean Energy ETF.
der deutlich besser diversifiziert ist, weil die aktuell 61 Unternehmen zweimal im Jahr gleichgewichtet werden.
Über Gleichgewichtung kann man natürlich immer streiten.
Ist das jetzt, man schneidet den Rosen die Köpfe ab und düngt damit den Boden?
Ja, ist ein Argument, haben wir ja auch schon drüber gesprochen.
Aber man muss festhalten, bislang hat der Ansatz sich bewährt.
Mit 25 Prozent hat dieser LNG-ETF in diesen schlechten Jahren 2022 bis 2025 nur einen halb so starken Rückgang verzeichnet wie der S&P Clean Energy.
Auf zwölf Monate ist er mit 85 Prozent noch stärker im Plus als der Platzhirsch.
Und per Saldo, seit Anfang 2021 hat er eben allen Krisen zum Trotz 40 Prozent gewonnen.
Das liegt natürlich auch daran, dass er auf das Thema erneuerbare Energien ein bisschen anders schaut.
Also er interpretiert das Thema eben anders.
L&G berücksichtigt zum Beispiel industrielle Zulieferer für Generatoren und Stromnetze.
Und wenn man darüber spricht, da kommt eine Aktien ins Spiel, die eine große Wunde von Christian ist.
Und zwar?
Ja.
Jetzt sind wir wieder natürlich bei einer Siemens Energy.
Wir sind aber auch bei einer GE Vanova oder bei einer Qantas Services.
Das sind alles Werte, die beim S&P Clean Energy fehlen, die aber für die erneuerbare Energieninfrastruktur und insbesondere für diesen Treiber dezentrale Energieerzeugung bei KI wahnsinnig wichtig sind.
Gleichzeitig muss man auch sagen, diese Breite wirft neue Fragen auf.
ist also im...
LNG, LTF, eine Siemens, die Mutter dabei, eine Schneider Electric, eine ABB, die haben natürlich signifikante Aktivitäten im Bereich Stromnetz und Elektrifizierung.
Aber dass solche Konzerne aufgrund der Gleichgewichtung dasselbe Gewicht im Index haben wie jetzt Pure Placed, wie eine First Solar oder wie eine Nordex, das ist rein methodisch natürlich schon fragwürdig.
Genauso wie auch die Tatsache, dass ausgerechnet eine Bloom-Anne.
die im einen Index das Schwergewicht ist, im anderen Index fehlt.
Also ich nehme mal wieder mit, bei allen Themen ETF muss man eben genau schauen, was drin steckt.
Da wird immer ein Thema umrissen, man hat ein tolles Schlagwort oder ein Hype-Thema.
Die Zusammensetzung ist dann teilweise doch aber erklärungsbedürftig, manchmal vielleicht auch willkürlich.
Und die Frage ist ja für Anleger immer, verdient man am Ende damit auch wirklich Geld?
Da muss man halt irgendwie...
muss man einen langen Atem irgendwie haben und richtig reingehen.
Ich weiß nicht, also der langen Atem beim Clean Energy, der hat sich auch nicht gelohnt.
Also man muss vor allem zur richtigen Zeit im richtigen Trend investiert sein.
Aber das reicht eben nicht.
Es braucht eben noch ein Indexkonzept, das zur Marktstruktur passt.
Nur diese Marktstruktur, die entwickelt sich halt ebenfalls dynamisch, weshalb auch Indexkonzepte mit der Zeit überholt werden können.
Und das macht es dann eben wirklich schwierig, weshalb wir...
ja immer, wenn es um Themen ETFs geht, das Ganze mit zusätzlichen Einschränkungen und Disclaimer versehen.
Was man LNG auf jeden Fall aber zugutehalten muss, ist eine gewisse Liebe zum Detail, gerade mit Blick auf diese Hype-Phasen, über die wir eingangs sprachen.
Denn zusätzlich zu diesem regulären Rebalancing im März und September wird die Gewichtung der einzelnen Unternehmen auch monatlich überprüft.
Und wenn ein Unternehmen 15 Prozent vom Index, übersteigt, dann werden die Gewichtungen aller Unternehmen wieder auf Equal Weight gesetzt.
