# IMF Outlook, EU Integration, and Healthcare Reform Strategy

**Podcast:** Mikroökonomen a.k.a. Mikrooekonomen
**Published:** 2026-05-05

## Transcript

Wir haben Mittwoch, den 29.
April 2026.
Hallo und herzlich willkommen zur 348.
Folge der Mikroökonomen.
Hallo Jens.
Hallo Hanna.
Wir reden heute über zwei Themen, eins recht lang und eins nur so ein bisschen, denn Jens hat den World Economic Outlook des IMF gelesen, richtig?
World Economic Outlook?
Ja, das war eine Menge Arbeit.
Du bist jetzt, ist dir klar, das ist jetzt deine Zuständigkeit, denn jedes Jahr zu lesen.
Ja, ja, ja.
Den Fehler mache ich nicht.
Fred und ich lesen ja schon den OECD-Bericht und den Sachverständigenratsbericht.
Also irgendwann ist auch Schluss.
Von daher ist jetzt leider, hast du jetzt die Flöcke eingeschlagen.
Wie dick ist denn dieser eigentlich, dieser Sachverständigen, dieses Frühjahrsgutachten?
Das Frühjahrsgutachten ist nicht so lang.
Das ist immer so 150 Seiten und das letzte Jahresgutachten war 350 Seiten.
Autsch.
Aber wir lesen ja immer schon länger nicht mehr alle Kapitel, sondern...
Das erste und dann jeder ein Kapitel, was uns halt so interessiert.
Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Genau.
Ja, und ich werde dazwischen schieben die heute beschlossene Gesundheitsreform und die Ideen, die sonst noch im Gesundheitssektor in der Regierung war, beziehungsweise im Gesundheitsministerium und das einmal angucken, was da geplant ist und was alle Seiten dazu meinen.
Zunächst aber ein paar Vorabhinweise.
Es gibt zwei neue.
Ich glaube, zwei neue Foreign Times.
Ich weiß richtig, hier steht Alexander Clarkson zum Iran-Diskurs.
Und es gab aber noch eins mit Jörg Lau.
Ja, mit Jörg Lau.
Genau.
Und zumindest das eine ist auch schon frei.
Und dann freuen wir uns auch immer, wenn ihr euch bei uns meldet.
sind erreichbar über Markus' E-Mail-Adresse mh.mikroökonomen.de und ihr findet uns auch alle einzeln und gemeinsam auf Mastodon und auf Reddit.
Außerdem könnt ihr uns natürlich im Shownotes-Blog auch einen Kommentar hinterlassen.
Da ist auch ein Kommentar, den ich noch beantworten muss zu meiner letzten Folge zum Thema Lars Klingbeil und die Einkommensverteilung.
Da habe ich noch nicht darauf geantwortet, weil es da darum ging, wie wir denn eigentlich die arbeitende Mitte definieren würden, wenn es nicht die Definition von Lars Klingbeil ist.
Ich habe schon die Zahlen rausgesucht, bin aber noch nicht dazu gekommen zu antworten.
Das mache ich die Tage.
Wir reden nicht über Jens.
Ja, ich möchte nicht über die aktuelle Situation im Nahen Osten reden.
Heute ist ja ganz aktuell, die Vereinigten Arabischen Emiraten sind aus der OPEC ausgetreten.
Das finde ich ist noch ein bisschen zu früh, um das wirklich schon hier im Podcast zu besprechen.
Und ja, eigentlich über den...
Krieg gegen den Iran oder mit dem Iran.
Ich weiß auch gar nicht, wie man das am besten bezeichnet.
Ich glaube, die Situation ist weiter ziemlich vertrackt.
Ja, da müssen wir, glaube ich, auch bei den Mikroökonomen nicht drüber reden.
Genau, das überlassen wir Marco, darüber zu reden.
Und ja, man fragt sich natürlich, wenn jetzt die OPEC so sich zerfleddert, ob wir schon am Ende des fossilen Zeitalters sind oder es nochmal ein Auflackern gibt.
Mal sehen.
Aber Putin hat ja schon verlauten lassen, dass Russland nicht aus der OPEC Plus austreten würde.
Gut, das hätte mich auch gewundert.
Außerdem reden wir nicht über den Wal in der Ostsee, beziehungsweise vielleicht ist er jetzt schon in der Nordsee.
Ich verfolge die aktuelle Lage nicht, aber das ist alles sehr unappetitlich, wenn man sich da näher reinliest, was das jetzt für Wellen schlägt in rechteren und verschwörungstheoretischen und Wutbürgerkreisen.
Das ist sehr unschön.
Und außerdem, verwunderlich, reden wir nicht über Katharina Reiche.
Das haben ja Marco und Ulrich letzte Woche erst gemacht.
Da brauchen wir jetzt diesmal nicht ran.
Ist ja auch mal schön.
Ja, ist auch sehr unschön darüber zu reden, über diesen Unfall.
Ja, ich meine, man könnte jede Woche über irgendwelche neuen Wirrungen reden, aber das ist auch dann die Hälfte davon.
Aber ich finde, Ulrich hat das letzte Woche extrem gut auf den Punkt gebracht.
Es ist einfach wirklich ein Desaster auf ganz, ganz unterschiedlichen und vielen Ebenen.
Ich war sehr begeistert von der Analyse.
Das stimmt.
Man fragt sich ja schon ein bisschen, warum das so lange andauert.
Aber gut, wie auch immer.
Stattdessen reden wir mal über das, was der IMF über die Wirtschaftspolitik zu sagen hat.
Genau.
Also vielleicht eine kleine Vorrede.
Ich habe Kollegen, die sind tatsächlich vorletzte Woche auf dieser IMF-Konferenz gewesen in Washington und haben sich mal angehört, was so die Finanzmarktprominenz so...
zu erzählen hat.
Und man kann ja auch tatsächlich viele Finanzminister, insbesondere die Emerging Markets treffen, aber auch aus großen westlichen Industrienationen und aber natürlich auch vor allem so Börsenteilnehmer und große Banken und Kapitalsammenstellen.
Und das Interessante ist, dass neben diesem IMF Frühjahrstagung immer ganz viel natürlich über die Märkte geredet wird.
Und interessanterweise haben meine Kollegen erzählt, dass eigentlich die Stimmung sehr sehr positiv war.
Also irgendwie das...
Was wir auch so an den Kapitalmärkten sehen, das spiegeln die auch vor diesen Konferenzen wieder so, dass alle irgendwie relativ entspannt sind.
Und ja klar, irgendwie so ein paar Lieferketten, die werden jetzt irgendwie für ein bisschen gestört sein und so, aber also alle noch relativ entspannt.
Das fand ich tatsächlich ganz interessant und spiegelt auch so ein bisschen die Kapitalmarktstimmung tatsächlich relativ gut wieder.
Das ist witzig.
Ich hatte heute überlegt, ob ich über den IFO-Geschäftsklimaindex reden soll, der ja auch gestern erschienen ist.
da die Inflation massiv gestiegen ist und das Geschäftsklima als besonders schlecht sich entwickelnd eingestuft wird.
Also in Deutschland ist die düster Stimmung dann sehr viel stärker als so international gesehen wird.
Ja, naja, ich meine, wir haben natürlich in Europa irgendwie jetzt schon lange Zeit von relativ schwachen Wachstumsraten hinter uns.
Da ist es, glaube ich, kein Wunder, dass wir im Verhältnis zu dem Rest der Welt ein bisschen kritischer und pessimistischer die Situation einschätzen.
Wie auch immer.
Der IMF hat sich natürlich ganz konkrete Gedanken gemacht bei dieser Frühjahrskonferenz und im Rahmen dieses World Economic Outlook.
Und hat auch einen Blogbeitrag geschrieben.
Und zwar, wie es denn eigentlich der europäischen Volkswirtschaft unter dem Druck von eigentlich gleichzeitig stattfindenden Belastungsfaktoren geht.
am besten umgehen sollte aus wirtschaftspolitischer Sicht.
Und darüber wollte ich jetzt im Ersten Teil mal reden.
Genau.
Also der Blogbeitrag nennt sich Reforming Europe Under Pressure.
Und ja, IMF beschreibt eben, dass wir uns aktuell in Europa in einer Phase hohen wirtschaftlichen Drucks befinden, weil eben viele unterschiedliche Schocks gerade auf eine relativ, naja, sie nennen es fragile Ausgangslage.
Ich würde sagen, wir sind in Europa nicht fragil, sondern es fehlt halt irgendwie so ein bisschen die Dynamik.
Und der IMF beschreibt.
Die exogenen Schocks, mit denen Europa gerade konfrontiert ist, also wir haben weiterhin vergleichsweise hohe Energiepreise, die auch noch sehr stark schwanken.
In Europa leiden wir doch sehr stark unter den geopolitischen Umwerfungen, also Ukraine, Russland und jetzt dann eben auch die Situation im Nahen Osten.
Und wir haben eben damit dann auch wieder so eine erhöhte Inflationsdynamik, die...
dann jetzt sozusagen noch mehr Futter bekommt mit den Öl- und Gaspreisen, die eben deutlich angestiegen sind.
Und diese Faktoren, die wirken jetzt gleichzeitig und sollten so die makroökonomische Theorie eben zu einer Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Dynamik führen, was dann laut IMF dazu führen sollte, dass die Resilienz der gesamteuropäischen Wirtschaft an mehreren Stellen gleichzeitig getestet wird, sozusagen.
Also Wachstumsaussichten bewegen sich laut IMF auf relativ niedrigem Niveau.
Ich glaube, das sehen wir ja auch schon eigentlich seit Jahrzehnten in Europa.
Und der Treiber dieser Entwicklung sieht der IMF eben an einer relativ schwachen Investitionstätigkeit, sowohl staatlicherseits übrigens, als auch von privater Seite.
Relativ wenig privaten Konsum im Vergleich zu anderen Wirtschaftsräumen.
Ja, einem hohen Maß an Unsicherheit.
An diesem hohen Maß an Unsicherheit lässt sich natürlich in der Geopolitik nicht viel dran rütteln, aber in Summe ergibt sich halt ein Umfeld, das eben zu diesem niedrigen Trendwachstum, was wir die letzten Jahrzehnte gesehen haben, führt.
Und dann nimmt der IMF jetzt sozusagen die politischen Maßnahmen so ein bisschen den Fokus und versucht für die...
Policymaker, wie sagt man denn da eigentlich auf Deutsch, die Verantwortlichen in der Politik, so ein bisschen so Rezepte zu reichen.
Und was sie sagen ist, hey, Fiskalpolitik, also die Ausgabenpolitik des Staates, die sollte darauf abzielen, möglichst zielgenau zu sein in dieser aktuellen Situation und nicht so...
Und einen zentralen Punkt in der Ausgestaltung dieser Maßnahmen sehen Sie natürlich im Kontext von der aktuellen Energiepreiskrise.
Und der IMF ist da ganz, ganz klar, der kritisiert halt breit angelegte Subventionen, weil sie sauteuer sind, weil sie Fehlanreize setzen, insbesondere beim Energieverbrauch und eben nicht zielgenau wirken.
Und deswegen sagt die IMF eigentlich, hey...
Also wenn du Fiskalpolitik machst in der aktuellen Situation, also irgendwie versuchst, die Wachstumsprobleme durch Staatsausgaben zu überdecken oder zu lösen, dann sollte das halt stärker zielgerichtet sein, es sollten temporäre Sachen sein, insbesondere für die Haushalte, die besonders vulnerabel sind.
Also man soll eigentlich in den fiskalpolitischen Maßnahmen klaren Fokus auf Effizienz und fiskalische Nachhaltigkeit setzen, weil wir haben ja in Europa ein Problem und zwar insbesondere in den ökonomisch schwächeren Volkswirtschaften, also in den klassischen Peripherieländern, aber auch in den südosteuropäischen Ländern, dass die eigentlich schon Staatshaushalte haben, die relativ stark verschuldet sich.
