# Market Shifts, AI Finance, and Strategic ETF Portfolios

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-06

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Einbruch von PayPal, den Aufschwung von Pinterest und das Rekordhoch von Micron.
Im Thema des Tages geht es um die Dollardämmerung und ihre gravierenden Folgen für den Goldpreis.
Und in der AAA-Idee stellen wir euch Musterportfolios für Jung und Alt vor.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Mittwoch, der 6.
Mai und wir wünschen euch einen stabilen Start in den Tag.
Starke Quartalsbilanzen und Signale der Entspannung rund um die Straße von Hormuz haben gestern den Märkten ordentlich Stabilität geschenkt.
Der Deutsche Leitindex DAX stieg um 1,7 Prozent auf 24.401 Punkte.
Der Nasdaq 100 legte 1,3 Prozent zu und der S&P 500 kletterte immerhin um 0,8 Prozent auf 7.259 Zähler.
Ja, es versteht sich von selbst, dass der S&P 500 und auch der Nasdaq damit neue historische Höchststände markiert haben.
Nicht von selbst versteht sich allerdings, warum.
Signale der Entspannung, so wie du das eben so schön formuliert hast, ist es nämlich fast ein bisschen optimistisch formuliert.
Vielmehr ist die Lage nach den Raketenangriffen am Montag nicht noch weiter eskaliert.
Aber auch das ist dann ja offenbar dieser Tage schon eine gute Nachricht.
So ist es.
Und jede Menge weitere gute Nachrichten kamen, wie gesagt, gestern von der Unternehmensseite.
Damit hält die US-Bilanzsaison für Anleger weiterhin mehr positive als negative Überraschungen bereit.
Und durch diese Vielzahl an Berichten kämpfen wir uns jetzt erstmal gemeinsam durch.
Ja, starten wir in den USA und zwar mit Pfizer.
Der Pharmakonzern ist nämlich solide ins Jahr gestartet und hat die Erwartungen übertroffen.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 5 Prozent auf knapp 14,5 Milliarden Dollar und lag damit klar über den Prognosen.
Auch beim Gewinn je Aktie schnitt der Konzern besser ab als befürchtet.
Mit 75 Cent fiel der Rückgang zwar deutlich aus, aber weniger stark als vom Markt erwartet.
Trotzdem bleibt das Management vorsichtig und bestätigt lediglich die Jahresziele, statt sie anzuheben.
Die Prognose bleibt damit unverändert.
Für das Gesamtjahr peilt Pfizer Umsätze zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden Dollar an, sowie ein Gewinn je Aktie von 2,80 bis 3 Dollar.
Gleichzeitig zeigt sich ein Spannungsfeld bei der Kapitalallokation.
Der Konzern schüttet weiter hohe Dividenden aus und zahlt allein im ersten Quartal 2,4 Milliarden Dollar an die Aktionäre.
Dem steht jedoch ein Schuldenberg von mehr als 60 Milliarden Dollar gegenüber, der vor allem aus der Übernahme von Sijin stammt.
Die Aktie legte als Reaktion auf die Zahlen zeitweise knapp 2% zu, ging dann aber unverändert aus dem Handel.
Ganz anders bei PayPal.
Auf den ersten Blick lieferte der Konzern zwar starke Zahlen.
Der Umsatz stieg im ersten Quartal um gut 7 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar und lag damit über den Erwartungen von rund 8,05 Milliarden.
Und auch beim Gewinn je Aktie überraschte PayPal positiv.
1,34 Dollar statt der erwarteten 1,27 Dollar.
Und selbst beim Zahlungssolumen zeigt sich Wachstum.
Rund 464 Milliarden Dollar wurden abgewickelt.
Ein Plus im hohen einstelligen Bereich.
Doch der Blick nach vorn trübt das Bild erheblich.
Für das zweite Quartal stellt PayPal nur ein schwaches Wachstum in Aussicht und vor allem ein Rückgang bei der Transaktionsmarge um etwa 3%, mehr als doppelt so stark wie vom Markt erwartet.
Auch beim Gewinn signalisiert das Management nun Druck.
Das Ergebnis könnte im zweiten Quartal um rund 9% sinken.
Genau das ist der Punkt, der die Anleger nervös machte.
Die Aktie büßte mehr als 7 Prozent ein.
Und Anthropic greift derweil mit einer ganz neuen Generation von KI-Agenten gezieltes Kerngeschäft der Finanzindustrie an und damit auch die etablierten Daten- und Softwareanbieter.
