# Strategic Shifts in Tech, AI Infrastructure, and Corporate Leadership

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-05-04

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Montag, der 4.
Mai.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital.
Die haben durch ihre Vollbank-Lizenz noch bessere Konditionen.
Zum Beispiel gibt es, wie ihr hoffentlich wisst, 2,5% Zinsen auf ein unbegrenztes Guthaben im Tagesgeldkonto.
Mehr Infos dazu wie immer in der Beschreibung.
Wir starten die OMR-Woche mit dem Event der letzten Woche, die erste Hauptversammlung von Berkshire Hathaway ohne Warren Buffett auf der Bühne.
Aber davor nochmal ein kurzes Update, was Ende letzter Woche so an der Börse los war.
Wegen dem Feiertag haben wir noch gar nicht drüber gesprochen, aber Apple hat Donnerstagnacht noch Quartalszahlen geliefert und die Erwartungen ziemlich klar übertroffen.
Der Umsatz ist insgesamt zu 17% gestiegen und damit ca.
2 Milliarden mehr als erwartet.
Getrieben wurde das vor allem von den iPhone-Umsätzen, die über 20% hoch sind und die wiederum wurden getrieben von China.
Dort gab es über 28% Wachstum.
Der China-Rebound von Apple geht also weiter.
Außerdem gab es durch künstliche Intelligenz sehr hohe Nachfrage nach den Mac Minis und Mac Studios, wo ja viele ihre KI-Agenten drauflaufen lassen.
Dass die Umsätze von den Macs trotzdem nicht so krass stark gewachsen sind, liegt vor allem daran, dass Apple für die Macs einen Engpass hat von Chips.
Laut Tim Cook wird er auch noch Monate bestehen bleiben.
Und das führt übrigens auch dazu, dass das neue MacBook Neo gerade mehr Nachfrage hat, als Apple überhaupt bedienen kann.
Außerdem wird Apple wegen dem Engpass übrigens sogar das günstigste Mac Mini Modell vom Markt nehmen.
Und übrigens geht es da bei den Engpässen noch nicht um die Speicherchips, über die ja alle sprechen.
Da hatte Apple letztes Quartal noch keine so großen Probleme, weil sie laut Cook noch viel auf Lager haben.
Er glaubt aber, dass es in den nächsten Monaten ein deutlich größeres Thema werden wird.
Spannend war neben den Produktthemen noch, dass Apple die Forschungs- und Entwicklungsausgaben über 30% hochgefahren hat.
Und sie haben außerdem, das war wahrscheinlich die größte Änderung, ihre cashneutrale Strategie beendet.
Apple hat also seit Jahren die Strategie, dass sie ungefähr 1 zu 1 ein Verhältnis zwischen Schulden und Cash haben und das restliche Cash an Aktionäre ausschütten.
So haben sie in den letzten Jahren vor allem über Aktienrückkäufe ca.
1000 Milliarden Dollar an Aktionäre ausgeschüttet.
Genau das will Apple jetzt aber auflockern und möglicherweise mehr Cash zurückhalten.
Sie haben nicht gesagt, ob es schon konkrete Pläne für das Cash gibt oder sie sich einfach für die Zukunft absichern wollen.
Nach den Zahlen ist die Aktie auf jeden Fall um die 3% gestiegen.
Das ist nicht wahnsinnig viel, aber Apple hatte ja auch schon vor den Zahlen ein KGV von 30.
Also ziemlich saftige Bewertung.
Deutlich mehr Rendite als bei Apple gab es am Freitag bei der australischen Softwarefirma Atlassian.
Und die hat genau wie so viele andere Softwarefirmen in den letzten Monaten massiv darunter gelitten, dass es Sorge vor KI gibt.
Deshalb ist die Aktie seit Jahresanfang immer noch über 40% gefallen.
Am Freitag ging es aber auf einmal 30% nach oben.
Der Grund ist relativ einfach, dass das Wachstum bei Atlassian anzieht.
Von knapp 20% im Quartal davor auf jetzt rund 30%.
Und ein Hauptgrund dafür ist das neue Rovo-Produkt, das ein KI-Agent, der in die Projektmanagement und andere interne Systeme eingebunden ist und den Mitarbeitern dann hilft, die richtigen Dateien und Daten in der eigenen Firma zu finden.
