# Navigating Tariff Risks, Market Myths, and Corporate Earnings

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-05-04

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Lehren aus der ersten Hauptversammlung von Berkshire Hathaway nach Warren Buffett, einen Kursprung von Atlassian und darüber, ob aus dem Taco nun ein Nacho wird.
Im Thema des Tages dreht sich alles um eine freudige Botschaft von Donald Trump, die massive Folgen für das Herz der europäischen Industrie haben könnte und in der AAA-Idee verraten wir euch, ob die Regel Sell in May ihren Ruf als ultimative Börsenheit eigentlich verdient hat.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Heute ist Montag, der 4.
Mai und wir wünschen euch einen emsigen Start in den Tag und in die neue Handelswoche.
Durch den Tag der Arbeit am 1.
Mai hatten wir in Europa ja ein langes Wochenende.
Aber die Amerikaner, die haben am Freitag ganz normal gearbeitet und gehandelt.
Besonders aktiv war da auch Donald Trump, der gleich mehrere.
Verkündigungen getan hat, die die Märkte heute bewegen dürften.
Ja, unter anderem hat der US-Präsident ja am späten Sonntag das Projekt Freiheit für die Straße von Hormuz befohlen.
Er soll heute im Laufe des Tages beginnen und festsitzende Schiffe aus der Meerenge herausführen.
Er schrieb auf True Social einen sehr langen Satz mit sehr vielen Kommande dazu.
Ich zitiere, Länder aus aller Welt, von denen fast alle nicht im Konflikt im Nahen Osten verwickelt sind, der sich so offensichtlich und gewaltsam vor aller Augen abspielt, haben die Vereinigten Staaten gebeten, ihnen dabei zu helfen, ihre Schiffe zu machen.
Das war wirklich ein langer Satz.
Und dann kam, die USA hätten diesen Ländern zum Wohle des Iran, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten mitgeteilt, dass ihre Schiffe sicher aus der Straße von Hormuz herausgeführt würden, damit, Zitat, sie ihre Geschäfte ungehindert fortsetzen können.
Zitat Ende.
Wie genau das passieren soll, ließ Trump offen.
Dazu passt aber eine Beobachtung von Bloomberg.
Laut einem Wall-Street-Händler ist nämlich an den Märkten immer häufiger von einem Nacho zu lesen statt von einem Taco.
Nacho steht für Not a Chance Hormuz Opens, also keine Chance, dass die Straße von Hormuz geöffnet wird.
Und diesen Spitznamen, also den Nacho, haben die Händler jetzt dem US-Präsidenten verpasst, weil sie ihm offenbar nicht mehr so ganz zutrauen, diese wichtige Meerenge zeitnah wieder zu befreien.
Schauen wir mal, wie es da weitergeht.
Nicht nur zuschauen möchte da die OPEC.
Die ist nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate nicht in Schockstarre verfallen, sondern handelt ebenfalls.
Das Ölkartell hat am Wochenende angekündigt, die Förderung im Juni um 188.000 Fass pro Tag zu erhöhen.
Ein Signal an die Märkte, dass die Ölförderstaaten mögliche Engpässe abfedern und die Preise zumindest etwas stabilisieren wollen.
Ja, sehr stabil zeigten sich Ende letzter Woche abermals die Indizes.
Der DAX ging am Donnerstag mit einem Plus von 1,4 Prozent aus dem Handel und war damit unterjährig fast wieder im Plus.
In den USA ging die Rekordserie weiter.
Der S&P 500 schloss am Freitag bei 7.230 Zählern.
Das war ein Rekord und 0,3 Prozent höher als am Vortag.
Der Nasdaq 100 legte sogar 0,9 Prozent zu und schloss ebenfalls auf einem All-Time-High, was nach dieser Megatech-Woche ja auch keine große Überraschung ist.
Nachdem.
Microsoft, Meta, Amazon oder Alphabet vorgelegt hatten, zog Apple einen Tag später nach und auch Apple, der iPhone-Konzern, lieferte ein außergewöhnlich starkes Quartal.
Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 111,2 Milliarden Dollar und der Nettogewinn, der legte um knapp ein Fünftel auf 29,6 Milliarden Dollar zu.
Treiber war hauptsächlich das iPhone-Geschäft mit rund 57 Milliarden Dollar Umsatz sowie ein kräftiges Comeback in China, wo die Erlöse um 28 Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar kletterte.
Und gleichzeitig wuchs das margenstarke Servicegeschäft um rund 16 Prozent auf 31 Milliarden Dollar und trieb die Bruttomarge auf 49,3 Prozent.
Operativ übergibt Tim Cook damit einen Konzern unter Vollast inklusive optimistischer Prognose für das Laufen der Quartal.
Wesentlich pessimistischer ging es da bei Volkswagen zu.
Der Autobau aus Wolfsburg ist schwach in das Jahr 2026 gestartet.
Der Gewinn brach im ersten Quartal um 28 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro ein, nachdem er bereits im Vorjahr deutlich gefallen war.
Auch der Umsatz schrumpfte um 2,5 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro.
Die operative Marge, die rutschte auf nur noch 3,3 Prozent ab.
Hauptgründe sind ein schwieriges Umfeld mit US-Zöllen, schwache Verkaufszahlen in China und Nordamerika, sowie die enttäuschenden Ergebnisse bei Porsche und der LKW-Tochter Traton.
Weltweit ging die Auslieferung um sieben Prozent auf rund zwei Millionen Fahrzeuge zurück.
Wachstum in Europa konnte die Rückgänge da auch nicht ausgleichen.
Und nicht ganz unspannend, Konkurrent Stellantis schaffte parallel die Rückkehr in die Gewinnzone.
Nach einem Verlust von 387 Millionen Euro im Vorjahr stand jetzt im ersten Quartal 26 ein Nettogewinn von 377 Millionen Euro in der Bilanz.
Der Umsatz stieg um 6,5 Prozent auf 38,1 Milliarden Euro, getragen von einem Plus bei den Auslieferungen von 11 Prozent auf 1,3.
Drei, sieben Millionen Fahrzeuge.
Ja, das übt natürlich zusätzlich Druck auf VW und das Geschäftsmodell der Wolfsburger aus.
Aber nochmal zurück zu Volkswagen.
Allein die US-Zölle belasten den Konzern übrigens laut Finanzvorstand mit rund vier Milliarden Euro pro Jahr.
Und genau diese Belastung könnte nochmal deutlich größer werden.
Dazu gleich mehr am Thema des Tages.
Ohnehin verschärft sich aber bei VW der Wettbewerb hauptsächlich durch chinesische Anbieter.
Die Wolfsburger wollen deshalb ihr Sparprogramm ausweiten und bis 2030 rund 50.000 Stellen abbauen.
Ziel ist eine grundsätzliche Neuaufstellung mit effizienteren Strukturen und einer stärker regionalen Produktion.
Für Anleger bleibt die Lage aber angespannt.
Die Aktie reagierte mit Kursverlusten und notiert jetzt auf dem tiefsten Stand seit dem Chaos letztes Jahr nach dem Rosengartenschock.
Ein Zeichen dafür, dass der Markt den Turnaround noch nicht so richtig abnimmt.
Und wenn wir schon im Dax sind, lohnt sich auch noch ein Blick auf BASF.
Der Chemiekonzern bekommt den konjunkturellen Abwärtstrend nämlich weiter zu spüren.
Der Umsatz sank im ersten Quartal um 3 Prozent auf 16 Milliarden Euro.
Das operative Ergebnis ging um knapp 6 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zurück.
Belastet vor allem durch niedrigere Preise und Währungseffekte.
Positiv zu vermerken, die Mengen legten leicht zu und unter dem Strich stieg der Gewinn dank Beteiligungserträgen um rund 15 Prozent auf 927 Millionen Euro.