Die Systeme, basierend auf der KI clort, sollen komplexe Aufgaben wie Bilanzanalysen, Kreditberichte oder auch Präsentationen in Zukunft weitgehend autonom erledigen.
Antrobic verzahnt sich strategisch mit Schwergewichten wie JP Morgan, Goldman Sachs und Blackstone und positioniert sich damit tief in den operativen Prozessen der Branche.
Der Finanzsektor wird so zum Testfeld für eine Entwicklung, die weit über diesen Sektor selbst hinausgeht.
Kein Wunder, dass die Papiere von FactSet, Morningstar, S&P Global und Moody's gestern zumindest zeitweise unter Druck gerieten.
Intel legte dafür kräftig zu, nachdem Berichte über mögliche Gespräche mit Apple für Fantasie sorgten.
Dem abprüfte der iPhone-Konzern neben Samsung auch Intel als zusätzlichen Chip-Zulieferer, um die starke Abhängigkeit von TSMC zu reduzieren und Risiken in der Lieferkette abzufedern.
Die Aktie sprang daraufhin zeitweise um mehr als 13 Prozent nach oben.
Und auch andere Halbleiterwerte wie AMD, Micron und ARM profitierten und zogen zum Teil sogar 11 Prozent an.
Der Sox legte daher auch 4 Prozent zu.
Micron ist damit jetzt übrigens zum ersten Mal mehr als 700 Milliarden Dollar wert.
Und auch Infineon, die legen ja heute Zahlen vor, glaube ich, kletterte um mehr als 8 Prozent.
Und auch Pinterest gehörte zu den klaren Gewinnern des Tages.
Die Aktie schoss um bis zu 17 Prozent nach oben, nachdem der Konzern bessere Zahlen vorgelegt hat als erwartet.
Besonders überzeugend, die Plattform wächst nicht nur beim Umsatz, sondern auch bei der Reichweite.
Zuletzt kam Pinterest auf 630 Millionen monatlich aktive Nutzer, ein Plus von 11 Prozent im Jahresvergleich.
Gleichzeitig steigen die Werbeerlöse deutlich, was zeigt, dass sich das Nutzerwachstum auch besser monetarisieren lässt.
Für das zweite Quartal stellt das Unternehmen zudem höhere Umsätze in Aussicht, höhere Umsätze als bislang angenommen.
So, und jetzt springen wir über den großen Teich und schauen auch nochmal auf die deutsche Berichtssaison, wo ja auch gestern schon mächtig los war.
Also gehen wir da mal im Staccato schnell durch.
Fresenius Medical Care enttäuschte mit schwachen Zahlen, vor allem im wichtigen US-Geschäft.
Die Aktie verlor deutlich und bildete mit minus 11 Prozent das Schlusslicht im DAX.
Rheinmetall legte etwas zu, obwohl die Quartalszahlen, wir hatten ja gestern berichtet, unter den Erwartungen rausgekommen waren.
Der Düsseldorfer Konzern konnte jedoch auf Verschiebungen in das Folgequartal verweisen, was in der Branche nicht ganz unüblich ist, und bestätigte vor allen Dingen seine Jahresziele.
Das überzeugte die Marktakteure.
Rückenwind kam gestern auch aus dem Bankensektor.
Die Commerzbank-Aktie stieg nach dem offiziellen Übernahmeangebot der Unicredit spürbar und notierte sogar über dem gebotenen Preis.
Auch auf der Gewinnerseite standen zudem Industriewerte.
Siemens und Siemens Energy profitierten von den positiven Signalen aus den USA, nachdem zum Beispiel Rockwell sein Gewinnziel angehoben hatte.
Besonders auffällig, auch hochtief, die Aktie setzte ihre Rallye fort, sprang erstmals über 500 Euro.
und legte zweistellig zu, getrieben von Erwartungen rund um Infrastrukturinvestitionen in Bereichen wie KI und Digitalisierung.
Auch Schaeffler überzeugte mit einer verbesserten Profitabilität und verteuerte sich deutlich.
Am Ende stand die Aktie des Autozulieferers 7,6 Prozent höher bei 8,48 Euro.
Und noch ein schneller Blick ins europäische Ausland.
Ferrari hat die Erwartungen übertroffen.
Die Geschäftszahlen im ersten Quartal 2026 waren eigentlich nicht schlecht.
Der Umsatz lag in den ersten drei Monaten rund drei Prozent höher bei 1,85 Milliarden Euro.