Atlassian verkauft Rovo übrigens nicht allein, sondern als Bundle mit anderen Produkten und das treibt wohl den Umsatz ziemlich stark an.
Und genau das ist ja das, was gerade alle Investoren sehen wollen.
Es ist einfach extrem schwer abzuschätzen, ob das bestehende Business gerade im Softwarebereich von KI ersetzt wird.
Wenn man aber sieht, dass eine Firma wie Atlassian selbst im KI-Bereich Marktanteile gewinnt und vielleicht andere Player vom Markt verdrängt, dann ist das auf jeden Fall ein Zeichen, dass ein bisschen mehr Sicherheit gibt.
Übrigens fand ich noch ganz spannend, dass Atlassian letztes Quartal seine Kundenbeziehungen mit Siemens Energy und Rheinmetall deutlich ausgebaut hat.
Neben Atlassian haben Ende letzter Woche auch mal wieder eine ganz andere Form von KI-Profiteuren stark performt.
Caterpillar ist zum Beispiel wieder um die 10% gestiegen, weil die ja verschiedene Produkte zur Stromversorgung an Rechenzentren verkaufen.
Und da gibt es weiter extrem viel Nachfrage.
Übrigens hat sich die Aktie von Caterpillar jetzt in den letzten zwölf Monaten schon fast verdreifacht.
Um die 18% hoch ging es am Freitag außerdem beim Toilettenhersteller Toto.
Ich habe ja schon mal in der Folge vom 26.
Januar erzählt, dass die absurderweise auch von KI profitieren, weil sie neben Toiletten sogenannte elektrostatische Chucks herstellen.
Das sind kleine Keramikprodukte, die die Silicon Wafer bei der Chip-Produktion in der richtigen Position halten und genau für die Chucks wollen sie die Produktion jetzt schneller hochfahren als bisher gedacht und das kam an der Börse eben sehr gut an.
Noch absurder als Toiletten, die von KI profitieren, ist, dass die Aktie von Ebay am Freitag nach Börsenschluss 10% gestiegen ist, nachdem rauskam, dass GameStop darüber nachdenkt, Ebay aufzukaufen.
Das ist erstmal ziemlich ungewöhnlich, weil eBay mit 50 Milliarden Dollar Börsenwert fünfmal so viel wert ist wie GameStop, aber vielleicht schaffen sie es ja mit dem Deal irgendeine Form von Meme-Aktien-Hype auszulösen.
Und passend zu GameStop gab es dann am Freitag zumindest aus Börsensicht noch schlechte Nachrichten für Roblox.
Die haben ja richtigerweise dieses Jahr neue Sicherheitsfeatures eingeführt, damit die sehr jungen Nutzer auf der Plattform geschützter vor Missbrauch sind.
Das hat jetzt aber schon im zweiten Quartal in Folge dazu geführt, dass weniger Spieler bei Roblox sind, nämlich nur 132 Millionen täglich aktive Nutzer.
Die Aktie ist am Freitag 20% gefallen und ist dieses Jahr schon über 40% down.
Und down könnten heute auch Autoaktien in Europa sein.
Trump will den Zoll nämlich wieder auf 25% anheben, von aktuell 15%.
Aber zum Abschluss noch was Positiveres für alle Meta-Aktionäre, die Robotik spannend finden.
Und zwar hat Meta Ende letzter Woche das Startup Assured Robot Intelligence gekauft.
die KI-Modelle für Roboter entwickeln.
Damit baut Meta sein Team rund um das Thema weiter aus.
Das Ziel ist dabei übrigens weniger eigene Roboter zu bauen, sondern eher Software und Hardware, die dann alle möglichen Roboterfirmen bei sich einbauen können.
Ich habe es am Anfang schon gesagt, am Samstag war ein wirklich historisches Finanzevent.
Berkshire Hathaway hatte nämlich seine erste große Hauptversammlung ohne Warren Buffett auf der Bühne.
Bevor wir uns das gleich inhaltlich noch genauer anschauen, wollte ich wissen, wie es vor Ort war und das kann wahrscheinlich niemand besser erzählen, vor allem niemand in Deutschland, als Tilman Fersch von good-investing.net.