Also wir kommen in Europa eben aus einer Situation nach der Euro-Krise, nach Corona, wo die Staatshaushalte alle schon relativ stark verschuldet sind.
Das heißt, man hat eigentlich für expensive Fiskalpolitik relativ begrenzte Spielräume und da ist es eben umso wichtiger, einen klaren Fokus eben auf Effizienz von Fiskalpolitik zu legen.
um dann eben auch einfach fiskalisch glaubwürdig zu sein, auch gegenüber den Kapitalmärkten, weil die natürlich sehen, hey, wenn da Länder sind, die einfach mit der Gießkanne ungerichtet Geld verteilen, das sehen einfach die Kapitalmärkte nicht gerne und plötzlich steigen dann die Zinsen und damit ist man dann so in so einem klassischen Teufelskreis, dass sich die fundamentale Situation der Haushalte eben dann auch noch stärker verschlechtert, weil man höheren Zinsdienst leisten muss.
Soweit, so gut.
Ich glaube, der IMF ist eigentlich relativ bekannt dafür, dass der eigentlich über Jahrzehnte, eigentlich seit es den gibt, ich würde sagen, bis vor anderthalb Jahrzehnten immer sehr marktliberal war.
Und in den letzten anderthalb Jahrzehnten, finde ich, haben die so...
sich intern, glaube ich, so ein bisschen reformiert.
Also sie sind schon noch irgendwie in dieser Liga, der die Staatshaushalte müssen irgendwie schlank sein und ihr müsst irgendwie für strukturelle Reformen sorgen, aber sagen auch gleich immer dazu.
Strukturelle Reformen sehen wir nicht mehr so wie früher nur in der Öffnung der Volkswirtschaften gegenüber den Weltmärkten und in der Liberalisierung und Privatisierung von einzelnen Branchen und Erhöhung von Wettbewerb, sondern sie sagen halt immer, hey, die ganzen Reformen, die ihr machen müsst, die müssen irgendwie ökonomisch effizient sein.
dafür sorgen, dass so Themen wie Ungleichheit, vulnerable Gruppen, Stärkung von Institutionen nicht hinten runterfallen.
Und das ist tatsächlich etwas, was ich beim IMF mittlerweile sehr zu schätzen weiß, dass die einfach in ihrer ganzen Argumentation das nicht außer Acht lassen und wirklich von diesem neoliberalen Impetus so ein bisschen runtergekommen sind.
Ja, der IMF ist da ein bisschen mit dem Auftrag der Weltbank.
Ich habe den Eindruck so konform gegangen, eben Demokratiestärkung und Entwicklung von Schwellenländern stärker in den Fokus zu nehmen.
Und das ist so ein bisschen, glaube ich, wirklich der politische Auftrag, der zum Teil aber auch sehr abhängig ist, finde ich, von den jeweiligen Leitungen.
Also das hat sich durchaus auch mit den Vorsitzenden der letzten Jahre mal so, mal so entwickelt, habe ich den Eindruck.
Ja, aktuell ist ja diese Frau Georgieva.
Kristalina Georgieva, glaube ich.
Ich glaube, die ist Direktorin vom IMF und die kommt, glaube ich, aus Bulgarien.
Ich glaube, die ist Bulgarin.
Ich finde, dass die eigentlich dann, ich kann jetzt ihren Job von hier aus nicht wirklich bewerten, aber ich finde, der IMF macht meines Erachtens wirklich einen guten Job mittlerweile, was so Empfehlungen an Wirtschaftspolitik angeht.
Um das Thema zum Ende zu führen, natürlich gibt der IMF auch nochmal ganz konkrete Maßnahmen in die Debatte.
Und zwar die Frage, welche Strukturreformen sind denn eigentlich sinnvoll in der aktuellen Situation für europäische Volkswirtschaften und europäische Entscheidungsträger?
Eine Sache, die sie nennen, ist Diversifizierung und Integration der Energiemärkte.
Und sie schreiben, da ist auch eigentlich schon viel passiert.
Also 50 Prozent der Stromerzeugung in der EU stammt mittlerweile ja aus kohlenstoffarmen Quellen, nennen sie das.
Und ich nehme an, sie nennen es deswegen kohlenstoffarmen, weil da glaube ich Atomkraft mit enthalten ist.
Aber Gas und Kohle sind sozusagen in der EU schon in Summe für die Stromerzeugung eben in unter 50 Prozent.
Und das finden sie ganz explizit auch gut, weil natürlich dadurch Volkswirtschaften weniger anfällig gegenüber Ölpreisschwankungen sind und auch einfach unabhängiger von geopolitischen Verwerfungen, weil man eben nicht abhängig ist von Energieimporten oder weniger abhängig ist von Energieimporten.
Und dann schreiben sie eben noch, dass dieser Energiebinnenmarkt, den es ja in der EU gibt, also diese ganze Import-Export von...
Strom über die Ländergrenzen hinweg, die Beibehaltung des EU-Emissionshandelssystems und die Beschleunigung des grenzüberschreitenden Netzausbaus weiter verfolgt werden soll.
Und sie sind laut IMF der Weg zu strukturell niedrigeren und stabileren Energiekosten.
Also einem Thema, das ja, jetzt muss ich doch über sie reden, ne?
Dem sich ja die aktuelle Bundesregierung eigentlich verschrieben hat, aber...
Ich komme gleich noch zum Fazit.
Und das Zweite, was sie empfehlen, ist eben eine Vertiefung des europäischen Binnenmarktes, also vollständige Integration von Arbeits- und Produktmärkten, aber auch Bankmärkten.
Und das Interessante ist, die haben mal eine Rechnung angestellt, wenn die Integration der Arbeitsmärkte und Produktmärkte auf das gleiche Integrationsniveau wie in den USA.
gebracht werden könnte in der EU, dann rechnen die, könnte die europäische Produktivität um circa 20 Prozent gesteigert werden über einen Zeitraum von zehn Jahren.
Und das würde nochmal private Investitionen in Höhe von bis zu 800 Milliarden Euro mobilisieren und entsprechend auch gut für die Staatshaushalte sein, weil die müssten dann eben nicht so viele staatliche Investitionen tätigen.
Ehrlich gesagt, ich habe mir diese Rechnungen nicht in der Tiefe angeschaut.
Ich halte das für ein bisschen...
Denn fraglich, ob man das so eins zu eins rechnen kann.
Aber ich fand es mal interessant, da sozusagen nochmal Werte dahinter zu haben.
Also Ziel sollte halt eine höhere strukturelle Resilienz sein und geringere Anfälligkeit gegenüber von externen Schocks.
Ja, so der IMF.
Jetzt würde ich...
Dagegen gern nochmal die Arbeit unserer Bundesregierung halten.
Die macht nämlich tatsächlich mal wieder das exakte Gegenteil von dem, was ihnen eigentlich alle sagen und jetzt auch so eine super gouvermentale Behörde wie der IMF.
Was macht die Bundesregierung?
Die subventioniert den Spritpreis und das trifft, wenn überhaupt, natürlich nicht die vulnerablen Gruppen, sondern es trifft, wenn überhaupt, die Leute, die sich mal ein Auto leisten.
Und wir wissen, das sind nicht die untersten 20 Prozent, die die am meisten von eventuell höheren Preisen betroffen sind.
Aber eigentlich ist ja diese Subventionierung des Spritpreises eher eine Subventionierung der Ölkonzerne, die dann entsprechend die Preise erhöhen können, ohne dass es jemand merkt.
Kann man ja auch schön beobachten, wenn man sich einfach nur die Tankstellen anguckt.
Ja, ich bin ja Elektroautofahrer.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was ein Liter Benzin kostet.
Am Mittag der Preis nach wie vor auf ungefähr einen Cent oder zwei Cent mehr als am Mittag davor steigt.
Aber es gibt doch eigentlich diese Übergewinnsteuer.
Ist die denn eigentlich erhoben worden?
Nee, die nutzen wir bisher ja nicht.
In der letzten Energiekrise ist sie erhoben worden, aber im Moment nutzen wir sie nicht.
Ah, okay.
Vielleicht noch, um das Thema dann abzuschließen.
Was mir halt auch immer wieder auffällt, ist, dass mit...
Frau Reiche im Wirtschaftsministerium natürlich diese ganzen Anreize zur Dezentralisierung und Diversifizierung der Energieversorgung natürlich auch vollkommen ignoriert werden.
Also Stichwort Biogas, Erdgas und so weiter und so fort.
Ulrich hat ja darüber letztes Mal schon geredet.
Also ich frage mich weiterhin, wo sie eigentlich sein soll, die Wirtschaftskompetenz der Union.
Ich sehe sie nicht.
Im Gegenteil, ich sehe ganz, ganz viel eine Mischung aus Lobbyismus, Dilettantismus und ideologischer Verbremdheit.
Traurig, aber wahr.
Das ist eine 1A-Überleitung, denn unsere Gesundheitsministerin ist ja auch von der Union.
Und ehrlich gesagt, ich hatte bisher keine Meinung zu ihr, weil man ja nichts gehört hat.
Es gab eine Expertenkommission zum Gesundheitswesen, die im Januar oder Februar ein Abschlussgutachten vorgelegt hat.
Also die war noch beauftragt worden von Karl Lauterbach.
Und da geht es eigentlich auch um die Krankenhausreform.
Zur Krankenhausreform ist dieses Gesetz jetzt noch nicht, was heute beschlossen oder was die Koalition heute gebilligt hat.
Beschlossen ist es noch nicht durch den Bundestag.
Das ist ja was, was mich chronisch aufregt, dass immer...
von beschlossenen Gesetzen geredet wird, wenn der Koalitionsausschuss dem zugestimmt hat und nicht, wenn der Bundestag dem zugestimmt hat.
Aber jedenfalls, die Koalition hat sich heute auf das Gesetzespaket geeinigt, das Frau Warken vorgeschlagen hat.
Und ich muss sagen, wenn ich das Thema Gesundheitsreform lese, bin ich immer schon so ein bisschen getriggert, weil ich eigentlich mich an keine Gesundheitsreform erinnern kann, die sich im Nachhinein herausgestellt hat als das, was versprochen wurde.
Also nicht, dass alles davon immer schlecht war, aber das, was man damit verbunden hat, ist eigentlich nie eingetreten.
Also zum Beispiel die Praxisgebühr hat im Wesentlichen zu einer Belastung der Beitragszahler geführt, ohne dass die Anzahl der Arztbesuchenden zurückgegangen ist.
Die Krankenhausreform, die zum Teil ja Karl Lauterbach noch auf den Weg gebracht hat, muss jetzt wahrscheinlich nachgebessert werden.
Also es gibt eigentlich im Gesundheitssektor offensichtlich nicht die eine gute Lösung, sonst hätte sie wahrscheinlich schon jemand gefunden.
Und auch bei diesem Paket würde ich jetzt, also es wird angekündigt als eine umfangreiche, riesige Reform.
Im Grunde ist es aber nur ein Sparpaket.
reformiert nichts an der Funktionalität unseres Gesundheitswesens, sondern es ist eine Zusammenstellung von Einsparmaßnahmen, die das Loch stopft.
Und da sehe ich große Parallelen zur Rente, denn auch da haben wir ja bisher nicht geschafft, was zu ändern an der Funktionalität und den Grundmechanismen, sondern es werden immer nur neue Mal wird die Auszahlung gedeckelt, mal wird die Einzahlung erhöht.
Es wird immer nur so ein bisschen an der einen oder anderen Seite der Gleichung nachgebessert, aber letztlich wird nichts groß reformiert.