Der Vorsteuergewinn kam bei 722 Millionen Euro raus, ein Plus von vier Prozent und das Ganze bei einer Marge von 39,1 Prozent.
Ja, und das Ganze bedeutet dann ein Nettogewinn von 413 Millionen Euro.
Der Gewinn pro Aktie, der betrug 2,33 Euro.
Da hätte man im Quartal des Iran-Kriegs halt auch Schlechteres befürchten müssen.
Fazit, höhere Preise und Personalisierung bei den Sportwagen haben den Lieferrückgang ausgeglichen.
Insgesamt wurde die 2026er Guidance bestätigt.
Letztlich reichte das nicht.
Die Aktionäre sind Besseres gewöhnt.
Am Abend notierte die Ferrari-Aktie 3,6 Prozent leichter bei 279 Euro.
Und auch für die HSBC ging es ins Minus.
Die britische Großbank verfehlte die Erwartungen.
Mit einem Quartalsüberschuss von 9,4 Milliarden Dollar blieb das Institut unter den Prognosen.
Die Aktie gab daraufhin um rund 3,5 Prozent nach.
Deutlich besser läuft es etwas überraschend bei Anheuser Busch Inbev.
Der belgische Brauereikonzern präsentierte gestern überraschend starke Absatzzuwächse.
In Kombi mit einem bestätigten Ausblick trieb das die Aktie um mehr als 9 Prozent nach oben.
Der Konzern hält an seinem Ziel fest, das operative Ergebnis mittelfristig um 4 bis 8 Prozent zu steigern.
Besonders interessant ist dabei die Entwicklung jenseits des klassischen Biergeschäfts.
Andere Segmente wachsen dynamischer und verringern die Abhängigkeit vom Kerngeschäft.
Und unser Kerngeschäft, das sind die Termine und dafür würde ich jetzt mal an dich übergeben.
Ja.
Die Übergabe nehme ich an.
Heute treffen sich die G7-Handelsminister, um vor dem Hintergrund des Irankriegs über Energie, Lieferketten und den fairen Wettbewerb zu sprechen.
Und dann gibt es aus Deutschland noch ganz, ganz, ganz, ganz viele Quartalszahlen.
Ich stelle euch mal eine kleine Auswahl vor.
Unter anderem liegen Infineon, Lufthansa, Red Care Pharmacy, Fresenius, Basler, Zalando, HelloFresh, Evotec.
Heidelberg Materials, Rational, Daimler Truck, Continental, BMW, Hensoldt, Ottobock und Renk ihre Zahlen vor.
Aus Europagum gibt es dann noch Philips, Equinor, Telekom Italia, Vestas, Aiden, Novo Nordisk und Veolia.
Und aus den USA kommen Uber, Walt Disney, Kraft Heinz, die New York Times und Marriott mit aktuellen Zahlen.
Das Thema des Tages.
In den vergangenen Wochen ist es um den Goldpreis ganz schön ruhig geworden.
Und das, obwohl er zuvor einen bemerkenswerten Lauf hingelegt hat.
Anfang des Jahres lag die Feinunste zeitweise bei fast 5600 Dollar.
Inzwischen sind es weniger geworden, gerade mal 4600.
Ein Minus von etwa 18 Prozent.
Und es klingt jetzt erst mal nach einer ganz klassischen Abkühlung.
Tatsächlich, was ich den Kurzfristchart anschaut, der sieht erst mal eine echte Grund.
Aber wer dann genauer hinschaut, auch etwas langfristig, der sieht eher eine Verschnaufpause.
Denn solche Bewegungen, die sind selten isoliert.
Hinter dem Goldpreis steckt gerade mehr als bloße Marktmechanik.
Es geht hier um Vertrauen in Währungen, in Staaten, in die Stabilität des Systems.
Und genau da wird es interessant.
Die Entwicklung des Goldpreises passt nämlich in einen größeren Trend.
Einen, der darauf hindeutet, dass sich im globalen Finanzsystem gerade etwas verschiebt und das mit potenziell großer Wirkung.
Und genau deshalb werfen wir darauf jetzt mal einen Blick.
Seit der Finanzkrise 2008, 2009 hat sich der Goldpreis verfünffacht.
Erst als direkte Reaktion auf die Krise, dann als Folge der jahrelangen Nullzinsen.
Inzwischen kommt ein dritter Treiber hinzu, die Notenbanken selbst.
Ihr Goldanteil an den Reserven hat sich in nur vier Jahren auf rund 30 Prozent verdoppelt, wie eine aktuelle Analyse der Deutschen Bank zeigt.
