# AI Orchestration and the New CTO Role

**Podcast:** Becoming CTO Secrets
**Published:** 2026-05-05

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Becoming CTO Secrets, deinem Podcast für die harte Realität der CTO-Rolle zwischen Tech-Team und Business.
Ich bin Philipp Deutscher, externer CTO, CTO-Coach und Gründer der Becoming CTO-Community.
Heute zu Gast bei mir ist Thorsten Scherf.
Er ist der CTO bei Rise Digital und jemand, der sich täglich mit der Diskrepanz zwischen AI-Hype und der technischen Realität auseinandersetzen muss.
Und während viele noch über die neuen Tools sprechen, da kämpft er tatsächlich schon mit der Frage, was funktioniert wirklich und was es am Ende des Tages nur gut verkauft.
Und genau darüber wollen wir heute sprechen.
Thorsten, herzlich willkommen.
Ja, vielen Dank.
Ich freue mich sehr, dabei zu sein.
Ich bin auch sehr froh, dass es geklappt hat.
Thorsten, du bist CTO einer Digitalagentur.
Du bist auch nicht der erste CTO einer Digitalagentur, den ich jetzt hier schon im Podcast hatte.
Ihr habt 300 Leute ungefähr.
Trotzdem nochmal die Frage auch an dich.
Wie unterscheidet sich denn aus deiner Sicht die Rolle, also deine Rolle als CTO von der eines klassischen Product- oder SaaS-CTOs?
Ich glaube, der Unterschied liegt darin, dass bei der klassischen Softwareagentur die Entwicklung sehr viel stärker im Fokus steht vom CTO.
Ich habe das früher auch gehabt, als ich angefangen habe als CTO, da war ich noch sehr stark in der technischen Entwicklung mit drin, da habe ich noch Entwicklerteams mitgeleitet und das hat sich jetzt im Laufe der Zeit sehr stark in Richtung einer Orchestrierung entwickelt, Strategien, welche Tools werden eingesetzt.
Das heißt, wir sind ja relativ systemoffen, das heißt, wir haben verschiedenste Tools, die wir einsetzen und sind halt nicht beschränkt auf eine einzelne Software.
Was sind aktuell so die zwei bis drei Themen, die dich...
jetzt aktuell nachts beschäftigen.
Man muss dazu sagen, du bist ja aktuell auch in einer anderen Zeitzone unterwegs.
Also während wir wach sind und du noch nachts schläfst, was sind die Themen, die dich dann trotzdem noch wach halten?
Ja, also es gibt 2026 gibt es im Prinzip drei große Themenbereiche, die ich sehe, die alle so ein bisschen auch miteinander verknüpft sind.
Ein großes Thema ist natürlich, da wir ja in Deutschland sitzen, das Thema digitale Souveränität.
Das ist etwas, was mich sehr stark interessiert, wo ich sehr sehe, dass da ein Markt ist, zum einen ein Markt ist, zum anderen auch ein Bedarf und dass wir da sehr stark hinterhängen, dass da viel gemacht werden muss.
Da denken wir sehr stark darüber nach, hinsichtlich der Tools, die wir verwenden und so.
Also das ist etwas, was mich sehr stark beschäftigt.
Das zweite Thema, was mich sehr stark beschäftigt, ist das, was ich jetzt auch gerade so als Hype-Thema jetzt hier, ich bin jetzt gerade im Moment in Chicago auf einer Konferenz von einem PIM-Anbieter.
Und da bin ich auch bestärkt worden in der Meinung, dass das Thema Orchestrierung ein Riesenthema werden wird.
Das heißt, dass Kunden von uns nicht mehr in einzelnen Tools arbeiten, sondern quasi diese Tools eher orchestriert werden müssen.
Und das zieht sich auch sehr stark.
Also der eine Aspekt ist, meine Produkte online zu verwalten und beispielsweise meine Kundendaten, meine Produktdaten aus dem zentralen Hub heraus zu steuern.
Aber das andere ist für uns als Agentur ist durch die KI natürlich auch ein krasser Wechsel von Sachen, wir entwickeln Sachen hin zu orchestrieren, wir orchestrieren für den Kunden.
Also diese Orchestrierung, das ist im Moment so ein Wort, das höre ich überall und das ist etwas, was mich total umtreibt.
Ja, kannst du das noch ein bisschen konkretisieren?
Also klar, das Wort höre ich auch sehr oft, meistens dann auch im Bereich Agentic AI.
Ich habe dich jetzt aber so verstanden, es ging jetzt weniger um Agentic AI, sondern um die Tool-Landschaft eurer Kunden, die ihr jetzt nochmal anders bedienen wollt.
Kannst du das nochmal ein bisschen mit...
ein bisschen more tangible machen.
Ja, aber das ist lustig, dass du Agentic AI sagst, weil ich wie gesagt im Moment gerade auf dieser PIM-Konferenz bin, wo es ganz stark um Agentic AI ging und auch gezeigt wurde, wie da die Zukunft aussieht, wie die Systeme vorbereitet werden.
Da habe ich einen super Vortrag von dem CTO von Shopify gehört dazu.
Also das ist im Moment echt ein Hype-Thema.
Der Vortrag, den ich hier zu PIM gehört habe, zeigt genau den Unterschied, wie ich das denke und wie du das jetzt vielleicht selber wahrnimmst, weil die sehr stark von diesem Shop-Thema heraus denken, wie orchestriere ich meine Produkte, wie kommen die vom PIM ins Shop-System und da findet eine gewisse Orchestrierung statt.
Ich würde da für uns als Agentur ein bisschen weitergehen.
Der Hintergrund ist, wir haben als Kunden sehr viele B2B-Unternehmen und betreuen komplette Systemlandschaften.
Und die Systemlandschaft besteht in der Regel aus einem ERP, wo die Businessdaten drin liegen, wo die Produktkerndaten drin liegen, dann einer Verwaltung der eigentlichen Produktdaten für die Marketingzwecke, für den Shop und die Webseite.
Das sind in der Regel ein PIM-System.
das wiederum an ein Schocksystem angeschlossen ist.
Und auf der anderen Seite haben wir Kundendaten.
Das heißt, das sind Daten im CRM, wo der Verlauf und die Connection zum Kunden gespeichert ist und die wiederum angereichert werden durch Verhaltensdaten, die dann in der Regel in einem CDP liegen.
Und das Ganze wird verarbeitet in einem Content Management System, wo der Kunde dann den Zugriff auf verschiedene Informationen hat.
Und das sind Systeme, die bisher, also das ist so ein klassisches, ich würde mal sagen, ein DXP, im besten Fall ein Composable DXP, also mit unterschiedlichen Modulen, die ich beliebig austauschen kann.
Was bisher gefehlt hat in diesem Kontext, ist, dass ich als Benutzer an einen zentralen Punkt gehen kann und alle diese Systeme.
zentral verwalten kann, weil keines dieser Systeme steht alleine für sich und hat einen alleinigen Zweck.
Mit dem CIM alleine kann ich nicht viel anfangen, wenn ich keine Marketing Automation Strecken und keine Formulare auf der Webseite habe.
Ich kann auch mit PIM alleine nichts anfangen, weil die Produktdaten, die müssen auf die Webseite, die müssen in den Shop, die müssen gegebenenfalls abgeglichen werden mit Benutzer- und Verhaltensdaten aus dem CDP oder aus dem CIM.
Das heißt, Diese Systeme gehören sowieso schon zwangsläufig zusammen, sind bisher aber durch 1 zu 1 Connections verbunden.
Und was ich mit Orchestration oder Orchestrierung meine, ist, ich habe ein Tool, was in der Mitte steht, mit dem ich auf alle diese Kunden zugreifen kann.
Und das wird durch moderne Technologien wie MCP-Server, also durch die Verwaltbarkeit durch AI, wird das jetzt möglich dieses Jahr.
Und deswegen ist das, glaube ich, ein Riesenthema.