Das ist zugegebenermaßen auch schwer, ein existentes und aufeinander aufbauendes und hochkomplexes System irgendwie anzupassen.
Aber es wird notwendig sein und am Ende aus dem gleichen Grund, aus dem es bei der Rente notwendig ist, denn wir werden als Gesellschaft immer älter und damit auch kränker.
Wir zahlen, also das ist auf der Ausgabenseite das Problem und auf der Einnahmenseite das Problem, dass in dem Moment, wenn mehr Leute in Rente gehen, die Einzahler wegsterben und entsprechend wir auf der anderen Seite eben sinkende Einnahmen haben.
Auch genauso wie bei der Rente, wo wir schon oft darüber gesprochen haben, ist es so, dass nur ein Teil der Gesellschaft einzahlt in das Gesundheitssystem.
Beim Gesundheitssystem hat es sogar zwei Gründe.
Das eine ist die Beitragsbemessungsgrenze, die sozusagen die hohen Einkommen aus der proportionalen Einzahlung ausnimmt, sondern ab einem bestimmten Betrag zahlt man nicht mehr mehr ein, obwohl man gleichzeitig immer noch ein höheres Einkommen hat.
Und dann ist es außerdem so, dass wir zusätzlich ja die Privatversicherung haben, was eben parallel zu den Pensionen bei Beamten.
eben auch mindestens mal Beamte und Besserverdienende aus der Versicherungspflicht ausnimmt und dann auch noch zusätzlich eben eine freiwillige Möglichkeit gibt, sich zu versichern für Selbstständige.
Oder eben, die können sich halt auch privat versichern, wie sie wollen.
Das sind eigentlich, also diese Beitragsbemessungsgrenze ist ein absurdes Konzept, oder?
Also anders als bei der Steuer, wo man ja dann weiterhin seinen...
Höchststeuersatz zahlt für jeden weiterverdienten Euro, ist ja jeder weiterverdiente Euro über der Beitragsbemessungsgrenze faktisch GKV kostenfrei.
Ja, also dafür haben wir natürlich keine progressiven Sätze wie bei der Steuer.
Bei der Steuer geht es natürlich bis zum Spitzenscheuersatz immer weiter nach oben.
Also letztlich ist, und das ist ja auch eine Frage, die immer wieder bei der Reform eine Rolle spielt, ob die Progression in der Steuer anders gestaltet werden müsste, der wohlbekannte Mittelstandsbauch.
Also die Steuerprogression ist ja an manchen Stellen auch schief.
Und bei der GKV ist natürlich so, dass es eine...
Flat Satz, aber dafür gibt es eben die Beitragsbemessungsgrenze und man schneidet es eben ab und ab da ist es umsonst.
Alle jenseits der Beitragsbemessungsgrenze können natürlich auch einfach aus dem System aussteigen und sich privat versichern und viele tun das ja auch.
Und dadurch haben wir es eben auch so, dass wir praktisch ein System haben, was sich nur aus einem Teil der Menschen speist und zwar nicht aus dem besser verdienenden Teil der Menschen.
Gleichzeitig ist Gesundheit bei uns immer noch stark mit dem Einkommen verbunden, das heißt letztlich die teureren Menschen zahlen mit ihren geringeren Einkommen die steigenden Gesundheitskosten.
Und dadurch ist es klar, dass das System in der Finanzierung an seine Grenzen stößt.
Und das sehen wir in stark steigenden Krankenkassenbeiträgen.
Wir hatten jetzt mehrfach Steigerungsrunden, die zum Teil auch nur arbeitnehmerlastig umgesetzt wurden.
Wir hatten eine Zeit lang höhere Zusatzbeiträge, die jetzt wieder gesunken sind.
Auch der Zusatzbeitrag zum Beispiel hat ja nicht dauerhaft den Effekt gebracht, den er bringen sollte.
Und jetzt geht es also darum zu sagen, okay, wir können nicht mehr weiter einseitig die ArbeitnehmerInnen belasten, was in den letzten zwei, drei Beitragssteigungsrunden der Fall war, sondern wir müssen an der Ausgabenseite was einsparen, damit nicht die Krankenkassenbeiträge unendlich lang steigen.
Guter Gedanke.
Das Problem ist eben, wie gesagt, dass alle immer älter und kränker werden und es deshalb schwierig ist, an den Kosten was einzusparen, wenn man den Standard aufrechterhalten will, den wir gewöhnt sind.
Zumindest, wenn wir es eben weiter auf Basis dieses Systems machen, was wir haben.
Also 1.500.000 Krankenkassen, die über Pauschalen mit allen Ärzten einzeln abrechnen.
Ärzte sind selbstständig und müssen eben, sind darauf angewiesen, letztlich.
erfundene Dinge abzurechnen, weil alles über Pauschalen geht und nicht nach Zeit, die die Ärzte aufwenden oder Kosten, die die Ärzte haben.
Dann haben wir ein weitgehend überlastetes Facharztsystem und auch ein überlastetes Krankenhaussystem.
Die Krankenhäuser müssen wirtschaftlich arbeiten, können das eigentlich nicht.
Und wir sind...
Wir haben auch bei Medikamenten eine Situation, dass unterschiedliche Kassen und unterschiedliche Verträge mit den Pharmaherstellern haben, dass unterschiedliche Ärzte unterschiedliche Verträge haben.
Also es ist total kompliziert und aus meiner Sicht auf jeden Fall ineffizient, so wie es organisiert ist.
Aber daran tut sich nichts.
Also es ist ja geplant, eine Krankenhausreform durchzuführen, die das Krankenhauswesen zentralisiert am Ende.
Einige Krankenhäuser werden schließen müssen, weil sie keine spezialisierten Behandlungen anbieten.
Das ist aber nicht in diesem Reformpaket, das wird noch kommen, sondern es geht jetzt erst mal um die im weitesten Sinne, also es geht auch um die stationären Aufenthalte, aber eben auch um die Ausgaben, die in der ambulanten Versorgung entstehen.
Das Paket soll insgesamt zur Einsparung von 16 Milliarden Euro führen.
Vorher waren mal genannt 20 Milliarden als Hausnummer.
Ich gehe davon aus, dass da vier Milliarden Puffer drin waren, um...
der SPD und der CSU entgegenkommen zu können, denn es war vorher klar, dass manche der Vorschläge sich nicht durch die Koalition bringen lassen.
Die Sparvorschläge sind im Konkreten...
eine Reihe von Vorschlägen über verschiedene Medienberichte verifizieren können und einen Vorschlag nicht.
Dazu komme ich gleich noch.
Was klar ist, ist, dass die Kosten von Krankheit von BürgergeldempfängerInnen über einen langen Zeitraum langsam mehr in den Bereich der staatlichen, also steuerfinanzierten Versorgung und raus aus den Krankenkassen gehen sollen.
Also die Versorgung der Krankheitskosten von BürgergeldempfängerInnen soll über einen staatlichen Zuschuss nach und nach immer stärker aus dem Steuerhaushalt getragen werden.
Allerdings sehr langsam.
Also es wird bis nach 2030 dauern, bis ein nennenswerter Betrag aus der Steuer kommt.
Im ersten Jahr 250 Millionen Euro und ab dann von Jahr zu Jahr 500 Millionen mehr, bis insgesamt die 2,3 Milliarden Euro Kosten erreicht sind.
die dann aber natürlich dann schon wieder ein unterer Ansatz sind, weil auch bei Bürgergeldempfängern wie bei allen anderen natürlich die Krankheitskosten steigend sein werden.
Gleichzeitig ist das aber auch ein bisschen Taschenspielertrick, denn gleichzeitig wird der sonstige staatliche Zuschuss zum Krankenkassenhaushalt sinken.
Das heißt, im Grunde ist es so, es gibt zwar dann für die Bürgergeldempfänger einen dedizierten Zuschuss, gleichzeitig zahlt aber der Staat insgesamt weniger zur Stützung der Krankenkassen.
Das heißt, ob da netto wirklich eine Kostenersparnis für die Krankenkassen bei rauskommt, ist gar nicht klar.
Dann will Frau Wagen eine Zuckersteuer erhöhen, insbesondere auf gezuckerte Getränke.
Das ist noch nicht ganz klar, aber genannt werden immer vor allem gezuckerte Getränke und das soll gestaffelt nach Zuckergehalt passieren.
Ich bin sehr gespannt, ob es nicht einfach nur dazu führt, dass die gleichen Getränke dann Süßstoff enthalten.
Und ob nicht, was dann an Zuckergehalt genau gemessen wird und was nicht.
Also es ist ja jetzt schon so, dass in vielen Sachen Stevia oder Süßstoff oder Xylit oder so drin ist.
Also das Greenwashing bei Zucker ist ja eh schon grenzwertig.
Also ob am Ende die Steuer zu den Einnahmen führt, zu denen sie führen soll, halte ich für fraglich, weil ohnehin mit dem Zuckergehalt massiv getrickst wird.
Was sagt denn Frau Klöckner dazu?
Die ist doch da bestimmt nicht mit einverstanden.
Es war ja noch nicht im Bundestag, sie durfte also noch nicht so sein.
Dann ein Punkt, der durchaus vielleicht besser nachzuvollziehen und zu regeln ist, ist die Mitversicherung von Ehepartnern.
Das war ja auch in dem...
Reformvorschlägen von Lars Klingenbeil drin, über die ich vor zwei Wochen gesprochen habe.
Es soll also darum gehen, dass EhepartnerInnen, die nicht Pflegeleistungen für kleine Kinder oder Verwandte erbringen, sollen jetzt einen stärkeren Beitrag in die Krankenversicherung zahlen.
Nicht in vollem Umfang, sondern 2,5 Prozent des gesamten Bruttohaushaltseinkommens.
Es wäre auch irgendwie eine Art von Doppelerhebung, wenn der mehrverdienende Ehepartner den normalen Krankenversicherungsbeitrag auf sein Einkommen zahlt und dann auf das Haushaltseinkommen.
nochmal der volle Beitrag erhoben wird.
Das wäre ja Quatsch.
Und von daher ist es so, dass eben zusätzlich zu in der Regel steuerfreien oder geringfügigen Beschäftigung des Ehepartners dann eben auf das gesamte Haushaltseinkommen ein Betrag von 2,5 Prozent zusätzlich in die Krankenversicherung eingezahlt werden muss.
Im ursprünglichen Gesetzentwurf standen mal 3,5 Prozent.
Ich nehme an, das ist ein Zugeständnis an die CSU.
Und das ist...
Da ja Pflegende ausgenommen sind, vermutlich auch eine faire Lösung, muss man sagen.
Hier geht es um die Kosten.
Auf der anderen Seite geht es ja auch darum, Anreize zu setzen, dass Mitversicherte in der Regel Frauen einer versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen.
Aber da ist natürlich die Frage, wo ist dann sozusagen die Transferentzugsrate oder das Parallel dazu?
Bis zu welchem Betrag lohnt es sich dann wirklich arbeiten zu gehen?
Weil wenn man dann den vollen Beitrag in die Krankenversicherung zahlen muss, ist natürlich immer noch nicht gelöst.
Ja, aber es ist ein Ansatz, den man nachvollziehen kann und der auch ein Ansatzpunkt ist.
Ich habe ja letztes Mal schon gesagt, ich bezweifle allerdings, dass wenn man alle Pflegenden rausnimmt, dass eine riesig hohe Menge ist, die in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert ist.
Die, wo sich richtig lohnt, dass ein Ehepartner zu Hause bleibt, sind ja die, die so viel verdienen, dass sie über der Beitragsbemessungsgrenze liegen.
Und da wiederum sind dann viele privat versichert.
Das heißt, wie groß diese Summe ist von Personen, die einfach so zu Hause bleiben auf Kosten ihres Ehepartners, die nicht ein gemeinsames Haushaltseinkommen jenseits der Beitragsbemessungsgrenze haben.