Der macht seit Jahren selbst Events rund um die Hauptversammlung in Omaha und ich habe ihn mal gefragt, ob man vor Ort irgendwie gemerkt hat, dass Buffett nicht mehr auf der Bühne sitzt.
Liebe Grüße aus Omaha von der Berkshire Hathaway Hauptversammlung.
Man hat schon deutlich gemerkt, dass Buffett nicht mehr auf der Bühne sitzt.
Das Event war gerade in der Arena deutlich kleiner.
Da waren wahrscheinlich so 10 bis 13, 14, 15.000 Leute.
Im letzten Jahr waren das locker 30.000 oder sogar noch mehr.
Es ist bestimmt eher zu sagen, wie viele es genau sind, weil es keine genauen Zahlen gibt.
Aber man hat es deutlich gemerkt, dass da weniger...
los war und der Event war auch deutlich weniger international.
Also beispielsweise aus Afrika waren kaum Leute da, die letztes Jahr auch teilweise vertreten waren.
Ja, es hat sich mir angeführt wie eine klassische Hauptversammlung und wie nicht das Woodstock des Kapitalismus, was es vorher war.
Die Energie war immer noch da, also es sind immer noch sehr viele Leute hier, aber es ist nicht das Gleiche wie mit Buffett.
Dann habe ich Tillmann auch noch gefragt, wie so sein Eindruck von Greg Abels ersten langem Auftritt als CEO war.
Also Greg Abel hat mich als auch die meisten anderen Shareholder, mit denen ich geredet habe, positiv überrascht.
Und er hat ja over-delibled wirklich von dem, was an Erwartungen da war.
Was cool war, dass er auch Humor gezeigt hat und auch ein bisschen mehr persönliches Profil.
Und er hat bis jetzt noch kaum was von ihm gewusst.
Und durch die Hauptversammlung ist er nochmal mehr nach vorne gekommen und sichtbar geworden.
Besonders spannend war auch, dass er mehr Eindrücke über die Businesses geteilt hat.
Also bis jetzt war es ja eher so ein bisschen eine Show, wo Buffett, bisschen oberflächlich über die Businesses erzählt hat.
Und das war eher über Leben, Wissen, Erfahrung und generelle Einschätzung zum Investing.
Und da war Greg schon viel granularer und hat das auch wirklich runtergebrochen, Business-Performance vorgestellt.
Das kam gut an.
Sein Humor kam gut an.
Viele hatten jetzt eher auch gedacht, dass er jetzt nicht so den Humor hatte.
Da waren einige auch positiv überrascht, mir inklusive.
Und zum Schluss habe ich Tim mal noch gefragt, ob ihm sonst bei der Hauptversammlung noch irgendwas aufgefallen ist.
Was auch deutlich aufgefallen ist, dass Berkshire einfach Berkshire bleibt, auch wenn Warren Buffett nicht mehr an der Spitze ist.
Die Kultur ist schon stark und Greg guckt da auch sehr drauf, dass die Kultur ähnlich bleibt, dass es keine Bürokratie gibt, dass die dezentralisierte Struktur eine Rolle spielt und dass da auch nicht mit dem Geld, was in Massen da ist, mit 380 Milliarden Dollar, die sie haben, dass da nichts investiert, was zu.
teuer ist und sie sehr preisbewusst bleiben.
Also es ist immer noch weiter Value Investing.
Sie warten auf die Opportunitäten.
Wenn es wirklich attraktiver Deal ist, dann schlagen sie zu, aber sie werden jetzt nicht irgendetwas kaufen, um einfach mit dem Geld was zu machen.
Und was auch noch deutlich sichtbar ist, es ist Workshare einfach der größte internationale Event für Investoren und der größte Event, den es auch wirklich gibt, auch wenn er jetzt deutlich eingebrochen ist.
Es ist einfach eine riesige Veranstaltung.
Allein die Shopping Exhibition ist riesig.
Es zieht auch viele Locals an, die hier einfach massiv einkaufen.
Und man kann hier locker echt viele Leute aus allen möglichen Ländern treffen.
Ich habe gerade mit Mexikaner gesprochen.
