# Amazon Logistics Disruption, Weyerhaeuser AI, and Daikin Activism

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-05

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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 5.5.
Mein Name ist Christoph Damm und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, dem Broker mit eigenem KI-Chatbot, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Bei uns geht es heute um Superlative, um den größten privaten Weitbesitzer in den USA und um den größten Klimaanlagenhersteller der Welt und warum US-Investor Elliot den gerade so spannend findet.
Erstmal aber die News des Tages.
Kurzer Rückblick.
Der April war äußerst erfolgreich für die US-Börsen.
S&P 500 und Nasdaq haben im letzten Monat 10 und 15 Prozent zugelegt.
Das war der beste Monat für die beiden Indizes seit 2020.
Der Start in den Mai war aber wegen neuer Unsicherheiten im Iran-Krieg nicht so gut.
Kein guter Tag war es gestern auch für den Transportsektor.
Amazon hat nämlich angekündigt, sein Logistiknetzwerk jetzt auch für externe Unternehmen zu öffnen und nicht nur für Amazon-Händler.
Amazon bietet da Transport, Lagerung und Paketzustellung, alles aus einer Hand.
Und das hat dafür gesorgt, dass FedEx und UPS jeweils rund 10% gefallen sind, genauso wie andere Logistikfirmen.
Amazon hat leicht gewonnen.
Die Firma hat über Jahre ein riesiges Netzwerk aufgebaut und liefert schon ein Viertel aller US-Pakete aus.
Gerade FedEx und UPS haben sich in den letzten Jahren aus dem Massenmarkt zurückgezogen und setzen mehr auf höher margige Bereiche, wie zum Beispiel das Gesundheitswesen oder gekühlte Produkte.
Jetzt stößt Amazon aber eben auch in diese Bereiche vor.
Auch kein guter Tag war es für Norwegian Cruise Line.
Der Kreuzfahrtschiffbetreiber hat seine Prognose gesenkt.
Grund dafür sind die Spannungen im Nahen Osten, aber auch die hohen Spritpreise und eine schwache Nachfrage aus Europa.
Deswegen soll es beim bereinigten Gewinn erstmals seit 2020 auf Jahressicht einen Rückgang geben.
Damit trifft den Konzern die Krise härter als die Konkurrenten Royal Caribbean und Carnival.
Die Norwegian Cruise Aktie war um die 10 Prozent im Minus.
Besser angekommen sind die Zahlen von Tyson Foods.
Der größte US-Fleischverarbeiter hat nämlich die Prognose angehoben.
Im letzten Quartal ist der Umsatz um die 5 Prozent gestiegen.
Allerdings gibt es ein gemischtes Bild.
Auf der einen Seite gibt es eine starke Nachfrage nach Hühnerfleisch.
Gleichzeitig ist das Futter da nämlich gerade günstig, wodurch die Margen gepusht werden.
Auf der anderen Seite macht das Rindfleischgeschäft weiter Probleme.
Die verkaufte Menge ist wegen hoher Preise deutlich gefallen.
Das Hühnerfleischgeschäft konnte das aber mehr als ausgleichen und deshalb hat die Aktie 8% zugelegt.
Und es gab auch noch einen Deal.
Global Business Travel Group, das ist die Geschäftsreiseplattform, die American Express 2022 an die Börse gebracht hat, wird für 6 Milliarden Dollar gekauft.
Käufer ist Long Lake Management, ein Start-up, das von General Catalyst finanziert wird.
Das wiederum ist einer der größten US-Wagniskapitalgeber, bekannt unter anderem als früher Airbnb-Investor.
Der Kaufpreis bedeutet 60% Aufschlag auf den letzten Schlusskurs und deshalb ist die Aktie gestern auch in etwa so stark nach oben geschossen.
30% der Anteile hat American Express übrigens selbst noch gehalten.
Dafür kassierte Konzern knapp 1,5 Milliarden Dollar.
Dann ganz kurzes Update.
Noah hat ja gestern erzählt, dass GameStop das deutlich größere eBay für 56 Milliarden Dollar kaufen will.
GameStop hat jetzt gesagt, dass dadurch ein Konkurrent zu Amazon entstehen könnte.
Der Markt ist davon nicht überzeugt.
GameStop ist ca.
10% gefallen, eBay nur um die 5% gestiegen.
Der Aufschlag für die Übernahme liegt bei 20%.
Nach Börsenschluss kamen dann noch Zahlen von Palantir.
Der Umsatz ist um die 85 Prozent gewachsen.
Das war das schnellste Wachstum seit dem Börsengang 2020.
Der Gewinn hat sich mehr als vervierfacht.