Da werden alle draufgehen, alle Anbieter.
Und jeder so ein bisschen aus seiner Position.
Wie gesagt, der PIM-Anbieter sagt auch, ich orchestriere dir deine Produktdaten.
Aber für mich, für den Kunden, der Kunde hat so vielfältige Daten.
Produktdaten, Verhaltensdaten, Kundendaten.
der braucht eine andere Art von uns.
Ja, das ist witzig, dass du das sagst und auch nochmal, wie du das beschreibst, weil gerade das ja, ich kann das nur bestätigen, das Thema Agentic AI ist gerade überall, es ist in aller Munde, jeder versucht da Lösungen zu finden für etwas, wo viele noch vorher nie eine Lösung hatten.
Interessanterweise, die Folge wird wahrscheinlich auch am 6.
Mai rauskommen, das ist am 5.
Mai, am Dienstag, den 5.
Mai.
Das ist auch der Tag, in dem die OMR in Hamburg stattfindet.
Da wird es ein CTO-Dinner geben abends, da werde ich auch dabei sein und da wird es auch um das Thema Agentic AI gehen.
Also da wird es auch Diskussionsrunden geben dazu.
Ich habe mich da auch als Table Captain beworben dafür und das ist ein Thema.
Jeder will da gerade dazu A, etwas beitragen, jeder will dazu Wissen abzapfen, weil die eierlegende Wollmilchsau, die gibt es bis heute noch nicht.
Und jeder sucht aber nach der für sich passenden Lösung und das ist das Thema in diesem Jahr, was ich sehe und vielleicht sogar darüber hinaus.
Also wirklich, ja, ich kann hier nur nochmal den Bogen schlagen dazu, das ist super wichtig und ich sehe es auch an allen Ecken mit jedem CTO, mit dem ich spreche.
Das ist das Thema, was alle gerade beschäftigt.
Ja, genau.
Und das Ganze nimmt ja jetzt auch nochmal krass Fahrt auf, also durch die Änderungen, die wir in KI allein in den letzten Monaten hatten.
Also ich hätte jetzt, wenn wir jetzt das Gespräch vor sechs Monaten geführt hätten, wäre das ein komplett anderes Gespräch gewesen.
Den Fortschritt, gerade auch im Vibe-Coding mit Claude und anderen Systemen, die jetzt in den letzten zwei, drei Monaten quasi das Ganze von einem theoretischen Konstrukt hin zu einer produktiv einsetzbaren Methode entwickelt haben, das ist schon krass.
Und deswegen wird mit dem Agentensystem dieses Jahr auch schon, das ist ja jetzt nichts Neues, das ist ja jetzt nicht erst seit gestern da.
Die Änderungen, die jetzt in den letzten Monaten passieren und die Entwicklungen, die da sind, das gibt dem Ganzen nochmal echten Boost.
Wir werden da gleich nochmal im Detail darauf eingehen.
Ich kann aber auch dann nur bestätigen, ich habe jetzt in den letzten zwölf Jahren im professionellen Kontext keinen Code mehr geschrieben, weil ich auch schon in Rollen war, in denen das nicht mehr notwendig war, auch nicht mehr der richtige Ansatz gewesen wäre.
Ich habe in den letzten Monaten mehr gecodet als in den letzten zwölf Jahren zusammen, glaube ich.
Und wenn ich sage, natürlich klar, wenn ich sage, ich habe gecodet, die AI hat gecodet am Ende des Tages.
Aber was ich in der Lage war zu bauen, Themen, für die ich vorher einen Tag gebraucht hätte, von denen ich weiß, ich habe sie deswegen nicht gemacht, weil ich wusste, ich werde da einen Tag dafür brauchen.
Und jetzt kriege ich die in einer halben Stunde halt hin.
Und das ist genau der Grund, warum ich mich jetzt hinsetze und die selber entwickle.
Und das ist...
A, unwahrscheinlich befriedigend, es bringt nochmal eine neue Komponente mit rein und das wird unsere Rolle als CTO, aber auch natürlich die Rolle des Engineers noch viel, viel mehr, ganz massiv disruptieren.
Ja, es ist ja auch ein krasser Wandel, weil wenn ich mich als CTO verantwortlich fühle für das Thema KI im Unternehmen, was ja irgendwo Sinn macht, wer sollte das sonst verantworten im Unternehmen?
dann habe ich nicht mehr die klassischen Mitarbeiter, für die ich verantwortlich bin, wie Entwickler, wie IT-Mitarbeiter.
Ich habe plötzlich alle anderen auch.
Das heißt, ich habe plötzlich auch einen Projektmanager oder ich habe einen Designer, wo ich irgendwie Einfluss nehmen kann oder Einfluss nehmen muss, wie die mit KI arbeiten, wie wir KI in den verschiedenen Sachen einsetzen.
Und das ist natürlich ein krasser Wandel.
Und innerhalb dieser Positionen ändert sich natürlich auch die Jobanforderung massiv.
Das heißt, ich brauche keinen Senior-PAP-Entwickler mehr.
Ich brauche einen Senior-AI.
Ich vermeide das Wort Entwickler, weil es eigentlich kein Entwickler mehr ist.
Operator, Augmentator, Puppenspieler, wie auch immer.
Genau, also es ist ein Requirement Engineer, es ist ein Systemarchitekt, es ist vielleicht ein Teamleiter für KI-Agents.
Vielleicht gibt es das demnächst auch.
der versteht, wie diese Agenten funktionieren und wie er sie einsetzen kann.
Aber dieses klassische Programmiergeschäft wird sich natürlich massiv ändern.
Und ich glaube, das ist auch eine Herausforderung für den CTO im Unternehmen, dafür zu sorgen, dass die Leute das verstehen und dass die Leute dann nicht in Schockstarre geraten und sagen, ich mache jetzt gar nichts mehr, weil scheiße, die KI klaut mir immer einen Job.
Weil das Gegenteil ist der Fall.
Man muss sich jetzt damit auseinandersetzen und dann wird man in Zukunft auch weiter damit arbeiten können.
Ich erinnere mich auch, wir haben ja auch vor dieser Aufnahme schon miteinander gesprochen, du hast da mal gesagt, du versuchst dich selbst überflüssig zu machen durch AI.
Dass dieses dich selbst überflüssig machen als Manager, als CTO, ist ja nicht neu.
Wie hilft dir jetzt AI dabei, genau das zu tun?
Und ist es nicht...
Vielleicht aktuell genau sogar eher umgekehrt, dass dadurch, dass AI kommt, du eigentlich eher nochmal sichtbarer sein musst oder noch mehr involviert sein musst, bevor du dich später irgendwann überflüssig machen kannst?
Ja, ich glaube, das ist ein echt schwieriger Punkt, weil es ist tatsächlich erst mal ein Versuch.
Und ich glaube, es ist nicht ganz so leicht, sich selbst überflüssig zu machen.
Also der klassische, also das, was ich...
Versuche ist halt, die klassische Sekretärin wieder zu beleben.
Also ich sage mal, die gute alte Chefsekretärin aus den 60ern, die genau wusste, was ihr Chef jeden Tag macht, was der morgens braucht, welche Informationen weitergeleitet werden und welche sie komplett abblockt.
um halt einen Großteil der Arbeit, die ich im Moment mache, nämlich das Auswerten von Informationen, welche Informationen ist jetzt wichtig für mich, welche muss ich weiter bearbeiten, mit wem muss ich in Kontakt treten, mit wem besser nicht oder wo lasse ich auch mal eine Pause oder sowas.
Diese ganzen Tätigkeiten, das ist das, was ich damit meine.
Ich mache mich überflüssig, aber natürlich nicht komplett.
Also ganz verschwinden wird man, glaube ich, nicht, auch wenn es gab ja diesen interessanten Ansatz von Elon Musk, der mit Makro...
MakroHart eine Firma gründen wollte oder hat, ich weiß gar nicht, was es gemacht hat, die ausschließlich aus Agenten besteht, wo kein Mitarbeiter mehr arbeitet.