Für Anleger entscheidend ist aber der Kapitalrückfluss.
BASF bestätigte nicht nur die Jahresziele, sondern stellte auch mindestens 12 Milliarden Euro an Dividenden und Rückkäufen in Aussicht bis 2028.
Mit einer stabilen Ausschüttung von mindestens 2,25 Euro je Aktie.
Immerhin.
Bleiben wir mal an Deutschland.
Der Rüstungszuliefer Vincurion hat zum ersten Mal seit dem Börsengang jetzt Zahlen vorgelegt.
Und es war natürlich eine echte Bewährungsprobe und die fällt auf den ersten Blick deutlich positiv aus.
Der Umsatz des Herstellers von Energiesystemen, unter anderem für das Patriot-System, ist um 40 Prozent auf 69 Millionen Euro gestiegen.
Gleichzeitig bestätigt das Management die Jahresziele von 280 bis 320 Millionen Euro Umsatz.
Bärenberg sieht ein durchschnittliches Wachstum von 18 Prozent bis 2030 und stuft die Aktie als Bei ein.
Kaufen ist bei vielen Deutschen auch regelmäßig das Stichwort bei Colgate Palmolive, zumindest auf dem Einkaufszettel.
Der Konsumgüterriese, dessen Zahnpasta in rund 60 Prozent aller Haushalte weltweit steht, der legte vergangene Woche auch noch solide Zahlen vor.
Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz organischen.
allen vier Sparten.
Gleichzeitig stieg der operative Cashflow im Gesamtjahr auf ein Rekordniveau von 4,2 Milliarden Dollar und das bei einer Bruttomarge von mehr als 60%.
Besonders dynamisch blieb die Tiernahrungssparte Hills, die seit 2020 von rund 3 auf mehr als 4,5 Milliarden Dollar Umsatz gewachsen war und auch weiter zulegte.
Trotzdem lag die Aktie rund 9 Prozent unter Vorjahr.
Ein Zeichen dafür, dass der Markt zwar die Stabilität sah, aber Zweifel hatte, wie viel Wachstum in einem ohnehin stark durchdrungenen Geschäft noch steckt.
Wobei, mal so zum Vergleich, die Deutsche Beiersdorf notiert 44 Prozent niedriger als vor zwölf Monaten.
So Anleger vermissen hier die geschäftliche Dynamik.
Mit starkem Wachstum und einem hervorragenden Quartal überraschte Atlassian die Märkte.
Der Umsatz des Softwareunternehmens stieg um 32% auf 1,79 Milliarden Dollar.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,75 Dollar, rund 30% über den Erwartungen.
Entscheidend für Anleger ist dabei die Qualität des Wachstums.
Es kommt vor allen Dingen aus dem...
Cloud-Geschäft, das für wiederkehrende, skalierbare Löse steht und die Margen verbessert.
Entsprechend fiel die Reaktion aus.
Die Atlassian-Aktie sprang nachbörslich zeitweise um 30 Prozent nach oben.
Berkshire Hathaway lieferte zum Jahresstart solide Zahlen und das im ersten Quartal nach der Übergabe an Greg Abel.
Der operative Gewinn stieg 18 Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar.
Die Barreserven erreichten mit netto 380 Milliarden Dollar ein neues Allzeithoch.
Gewinntreiber waren vor allem die Versicherungssparte, deren Ergebnis um 29 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar zulegte.
Relativ zentral für Berkshows Modell, weil die Premium-Einnahmen als Investitionskapital dienen.
Und gleichzeitig setzt sich auch ein Trend fort.
Die Holding verkaufte mehr Aktien, als sie kaufte.
Inzwischen im 14.
Quartal in Folge.
Ja, das ist schon auffällig.
Und auffällig auch, was nicht passierte, nämlich die Aktienrückkäufe.
Die spielten kaum eine Rolle in dem Quartal.
Mit gerade einmal 234 Millionen Dollar blieben sie im Verhältnis zum Cashberg des Unternehmens praktisch irrelevant.