Palantir baut ja Software und KI-Tools, die vor allem das US-Militär und Regierungsbehörden nutzen.
Und in Zeiten des Irankriegs läuft das Geschäft entsprechend gut.
Das Regierungsgeschäft in den USA ist um 85 Prozent gewachsen und damit noch schneller als im Quartal davor.
Aber auch das kommerzielle Geschäft mit normalen Unternehmen hat sich mehr als verdoppelt.
Trotzdem hat sich die Aktie danach kaum bewegt, denn bei einem erwarteten KGV von 110 wird ein sehr starkes Wachstum auch eingepreist.
Einen Kurssprung um die 15 Prozent gab es dafür nach US-Börsenschluss von Pinterest.
Die haben fünf Quartale in Folge die Erwartung beim Gewinn verfehlt.
Zuletzt gab es noch Gegenwind durch Trumps Zölle, die das Werbegeschäft gedrückt haben.
Jetzt aber waren die Zahlen besser als erwartet.
Pinterest kommt auf 630 Millionen monatliche Nutzer und verdient pro Nutzer mehr als gedacht.
Der größte private Waldbesitzer in den USA wurde Mitte des 19.
Jahrhunderts von einem Deutschen gegründet.
Und angefangen hat alles damit, dass er mit seinem Bruder in einer Krise das Sägewerk gekauft hat, in dem sie gearbeitet haben.
Timon verrät euch mehr über das Business.
Nach 125 Jahren im Forstgeschäft hat Nordamerikas größter privater Waldbesitzer, Weiherhäuser, wahrscheinlich mehr Daten darüber, wie Wälder wachsen als irgendjemand sonst auf der Welt.
Das sagt CEO Devin Stockfish, der will die Daten jetzt nämlich nutzen, damit KI-Modelle direkt entscheiden können, welche Bäume gefällt werden sollen und welche noch stehen bleiben.
Dafür müsste vorher nur eine Drohne über das Gebiet fliegen und einmal alles filmen.
Früher mussten Förster das Gelände selbst auf- und ablaufen.
Da ist das schon deutlich effizienter, besonders weil Weiherhäuser über 40.000 Quadratkilometer Wald hat.
Das ist circa die Größe von Dänemark.
Das ist auch ein Grund.
warum Weiherhäuser davon ausgeht, den bereinigten operativen Gewinn vor Abschreibung bis 2030 mehr als verdoppeln zu können.
Nur knapp ein Drittel vom Wachstum soll durch steigende Holzpreise kommen, die andere Hälfte eben durch solche Effizienzprogramme.
Aber auch durch neue Produkte und Geschäftsfelder.
Zum Beispiel wird gerade in Arkansas ein Werk für 500 Millionen Dollar gebaut, das ab 2027 aus vorher ungenutzten kleinen krummen Bäumen hochwertige Holzbalken zusammenpresst.
Und zusammen mit der Firma Amium will man aus Holzresten und Sägespänen einen Ersatz für Kokskohle herstellen.
Das ist die Kohle, die in der Stahlherstellung gebraucht wird und die wurde von der US-Regierung gerade als kritischer Rohstoff eingestuft.
Weyerhäuser wird aktuell mit einem Börsenwert von ca.
18 Milliarden Dollar bewertet.
Wenn man Netto-Schulden mit reinrechnet, bewertet die Börse jeden Quadratkilometer Wald mit nur ca.
550.000 Dollar.
Im Schnitt wurde zwischen 2024 und 2025 ein Quadratkilometer Wald für fast 700.000 Dollar verkauft.
Das sind knapp 30% mehr und bei Weiherhäuser gibt es noch die 33 Holzwerke und das Geschäft in Kanada dazu.
Der Vergleich mit dem Waldwert gibt eine grobe Idee, wie viel das Business wert sein könnte.
Wenn man auf den Gewinn schaut, ist aber viel entscheidender, wo der Holzpreis gerade liegt.
2021, als die Holzpreise auf Rekordhöhe gestiegen sind, hat Weyerhäuser über dreieinhalb Milliarden Dollar operativen Gewinn gemacht.
Letztes Jahr waren es nur noch 700 Millionen und selbst davon kam knapp ein Drittel dadurch, dass man das Land vermietet hat, damit andere Firmen dort zum Beispiel Rohstoffe abbauen oder Solar- und Windparks hinbauen können.
Dadurch kann Weyerhäuser in Phasen, in denen der Holzpreis niedrig ist, den Effekt ein wenig abfedern.
Aktuell liegt er ziemlich auf dem Schnitt.
Der Grund, warum Weiherhäusers Gewinn trotzdem so stark gefallen ist, liegt eher am US-Häusermarkt.