Und das Ziel war mit dieser Firma quasi sämtliche Microsoft-Produkte, deswegen MakroHart, zu ersetzen.
Ja, super lustig.
Ich weiß nicht, wie weit dieses Projekt gegangen ist, aber das war so ein Auslöser für mich, dass ich gesagt habe, ich muss jetzt mal gucken, wie kann ich über AI Themen automatisieren.
Und eine Entscheidungslogik einbauen.
Das ist, glaube ich, das Entscheidende.
Weil so diese klassischen Automatisierungsprozesse, das machen wir ja auch schon ewig, das ist ja jetzt nichts Neues.
Aber zu sagen, ich verstehe den Hintergrund dessen, der E-Mail, die da zum Beispiel kommt oder des Termins, der da ansteht und kann das bewerten in einem Kontext.
Das ist, glaube ich, das, was die Herausforderung ist, wo ich so ein bisschen mit rumgespielt habe, wo ich versucht habe.
da einen Erfolg zu erzielen.
Und ich habe es im ersten Schritt natürlich, da wir Microsoft Company sind, das heißt, wir haben alle unsere Prozesse über Teams, über SharePoint, whatever, also es ist alles Microsoft getrieben.
Tut mir leid.
Es ist nicht so schlimm, muss ich sagen.
Ich bin ja ein alter, ich bin ja mit dem 286er noch aufgewachsen damals und Windows war dann schon, also das Feindbild waren dann ja die Atari und die Mac-Leute, also ich bin eigentlich schon immer, man muss fairerweise sagen, früher hast du alle drei Minuten einen Blue Screen und ständig bist du von Viren überfallen worden.
Das habe ich schon seit etlichen Jahren nicht mehr.
Also da hat sich Microsoft auch weiterentwickelt.
Aber nichtsdestotrotz kann ich den Einwand verstehen.
Nee, aber ich habe gedacht, Wenn ich eh diese ganzen Informationen in meinem Microsoft-Kontext habe, ich habe da meine E-Mails drin, ich habe da meine Termine drin, ich habe da meine Notizen drin, ich habe alles, was ich eigentlich brauche, um diesen Entscheidungsprozess durchzuführen, also benutze ich logischerweise Co-Pilot und die angehagtenen Tools, um das zu machen.
Und das war wirklich ein harter Kampf, muss ich sagen, weil Co-Pilot gibt sich, es hat einen Namen, es ist aber nicht ein System.
Das heißt, die Information, die ich an der einen Stelle vom Copilot kriege oder ihm gebe, ist an der anderen Stelle im Copilot nicht vorhanden.
Das heißt, wenn ich beispielsweise in einem automatisierten Prozess auf meine E-Mail-Daten und auf meine Termindaten zugreifen will, dann hat er das nicht von Natur aus, sondern dann muss ich über Power Automate oder andere Systeme quasi wie, als wenn ich von außen komme, darauf zugreifen.
versucht so ein System aus, denn es läuft so halbwegs, also ich bin mittlerweile so weit, dass er E-Mails bewerten kann, die E-Mails, die reinkommen und mir eine Teams-Nachricht schickt, welche E-Mails ist wichtig und sowas.
Sehr rudimentär muss man sagen.
Ich habe später dann das Gleiche nochmal ausprobiert mit OpenClaw, was ja auch dann irgendwie plötzlich gehypt ist und habe innerhalb von kürzester Zeit deutlich mehr Fortschritte gemacht als mit Microsoft in Wochen.
Ja, das war schon mal ein Game Changer.
Also diese Agentik OS oder wie man das nennt, also Agentenverwaltungssysteme.
Da gibt es ja ganz viele, das jetzt mit, bei Cloud sind ja auch entsprechende Systeme jetzt vorhanden.
Das hat auf jeden Fall, das ist super interessant und da muss man echt dranbleiben.
Weil ich glaube, das ist jetzt nur eine Frage der Zeit, bis das wirklich klappt.
Wie, also auch ein bisschen persönliche Frage.
Wie zufrieden bist du mit Co-Pilot?
Mir fällt es tatsächlich schwer.
Also ich habe das gerade gestern nochmal in einem tieferen Gespräch festgestellt.
Ich nutze sehr viele AI-Augmented-Tools, LLMs, alles Mögliche, gebe einen nicht unwesentlichen Betrag im Monat dafür aus und stelle fest, dass ich so ziemlich alles bisher ausgetestet habe und Co-Pilot nicht dabei ist.
Heißt, Mir fehlt hier eine komplette Einsicht, wo das steht, auch im Vergleich zu den anderen Playern von Gemini, von GPT zu Claude zu Perplexity und so weiter.
Kannst du das einordnen?
Ja, also ich muss ehrlich dazu sagen, ich bin absoluter Manus-Fan.
Ja, das ist, ich weiß nicht, ob du das kennst.
Ja, die wurden doch jetzt von Meta gekauft, oder nicht?
Ja, das war, so wie ich das mitgekriegt habe, waren die Chinesen da nicht very happy drüber, weil das war ein chinesisches Unternehmen, was dann an Meta verkauft wurde und dann die chinesische Regierung hat eingegriffen und alles.
Ich habe sehr lange Vergleiche gemacht mit Copilot, mit Gemini, mit ChatGPT und so weiter mit Cloud.
Und ich bin sehr, sehr lange immer bei Manus am Ende gelandet, weil ich das Ergebnis am besten fand und weil es komplex war.
Mittlerweile hat Clo auch nachgezogen.
Funktionen, die in Manus schon länger da waren, sind jetzt auch da vorhanden.
Ich weiß nicht mehr, wie es aktuell ist.
Aber bei Copilot ist so eine sehr besondere Situation.
Du musst natürlich in diesem Microsoft-Kontext sein, sonst funktioniert das nicht.
Was aus meiner Sicht extrem gut funktioniert mit Copilot, ist über Copilot suchen.
Das heißt, ein richtiges Dokument, eine richtige E-Mail finden, sich Themen, E-Mails und sowas zusammenfassen zu lassen.
Wir haben mittlerweile ein sehr, sehr geiles Tool für Terminzusammenfassung über Copilot.
Da kann man sich quasi selber Vorlagen hinterlegen und sagen, diese Aspekte sollen in der Zusammenfassung vorkommen, so soll der Aufbau sein, das ist die Struktur von meiner Zusammenfassung.
Das funktioniert richtig, richtig gut.
Was nicht so gut funktioniert, ist, wenn es ans Kreative geht.
Also wenn du mit Copilot Sachen erstellen willst auf Basis dieser Informationen.
Zum Beispiel, was ein absoluter Fail ist, ist Copilot in PowerPoint zum Beispiel.
Das ist sowieso der Endgegner, finde ich.
PowerPoints im CI des Unternehmens erstellen zu lassen von KI, habe ich bisher noch nicht geschafft in einem sinnvollen Rahmen.
Das wäre echt ein Game Changer.
Das ist in Copilot noch sehr schlecht.
Aber man muss auch dazu sagen, Co-Pilot entwickelt sich wirklich wöchentlich.
Ich hätte vor einem Jahr oder was, da hättest du noch nicht mal die richtige E-Mail gefunden, da hättest du noch nicht mal die richtige Zusammenfassung dir machen lassen können.
Der hat eine Standardzusammenfassung gehabt, du konntest nichts beeinflussen.
Also du warst sehr ausgeschlossen von dem System und das ändert sich.
Du hast immer mehr Möglichkeiten, Individualisierung reinzubringen, deine eigenen Aspekte.
besser und es ist mittlerweile tatsächlich nützlich im Kontext, wenn ich zum Beispiel auch sagen will, gib mir mal eine Zusammenfassung von dem Kunden, was ist da in den letzten fünf Monaten passiert, wo war der Kunde unzufrieden, wo war der zufrieden.
Das kann ich über E-Mail-Verteiler zur Kundin, kann ich das super über Copilot machen.