Parallel dazu verliert der Dollar an Bedeutung.
Sein Anteil an den Währungsreserven lag lange bei rund 60 Prozent.
Inzwischen sind es nur noch so etwa 40 Prozent.
Und wichtig ist, das Geld fließt nicht einfach in andere Währungen, sondern eben in Gold.
Die hat unser Kollege Frank Stocker für uns beantwortet.
Lange hieß es ja, wenn Staaten ihre Währungen stark ausweiten, suchen Anleger nach einem stabilen Gegenpol und landen bei Gold.
Das stimmt, erklärt aber nicht, warum gerade jetzt Zentralbanken weltweit ihre Bestände erhöhen.
Der eigentliche Treiber, der scheint ein anderer zu sein, das geopolitische Umfeld.
Ein Blick zurück hilft vielleicht beim Einordnen.
Nach dem Ende des Bretton Woods Systems in den 90er, 70er Jahren schoss Gold preislich zunächst nach oben, verlor aber dann in den 80ern und 90ern an Bedeutung.
Das war die Phase, in der die USA zur unangefochtenen Supermacht wurden und das globale System relativ stabil wirkte.
Auch die Zentralbanken hielten damals weniger Gold.
Heute ist genau diese Ordnung ins Rutschen geraten.
Die USA sind wirtschaftlich und politisch weiterhin dominant, aber nicht mehr konkurrenzlos.
China ist aufgestiegen, neue Allianzen entstehen und alte Gewissheiten bröckeln.
Handelskonflikte, Sanktionen und strategische Rivalitäten prägen zunehmend die globale Landschaft.
Für viele Staaten wird es damit riskanter, sich stark auf einzelne Leitwährungen zu verlassen.
Und hinzu kommt auch noch die Innenpolitik der USA selbst.
Wenn politische Eingriffe die Unabhängigkeit der Notenbank infrage stellen oder die Wirtschaftspolitik schwer berechenbar wird, Donald Trump talking to you, leitet das natürlich das Vertrauen.
Gerade für Zentralbanken ist das entscheidend.
Sie halten ja Reserven nicht nur aus Renditegründen, sondern vor allem auch als Absicherung.
Und daher ist die aktuelle Entwicklung mehr als nur eine Verschiebung im Portfolio.
Sie deutet auf einen strukturellen Wandel hin.
Gold könnte wieder stärker in den Kern des Finanzsystems rücken, etwa als indirekter Referenzwert oder als Grundlage neuer, teilweise goldgedeckter Finanzinstrumente.
Diese Bewegung, die ist ja schon angebrochen.
Und wie es genau aussehen wird, das ist zwar offen, aber die Richtung, die ist schon klar erkennbar.
Sollte sich dieser Trend fortsetzen, hätte das nämlich direkte Folgen für den Preis.
Logisch.
Moderate Umschichtungen der Zentralbanken könnten den Goldpreis deutlich nach oben treiben.
Sollte der Anteil an den globalen Reserven von derzeit 30 auf 40 Prozent steigen, könnte das Edelmetall auf bis zu 14.000 Dollar je Feinunze steigen, haben zumindest die Experten der Deutschen Bank berechnet.
Hatten sie allerdings ein Niveau von 8000 Dollar innerhalb der nächsten fünf Jahre.
Und damit sind sie sogar noch zurückhaltend.
Die UBS, die rechnet schon für dieses Jahr mit Preisen von 6200 Dollar.
JP Morgan redet von 6300 Dollar.
Wer darauf wetten will, der könnte über Xetra Gold und Euwax Gold 2 aktiv werden und muss Gewinne nach zwölf Monaten Haltefrist nach aktueller Gesetzeslage nicht einmal versteuern.
Hallo, ja, ich bin der André.
Also ich habe mir dieses Elektroauto gekauft und damit will ich ja auch mal wohin fahren.
Dann ist der Akku aber nicht immer ganz voll und dann bleibe ich halt lieber zu Hause.
Reichweitenangst kann jeden treffen.
EWE Go hilft.
Wir bringen dich mit über 3000 Ladepunkten sicher und unkompliziert ans Ziel.
Einfach EWE Go App runterladen und kostenlose Ladekarte bestellen.
EWE Go.
Und gut.
Die AAA-Idee des Tages.
Daniel, es gibt da diesen Satz an der Börse, der so simpel klingt, dass man seine Sprengkraft leicht unterschätzt.