Warten wir mal ab.
Dann gibt es Vorschläge zum Krankengeld.
Die sind ein bisschen widersprüchlich zu den Vorschlägen, die an manchen Stellen zur Lohnfortzahlung genannt werden.
Aber erst das Krankengeld.
Da soll jetzt bei Personen, die entweder innerhalb ihrer Erkrankung arbeitslos werden, soll das Krankengeld dann geringer ausfallen als bisher.
Also bisher kriegt man ja, solange man beschäftigt ist, in der Regel 70 Prozent seines Einkommens.
Und bisher waren es, wenn man arbeitslos geworden ist, dann 67 Prozent und das soll auf 60 Prozent sinken.
Das ist aber natürlich auch jetzt keine riesengroße Gruppe vermutlich, aber diejenigen, die eben dann arbeitslos werden sollen, weniger Krankengeld erhalten, finde ich eine sozial höchst schwierige Maßnahme.
Denn wenn jemand mutmaßlich wegen einer Erkrankung arbeitslos wird, ist das eh schon der Super-GAU.
Und ausgerechnet bei diesen Personen dann zusätzlich am Krankengeld zu sparen, Finde ich zumindest sehr bedenklich, denn das macht die Leute ja nicht gesünder und das Wiedereinsteigen in den Arbeitsmarkt auf jeden Fall nicht wahrscheinlicher.
Denn jemand, der chronisch dann ja in der Regel chronisch erkrankt ist, entscheidet sich ja nicht, aktiv nicht zu arbeiten und wird deshalb nicht dann, weil er weniger Krankengeld bekommt, auf einmal dann schneller wieder arbeiten.
Das heißt, es gibt da keine Anreizwirkung und man belastet Personen, die ohnehin in einer schwierigen Situation sind, zusätzlich.
Aber Hanna, der Zyniker in mir.
Denk da an Friedrich Merz, der sich darüber beschwert hat, dass Leute, die zu wenig verdienen, nicht mehr verdienen.
Ja, das kann man natürlich sagen, dass die Leute, die krank sind, doch bitte einfach...
Die sollen sich halt mal anstrengen, wieder gesund zu werden.
Nee, oder einfach in ihrem Job bleiben.
Warum scheiden die denn aus dem Job aus?
Das war doch bestimmt deren eigene Entscheidung.
Ja.
Also finde ich sozialstaatsmäßig höchst fragwürdig und auch da ist wieder die Frage, wie viele Personen betrifft das?
Insgesamt sind natürlich die Personen, die chronisch krank sind oder langfristig erkrankt, sind ein extremer Kostenfaktor sowohl im Gesundheitswesen als auch bei Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in der Lohnfortzahlung und auch im Krankengeld.
Da sind natürlich dann Personen, die nicht...
sechs Wochen und drei Tage krank sind, sondern in der Regel dann halt ein halbes Jahr oder sowas.
Aber man muss auch mal kurz jenseits von den Zahlen darüber nachdenken, was diese Leute dann wohl für Erkrankungen haben.
Und ob es gut ist, jemanden, der psychisch chronisch erkrankt ist oder der Krebs hat oder solche Sachen dann zusätzlich zu belasten.
Long Covid.
Long Covid, sowas.
Dann auch was, was eine besondere Belastung darstellt, gerade für Menschen, die längerfristig erkrankt sind, ist die Frage der Erstattung von Medikamentenkosten.
Da sollen die Beiträge, also die Selbstbeteiligung soll steigen zu Medikamenten, die Zuzahlung und gleichzeitig soll aber eingespart werden bei den Preisen.
Also die Pharmaindustrie soll sich auch an den Kosten beteiligen und soll bessere Verträge für die Krankenkassen anbieten.
Wie das wiederum gemacht und nachvollzogen werden soll, ist noch nicht so ganz klar.
Also es steht drin, Moment, ich gucke es nochmal gerade im Wortlaut nach.
Pharmakonzerne sollen sich an den Einsparungen beteiligen, indem sie einen dynamischen Herstellerabschlag leisten.
Dynamisch heißt, die Höhe hängt davon ab, wie sich die Arzneimittelpreise und die Einnahmen der Krankenkassen entwickeln.
Steigen die Preise stärker als die Einnahmen, müssen die Hersteller den Kassen einen entsprechend hohen Abschlag gewähren.
Das ist eine Sache der Expertenkommission.
Das ist ein bisschen wie mit Übergewinnsteuer.
Also letztlich deckelt es ja die Preise.
an die Einnahmeseite.
Und das ist an verschiedenen anderen Stellen im Gesetz auch noch so, dass gesagt wird, naja, wenn wir weniger in die Krankenkasse eingezahlt wird, dann dürfen die Kosten im Gesundheitswesen auch nicht steigen.
Das ist auch eben bei dem nächsten Punkt bei den Tarifabschlüssen ist.
Und das ist natürlich, also man kann das so schreiben und hoffen, dass die Pharmaindustrie auch die Rücklagen hat, das zu machen.
Schlussendlich ist es aber natürlich so.
dass wie viele Leute krank sind, völlig unabhängig davon ist, wie die Einnahmen sich entwickeln.
Also insbesondere, wenn wir jetzt an konjunkturelle Flaute denken und dann werden viele Leute arbeitslos und zahlen nicht mehr ein.
Die Tarifabschlüsse fallen geringer aus, dadurch steigen dann auch die Einnahmen der Krankenkassen nicht so stark wie bisher.
Aber es sind unter Umständen genauso viele oder sogar mehr Leute krank.
Gerade wenn wir an sowas wie Covid denken, hoffen wir mal, es gibt nicht bald wieder eine Pandemie.
Gerade da war es ja so, viele Leute waren im Kurzarbeitsgeld, viele Jobs sind nicht nachbesetzt worden.
Viele Unternehmen haben Leute entlassen.
Da werden die Einnahmen der Krankenkassen auf jeden Fall sehr gering gewesen sein.
Gleichzeitig werden die Krankenhauskosten enorm gestiegen sein.
Und das ist halt, also man kann das so lösen, aber es entbehrt jeder sachlichen Grundlage.
Außer eben, man unterstellt, dass die Pharmakonzerne sich quasi überproportional bereichern, was sein könnte.
Dann ist nur die Frage, wie man das durchsetzt mit diesem Abschlag.
Denn natürlich können dann die Pharmakonzerne zu Recht sagen, ja, aber wir haben jetzt hier dieses und jenes total teure neue Medikamente entwickelt und das kostet quasi eine Trillion Euro.
Ja, darauf geben wir euch dann einen Abschlag.
Also das ist mit dem Tankrabatt.
Das ist ja, solange es da keine staatliche Kontrolle der Kostenstruktur der Pharmakonzerne gibt, was auch nicht so im Sinn der Union wäre vermutlich, sehe ich die Umsetzbarkeit fraglich.
Aber die Expertenkommission hat es empfohlen.
Schauen wir mal.
Ein Punkt wiederum, wo die Umsetzung total einfach ist, der aber extrem schwierig sein wird im Handling, ist, dass auch die Tarifabschlüsse, also sowohl die Sätze, die Ärzte und TherapeutInnen ansetzen können für Therapien und Untersuchungen, als auch die Pflege, die Tarifabschlüsse in der Pflege auch an die Einnahmen gekoppelt werden sollen.
Also da ist es auch so, wenn die Einnahmeseite nur um ein Prozent gestiegen ist, dann dürfen die Tarifabschlüsse auch nur um ein Prozent steigen.
Oder?
Die Kosten für mehr Personal, also es dürfen auch nicht mehr Leute dann eingestellt werden.
Also je mehr du mir berichtest, desto weniger glaube ich, dass sowas vor Gerichten standhalten kann, ehrlich gesagt.
Also ich meine, das ist ja...
Es ist ja, also das ist auch die Frage, inwiefern das im Gesetzgebungsverfahren überhaupt so standhalten kann.
Ich gehe davon aus, dass es ja in den Bundesrat muss.
Und da mag das ein oder andere Land schon alleine Einspruch erheben.
Ja, aber ich finde es auch fraglich, zusätzlich kritisieren im Prinzip unisono der Ärzteverband, der Pflegeverband, Verdi und die Krankenkassen, eigentlich alle haben was dagegen.
Und insbesondere natürlich Verdi ganz stark, weil es halt im ohnehin unterbesetzten Sektor Pflege den ja noch unattraktiver macht.
Wenn dann die Tarifabschlüsse unter der Inflation liegen, weil die Einnahmen der Inflation hinterher hinken und auch das ist ja was, zum Beispiel.
Wenn es eine Nullrunde bei den Renten gibt, dann sinken die Einnahmen der Krankenkasse.
Das ist aber nicht unbedingt konform.
Also da es ja viele Nullrunden bei der Rente gibt, kann durchaus sein, dass die Inflation bei drei Prozent liegt und gleichzeitig eine Nullrunde bei der Rente gibt.
Das ist nicht ausgeschlossen und dann müsste in der Pflege der Tarifabschluss weit hinter der Inflation zurückbleiben.
Solche Sachen.
Also das ist eine massive Benachteiligung des Pflegesektors und damit am Ende auch der Versorgungssicherheit in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.
Genauso auch der Versorgungssicherheit bei ambulanter Versorgung.
Denn auch bei Therapeutinnen und Therapeuten und Ärztinnen und Ärzten ist es natürlich so, dass auch die so viel Geld erhalten müssen, wie sie brauchen, um ihre Miete zu bezahlen.
Und wenn eben da auch dann gesagt wird, nein, wir steigern den Satz aber nicht, sondern die Sätze werden jetzt, also bei den Therapeutinnen und Therapeuten sind ja die Sätze sogar jetzt gesenkt worden, die Abrechnungssätze, dann sinkt eben dadurch schlussendlich deren Einkommen.
Und das mag bei manchem Facharzt vielleicht verschmerzbar sein, bei allgemeinen Medizinern, Therapeutinnen, Therapeuten, aber dann eher nicht.
Und auch da haben wir ja eigentlich schon eine Versorgungsmangellage.
Oder eben, manche Dinge können dann einfach nicht mehr angeboten werden.
Und dann muss man halt länger warten auf Therapien oder muss was zuzahlen.
Oder manche Dinge werden nur noch privat abgerechnet oder solche Sachen.
Das ist natürlich genau das Ziel.
Am Ende geht es ja genau darum, dass Ärzte bestimmte Therapien nicht mehr verordnen.
Aus Kostenersparnisgründen für sich selbst.
Ja, dann an der Beitragsbemessungsgrenze soll auch gedreht werden.
Und zwar soll die angehoben werden um 300 Euro zum Ende des Jahres.
Das also nicht dynamisch über mehrere Jahre, sondern erstmal nur für dieses Jahr.
Auch da ist es ja so, dass es im Grunde ein Inflationsausgleich, der über die letzten Jahre nicht gemacht worden ist.
Völlig fair, aber ist natürlich auch überschaubar letztlich von der Höhe und kann man auch nicht jedes Jahr machen.
Und dann Kopplung der Ausgaben an die Einnahmen, hatte ich schon gesagt.
Also es gilt letztlich für alle Ausgaben des Krankenversicherungssystems sollen dann an die Einnahmen gekoppelt werden.
Also jeweils, wenn prozentual die Einnahmen um so und so viel gestiegen sind, dann dürfen die Kosten von Medikamenten, die Kosten von Therapien und so weiter nicht um mehr als diesen Satz steigen.
Und das ist nicht realistisch bei gleichem Niveau der Versorgung und steigender Anzahl von Kranken.
Dann ist ein Thema, zu dem ich nur eine Quelle gefunden habe, die das thematisiert, dass es im Gesetz stehen soll und es stand aber in keinem anderen Artikel drin.