Das heißt also, so eine kleine Hype-Bremse ist da drin und es können ja Zeiten kommen, in denen sich genau das dann auch bewährt, dass man damit dann auch mal so Performance-Ausreißer einhamst und anschließend wieder weitermacht.
den wir jetzt ja seit 10, 15 Jahren alle beobachten, hieß ja immer, es wird jetzt alles transparent und einfach.
Also früher, als man aktive Fonds gekauft hatte, muss man ja immer sehr darauf achten, auf die Performance dieses Fonds, auf die Gebühren.
Und man musste auch schauen zum Beispiel, wechselt der Fondsmanager da jetzt?
Oder wird dieser Fonds von der Fondsgesellschaft vielleicht nicht mehr so liebevoll behandelt?
Oder ist das ein Flaggschiff, was irgendwie nicht mehr so recht vom Fleck kommt?
Und man dachte ja so vor zehn Jahren, hieß es, mit dem ETF musst du da gar nicht drauf gucken.
Das ist alles einfach und günstig.
Das stimmt ja auch.
Aber hier nehme ich mal wieder mit, je spezieller man wird, desto tiefer musst du reingucken, was du da wirklich kaufst.
Ja, dieses Motto einfach, transparent, fair gilt zur Gänze eben bei den Indizes, die auch nicht für Anleger speziell erstmal konstruiert wurden, sondern die einfach die Funktion als Markt...
hatten und haben.
Den S&P 500 beispielsweise, den gab es schon lange, bevor es den ersten Indexfonds und den ersten ETF gab.
Und der ist bis heute einer der großartigsten Indizes der Welt.
Und man kann nur hoffen, dass gerade auch jetzt im Zuge dieser Mega-Börsengänge, die vielleicht kommen von SpaceX und Co., Standard & Poor's, dieses Regelwerk, das über so viele Jahrzehnte so erfolgreich war.
nicht unnötig aufweicht.
Ländersache.
Schauen wir zum Schluss noch mal auf das Thema Schwellener.
Die hatten sich ja einige Zeit auch wirklich enttäuschend entwickelt.
Da wurde immer viel Hoffnung verbreitet, aber die Kurse hinken hinterher.
Übrigens auch ein Thema, wo man immer genau drauf schauen muss, was man da eigentlich kauft.
Also welche Länder stecken da genau drin?
Der MSCI World, sehr von den Amerikanern dominiert, hat in der Zeit zwischen 2021 bis Herbst 2024 rund 60 Prozent zugelegt.
Und der MSCI Emerging Markets ist nur seitwärts gelaufen.
Die Frage ist jetzt, hat sich das Bild eigentlich verändert oder müssen wir weiter hoffen, auch hier?
Ja, seit einiger Zeit holen die Schwellenländer auf.
Die vergangenen zwölf Monate waren für den MSCI Emerging Markets richtig gut.
Mehr als 40 Prozent plus in Euro, während der MSCI World nur halb so gut gelaufen ist.
Allerdings sollte man beachten, mit den klassischen Schwellenländernarrativen hat dieser Anstieg wenig zu tun, denn dahinter steht jetzt nicht die Dynamik der aufstrebenden Volkswirtschaften, das Wachstum der Mittelschicht, diese ganzen schönen Geschichten.
Der wesentliche Treiber auch in den Emerging Markets ist mal wieder der KI-Boom.
Zu den Schwellenländern zählen eben auch Taiwan und zumindest bei MSCI Südkorea.
Also genau die beiden Aktienmärkte, die vom Boom by KI und von der Nachfrage nach Speicherchips besonders profitieren.
Über beide Länder hatten wir hier ja auch gesondert schon gesprochen.
über den südkoreanischen Aktienmarkt, den haben wir mal, glaube ich, liebevoll in einer Folge behandelt.
Der MSCI Taiwan, der hat natürlich ein Schwergewicht und das ist TSMC, das Unternehmen, von dem alle abhängen, wenn es um Chips geht.
Und der hat auf 12-Monats-Sicht in Euro 90 Prozent zugelegt.
Wie sieht es denn in Korea aus?
Ja, der MSCI Korea, der wird ja fast zur Hälfte von den Speicher-Champions Samsung und SK Hynix dominiert.