Also das hilft schon.
Ja, das ist auch ein wichtiger Aspekt, auch gerade in meiner Bewertung von der letzten Wochen und Monate.
Es ging ja weniger darum, dass die Modelle an sich nochmal so viel besser geworden sind.
Das sind sie vielleicht sogar teilweise.
Aber es ging ja vielmehr darum, dass die Integration, das Zusammenspiel zwischen verschiedenen, wie du es am Anfang geschrieben hast, mit der Orchestrierung, das ist jetzt der große Punkt, an dem, jetzt die wahren Produktivitätshebel angesetzt werden.
Das ist auf jeden Fall in meiner Sicht ganz genau so.
Hast du ja im Endeffekt auch gerade bestätigt.
Ja, genau.
Also dieses Zusammenspiel wird immer wichtiger.
Gerade, was habe ich ja eben auch schon mal gesagt, das Thema MCP-Server.
Das ist gerade, ich merke das bei ganz, ganz vielen Softwareherstellern, also eigentlich alle, mit denen wir zusammenarbeiten, implementieren gerade das MCP in ihre Systeme.
Die einen sind weiter, die anderen sind ein bisschen weniger weit.
Aber ich habe es...
Beispielsweise, wir haben mit Nuwakom einen Anbieter, wo wir Assistenten erstellen für unsere Kunden, was in einem datengeschützten Raum stattfindet, also DSGVO-konforme, individuelle LLMNs mit Assistenten.
Und da wurde jetzt auch halt das Thema MCP, also die Konnektivität von diesem System nach außen zu anderen Systemen erstellt.
Und ich habe mir so zum Spaß einfach mal, wir hatten gerade ein Test-Typo-3-System aufgesetzt.
Typo 3, viele wollen, sagen natürlich, es wäre nicht mehr so dolle, aber man muss echt sagen, die geben da auch Gas, was das Thema angeht.
Also die haben sich wirklich in den letzten Jahren super entwickelt und es tatsächlich auch für Mittelständler oder was super einsetzbares System.
Aber was ich gemacht habe, weil die einen MCP-Server schon drin haben im System, der funktioniert, einfach mal ausprobiert, wie...
Weil das ist das, was ich mir in der Orchestrierung vorstelle.
Ich schreibe einen Prompt und sage, ich brauche einen neuen Newsartikel zu dem und dem Thema.
Generiere mir da doch mal ein Bild vor und den Artikel und lege mir den Newsartikel an.
Und ich habe eine halbe Stunde gebraucht, um das System so auszusetzen, dass ich wirklich über den Prompt, über die Sprache, das Typo3-System steuern konnte.
Also die News anlegen, die News bearbeiten, einschalten, ausschalten.
Also alles, was ich sonst, wofür ich mich ins Backend einloggen müsste.
konnte ich einfach aus diesem Prompt heraus machen.
Und wenn ich mir das jetzt vorstelle, um wieder zurück auf diesen Orchestration Layer zu kommen, der da oben drüber liegt, wenn ich mir vorstelle, ich logge mich da ein, ich kriege Impulse aus allen Systemen, also welche Kunden sind neu im CRM, welche Produkte passen im Moment nicht in PIM oder haben Lücken, welcher Content passt nicht zu PIM-Artikeln, kriege ich als Dashboard angezeigt, kann aber auch direkt interagieren mit diesen Systemen aus diesem Layer heraus, ohne in die Systeme mich einloggen zu müssen.
Das heißt, Erstell mir ein, ich habe ein neues Produkt, das ist der Sneaker.
Hier, das sind die technischen Details.
Erstell mir dazu ein Bild, erstell mir dazu einen Text, erstell mir dazu Marketinginformationen und das eine geht ins PIM, das andere erstellt eine Landingpage im CMS.
Im Shop wird ein Produkt angelegt, Varianten angelegt, alles automatisch aus dem Orchestration heraus.
Das ist im Prinzip das, was jetzt kommen wird.
Das wird jetzt, dieses Jahr werden wir die ersten Prototypen sehen, vielleicht sogar die ersten Produktivsachen für Teilaspekte.
Aber die nächsten ein, zwei Jahre wird das das zentrale Thema.
Wo siehst du denn aktuell, also gerade wenn es so das Thema aktuelle AI-Realität, da sind wir ja schon ein bisschen drauf eingegangen, wie wir das gerade sehen, aber wo ist denn jetzt noch die Illusion?
Also wo siehst du aktuell die größte Illusion bei CTOs im Umgang mit AI Stand heute?
Ja, das ist super, super schwierig, weil die Modelle dir vortäuschen, dass es perfekt ist.
Das heißt, ich stelle eine Anfrage auf Basis von Daten, die das Modell hat und kriege eine Antwort, die mir erstmal plausibel erscheint.
Und ich glaube, das größte Problem ist, dass es sehr häufig eben nicht plausibel ist, dass die KI sehr geschickt Daten unterjubelt, die an einem winzigen Punkt nicht mit dem übereinstimmen, was tatsächlich wahr ist.
Also das ist ein sehr großes Problem noch.
Was natürlich auch ein Problem ist, ist das Arbeiten mit KI im Moment an sich.
Du hast einen sehr beschränkten Kontext, in dem du arbeiten kannst oder einen bestimmten Zeitraum, in dem du mit einer einzelnen KI arbeiten kannst.
Also wir sagen unseren Entwicklern zum Beispiel, wenn ihr bestimmte Sachen macht und was entwickelt mit KI oder irgendwas macht, stellt maximal zehn Fragen.
Danach macht den Chat aus und startet einen neuen Chat.
Weil das Problem kennt ja jeder.
Man lässt sich von der KI was erzeugen, das ist super gut.
Du sagst nur, du hast eine Liste mit 10 Punkten.
Stell dir eine Liste mit 10 Punkten.
Und dann sagst du, die Liste ist super, Punkt 2 und 3 stimmen, aber noch nicht kannst du die verbessern.
Dann kriegst du plötzlich danach die nächste Liste, die drei Punkte geändert haben, aber nicht die zwei, die du wolltest.
Und du versuchst immer weiter, dich wieder an den Punkt zu hangeln, dass genau diese zwei Punkte nur geändert werden.
Und je länger du das machst, desto schlechter wird das Ergebnis.
Weil der Kontext immer größer wird und die KI dabei immer schlechter wird.
Das ist ein sehr, sehr großes Problem, dass man da Ansätze noch braucht.
Aber siehst du, während du das jetzt sagst, überlege ich mal selber, ich stimme mit dir überein, dass das für Probleme gilt, indem man das Gefühl hat, man dreht sich so ein bisschen im Kreis, man kommt nicht zu einem Ergebnis.
Aber wenn du Chatverläufe hast, die aufeinander aufbauen, wo du eine Aufgabe hast, die ist dann erledigt, dann kommt die nächste und die stehen ja auch in einem Kontext und einem Zusammenhang.
Da habe ich das Gefühl, das funktioniert auch sehr, sehr gut, auch wenn es weit, weit, weit, weit über zehn Fragen oder zehn Promises halt irgendwie hinausgeht.
Ich glaube schon, dass man noch mehr schafft.
Also 10 ist jetzt eine fiktive Zahl von mir, wo ich einfach sage, um eine Sensibilisierung zu schaffen, du kannst nicht unendlich in einem Chat durchdiskutieren.
Das funktioniert nicht.
Irgendwann wird die KI schlechter.
Möglicherweise, wenn du neue Aspekte reinbringst und sie neu anfängst, über den Kontext zu denken, ist es nicht so stark, als wenn du über das gleiche Problem über einen längeren Zeitraum diskutierst.
Das ist aber aus meiner Sicht vielleicht nicht das ganz zentrale Problem.
Ich glaube, das zentrale Problem ist die Datenbasis.
Und das hatten wir jetzt auch auf diesem PIM-Kongress, weil man sich natürlich fragen kann, braucht man noch so spezialisierte Systeme, die Produktdaten oder Kundendaten verwalten?