In der einen Quelle hieß es, dass zusätzlich die Lohnfortzahlung in Frage steht und zwar, und das ist was ganz anderes, als was Jens Spahn vor Wochen mal rumgetragen hat und Friedrich Merz mit dem Karenztag und so weiter.
Da ging es ja um den ersten Tag der Lohnfortzahlung oder die ersten beiden Tage.
letzten zwei Wochen der Lohnfortzahlung gehen, also um die Lohnfortzahlung und Woche 5 und 6 der Erkrankung.
Das Argument ist so einfach wie perfide.
Langfristig Erkrankte machen die bei weitem hohste Belastung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aus im Verhältnis zu kurzfristig Erkrankten.
Also auf etwa 2,9 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fallen fast 90 Prozent der Lohnfortzahlungskosten.
Das ist ein No-Brainer, denn natürlich ist es so, wenn Leute gesund sind, sind sie im Jahr ein paar Tage krank und wenn Leute krank sind, sind sie sehr regelmäßig sehr lang krank.
Und natürlich kostet das die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dann immer sechs Wochen Geld.
Die Lohnfortzahlung steht aber sozusagen ja im, ist eigentlich der Gegenspieler der GKV.
Denn solange Leute in der Lohnfortzahlung sind, kostet es die Krankenkasse nichts, dass sie krank sind.
Soweit sie ins Krankengeld gehen, kostet es die Krankenkasse Geld.
Und wie gesagt, eigentlich möchte...
Frau Warken beim Krankengeld sparen, indem sie das senkt.
Und es stand durchaus auch schon mal zur Debatte, dass die Länge der Zahlung oder über die Länge der Zahlung es nochmal sinkt oder sowas.
Das steht jetzt nicht im Gesetz.
Wenn man aber die Länge der Lohnfortzahlung einkürzen würde, dann würden mehr Leute ins Krankengeld fallen und die Kosten fürs Krankengeld würden steigen.
Man würde also bei den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern eine Belastung reduzieren, aber das Krankenkassensystem mehr belasten.
habe ich mich gefragt, ob da jemand das nicht richtig gelesen hat oder ob das wieder rausgefallen ist, bevor der endgültige Entwurf beschlossen wurde.
Ich weiß es nicht.
Sollte es doch wieder auftauchen.
Also es wird auch immer damit argumentiert, dass in anderen europäischen Ländern die Lohnfortzahlung ohnehin viel geringer ausfällt und so weiter und so fort.
Kann alles stimmen.
Mag auch sein, dass das für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ein hoher Kostenfaktor ist.
Und ich würde sogar mitgehen zu sagen, in einer Wirtschaftskrise könnte man diesen Faktor bei den Unternehmen vielleicht zurückfahren.
Denn zum Beispiel gerade sowas wie ein Handwerksbetrieb.
Wenn der Mitarbeiter krank ist, kann der weniger Aufträge durchführen und gleichzeitig muss er aber in voller Höhe den Lohn vorzahlen.
Das ist eine riesige Belastung.
Keine Frage.
Nur müssten wir das dann als Solidargemeinschaft tragen.
Und dann auch vielleicht nicht mit 100 Prozent, sondern mit 90 oder 80 Prozent.
Aber irgendwo müsste die Solidargemeinschaft das dann tun, um den Arbeitgeber in dem Fall zu entlasten.
Teil Arbeitsfähigkeit.
Und auch da, die Rede war ja mal davon, ob Leute nicht, wenn sie Grippe haben, sich einen halben Tag dopen und dann einen halben Tag arbeiten können oder so.
Das ist die Jens Spahn-März-Version, die vor ein paar Wochen mal rumgeisterte.
Das ist es nicht, sondern es geht darum, dass Personen, die länger als vier Wochen erkrankt sind, wenn absehbar ist, dass ihre Krankheit noch weiter andauern wird, in Teilzeit arbeitsunfähig geschrieben werden können.
Also, dass gesagt wird, naja, die Person ist nicht voll arbeitsfähig, aber könnte 25 Prozent arbeiten.
Das ist so.
Also mir würden Fälle einfallen bei meinen eigenen Teamkollegen oder auch im Bekanntenkreis, wo Leute das sogar gern haben wollen würden, weil sie den Anschluss an die Arbeit nicht verlieren wollen, aber gleichzeitig niemals acht Stunden im Büro sitzen könnten.
Und es müsste dann ja so geregelt sein, dass man quasi Krankengeld bekommt auf drei Viertel seiner Stelle und Gehalt auf ein Viertel seiner Stelle.
Dann hätte der Arbeitgeber was davon, weil die Arbeitskraft wieder da ist.
Und das Krankenversicherungssystem hätte was davon, weil zumindest auf 25 Prozent ein Gehalt gezahlt wird und kein Krankengeld.
Also das ist eine Win-Win-Situation für Arbeitgeber wie Krankenkasse und es mag je nach Erkrankung auch für den Arbeitnehmer von Vorteil sein, eben weil man nicht die Angst hat, den Job zu verlieren oder weil es eine Bedeutung, einen Sinn in der Arbeit gibt oder ähnliches.
Aber das ist natürlich ein massiver Punkt, wo man Druck ausüben kann.
Also da verstehe ich auch, dass die Gewerkschaften da ganz stark dagegen sind, weil es natürlich was ist, wo man sehe Tesla, die jetzt immer versuchen aufzudecken, was die Leute haben oder immer erst mal sagen, die ist die gleiche Erkrankung, wir zahlen keine Lohnfortzahlung und dann mal gucken, ob der Mitarbeiter sich beschwert.
Solche Sachen, wenn man sich so verhalten will, wie Tesla in Brandenburg zum Beispiel, dann ist das natürlich eine zusätzliche Schraube, immer zu sagen, er kann es nicht 50 Prozent arbeiten.
Frag doch mal deinen Arzt.
Da ist eben die Möglichkeit, Macht auszuüben, ist groß.
Ich würde aber unterstellen, dass in sehr vielen Branchen dann die Arbeitgeber auch einen Anreiz haben, zu sagen, wir bieten aber eine Lohnfortzahlung für eine längere Zeit oder auch sogar in manchen Tarifverträgen enthalten sein könnte, dass man weiterhin sechs Wochen Lohnfortzahlung erhält oder sowas.
Weil in Branchen, wo es einen Personalmangel gibt, hat man vielleicht lieber den Arbeitnehmer nach sechs Wochen zurück, als dass man nach vier Wochen den Arbeitnehmer zu 25 Prozent zurück hat.
Also da ist es ja schnell so, dass eine bessere Absicherung durchaus eine Möglichkeit sein kann, einen einigermaßen gesunden Arbeitnehmer weiterhin zu halten.
Und das ist mein zusätzlicher Punkt.
Das Ganze ignoriert völlig, ob wir nicht an der Krankheitslast was ändern könnten.
So ist es ja nur gedacht in, ah, der Kranke regeneriert Kosten.
Für den Arbeitgeber oder für die Krankenkasse.
Aber die Frage ist ja, können wir nicht Prävention betreiben für die Mehrheit der Krankheiten?
Und wenn wir uns angucken, wie die Krankheitsstatistiken sind, dann ist es so, dass die höchste Zahl der Erkrankungen und gerade der langfristigen Erkrankungen auf mentale Gesundheitsprobleme zurückgeht inzwischen.
Dann ist es so, dass wir außerdem zahlreiche sogenannte Wohlstandskrankheiten haben, die also durch Aufklärung, Prävention und so weiter möglicherweise eingehegt werden könnten.
Und dann mag es auch noch so sein, dass es Anreize gibt im Gesundheitssystem für Fehlsteuerung bei den Ausgaben oder bei den Therapien.
Da habe ich auf Masodon Diskussionen zu gehabt die letzten Tage, weil es bei uns natürlich umgekehrt für Arzt und TherapeutInnen einen starken Anreiz gibt, Personen immer weiter zu behandeln mit auch unter Umständen nicht besonders nützlichen, notwendigen oder zu langfristigen Therapien.
Also immer auszureizen, dass man 24 Einheiten von irgendwas verordnen kann, dass man 24 mal irgendein Gerät absetzen kann oder sowas, anstatt neue Patienten aufzunehmen, die erstmal Zeit kosten, ohne dass man viel mit ihnen abrechnen kann.
Und das hängt wiederum aber strukturell daran, dass Ärzte wie TherapeutInnen selbstständig und nicht beim Gesundheitssystem angestellt sind und deshalb eine Maximierung der Therapie nötig wird.
Und da ist der Vergleich hinkt, deshalb auch zum Beispiel zu sagen, ja, aber wir haben eben viel weniger Krankengeld und Lohnfortzahlung in skandinavischen Ländern zum Beispiel.
Aber in skandinavischen Ländern ist es auch so, dass 90 Prozent der Ärzte staatliche Angestellte sind, dass die Krankenhäuser, dass es eine Grundversorgung mit letztlich ambulanten Kliniken gibt und es deshalb weniger Krankenhäuser geben muss, weil mehr im ambulanten Bereich ist, aber eben in so Multikrankenzentren und nicht in Hausarztpraxen.
Das ganze System halt anders ist.
Es gibt andere Anreize, es gibt andere Vergütungsstrukturen, das Gehalt von den allermeisten Menschen ist halt immer gleich, egal ob sie viel oder wenig therapieren.
Es gibt oft eine zentralisierte Terminvermittlung und es gibt dann eben auch nicht 350 Krankenkassen, die alle eine Rendite daraus abschöpfen wollen.
Auf diese Art und Weise, die Funktionalität unseres Systems an Einnahme und Ausgabe nur nachsteuern zu wollen, ignoriert halt, dass wir...
ganz komplexes und nicht unbedingt effizientes Anreizsystem haben.
Und auf die Art und Weise sehe ich das jetzt auch wieder eher als ein Pflaster, als den großen Wurf, muss ich sagen.
Aber von heute auf morgen auf eine steuerfinanzierte Gesundheitsversorgung umzustellen, würde halt auch nicht funktionieren.
Aber am Ende, ich sehe nicht ein, warum wir diese Anzahl an Krankenkassen brauchen zum Beispiel, die sich im Angebot letztlich kaum unterscheiden.
Das ist eine maßlose Bürokratieaufblähung in meinen Augen.
Ja, ja, absolut.
Solche Sachen fasst man aber nicht an, weil es da eine große Lobby gibt.
Die Ärztevereinigung und die Kranken-GKV sind insgesamt durchaus mächtige Player.
Und da muss man dann auch Leute, die relativ gut verdienen, natürlich vor den Bug schießen.
Das ist nicht die große Stärke der CDU.
Es gibt, wie gesagt, Kritik an breiter Front von der Linken und von den Grünen.
Und die Grünen haben ja einen durchaus fähigen gesundheitspolitischen Sprecher, der selber Arzt ist, Janosch Dahm, der sagt, am Ende ist es ein Haushaltssanierungsprogramm, das aber für die Patienten und die Krankenkassen nur Schlechtes bringt und das letztlich auf Kosten der Versicherten und aber auch der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wirtschaftet.
Dann gibt die Linke natürlich kritisiert völlig zu Recht die sozialen Aspekte dieses Ganzen, das ich auch schon genannt habe.
Verdi spricht für die Pflegeangestellten auch sehr kritisch.
Und insgesamt gibt es doch von vielen, auch die Bundesärztekammer übrigens sieht das nicht ganz positiv, weil die eben auch berechtigterweise sagen, das kann zu längeren Wartezeiten führen, das kann zu mehr Druck auf die Hausarztpraxen führen.
Am Ende ist die Frage auch.
Für die Apotheken, wie wird das sichergestellt mit den Medikamentenkosten?
Was ist, wenn das Medikament nicht lieferbar ist?
Das ist inzwischen ja auch ein großes Problem und man doch ein teureres verordnen muss und so weiter.