Man spricht dann auch mit Leuten aus Brasilien.
Man spricht dann mit Leuten aus London, aus den USA, aus verschiedenen Ecken.
Also es ist wirklich ein riesiger internationaler Event.
Auch wenn Trump gerade die Einreise und das Ansehen der USA etwas schädigt, bleibt das hier weiter ein wichtiger Event für die globale Finanzszene.
Danke Tillmann.
Ich verlinke euch in der Beschreibung auch nochmal einen Artikel von ihm, wo er so die spannendsten Fakten rund um die Hauptversammlung recherchiert hat.
Aber neben der Hauptversammlung gab es am Wochenende ja auch neue Zahlen von Berkshire Hathaway.
Und auch die waren nicht unspannend.
Die Zahlen haben erstmal genau das gezeigt, was auch Tillmann gesagt hat, nämlich, dass sich unter Greg Abel erstmal nicht sonderlich viel ändern wird.
Berkshire sitzt mittlerweile auf 380 Milliarden Dollar an Cash und hat das 14.
Quartal in Folge mehr Aktien fair als gekauft.
Das ist vor allem krass, weil Berkshire sogar 16 Milliarden Dollar an Aktien gekauft hat, aber sie haben eben auch welche für 24 Milliarden Dollar verkauft.
Welche Aktien das genau waren, haben sie nicht gesagt.
Man kann an den Zahlen aber sehen, dass es vor allem Aktien aus dem Finanz- und Konsumbereich waren, die sie verkauft haben.
Und es gab ja schon vor ein paar Wochen Berichte, dass Greg Abel wohl die meisten Aktien verkauft hat, die davor Todd Combs gemanagt hat, der ja zu JP Morgan gewechselt ist.
Alleine das dürften Verkäufe für über 10 Milliarden Dollar gewesen sein.
Spannend ist neben den Aktien auch immer, wie sich die Firmen entwickeln, die Berkshire zu 100% gehören, zum Beispiel die Eisenbahn BNSF oder die Versicherung Geico.
Da war auf den ersten Blick alles perfekt, der operative Gewinn ist 18% gestiegen.
Dazu muss man aber erstmal sagen, dass das stark am Versicherungsgeschäft lag, wo einzelne Schadensfälle den Gewinn mal schnell nach oben oder eben unten treiben können.
Und vor einem Jahr war es da eben so, dass es große Schäden gab, die gab es dieses Jahr nicht mehr und deswegen ist der Gewinn in dem Bereich sehr stark gestiegen.
Wirklich relativ gut entwickelt hat sich BNSF, also die Eisenbahn, wo Greg Abel das Management auch gepusht hat, dass sie effizienter werden müssen.
Das schaffen sie auch, sind fairerweise aber noch weit hinter der Konkurrenz bei den Gewinnmargen.
Eine Schwachstelle war weiter Geico, die Autoversicherung.
Da gab es erstens mehr Schadensfälle und zweitens hat Geico mehr in Marketing investiert, um Kunden zu gewinnen.
Dadurch ist der Gewinn logischerweise gesunken.
Generell kann man sagen, dass viele dieser Businesses darunter leiden, dass Berkshire in den letzten Jahren einfach sehr zurückhaltend dabei war, neue Technologie einzuführen.
Das merkt man bei BNSF genauso wie bei Geico.
Man hat aber auch gemerkt bei der Hauptversammlung, dass es unter Greg Abel deutlich besser werden könnte.
Alleine, dass er über 15 Minuten auf der Bühne darüber redet, wie BNSF KI bei sich einsetzt, um effizienter zu werden, das hätte Buffett einfach nie gemacht.
Und abschließend hat auch Buffett rund um das Event ein paar Interviews gegeben.
Viel Neues gab es nicht.
Spannend ist aber schon zu hören, dass aus seiner Sicht heute mehr Zocker an der Börse sind als jemals zuvor.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder, beziehungsweise hört ihr morgen Christoph und Timon wieder.
Vielleicht sehen wir uns ja auch beim Live-Podcast oder Dienstagabend.
Da gibt es einen kleinen Keynote-Slot von Ohne Aktien wird schwer auf dem OMR-Festival.
Wie dem auch sei, bis dahin, alles Gute, adios.