Wie mache ich das denn nicht einfach in einer Google-Datenbank und die KI geht über diese ganzen Systeme?
Aber die Daten in einer bestimmten strukturierten Weise quasi für die KI bereitzuhalten, das ist, glaube ich, eine sehr große Herausforderung, die wir momentan haben.
Stimmt.
Wie unterscheidest du denn also zwischen, was ist...
Echte AI, was ist einfach nur Automatisierung und was ist am Ende des Tages auch Marketing Bullshit?
Ja, das ist tatsächlich so.
Also Kunden verstehen den Unterschied zwischen Automatisierung und AI nicht.
Also wenn ich höre, wir können diesen Prozess mit KI automatisieren, dann kriege ich schon so ein bisschen Zuckungen, weil ich denke, ja im Moment Automatisierung und KI ist nicht das Gleiche.
KI kommt ja dann erst ins Spiel.
wenn ein Prozess auf den anderen aufbaut, sondern wenn dieser Prozess auch verstanden wird.
Also wenn quasi die einzelnen Schritte des Prozesses die KI die Möglichkeit hat, also die KI hat ja die Chance zu verstehen, was steht in einer E-Mail drin zum Beispiel und kann daraus dann einen Prozess auslösen und sagen, okay, mit den Informationen dieser E-Mail mache ich jetzt dieses oder jenes.
Dass ich diesen Prozess früher schon über eine Automatisierung machen konnte.
Das ist ja nichts Neues.
Das heißt, früher war es nur der Unterschied.
Ich habe über Keywords zum Beispiel in der E-Mail den Kontext erkannt, habe gesehen, da war ein Keyword, zum Beispiel Kündigung.
Und dann konnte ich diese E-Mail in einen Prozess übergeben, wo dann Daten ausgelesen werden, Benutzerdaten und so weiter und so fort, um dann eine Kündigung auszulösen.
Das ging schon.
Problematisch wurde es dann bei E-Mails, wo zum Beispiel drin stand, ich möchte jetzt nicht kündigen, ich bin aber unzufrieden.
Du hast plötzlich dann trotzdem das Keyword Kündigung erkannt und gedacht, okay, das ist ein Kündigungsprozess, also leite ich ihn dahin.
Und das kann die KI natürlich anders.
Die kann verstehen, worum geht es dem Kündigungsprozess.
Kunden jetzt zum Beispiel.
Also deswegen ist es nicht ganz das gleiche Automatisierung mit den Agenten.
Genau, aber der AI hilft ja, das Thema der Prozessautomatisierung weiter voranzutreiben.
Denn wo brechen denn heutzutage Prozesse?
Nämlich da, wo menschliche Übergaben stattfinden oder wo mit implizitem Wissen gearbeitet wird oder wo Themen passieren sollen, die nicht unbedingt deterministisch sind.
Und an der Stelle, jetzt kommt das Thema Automatisierung deswegen wieder vor, weil du mit AI nochmal zusätzliche Komponenten hast, die du in die Prozessautomatisierung einbauen kannst, die dir helfen, das Ganze nochmal, also jetzt eine wirkliche Prozessautomatisierung hinzubekommen.
Wenn du es schaffst, das Wissen aus den Köpfen der Leute rauszukriegen und so weiter.
Das war ja der Punkt, an dem vorher Automatisierung immer gescheitert ist.
Ich glaube auch, Dynamisierung von Automatisierung ist ein Thema, was über KI gemacht werden kann.
Also wir haben ja bisher, haben wir Workflows sehr statisch aufgebaut.
Das heißt, wir hatten unseren Workflows-Diagramm und dann gab es Entscheidungspunkte, die konnte man dann machen.
Über KI hast du natürlich theoretisch die Möglichkeit oder sogar auch praktisch mittlerweile in Systemen wie HubSpot oder so, ist das mit KI natürlich so der Wert fortgeschritten, dass die KI selber Workflows anlegen kann.
Das heißt, sie kann erkennen, dass der aktuelle Workflow und der aktuelle Entscheidungsbaum nicht ausreichend ist, weil ich plötzlich nicht nur A und B, sondern nur C habe, Entscheidungen und die KI da ansetzen kann und sagen kann, okay, ich erweitere das Workflow-Diagramm um einen zusätzlichen Fakt.
Und das ist quasi, das war jetzt auch in der Konferenz, wo ich war, sehr starkes Thema, Live-Modifizierung von Daten.
Also in Echtzeit auf Basis von Benutzerverhalten, auf Basis von Marktimpulsen, auf Basis von verschiedenen Faktoren, die die KI mitbekommt.
Die muss natürlich in die KI irgendwo reinkommen.
Aber dann kann die KI quasi in Echtzeit Änderungen an Systemen vornehmen, sowohl an Daten als auch an Ablaufen an Prozessen, auch an Automatisierung logischerweise.
Also das ist schon wirklich, ja.
Ein absoluter Game-Changer.
Also es ist total anders mittlerweile, als wir es vorher gemacht haben.
Also dieses statische, manuelle Aufbauen von Automatisierungsprozessen, das wird durch KI natürlich maximal verursacht.
Was war denn dein letzter Moment, wo du dachtest, das ändert gerade wirklich alles?
Hast du den parat?
Ja, also der letzte Moment, wo ich dachte, das ändert alles, ist tatsächlich noch gar nicht so lange her.
Das war innerhalb der letzten zwei Monate.
als Claude sein Update für die Code-Generierung ausgespielt hat.
Ich glaube, es war im Januar oder im Februar.
Ein Mitarbeiter von mir hat angefangen, damit umzuspielen und hat übers Wochenende ein Intranet programmiert.
wo ich gedacht habe, das gibt es doch gar nicht.
Wir haben für uns einfach darüber nachgedacht, wir hätten gerne einfach nur ein kleines Dashboard, wo wir unsere News reinstellen, wo Mitarbeiter Impulse reinbringen können, wie wir als Unternehmen Änderungen reinmachen können.
Also einfach ganz klassisches Billo-Intranet.
Und wenn ich mir das vorstelle, ich baue das jetzt in einem Typo 3 oder ich baue das in einem anderen System, da bin ich dann schon ein paar Tage oder vielleicht auch mal eine Woche oder zwei beschäftigt, um sowas aufzusetzen.
Und dann war noch die Idee, okay, wir wollen, dass der Content nicht mehr über ein Backend gepflegt wird.
Also wir wollen kein Backend haben, wo ich dann sage, ich erstelle jetzt einen neuen News oder irgendwas, sondern wir wollen andere Kanäle haben, also über Prompt.
Und was ich super gut fand, ist über E-Mail.
Das heißt, ich schicke einfach ein E-Mail an das System und sage, ich habe einen neuen Newsbeitrag.
Das System erkennt meine E-Mail-Adresse.
Aufgrund der E-Mail-Adresse habe ich eine bestimmte Berechtigungsstruktur dahinter.
sodass die News in einer bestimmten Sektion kommt.
Das heißt, wenn ich eine E-Mail als Geschäftsführer schreibe, ist das eine offizielle Ankündigung der Firma.
Wenn ein Designer eine Nachricht schreibt, kommt das in einen anderen Kontext.
Sodass ich eine bestimmte Hierarchie auch in den News und sowas habe und das per E-Mail einfach.
Einfach eine Erkennung der E-Mail-Adresse.
War nur so eine Idee.
Wollte ich immer mal umgesetzt haben, habe ich nicht gemacht.
Dann hat der Kollege sich hingesetzt und er hat, glaube ich, für die...
für die Architektur drei Stunden gebraucht und dann hat der Claude fünf Stunden laufen lassen und das System war komplett fertig.
Ja, und das muss ich echt sagen, das ist so beeindruckend und da muss man sich natürlich schon die Frage stellen, wie geht es jetzt weiter?
Ja, was ist denn jetzt der nächste Schritt?