Für Anleger bleibt damit eine zentrale Fragestellung bestehen.
Was macht das Management mit dem ganzen Kapital?
Die Aktie, die spiegelt diese Unsicherheit.
Sie hat sich seit Jahresbeginn um 6% verschlechtert, während der S&P 500, wir haben es gehört, zugelegt hat.
Entscheidend wird nun sein, ob Abel einen überzeugenden Einsatz für diese Liquidität findet oder ob Berkshire weiter auf der Seitenlinie stehen bleibt.
Ja, Greg Abel hat sich aber ja schon mal redlich Mühe gegeben, die Kontinuität zu betonen und wie sehr er eigentlich die Berkshire-Philosophie atmet, die Warren Buffett über so viele Jahre geprägt hat.
So hat er zum Beispiel betont, der Cash-Bestand von 380 Milliarden Dollar sei nicht etwa ein Ausdruck von Ratlosigkeit, sondern biete vielmehr ein einzigartiges Potenzial.
Der könnte nämlich schnell dort eingesetzt werden, wo Kapitalallokation am meisten Langfrist-Rendite verspreche.
Aber ehe Abel kein großes Investment getätigt hat, Warren Buffett ja früher zum Beispiel mit American Express oder Coca-Cola oder in jüngster Zeit auch mit Apple, da sind ja immer noch die größten Positionen im Portfolio von Berkshire Hathaway.
Solange er das nicht gemacht hat, da dürften die Anleger erstmal ein bisschen skeptisch bleiben.
Da kann Abel also noch so viel Kontinuität prüfer sprechen und immer wieder betonen, aber die Börse gibt ihm da sicher keinen Vertrauensvorschuss.
Apropos Vorschuss, den gebe ich jetzt mal auf die Termine dieser Woche.
Ja, und nach dem Terminmarathon der vergangenen Tage, da gibt es jetzt in der neuen Woche vielleicht etwas gesitterter dazu, aber es ist trotzdem viel los.
Und es beginnt gleich am heutigen Montag.
Das wird alles andere als ein entspannter Start.
Das steht nämlich wirklich im Zeichen des Commerzbank-Dramas.
Das ist ja wirklich ein Wirtschafts- und Finanzkrimi.
Denn die Unicredit-Aktionäre, die stimmen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über...
die dafür nötige Kapitalerhöhung ab und gibt es ein grünes Licht, dann wäre der Konzern dem Megadeal mit der Commerzbank einen entscheidenden Schritt näher und wir würden in Deutschland eine eigenständige große Bank verlieren.
Außerdem gibt es dann heute noch Quartalszahlen von Stabilus und Eli Lilly und die Bank of America lädt zur Hauptversammlung.
Und jetzt lese ich einige Termine hier mal vor, die es die Woche noch gibt.
Es erwarten uns nämlich am Dienstag Quartalszahlen unter anderem von Springer Nature, Fraport, Anheuser Busch, Imbev, Schaeffler, HSBC und aus den USA kommen Zahlen von Electronic Arts, Pfizer und PayPal.
Am Mittwoch erwarten uns dann unter anderem Zahlen von Fresenius, Philips, Zalando, Lufthansa, Heidelberg Materials, Daimler Truck, Novo Nordisk.
Continental, BMW, Uber, Walt Disney, Kraft Heinz, New York Times und von Marriott International.
Am Donnerstag von Swisscom, Vonovia, Siemens Healthineers, Rheinmetall, Henkel und Shell sowie McDonalds.
Und am Freitag, dann stehen noch Quartalszahlen an, unter anderem von der Commerzbank, von Kronis, Lonza, Clarion, Bechtle und Amadeus IT.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Das Thema des Tages.
Ich freue mich, bekannt geben zu dürfen, dass...
Mit diesen Worten startete ein Post auf Truth Social, mit dem Donald Trump mal wieder für einen Schock sorgte.