Das beste Depot ist das, das zu deinem Leben passt.
Ja, absolut, Lea.
Heute steigen wir regelrecht philosophisch in die AAA-Idee ein.
Das Schöne an deiner Weisheit, heute ist es viel einfacher als früher, ein Depot zu bauen, das zu deinem Leben passt.
Eine Welt der Eintrittshürden.
Wer wenig Geld hatte, der bekam oft eher teure, aber manchmal gar nicht so gute Fonds aufgeschwatzt.
Und ich rede da als alter Bankkaufmann aus Erfahrung.
Wer Profimanagement wollte, musste eine sechsstellige Summe oft für den Vermögensverwalter mitbringen.
ETFs haben diese alte Ordnung zum Glück komplett zerlegt.
Sie sind nämlich die eigentliche Jahrhundertfinanzinnovation.
Sie reduzieren Komplexität und machen professionelles Investieren für jeden zugänglich.
Genau darum geht es in der AAA-Day heute.
Wir schauen uns an, wie man mit ETFs eine echte Vermögensarchitektur baut.
Und das Spannende ist, sogar die Profis, die früher eher auf aktive Investmentfonds gesetzt haben, die sagen heute oft, Leute, nehmt ETFs, das ist effizienter und transparent.
Wir fangen jetzt einfach mal mit einer Phase an, ganz früh im Leben, nämlich mit der Phase der ersten Berufstätigkeit.
Hier geht es nicht nur ums reine Ausprobieren oder das erste Reinschnuppern wie in der Schulzeit.
Hier wird schon ernsthaft Substanz aufgebaut.
Das Einkommen steigt, die Langfristziele werden konkreter, Altersvorsorge vielleicht das Eigenkapital für die Immobilie.
Ein einzelner Welt-ETF wie beim Beginn.
während der Schulzeit, kann man sagen, zum Lebensbeginn, der reicht hier oft nicht mehr aus.
Wer etwas feiner justieren will, der setzt auf einen sogenannten...
Core-Satellite-Ansatz.
Und unser Muster-Depot für diese Lebensphase, die sieht dann so aus.
Der Kern, der Core, der besteht zu 70 Prozent aus einem Klassiker wie dem Vanguard Fuzzi Allworld.
Natürlich thesaurierend in dieser Lebensphase, denn ihr habt ja Zeit, den Synthesis zu nutzen und braucht laufende Ausschützungen zu der Zeit noch nicht unbedingt.
Den Welt-ETF können wir dann gezielt um 15 Prozent Schwellenländeraktien ergänzen, etwa in Form des iShares MSCI im Merchant Markets.
Warum?
Um die Schwellenländer etwas höher zu gewichten, als sie vielleicht im Standard-Weltindex vorkommen, da dort oft die Wachstumsmusik ja von morgen spielt.
Und weil man in dieser Phase zwar ordentlich Risiken aushalten kann, aber vielleicht nicht bei jedem geopolitischen Windstoß nervös werden möchte, da kommen da noch zwei Stabilisatoren hinzu.
10% globale Anleihen kann man beifügen, zum Beispiel in Form des Vanguard Euro Corporate Bond, ebenfalls miserierend, und 5% Gold als so eine Art Angstversicherung über einen Physical Gold EDC.
Da haben wir gerade im Thema des Tages drüber gesprochen.
Ja, wenn man jung und dynamisch ist, darf man nämlich auch ruhig ein bisschen offensiver sein.
Volatilität ist hier kein tödliches Risiko, sondern bei einem Horizont von 30 Jahren eher der strategische Freund für den Zinseszinseffekt.
Aber irgendwann kommt dann der Punkt, in dem man den Fuß vom Gas nehmen muss und sicher ins Ziel rollt.
Das ist dann der Vorruhestand und das ist oft die am meisten unterschätzte Phase.
Ja, und da haben die meisten Anleger statistisch gesehen ihr größtes Vermögen im Depot, aber eben nicht mehr den größten zeitlichen Puffer.
Wenn die Börse zwei Jahre vor der Rente um 30 Prozent einknickt, dann ist unter Umständen die gesamte restliche Lebensplanung, also zumindest die finanzielle Lebensplanung für den Ruhestand im Eimer.
Und das bedeutet konkret für das Musterportfolio, wir schrauben den Weltaktienanteil auf 55 Prozent zurück und diesmal nehmen wir die ausschüttende Variante des Vanguard FTSE Allworld, um schon einmal den natürlichen Cashflow zu generieren, der ein bisschen Ruhe schenkt.