Die Firma macht normalerweise das meiste Geld mit verarbeitetem Holz, hauptsächlich für den Hausbau.
Wenn der Häusermarkt wieder anzieht, ist Weiherhäuser eine der größten Profiteure.
Deshalb liegt das KGV gerade auch bei fast 60.
Wenn man den Börsenwert ins Verhältnis zum Durchschnittsgewinn der letzten 10 Jahre setzt, kommt man auf ein KGV von unter 20.
Und sie zahlen relativ stabile Dividende.
Um die drei Prozent.
Ich sehe gar nicht, wo ich bin.
Ah, das ist ein Baum.
Okay.
Vor kurzem ist die Aktie von Daikin an einem Tag um 15 Prozent gestiegen.
Grund war der Einstieg vom US-Investor Elliot.
Daikin kennt man vom Namen kaum, es ist aber der größte Klimaanlagenhersteller der Welt.
Er ist in über 150 Ländern aktiv und macht fast 30 Milliarden Dollar Umsatz.
Mehr als 90 Prozent davon kommt aus dem Kerngeschäft Klimatechnik.
Die Kunden kühlen damit Wohnungen, Büros oder Hotels und immer mehr Rechenzentren.
Das Problem ist nicht der Umsatz, sondern die Profitabilität.
Die operative Marge liegt nur bei 8 Prozent.
Der größte US-Konkurrent Train kommt auf 18 Prozent.
Deswegen läuft die Daikin-Aktie auch deutlich schlechter als die Konkurrenz.
Train hat sich auf Sicht von fünf Jahren fast verdreifacht.
Daikin hat 30 Prozent in derselben Zeit verloren.
Genau deshalb ist Elliot eingestiegen.
Der US-Hedgefonds hat sich 3% an Daikin gekauft und vor kurzem seinen Plan für Daikin veröffentlicht.
Laut Elliott sind aufgeblähte Strukturen eines der Hauptprobleme.
Daikin hat laut Elliott seine Zukäufe nie wirklich integriert und leistet sich über 50 Forschungszentren weltweit.
Die Konkurrenz hat weniger als 40.
Dazu investiert Daikin fast 7% vom Umsatz in neue Produktionsstätten oder Anlagen.
Das sind dreimal so viel wie der Branchenschnitt.
Daikins eigenes Management hat auf Earnings Calls selbst eingestanden, dass es zu lange auf Wachstum statt auf Profitabilität geachtet hat.
Das ist eine Forderung von Elliot, aber nicht die einzige.
Die Amis fordern unter anderem Aktienrückkäufe von bis zu 6 Milliarden Dollar.
Außerdem sollen Randgeschäfte abgestoßen werden.
Dazu gehören zum Beispiel die Herstellung von Kühlvitrinen für Supermärkte oder Ölhydraulik.
Langfristiges Ziel der Maßnahmen, die operative Marge, soll sich bis 2031 fast verdoppeln.
Fairerweise muss man sagen, wenn Investoren bei einer Firma einsteigen und solche Pläne veröffentlichen, sind die natürlich auch immer sehr optimistisch.
Ob die Pläne in der Realität umsetzbar sind, das muss ich erst zeigen.
Mehr Details dürfte es dann nächste Woche geben, da präsentiert Daikin nämlich seinen neuen Mittelfristplan.
Treiber für die Zukunft gibt es auf jeden Fall einige.
Klimaanlagen laufen zum Beispiel wegen heißerer Sommer besser und der KI-Boom ist gerade ein Wachstumsmarkt.
Rechenzentren brauchen riesige Mengen Kühlung und Daikin ist dort gut aufgestellt.
Das Unternehmen will seinen Rechenzentrumsumsatz bis 2030 auf rund 2 Milliarden Dollar verdreifachen und es sieht dort deutlich bessere Margen als im Kerngeschäft.
Dazu passt aber noch ein weiterer Kritikpunkt von Elliot.
Firmen, die solche Geräte verkaufen, profitieren ja oft von margenstarken Service-Umsätzen.
Da ist Daikin aber eben auch deutlich hinter der Konkurrenz und nennt den Punkt selbst als eine Priorität für die Zukunft.
Dadurch würde der Konzern mit knapp 45 Milliarden Dollar Börsenwert weniger abhängig von reinen Verkäufen.
Dann wäre die Bewertung mit dem 18-fachen vom erwarteten Gewinn auch vergleichsweise günstig.
Train kommt nämlich mit besserer Marge und mehr Servicegeschäft auf ein erwartetes KGV von 32.
Könnte also Aufholpotenzial geben, auf das Elliot wohl auch wetten dürfte.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Tschüss!