Denn das, was der US-Präsident da so voller Freude verkündete, war ein kurzfristiger Zollhammer gegen die EU.
Konkret will Donald Trump die Zölle auf Kraftfahrzeuge, also Pkw und Lkw, die aus der EU in die USA eingeführt werden, kurzfristig anheben von 15 auf 25 Prozent.
Und zwar schon ab dieser Woche.
Und der Grund, laut dem US-Präsidenten, hält sich die EU nicht an die Bedingungen des im August verhandelten Zolldeals, was die EU allerdings abstreitet.
Und damit steht der nächste transatlantische Konflikt im Raum mit potenziell massiven Folgen für eine der wichtigsten Industrien von Europa und vor allem auch von Deutschland.
Also Grund genug, im Thema des Tages mal genauer drauf zu schauen.
Denn vieles spricht dafür, dass hinter den neuen Drogen von Donald Trump weniger pure Handelspolitik steht und mehr persönliche Kränkung.
Laut Medienberichten vermuten Diplomaten in Brüssel dass der US-Präsident nach der Kritik von Friedrich Merz gezielt Druck auf Deutschland ausüben will.
Der Bundeskanzler selbst zeigte sich in der ARD-Sendung Karin Miosga am Sonntagabend versöhnlich.
Auf die Frage, ob der US-Präsident mit den Zöllen vor allem das exportorientierte Deutschland treffen wolle, sagte Merz, nee, er will ganz Europa treffen.
Friedrich Merz erklärte außerdem, dass er im Laufe des Jahres ja noch mehrere Chancen haben werde, um mit Donald Trump über die Zölle zu sprechen.
Das könnte etwa im Juni beim G7-Treffen in Frankreich oder im Juli beim NATO-Gipfel in der Türkei der Fall sein.
So oder so, die Autozölle sind kein Zufall, sondern ein Signal und zwar...
gegen das industrielle Herz Europas.
Und vielleicht will die EU auch deshalb erstmal abwarten.
Hinzu kommt nämlich, viele fragen sich, ob Donald Trump seine Drohung dieses Mal ernst meint oder ob sie nicht wieder ein Teil eines seines bekannten Verhandlungsmusters ist.
Schließlich hat der US-Präsident ja zuletzt immer wieder mit einer maximalen Eskalation gedroht, nur um dann wieder zurückzurudern.
An den Märkten hat das ja mit den sogenannten Taco Trades längst einen Namen.
Das Problem bleibt aber, wenn es diesmal...
kein Bluff ist, dann wird es sehr schnell ernst.
Bei Zöllen in Höhe von 25 Prozent geht es laut Experten nicht mehr nur um Rentabilität, sondern schon um einen drohenden Stillstand der Industrie.
Ja, und dann wäre die Eskalation kaum noch zu vermeiden.
Für den Fall der Fälle verfügt die EU bereits über ein Gegensanktionspaket.
Im Kern geht es um Strafzölle auf US-Exporte im Umfang von rund 93 Milliarden Euro.
Mit Fokus auf politisch sensible Branchen wie Maschinenbau und Luftfahrt.
Die Maßnahmen sind formal beschlossen, ihre Anwendung wurde jedoch ausgesetzt.
Damit liegt in Brüssel ein Instrument bereit, das kurzfristig aktiviert werden kann, ohne neue Verhandlungen starten zu müssen.
Entscheidend ist aber die politische Dimension.
Die Kommission kann diese Zölle technisch auslösen.
wird es aber nur mit Rückendeckung der großen Mitgliedstaaten tun.
Vor allen Dingen Deutschland spielt da eine Schlüsselrolle.
Und hier wächst jetzt der Druck.
Verbände wie der VDA und der BDI warnen vor den massiven Folgen.
Na, zu Recht.
Die Dimension lässt sich anhand einer Schnellanalyse des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft festmachen.
Ein Zollsatz von 25 Prozent würde die deutschen Autobauer kurzfristig rund 15 Milliarden Euro kosten, langfristig sogar bis zu 30 Milliarden.