Also es wirkt schon so, als gäbe es noch viel im Detail nachzubessern und als wäre es gleichzeitig nicht der große Wurf, finde ich.
Was mir halt auffällt, wenn ich darüber nachdenke, was du gerade erzählt hast, ist, wir haben offensichtlich ein System, das eigentlich auf Premium ausgelegt ist von den Strukturen.
und von den Anreizsystemen her.
Aber irgendwie wollen wir uns das nicht mehr leisten oder will zumindest die aktuelle Regierung sich das nicht mehr leisten, ist aber nicht bereit zu sagen, okay, wir ändern was an den Strukturen und an den Incentives, dass wir halt nicht mehr Premium sind, sondern Premium kriegen sozusagen nur die Leute, die es halt noch leisten können und die anderen müssen irgendwie damit leben, dass sie eigentlich einen Mercedes zahlen, aber nur noch einen, keine Ahnung, einen Fiat bekommen oder so?
Ja, manche sagen schon, wir brauchen jetzt eine Basisversicherung, die nur noch lebensnotwendige Unfälle abdeckt.
Das hat man ja die letzten Wochen durchaus gehört, dass in den Raum gestellt wurde, dass für Geringverdiener und Bürgergeldempfänger und Arbeitslose es nur noch so eine Basisversorgung geben soll.
So ähnlich wie das ja für Asylbewerberinnen und Asylbewerber schon ist.
Dass man eben...
quasi alle verzichtbaren Therapien und Diagnosen und so weiter nicht mehr halten kann.
Auch das höchst fragwürdig aus dem Präventionsgedanken heraus, denn natürlich, wenn ärmere Leute sind, ohnehin mehr krank, wenn zusätzlich das, was wir in der Breite an Prävention machen, dann gestrichen wird, führt es ja nur dazu, dass die Leute am Ende so krank sind, dass sie dann doch das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen müssen.
Und auch da wissen wir ja, Leute kosten am Ende ihres Lebens sehr viel mehr als die ganze Zeit davor in der Regel.
Da kann man natürlich sagen, ja gut, wenn die Leute auch früher sterben, ist egal, also wenn man jetzt mal zynisch sein will.
Aber schlussendlich ist es natürlich schon so, dass eben dann Leute doch mit einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall ins Krankenhaus kommen, wo man vielleicht vorher durch einen Beta-Blocker oder einen Blutverdünner hätte dafür sorgen können, dass der Herzinfarkt oder der Schlaganfall nicht passiert.
Und dann ist es sehr viel geringer von den Kosten her, wenn man eben entsprechend Präventiv, Diagnostik und auch Medikamentierung bezahlt, weil echt der Beta-Blocker kostet ja nichts im Verhältnis.
Und das gilt ja an vielen Stellen.
haben wir ja wesentliche Fortschritte gemacht, frühzeitig zu diagnostizieren und auch zu behandeln und dadurch richtig teure, lebenslang schädigende Erkrankungen zu verhindern.
Da kann man dann ja auch anfangen, irgendwann jetzt die gerade auftauchenden neuen Früherkennungen für Alzheimer, für Krebs und so weiter wieder direkt in Frage zu stellen.
Oder eben zu sagen, ja gut, gibt es alles nur noch für die Privatversicherten.
Es gibt ein manifestes Kostenproblem, keine Frage.
Man kann dem aber vielleicht auch durch Bürokratieabbau und...
Vielleicht kann man auch manche Sachen nicht bezahlen.
Also man muss natürlich vielleicht auch kritisch drauf gucken, was wird denn gerade bezahlt.
Und zum Beispiel kann man durchaus mal nachfragen, gibt es Validierung dafür, dass es immer notwendig ist, zehn Einheiten von irgendwas zu bezahlen.
Ginge nicht vielleicht, dass man nur drei macht oder so.
Solche Sachen.
Muss der Arzt jedes Quartal für einen chronisch kranken Patienten einen Arztbesuch abrechnen, kann man nicht für ein Jahr Medikamente verordnen.
Sowas.
Das natürlich dann zulasten der Ärzte.
Andererseits gibt es ja lange Wartezeiten.
Und wenn die Krankenkasse nicht mehr jedes Quartal, dann ist es eben auch so, dass die Leute ja nicht nur die Karte einlesen, sondern offiziell haben sie ein ausführliches Patientengespräch geführt und noch Blut abgenommen, keine Ahnung was.
Und so Sachen.
In die Richtung ging ja die Praxisgebühr, aber letztlich ist es natürlich auch so, dass jeder, der chronisch krank ist, mindestens jedes Quartal zum Arzt drin muss, auch wenn er wunderbar medikamentös eingestellt ist.
Da ist es schon so, dass eben auch das jetzt der Weg des geringsten Widerstandes ist, eben nur auf die puren Kosten, Nutzen, Sachen zu gucken und nicht ein durchdringendes Analysieren, wo sind eigentlich die Ausgaben und was können wir da tun?
Es wird sich dann zeigen, welche Punkte davon wirklich umgesetzt werden und wie sie umgesetzt werden und wie das mit der Krankenhausreform auch parallel geht dann irgendwann.
Aber ich finde, ja, es erinnert mich an alle anderen Gesundheitsreformen, die wir da vorhin hatten.
Ja, okay, also.
Nicht wirklich positiv.
Ja, und so sozial-darwinistisch wie vieles andere.
Jetzt müssen wir einen harten Cut machen.
Ja, das kennen ja unsere Hörer.
Ich kenne keine gute Überleitung.
Nee, das macht ja auch nichts.
Ich will ja nochmal über den IMF World Economic Outlook reden.
Und der hatte in diesem April den Titel Global Economy in the Shadow of War.
Also wir müssen doch nochmal über Krieg und Rüstungsausgaben reden.
Vielleicht noch eine kurze Vorrede.
Also das World Economic Outlook, der ist so ein bisschen, glaube ich, strukturell ähnlich aufgebaut, wie es auch dieses Sachverständigengutachten ist.
Und zwar in Kapitel 1 von diesem IMF World Economic Outlook werden halt immer diese IMF-Prognosen für Wachstum und Inflation hergeleitet und erklärt.
Dieses Mal eben mit dem Fokus, wie die Auswirkungen des Kriegs im Iran zu quantifizieren sind.
Das macht der IMF.
Eigentlich sehr ähnlich, wie ich es auch schon in Mikro 344 mit Marco besprochen habe, wie es die EZB gemacht hat.
Ich glaube, das war im März.
Und zwar machen die eine Szenarioanalyse.
Ja, das ist im Grunde genommen so eine Bottom-up-Analyse, wo sie für jedes Land eben aktuelle Prognosen erarbeiten und die dann hoch aggregieren eben zu so einem World.
Und das wird dann auch nochmal runtergebrochen in unterschiedliche Regionen der Welt.
Und in dieser Szenarioanalyse gibt es immer zwei Nebenszenarien.
Und diese Nebenszenarien sind im Gegensatz zum Hauptszenario meistens nicht so Bottom-up-Szenarien, wo sie für jedes Land einzeln aggregieren.
sondern jetzt im konkreten Fall eben an spezifischen Variablen schrauben, die in ein Modell reinpacken, um die weltwirtschaftliche Entwicklung zu beschreiben und dann eben schauen, okay, wenn ich an der Variable Ölpreis, Gaspreis drehe, wie verändert sich dann in meinem Modell so Sachen wie?
Preisentwicklung oder Wirtschaftswachstum.
Und das Ergebnis der Szenarioanalyse diesmal für die Weltwirtschaft ist so, dass die Auswirkungen dieses Kriegs im Iran im Basisszenario und im Worst-Case-Szenario ungefähr zu einem Wirtschaftswachstumseinbruch von einem guten Prozent führen und zu ungefähr zwei Prozent höherer Inflation.
Diese Zahlen sind, glaube ich, vor zwei Wochen schon so durch die Presse gegangen, gab auch relativ viel Echo dazu, passt aber ziemlich gut dazu, was auch die EZB im Grunde genommen gesagt hat.
Darüber will ich gar nicht groß reden, ich wollte es nur nochmal erwähnen.
Was mich diesmal mehr interessiert hat, Das zweite und das dritte Kapitel dieses World Economic Outlook.
Das zweite Kapitel heißt Defense Spending, Macroeconomic Consequences and Trade-offs.
Und das Kapitel 3 heißt The Macroeconomics of Conflicts and Recovery.
Und auch hierzu muss ich nochmal eine kleine Vorrede halten, weil eigentlich habe ich mir, ich weiß noch, als der Ukraine-Krieg angefangen hat, da war ich sehr, sehr irritiert, dass diese ganze Kriegsrhetorik, die man irgendwie, gemeint hat, schon hinter sich gelassen zu haben, irgendwie wieder in unseren Alltag so Einzug gehalten hat.
Und das finde ich eigentlich sehr schrecklich, weil ich finde, dass das sehr häufig sehr entmenschlich sein kann und so ein bisschen die Schrecken des Kriegs irgendwie verharmlost und verniedlicht.
Und ich glaube, Marco hat das entweder drüben bei der Foreign Times oder auch hier im Podcast schon gesagt, dass bei diesem ganzen Abstrakt...
drüber reden über Krieg und Auseinandersetzungen und wirtschaftliche Auswirkungen und politische Verwerfungen, darf man halt nie vergessen, dass Kriege einfach immer auch menschliche schreckliche Schicksale haben.
Wir aber halt in der Sprache und der Kommunikation darüber häufig dazu neigen, Dinge zu vereinfachen, zu generalisieren und dann das so ein bisschen hinten runterfallen lassen.
Und ich finde insbesondere den Ökonomen und den Medien ist das sehr stark, auch bei ganz alltäglichen Wirtschaftsthemen.
Also auch jetzt gerade, wenn wir über Gesundheitsreformen reden, finde ich, haben wir das jetzt ganz gut hingekriegt, da nochmal Bilder zu.
sprachliche Bilder zu zeichnen, aber das passiert halt nicht immer.
Und ich finde, das sollte eigentlich nicht sein, aber es ist halt, ich glaube, im Alltag wahnsinnig schwer, das immer zu auszudifferenzieren und nicht zynisch zu klingen und nicht zu sehr zu vereinfachen.
Deswegen möchte ich das nochmal erwähnen, dass wenn ich jetzt über dieses Thema ökonomische Auswirkungen von Krieg und Rüstung rede, dass ich das immer im Hinterkopf halte, aber natürlich immer Versuche sozusagen die negativen, schrecklichen Bilder nicht jedes Mal ausformulieren kann.
Genau.
Also so viel zu meiner Vorrede.
Ich finde, das ist tatsächlich irgendwie wichtig.
Also was hat der IMF zum Thema Rüstungsausgaben und deren Konsequenzen zu sagen?
Und auch zum Thema Krieg und wie sich Krieg auf Volkswirtschaften auswirkt.
Also was der IMF gemacht hat, ist...
Die machen eine historische Analyse und schauen sich Daten seit 1946 an aus 164 Ländern.
Das heißt, alle Zahlen, die ich jetzt nennen werde und die der IMF für seine Analysen verwendet, sind ohne die großen Weltkriege ausgekommen.
Also beginnen erst 1946.
Ich glaube, sonst würden diese ganzen Zahlen, die sie da nennen, einfach...
Ja, aber sonst hätte man auch für viele Länder keine kontinuierlichen Daten.
steigende Bedarf an Verteidigungsausgaben eigentlich für die Wirtschaft, für wirtschaftspolitische Maßnahmen und versuchen eben wieder Handlungsempfehlungen abzuleiten für diesen Druck auf ihre Rüstungsausgaben aktuell haben.
Und das zentrale Fazit, was sie gleich am Anfang nennen ist, Kriege hinterlassen dauerhaft ökonomische Spuren und höhere Militärausgaben zwingen Staaten zu relativ schwierigen fiskalischen Entscheidungen.