Können wir jetzt einfach alle unsere Läden dicht machen?
Weil irgendwann der Kunde sich hinsetzt und einfach selber sein ganzes Universum entwickelt und Nein, weißt du, warum das nicht passieren wird?
Also nicht, weil er es nicht könnte.
Ich glaube, die Möglichkeiten wachsen jetzt noch mehr, aber am Ende des Tages musst du ja trotzdem ein Produkt bauen, was auch eine gewisse Convenience mit sich bringt.
Das muss trotzdem ein gewisses Look and Feel haben und du musst trotzdem die Klarheit darüber haben, dass das, was du baust, auch sinnvoll ist.
UI, UX, es muss sich in deinen Workflow mit einbringen.
Da läuft schon ein gewisses, also ein sehr großer...
Eine sehr große geistige Komplexität und Vorarbeit fließt da rein.
Und die wirst du erstmal nicht mit AI abbilden können, weil am Ende des Tages wird es irgendwann wieder die Schnittstelle zum Menschen stattfinden.
Und an der Stelle brauchst du auch einen, zumindest dann jetzt, einen Produktmanager, der hier mitdenkt, weil sonst wird es nicht gut.
Ich glaube das auch.
Also ich glaube das auch, nur es ist natürlich erstmal, es ist shocking.
Aber da kommen wir eben genau zu dem Punkt, den ich ganz am Anfang schon mal gesagt habe.
Die Rolle bei uns in der Agentur, im Agenturalltag werden sich ändern.
Ja, weil ich da, also wir haben jetzt zum Beispiel, wir haben eine Entwicklung durch Offshore.
Das heißt, wir haben Entwickler in Indien sitzen, die kriegen Aufgaben.
Da bin ich mir relativ sicher, dass das in wenigen Monaten nicht mehr so sein wird, weil diese Aufgaben, die ich jetzt an die Inder gebe, die kann ich auch an die KI geben.
Das heißt, da wird eine Änderung stattfinden.
Aber das Jobprofil...
des Entwicklers wird sich ändern.
Er wird halt das, was du gerade gesagt hast.
Das ist das, was ich mit der anderen Art der Orchestrierung, also nicht der, wie orchestriere ich meine Daten, sondern wie orchestriere ich unsere Arbeit in der Agentur.
Und das wird viel mehr dieser Orchestrierungsaspekt sein, sich zu überlegen, okay, welches Modell nehme ich denn jetzt, um mir die Architektur zu überlegen.
Und wie soll die Struktur der Software sein, die später auskommt?
Wie muss die Usability sein?
Solche Sachen.
Das wird viel stärker im Fokus sein als die eigentliche Entwicklung.
Und das habe ich beispielsweise, ein anderer Wow-Moment war gestern oder vorgestern auf der Konferenz.
Da hat der PIM-Anbieter gezeigt, die haben ihr System erweitert.
Die nennen das Custom Components.
Das heißt, da ging es genau nämlich um diesen Aspekt Anbindung an äußere Welten.
Die Custom Components kann zum Beispiel eingesetzt werden, um das PIM-System an ERP anzubinden und mir da Stockdaten, also wie viele von den Sneakers habe ich noch auf Lager liegen, rauszuziehen.
Das gibt es natürlich schon immer, die Anbindung an externe Systeme.
Was sie aber gemacht haben ist, die haben dieses Custom Component System auf KI aufgesetzt.
Das heißt, du gehst hin und sagst in einem Prompt, ich brauche eine neue Custom Component und die neue Custom Component, die soll sich an dieses System anbinden, die soll diese Daten ziehen.
Dafür muss dieses System hier um die und die Felder erweitert werden und das soll so und so in den Ablauf einintegriert werden.
Dann drückst du auf den Knopf, dann wartest du und dann...
die haben das live gezeigt im Vortrag, haben die eine Custom Component innerhalb von zwei Minuten entwickelt, die sofort einsatzfähig war, wo du sofort draufklicken konntest und die benutzen konntest.
Und das ist schon, muss ich sagen, also da wird es hingehen.
Das ist genau das, was diese Orchestrierung der Systeme über KI quasi mit sich bringt jetzt.
Ja, ich sehe tatsächlich, also ich...
Ich bin noch hin und her gerissen, was sich am meisten durchsetzen würde.
Weil es gibt, ich habe bis vor kurzem zwei Aspekte gesehen.
Ich habe den Bereich Tuning gesehen und den Bereich des großen Umbaus.
Was meine ich damit?
Also Tuning ist AI-augmented.
Systeme, also sowas wie ein Binsurf, wie Cursor und so weiter, die werden benutzt, um bestehende Engineering-Prozesse zu augmentieren, zu verbessern.
Kriegst du Aktivitätsgewinne, kriegst du daraus, keine Ahnung, 20, 30, 40 Prozent, vielleicht auch noch viel mehr, keine Ahnung.
Das ist das eine.
Da bist du aber nicht agentisch unterwegs, da ist immer noch der Mensch hier im Prozess, der Treiber.
Er nutzt aber halt Tools, die das Ganze augmentieren.
So, dann wäre der zweite Schritt wäre zu sagen, nee, ich baue...
Ich gucke, dass ich jegliche Kontextinformation, die wichtig ist, um Entscheidungen zu treffen, dass ich die dokumentiere und Maschinen lesbar verfügbar mache.
Ich überlege mir, wie ich verschiedene AI-Agents baue, welche Rollen ich denen gebe, welche Zugriffsrechte und Constraints und so weiter und baue mir wirklich ein System, was...
einmal irgendwann eine feste Eingabe kriegt, ein Ticket fliegt in das Backlog und kriegt sein Go und dann geht eine Kette an Agents und Zusammenhängen geht los und entwickelt das Ende zu Ende.
So, das wäre der wirkliche Umbau.
Jetzt kommt aber Cloud Code an und das, was die machen, ist ja irgendwo dazwischen, weil eigentlich habe ich ja immer noch Zugriff auf alles und bin immer noch der Man in the Middle, aber dazwischen drin ist es nicht agentik, was da passiert, aber irgendwie ist es doch agentik, weil Eigentlich sitze ich ja schon nur noch an den Schnittstellen und ich entscheide, an welcher Stelle möchte ich denn mit rein und möchte nochmal selber entscheiden, ob ich mir das angucke und ein Review mache.
Oder ich sage dem Ding einfach, okay, baue mir jetzt einfach die komplette Test-Suite, mache alle Test-Cases, schreibe die dazu.
Dann liegt es an mir zu definieren, wie gut strukturiert und ausgeschrieben sind denn diese Test-Cases.
Aber am Ende kann ich das jetzt schon abbilden und ich entscheide selber, wo ich da Ende zu Ende überhaupt noch mit eingreife.
Wie siehst du das?
Ja, ich sehe das auch, ich habe da auch so ein bisschen Probleme gerade mit, weil meine Idee ist auch, mit dem Jira-Ticket zu starten und am Ende die Endkontrolle zu machen und alles dazwischen geht automatisch.
Ja, weil das ist aktuell...
Definitiv möglich.
Das kann ja auch Kleinigkeiten sein.
Das muss ja noch nicht mal Programmierung sein.
Das kann ja auch Content-Pflege sein.
Das heißt, ich kriege eine E-Mail vom Kunden, der sagt, tausch doch mal das Bild da und da aus.
Dann stelle ich ein Jira-Ticket, tausch mal das Bild da und da aus.
Und dann läuft das System los.
Und dann gibt es vielleicht einen Entscheider-Agenten, sage ich mal.
der erstmal die Anforderungen analysiert und dann sich überlegt, welche Spezialisten brauche ich denn dafür.
Weil du brauchst ja in der Regel irgendwelche Skills, die da sein müssen, weil es ist eigentlich egal, ob für den Agenten, ob es ein Typo 3 oder ein anderes Content Management System ist, wenn er den richtigen Skill hat.
Dann versteht er dieses System und dieser Entscheidungsprozess.