Das dürfte jetzt keine Überraschung sein.
Schließlich geht es da um einen Markt, der zuletzt zu den wenigen Wachstumstreibern der Industrie gehörte.
Rund 450.000 Fahrzeuge gingen jährlich in die USA.
2016 und 2024 im Schnitt um 5% pro Jahr.
Und schon die erste Zollrunde 2025, die ließ die Ausfuhren um 15% einbrechen.
Ein erneuter Anstieg der Zölle könnte diesen Effekt deutlich verschärfen.
Gleichzeitig standen und stehen die Aktien der Autobauer ja unter Druck, weil Investoren sofort niedrigere Margen eingepreist haben.
Einige Unternehmen haben sogar ihre Prognosen kassiert oder zumindest vorsichtiger formuliert.
Hersteller mit starker US-Produktion wie BMW und Mercedes waren besser positioniert, weil sie einen größeren Teil ihrer Fahrzeuge ja bereits lokal fertigen und damit weniger anfällig für die Zölle sind.
Gleichzeitig profitieren in solchen Phasen oft US-lastige Player und Zulieferer, die weniger vom Export abhängen.
Die eigentliche Lehre für Anleger.
Der Markt differenziert extrem schnell nach Produktionsstruktur und Absatzmix.
Genau dieses Muster dürfte sich auch diesmal wiederholen, nur mit deutlich höheren Einsätzen, falls die Zölle denn wirklich kommen.
Ja, ihr hört es schon.
Das ist für Anleger also wirklich ein politisches Risikospiel.
Solange unklar ist, ob die Zölle wirklich kommen, bleiben Autoaktien unter Druck und reagieren extrem sensibel auf jede neue Schlagzeile.
Sollte sich die Drohung aber als Bluff entpuppen, wäre eine kurzfristige Gegenbewegung natürlich möglich.
Man kann es auch so formulieren.
Entscheidend ist, ob der Taco fürs Tacho kommt.
Ich liebe es ja, meine Katze zu verwöhnen.
Kennst du das?
Hier noch ein Snack, da noch ein Snack.
Da kommt ja schon einiges zusammen.
Na, nicht bei Fressnapf.
Die haben jetzt in teilnehmenden Märkten dauerhaft über 500 Preise reduziert.
Das heißt für dich, weiterhin deine Katze verwöhnen, mehr einpacken, weniger ausgeben.
Wow, das habe ich gar nicht mitbekommen.
Das ist ja genial.
Ja, total.
Ob Futter, Spielzeug oder Zubehör, hier findest du immer das Beste für deinen Liebling.
In jeder Lebensphase.
Vielseitiges Sortiment, gute Beratung.
Da wird man immer fündig.
Na dann, auf zu Fressnapf.
Die AAA-Idee des Tages.
Daniel, es ist unverkennbar Frühling geworden und da denken an der Börse ja alle an.
Ja, woran denken Börsianer?
Die denken mit Sicherheit an die eine Börsenweisheit.
Sell in May and go away.
Genau, und um den zweiten Teil nicht zu vergessen, but remember to return in September.
Das ist gewissermaßen die Mutter aller Börsenweisheiten, der Klassiker unter den Saisonalitätsmythen.
Ja, und die Grundidee, die klingt wirklich verlockend.
Wenn im Sommer denn an der Börse ohnehin keine Rendite zu holen ist, dann kann ich zwischen Mai und September entspannt die Beine hochlegen und pünktlich zur Jahresendrallye, dann komme ich einfach im Herbst zurück und steige dann wieder ein.
Das Muster scheint sich relativ stabil zu halten, sonst hätte sich die Börsenweisheit ja auch nicht so lange gehalten.
Aber wir schauen uns heute mal genauer an, was eigentlich dahinter steckt.
Wir mit Unterstützung der Deutschen Bank.
Die hat jetzt nämlich ein Report zu Sell in May veröffentlicht unter dem Titel Mythbuster, also Mythen-Entlarfer.