Welche das sind, kommen wir gleich noch dazu.
Also zentrale Aussage, Kriege verursachen anhaltend wirtschaftliche Verluste.
Das ist interessant.
von Naturkatastrophen, von Bankenkrisen, von Finanzkrisen, von Währungskrisen in Emerging Markets.
Und es ist zu sehen, dass definitiv Kriege für Volkswirtschaften die negativsten Auswirkungen haben.
Also noch schlimmer als große Naturkatastrophen und auch schlimmer noch als Finanzkrisen im Mittel.
Also natürlich, die konkrete Ausgestaltung kann eben sehr stark variieren.
Wie gesagt, man guckt hier aus Daten aus 164 Ländern seit 1946, da gibt es schon einige Varianz, aber im Mittel, es sind Kriege für Volkswirtschaften verheerender, was Wachstum angeht, als alle anderen wirtschaftlichen Katastrophen.
Und die wirtschaftlichen Kosten von Kriegen?
Die gehen weit über die unmittelbare Konfliktphase hinaus, schreibt der IMF.
Und was sie damit meinen, sind eben nicht nur sichtbare Schäden, wie dass eben Länder zerstört sind, Infrastruktur kaputt ist und Menschen sterben, sondern sie berechnen da eben auch den Rückgang von Investitionen, die Unterbrechung von normaler wirtschaftlicher Aktivität und auch der Verschlechterung von...
Produktivität und der Situation auf Arbeitsmärkten und zeigen dann eben, dass diese Effekte sehr, sehr lange anwirken und entsprechend sehr langfristig auch das wirtschaftliche Wachstumsniveau dauerhaft nach unten drücken.
von einem kumulativen Effekt aus Wirtschaftswachstum von ungefähr sieben Prozent nach fünf Jahren in Ländern, in denen es zu bewaffneten Konflikten gekommen ist.
Und besonders stark betroffen sind natürlich die Länder mit Konflikten auf eigenem Territorium.
Aber auch diese Konflikte nicht auf eigenem Territorium stattfinden, dann auch dann sind sie wachstumsdämpfend.
Also am meisten betroffen sind eben Volkswirtschaften, in denen tatsächlich gekämpft wird.
Und das passiert eben dadurch, dass sich eben Staatshaushalte verschlechtern, weil die Ausgaben zunehmend in den Verteidigungsbereich fließen müssen, die Verschuldung entsprechend steigt und gleichzeitig die Einnahmesituation schlechter wird.
Also Steuereinnahmen brechen ein, weil die Wirtschaftsleistung sinkt und die Leute eben nicht mehr regulär arbeiten können und ihrem normalen Alltag nachkommen.
Das Ganze strahlt dann auch noch aus in Drittländer, über Handel, über Preisverschiebungen oder einfach über gestiegene Unsicherheit, Lieferketten, generelle Unsicherheit, geopolitische Risiken.
Das nennt der EMF Übertragungseffekt.
Also Konflikte wirken eben über wirtschaftliche Verflechtungen auch nach außen in Drittstaaten, was dann eben zu so einer abgestuften Belastung letztlich führt, den Volkswirtschaften durch Krieger.
ausgeliefert sind.
Jetzt gucken wir uns mal die Situation in der Bundesrepublik an.
Da haben wir glücklicherweise keinen Krieg, aber und jetzt kommen wir ins dritte Kapitel von diesem IMF-Report, wir haben ja ein Sondervermögen Bundeswehr und ein Sondervermögen Infrastruktur, das auch dazu dienen soll, die Wehr...
die Konfliktfähigkeit oder Kriegstüchtigkeit der Bundesrepublik zu erhöhen.
Und da können wir uns mal anschauen, was der IMF zu den marktökonomischen Konsequenzen sagt, weil tatsächlich, ich kann mich daran erinnern, als die Sondervermögen letztes Jahr beschlossen wurden und auch das Sondervermögen Bundeswehr, das war ja noch in der Ampelregierung unter Scholz, beschlossen wurde, gab es zumindest in meinem beruflichen Alltag unter den Finanzmarktökonomen sehr unterschiedliche oder sehr viele Diskussionen zumindest darüber, ob das eigentlich Wachstumsimpulse auf die deutsche und europäische Wirtschaft hätte, wenn Deutschland jetzt aufrüstet oder ob diese Effekte eher unterdurchschnittlich sind.
Der IMF beschreibt, zwei Mechanismen in dem Kapitel.
Und zwar guckt er sich an einmal kurzfristige Mechanismen und mittelfristige Mechanismen.
Wer dieses Kapitel vor sich liegen hat, Entschuldigung, das ist Kapitel 2, über das ich jetzt rede.
Also wer das Kapitel vor sich liegen hat, auf Seite 51 steht, die kurzfristigen Mechanismen funktionieren so, man hat erhöhte Staatsausgaben und über Die erhöhten öffentlichen Investitionen oder private Konsum erhöht sich letztlich die Nachfrage, also die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.
Aber diese gesamtwirtschaftliche Nachfrage wird eben sehr, sehr sektorspezifisch nur erhöht.
Also halt in den Branchen, die in irgendeiner Art und Weise von diesen erhöhten Rüstungsausgaben profitieren.
Klassische Rüstungsfirmen, aber auch Ausrüstungsfirmen, Digitalisierung, all solche Sachen.
Ja, was man sich so vorstellen kann.
Und diese Ausgaben können natürlich kurzfristig dafür sorgen, dass Wachstum und Beschäftigung in diesen Branchen steigt, führt aber auch, und das ist jetzt so ein bisschen der fragliche Effekt, führt aber auch zu relativ kostspieligen Reallokationen von Kapital und anderen Ressourcen.
Also es ist eben nicht so, dass eine Volkswirtschaft, die vorher relativ wenig für Rüstungsausgaben ausgegeben hat, wenn sich das plötzlich erhöht, dass Leute, die vorher bei VW am Band standen, dann hinterher bei Rheinmetall Panzer bauen können.
Sondern das führt zu Friktionen, das führt zu gesamtwirtschaftlichen Kosten und je nachdem, wie hoch diese Kosten sind.
geht man eben davon aus, dass dieser Multiplikationseffekt von den Staatsausgaben entsprechend positiv oder weniger positiv ist.
Also je geringer sozusagen diese Reallokationen Kosten verursachen, je weniger Kosten sie verursachen, desto stärker ist der positive Effekt von diesen erhöhten Rüstungsausgaben.
Mittelfristiger Effekt geht davon aus, dass die Auswirkung von erhöhten Verteidigungsausgaben eher bescheiden ist.
Also in der Regel geht der IMF aus, dass dieser Fiskalmultiplikator so ungefähr 1 beträgt.
Also jeder zusätzlich ausgegebene Euro für Militärausgaben führt auch nur zu einem Euro Wirtschaftswachstum und das ist eigentlich verhältnismäßig gering.
Warum ist das so?
Das liegt hauptsächlich daran, dass diese häufig...
dass so Rüstungsausgaben gar nicht wirklich durch innere Produktivität zu mehr Output führen, sondern dass man häufig auch eben importieren muss.
Also das sehen wir ja auch, wenn wir uns das Sondervermögen Bundeswehr anschauen.
Die Bundeswehr bezieht eben Großteil der neuen Ausrüstung gar nicht.
aus der Bundesrepublik oder aus Europa, sondern bestellt eben bei US-amerikanischen Herstellern bestimmtes Gerät.
Und das führt eben letztlich nicht zu einer Erhöhung des Wirtschaftswachstums in Deutschland.
Kommt natürlich dazu, dass sich der Haushalt der Bundesrepublik verschlechtert.
Das heißt, theoretisch nimmt der Schuldendienst zu, weil diese zusätzlichen Ausgaben ja irgendwie über erhöhte Staatsschulden finanziert werden müssten.
Und es ist natürlich keine Investition.
Also es ist im Gegensatz zu anderen staatlichen Investitionen ist es ja nichts, was in der Zukunft nennenswert Produktivität anhäufen würde, beziehungsweise vielleicht im schlimmsten Fall sogar zerstörend, also anderes Kapital vernichtet.
Man kann sich natürlich schon vorstellen, dass wenn man mehr Arbeitnehmer in gewissen Branchen hat, dass die entsprechend durch ihr Einkommen, durch erhöhtes Einkommen entsprechend dann auch volkswirtschaftliche Multiplikator-Effekte haben.
Oder dass man in Forschung und Entwicklung zum Beispiel irgendwie zu, sage ich mal, investitionsähnlichen Benefits kommt.
Aber das ist eben zumindest auf jeden Fall nicht sicher.
Wenn man die Wahl hat, sein Geld frei ausgeben zu können, wäre sicherlich nicht die Erhöhung von Rüstungsausgaben etwas, was man sich vorstellen könnte, was total super staatliche Ausgaben sind, um nachhaltig Wirtschaftswachstum zu erhöhen.
Sondern, und das sagt der IMF eben auch, eigentlich würde man solche Rüstungsausgaben am liebsten sehen, wenn sie zu einer Verbesserung der Infrastruktur führen würde.
so breiten Effekte in die sonstige Wirtschaft auch sehen könnte.
Und das ist tatsächlich ein Punkt, den die Bundesrepublik, also den wir in Deutschland so ein bisschen, glaube ich, durch diese Sondervermögeninfrastruktur zumindest versuchen.
Ich muss aber gestehen, ich bin nicht so wirklich up to date, wie diese Sondervermögen jetzt tatsächlich allokiert werden.
Aber ich kann mich daran erinnern, dass man insbesondere hier die Renovierung von Und Sanierung von Brücken, von Autobahnbrücken in diesem Sondervermögen Infrastruktur so auslegen will.
Ich glaube, das habe ich mal in einem jungen Haif-Podcast gehört, dass man die so auslegen will, dass da eben auch schweres militärisches Gerät drüber fahren kann über mehrere Jahrzehnte.
Also ich glaube, dass wir schon in Deutschland versucht haben, auf diesem Thema so ein bisschen in die Breite zu denken.
Allerdings, das ist auch wieder so ein ganz aktuelles Thema, ist ja irgendwie der Spiegel, glaube ich, wird heute auf Social Media mit dem Kanzlerinterview ganz häufig zitiert.
Und was sagt der Merz da?
Merz sagt über Scholz, Scholz hätte immer gesagt, er will die Sicherheitspolitik nicht gegen die Sozialpolitik ausspielen.
Das können wir uns heute nicht mehr leisten, wir müssen Prioritäten setzen.
Tatsächlich, wenn ich sowas lese, dann auch wieder ehrlich gesagt wenig Zutrauen in Kompetenz und Willen, ein Thema wirklich ernst zu nehmen, zu durchdenken und dann auch in seiner ganzen Komplexität entsprechend zu implementieren, wenn ich mir sowas durchlese.
Deutsche Politik ist einfach sehr deprimierend, muss ich sagen.
Also wenn man ein IMF so zusammenfasst, ich finde es...
Ganz interessant, für mich ist das ein relativ klares Bild, was die sagen.
Die sagen, hey, Krieg ist einfach das Allerschlimmste, was in der Volkswirtschaft passieren kann.
Aus ökonomischer Sicht sollte man das auf jeden Fall vermeiden.
Es führt zu nicht nur menschlichen großen, großen Verlusten und Leid, sondern eben auch zu dauerhaft wirtschaftlichen Schäden, die eigentlich schlimmer sind als alles andere und auch eben über den eigentlichen Konflikt hinausreichen.
Also man muss gar nicht direkt davon betroffen sein.