Dazu kommen 15 Prozent Qualitätsdividenden, etwa in Form des iShares MSCI Quality Dividend Advanced.
Ja, man kann aber auch den VanEck Morningstar, die World Markets Dividend Leaders nehmen.
Diese ETFs enthalten Firmen, die nicht nur ausschütten, sondern...
auch ein stabiles Geschäftsmodell haben, was dann insgesamt auch die Schwankungen der Kurse dämpft.
Und die restlichen 30 Prozent fließen in Stabilität und Liquidität.
20 Prozent bleiben im globalen Online-ETF und 10 Prozent wandern in einen Geldmarkt-ETF, etwa den Amundi Smart Overnight Return, quasi so als Puffer.
Ja, wichtig dabei, durch die ETFs haben wir weltweit oder bei Zinsprodukten zumindest europaweit gestreut.
Und halten außerdem die jährlichen Ausgaben bei einer niedrigen Gesamtkostenquote von 0,25 Prozent extrem niedrig.
Also die Kosten bleiben unter Kontrolle.
Das veränderte Portfolio, das ist also nicht teurer, sondern weist nur eine andere Risikostruktur auf.
Das ist so wie eine verbesserte Statik des Hauses, damit es auch im Rentenalter noch den finanziellen Stürmen sicher gegenübersteht.
Genau.
Egal, ob man 25 Euro Sparrate hat und damit startet oder ein Depot von 250.000 Euro umschichtet, ETFs haben die professionelle Diversifikation demokratisiert.
Wer sich an die Philosophie hält und der auch folgt, der braucht keine heißen Tipps von dubiosen Börsengurus, sondern nur ein bisschen Geduld, Disziplin und das passende Depot für das jeweilige Alter.
Auch wenn es zugegebenermaßen Spaß machen kann.
Jenseits aller Weisheit heißen Tipps zu folgen.
Musterportfolien für alle Lebensphasen, die findet ihr auch in der kommenden Ausgabe der Welt am Sonntag.
Denn da habe ich nämlich einen großen Text dazu geschrieben.
So ist es.
Wir freuen uns alle sehr darauf.
Und bis Sonntag müsst ihr nicht warten.
Die Wertpapierkennnummern für die jeweiligen ETFs, die findet ihr schon heute in den Shownotes.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an www.888welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Eine deutliche Bewertung gab es gestern von euch zu dem Kryptosteuerhammer der Bundesregierung.
Mike schrieb, Zitat, wir können nur hoffen, dass dieses Gruselkabinett bald ein Ende hat.
Zitat Ende.
Und Sebastian fand sogar noch deutlichere Worte.
Zitat.
Dieser gierige Staat bekommt mal wieder den Hals nicht voll.
Deutschland hat kein Einnahme, sondern ein Ausgabeproblem.
Ja, wobei ich sagen muss, das Gesetz ist ja noch nicht beschlossen.
Also ihr könnt auch noch eine Mail schreiben an euren Bundestagsabgeordneten vor Ort und sagen, dass ihr nicht einverstanden seid mit der Krypto-Steuer, wie sie geplant ist.
Ob es das bringt?
Eine andere Frage, aber ich finde, ein Versuch ist es wert.
Ja, ein Verstand mit der aktuellen Newslage ist auch André nicht.
Das macht ihn nämlich nicht nur nervös, sondern vor allem traurig.
Wir wollen ja hier keine schlechte Laune machen oder gar euch traurig.
Deswegen schnell weiter mit den guten Nachrichten und guter Laune.
Zumindest für alle, die auf der OMR sind.
Und laut der Vielzahl an Fotos, die Holger und Nando schon mit Hörern gemacht haben, sind es ja durchaus einige.
Auf LinkedIn habe ich zum Beispiel ein Selfie von Martin gesehen, samt eines Kommentars von Marco, der darauf ganz neidisch war.
Ja, lieber Marco, dafür...
Hier jetzt einmal live on tape.
Liebe Grüße von uns an dich.
Auch wenn wir natürlich nicht die Samstagsfolgen Kult-Host sind.
So, aber lange Rede, kurzer Sinn.
Falls ihr auf der OMR seid, ist die Halle A1 heute um 10 Uhr für den AAA-Live-Podcast natürlich ein Pflichttermin.
Und Pflicht ist natürlich auch, die nächsten Folgen zu hören.
Und daher gilt, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei BELT.
Und überall, wo es Podcasts gibt.