Und der konnte sich in 12 Monaten sogar mehr als verdreifachen.
Beste handelbare Länderbörse der Welt.
Es ist ja so, dass beide Länder Taiwan und Südkorea, die sind ja aus...
Technischen Kriterien werden die als Schwellenländer eingestuft.
Da geht es um den Zugang zum Kapitalmarkt, um die Regulatorik.
Interessant ist aber, dass jetzt diese beiden Länder inzwischen 44 Prozent des MSCI Emerging Markets Index ausmachen, obwohl die da gefühlt ja eigentlich gar nicht so richtig reingehören.
Und hinzu kommen natürlich auch noch die chinesischen Tech-Riesen, so Tencent und Alibaba.
Alibaba war in den letzten Wochen stark gebeutelt, aber die profitieren auf lange Sicht auch vom KI-Hype.
Das heißt, die Branchen IT und Kommunikation sind höher gewichtet in diesem Index als beim MSCI World.
44% zu 37%.
Das heißt, ich kaufe mir da eigentlich auch einen KI-Boom-Index.
Ja, also zumindest aus der Perspektive hat man keine Diversifikation.
Man hat dieselben Treiber, nur eben mit anderen Werten, was ja auch schon mal wichtig ist.
Aber spätestens an der Stelle wird eben klar, diese Art der Einteilung der Welt in Industrie- und Schwellenländer stößt da an Grenzen.
Und es ist ein weiteres Argument einfach für so einen All-Country-World-Ansatz.
Egal, wo ein Unternehmen ansässig ist und wie die Domizilländer jetzt von welchem Indexanbieter klassifiziert werden, Hauptsache, man ist breit diversifiziert dabei und da sind wir immer wieder beim selben Stichwort Weltportfolio als Vermögensbasis, als Aktiengrundrauschen und ob man das dann kapitalisierungsgewichtet umsetzt, also mit so einem All-Country-World und seiner US- und Tech-Dominanz oder ob man auf alternative Gewichtungstechniken wie den RAFI, diesen fundamentalen Index, zurückgreift.
Das ist dann eben die Frage des persönlichen Stils.
Diese Entscheidung, wo sitzt ein Unternehmen jetzt, ist heute gerade mit Blick auf den Tech-Sektor immer weniger relevant.
Also habe ich verstanden.
Mal wieder ein Plädoyer für den All-Country-World.
Bloß kann ich diese Schwellen dann doch so ein bisschen als Satelliten ausspielen?
Macht das Sinn?
Naja, natürlich.
Das Narrativ ist ja trotzdem interessant, wenn es jetzt darum geht, irgendwas drumherum zu gruppieren.
Und für Schwellenländer spricht ja die demografische Situation, die zumeist günstiger ist als in den etablierten Volkswirtschaften.
Die Wachstumsraten sind allein schon wegen des Basiseffekts höher und die Bewertungen sind nicht zuletzt wegen der politischen Risiken geringer.
Und ja, wenn man das jetzt dann irgendwie beimischen will und sagt, naja, mit dem MSCI Emerging Markets habe ich ja nicht wirklich Diversifikation, zumindest nicht auf der sektoralen Ebene, dann bleibt halt bislang nur eine Option, nämlich, dass man wirklich Länder- und Regionenfonds dazu packt.
Da fängt man halt an.
Da sagt man ja, okay, Indien muss auf jeden Fall ein bisschen stärker gewichtet werden.
Lateinamerika, Südafrika und naja, was ist dann eigentlich mit diesen ASEAN-Staaten?
Also Indonesien, Malaysia, Thailand, die Philippinen.
Da gibt es ja nicht einmal einen Regionen-ETF, da müsste man also jetzt diese einzelnen Länder-ETFs kaufen und da muss man sagen, da wird es dann wirklich mit der Beimischung ein bisschen sehr kleinteilig.
Also es wird kompliziert und kleinteilig, das kann ich ja auch gar nicht alles spielen und dann irgendwie 25 Euro hier und 50 Euro da.
Gibt es denn da einen ETF, der mir da einen Ausweg bauen kann?
Ich vermute, du hast was im Petto.
Ja, tatsächlich.
Ganz neu gibt es jetzt von Wisdom Tree einen True Emerging Markets Index.