Und das lässt ja schon vermuten, dass es spannend wird.
Werfen wir mal einen Blick auf die Historie.
Die vermeintlich nackten Zahlen, die sehen da erstmal nicht schlecht aus für die Börsenregel.
Haben wir mal den europäischen Index, den Stocks Europe 600 untersucht, dann ergibt sich folgendes Bild.
Wer beim Stocks Europe 600 seit 1987 die Sell in May Strategie anwandte, der wäre auf eine jährliche Performance von 9,0% gekommen, während die Buy and Hold Strategie nur 7,4% gebracht hätte.
Kumuliert macht das einen massiven Unterschied von mehr als 1300 Prozentpunkten.
Und da fragt man sich natürlich, warum sollte ich denn Geld liegen lassen, wenn diese Strategie doch so gut funktioniert?
Ja, aber genau da kommt auch der Haken, Daniel.
Denn die Outperformance ist trügerisch.
Die Experten der Deutschen Bank zeigen nämlich, dass dieser riesige Unterschied nur durch den Effekt von drei Jahren zusammenzustande kam.
1998, 2001 und 2002.
Ja, und all diesen drei Jahren gab es in der Sommerzeit.
Kurseinbrüche und an die kann ich mich tatsächlich noch wirklich gut erinnern.
Wer zu der Zeit dieser Einbrüche nicht investiert war, der konnte eben massive Verluste vermeiden und stand am Ende deutlich besser da.
Und jetzt wird es interessant.
Rechnet man diese drei statistischen Ausreißer heraus, dann bricht das ganze Kartenhaus der Statistik zusammen.
Ohne diese Ausnahmejahre hätte man mit Sell in May schlechter abgeschnitten.
als mit dem Einfachen liegen lassen.
Ja, und das ist der entscheidende Punkt.
Mit der Strategie wettet man also im Grunde darauf, dass genau solche extremen Crash-Szenarien im Sommer eintreten.
Die Statistik spricht aber eine andere Sprache.
In 25 der letzten 39 Jahre hat die Sell-in-May-Strategie schlechter performt als Buy-and-Hold.
Für Sell-in-May bedeutet das umgekehrt eine Trefferquote von nicht mal 40 Prozent.
Schauen wir uns einfach mal das vergangene Jahrzehnt an.
acht von zehn Jahren den Markt underperformed.
Also hat nicht funktioniert.
Nehmen wir letztes Jahr, 2025.
Da hat man mit dieser Strategie in Europa 2,7 Prozent Rendite liegen lassen.
War also auch schlechter.
Und in den USA wird das sogar noch deutlicher.
Wer beim S&P 500 auf den Mai-Mythos setzt, hat in 53 Jahren nur 22 Mal den Markt geschlagen.
Und das ist dann ja doch schon eher Zufall.
Aber manche Profis, die werden jetzt einwenden.
Ich halte im Sommer ja nicht einfach nur Cash und verzinstes Geld auf dem Konto, sondern schichte ihn Anleihen um.
Und zugegeben, diese verzinsten Anleihen, die verbessern dann die Bilanz zugunsten von Sell & May etwas.
Zumal ihr heute auf dem Verrechnungskonto ja auch zwei Prozent erhalten könnt.
Aber die Warnung bleibt, die Verlässlichkeit bleibt ungefähr so hoch wie bei einem Münzworf.
Auch wenn man die Zinsen einkalkuliert, hängt die Outperformance daran, dass man die großen Sommercrash der 80er Jahre und der Dotcom-Blase verpasst hat.
Und eines dürfen wir nicht vergessen, die Kosten.
Jedes Mal verkaufen und wieder einsteigen, das kostet Gebühren und das gilt besonders für Privatanleger, auch wenn die Gebühren heute nicht mehr so hoch sind wie in vergangenen Jahrzehnten.
Und Steuern auf die Gewinne, die löst man ebenfalls auf und das frisst die theoretische Outperformance oft komplett wieder auf.