Ja, und dann ist eben wieder der Appell an Staaten, die aktuell die Rüstungsausgaben erhöhen und das sind ja eigentlich alle NATO-Länder, die glaube ich irgendwie ja fast 5% mittlerweile versuchen zu erzielen über eine relativ lange Zeit, diese Ausgaben eben zielgerichtet einzugehen und sich gute Gedanken darüber zu machen, wie man denn diese Ausgaben...
möglichst so nutzt, um auch in die Breite Positives für Wirtschaftswachstum und ökonomische Effizienz zu erlangen.
Damit würde ich es tatsächlich auch belassen.
Ich habe gerade noch einen gut passenden Pick rausgesucht, das ist mir gerade eingefallen.
Aber zumindest, wir sind ja von den 5 Prozent ehrlicherweise in Deutschland noch relativ weit entfernt.
Das heißt, in der Skalierung wie der IMF das für andere Staaten.
investieren wir ja gar nicht in unsere Militärausgaben.
Aber gut, das ist ein anderes Thema, denn umgekehrt scheint es ja nötig zu sein.
Aber man darf eben, also am Ende kann man Militärausgaben ja auch nur sehr begrenzt vor dieser wirtschaftlichen Schablone sehen.
Also natürlich gibt es dann praktisch, gibt es Ausgaben und die haben auch wirtschaftliche Auswirkungen, aber es ist aus wirtschaftlicher Sicht komplett irrational.
Und das ist ja auch ein Learning der letzten...
jetzt fast zehn Jahre, dass es durchaus politische Rahmenbedingungen gibt, und das ist vielleicht auch ein Teil dessen, was beim IMF gelernt wurde, dass es einfach Situationen gibt, in denen politisches Verhalten nicht vorrangig von Wirtschaftlichkeit getrieben sein kann.
Das haben wir in der Pandemie gehabt, das ist im Kriegsfall, das ist auch im Fall von Energiekrise am Ende.
Natürlich spielt Wirtschaft da eine große Rolle, aber es geht auch um Versorgungssicherheit, um Resilienz am Ende, die nicht nur rein wirtschaftlich.
getroffen werden kann, sondern die Stabilität von Staaten betrifft zum Beispiel.
Und das ist sicher was, was mit rein spielt, auch in die Ausrichtung der IMF-Empfehlung, weil das ja, ich habe den Eindruck, Teile unserer Bundesregierung versuchen das zu ignorieren, dass sie auch einen politischen Auftrag haben neben dem wirtschaftlichen.
Aber am Ende ist eben nicht alles, kann man dem nicht alles unterordnen, weil man sieht, dass Demokratien, dass die Funktionalität von Staaten eben nicht nur davon abhängen, dass die Wirtschaft läuft.
Ich habe einen Wie ich finde, eine sehr positive Note beinhaltenden Pick aus dem Blog Life is a Sacred Text, den ich ohnehin gerne lese, mit sehr viel Lebensweisheit ausgestatteter Blog von einer Rabbinerin aus den USA.
Und da geht es darum, wie man gewaltfreien Widerstand gestalten sollte, dass er sozusagen den Gegner dazu zwingt, einzulängen.
Das sind eine Reihe von Beispielen aus ganz verschiedenen Staaten, die zeigen, wie man als Protestierende oder als passiv Protestierende seine Protestaktion so gestalten kann, dass der Staat oder der Diktator oder wer auch immer nur verlieren kann.
Das absolut witzigste Beispiel, finde ich, ist, dass in Polen zum Ende der Sowjetunion die Leute immer um 8 Uhr abends, um zu zeigen, dass sie nicht des Staatsfernsehen gucken, mit ihren Fernsehern spazieren gegangen sind.
Also sie haben ihre Fernseher in Einkaufswagen geladen und haben dann einen Abendspaziergang mit ihrem Fernseher gemacht, um zu zeigen, dass sie nicht die zentralisierten Nachrichten, gehirngewaschenen Nachrichten angucken.
Und gleichzeitig wäre es natürlich völlig lächerlich gewesen, Menschen an ihrem Abendspaziergang zu hindern, nur weil sie ihren Fernseher dabei haben.
Da hätte der Staat sich natürlich auch hochgradig leicht gemacht, wenn er jetzt Leute mit einer Ausgangssperre belegt hat, hätte nur, weil sie mit ihrem Fernseher spazieren gehen und nicht ohne ihren Fernseher.
Das ist auf jeden Fall das witzigste Beispiel, aber es sind eben noch eine Reihe von anderen Beispielen, wo es immer darum geht, wie man Protest so organisieren kann, dass der Unterdrücker selber sich nicht anders entscheiden kann, als es geschehen zu lassen.
Das war insgesamt sehr positiv zu lesen und schließt vielleicht an die Frage von Menschlichkeit.
so ein bisschen an in Fragen zu Krieg und Rüstung.
Das gefällt mir sehr gut.
Ich habe aber eine Frage.
Meinst du, die letzte Generation hat das gelesen?
Ich fürchte, nein.
Aber die letzte Generation, da habe ich auch letztens ein ganz interessantes Interview dazu gelesen, warum die letzte Generation aufgehört hat.
Weil, glaube ich, da schon die Einsicht da war, dass man da keine Mehrheit mit gewinnt und es deshalb lassen sollte.
Also es war ein Interview mit der Sprecherin, die dann ja...
Als anlässlich ihrer Verurteilung.
Frau Rehnsmar.
Nee, diese Lehramtskandidatin, die in Bayern jetzt nicht mehr...
Ach, Lisa Pöttinger.
Weil die eben sagt, wie es für sie im Gefängnis war und eben so ein bisschen auch eingeordnet hat, warum die letzte Generation jetzt sich am Ende auf eine zukunftsgewandtere Demonstrationsform ja verlegt hat, oder?
zukunftsgewandter beitragen will.
Und da kommt eben auch vor, dass sie festgestellt haben, dass sie sozusagen auch Sand im Getriebe sind von vielen, die sie eigentlich auf ihrer Seite brauchen.
Okay, interessant.
Aber den hätte ich jetzt gerade nicht mehr gefunden.
Aber diesen Artikel über Protestformen fand ich in vielerlei Hinsicht sehr berührend.
Du hast auch einen Pick.
Ja, ich habe auch gute Laune Fernsehen.
Ich hoffe, dass ich es nicht schon mal gepickt habe.
Ich bin mir nicht ganz sicher.
Die Serie heißt Shrinking.
Es ist eine Apple TV Serie, also Apple TV Plus.
Es spielt in L.A.
Spielt ihr in San Francisco?
Ich weiß es gar nicht.
Und zwar geht es um Shrinks, um drei Therapeuten, die irgendwie ein wildes Therapeutenleben führen und natürlich alle ihre eigenen Probleme haben.
Es ist wirklich eine gute Laune-Pärchen-Serie.
Es geht viel um Familie, Krankheit, Sex.
Eigentlich das Leben, es ist wahnsinnig schnell erzählt.
Also eigentlich für mich, ich bin ja Jahrgang 81, fast schon alles zu schnell.
Bla, bla, bla.
Da bist du noch in der besten Phase deines Lebens, sage ich.
Ja, ich will nicht sagen, dass ich nicht in der guten Phase meines Lebens bin.
Nein, auch das Gehirn.
Also das muss ich ja mal sagen, das Gehirn wird in manchen Dimensionen noch schneller bis Ende 50.
Okay.
Nämlich darin.
Situationen zu bewerten und zu beurteilen und dann überlegt zu handeln.
Darin werden wir immer besser.
Oh, ja sehr gut, sehr gut.
Das werde ich mal im Hinterkopf behalten, wenn ich das nächste Mal cool bleibe, obwohl ich mich aufrege.
Ja genau, also Shrinking ist eine Empfehlung.
Es gibt drei Staffeln davon.
Es soll jetzt auch noch eine vierte geben.
Ich glaube aber eigentlich ist die Geschichte nach der dritten jetzt auserzählt.
Ich habe es mit meiner Frau zusammen angeschaut.
Wir haben gelacht, geweiht, geschmunzelt.
Es ist einfach schön.
Kann ich empfehlen.
Cool, ja.
Kann ich mal.
Ich habe ja gerade ein bisschen Zeit.
Kann ich mir mal angucken.
Hast du auch was getrunken?
Also ich trinke neben mir ein alkoholfreies Bier, aber ich kann Bier beim Podcast nicht empfehlen.
Ansonsten habe ich nichts wirklich erwähnt.
Aber du, Hanna, oder?
Genau.
Es wird jetzt wieder die Weißweinsaison.
Das heißt, jetzt kommen wieder eine Reihe von alkoholfreien Weißweinen und Rosés und Weinschorde.
Ich habe jetzt getrunken von Vino Sans.
Das ist eine Bio-alkoholfrei Weinreihe.
Den Chardonnay Alkoholfrei.
Und ich habe hier vor einem halben Jahr oder so Vino Sans Melo besprochen, den ich ganz grässlich fand.
Aber ich bin ja leinsfähig und kaufe dann die anderen trotzdem.
Und ich glaube, ich habe auch den prickelnden Vinoissance auch schon hier besprochen.
Auf jeden Fall, der Chardonnay ist ganz im Gegensatz zum Rotwein wirklich sehr gut.
Und sie können vielleicht nur einfach keinen Melon alkoholfrei, ich weiß es nicht.
Aber der Chardonnay alkoholfrei schmeckt wirklich gut.
Ich habe auch hier eine Rezension, also es ist eine Seite, die aber das zitiert, verlinkt, die ich durchaus passend finde, nämlich erfrischend und fruchtig mit Zitrus, Apfel und Walnuss.
Ob man immer die Nüsse und das Heu, so schmeckt das ja die Frage.
Aber der ist sauer, ohne sauer zu sein.
Also durchaus trocken.
Das ist ja das Problem bei alkoholfreiem, gerade weiß, dass die mal so süß sind.
Weil man ja mit irgendwas am Ende, wenn der Alkohol nicht da ist, braucht man was anderes für den Geschmack.
Und dann sind die oft relativ süß.
Und man kann sie nur mit Sprudel trinken als Schorle, damit sie erträglich sind.
Das ist hier gar nicht so.
Der hat zwar ein bisschen restsüß, ist aber tatsächlich trocken, finde ich.
Und schmeckt.
durchaus akzeptabel nach Wein.
Nicht richtig wie Wein, denn am Ende ist es wirklich schwierig, alkoholfein Wein zu machen, der wie Wein schmeckt, aber er kommt zumindest ganz gut dran, was die Restsüße anbelangt.
Und man kann ihn sicher auch gut als Schorle trinken, aber ich fand, man kann ihn auch problemlos so trinken und das ist schon ganz positiv.
Er ist außerdem histaminfrei, das ist ja für viele auch wichtig, die Histaminallergiker sind, die haben ja mit Wein auch immer Probleme.
Und ja.
Ist auch nicht super teuer, sieben Euro die Flasche.
Auch das ist ja so, alkoholfreier Wein ist ja oft teurer als Wein mit Alkohol, weil das Entalkoholisieren ja noch ein extra Arbeitsschritt ist.
Und da sind sieben Euro durchaus ein guter Preis für einen alkoholfreien Wein, den man trinken kann.
Außerdem ist er bio und damit auch ohne Schwefel.
Und das finde ich insgesamt durchaus empfehlenswert.
Es gibt den nur auf Shop-Seiten, aber ich habe meine Shop-Seite verlinkt.
Hervorragend.
Ich bin ja immer die mit den koffeinfreien und alkoholfreien Dingen.
Ja.
Dann sind wir fertig für heute.
Dann haben wir es.
Aber so, fast Marco-mäßige Länge hier.
Mal schauen, wird so 1 Stunde 30 dann am Ende werden.
Ja, dann sagen wir noch Danke fürs Zuhören.
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Bis zum nächsten Mal.
Ciao, ciao.
Das war Mikroökonomen.
Bis zum nächsten Mal.