Also ein Index, der sagt, das sind aber jetzt die wirklichen Emerging Markets.
Klingt so ein bisschen Trump-esk irgendwie, finde ich.
Ja, naja, also es geht halt darum, Länder zu finden, die wirklich eher die klassischen Schwellenländer-Merkmale aufweisen und deren Börsen stärker an der Binnenkonjunktur und den volkswirtschaftlichen Assets hängen, als jetzt an einem globalen.
Thema wie KI.
Die Frage ist immer nur, wie findet man das dann raus?
Wisdom Tree zitiert da ein ganz tolles Wort.
Multimetrik Framework.
Das dann unter anderem die Länderklassifizierung des internationalen Währungsfonds, den UN Human Development Index und das BIP pro Kopf zitiert.
Aber so wirklich transparent ist das auch nicht.
Ähnlich wie wir es eben hatten bei den Renewable Energy ETFs.
Weshalb wir einfach gucken, was ist eben nicht dabei, was wird aussortiert.
Und das sind eben die drei großen Länder, die keine klassischen Emerging Markets mehr sind.
Taiwan, Südkorea haben wir darüber gesprochen.
Und dann eben China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.
Der Gegenpol zu den USA, aber sicherlich nicht das klassische Schwellenland.
Und wenn wir sagen, okay...
Taiwan, Südkorea und China sind einfach draußen.
Egal aus welchen Gründen und sei es nur diskretionär, müssen wir festhalten, es fehlen hier also in Summe zwei Drittel des MSCI Emerging Markets.
Bleibt das eine Drittel übrig und das wird dann letztendlich hochskaliert und in einen einzigen Index und einen einzigen ETF gepackt.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
Hast du dich schon einmal gefragt, wer im Pflegefall die Kosten übernimmt?
Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt meist nur einen Teil der tatsächlichen Ausgaben.
Dabei betrifft Pflegebedürftigkeit statistisch drei von vier Menschen in Deutschland.
Mit einer privaten Pflegeabsicherung sorgst du rechtzeitig vor und schaffst finanzielle Sicherheit, schon mit niedrigen Monatsbeiträgen.
Jetzt bei der Allianz informieren auf allianz.de slash gesundheit slash Pflegezusatzversicherung.
Und dann lesen wir mal die Top Ten vor.
Das ist dann Indien mit 21 Prozent.
Brasilien knapp 19 Prozent und gefolgt von Südafrika.
Saudi-Arabien hatten wir Anfang des Jahres hier mal erwähnt.
Die kleine Wette, die Christian am Laufen hat auf den saudi-arabischen Aktienmarkt.
Auch interessant.
Manches nicht vorausgesehen, was dieses Jahr gebracht hat.
Bin gespannt über die Bilanz Ende des Jahres.
Danach noch Mexiko, Polen.
Vereinigte Arabische Emirate, auch gerade interessant.
Thailand, Malaysia, Indonesien und so weiter.
Also es ist ja wirklich interessant, dass ich da etwas spielen kann.
Also ich nehme einen großen Klumpen raus.
Es ist wirklich eine interessante Ergänzung.
Ja, die natürlich dann auch sektoral Rückkopplung hat.
Während wir ja im MSCI Emerging Markets eben wegen Taiwan, wegen Südkorea, wegen China diesen starken Tech-Fokus haben, spielt Tech bei diesen True Emerging Markets gar keine Rolle mehr.
Nur dreieinhalb Prozent Gewichtung.
Finanztitel mehr als ein Drittel ausmachen.
Aber das ist eigentlich typisch für Emerging Markets, dass Finanztitel ja auch ein Teil von Infrastruktur für die Wirtschaft sind.
Dazu 23 Prozent Rohstoffe, 15 Prozent Konsum.
Also das, was man von Schwellenländern eigentlich erwartet.
Auch eine sehr breite Diversifikation nach Einzelwerten.
Die Top Ten haben gerade mal 19 Prozent.
Im MSCI Emerging Markets sind es 31 Prozent.
Und natürlich ist das kein Ersatz, wenn man jetzt so eine 70-30-Strategie fährt, Welt und Emerging Markets.
Aber es ist eben...