Ein sehr wichtiger Punkt.
Der Fiskus will ja auch sein Teil, wenn du im Mai die Kasse klingeln lässt.
Aber nochmal ein ganz anderer Punkt, was ich auch spannend finde.
Die Studie hat sich ja die Saisonalität der Monate nochmal genauer angeschaut.
Und der September gilt ja oft als der Horrormonat schlechthin.
Im Schnitt geht der Stock 600 mit minus 1,2 Prozent aus dem September.
Aber der Median ist bei plus minus null.
Ja, das bedeutet, es gibt...
ein paar extrem schlechte Septembermonat, die den Durchschnitt nach unten ziehen.
Aber eigentlich ist die Verteilung von positiven und negativen Ergebnissen im September fast 50-50.
Genau.
Saisonalität wird am Aktienmarkt einfach massiv überschätzt.
Die Deutsche Bank bringt es auf den Punkt.
Sie raten dringend davon ab, sich auf historische Muster zu verlassen.
Stattdessen sollte man lieber bei einem fundamentalen Investmentansatz bleiben.
Zusammengefasst kann man also sagen, Sell in May, das klingt nach einer klugen Bauernregel, ist aber statistisch eher ein Glücksspiel, das von wenigen extremen Ausreißern in der Vergangenheit nur scheinbar bestätigt wurde.
Wer langfristig Vermögen aufbauen will, der fährt mit Stay in the Market besser und spart sich Stress, Gebühren und hohe Steuern.
Und übrigens gibt es ja auch heute wunderbare ETFs, zum Beispiel auf den Stocks Europe 600, wo man das mit einem Zinseszinseffekt durchziehen kann.
So sieht es aus.
Also, liebe AAA-Hörer, genießt doch lieber den Sommer und lasst euer Depot einfach in Ruhe arbeiten, anstatt allzu viel Gedanken und Geld in Saisonmuster zu verschwenden.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA at Welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und viele Nachrichten haben uns zu der Samstagsfolge mit Sven Schmidt erreicht und selten waren die Reaktionen so unterschiedlich wie bei dieser Folge.
Ein Hörer kommentierte auf Spotify.
Ein nettes Interview, aber die Argumentation war sehr plump.
Jörg schrieb, diese Folge hat mich nicht überzeugt und Oliver fand die Inhalte, ich zitiere, kaum zu ertragen.
Zitat Ende.
Es gab noch viele weitere kritische Stimmen, aber belassen wir es erstmal dabei.
Ja, dann gab es aber noch die andere Seite.
Jochen, Ralf und Sebastian wünscht sich mehr Klartexte in den Samstagsfolgen und Markus fand, Zitat, sympathischer und realistischer Gast.
Belassen wir es jetzt dabei?
Okay.
Ja, das machen wir.
Nicht nur Sven Schmidt hat die Hörer nämlich beschäftigt, sondern auch die Verluste von den Rückversicherern, die sich Holger und Nando nicht so richtig erklären konnten.
Benni schrieb uns dazu eine E-Mail.
Er schreibt, schaut mal, wer diese Woche sehr hohe Dividenden ausgezahlt hat.
Ich denke, das macht den größten Anteil der Verluste aus.
Und damit hat Benni natürlich völlig recht.
Die Aktie der Munich Re, die ist zum Ende der Deutschen Handelswoche nämlich.
Ex-Dividende gehandelt worden.
Auf der Hauptversammlung der Münchner war die Ausschüttung von 24 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 25 erwartungsgemäß abgesegnet worden.
Und damit fiel der Kurs rein rechnerisch um genau diesen Betrag am Donnerstag.
Ja, und bereinigt man den Dividendenaufschlag, da sah das Bild schon deutlich besser aus.
Da war nämlich die Aktie so gesehen sogar im Plus.
Und wenn ihr solche Erklärungen vom Dividendeneckart nie wieder verpassen wollt, kann es nur heißen, Abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