Ich glaube, dass das möglich ist und ich glaube auch, dass das irgendwo kommen wird.
Ich weiß noch nicht, ob ich damit hundertprozentig zufrieden bin.
Weil ich habe im Moment, das ist vielleicht, ich weiß nicht, das ist jetzt unser menschliches Thema, dass wir uns selbst nicht ersetzbar machen wollen, dass wir sagen, irgendwo müssen wir den Menschen in diesem Prozess doch noch drin haben.
Also man hat ja auch Mitarbeiter und man sagt, okay, den will ich ja noch behalten, der soll ja irgendwas machen.
Ja, an welcher Stelle ist denn der noch sinnvoll einsetzbar?
Und ich frage mich, ob es eher aus dieser Richtung kommt, quasi, dass ich sage, das muss doch irgendwie noch einen Platz für den Menschen geben.
Oder ob es tatsächlich eine rationale, sinnvolle Entscheidung wäre, den Menschen an diesen Schnittpunkten noch zu platzieren.
Das weiß ich gerade nicht.
Das liegt aber vielleicht auch daran, dass der Fortschritt erst so kürzlich so groß war.
Vor einem Jahr hätte ich ganz klar gesagt, nein, wir brauchen den Menschen auf jeden Fall noch.
Heute bin ich mir da nicht mehr so sicher.
Vielleicht ist es sowas Romantisches.
dass wir sagen, irgendwie muss der Mensch da doch noch irgendeinen Einfluss haben.
Aber wahrscheinlich ist es am Ende auf der...
Ja, am Anfang halte ich es für maßgeblich, weil du willst ja erstmal Ergebnissicherung betreiben.
Und du willst ja genau all diesen AI-erstellten Zwischenschritten, den willst du nicht blind vertrauen.
Den kannst du vielleicht auch gar nicht blind vertrauen.
Du solltest ihnen nicht blind vertrauen.
Also musst du erstmal...
Gateways einbauen oder Sollbruchstellen, an denen der Mensch erstmal eingreifen muss, draufschauen muss und dann entscheiden muss, wie es geht weiter.
Und die kannst du aber später, kannst du dir reduzieren oder komplett auflösen.
Das ist ja dann immer noch deine Entscheidung.
Wie gut ist die Qualität, die du erreichst?
Hast du eine 99-prozentige Confidence, dass alles, was da rauskommt, gut ist?
Naja, dann wirst du vielleicht nicht, und du bist in einem System unterwegs, du es dir leisten kannst, dass auch mal was kaputt geht?
Ja, dann wirst du mit Sicherheit dann nicht jedes Mal jemanden drauf gucken lassen.
Ja, das Problem ist auch, Was heißt gut?
Ist das Ergebnis gut?
Das ist sehr wichtig, das mal zu analysieren, weil ich tendiere mittlerweile auch dazu zu sagen, ich tippe da was ein und ich gucke mir das Ergebnis an.
Und zwar aus Benutzersicht.
Das heißt, die Farben sind richtig, der Knopf ist an der richtigen Stelle, wenn nicht draufkommt, passiert was.
Und dann sage ich, das Ergebnis ist gut.
Was ich aber nicht mache, ist, ich gucke mir nicht den Code an.
Ich gucke mir nicht an, hat mir die KI da gerade solche Sicherheitslücken reingeballert.
Also auch dieser Aspekt zu sagen, ist das denn auch wirklich technisch qualitativ hochwertig?
Also wir neigen dazu zu sagen, ja klar, das hat doch KI gemacht, die ist doch allwissend und allmächtig und die kann doch alles.
Das muss doch super sein.
Die hat bestimmt daran gedacht, dass die und die Injections nicht möglich sind und solche Sachen.
Hat sie aber vermutlich nicht.
Vermutlich hat sie nur darauf geachtet, dass das Ergebnis den Anforderungen userseitig benötigt wird.
Was ist denn mit Updates?
Was ist denn mit Maintenance?
Kann die KI sagen, okay, da ist jetzt ein neues Update von der drunterliegenden Software, ein neues PHP-Update gekommen oder whatever, du machst viel mit Laravel oder was weiß ich.
Ja, da gibt es ja auch Updates.
Kann die KI das erkennen?
Kann die KI das so updaten und sicher machen, dass das System nachher am Ende noch funktioniert, ohne dass ich reingucke?
Also das ist im Moment so das, wo ich sehr viel Skepsis auch von unseren Entwicklern natürlich bekomme und was ich auch valide finde.
Ja, weil wir neigen dazu, das Ganze wirklich auf der oberflächlichen, auf der Benutzerseite zu sehen.
Ja, und wir als Agentur, wir machen das für große Unternehmen.
Also wenn ich für ein Corporate, für ein Großunternehmen irgendwas baue, dann kannst du dir sicher sein, dass da 10 Millionen Seiten IT-Anforderungen an Sicherheit, an was weiß ich, Compliance und sowas ist.
Das sind aber Aspekte, die werden bei der KI-Entwicklung weitestgehend ausgeblendet häufig.
Das ist richtig und da gehe ich 100% mit.
Ich stelle mir jetzt nur die Frage, wenn ich...
Wenn ich sicherstellen kann in einem Prozess, dass das, was die AI baut, ist sicher, ist getestet, ist wartbar und am Ende des Tages liefert es mir das Ergebnis, was ich haben möchte, dann ist mir der Rest dahinter.
Das wird dann irgendwann total egal sein.
Das wird dann zwar eine Blackbox sein, dann ist es auch egal, ob die AI irgendwann auf die Idee kommt, eine eigene Programmiersprache zu erfinden, mit der sie besser mit der Maschine interagieren kann, wie die menschlichen Hochsprachen, die wir entwickelt haben.
Alles egal.
Architektur, alles egal.
Weil das sind Paradigmen, die haben wir uns ausgedacht, damit wir besser die Komplexität von Software verstehen und das besser bauen können.
Das wird vielleicht irgendwann alles egal.
Das ist natürlich jetzt, jetzt kriege ich wahrscheinlich ganz böse E-Mails von irgendwelchen Entwicklern, aber ich halte das durchaus für ein nicht unrealisches Szenario, wenn du das Ergebnis absichern kannst, auch auf der Security-Seite, dann ist dir doch, wenn du ein Produkt bauen möchtest, du willst nur das Ergebnis haben, was da unter der Haube ist, ist egal.
Ja, also wenn das so wäre, finde ich das auch.
Also wenn du wirklich diese Sicherheit gewährleisten kannst, ich weiß noch nicht, ob es im Moment so ist.
Wir gehen halt immer davon aus, dass KI all diese Aspekte bedenkt.
Aber wir kennen ja die Sache, dann sagst du der KI, Moment mal, du hast aber das nicht bedacht.
Ja, du hast völlig recht, das werde ich jetzt machen, aber jetzt ist es perfekt.
Moment, das ist aber nur nicht perfekt, du hast das auch nicht bedacht.
Ja, das stimmt.
Und dann kommst du halt in diese klassische KI-Diskussion rein und die KI macht dann immer mehr und macht dann auch immer weiter.
Du weißt aber nicht, ob sie gleichzeitig an einer anderen Stelle, wo du nicht gerade hinguckst, wieder was kaputt macht.
Aber das ist ja die Frage, wenn wir in der Lage sind, diese Kontexte als Menschen zu verstehen, wir fühlen uns in dieser Ambiguität sehr wohl, auch mit Unsicherheit eine Entscheidung treffen zu können.
Wir werfen es, und die KI auch, wir werfen es ihr aber vor, wenn sie es tut.
Im Endeffekt liegt es dann nur daran, wenn wir in der Lage sind, den Kontext und die Requirements ausreichend genug zu beschreiben, dass genau all diese Fälle abgedeckt sind.
Ja, der perfekte Prompt.
Dann passiert ja genau das Ergebnis, was du haben willst.
Ja, ja, klar.