Eine Möglichkeit, wenn man ein Weltportfolio hat und als Satelliten echte Emerging Markets mit starker Fokussierung auf die Binnenkonjunktur und die volkswirtschaftlichen Assets beifügen möchte.
Ja, spannend.
Kommen wir noch auf eine Sache zum Schluss.
Und Christian, da interessiert mich wirklich deine Meinung.
eine Übernahme, die mich total überrascht hat.
Der US-Videospielhändler GameStop hat ein Übernahmeangebot für eBay gemacht.
Also wirklich so ein Dino der Internet-Ära und GameStop.
Die habe ich nur als Zockeraktie irgendwie in meinen Gedanken oder auf meinem Radar.
Die bieten 125 Dollar pro Aktie und damit würde Ebay mit rund 56 Milliarden Dollar bewertet.
Der GameStop-Chef Ryan Cohen hat diesen Übernahmeversuch Project Sling getauft.
Er nimmt Bezug auf die biblische Geschichte von David, der den Riesen Goliath mit einer Schleuder besiegt.
Ebay war total überrascht, der Markt auch.
Die Frage ist, Muss man das ernst nehmen?
Weil ich meine, das ist ja 56 Milliarden, das sind ja Summen, die man normalerweise irgendwie bei einem Pharma-Deal mal aufruft.
Aber da spielen halt Weltplayer eine Rolle.
Ja, in der Regel ist dann bei so einer Pharma-Übernahme das übernehmende Unternehmen nicht das kleinere.
Also das ist schon ein immenses Missverhältnis.
Du kannst das natürlich auch da wieder mit wunderbaren Geschichten garnieren.
GameStop hat sich ja auch sehr stark gewandelt Richtung Memorabilia und Sammlern.
limitierte Editionen.
Und ja, da passt vielleicht eBay dann auch irgendwie rein.
Da kann man schon was stricken.
Mittlerweile macht ja Claude ganz tolle PowerPoint-Präsentationen.
Da braucht man gar keinen McKinsey-Praktikanten mehr dafür.
Aber bei mir kommen da schon so gewisse Memestock-Vibes auf.
Das liegt natürlich daran, dass GameStop eben diese Vergangenheit hat aus 2021.
Nur es ist so ein bisschen wie der Schwanz, der mit dem Hund wackelt und dass die Börse da auch sehr zurückhaltend ist, zeigt ja auch die Kursreaktion.
Eine Ebay-Aktie hat danach ein bisschen gewonnen, aber sie ist halt mit 110 Dollar deutlich unter diesem offerierten Preis gewesen.
Und insofern für mich ist es erstmal wieder eine der Blüten dieses Marktes.
Wir reden ja viel darüber, ob wir in einer Blase sind.
mit dieser Urologie immer so ein Problem.
Aber man kann sicherlich nicht bestreiten, dass wir umgeben sind von einem oder anderen Bläschen.
Also mal gucken, ob uns das noch beschäftigen wird.
Das hast du sehr poetisch gesagt.
Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, wenn Sie im Hintergrund ab und zu Bohrgeräusche gehört haben, das ist jetzt nicht so, dass einer von uns beim Zahnarzt war.
Ich schenke Christian zum 50.
Geburtstag eine Renovierung seines Podcaststudios.
Da werden demnächst frische Tapeten dran geklebt.
Deswegen hat er die Handwerker im Haus.
Nein, das bitten wir zu entschuldigen.
Ich meine, wir sind ja auch beide unterwegs, da hat man ab und zu Geräusche.
Das ist halt so, das gehört dazu, auch wenn wir uns natürlich versuchen abzuschirmen.
Wir danken erstmal für Ihre Zeit, für Ihre Treue.
Kommen Sie gut durch diese Woche und wir hören uns hoffentlich kommende Woche wieder.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
Fragst du dich, welcher Job wirklich zu dir passt?
Mit der KI-gestützten Jobsuche von LinkedIn beschreibst du einfach in deinen eigenen Worten, was du suchst, statt nur Keywords einzugeben und bekommst personalisierte Jobvorschläge, die zu deinen Skills, Interessen und Zielen passen.
So siehst du Jobchancen, die du sonst vielleicht verpassen würdest.
LinkedIn – the network that works for you.