Das ist alles eine Frage der richtigen Akzeptanzkriterien, die du in deinem Ticket definieren musst.
Im Prinzip, also wie gesagt, mit Offshore-Entwicklern ist es ein sehr ähnlicher Prozess.
Ich sehe da sehr viele Parallelen.
Auch da, wenn du da nicht den perfekten Prompt, also bei den Offshore-Entwicklern heißt es nicht Prompt, da heißt es dann Ticket.
Also wenn du nicht das perfekte Ticket schreibst, dann kannst du dir sicher sein, dass du nicht das kriegst, was du willst.
Und selbst wenn du das perfekte Ticket schreibst, ist immer noch nicht gewährleistet, dass das Ergebnis stimmt.
Das ist auch bei der KI leider auch so.
Ein anderer Aspekt, den ich auch noch problematisch sehe, ist, wir, wir sind eine Generation, wir sind mit Computern aufgewachsen.
Ja, wir haben noch Motherboards gesehen, wir wissen, wo die Speichersteine reingesteckt wurden.
Wir haben wirklich von der Pika auf Entwicklung gelernt und wissen, welche Aspekte der verschiedenen Systeme, auch der Programmiersprachen von PHP oder Java oder was es alles gibt, spielen damit rein.
Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass Entwickler der Zukunft, eigentlich KI-Systemarchitekten sind, die dieses Hintergrundgrund nicht mehr haben, sind die überhaupt noch in der Lage, Software auf die Art und Weise zu entwickeln, wie wir es vielleicht können, weil wir können die KI steuern auf eine Art und Weise, wir wissen, wie früher entwickelt wurde, wir wissen, was dahinter steht.
Und ich frage mich jetzt, was mache ich mit jungen Leuten, die jetzt ins Unternehmen kommen, die bei uns anfangen als Junior-Developer, Wenn ich die jetzt an die KI setze und die fangen an, mit KI zu arbeiten, ich weiß nicht, ob die auf Dauer diese Qualität halten können, die vielleicht jemand hat, der ja schon ein langes Hintergrundwissen dazu hat.
Ja, weiß ich auch nicht.
Ich weiß auch nicht, wie wir da den Übergang gut hinkriegen.
Aber was ich zum Beispiel weiß, also ich habe zum Beispiel kein Assembly mehr wirklich angefasst.
Ich bin gleich bei Java und so weiter eingestiegen, als ich damals angefangen habe.
Ja, jetzt kann man natürlich sagen, die älteren Semester würden sagen, ja, aber wie kannst du dann, du warst dann nie so nah an der Maschine dran.
Ja, okay, aber hat keinen Unterschied gemacht, ehrlich gesagt.
Und es wird vielleicht, wenn du mal in 10, 15 Jahren zurückschaust, es wird genau auch diese Frage, die du ihm gestellt hast, wird vielleicht nicht mehr, wird obsolet sein, wird nicht mehr relevant sein.
Es wird nicht mehr relevant sein, ob du in der Lage bist zu verstehen, was sie macht, wenn du in der Lage bist, den richtigen Outcome zu generieren und den absichern kannst.
Vielleicht ist das so.
Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher.
Also ich finde das ein spannendes Thema, wie sich quasi das Arbeiten entwickelt, wenn man die Grundlagen nicht mehr kennt.
Und das werden wir denen natürlich nicht mehr beibringen können.
Also ich fange jetzt nicht bei Adam und Eva an und sage, jetzt schreib mal erstmal hier deinen 1000 Zeilen PRB-Code, bevor du an die KI darfst.
Ja, vielleicht hast recht, bei dir ist es auch nicht nötig.
Das werden wir dann sehen, Thorsten.
Und weißt du was, dann reden wir nochmal und dann gleichen wir ab, wo standen wir.
Dann und wo stehen wir dann jetzt?
Und da bin ich sehr gespannt darauf.
Wir sind auch schon fast am Ende der heutigen Diskussion.
Das ist jetzt auch sehr AI-lastig geworden, aber ich fand diesen Abgleich von verschiedenen Perspektiven, gerade mit dir das jetzt durchzumachen, gerade diese Reibung an verschiedenen Ideen und Denkansätzen, ich glaube, das ist das, was uns wirklich weiterbringt und gleichzeitig das Ausprobieren in der Realität.
Weil ganz ehrlich, wir spekulieren, wir bauen, wir probieren aus, wir sind neugierig.
Also die Weisheit mit Löffel gefressen hat am Ende keiner von uns.
Und wie die Zukunft aussehen wird, die bauen wir gerade mit selber.
Aber wie sie am Ende aussehen wird, das können wir nur spekulieren.
Punkt.
Ich würde ganz gerne mit dir noch eine Runde Rapid-Fire-Fragen spielen, wenn du Lust hast, wenn du noch ein paar Minuten Zeit hast.
Okay.
Sehr schön.
Was ist denn so dein Default-State?
Build oder Buy?
Ich muss jetzt schnell antworten, oder?
Du solltest es zumindest versuchen.
Weil ich hätte eigentlich gesagt Buy.
Mittlerweile würde ich aber wahrscheinlich, ja, ich bleibe bei bei.
Also, ja doch.
Und ist der, ist AI aktuell mehr Hype oder ist es echte Revolution?
Echte Revolution, 100%.
Und ein Thema, was wir noch gar nicht, wo wir nur am Rande gestriffen haben, das Thema Microsoft bei euch, aber auch dazu noch eine Rapid-Fire-Frage.
Ist es, was ist es?
Microsoft oder Best of Breed?
Best of Breed.
Ah, sehr gut.
Was denkst du denn, ist der größte?
Fehler von CTOs aktuell.
Dafür kenne ich zu wenig CTOs so detailliert, dass ich wüsste, was sie falsch machen.
Okay, ist auch eine Antwort.
Letzte Frage.
Ein Skill, den jeder CTO 2026 lernen muss.
Ich würde tatsächlich sagen, selber mit KI Dinge entwickeln zu können.
Eigentlich ja wieder zurückzugehen und zu coden, auch wenn man es selber macht.
Ich code ja lustigerweise, wie du es eben auch gesagt hast, ich code viel mehr, als ich in den letzten zehn Jahren gecodet habe.
Aber es macht auch viel mehr Spaß.
Also wirklich, es macht sau viel Spaß, mit KI Dinge zu entwickeln und zu machen.
Ich habe von meiner Kinder, mache ich ständig irgendwelche Apps, die die dann verwenden können oder sowas.
Also es macht einfach auch Spaß.
Richtig.
Und es hilft dir natürlich trotzdem ungemein, wenn du ein Verständnis davor hast, was da passiert, weil dann kannst du es auch richtig bauen.
Also natürlich kannst du auch mit weniger Wissen rangehen, wie wir das tun.
Dann kommt auch ein Ergebnis raus.
Aber so macht es umso mehr Spaß, wenn man weiß, wie viel Zeit man vorher dafür verwendet hat.
Sehr schön.
Die Herausforderung ist halt selber auch mal zu sehen, wo die Limitierungen sind, damit wenn deine Entwickler dann kommen und sagen, du sagst dann, ja, das geht doch mit KI ganz schnell, mach doch mal.
Ja, mach doch mal selber.
Dann siehst du, dass es nicht ganz so schnell geht.
Das stimmt, das stimmt.
Sehr gut.
Thorsten, vielen lieben Dank.
Hat mir wirklich sehr, sehr viel Spaß gemacht.
Die Diskussion können wir gerne mal, wenn wir nochmal ein bisschen, die Uhr sich ein bisschen weiter gedreht hat und wir vielleicht das eine oder andere Unternehmen schon kennengelernt haben, dass das Agentic AI wirklich implementiert hat und wirklich Erfahrungswerte gesammelt haben.
Dann kommen wir nochmal zusammen und diskutieren gerne weiter.
Ja, ich würde mich drüber freuen.
War super.
Dankeschön.
Sehr schön.
Dann mach's gut.
Ciao, ciao.
Ciao.
